Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 619 (14.10.1920)
- Date
- 1920-10-14
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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Sette 7 Nr 619 Wien. Donnersrasi tlso einem Mangel der ge-'a'iksnvol'en Dichtung durch kluge Jnfzenie u rg sehr g.ichickt bei«komme«. Cr wurde to i bicfent Bemühen du ch den ergötzlich'» Kattwald Alfred Schreibers una de» Ga'onrir Franz K am m- »u f s gefördert; Allerdings: Herr Kammaus, derben Galomir als Idi-o'en spielte, hat gegen die Int-n:io.:«n G ITC ar ers ee'.andel'.-Wir errnne/n daran, faß der D ch er sehr aufgebracht war, .weil Lei icriyr -e unglück en Er'iaus ü rung de) Lust>piels ('.'s wur!e sehr energisch ab'elrhnt und vom Spittplane abgesctz ). G-a'vm'.r as K e in hi-sesteltt wurde. Er schrieb. baGiber: „Ga^cnür ist so wenig dumm, a s die Tiere dumm sin; ,ir denke c nur nicht. Ga'omirska'm darum «licbl sprechen, weil er auch nicht denkt; da; würde ihn aber n'chl hindern, zum Bei/p iel in der Sch'acht -den ,cech en AngrissSpunkt instinktiv recht gut s^rauZzufin>eu. Er ist tierisch, a er nicht blödsinnig." Gleiche wohl muß''man Herrn Kammauf zub'il'^en, daß er einen sehr unter'atte «de» Tuttel auf die B ester strhlt, da"', da; Publikum, in.besoiie e da; fu^ed ich'»herzlich lach: und dag da) S.ück du.ch seine Drastik lebendiger wird. 0. A. Wiener Stadttheater. Karlwsift' Wmlkom8d:e *3) c r f l c t n c 50? « 1t n" gmg icilrrn znm erflcn M rle nn Stuöüöcatcr in Zzen', zu einer Ze t »No, da das Iir'f ß gezeichnete Wiener Wabltemrgog ntnm als NN ncrtc Attual'.täk wirken muß. Die g sch ckte R ge Herrn K ö l l e r 4. der einen überaus iorichm Wahlag'tuor Walzl »uf die Breiter sicllre, braute das Stük mir Kote« Temvo heraus Auch die Darstellung mt den Herren Polland t ind K n e i d i n a e r m den üdrig-n männlichen Harwtrollcn, Var du-chaus glücklich und' e n:cte viel n Bcrsrll. — r. -ä. Ctrelk in der Pariser Großen O>er. Paris, t3. Oktober. Das Per oval der Groftm Oper ifl »eaen Nichrbcw'lligrrng einer Reihe von Ford ruug n. die tnSbeforidere bir Bezüge des C'.'vr» und N«'nsiknvei onals foiv.e Aendeiungen in'der technischen Verwaltung bclresfcn, cheme in dca Streit getreten. Aus den Theatern. Am Bnrptdrater gelangt beute Grillparzers Traue, picl „V i b u j f u\ ne« elnstudrert uni in Scene gesetzt, zur Au fübrung Be - tzimg - Kascha — BleN'ti.ü. Teüa — May r, L rn»1a — Medelst«, P imislms — Höblna. To nailav — Ma e baser, Lavak — S ebent. B.woj — He,t!">ch. t laft.i —' Oien. Ncz«e Hr,r H rt r ch. BübnclU'ildrr von Kirl Ätxrnücr Wille. Dl>e Biirstellruig h.