Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 625 (20.10.1920)
- Date
- 1920-10-20
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2979076-2979416-2979703--05554-2991419- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. «25 Wien, Mittwoch Wiener Meorge«zrrv»nK 20. Okwver 1926 rserre 5j —-——4 Habe» also keinerlei Einfluß auf die Ruhegenüsse, da für sie laut ehtet Zuschrift des Vorstandes die Friedenspettsionsbezüge gelten, s« daß ein Lehrer nach äSjähriger Dienstzeit nicht einmal auf ein- Mv na tS Pension von 400 Kronen Anspruch Hätte. Ein Unterschied zwischen Ledigen und Verheirateten wird in den Bezügen nicht gemacht. Der Vorstand beschränkt sich darauf, sich auf die schlechte materielle Lage des Instituts zu berufen, während von seiner Veite nicht das Geringste geschieht, um das Institut finanziell zu stärken. Bezeichnend für die Denkungsart einzelner Mitglieder des Vorstandes ist es, -das; sie den Standpunkt vertreten, mit diesen Mtmmalbezügen bloß die Lehrer, nicht aber deren Familien versorgen" zu müssen und die Lehrer als bloße Stundengeber ansehen. Die zahlungskräftigen Elemente unter den »Zöglingen finden weit größere Berücksichtigung als die hungernde« Lehrer, indem der Höchstbetrag für Pension^Wohnung und Spezraluntrrricht auf 1600 Kronen monatlich festgesetzt ist, ein Betrag, der nicht einmal für die Verpflegung allein hinreicht. Sv wird eine falsch angebrachte Humanität auf Kosten der ousgebeuteten Lehrer geübt. Es ist hoch an der Zeit, daß dieser Skandal ein Ende nehme, und man muß sich fragen, ob den Wiener Großjuden, die an diesem StiftungSrnstitnt Ehrenstellen bekleiden, ohne sich ernstlich um die Anstalt zu kümmern, auch der primitivste soziale Sinn fehlt, daß sie. Zustände dulden, welche unbedingt den Ruin der einzigen Bildungsstätte fftc jüdische Taubstumme herbeiführen müssen. < Bausteine für das Dritte jüdische Reich. Die Aktion zur Aufbringung der 600 Bausteine zu je 20.000 Kronen bis Jahresende macht täglich erfreulichere Fortschritte. Bisher lag die ganze Propaganda dieser so. wichtigen Spende in den Händen einiger weniger Zion/sten, welche naturgemäß nur irmerhalb eines beschränkten Bekanntenkreises arbeiten konnten. Erst in letzter Zeit haber^ die Bezirksjektion ihre Arbeit für diese Akküm ausgenommen. Die Zionistische Bezi r ks sektio » X/Xt hat sich verpflichtet, mindestens fünf Bausteine bis Jahresende zu spende». Am erste« Tage der Agitation konnten schon zwei. Einzelspenden von je 5000 Kronen erreicht werden. Die Zio- Ni striche Bezirkssektroü HI, welche bisher schon drei Bausteine gezeichnet. hat, hat. durch Vermittlung des Herrn Ge tvit 1 ch die Verpflichtung aus sich genommen, in dm nächsten Tagen wenigstens drei weitere Bausteine aufzubringen. Im erstenBezirk (NationalsondskommissionRitters» Uran«) wurde der 36. Baustein durch eine anonyme Spende von 20.000 Kronen auf den Namen S. P. gezeichnet urrd doll eingezahlt. Im zweiten Bezirk (durch Vermittlung des BezirtsrateS Norbert Nappaport) wurde ebenfalls