Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 611 (6.10.1920)
- Date
- 1920-10-06
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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ssnr -i ■ i ■ ■ muHiitiwr Wien. M Wiener MorgerizeiMng 8. Oktober 1820 ../m ell ■ ■■■■.. I-M - .. - <y ■ — - 11 -- -" ". ' ' —U-» ■ ' " rt Der Marktbericht. Die Beschickung der Markte war gestenr durchweM gut, die Machsrage aber im allgememen sehr gering. Eine neue P r r i s- 'rrhöhung ist auf den F i s ch rn 8 rk t en emgetreteu. Für ilebeude Karpfen wurde ein Preis von K 130 und für lote Ware fern solcher von K 103 für das Kilogramm verlangt. An Seefischen gab es nur kleine Schellfische zum Preise von ll 42 bis R 48 per Kilo. Fleisch aller Art m unverändert hohen Preisen stand auf allen Märkten, namentlich in der Grvhmarkt- Halle, in großen Mengen zur Verfügung. Der Absatz war sowohl im Kleinhandel alö auch im Großhandel schwach. Aus den G r ü n w a r e n m ii r 11«tt waren die Gemiistzui'uliren wesentlich bester, ohne daß dieser Umstand irgend einen Einfluß auf die Preise anSgestbk hätte. Obst stand reichlich zur Verfügung. Die O'ostzulubreir bestellen hauptsächlich auS Aevfcln sielrischer Herkunft. Ans dem Naschmarkt allein waren deute nahem 100.000 Kilogramm Aepsel erngetroffen. Unter den steirischen Aepseln befinden sich außer Wrtsckaftsäpfel gute Tafelovfel,. die auf dem Naschmarkt im Kleinhandel K 10 Per Kilogramm Jollen und in den Bezirksgeschästen nicht teurer als um K 11 vertäust werden sollen. Eier srhl«r auf den Markten gänzlich. Flei/chabgabe in Wien in der Woche vom 7. bis zum 13. Oktober 1S2V. In der kommenden Abgabewoche wird in Wien Gefrier» Rindstciich zu benj-ßmien der teucrn Woche ahgeaeben werden. Ec. e'.haUcu alle Haushaltungen 10 Dekagramm Rindfleisch per Kopf zunr Preise von K 98 für 1 Kilogramm Vorderes, ll 102 snr I Kilogramm Hinteres und 121 litt 1 Kilogramm Bratenflttidi. Der Per-ans eriolot gegen Abtinnnma der mit der Ziffer 17 bc.'/.ichntt-'N Ab'chn.Nr des Plmdfleisch-Einkauischrines. Mavttarrslasiurrg. Der MiHwochmarkt auf den-provisorischen Gemmemciikten im XI. Bezirk, Müunichpkatz und Dopplergasie. im XIl. BcP.k, He»endolsersttaste, im XlX. Bezirk, Lirchirnwerderplatz und nn XXl. Pe-,rk, St. Wmdelmplatz, wurden aufgeluslen. so daß der Marktverkchr aus diesen. Märkten nur an jedem Montag und Freitag jeder Woche stattstudrt. Der Marktverkchr findet bis zum Si. Oltober von 5 l»S 7 Uhr abends, vom 1. November bis ans weiteres von 1 bis 6 Uhr abends statt. Erster Wiener Cor, s«m Verein. Die Abgabe der ein» geteilten Waren erfolgt in dieser Woche sstr dir erste Grupve der Mitglieder Mittwoch, für die zweite Gruppe Donners lag, für die dritte Gruppe Frenag und Samstag. Zur Abgabe gelangen: Mrdl, Oel, Salz. Ferner in asten Verichleißstesten iift ungeteilt: Schmal,. Oe!, Bohnen mit Speck. Erbsen, Kunsthonig. Zucker» sirup, Marmeladen, Kv'idcnsimlch, Kak-w, Reis. Herrnoe, Lachs im A)vsrn, Sardinen, Fikchvasicte, Tee. Rum, auch versüßt, diverse Liköre.. auch in Rciselläschchen, Himbeersaft, Meine. .Biere, Sultaninen, ausgelösie Lwaniinn, Haselnüsse, frisches Obst und Gemüse, Toilette- und Waschseifen. Bühne und KirE. Schönbrunner Schlotztheater. Zunächst Molrerek „D?e lächsrllchyn Prs» z r ö s e n*. In diesem Einoktzer wird nicht bloß die Ge» ziertheit