-guml gcnar V»? Uhr. Bei Beo,IN, der Onveriüre wc d'U dir ^aalrii.en gtschlpss-n. Moi arn. Frerag. wirs die e VorstkNnng wiederholt. Im Särönn tu nun; S ch l o i; l h eale r wird Morgen, Feiiag, ..B n n b n r t)- nnnvfiihrt, Anfang 7 U »r. In der 2 t a a t s o p r r w rd morgen, Frc-kag, zu er« böbt.n Pieicn »Der , N o > e n l a v a I i c t* gcheten An ang 7 Uhr. — D e S t a o t s o v c r ie U mit, darr a n f -s o e z i e l l e n W u n t ch P ü c c, n i s Frau I e r v a die Parte der Georgette m »Der Mantel" ünr- . Kommen hat. In derBoNSoper singt brüte. Donn«" st >g. SigiSmondo SaleSchi znrn erst-n Male den R l g o l e l t o. die Grlda singt Fcä.iiem Masit, de» Heczou Hcn M'ter be m. — Moig u. Fre tag. gelangt ft rt ..D'r si eg nde Hoklände»" „Tose a“ zur Ä»sfÜl,'ung — Sämtliche bi)8;iciiaen Bo sicliungen von Puccinis rL a R n n d i n e‘* waren ausoelfdiift. D:e nächste Aliffitlining d>S Wnt'S. dcr dn K mromst w.edcr beiivobnen wub findet Samstag den tü. d. M. statt. Im Deutschen B o l k S t b e a i e r oelangen Sonntag den 17. d. M.. */»H llftr nach in ltags. zu gewötwli en Abci'dprecken ohne Bormelweblihr Ir.,aö5le ,8 t e d e" mH) 7 Üb; ab-nc) -n Fkieri.igSvreisxn 2>l '."gras Koiuod e „M ' t d e r 8 i e b e i v , e t e u" und in d''« K a m m e r i u i 11 e ii um 'ßR Uhr nnrhnii t»n4 8u >v g Thomas Koiuod ' o v n l" UN» 7 Uhr abruds „L e o n l I « e n s E h e m ki u n c r" zur Auliüdiung. _ Das neu? PalLstina int Film, Tst kür den 1Z., 1t. und 16. d M, angcii'li-einen Covb ensaale Mt«»«« wenn tciuoi’lif*(fdftt'tr! eck rikch.i @r! iv eupfrtni tiu tmt« Wählen eaffi phei weidcu, P,e ByrfühtH»Wa§e .Witzen rcchlzetug bttannlgcgchcu werden, Sport. Die Leichtat^keten der HMoatz in Wstnch^n. Ein Lelchtathtetenteam der Hakoah. bestehend ans den Mbleten Dr. Frledmaun, Hirschter, Lederer, Jcnvald, Ienö Mist? Fisch «IIP Scheu, nahm. Sonn tag am Si'prtsest des Mürrchester iübks.hen %ü?n* und Sportvereins Bar-Kochba tei! und errang dort große Erfolge. Am SamStag fand dle ositttells Begrüßung und ein Aestkommeps statt.. Gonutrg wurde der sportliche Teil qbgewi-kelt. Dte Wiener Halyahuer erwicl-'N sich ihren Miiitchener Sportbrüdern säst durchwegs überlegen, w-'nngütch feftge reltt werde» muß, daß der jnng« Münch.',rer Bruderverein (eit dem vorigen Jahve bedeutende Fortschritte g-emachb hat mnd sich auf dem besten Wege be» fiichrst, ein bedeutender Faktor im jüdischen Sport zu werden. '' Das Meeting selbst brachte gute Ergebnisse, die schlagend hetv^tsen, daß südliche Sportler lhren anberSnationaleu Kollegen um nichts Mehr irgchsteffen. Ab gewickelt , wurde« bi- Wettbewerbe aus dem neuangelegten . Leichtathletikptah des Turn- und Spoptver.'ius Sendling. Die Anlage (jpezwll die Laufbahn) ist s:hr verwendbar gehant, derzeit aber noch viel zu tief und uneben, was Pie anschemend mäßigen Resultate verursachte, Uebep 100 und 200 Meter siegte Joschko. Ked«rev in der Mt von 11,7 und 85,1 Sek. Im Hochsprung siegte der a'te Hirschler mit 1,6 Meter yar den beiden Münchenern Roienbanm und Fränkel, die 1,5, bezirhungsweise 1,4 Meter hoch sprangen. Das Lausen über 40g Meter trug, den Dienern eiusn Doppe.'erfo'g ein, Jnwali» und Scheu liefen verhalten 57,6, be'i.'hungZw-eite 58,3 Sek. und gewannen überlegen. Im