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Wiener Morgenzeitung · 1920-10-16 · Heft 621 (16.10.1920) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 621 (16.10.1920)
Date
1920-10-16
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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& m Mm. Samstas Wfar wir auf das ganze Exekutivkomitee der Dritten stnternairrmale. . -alle, 15. Oktober. (Wolff.) Nach der fast fünfstündigen Me GKvvjew auf dem Parteitag ber Mabhängigen tratest irtcr Delegierte der Rechten zum linken Flügel über.- M der Nachmittagssitzung des Parteitages der Nriab-- Mlgigen erklärte Mariow namens der sozialistischen LrVelLerpartei RutzlandS: Die Parteien der einzelnen Länder lehnen eine Diktatur Moskaus entschieden ab. Mele- Parteigenossen in Rußland feien den Moskauer Genossen zum Opfer gefallen. Nach drei Jahren blutiger Revolution sterbedas russische Volk Hungers. Dis illusionäre Politik des Volfchswismus gefährde .die russische und die intervationale Revolution. Die Partei de- Redners lehne den Terror ad« Die Rede Martows wurde von der.Rechten mit braufendem Beifall, von der Linken Mit Pfeifen, Trampeln und Lärmen begleitet. Lofowfki behauptete, .Markow habe aus der russischen Arbeiterschaft ein williges Werkzeug der G n 11 * i c gemacht. Ein Wiener tschechisches Blatt gegen die Judetrhetze in der Tschecho-SlorvaKei. Das Wien« Orggn der tschechische« sozialistischen Partei, »BidrMö Kstv", nimmt in stmer letzten Nummer zu der antisemitischen Hetze der tschechische« agrarischen Presse energisch Stellung «ud erklärt unter anderem: Die tschechisch« Presse verurteilt m ihrer Mehrzahl die versuchte Agitation gegen die Jude«, -«treu den tschechischen Traditionen. In ähnlicher Weise verurteilt auch der Präger »CöS* die gehässigen Angriffe gegen das Zndmtmn dmdi« agrarische Gtzschästsprche nnd warnt die DeffeUttichkeir. us den Konsequenzen einer ähnlichen Hetze, die «vr dem tschechischen Volke nyd dem Staate Schaden bringen würde. Mach de« Tvvtz rehaßMtiert , Das Jüdische Korrespvndevtzbürea« meldet aus Krakau, datz d« Bizepremirr D a s z v n s k i beim Empfange des Vor- -Südes -er dortigm jüdische« Gemeinde erklärt hat, es sei em Verfahren im Zuge, um dev vor kurzem wegen angeblichen Hochverräter standrechtlich e r s ch v s s 11t eu R ab bi Eh ai M G-ch a p i r a aus P lock gänzlich zu r e h a Bit i* «Uceiu Damit wäre tm Justiynord zugegeben, welcher auf die durch die Judenhetze der polnische« Presse hervorgttufene feindselige Stimmung gegen die Juden znrückzusührrn ist und weit über Pole» hinM Mltzrhrmes Aüssehkn httvorgerufen hat. Kr «chee natürlich zu>,erwarten, daß die für dieser standrechtliche Artest und drffen Vollzug verantwortlichen PttsoNM zür strzngste« Brrantwortsog gezogen «erde«. wisterprLfibent Wltos Üb«r Nig^a und Wilna. [•’ AuS Warschau wird berichtet: In vor Sitzung des . vom Ist. b Ak. gab 'MuiswrprWeüt W i to S eine Ärkkärnng über den in Riga unterZttchnekn Friedensvertrag und über die Ereignisse in Wilna ab. Was' dem Frieden anlangt, sagte der Minister Präsident unter-anderem: Der am 12. d. M. unterzeichnet«: .Frieden erfüllt nicht alle -.Wünsche des polnischen Dolles. Was die Garantien für das hefletjertigs Fernhalten von jeder EmmjschMg in die innere .Ungekegenheiten des anderen Staates anlangt, läßt unsere