h«rch eine anonyme Zeichnung G . . . t der 37. Baustein gezeichnet. (Richtigstellungen: In den letzten Ausweise sind Jrrtümer vorgekommeu. Der Spender des 31. Bausteins heißt nicht Nehemia Heskia, sondern M e n ä ch e m H e s k i a. Ferner hat.wicht der Akad. Verein jüdischer Mediziner, sondern der Akad. Verein Mischer Techniker die Verpflichtung auf sich genommen, »nindestens fünf. Bausteine aufzubringen. Schließlich hat nicht die Zionistische Ortsgruppe Kloster- Neuburg ein Kontingent von mindestens siebet Bausteinen versprochen, van denen bisher drei Bausteine gezeichnet wurden, solchem es ist dies eine private Aktion des im Klosterneuburg lebenden Herrn Dr. RoSin,ohn. Die Zionistische Orts grupp p e Klosterneuburg selbst wirb erst in den nächsten Tagen ihre eigen« Aktion hiefür beginnen.) f *^6«ab»iffe am heutigen Tage: AlterFried- Huf: 9 Mr Walter Wmtrr. 9 Mr 30 M-ri. Walter Ignaz E^uer, 10 Uhr Jostfine Thiinicmr,. — Neuer Friedlosw Uhr Jakob Katz, 10 Uhr 30Mm.Leopold Weißmann, 11 Uhr Hugo Korks. J Hitachduth. Doonrrstag drn 81. d- M.. '/,7 Uhr abends. E Saale der Lese, und Redehalle lüdlscker Hochschüler.!X., Türken straße 9, zioursirsche Bersanrmlmrg. Tagesordnung: Der Parier tag -nd unsere « ü ch st e n A u si g a b e«. RchrrMr«: Dr. Auerbach, Doktor Ä-artakowet und Nr es er Kaplan. K Die i« Sommer ab-ebrochene» X"b Bürgerlckui-ErsLnzungskurst werde« unter die Leitung des tudeschen Drrussamtes gestellt und völlig neu organisiert. Es rfi dafür gesorgt, .dadaS Lehrziel (Lesen, Rechnen, Schreiben) vestmtmt erreicht wnd. Wer auch äuderrS lernen will, findet hiezu m besonderen Kurse« Gelegenheit. Wer' an drefen Kursen teel- «ehmen will, wrrd emgeladen, an einem der beiden Tage. Donner«, tag o«r 21. oder SamStag den 23. d. M., von 6 bis 8 Uhr abrnds :m Jüdischen BernsSamt, Taborstraße 20W7, sich ersznfinoeu. wo die Emteilnvg in die entsprechend« Gruppe erfolgt. . . Wiener Veth.Hamidrasch. Wim, H„ Ferdinands- Rirftfc 23. ffi tn «e t f ent eflet 1920/21, BorläufigeS **** ^orlesnnge«. Sonntag, 6 bis l S5t; Aktor Dr. Rubin. Midrasch-. Montag, 6 bis ^.Uhr: Lektor Dr. Ruhm, „B a l» a K a m a"; 7 b»s 8 Uhr: Rabbeper Dr. Kammka, .No,« Re buch im". Dienstag.? I S5r' »^bbmer Dr. Fenchtwang. »T a n ch u m a"; l K 5 8^- U-r Dr. GelbhauS, *© a«ue l*. Mittwoch, b b'S 7 Uhr: Lektor Dr. Gelbhau«, ttiti et l*; 7 bis 8 Uhr: Rabblnrr Dr. Kgminka, .T a l m u d i s ch a A g a d am (.En Donnerstag, 6 b is 7 Mr: Rektor Dr. Schwarz, -M r s ch n a; 7 big 8 Uhr: Rabbiner Dr. Kammka, More Ne buch rm. Samstag,. 11 bis 18 Uhr: Lektor Dr. Rubin, a r a s ch a d < r W o ch e-; S des 4 Uhr: Rabbiner Doktor ssaminka ^Ta t m n d is He Ao ad a («En Jakob-). Der Jahresbeetrag für Mitglieder des Beth-Hamrdrasch-BereinkS ist auf mmdestens L Sv, der GründrrbeUrag auf X 2000 festgesetzt SamStag den SS. Oktober, abends */,7 Uhr, findet W. Beth-Hamedrasch, II, Ferdinandsstraße 23, Parterre, eine Gedenkierer anlaßlrch de« hundertsten Gebnrtss «El. Dr. Adolf Jelliuek statt, durch desielrBemühyngen