und Verstiegenheit, sondern vor allem die Bildtmgsprotzerei gewisser halbgebildeter junger Mädchen, ihre lächerliche, berechnende Begeisterung für literarische Verstiegenheiten, ihr geschäftig^/ Nach- Lüappern unverdauter Phrasen — kurz, die. weiblich^ Schmoöerei in ihren possierlichsten Aenherungen von eurem, der sich darauf verstand, vor mehr als V0'Jahren mit Kraft und Anmut übers Knie gelegt. Die Damen (Frau Wilke und insbesonders Frau Albach-Retty) waren gut, die Herren minder. Herr Häusser. mann konnte uns diesmal mit fehler allzu überspitzten und gewaltsamen Lustbarkeit nicht heiter Kimmen. Hierauf „Meister Pathelin", Schwank in drei Aufzügen von Mbrecht Graf Wickenburg, nach dem Mtsranzösischen, eine Jahrmarktposse vom betrogenen Betrüger, mit viel Fleiß jahrmarktmaßrg einstudiskt. Die Sache fiel trotz der löblichen Bemühungen ab. Trefflicb die Herren Häuffermann rm F o r e st. Der Abend arkte in Langweile aus. 0. A. Volks oper. In einer musi^lisch und gesanglich schlimm provinziellen Aufführung des „F l r c g e n d e n H v l l 8 n d e r" sang PM B e n d er die Titelrolle. Seine klangvolle, biegsame Stimme, welche mit musikalischer Intelligenz erfüllt ist, gab dem bleichen Gespenst viel mehr Leben als ihm zukommt, und die Bemühungen um Reichmannfche Verschleierung wurden durch echtes Gtimmwetoff glücklich zunichte gemacht. Haltung und Gest« vornehm; «in überlanger Bart wirkt manchesmal etwas komisch; « scheint vom Sellin Basta aus der „Entführung" gelieheie zu fein. Hoffentlich ist Bender bote dauernd in würdiger llmzrbnng zu hören. Z. Konzerte. Mahker-zeklus r Dritte Symphonie. Der dritte Mahler-Abend bot weniger Anlaß, Oskar Frieds Neigung zu willkürlichen Zeitmaßen mißfällig zu empfinden. Lediglich im weitansholenden ersten Satz triumphierte noch die Sucht nach V^ögerungen, die in AnSköfien verdunkelter Stimmungen besondere Tiefe vorschützen will, der Menttell und das Scherzo hingegen kamen mit Ursprünglichkeit «Nd Frische zur Geltung. ' Im Altfolo ließ sich Eleanor Reinalds- Schlvßhaüer vernehmen, deren schon ausgeglichenes, tragfähigeS, ziemlich hell gefärbtes Organ Beifall fand. Der Glockevchor halte bewährte Interpreten: .De» Philharmonischen Chor, Srngverei nundKnabenchvrMariahikf, die mit lobenswerter Charakteristik der tiefsinnigen Einfalt dieses Genrebildes dienten. Das Orchester bedarf noch eifriger Arbeit, wenn nicht der gute Ruf der Wiener symphonischen Musik für immer dahin sein soll. Aber hier gibt es unter den gegenwärtigen Verhältnissen keine« anderen Trost, als die Hoffnung, dadie zu erwartende ungeheure Arbeitslast auch die innere Festigung rmd Verbesserung mit sich bringen wrrd- Ans den Theatern. Ir» B u r g t h e a t e r gelangt morgen, DonilttStag, zu i'it Pr:-'-'.: ..H n ".I i <■ f, lF r i v. *. von Dänem.ar f" »nr Au'<i:hrrrng. Amang G Uhr. Jry S ch 8 nbrunnr r S ch laßt h e. ater werden morgm, Samstag, „D'i e lächerlichen Prezios e n" und e i st e r P a t h e l i n" gegeben. Beginn 7 Uhr. In her S t a ä t Lop e r gelangt moigen, Donnerstag, zu erdöhten Preisen e r t h e r" zur Ausführung. Beginn l!tl Uhr. _ In dm K a m m e r s pi e l e n wird morgen, Donnerstag, ^Schloß W e t t e r st c i n" gegeben. Anfang %8 Ubr. Im Theater in derJosefstadt findet hnste, Mittwoch, dir ErstauMrung der Komödie „D i e K u l t s s e« der S e e l