Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1920-10-14 · Heft 619 (14.10.1920) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 619 (14.10.1920)
Date
1920-10-14
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
83% known words query
IRI
…/2979076-2979416-2979697--05497-2991356
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

KBrr Donnersrag n^'"1 * * * * * * 8 9' ~ «••I| uu'TOiirrmi-if- — . * " " ---wh——— Kölker Europas zur Einigung aiifzmnfen im Kampfe regen den gemeinsamen Feind. Wen befallt La nicht der Ekel angesichts der krampfhaften Bemühungen eines Auswurfes jüdische Blutes, feine Sel-ftprostituienrng auf dem Rücken des Juden» tumS zu vollziehen! DaS „Deutsche Volksblatt" und ^lrtur Trebitsch, sie haben zusannnengefunden! Bausteine für das Dritte jüdische Reich. Der Akademische Verein jüdischer M e d i z i u e r hat eine großer« Aktion zugunsten der Baustein"!ve«dr rrngkleit nr.d sich zur Aufbringung von wenigstenfünf Bausteinen b:Z 15. Dezember verpflichtet. Die Ortsgruppe Mödling, dir bisher schon sieben Bausteine gespendet hat, bat sich in Anbetracht der nrnerüchen Verschlechterung der österreichischen Valuta zu einer Erhöhung idres bisherigen Kontingentvon zchu BauftEi zu je 2Y.e('0 auf nunmehr zwölf Steine verpflichtet. Der Luftverkehr der Zukunft. Flugzeuge mit 100 Paffagiereu. - Strebe England - _ Äegypte». London, 13. Oktober. (Funkspruch.) In London wurde gestern ein Kongreß don 'Zachverständigen in Luftver» kehrsfragen eröffnet. Man nimmt an, daß dieser Kongreß eine ständige Einrichtung worden und sich jährlich wiederholen werde. Tor ^ci^ralfontrellor deS ZtbilflugwesrnS, Zir Frederie ZhtoS, svrach die Hoffnung aus, daß in nicht -u ferner <seit K-nggenge mit 56 bis 100 Passagieren den ichilveccekr zwischen England, Malta und Aegyptm vermitteln werden. Die wichtigsten Bedingungen für den' Fxiedrnsluft- °>er?chr seien Betriebssicherheit und große Laöefahigkeit; hohe Geschwindigkeiten kämen weniger in Betracht. -Da di« Mugfelder nicht in der rm-mitteibaren Näh« der großen Ztädto angelegt werden können, muffe man auf Mittel sinnen, die Abfahrt und Ankunft der Flugzeuge in die Städte selbst zu vorlegen. Für London käme hiezu die Thernse in Betracht und die Flugzeuge müßten so auSge« stattet N'.wden. daß ein Äorlua. und ein Landen sowohl auf Land 7ls auch anr?0asser möglich sei. Streik der Herrenschneider? Die unter deui Vorsitz des Präsidenten der Be'.einigung et: Schnckderfirmen Wievs. Handelskmnmerrat Karl Decker, stattgefandenen Lobnvcrbandlungen mit dm Vertretern der ErLüscuschatt wurden nach mehrstündiger Dauer eigebnislos abgebrochen und hat sich die Situation der Lohnbewegung w e jj n t 11 ch verschärft. Die Unternehmer Sctmüifltezt den Arberlern eine Erbödang der Gleitung für größere Fnme« und eine 30^,ige Erhöhung für kleinere Firmen mit weniger als drei Arbenern. Außerdem bewilligten sie den Arbeitern ber den größeren »Firmen emen einmaligen Ansckaffungsbeitrag rn der Hohe eines Wochenlohnes. Dre Arbeiter lehnten dieses Angebot ab und erklärten, auf einer tjü°/gigen Erhöhung der Gleinmg für alle Finnen und ebenso aus der Äuszahlung des AnschaffungSdeitrogrS bei allen Famen bestehen zu mimen. Sollten dicke Foiderungen drS heute nickt bewilligt fein, 'ij-tolgt d'.e Pioklamieurng des Streiks in der gesamten oerrenmaßschncideerü _ Marcorris drahttofes