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Wiener Morgenzeitung · 1920-10-15 · Heft 620 (15.10.1920) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 620 (15.10.1920)
Date
1920-10-15
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Sk. 620 -Men, Freitag Wühlerversammlungen. E am st a g, 16. d. M.» 4 Uhr'nachmittags» ll., liniere Augarten st raße 35, Massenmeeting. Deferenten: Abgeordneter Stricker. Anitta Müller, Gemeinderat Dr. Leopold Plaschkes. Samstag. 16. d. M., 7 Uhr abends, Swobodas Phönix-Palast. II., Prater. Referenten : Abgeordneter Stricker» Anitta M ii l l er, Demeinderat Dr. Leopold P l a s ch k e s. Samstag- 16. d. M.» V,8 Uhr abends, im Saale des' Nieder») st erreich, schen G e- V e r b e v e r e i n e s» Eschenbachgasst 11. Referenten : Gemeinderiite Dr. I. Ehrlich und Dr. P l a s ch k e s, Dr. Desider Frie d m a n n. Samstqg, 16. d. M., VS Uhr abends,' G f ch rv a ir d n e r s S a a N o k a 1 i t ä te ff, XVU, tzernalfer Hauptstratze 41. Referenten: Gemeinderat Dr. Leopold Plaschkes, Dr. Desider Friedin a n n, Dr. Frij; Löhner. PolMsche^RunÄschau. Liirmszrnen in der Horthy-Versammlu«g. Die ungarische K8rri5«frage. Budapest-, 14. Oktober. (Uny. Tel.-Äorc.-Bur.) Nach Eröffnung der Sitzung verliest Präsident Nnkobszky eine Petition der Stadt Debreczin, welche die Rückgabe der durch die kaiserliche Macht entwendeten und n ach Wien gebrachten K n n st s ch ä tz e verlan gt. Abgeordneter Stcplmn Kooges unter breiter c me dring" tiche Interpellation über Jnkon'aemei^zcn nnb M'ch° brauche der Zensur. Er kommt hiebei auf die K.ö.n i g-s«, frag? zu sprechen, wobei er wahre Stürme von / Zwischenrufe)» cntfclfcjh Kovaeo verweist darauf, dastdie Zensur nicht gestattet habe, den aus die Köniachsrage pe* züglichen Teil seines in Enying erstatteten Reche ns chn sisberichtes zu veröffentlichen. Er sehe sich daher veranlaßt, diese Ausfuhr,!,r§en hier zu lniöderholen. „Die ungarische Nation," sagt Redner, „will. das vog. Gott ge» geben«; Recht der freien Königswahl , . , s stürmischer. .Beifall rechts. Länn links). Wir, die wir auf dor Grundlage der freie!« Körrigswahl stehen . . Abgeordneter I rieb rich: Wer istdas? (Großer Lärm rechts. Rufe: Das ungarische Volk! Lärm links.) Abgeordneter M esk o: Nicht Budapest:aMn wählt den König, sondern die Nation! -. Abgeordneter G z in reesanyr: Wir haben den gekrönten König! (Stürmischer- Beifall links.) Abgeordneter Kovacs fährt'fort und erklärt, er und seine Gesinnnngsstenofsen feien der Astsicht, daß diese Frage jetzt nicht erledigt Werdern solle. (Großer Lärm -links.), / Abgeordneter S z m r c c f a tuj r ruft: Wanun bringen Sie sie dann daher? Abgeordneter KovacS: Wirhalten, die getroffene Vereinbarung ein und haben mit niemandem über die KäuigZfrage Verhandlungen gepflogen. Dagegen finö die Anhänger der anderen Anschauung nicht so zurückhaltend. Es kann festgestellt werden, daß Intrigen im Zuge waren, um .die Nation'in eine Zwangslage zu bringen, (ttnrmlerbrochener Lärrn, Rufe linfs: Das Prrtschgerücht!) Abgeordneter G a a l: Der KriegSminister hat festgestellt, daß