da« Institut degründet wurde. Rektor Doktor M.Schwarr wird die Gedenkrede halten. — Stipendien pr.S M a emoni deS-Fo ndS. Es find sechs Stipendien zu 'ie X 2000 f»w-ltaus:nd) an Hvchfchülrr verschiedener Fakultäten »u,vergeben, tue sich unter Leitung von Dozenten de« Bethvamtdrasch «»gehend mit dem rabbinischen und ieligion«- ^V^blschk» Schrifttum besoffen. Bewerbungen sind zu richten ft Rektor Dr. Schwarz oder Rabbiner Dr. A. Kaminka. * Die Jugend im ^christlichen" Ungarn. Aus Budapest wird brnchtet: »Pest» Naplo" .veröffentlicht intereffante Aeußexurigrn des Direktors des katholischen KnabenbeimS M v r v a v über die außerordevtsichr Brnvabrlv^ung der -Jugend. Nach Ansicht M o r v ah s betrage, die Zahl der ohne Auificht in den Straßen hernmluugemden Knaben und Mädchen 80.000 bis 100.000.' * Hebräische Schule. Wie n, II., Große M o h r; ngnsse 16/22. Eknskl/reibttttgen für Kinder und Erwachsene, A n f a n g-e r und Fortgeschrittene w^dtn 'täglich von 5 bis 7 Uhr abends evtgegnigenommen. G^-rgenK Unterricht in der bebräsichen K o n-, versa t'i o n, B i b e l, G e s ch i ch t c und moderner Lrteratur. * Die einheitliche Poßvifumgebühr. Wie aus Paris gemeldet w rd, hat die.Paßkonfeienz in ihrer britlnt Sitzung beschlossen, eine Emheitsvlsumge'c>ühr von einem Franken vorzuschlage«. * Heimkeheberoegurrs. Amtlich wird verlautbart: Nach einem aus Moskau von der österreichischen Mission für KriegSgefangenenangelegehelten in Sowjetrvßland ««gelangten Radtvgramtn hatte die Intervention der Leiters der österreichischen Mission. P o h l, betreffs gleichmäßiger Behandlung aller Kriegsgefangenen heim Rücktransport vollen Erfolg. Die Regierung Sowjctrußlands bestätigte dem Leiter der Mission ausdrücklichst das unterschiedslose vertragsmäßige Recht, der Kliegsgefanaenen 'aus den Rücktransport. Die. vorgekommenen Zurückhaltungen wurden als Mißgriffe qmsormierier Organe erklärt. Die am 28. September d. I. m Janiburg aus dem Transport herauSgeholien sieben Ofsiüere wurden auf Grund der Intervention der österreichischen Mission nach Moskau gebracht und erwarten hier ihren Abtransport nach Narwa. Zur Verhütung weiterer Zwischenfälle wurde von der russische» Zentral-EvakuierungSsielle ein eigenes Organ nach Jamburg entsendet. — Der Transport vom Dampfer „Lrsboaist von Stettin am 18. d. M., 7 Uhr abends, unter Führung Dr. Steiners mit 155 Kriegsgeiangeuen und einer Frau m Richtung Paffau abgegangen. , * Gesucht« H. Mendel Probst, derzeit Berlin Ä^. 23,' Sieqmuvdshvf 6, bei Fr. Matbes, ist vor kurzem aus Frkutsr zuruckgekehrt und bittet seine Verwandten, Bekannten und Gesinnungsfreunde um Nachricht *n die eingangs genannte Adresse. * Der Wohltätiglreitswerein Nord-Ost, II., Taborstraße 2Is. bereitet eine Makkabterserrr vor, deren Reinerträgnis dem Palästina-Amt sür Auswayderungsbedürsiiiffe zufallen soll- Zu diesem Zwecke findet heute. 