Telephon. Em Experiment mit d'Annunzio in Fiume. Vor einigen Tagru hatte das seit einem Jahre von aller Welt abgeschlossene Fiume einen interessanten Aast. Marc oui war auf seiner weißen Studienjacht „Elektra" nach Fiume gekommen, um in der Nähe der Bucht von Fiume von allen störenden Einwirkungen ungehindert seine Experimente zur Vervollkommnung des von ihm erfundenen drahtlosen Telephons durch^ufsthren. Bevor er F'ums verließ, lud er den „Fürsten von Fiume", Gabriele d'Annunzio, auf seine Jacht ein. um mit Hilfe des drahtlosen Telephons eine „Botschaft." au die Mächte zu erlassen. D'Annnuzio gab dieser Einladung Folge und sandte, drahtlos-telephonisch die folgende Botschaft ab: „Boni Dampfer des genialen Marconi in der Bucht von Fiume, wo die tialiemsch."u Traditionen noch heute unversehrt leben und die italienischen Inseln die Spuren der venezianischen Republik, her Macht des Löwen von Venedig, ungeschmälert erhalten haben, bitte die „Reggenza italiane del Quarnero" durch die ^timnw ihres ergebenen Dieners Gabriele d'Annunzio um die Anerkennung sämtlicher Staaten, weil; fis ihre Existenz auf die Gerechtigkeitsli-ebe derselben gründet. Das Volt von Fiurno hat, von Schmerz gebeugt, aber im Widerstando gcstnrkß sich s'l'st die Verfassung gegelen, welche von der Vergangenheit: erleuchtet und erfüllt von den Berbeißungen de.: Zukunft, die Gesetze htz Gürcchtigkaii, des Nechies und der Freiheit wieder, ms Leben rufe. Das neue menschsiche Gewissen findet rn ihr s..nr vollkonkmenste Harmonie des Friedens, vach der 2s sich sehnt. Vom Dampfer des italienischen Genies, Marconi, brr dem Gedankeufunken der Menschheit die Stille her Atmosphäre geliehen hak, rufen &»8 entschlossene Volk von Fiume und die Verteidihungsarnier der geplagten Stadt es in alle Welt hinaus, )iaß sie mit unerschütterlicher Entschlossenheit bis in alle Ewigkeit bei dem italienischen Mutterlands ausharren werden. Gebe der allmächtige Gott, daß diese Worte den Luftraum durchdringen, die Herzen der ncksten Menschen erreichen und die Lügen niedriger Feinde 'nuich^ machen." Hebräische schule. Wie«, XI«, Große Mohreus«fir. Eiunbrei-Mgru iür Kinder und Erwachsene, ä )t f '. : 1 * -"im «"'«'h Wiener MorgrnzernrnU MitteiluuLen e»§ -e« 7 7i7 ... UM kgMUss MM Golölierg Potok Zlofy Husiatyn . empfehlen sich als Verlobte. Wien, im Oktober 1920. -ms B RILLANT6N, Perlen, Gold, Silber,Platlnu. Uhren kauft und verkauft 778 ETTER Rotentwrinstr. 33, MaxlaMlferstr. 98 Erstklassige Preise für Brillanten, Perlen,;77.'^MUWWM i-«^TSSTS Telephon 8541, vis-4-vis der Oper, Kärntnerstracso II., StephanlostfaiM 3, nur Kr. 3 im eigenen Heine — Telephon Kr. *5148 Samstag geschlosien cgi«) BRILLANTEN, Perlen, Platin. Uhren. 6old,^| Silber und Juwelen (auch versetzt) kauft Juwelier FORST Mtowlro» Samstag geschlossen SGiO Telephon 20767 Parterre, Tilr 19 Illcl lclll|ul IBKIUU« II, 11 IuUdII OOIUII BfHfll’ll IHflflO llMIM-I NN.. 8 C H I C K k C o. G.m.b.H., I. Kohlmgrkt3, Weatanln Tel. 10.696 | /#%» ST&mtiäafUi/ie %iir Schreibmaschinen aller Systeme, neu und gebraucht. Verkauf und Einkauf in der Reparatnrwerkstätte H.effGX^ IX.jPorzellangasse 22. Tel.13-0-48 von 5 bis 7 Uhr abmds entgegengenommrn. Gedikflener Unterricht in hebräischer K o n v e r s a t l o n, Bibel, Geschichte und m o d e r n e r 8 i t e r a t u r. « Ermäßigte Straßenbahnfahrten für HochschLlee. Der