r" von N. N. Evreinoff und »D e r K a^m m e rsänge r" von Frank Wedekind statt. In beiden Stücken spielt Kyrl E t 111» ö e't als Gast die Hauptrollen. Josef I a r n v spielt den Kammersänger. Dieser Abend^beg vnt um 7 Uhr. Im D e u tzs ch e u V v l k 8 t h e a t e t gelangt Donners, tnq den 7. d. M. zum ersten Male zu normalen Prersen Mens e c x ® t) n t* zur Aufführung. Neu find Fi äulein Wessely als Solvejg, Frünlein Brinke« als Anitro, Fräulein Danegger als Ingrids Herr Ranzenbofer als Cotto«, Herr Wengraf als Ballon, Herr Schreiber als Eberkopf, Herr Zetruius als Trumveterstrahle und häßlicher Junge, Herr Äöeiy als Hubn. Herr Ouny als blinder Paffagir und Herr Kutschrra als Knopfgießer, — Gegenwärtig wird Grillpgrrers Lüstspikl »W e tz' dem. der lügt" m vollständiger Neubesetzung einstMert. Spielleiter: Friedrich Nosenthgl. In der R e n a i s s a n c e - B Ü h n e gelangt heute abens. 7 Uhr. das Lustspiel ^.P a P a" mit H rny W a l h e u Uls Graf von Larzac zum 85. Male zur Aufführung. Kunsthiftovssches Muse««. Für die Zeit vom 7. b, M. bis 81. März 1981 gilt für das Knystbmorische Museum folgende Besuchsordnung : Bei freiem Eintritt ist das Museum geöffnet: Sonntag von 10 bis L Uhr (Galerie oder Hochparterre wochenweise wechselnd). Mittwoch von 10 bis 3 Uhr (Galerie, Hochparterre und Münzkabinett), Freilag von 10 bi- 2 Uhr (Galerie. Hockparttrre und Münzkabinett) und Samstrig vou N bis 9 Uhr (Galerie. Hochparterre und Münzkabine tl. Dienstag von 10 vis 8 Uhr beträgt der Emtrtltsvreis st 4 (Galerie, Hochparterre und Münzkabinett. Montag bleibt das Mwrnm geschloffen. Feiertage gelten bezüglich des Museum? besuches als Wochentage. Fällt em Enlrertag auf einen Feiertag, ist der Eintritt frei. _ Sport. Start -p« HaLoüh-LrrchLathleLe« in München. Die Leichtathleten der Hakyah fahren Freitag früh nach München, um Sonntag an den Weltkämpfen des Münchener Bcuderklubs Bar Kochbä teUzunehmen. An der Reife nehmen die Athleten Airfchler, Dr. Friedmann, Lederer, Jenö Weiß, Fnnwald, Scheu und Fisch teil. Die Hakoahner haben die im Vorjahre gewonnenen Ehrenwanderpreise für die 4X100 sowie die olympische Stafette zu verteidigen pfld werden in her Berliner Bar Kvchba sowie den Gastgebern saus starke Gegner Wen. Speziell die Berliner, in dereir Reihen der Berliner Meister Emst Simon quflritt, reprüsenlieren gute Klasse und werden den Hahpahnetn' die schärfsten Kämpfe liefern. ' Der Kloridsboefor Mi E.-Plat, wird Sometag wieder oas Ziel vieler tausender Sportmteresfenten sein, da Hort zwei MsisterschafiSspiele zur Ansivagu-ng gelangen, Zuerst treffen Florid Sdorfer A. C. und Vienna, hierauf Hakoah und Simmering Wfcnnmen. Der Vorverkauf wird heute sowohl für Sitzals auch für Stehplätze im Cqfee City, 1. Bez., Wevdertorgaffe 3, Sporiwarenhaus „Stadien", 2. Be.;., Obere Donaustratze 49, und Hotel Gold. Engsl, 21. Bez., Am Spitz, eröffnet. HkZMSr.en - Athen 3 rv (1: v), Beide Mannschost-cn trateli-rmi Ersatz'.entrn on. Die Hosnwnea zeigte eine gute Fyrmvcrbefferrmg. Ja der Hiutumannickast hvt die Berte'digvng .Schachrrr-Frey l ring gute Leistung. Der ^tnrinspiche wie auS einem Guß. b^rifellos war der beste Mann im Felöe Fischer (ehcinals Armama l). der durch die Art seiner Ballführung und durch s«>ne Geschwindigkeit eine 'stete Gefahr Utr das femdliche?or bildete/ Die. Gegner stellten