7 Uhr, eine Aysfchnßsitzuug und anschließend daran eine Beratung der Kultursektion des Vrre'nes stakt. Alle, die mitzuwirke» wünsche«, werden eingeladen, pünktlich zu erscheinen. * Urania. Heute. Mittwoch, V»3 Ahr (Großer Saal) Schülervorrrag, — V»6 Uhr (Klemer Saal) Prof. Dr. Max E. Gans: Phantasie und Wissenschaft. — V3ß Uhr (Kurssaal) Dozent Dr. Hugo S:rk : Physik des täglichen Lebens, VI..— V«6 Uhr (Klübiaal) Prof. Dr. Auto« Gatschrr: Dramaturgie der Over, V. — 7 Uhr (Großer Saal) Elsa. Bertha, Martha Wiescnthal: Kammer-Tanmbrnd. — V,8 Uk»c (Kleiner Saal Prof. Dr. Wladimir Misa?: Naturgesetz, Zlitall, L'w'der. — Uhr (Kitt'ssaal) Prof. Dr. Eduard Castle: Goethes Dichirmg und Wahrheit, Vl. — V*8 Uhr (Klubsaal) Dr. Erich Fortuer: Die blaue Blume der Romantik, V. * Die österreichischen Kinder in England. Aus London wrrd gemeldet: Der österreichische Gesand'e Franlenstein hat gestern auf Einladung des Fwnine Area Childröns Hospitauty Committee das Lager in Sandwich besucht, wo 500 österreichische Kinder unterge-hracht sind, bevor sie an einzelne Familien verteilt werden. Das Lager besteht aus lichten, lustigen Baracken mit allen sanitsirrn Vorkehr ungen sowie großen Spielplätzen und liegt in nächster: Zkahe des Meeres, Die Kinder befinden sich itt bester Berfaffung. * Wiener Kinder a«S Schwede«. Der siebente Rücktransport aus Schweden (Provinzen Oestergotland und Ursala län) trckst Freitag den 22. d. Mum 12 Uhr mittags im Nordwcstbahnhof ein. * Figarettenpaprer um eilte Million entlockt. Am 16.- September l. I. wmde dem Spediteur Karl Sä x i n g e r, V., Grüngoffe 29, von einem Manne ^Abadir"-Zigareltenpapker im Werte von e i n e r M r l l r a « K r o n e n entlockt. Der Maun kam mit einem geMschtm Bestellschein der Firm« Abadie und erhielt dreißig Kisten Zigarefirnpapier anstandslos ausgefolgt. Der Verdacht, mit dem Millionenbetrug in Zusammenhang zu stehen, richtet sich gegen de« 30jährigenAdalbert Blau. * Gestohlener Schmuck. Der Frau Josefine Donath, I., Annagaffe 3A wohnbait, wurden am 18. d. M. aus emcr Kastenlode Schmuckgegenstände rm Werte von 150.000 gestohlen. Der Verdacht fällt auf einen unaesähr 28jährigen Mann, der zuletzt im Hotel Austria in der Prüterstraße gewohnt «ud sich für einen Kaufmann auSgegrben hat. * Eine halbe Milliott Vente. Am 18. d. M. wurde eine Wohunng im Hause, Uk., PetruSgaffe 7, erbrochen. Gestohlen würden zwei Brsampelze. ein BlsamdamenpeU, Leib- und Bett-, Wäsche im Gesamtwerte von einer halben Million Kronen. * Kautschukstempel innerhalb zwölf Stunden. liefert Gustav T i n < n e r, VI., Mariahilferstraße 101, Uf., Ungargaffe 10, IV., Wiednec Hauptstraße 51, XVII,, Ottakringerstraße 86. * Die Speditionsfirma Leo Wang» II., Ferdinandsstraße 29, übernimmt zu den billigsten Tarifsätzen Transporte aller Art nach Rumänien per Schiff mit Umladung in Giurgiu und Galatz sowie per Bahn mittels direkter Speziahüge nach Ezernowitz. * Dev reichste Mein« dev Wett kann ebenso wir der Mann deS Mittelstandes seinen Bedarf an eleganten Garderoben nach Maß in de» Werkstätlen Spitzer & Markus, II., Stephamestraße 1 (nächst Stevhanirbriicke), decken. Der Rektameanzug ü 5500, der RagluN'Doable £ K 8200 ’ — die konkurrenzlose Leistung am Wiener Platz. Vereiusuachrichtev. HttachdvthHap o eltz a»a ir nnd Zeirei Zion. Heute, 7 Uhr abends, im Saale der Toynbee-Halle. XX,, Denisgaffe 38. 