ein Puts ch v o r'b e r eitet wurde. Abgeordneter F r i e d r i ch: Erhat schlecht konsia-' iiert. Ich übernehme die -Verantwortung! . Da der Lärm ununterbrochen andauert, sieht sich der. Präsident genötigt/die Sitzung zu suspendieren. Nach einer kurzen Pause wird die Sitzung tmeder ausgenommen und Abgeordneter- K o v a c 8. fährt, in seinen Ausführungen Mt.' /Redner habe darauf ver-- wiesen, daß von kompetenter Seite an Karl den Vierten die Frage gerichtet worden ist, ob er auf den Österreich t f chgn K a i se r th r o n re f l e k11 e pe. Hierauf sei, wie er selbst und mehrere seiner Abgeotdnetenkollegen von glaubwürdiger Seite gehört haben, die Antwort erteilt worden, daß Karl der Vierte auf den österreichischen KMrthron nie und unter keinen Umständen verzichte. (Große Bewegung.) Abgeordneter B e n i c z k h: Da ran i st kein wahres Wort! Gerade das Gegenteil ist wahr! Abgeordneter Szmreesanyr: Das ist ein Klatsch. Wer hat das gesagt? v > dlbgc.rzrdueter Kovacs'; Erzherzog Josef! (Große Bewegung.) " Mtzeorbttet-er Kv v MsW.rLsaheend):''J'ch habe.kein Recht, an der GlauVlv »irdiWit.dieses 'Berichtes zu > zweifeln. . , Abgeordntter fUraf Julius Andrassy : Ich habe ein Recht dazp! (Rust links: Es -war ein Irrtum.) Abgeordneter Kovacs (Mtsthveud): Das würde also die W i e de r h e r h e r stp Mi st g dsO'alten M-o n° urchis bedeuten.Wenn es etwas Mt, was die Nation für die ungeheuren Leiden der letzten Jahre -ütschädigt, dann ist es die Wiedergewinnung ihrer Nnabhängigstst und Freiheit, und diese werden wir unter kemL»i^Um<- stünden opfern. (Stürmischer Beifall rechts. Rust links: Auch wir wollen das nicht!) Abgeordneter V e i>. i c \ tu : ■ 'Ein ernster Mensch bringt solche Ding: c/!f v-ry.^b v'-n rüchstn hier vor. -_ -»tatet «EK Frankreich verhandelt mit Deutschland. P a r i s, 14. Oktober. (Wolfs.) Wie „Echo de Paris" mitteilt, hat die französische Regierung die Vorschläge der englischen Note betreffend die Sachverständigenkonferenz in Brüssel und die vorgeschlagene Konferenz mit den deutschen Vertretern zur Erwägung der Wiedergnt-- machüngsfrage, a n g e n o in rn e n, aber die Einbringung einer dritten Konferenz verlangt, auf der nur die alliierten Regierungen vertreten sei» sollen. Nbgcordncter Kovae.s: Es würbe mir ein: große Freude bereiten, wenn Sie dfes dokumentieren würden. Abgeordneter S m r e c s a n yi: Sie. hatten sich früher von der'Wahrheit überzeugen können..(Großer Lärm.) Aügcordn.'ter Kowacs : Auch die Gwhmächte sind gegen eine Wiederherstellung der alten Monarchie. (Lärm. Rust links: Auch wir.). Abgeordneter Kovocs (fortfahrend):'Auch ein größer Teil der ch r i st li ch sv z ta lc ft P a ttc i in Oesterreich, mit Mataja an der Spitze,, ist dagegen. Abgeordneter Veni'czckh: Sie führen also einen Kampf gegen Windmühlen?. ... 2lbgeordneter K o v a c s : Die Aufwerfung dieser Frage würde?,n einer SpaltungG>cr Nation führest. Di.">. 7s:i.p:!-.'^'nb.'it darf nicht ohne Befragung der Ration erledigt werden.-(Lebhafter Vrisall nno Händeklatschen.) Auch Redner hab-e in jen.