GemeinderaiSausichuß für städtische Unternehmungen hat beschlossen. den Hörecn der Hock!chulen in Wien d e Begünstigung des h a l b e n- F a h r p r e i s e s zwischen Schule nnd Wohnort zuzugestehen unter der Voraussetzung, dall sie 1. dre österreichsiche Staatsbürgerschaft besitzen, 2. in Wien, wohnen oder wenigstens ständig die «Hochschule besuchen, 3. die ordcniliche Wohnstätte mindestens zwei Kilometer ^Wegstrecke' vom der Lehrstälte eniskt nt ist und 4. nackqewickentrmgßen von der Enkricktung der Kollegiengelder befreit sind. Zur Inanspruchnahme dieser Begünstiaung werden den Hörern der Hochschulen v»n der Stravenbadndirekiion über enlspiechend belegte Ansuchen Aw» Weisungen ausgefolgt. * Samstag nachmittags nnd Montag vormittags fchulfrei. Der Bezirksschulrat teilt, mit, daß anläßlich der am Sonntag statlfmdenLen Wahlein in die Nalwna'versammlung am SamstagnackmiNag nnd am Mon t a g v o rmittag jeder Umerricht in den allgemeinen Volks- und Bürge,schulen in Wnn zu entfallen hat. Dasselbe gilt bezüglich des Unirrrichts in den Religionsstationen am Sonntag. « Die Abstimmung in Kärnten. Der Bürgermeister bat angeordnet, daß. für den Fall eines für Oesterreich günstigen AbstimmungßergebniffeS. in KLinten sämtliche städtischen Gebäude beflaggt werden. Der Bliraermeister ladet die Bewohner •'rienS ein, aus demselben Anlaß dir Häuser ebenfalls zu beflaggen. Holzversorgung der armen Bevölkerung. Zar Linderung der herrschenden Brennstoffnot beabsichtigt die Gemeinde, Wien im kommenden W-ntcr mit billigem Holz zu vetsorgen. An'pruck aus einen Hol bezugsausweis haben nur die Besitzer von roten E>nkaussche>nen für Wohftahrtsfleisch. Der Anspmch auf einen Holzausweis ist gegen Beibringung des genannten EmkausscheineS und des Polizeilichen Meldezettels bei den Kaffen der Hol'.lagervlätze vom l8. bis 25. d. M. von 8 bis '/,IS und von 2 biS^/,5 vhr (SamStag von S bis V-12 Uhr) geltend zu machen. Der Beginn der Holzabaabe ist für den 25. d. M. in Aussicht genommen. Nähere Angaben werden veröffentlicht werden. * Urania. Heule, Donnerstag, V«6 Uhr (Kleiner Saal) Dr. Helene Ander!«: Physiologie der Frau. V. — ‘/,6 Uhr lKurslaal) Prof. Dr. Ludwig Ransel: Deutsche Lyrik seit Goethe. I V. — ‘/2G Uhr iKlulsiaal) Dr. Walter Neuwinb: Der deutsche Brief, II. — 7 Uhr (Grober Saal) Altwiener Quartett Schrcinzcr. — '/«8 llhc (Kleiner Saal) Umv -Dorent Dr. Oswald Schwarz nnd Umv.->Dozent Dr. Bernhard Aschner: Der Sexualavvarat des Menschen. Anatomie und Pbysiologre, ll. — */>8 Uhr (Kurssaal) Landesschulinspcktor Hoirat Dr. Anton Becker: Die Umgebuna von Wien, I.?/»8 Uhr (Mikryskoplerlaal) Un>v.- Dozent Dr. Otto Storch: Das mcktoskopische Ticrlebcy des, Waffers. 7. * Spenden. Für den iüdische« Invaliden: N. W. X100, E. Weiß. XVlll., L iv, U. Sammlung Frl. Grete Kohn ll 60 (bisher ll 1635). * Zndnstriewerte um 72 Millionen geschmuggelt. Nach der Meldung deS „Mo de Paris" find auf dem Lyoner Bahnhof zwer Russen, die 72 Millionen in Jndustriewerten mit sich führten, verhaftet werden. « Die nkraluifche Dichterin Ehryftfa Altschemska gestorben. Aus Kamenetz'Podolst wird gemeldet: Dre berühmte ukrainische Dichterin Chrystja A l t s ch e w s k a ist m Charkow im 37. Lebensjahre gestorben. Chrystja AltschewAa war eine bedeutende Lyrikerin nnd gehörte in der ukrainischen Literatur der Rrchtung »der Jungm" an. 9 GinschrSnKnng des Personenverkehr» in Ungarn. Aus B u d a p e st wird gemeldet r Mit Rücksicht auf den Koblenmanael w'rd die köniolich ungarische Etaalsbahn vom 15. d. M. angefangen den von Budavrst-Ostbabnbof über Bruck nach Wie« um 9 Übr abgrhrnden und aus Wien über Brnck um 8 Uhr 10 Min früh ln Budapest eintreffenden Zug einstellen. Auch in anderen Relationen erfolgt ckne Aendervug des Verkehrs. * KindereLckekehr. Heute. Donnerstag. 