Wttlspringen siegte Lederer m.t V.64 Meter, was ans der elenden Sprnnganlage eine gute Leistung bedeutet. Einen schönen Verlaus nahm das 1000-Metcr-Lauien. Der Ber iilcr M.ister E. Simon, der studienhalber in München weilt, und »un dem dortige» Bar-Kochba augkhört, siegte in 8:48.4 Min. vor dem tüchtigen Jenö Weiß, der seinem hervorrag.'irden Gegner im Eichjpurt hart zu setzte und die Zcit von 3:48,!) Mi». bl."iöltgte. Weiß, der durch Uureo,'j> |eiji au der Entfaltung seüles ganzen Körnens behinoert Wiener Morgenzettung mar, hätte unter Umständen eine Ueberraschung herbeisühren iöo.nen. Eine» kchö en Siegln überrasche,guter -seit errang der jugendliche Scheu im Lausen über 8000 Meter, das er in 9:34,4 Min. gewann. Schöne Kämpse brachte» die beiden Stass-ellciuse.»in..die^wertvollen Ehrenwand-erpreije. Im Ablös 'laufen über 4>n«l 100 Meter gewann die Hakoah-Mämrschask (Fisch, Hirschler, Dr. Frtedniann und Lederer) knapp, aber sicher gegen die-Münchener den wertvollen Wanderpreis nun znm zweiten -Male-, den sie nun noch einmal an« sich brizraen inus). um endzültiße Besitzerin d-es wertvollen SilbcrpolalS zu bleiben. (Zeit: 49 Sek.) Weit überlegener gewannen die Wiener die Schivedenstasette, in der Aufstellung nivald, Lederer, Dr. Friedman« und Fisch lausend. Dre eit betrug 2:14 Min. vor de». Münchenern, die 2:18,4 DJCui. benötigten. y 1 ' ■ ' ' In den MehxkSmpfen blieben die Wiener gleichfalls Sieger. Lederer gewann den, Drei- und Dr. Friedmann den Fünslamps. Jiisg'esamt errangen die Hakoahncr '17 Plätze; 12 davon waren 'Siege. Znm Vergleich »ei. noch angeführt, daß am Vormittag der Turn- und Sportverein Send.ing, der zu den größten Sporwer.ijie» Münchens zähst, ans demielben Sportplatz seine Klub m-eister sch asten aus! rüg, die fast durchwegs schlechtere Ergebnisse zeitigten. Ueber 100 Meter srcgte der bekannte 'Zehntümpser Voll in -12.2 Sek., während Zenoai, der Münchener '80t)-Met.rMeister, zu seiner Distanz 2:42 Mw. -benü4-.tr. Derb ui,che 800 Meter-Meister von 1919.Mttßir<r (Merseburg) durch.ief .die' 1500-M^er-Streeke in 4:46 Mcn. Dir beste Zeit, die rm 4r«al 100-Meler-Ablösetansen bisriun überhaupt auf di'ser Bahn erreicht wurde, . ist jene des Sportklub Ehac.o.teiiburg, dessen komplette Mannschasr mit No« dort 46.8 Sek, benötigte Diese Ergebnisse bieten einen Bewlis sür die glänzenden Leistungen der Hakoayner. Am Abend fand im großen Saat des Ausstelinngs- -restanrants die Preisverteiluirg und nachher eure große Tairzrennioil statt. Montag früh traten die Wiener dte Heimrche an. tzechawer—Unrtas 3rv (1:0). Hechawer. rntt 7:2 an Ver Spitze der Meisterschaft. Sonntag vermochte Hechawer einen essektvollen Steg zu erring-en. Die Mann,'.hast der Sieger kämpste den sehr starken Gegner mit großem E.an in der zweiten Halbzeit nieder. Einen Glanztag hatte das /Berteidigerpaar Jvzsi-- Lauser. Insbesondere Jozsi überüot sich selbst. Hervorragend artbeitete auch der Mitketläuser Paul. Dteses-Trio stellte den Jnnensturm der Gegner völlig kalt. Äon den Flilgelläusern war Kopfstein der...