LohÄttat keine« Zweifel zu. Wir Höffen, daß auch die Russen diese Verpflichtung einhalten werden, da sie die Haupte ^bedingung eines dauerhaften Friedcns lst. Beide Parteien find darüber einig,, daß die Frage der Pvtschvr Polen und Litauer strittigen *VebiLte Polen nnd löse« werden. In diesen Gebieten sind wichtige Er- :iffe vorgefa'llen. Am 8. d. 101. hat' eine litauisch-weiß- Mssische 'Division unter bcc Führung des Generals igeltgowjki die Fühlung mit der polnischm Armes ge- Wst und am 2'.. Oktober Wilna besetzt. Die Regiemng mußte M Besetzung Wilnas als militätische Pflichtverletzung beßrachten, über. die eine Untersuchung durchgeführt werden Muß, Die polnische Regierung hat immer daS. Recht. deS Volles des Gebietes von Wilna auf Selbstbestimmung anerkmmt. Inland. Die neuen Koalitionspläne Md die Iudeü. Morgen soll das wertere Schicksal dieses Staates entschieden werden. Im Hintergrund steht die große Entscheidung, die D der ganzen Welt ausgekämpft werden muß: die Neüformung der Gesellschaft. Aber .nirgends ist dieses große Weltproblem so zur Karikatur perzerrt worden wie hier in Oesterreich in diesem Wahlkampf. Dafür ist nicht nur die Art, wie dieser Wahlkampf geführt wird, Beweis, sondern vor allem die Wahltnathematik, welche die sogenannten maßgebenden Karteien betreiben. Bor den Sozialdemokraten, bei den Christlichsozialen nnd bei den Grotzdeutschen herrscht auf 'Grund ihrer Wahlmathematik Optimismus. Me Sozial, -emokraten, welche bei den letzten. Wahlen mcht die Majo- Mit erlangt, also nicht die Mehrheit der österreichischen Bevölkerung davon überzeugt haben, daß ihr soziales Krogrqmm die Lösung bilde, haben während der Zeit, -a sie an der Regierung dieses Staates teilhatten, ^natürlich. für die völlige Durchsetzung ihres sozialen Krogramms nicht die Möglichkeit gehabt, Denn sie waren M einer Koalitionwelche stet» die an ihr tellhabenden Aartesen zu wichtigen programmatischen Konzessionen Zwingt. Diese Koalition hat unseren Staat wohl vor WMWen Lggen bewahrt, aber bewährt im arusid- . Me»«r M-V-e«rertmtg 16. Olliober 1820 /Seite'E ___.._,--------- umntotomÄm*-- ....... 4, sätzlich programmatischen Sinn der Sozialdemokratie hat sie sich rächt. Für dis Durchsetzung ihrer programmatischen Grundforderungen war sie immer ein Hemmschuh. Man sollte nun meinen, die Sozialdemokraten wollten alles daraufetzen, tim sich von dieser Koalition zu befreien. Sie schreien es tatsächlich in ihren Wählerversammlungen. Aber ihre Wahlmathematiker wissen es besser. Die Stimmung bei ihnen ist optimistisch — nicht für ouw sozialdemokratische Majorität im Parlament, sondern für eine neue Koalitimr. Sie errechnen, daß die Sozialdemokraten im großen und ganzen ihren Besitzstand wahren Werder,, mag auch ein oder das andere Mandat verloren gehen. Und der wortgewandte Dr. Renner hat uns, während noch der Schlachtruf: „In die Koalition gehen wir njckü! " ans. allen £ ierbänken ertönt, verratend Man erwägt doch ein Koalitiönchen, eventuell mit den- Grotzdeutschen. .Diese Partei, so wird von den Wahlmathemaiikern errechnet, dürfte diesmal mit einer erheblichen Stärkung ihrer Mandatszahl abschneiden. Die Sozialdemokraten meinen, e§ werde auf kosten der Christlichsozialen geschehen. Die Christlichsozialen wieder, welchen anscheinend nach den Ent- Hüllungen über ihre Beziehungen zu