eine gute, faire Mannschaft, in der sich besonders Hornig und Frmrzl ans« rrjchnetrn. Pchiedrichtrr Singer. Hasm««ea ll -H«zar« ll t\X (1:0). Offenes Spiel. Fkir Hasmovka war Fiscu^ erfolgreich, für Hazair Futtelweit mit einem Elimckevstoß. Hasmonea U «nd.Ul kombiniert- Makkabi X, 1 und U kombiniert, 0:8. M'kopdruichymrmengo« hatten aste hishrrigen Meisterschaftsspiele de- Hakoab aufzuweisen. Sv waren -m Sonntag beim Spiele Hatoad—Sportklub in Dornbach 00^0 Personen anwesend. Dir Einnahmen beliefen sich auf über K 100,000. Der Ausschluß GrünseldS im Spiele gegm den Sportklub dürfte für den Spieler ohne weitere Folgen bleihen. da ihn drr Schiedsrichter nur desbasb auLschloß. um bie im allgemeinen etwas zu scharf werdende Gangart des Spieles einzudämmrn. Di« Tußßallwettr-pto(e deS GouutagS. Der kommende Sonntag stebt wieder ganz im Zeichen der Meisterschaft. Es kommen folgende erstNaffige Sviele zur Austragung: Hakoah— Simmering lFloridsdorf, 3 Uhr). F.Ä. C.-Vienna (Floridsdorf, V,2 Uhr). Mavid-Sportklub sHütirldorf). Amateure-Rudolfsdügel (Ober-Sti Beit), W- A. C.—Wacker (Prater), Avmira— Hertha (Admrra-Platz). — Der W. A. F. ist spielfrer. Die Fußballmeisterschaft der H. Klasse. Iu der Meisterschaft der U. Klaffe haben sämtliche Vereine je b Spiele ausgetragcsi. An erster Stelle steht Ostmark mit 8 Punkten. Dann folgen Dpnouffadt (8). Neunweg (6), Ober-St. Ben (6V> Germania (6). ©riefet (6), Baumgarten (5), Red Star (5), Nußdorf (ö), Slovan (6), Bewegung (4), Ottakring (8\ Sturm (2). Sportfreunde (l). ^Hwstoah - Tourifteusektton. Die für heute irrtümlich angesktztr Sitzung findet morgen, Donnerstag, um Uhr statt. Gerichtssaal. Die falsch gestempettsu Tausender. Da- Urteil. Me Verhandlung gegen die Fälscher der Banknotenstenipeln auf den Tausendkronennoten wurde gestern Ende geführt. Muh den Schlu'^'-.'dc:! dor Verteidiger zog sich der Gerichtshof zur Beratung zurück,' die eine Stunde währte. Der Gerichtshof verurteilte Josef Baumöl zu, zweieinhalb Jahren, Leopold» Wolfrnann, David Pifk und Wilhelm Eckstein zu je zwei Jahren, Moritz Roman, Josef Fischsv, Josef Eckstein, Anton Hofs in g er, Alter Mechel LiHtblau und Josef Gurfein zu je achtzehn Mönaten, Aron Rosenfeld zu einem Jahre,KndDaF Jaworka 'zu zehn Monaten Kerkers, Siegmlind' ' H p s e l n ü ß und Juda Mechel Diamant zu je sechs Wochen und die' Angeklagten E l d e r s ch und V o n d $ zu je vierzehn Tagen Arrests. Die Angeklagten Sälo^ man Josef Krumbein, Wolf Stahl, Israel Stahl und' Chaskel Stahl wurden freigefpro chen. Ueböv Mechel Lichtblau inurde auch die Landesverweisung aris-! gesprochen. Der Hauptschuldige, Meier Scheuermann, hot vor der Verhandlung die Flucht ergriffen; die von ihm erlegte Kaution in der Hohe von 100.000 Kronen wurde daher für verfallen erklärt und feine steckbriefliche Verfolgung eingeleitet. Nach der VerkÄndrgung deS Urteils verlangte Staatsanwalt Dr. Arie bie Jnhastnahine der. auf freiem Fuße weilenden, jedoch verurteilten Angeklagtett, und die Ueberstellung der freigesprochenen Angeklagten zur Polizei. Dagegen nahm Dr.' Alfred Hr a A-tz r' M - Namen aller Verteidiger Stellung;' tzr Hetonte, nicht öM; Gericht fei Dienerin der ' Polizei, fostdeim die PoÜztzk Dienerin deS Gerichtes. . Nach kurzer Beratung. beschließt hinauf fe Gerichtshof, den Antrag -der Staatsanwaltschaft in Gr- .imangluyg gesetzlicher'Gründe abzuwe\fcn. Der Volkswirt. Et«e Krone »- 2.55 Eenttmes Veld. Gestern notierte in Zürich: die iisterreichifche Krone Gefd . . . S.5b 0.57 % am 4. Oktobers die Lsterr. gesiemvelie Krone Geld . 