^r.Versammlung gefragt, -ob ncch jemand' in G-ein-einschast mit Oüfterreich si'öen eosille. sGroßer Lärm links uftd Rust: Das will n'emand.) Es freut mich, daß Sie derselben Meinung sind, aber die Zensur hat die Berüfststtlichnng aller dirstr AusktLrullKenverboten. Ich habe in Meinem Rechön- . --schaftsberichL iveit-ev erklärt, daß die Krone des heiligen Si-epu-an -nur dcnr -aufs Haupt g-estht tverdsn dürfe, denn, diese Krone genügt. (Lebhafter Beifall und Häiü^ klai'ch-en.) -. - , Abgeordneter tzr i -r d r i ch : Das uuiß . durch ctu - Gese tz g-sregetk werden. Abgeordikrjer K 6 v aeS.: Die Rat enalver'amnllnng muß ein. di-esbozüglichas Gesetz beschließen? Abgwron.ter Szm rücsanyi: Reichen Sie ein solches Gesetz -rin. ä - ^Abgeordneter Kovacs: In diesem Gesetz muß ststgclegt werden, daß' wir auf dem Standpunkt e ines u na b hängigen Königtums stehen und daß der .König von Ungarn nar r e i n U n g a r sein kann. (Lärm.) Aus dieser Grundlage soll dann die Natrsnalversamm" lung -d-ött .König.wählen.-Dia MaforitäL wird denjeuigen zum König - wählen-,-'-rdrm' -sst'. .für> Meignat'- dafür hält, eventuell auch Karl IV. (Großer Lärm.)'Dies' hatzr ich-in meinem-RacherischaftSbertchr gesagt und er-- klärt, daß ich, - nm Mr -freie Hand zn sichern, meine Stelle sttls Sraatsstkrctür nisb'rrstg^. Ich habe writers , erklärt, daß sich mein Standpunkt in dev Königsfrage sinnt derjenigost des Grasen Bethlen deckt, den dirier in seiner jüngsten Rede in Hodnlezöpafarhely .errst loick-elt hat- Wenn, dies Revolution ist, dann bin ich zusainmcit mit dein Grasen Beihlsn ein Revolntwnär. Die. jüngsten Ausführungen des Ministerpräsitzsnten. T-elski. über diese Frage decken -sich mit diesem Standpunkt. (Lebhaft:r Beifall links.) ' ' ' Ministerpräsident Graf -Tsleki erklärt zunächst: Läas die Zensur betresst, so habe er nie ein Hehl daraus gemacht, daß diese schlecht sei. Die Frage, d^er.-Zensur könne eigeütlich nur durch eine Reform der Preßfreiheit geregelt werden, dies , sei aber heute ans inner-' und außenpolitischen Gründen nicht möglich. -Wa^ den vonr Abgeordnoten Kovacs vorgebrachten besonderen Fäll betresst. so hätte er es 'gern: gesehen, w>»nu der- Interpellant di ess An ge legten hejt nicht vor die Nationalverstnrmlung Mracht hätte.. Der Ministtrpräsident erklärte schließlich, daßdie Regierung auf dem Stand--' Punkt stehe, Hst Königsfrago solle auf gesetzlich'snr Wege gelöst werden. (Lebhafter Beifall im--ganzen Hause.) Aber weder die inn-erpolitische noch die außenpolitische Lage sei hiezu bereits heraugereift.. flebcrdies sei die Regiernng der Ansicht, daß zuvor noch gewisse Verfassnngssragen .geregelt werden müßten. Der Interpellant und das Hans Nehmen die Ant- .ivort des Miiüsterprä-sidentcn zur Kenntnis, worauf die' Sitzung geschloffen wurde. ' , Kart tzufzars Fiasko in Amerika , 2)ic letzierc Numrneru der amerikanischen Blätter b?