1. Stock, öffentliche zionistische Versammlung. TagkSordnung : Unser Pivgramm. Referenten: Dr. Auerbach, Abraham Lewinsohn, Dr. Ste-nbrrg und Prcker. — Hilfskomitee für durchreist»de Chaluzim, U.. Glockmgaffe 80. Heute, 6 Uhr abend-, im BerrinÄokal Komileesitzung, zu ,welcher sämtliche Mitglieder emgeladen find. Um vunkllicheS, zuverlässiges Erscheinen wird gebeten. — I ü d i s ch e r F r a u e nb u« d (Zionistische Bezirkssektion, ix, Liechtenstemstraße 11, Tür 18). Heute, präzise V,? Uhr, Referat der Frau Esther Rapaport-Mieses über das Arb eitSvro gram« des JüdischenFra »entzünde-. Gäste willkommen. 7- P a l 8 st i n a - S e k t i o n d « 8 Be re i n t < jüdischer Mediziner. Heute, */,7 Uhr abends, tn der Jüdischen Rede- und Lesehalle, IX., Türkenstraße 9, Diskussionsabend. 1. Die gegenwöitige Lage im Zionismus. 2. Stgllmrgnahmc zum Parteitag. Einleitende- Reserat Doktor Ta r t a k 0 w e r. Zionistische Akademie. Gäm willkommen. ivki'vSdmasVkSnvn ^L'sL«^ LOBS»OL® STEINHA^T Wien. L BUMratraese.9. Tetobo» 4073/VUI Kommunales. Kürsorgeabgabe nnd Korszesfionsabgabe.Z Mit dem am 6. September in Kraft getretenen Gef vom 4., August wurde eins G(meinbeaLgabe für öffeutli FürforgeZwecks iu -Men (F ü r s o r g « a b gab«)- eingeführt,'' Abgabepflichtig ist, wer bei einer ctuf Erwerb avzielendew Tätigkeit fremde Arbeitskraft verwendet. Die Abgabe beträgt 2 Prozent von der Summe her allmoiwtlich ausbezahlten Lvhn-! (GehaltS--)bezüge und ist , bis 10. des folgenden MonatS bei der Steueramtsabtsiluug jenes Gemeindebezirkes zu entrißtsn,' wo die Erwerbsteuer vorgefchrieben ist. Die erste Einzahlung betrifft die in der. Zeit vom 6. bis 30. September 1930 geleisteten Lohuauszahürnge« und ist seit 10. d. M. fällig. Die Drucks orten sind unentgeltlich bei den Bezirksämtern erhältlich. Einzahluirgsstelle für die zur öfsentlich-m. Rechnungslegung verpflichteten Ilnternehnrungeu ist das Zentral-Stener- , amt, Uebernahmsstelle für die Abrechnungen dieser Unternehmungen die Mägistratsahtejlung 6, beide 1. Bezirk, Ebeudorferstraße 1, 3. Stock. Am 6. September ist auch das Gesetz über die KonzessionSabgabe in Wirksamkeit getreten. Di« Inhaber abgabepflichtiger Unternehmungen haben ihre Unternehmung«- bent nragistratischeu Bezirksamt au zuzeigen. Zur Erleichterung dies«:! , Anmeldepflicht werden ' durch die Bezirksänlter Fornmlare zugesendet, in denen die Schuldigkeit an Jahresabgabe zu,evsehen sein wirb. Die Uebertragungsabgabe ist von allen seit? dem 6. September bewilligten Uebertragrurgen, die: Bev-! Pachtungsabgabe von allen feit 6. September bewilligten Bev-i Pachtungen zu entrichten. Für die zur öffentlichen RechuungK-! legung verpflichteten Unternehmungen kommen die AmtKe stellen, 1. Bezirk, Neues Amtshaus, Ebendorferstraße 1') 3. Stock, tn Betracht. _ Die Ernährung. Der Marktb, Die Beschickung der Grün - . *** gestern außerordentlich günstig ausgefi " aber trotzdem nicht z u r ü ck g e g a n g e n. Nur bei Kohl bat sich ein luchter Preisnachlaß bemerkbar geumcht. Dagegen sind die O b st z n f« h r e« stark im Zmückgehen. Gesten^ waren das erste Mal ans dem Markte Mispel» zn haben, die K 10 per Kilogramm kosteten. .