Herrn R eich.etwas bänglich wird, halten sich an die Wirkung des Schlagwortes von der antijüdischen, antisozialistischen ' Einheitsfront und hoffen, wenn sie schon nicht selbst Eroberungen machen, datz doch diese auf Kosten der Sozialdemo, träten durch die Grotzdeutschen zugunsten der antisemitifchen Mehrheit zustande-kommen werden. Nun steht es immerhin, soweit man bei Wahlen etwas voraussehen kann, fest, daß, wenn auch der Sozialdemokratie ihre früheren Mitläufer zum Teil abhanden kommen dürsten, sie doch in solcher StärkeinS Parlamfvt Anziehen dürfte, daß gegen sie nicht regiert werden kann. Der Traum von der bürgerlich-antisemitischen Zweidrittelmajorrtät ist wohl als ansgeträumd-betrachtet, und es bleibt, schließlich rrichtsanderes übrig als die Rückkehr zur Koalition, Die Tatsache, daß die Sozialdemokraten trotz ihres Geschreies heute bereits gegebenenfalls eine Koasitipn init den Grotzdeutschen erwägen, also statt eines wenigstens' in gewissen sozialen Belangen immerhin ernst zu nehmenden Koalitionsgenossen, den sie bisher hatten, sich auf eine Ve-bindung mit den jedes sozialen Verständ'.usses baren, fozialvolitisch völlig unorientlerten, nur auf-chauvinistische Schlagworte politisch gedrWen Deutschnationalen<dorbereiten bewcAt, daß die Sozialdemokraten anscheinend in dieser Ziemlich widernatürlichen Verbindung mtt dem .nationalen Chauvinismus ein Politisches Mittel sehen, um ihre gründlich verlorene politische Vertrauensstellung wieder ein wenig zu festigen. Daß die Juden vvn dixssr neuen Koalition, wenn sie zustande käme, nichts Gutes zu erwarten hätten, steht fest. Me Sszijaldemvkrnten,-. welche in den letzten Jahren -ohnedies an deulschenr Chauvinismus -ErTecküches geleistet haben, werden hier, mitein gerechnet das hemmungslose Deutschtum ihrer jüdischen Führer-, sicher zu Konzessionen im JudeUPuntts am leichtestenzu habein sein. Der Koalition, für welche sich der rsde- und siormelgewandte Dr. Renne-r schon jetzt etzisetzt, liegt em Gedankezugrunde, welcher ebenfalls geeignet ist diesem Bündnis ein soziales- Mäntelchen umzuhängen. Herr - llsisnuer hat - die. iMialLemokratisch-christlich'- soziale Koalition als das Bündnis zwischen Bauern und ArLeiwvn gefeiert. Die WahrMt ist, daß die Bauern den '5ko«KtivnsWbüttk«r' gründlich' sabotiert, haben. -Mr, spüren es um Mrisbrot. Um Erklärungen nie verlegen, wird Dr. Renner die neu^e Koalition tvahr'scheinlich mit -dem Schlagwort Zusammenschluß der Städter verbrämen'. Min wird dem Volke einreden, daß eure PerbindunK aller städtischen Industriekveise zu.wirksanrem Schutz gegen den agrarischen Wucher tzusiande..MWNÄlÄl sei. Dies ist ebenso wahr wie da^ Renirerschö/ Schlag-, wort vom BündM detz Bauern und MWiter,, nirt welche>u er die letzte Koalition -rufgeputzt hat. Denn erstens sind die Christlichsozialen, tvelche dmtü in die Opposition gedrängt ivürdeu, alles eher als eine rein bäuerliche Partai, sie repräsentieren vielmehr zu eiuem guten Teil den gewerblichen. Mittelstand. Zweitchrs aller . kann niemand behaupten, daß die Grvßdchltschen in irgendwelcher sozialer Hinsicht einen Faktor "'hMrn würden. Sie find die Vertreter der reaktionären Beamtenklasse, welche als. Erbe der alten Monarchie übernommen wurdezum Teile siNd sie nur Exponenten dunkler Reakiiousnnd Restaurationsbestreb üng-en, welche jedes sozialen