- schäftig-en sich mit dein fchnmhlichen Fiasko der Agitationtz- . reife des ehemaligen nngärifchen Ministerpräsidenten K a c! Hufzar in AmKrjkn, die vorzeitig Ogeschlosstn werden mußte. Die Blätter heben hervor, daß Kar! Huszcrr' gezwungen wunde/ sei ne Nücksahrt s ch I e u n i g ft anzutret rn, noä: ehe: die EinwanderungSbohördcn auf ElliS-Wand eine Entscheidung über seinen Aufenthalt in den Vereinitstcn Staaten ergehen ließen. Die.Karl Huflar nahestehenden ameriianischen Parteifrcnmbo .haben -ih:n, - wie t-!s^ amerikanische' Presse de» tont, den Rat erteilt, A'.nerila aus. freien Stücken zu - vtzr»' lassen, anstatt er darauf ankernmen - zu lasst», daß er mit Schimpf und-Spott aus dern tiande verjagt wird.'Die politischen Kreise ln Amerika und -an-' besonders die ungarischen Klubs waren darüber aust-ebracht, daß Karl Huszar, der seine Einreisebewilligung nur als Bertrvrer des ungarischen' Noten Kreuzes erlangt hat, um die Heini beforderung ungarischer Kriegsgefangener aus Sibirien über Amerika in die Wcae 31: ketten, wie sstst/st-ls!- wurde, alle Ba^sroitzmflen W. SHR"nB' M8H». getvoffen hatte, um in Amerika für den chriUichwrtümccken Kurj in Ungarn Propaganda gu betreiben mtft Geldmittel zu $el schaffen. Kavl Hufzar mußte sich jedoch bald fcoto» überzeugen, daß auf amerikanischem Boden. für derlei rückschrittliche Politik nichts zu holen sei und daß man einem Manne, der einer der Hauptschuldigen ist, daß Pronay und Hejjas in Ungarn ihre Mutige Propaganda „ugestrüft tre-ib-rn konnte^ in dem freien Amerika nüt deck schärMn Mißtrauen begegnet und seine Wühlarbvit auch ntk den äußersten Mitteln zu bekämpfen bereit ist. A " Die derrtsche», Anabhllngigrn vor der Entscheidung. si Halle, tzt. Oktober. In seiner gestrigen Pr»gramm-».' rede charakrAisierte C r i s p i t n das scharfe Kessels treiben, das gegen'die Unabhängigen vock elleu Seitab in Szww sesttzt wird. Die Mehrheitösozialifteu fcien; heute eine Pa^ei dev riationalen Msormen, mit denen dis Unabhängigen nichts gemeinsam haben köwnten.- Redner tuarnt vor -ern Anschluß nn die Dritte Inter- , nationale. Es fei kein Zweifel, daß durch die Annahtne der Bedingnugen von MvskM dst Linke, den A n Stritt aus der unabhängigen -sozialistischen Partei vollziehe und in der kornnnmistischen Partei Dieutsch-^- lands .-ausgehe. ' - D ä u rn i g als Prorestrerrt führte unter anderem: auS: Fist uns ist die .Bezeichnung.. Moskau feilt; Schreckgespenst. Eine scharst Trennungslinie qnuß ge-.^ zogen werden, zwischen dem rcbvliltionären Sozialismus.' und rein, revisionistischen,., her auf demokratischem Prinzip, j. beruht. Mit dern -bloßen Bestnrttnis zur DikhaM .hes.- Proleiariats ist nichts get-an, sondern es lstißt:. Wst erlangen wir die Diktatur deK Proletariats? WirNtÜsstp; unK, unr diese Frage beantworten zu känneu^ der neü-,^ ge«chafstnen Dritstn JnterM'ioMle anschlisßerl. Während, der Ausführungen drs Rednrrs ephobj sich -auf dsr rechten Seite großer Lärnr. D'-er,Box-.4 sitzende bat wiederholt vergeblich, Ruhe zu halten. Es-, entstand eingroßer Kr^a wa.lt, in dem sich beide Richtungen gegLnemander wandten. .Besonders. erregt; sprach, LedsL-oür auf die linke Seite eßr. . - -! Dänrnisl schloßDas NäLeshsteln soll attt Proletarier zusamuKüstsssn,. auch die Mhrheits.stzialisten.' die Chriftlichen und. die Gelben. Wir wissen, daß di-e 21 Bcdinguklgen