2 Uhr nachmittags. kommen am Westbahnhof die Kinder an, die am 4, August mit dem 21, St. Gallcner K'nderzug in die Schweiz gefahren sind. Die Eltem werden ersucht, die Kinder aözuholen. * Die Qrfucterfyütte abgebrannt. Aus Jenbach wird berichtet: Nach hier eingrlangten Meldungen rst die Ersurter-- hütle in der R o f a n g r u p p c vollkommen abgebrannt. * Diebische Wehrmänner. Aus dem Miliiärtccbnischen Inflidck w'.wden vor nmern Uhren ’w Werte von /l«. MrovK'Mv mirtm X 60.000 gestohlen. Wegen dickes Diebstahls wurden die Wehl männer du§ AriillerieregimentS Nr. 3 Jvtef I a n us ch k und Leovot'r? M in ür verbatet und dem Landesgericht cingr liefert. Die '.Diebstähle hat Janufchka ausgefübrt. während bei .dem zweiten Besuch Minar als Aufpasser fungierte. Die Uhren wurden zustande gebracht. -> * Schliffe eines christlichfozialen „Ordners^ gegen Demonstranten. Gestern nachmittags zogen mehrere hundert Arbeiter der Floridsdorfer Fabiiken vor das Haus der Steinmetzsirma Franz O a ß l e r ssn. & Comp.. XXI., Brünverstraße 2t, um gegen den Firmenckef wegen feiner Haltung als O r d « 11 bei einer am in.- d. M. abgehaltenen christlichsozia"le« B e r s a m m ll u n g zu demonstrieren. Die Menge überstieg den Zaun des Mater,allagerplatzeS. Als die Menge sodann in die Werkstätte der Firma eindringen wollte, feuerten Franz G a ß l e r aus einem Revolver und sein S o h n E r n st aus einem Flandertgewehr Schüsse auf die Angreifer ab. Einer der Schüsse irtff den Arbeiter Richard S e y p k a in die Lunge. Er w:i rde durch Vit Freiwillige Rettungsgesellschaft in das Svitlil der Barmherzigen Brüder gebracht. Aus die Schliffe'hin wuchs die Menge auf über 2000 Personen an, drang nun tiwtz des Widerstandes der Wache in die Werkhütte ein und mißhandelte Gaßler Vater und Sohn. Die Augesammelten wurden, schließlich, von dör Polizei zerstreut, * Uw «Ae MAioirr Papier entlockt. Am 13. v. M. imrrben dem Spediteur Karl Saexinger, 5. Bezirk,/ Grün^ gasse 29, von eimM Mann 80 Kisten mit Avadle-Zigaretten-. papier entlockt. D.ns Papier hat einen Wert von einer Million Kronen. Der Manen hat einen falschen Bestellschein der Firma Madie, 10. B'ziu:k, Davidgasse 92, vorgewresen, worauß ihm die 30 Kisten anstandslos ausgefolgt worden sind. Der Betrug wurde erst jetzt entdeckt. Auf die Zustandebringung des Papiers ist etftte Belohnung von 40.000 Kronen «usy gesetzt. - * Ein Rohling,. Der Kutsche« Franz Zennerth warf gestern bei der JubsläumsHrücko gegen den harmlos spielenden lOjährigen Schüller Eduard Köwancr aus bloßem Uebernrut einen Stein. Der Juyge erlitt eine Gehirnerschüts terung,- eine Wunde am rechten Auge und eine Durchtrennung der äußeren Hülle des Augapfels. Die Rettungsgesellschaft verband ihn und brachte ihn in die Unfallstation. Dm StrafamtshcrMung ist eingeleitet. < * Falscher Ka^enbries. Bei der Allgemeinen Verkehrs bank, l., Wippllngerstraste 28. wurden auf Glund eines aesäli'chtrn Kaffenbliefcs aui den Namen *(£ih Werner" am 21. v. M. ll MOO und am 23. v. M. X 10.000 hehvbrn. ' j * Langfinger auf der Straßenbahn. In Straßenbahn^ zögen wurden am 2.d. M. dem Karl R o l.l e d e r. UI., Ungar" gaffe 3», eine goldene Doppelmarikeluhr mit kurzer Goldkelte und Mondstein, X 30000 wert, und am 5. b. M. dem Dr. Enstk Wolf. IX.. Kolmgaffe 4/eine goldene, einfach gedl-ckte, guillochierte Uhr mit goldener Offiüerskette, Münze. Kleeblatt und Gcorgstaler als Anhängsel, X 15.000 wert, gestohlen.; *Äufgehok>-ne Hasavdsplelergefellschast. Am 1S.d.M^ winde in der Wohnung der Privale» Jenny S p i l l e r, vil., Stollgaffe t>, eme aus einem Dutzend Personen befichende Gesellschaft beim verbotenen Spiele ..Cdsmm äs kor" von Kliminalbeamten betrete». Die Strafamtshandlnng ist eingckeitet. Auch die Anforderung der Wohnung ist in die Wege geleitet. 9 „Motaklnnr Gold" — (mit dem Regenbogen) die g»bi bewährte Taschenlamvendatterie. . 9 Heimatscheftie a«S der Slowakei. Laut Verordnung' deS Ministers der tsckecho-slowalrschen Republik mit der Vollmacht für die Verwaltung der Slowakei müffen die in det Slowakei ausgestellten H e x m o t f cb e i n e vom zuständüir» Siuhlr chteiamt.dem Xupanat und dem Ministerium in Bratislava bestätigt sein, falls sie in den Aemteni der Vertretung der tschechvslowakischen Republik im Ausland Gültigkeit haben sollen. Dereinsnachrichteu, } HilsSkomitee, für Advokaten «nd Advokaturskandr baten. Versammlung SamStag um 4 Uhr nackmrtiagS im Lokal des BerrineS N o r d - O ß (ll., Taborstraße 21b). Erscheinen Pflicht! Kommunales. - Die Bekämpfung der Wohnungsnot. ,> ErSffnnng der Kleinwohnungsfiedlnng Schmelz. Gesterrr voriMags fand die ftierliche Eröffnung Veij bon der Gemeinde Wien errichteten - KleinwvhnungSsleblun^ Schmelz statt. Bürgermeister Reumann führte unter anderem in feiner Eröffnungsansprache au«: „Zn hofftni ^ei. daß diese Bauten anregend wirken mögen, damit auchj von, Sette der Regierung erkannt werbe, daß alle» gewendet werden müsse, um dem Be dürfnrs nach Wohnungen Rechnung zu tragen. Die Gemeinde habe einen neuep! Versuch unternommen, um auf dem Gebiete des SieblungS^ \ Wesens ernzugreifen, und es wird wotwendtg sein, baß dttsei 9 Intentionen die weitestgehende Unterstützung ftndetz. Notwendig wirb eS auch sein,,Gründe, ble Gpekulatio»S- ^zwecken'bienen, zu enteignen. DaS GiedlungStoese^ sei auch auS dem Grunde notwendig, weil hiedurch die Bautätig keift wieder belebt werden könne." Hernach fand die Besichtigung der Wohnhäuser statt, die allgemeinen Beifall! fanden. ' _ ' > - ' Bühne und Kunst. Deutsche- Volkstheater. Die Begegnung mit frischer, begabter und' sichtlich kunstbeflissener Bühnenjugend macht selbst Grillparzers „Weh dem, der lügV' erquicklicher, jenes blasse Lustspiel des großen Dichters, der wohl sarkastisch, aber nicht recht lustig sein konnte. Kurt Ehrl« gibt die berühmte Nolle des Küchenjungen Leon echt und überaus sympathisch, Trude Wessely verstärkt den ausgezeichneten Eindruck ihrer bisherigen Leistungen durch ihre Edrita und Oskar Sima, der den Attalus spielt und über ein schönes Organ verfügt, darf ebenfalls als hoffnungsvoller junger Künstler begrüßt werden. Besondere Anerkennung gebührt der Regie Friedrich Rosenthals, der es gelang,"die Vor^ a-'nar aus der Biibne mi>'iinli'r wirMck, ber!«r «,ngestalten. 01412069

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.