Charakters entbehren und nur daraus aus gehen, gewissen Klüngeln' den Zutritt zur Machtkrippe, den sie nach' dem Zusammenbruch verloren haben,, wieder zu ernwglichen. "Und im Ztvangr einer Koalition werden die Sozialdemokraten, welche, gegen die d^utschnatioiral-reaktionäre Beamtenschaft nichts ausrichten konnten, -sich vielmehr zugrunde regierteu, dieser deutschnatioual-r-eaktionären Beamtenschaft erst recht ansgeliesert fein, selbst wenn sie die besten politischen und sozialen Jirtentionen hätten. Dies würde gerade für die Juden die Auslieferung an die antisemitisch-reakttonäre deutsch-chauvinistische Bealnhenschast bedeuten. Daher häbeu hie Juden von einer KoaLition zwischen Sozialdemokraten- und Deutschnationaftu 'noch Schlimmeres z^l erwarten, als von der verslosseneu christlichsozialen-sozialdemokratischen» Wie > es daher Juden geben kann, welche ihre jüdischen Interessen den Svzialdenlvkraten - oder irgendwelchen deutschtümelnden- Grüppchen vnvertvauen wollen, ist unerfindlich. Gerade im g e g e u w ä r t i g e n M o m t u t, wo die M ö g l i chk.e i t' e i ue r d e u t sch n a t iv-n a lso z ia ld e.m vkrattsch'en 'Kvalrtivn droht, können die Äud.siM uuf?uiemftndem verlassc« ftlL a u f s i ch? .stz'lb st. -'.Ihre wrrts'ch'aMWsn, ihre -soziale« Interessen würden durch ein Anheimgeben an Dellnehuwr dieser neuen Koalition nur geschäbigt -werdW» Daher ulüsseif die Juden dur ch Zu-sa tumeu s'ch küß im -jübt s ch eie Mnn e gegen ei u e de u i fM antisemitische.Koalitionsfront eine j üdjsche hlbwehrfrvnt zum Schutze ihrer primitiv^ sten Rechte-i bilden, -rvelchegerade jetzt mehr als -sonst bedroht sind. Dieser Erwägung wird die jüdische Wählerschaft morgen unzweideutigen' Ausdruck geben, indem sie jüdischnational wählt. Die W-ahtmathematik der großen Parteien und ihre politischen Folgen dies den Juden zrir unabweislichen Pflicht! .. Wahlorakel. Bon unserem ^startamenttberichterftatter. Die begreifliche Frage nach dem voraus sichtlichen Ergebnis der morgiger: Wahlen kann klipp und klar dahin beantwortet werden, daß der antisemitis-chs Block im neuen Nationalrat stärker sein wird als in' der Nationalversammlung. Nach den" Februartv-ahlen' des Vorjahres zählte man in der NaLionalversamntlüng von 159 gewählten 2lbgeordneten nicht weniger MK 88 Antisemiten. 63 Christlich soziale und 24 Grvßsi deutsche, also eine ganz kläre-;udenfeind-liche Mehrheit. Wie die Dinge sich in der'gegenwärtigen Wahlbewegun-g anl-ässen,. werden die Leihen antisemitischen Parteien uichtj mit Seine Einbußen, ihres Besitzstandes erleiden, sondern ihre Sitzzahl im, Nationalrat-vermehre-u. r . Die Chriftlichsozialen gehen diesmal völlig geschbossen zur Urne, nur in Lienz stehen zwei christlich-, soziale Listen, die des mehr konservativ-klerikalen Äbge^ ordneten Hvsrat Schöpfer, und die desLan-eshallptmauns S ch roff fl. einauder gegenüber. An der Niederlage Schöpfers wird nicht gezwetfelt. Der Vollständigkeit halber sei erwähntdaß auch der verflossene Staats^ sekretär Zerhtk, der wegen Eingehen einer söge»- nannten Sever-Ehe aus dem christlichsoziylen Klub austreten Mußte, im Viertel oberm Wienerwald als selbständiger Christlich sozialer kandidiert, aber natürlich! dnrchfalltzn wird: Die christlichNationäle Oret-Parter dürfte alles in allem kaum ein paar hundert Stimmen ansbringeu und daher