-beisere. Im Sturm war der linke Flügel Axel-Eckhaus der bessere. — Unitas hatte wie immer in Grün Hut ihren weitaus besten Mann. Grtk waren auch die Verteidiger. Der rechte Half sptctle äußerst derb. Hechawer ist sofort in Front. Ein Freistoß Sechcrs ruft die erste kritische Situation vor teilt tlnitas-Tor hervor. In der 4. Äfiiiute schon sendet Axel herrticy ein. Jetzt liudet sieh Unitas langsam. Gegen Ende der Halbzeit liegt sie sogar im Angriss, o )iie aber Erfolge erzielen zu könneit. i-lach der Paule ändert sich das Bild. Unitas wird — von .vereinzelten Durchbrüchen abge,ehen — völlig ejilge,'chnir.rt. Ein prachtvoll getretener Freistoß JozirS surdet den Weg ins Netz. Fünf Minnten |pater sendet Leo volley ew. Das (jMet ist entschieden. 300 Zuschauer. Schtedsrichter Parueß einwandsret. Hostoah gegrn W rcker am Samstag. Mit Rücksicht d nanf. daß den b «8rrt Beie nen H rkoah nnd Wocker kcin fr rer T-erni'n in drr Saison zur Verfügung ft hp milsferi sie das für Sonniag ausgeloite Mc st-richasisiv.et am S.mrs ag mrstragm. Das Spick sin-ei daher am Samstag um Va4 Uhr auf dem Wacker-Plage in Meidling statt. BocHcr spielen um 2 Uhr dir beidcrse'tt-gcn N-f rv-n. , Das Dkariabad fe chkofse». DaS Dmuabad Hit TierrS ag keine Schmrmmh.rllrn . rc'cfifoffen, ko daß die dort trnniercr'dcn Schwimnivemm' obdachlos gcwoidtn sind. V'rlänstg stehen te» Perc„'kn no4' einige fi'Zäder zur '^ rf« unfl. aber auch d rrn 5aac sind nw Nllcksicht cmk d>e kalt re Jab-es-,eil und den wieder fnhtbar werbenden Äohlenmangrt grzähl'. RichtigsteNung. Hasmvnea-NtHc« k und tt kombiniert S:0. Sportler des Vraters werden ei fgrfordeit, Mr die km» Zk'j. dre »ns nach vom 2!)gtchaa 'rennt. >ine ganze KraN rn dcn Dirp't "e> ifttt'chrrat orralen Sachzn st l'e r und sich '«glich rrv 'chen 3 Ü!" na->'nr>t'aas und 9 Uhr abends im Lokal d-s A n a w a t b Z r o n. II., fclnm >1uhh‘teRraf}; 1< Q, -wecks Enrgfg'i'ii,il'ine vyn Insirnknorinr für kerr Wahltag ein-rrsindcn. 1)ic-Ä aHltert«ngdeö Sprengels )1Vlll. Akademifüre SportabteUung 5^udaea D.eAntrit S viUp'is'MMlnnfl für das P^mtettemesi-r sind t am Sam -lag d^n M. H M. »m 6 Uhr i'achmnrags >m Hoch'chnlanc-'chntz. >X.. Tiiikenstraße 9, statr. Tagesordnung: Bcrich eritat ung, Neuwahlen und Evcri'u.ü'a. Sportklub S-eros. Hent'. 6 Uhr ab-nds. im Ea)4 stuck rbcra. U, Kl rne P a'raasie w chtrge Botloer* f g M M l N N g. AN? MWi-der w-rden -rinch), Bin'! ine. Zamm'li K'.lN und Kltt'neq» si'rn best mmt Nlii^ubrrngcn. Alad.nnfche Hettion henre ab 3 Uhr Trarnilig. Gerichtssaal. Dkr VerwaltnnqsgeriÄtshof aber Rechtsmittel Wvhnuttasan'o^deruaq^n. Aus Grund dte Kundmachung der niederösterreichische« Landesregierung vom 10. Juni 1920. Zahl VI, 840, Hy» trcssend die Wohnnirgsansocderung der in Oesterreich ohne Bewilligung sich anshaltenden Fremden, und der in