von Moskau notwendig sind, damit, sich , auch keine weitere Zersplitterung des deutsche» Proletariats, sondern vielmehr eine Zusammenfassung der komnrunistisch'en Kreise ergebe. In dieser Gewiß--.' heit handeln wir nrrd troten für den Anschluß an die' kp mm nniftische Internationale ein. (Lebchafstr Bsisoll bei drn Radikalen.) > Der Neichsparteitag derMehrheitsfoziatistett: Msiel, 13. Oktober. Ans dem Reichsparteitag der - Mhrheiisstzialisten führte Wissel in seinem Wirt.' sch aftsrc st rat unter andere, n aus: Heute kommen wirmit dßr reinen Zwangsckirtschuft nicht weiter. Wir müsst» mne. Formeln snchon. Ruch die nichtstztalifiecuttMeist Wirtschaft bedarf neuer Formen. Die geistige» Führer her alten kapitalistische» Wirtschaft können wir noch nich tventbehr en. Wir müssen die Wirtschaft organisieren und sozialisieren, aber zunächst muffen wir aus d'em Defizit herauskommen-und' mit brutaler Strenge den Konsnnr de schränken, der nicht, absolut notwendig ist. . Die Lage der Juden w Bialyftok. W«r schau, 12. Oktober.. /Privat,) Als die Kolm Malystok besetzten, spielten sich furchtbare Dinge ab'-/' über die maü noch keins genauen Einzelhriten kennt. Privatbriest jedoch, berichten von Hunderten ecmorderstr Juden, in Brand gesteckterr Häusern, Port der Ver-si inichtung aller-jüdischen sozialen Institutionen usw. Hervorgecustn -wurden diese entsetzlichen ,' Geschehnisse durch die Berlcstmdung, die Juden hätten den Bolschewiken werktätige Hilst geleistet! Der jüdische Deputierte Färb st e i rr, welcher Bialystchk besuchst/ hat eineu Bericht an'den Sejm ausgearheistt. Darin stollr er fest, daß, alle „Tatsachen", welche die pylmsche. Presst, über die Haltung der jüdischen Bevölkerung' gegen, die Polen und über ihre aßg-bliche .-Deilnahnw. av den Kämpfen gegen dst in die Stadt eindringeuden polnischen Soldaten brachst, von Anfang bis zum Ende, e v* logen find. Sogar die christliche» Mitglieder des neu« gebildeten Bürgerkonntees irr Bialyftok habe» bestätigen müssen, daß die Beschul-digungen der „Diva GroM", l der „R,',eezpofpvlita" und aüderex Polnischer Zeitungen jeder tatsächlichen Grundlage entbehrst?. ' Die Polnische Preß Hetze wirkt auch .sttzr nochstr,' B!alyMnah. Auf einen, Meeting der-dvrtrze» national 'sozialistischen Partei (eines-.Ablegers der Nationalde-nro----, krateu) rvurde beschloss», ,zn fordern,, daß geg-n »die Juden' MalystokZ die Wrfsten Maßregeln' ergriffen werden, vor aller» sollen alle, jiddischen Aufschriften aus den Geschäfts schildern und die jiddischen Plakate be-- fertigt werden; die Juden sollsn. aus den munizipalen irnd Regstrungssstllen in Bialyftök entstrüt' werden.' Seit einigen Tagen besucht dst Polizei,die jüdischerr Läden und fordert die Inhaber auf, die jüdischen Schilder ab zu nehmen. Ferner ist ben jüdischen Zeitungen das Erscheinen!verboten. 1 „Solange nicht die fu'-'chtbare B^schustigung gegen die Biatystostr Juden zurückgeuannnen -r'-i : — ";b:r FarbsstiNS Bericht — ..gib:- es lei--..'. Au'. Per" besstttrng der kwl '.''-.is - iü^i-w": v::rj<. in

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