dem klerikal-auttsemittschen, Block keinerlei Abbruch , tun. Die Christlich sozialen Lönneu leicht diese paar Stimmen rWersrr, besorgen ihnen doch' die OttlMütk den wüsteü äntrseMitischen Radau, den die offizielle: Partei nrit. Rücksicht aus 'die „Herren Juden", die den: christlichsozialen Wahlsonds Zuwendungen machen, nicht selbst veranstalten können. Der national -- antisemitlschs Block, der in der Rationalversmumlung unter der Flagge „GroMutM Bereinigung stgelte, geht weniger geschbossen als die Christlchsozmleu in die Wahle« und verdirbt ffich dadurch die Gele genheit, im Kamp s zwischen Schwarz und Rot die Rolle des lachenden Dritten zu ffpiehen und auf. Kosten der Christlichsozialien i:nd!Äzialdemvkrater: so viel als möglich Mandate einzuheimsen. In Wie ui wirbt neben der offiziellen großdeutschen Liste die soigenaunte deutsche rmtionalsozialistische Arbeiterpartei des Landtagsabgeordnettu Dr. Riehl um Stimmen und gefährdet dadurch de« von den Grotzdeutschen erhofften Mandatszuwachs im zweiten und sechsten Wiemr Wahlkreis. Der. Anhang des Riehl, der seine Rational sozialisten nur züm -Trotz gegen die Großdeutschen aufmarschieren läßttveil ihm diese dein sicheres Mandat für den NatioNalrat. Kuschanzeu tvvttten^ setzt sich hauptsächlich ans den aus den abgetretenen Gebieten ge-, flüchteten Eisenbahrvern zusammen, .die vor Monaten an. allen LulisMütischtn Straßen^xKesM-. in Mtzen 4#fc». vorragerch bsteiligff waren. Auf dein flachen LaM Ntederüsterreichsin. Steiermark und in zwei oberöMrreichischen^.AsaWxeischr stehen den großdeutschen Antiseuliwn seflstWigv ^hlwerberlisten der antisemitischen deutschösterreichischeu- Bauerrchartöi gegenüber. Infolge der St-ymnenzersplitterung könnte da den GroMulschen ein oder bas andere Mackat, wie z::m Beispiel das des tzlbgeordnetsu Dr. Uvsiy im Viertel ober dem Wisnerwald, verloren gehÄr. Der uatiormlanttsemitische Block erwartet von den Wahlen trotz der Zersplitterung der agrarischen Änd national-sozialisti° scheu Sonderkandid-aturen, eine Vermehrung ffeinÄj Besitzstandes von 24 auf Äwa 34'bis 85 Mandats. Der auf deu Grv-stn Czernin gekommene dürgerlichs Freisinn wird in dem für ihn günstigsten Fallss durch! zwei Männer, Czer.nin und den Reststimmenkarrd idaten SektwnSchef Dr. Brosche, im Nationalrat., veLtrejen sein. Es ist zu erwarterr, daß sich die beutschnativrmlen Antisemiten (Großdkutsche und Agrarier) wieder. zu einer Art deutschen! NaLionalverband im Nationalrat zusamme^finden werden, deni sich , die, 'ZweimMruerpartti toird anschließen, müssen. "Die Sozialdemokraten werden Lei den Wahlen-ge» »valtig Haare lassen; man schätzt, daß sich das-Kräfteverhältnis zwischen Christlichsozialen und Sozialdenur» kraten umkehren werde. Hatten die SozialdeuMraten ü» der Rätivnalversan«nftmg 69 gewählte Abgeordnete denen VS Christlichsoziale gegenüberstanden, so glaubt man, daß im Nationalrat die Christlichsozialen um ein« f10 Mandate stärker sein werderr als. die Sozialdemvkvaten. M 3)ie Wahlaussichten der K v m ni.-utti sten werde« nicht günstig .-beurteilt, ebenso machen sich di« Tschechen atzf nicht mehr denn ein Mandat Hoffnung allerdings könnten beide Parteien, falls sie beim erfteft Skrutinium eilt Mandat erlangenMuA den ReststimrÄ je. ein' zweites erhalten. 1 >

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