Anlehnung an di s: Kttndmachuug erschienenen Magistratskup/)- machung vom IS. Juli 1980, Zahl 4666/20, werden die Wohnungen dsrjeirizen Ausländer, die sich ohne Ausenthaltsbewilligung in der Gemeinde qushalten, an ge fordert und die hetxossenen WohiinngSi.'lhater mit fchristlichem Bescheid aufgefordert, di? Wohnung bis zu einem Heft tiiinitcn Zeitpun kt der Znwcifungsgrnppe des Wohnungsamtes hei jonstigeu Geld- oder Arrestst rasen, zwangsweiiex Räumung und. evcnttiellem Verkauf der Möbel — geräumt zu übergeben, wobei der schriftliche Bescheid dre Rechtsbelehrung enthält, daß jedes Rechtsmittel gegen diese Entscheidung unz u l ä l s i g sei. Di se Wohnnngka'sto derungen ergehen insbesvntere an, die in Wien sich besiird.ichen Flüchtlinge, denen der 14 Oktober 1920 Aufenthalt im Sinne der Derordmmg vom 8. September 1919 veriagt ist. s Gegen diese Ansorderungeu wurden von mehreren be« tross'neu Wohnungsinhabern durch den Rechtsanwalt Doktor Jakob Stadler, Wien, 1. Bezirk, Salvatorgasse 7, Beschwerden beim Berwa.'tnngsg»richtshof erhoben, in welchen einerlei:s die Ungültigkeit 4?r Kundmachungen behauptet worden ist, weil sie nicht geschmäßig zustcutde gekommen sinü und bestehe,tden Gesetzen widerstreiten, andererseits dm in den Entscheidungen enthaltene Rechtsbelehrung, daß gegen die Ansorderung ein Rechtsmittel unzulässig sei, als-u« richtig bezeichnet wurde. Die Unrichtigkeit, dsr Rechtsbelehrung wurde damit begründet, daß durch die -Kundmachung der niederösterreichischsn Lairdesregiernng vom 10. Juni 1920, LGBl. Rr. ^36, § 18, Absatz I; der 5kundmachnng der ui-derösterreichischen Landesregiernng vom 30. Juni 1920, LGBl. M. 160/ nicht ausgehaben wurde und deshalb gegen die Anforderungen das Rechtsmittel des Einspruches binnen drei Tage« mit ' ausschieb-ender Wirkung zuftehe. ‘ Mit Entscheidnitg des V-erwaltungsgertchtshofrs vom 25. September 1920 wurde zu Recht erkannt, daß gegen Anforderungen gemäß dem ’ durch die Kundmachung der niederösterccichischen Landesregierung vom 10,. JruiiFl'920, LGBl. Nr. 355, nicht aufgehobenen § 18, Absatz 4, der Kundmachung der ni d.-rösterreichischen Landesregierung vom 30. Junt 1919, LGBl. Nr. 160, der binnen drei Tagen zu erstattende Einspruch an das Mietam t oder die politische BeztrMehörde offen steht und der so geregelte Jnstanzenzug durch eine unrichtige RechtSbelehrnng des Wohnnirgskommissärs nicht rechtswirksam vev» kürzt werden kann. Dadie Angelegenheit im admtiristraLiven Jnstanzenzug noch nicht ausgetragen ist, .so konnte der Verwaltungsgerichtshof in dir Entscheidung über dte Beschwerde, soweit sie sich aus die Gü'rizk tt der Kundmachungen bezieht, ni ht eingehen. Hienrit ist ausgesprochen, daß gegen dte Arrsorderungen das Rechtsmittel des Einspruches zulässig ist, über welchen die Mtetse„ate zu entscheiden haben. Menchler^cher Doppelraubmorv. ^wertrrVerhandlungsiag. Der Bor sitzende ver nahm Mte Rcrhe von Zeugen, dm von dem An'ekly^lm ris O'f'r auSer rhen wrren. aber durch Zufall d.