-i Auch die auswärtigen Fleischzrrfvhr e-p waren fehtz stark. Dir F i s ch m 3 r 111 verfügten über frische Schellfisch^ zu X ii per Kilogramm._ Errichtung einer neuen FleischabgabesteAs American Joint Dietribution OommittceJ Abteilung Wien. Die gegenwärtig der Fleischabgabcstelle Anna Tempert, XZsL Klostemeudurgerstraße l, zügrwiesmen, zum Bezüge unsere« amerikanischen Fleisches zugelaffenen Partelm, sofern dlesetbew nicht zur Fleffchabgabesielle Joses Lederer., XX.. Jägerstraße 24-,! nMrahonirrt worden sind, werden ab Dienstag, 19. d. M. der! Flrischabgabesielle Joses Schwarzbrot XX., Jägerstraße 4, zu»! gewiesen. . KartoffelaL-nbe. Mittwoch bis Freikag werden im VI.. VUl.. IX.. XII.. XtH. und XVIII. Bezirk ausländische Kar-j toffel zum Prelle von X 7.20 per Kilogramm, und zwar 1 Kilo« atamm pro Kops, gegen Abtrennung des Abschnittes VIII der- Karloffelkarte abgegeben. . Bühne und Kunst. Burgtheater. Gm Festabend, weil Hugo Thrmjg wieder auf denf Brettern ftcht. Dian lacht und ist gerührt. Seine warme.: herzinnige Komik erfüllt das Chaos mit wohliger Heiterkeit und doch werden die Augen nichts nur deshalb feucht, weil, die Lachmuskeln in starker Tätigchkeit sind... Selbst in dem alten, braven, recht fadenscheinig ge^ wordenen Lustspiel „Der Kompagnon" von L'Arrong^ (übrigens eines der besten und amüsantesten seiner Gattung^ erfüllt er eine Schabloneufigur mit echtem Menschentum »tri*! wer diesen liebenden, auf den Schwiegersohn eifersüchtigen! Papa Thimrgs gesehen hat, ßtznotz das Glück, ein Stück schlichte^ Kunst zu erlebmi, die heute, ach, so selten geworden ist, Uebrigens auch sonst eine prachtvolle Aufführung. Im Pordertvesfen Herr Arndt, der einen verärgerte« arme« Teufe! sehr charakteristisch spielt und in einer tragischen Szene wirk-' lich so außerordentlich ist. daß man die sentimentale Mache völlig vergißt. Die verehrungswürdige Fra« Wilbrandt und Frau Albach°Retth (als köstliche Berliner Küchenfee) find ganz hervorragend und die Damen Schmidt-j Godeck, Mayen, Liefenberg und Glosfh sowie di«E Herren Zeska, Häussermann, Moser und Baum-' gartner durchaus vortrefflich.^>ugo Thimig wurde bejubelt.! __ A. Geftmgsklorrzsrtc.! An zwei Abenden hatte man Gelegenheit', Ma««j Jvogün, die insbefonvere in der Rolle der Zerbinetta am unserer StaatSoper Triumphe feierte, als, Arien» und Liedern sängerin kenne« zu lernen. Ihre Stimme gehört zu der be^ gehrten und gesuchten Gattung der „echten" Soprane, dereuL Vertreterinnen, leider meist zu reuen Stars zählen, denen daH Strmmakrobatische über das Musikalische geht. Darum was man doppelt erfreut, in dem berühmt gewordenen Sprößlingj Lillixste Leruxs m auelle ' a,“85' BuresraniibeJ.