-m Mb der nicht ms Garn (unflcn. Hierauf wu de über die eigei.tl'che Mormnäre verhandelt und der Anaeklagle erzählt dann zynisch, wie er die Gastmute L'cber und Schmucker; erschossen und beraubt habe. ' Im we rerm Deri rufe der Ve-haMrurg wurden die Frauen der enn0idel.cn Gaüwirie als Zcirginnsn flekört. Ihre Kus'agen si mint n m>l dcn Angaben der Anklage überein, nach welchen die derben Grstwttte Web r und Schmucker beden ente GeldslMlin'N zu sich gesiccki banen^ais ne die tbrrn den Tod bringende 'Jlciif in das Wcinland mrtral-m, um den Wemkaus durch- ' zu'ühren. ' . Sodann wurde die Gmtrn des N"geklag'en, Frau Rosa H a b n, als Zenarn? uve-narrrmen. Ans den Vorhalt . deS Bläsidknt n, daß sie sich als G rtiin der Aussage mtjchlagen könne. eril'Ur b'e Zeugm. auf dr fe Nechkswohltät zu verzichten. Sie erzählt sodann, ne bade den Angeklagten als Soldaten lennen gelenn und sich mit ihm verhe rü'et. Aniänal'ch waren d e Verhölnnsie untcr ibnm fcidlich, dann, aber zergrcn sich der lkrcm?Rann lerchisiunige Anwandlungen u»d die Ehrt n'e rrennten sich. De, chstäsidnik brnai H erauf einen Brief zur Verlesung, dm Frau Habn m dcr'Trennul'gs-'it an ihren Mann creichrrebrn bat und in welchem sic rhm bcktere Vorwüxje über seine Lreblosigfett macht. „Hä test D« wie em Batte an de nen Kinder« gehandelt". Hecht es rn dem Briefe, qwä-.r der arme Han-l nicht zugrunde gegangn.- Äw hätten auch n cht ,n das Asyl zu kommen brauchend Nach en r N'ibe von Beilesrmgcn wurde die Bcrbandlyng in später Abendstunde abgebrochen und aus morgen, Donnerstag, früh 9 Uhr, vertagt. ' Der Volkswirt. Eine Krone ** 2.327a Centimes Geld. Gestern nosierte m Zürich: die östertrichiichr Krone Geld . 2 32V, ( 2.25 am 12 Oktober) die Schert gesiemveltk Krone Geld .180 (1.75 am 12 Oktober) die tschechische Krone ...... 790 7.90 un"12 Oktober) ete Mark . .. 9 50 9 25 am 12. Oktober) Agram . ... —4 90 am 12 Oktober) Bi'ka est . 11.45 11 40 am 12 Oktober) Budapest . 180 ( 1,75 am 12 Oktober) Der tschechische Lrderm-rkt. 03r« unserem Driinnev L. 8. BerichterststtLv. Unsere Lederindustrie macht infolge der geringen Rach« Häutezuweisungen eine Krisis durch. Bekanntlich stehen Rindshäute und Kalbfelle uirter staatlicher Bewirtschaftung und diese Rohhäute werden' von der tschecho-stowakische« LederkÄnmission über Anstichen der einzelnen Lederfabriken schlüsselmäßig verkeilt. Der Häutcpreis steht auf 16 tschechischen Kronen, wozu'noch ei« geringer Zuschlag für Salzgech hinzu kommt, und es werden die Häute gegen Kompensation von fersige-m Leder (Sohlenlcderkern notiert 63 tschechische Kronen) argegeben. In neuester Zeit besteht eine Verordnung der Lederkommisiwn, derzufolge Rohhäute zum Preise vo« 24 tschechischen Kronen ohne Kompensation zngeteikt werden können, und es soll der Aufschlag von 8 tschechischen Krone« dazu dienen, um die Differenz zwischen den ohemals £|