2.10 ( 8.80 am 4. Ottober) die tschechische Krowe . . . . . . 8 30 l 8,2h am 4. Oktober). t[c Mark ........... 10.10 <10;25| am 4. Oktobers Agram ..... . . . . . . . 5.20 ( 5.25 am 4. Oktober» Warschau.—l—.— am 4. Oktobers Vadapest . . . . . . < . . . 1.90 (1.97*/, am 4 Oktober)! Industrielle Plane fLr Palästina. ' VerMträrtkg T:3*t «ich H:rr Boris G o l ö 511 g, eitt kämpfer des ZwniSmnS noch aus der Zeit Herzls, w Wbstk auf. Er hatte hier Gelegenheit, vor einem Lkreist: bo.t Inte^> esfünten seine Anfchnmlngen über die Aussichten ber Jndustvtv in Palästina und ihre voraussichtliche Entwicklung sowie» über; einige konkrete Projekte darznlegen.' . Er wies Zunächst darauf hin, baß Pasästiua derzeit nks Macht kaum in Betracht konnne und sich in dieser Dezieheyrz nicht einmal mit einem europäisch.nt 5Neinftaat vergleichen lasse. Doch lei die wirtschaftlich) Entwicklung Palästinas weniges wichtig als die Enttvicklung einer jüdi>chen Siehluu« in Palästina, weshalb manche geg-nwärtig vielleicht unöurch^ führbare und wextvolle Projekte ini Interesse der S&ofo&tisjj sation zurückgestellt werden rnüßten. . Trotz der gegenwärtigen Schwäche des BinnenmchcAeSI in Palästina werde doch schon durch die, Immigration allein, dann durch die günstige geographische Lage Palästinas, und, schließlich durch den Reifen und Touristenverkehr, sich ein ge-i nirgend ausnahinssähigcr Markt entwickeln, woher für Prrvat^ initiatwe sich ausgedehnte Möglichkeiten ergeben. Nimmt map, zum Beispiel eine ^nuingration von 50.000 Personen so erfordert das schon zirka 18.000 einzelne Wohnhäus«^ außerdem Schulen, Krmrkenhäujsr, Synagogen und ondere! Gebäude, zu deren Aufbau ein Kapital von zirka 10 Mil-! lionen, Pfund Sterling notwendig. )et, Aus diesem Grmchoj sei derzeit der Bauend u st r r e besondere AufnterffamkeÄ zuzuwenden. Wichtig sn 'daher auch, daß da-8, was im HMkxtz verbraucht, auch im Lande selbst produziert werbe. Deo» Monatsdurchschnitt für Importe noch Palästina schwanke jM ^zwischen 300.0(10!und 400.000'Pfund Sterling, wovon ei« gwßer Teil aus -Gaurnaterialien entfällt, für kne der Einstrhv-; zoll jetzt von 11 auf 3 Prozent herabgesetzt würbe.' könne man schon jetzt dje notwendigen Ziegel im Land« selbst erzeugen, auch Steinbrüch?. könnten' betrieben werden. Die Araber selbst betreiben wohl auch Steinbearbeitung, doch sind sie infolge ihrer technisch unvollkommenen Methode^ wenig lsistuagssähig, zu teuer und zu langsam. Mensa könnte man die sonst notwendigen Baumaterialien im Lande! selbst erzeugen, so Türen, Förster mrd anderer'. Was ein»! geführt wirb, sollen vor alle»« Rohstoffe, höchstens Halbfäbrtkale und Modelle sein, die Fertrgerzeugung müßte im - Lande selbst vorgenommen werben. Dabet müssen modern^ technisch vollkommene Methoden angewendet werben — das jüdische Arbeitermaterial ist sehr intelligent, aber physisch weniger leistungsfähig als dre arabische Konkurrenz, die körperlich besser, aber intellektuell schwächer (st. Nur mittek^ mokn'rner Arbeitsmethoden kmm her Kanchs zwischen arabischer und jüdischer Arbeit zugunsten der letzwven entschiedeu werbm.i Das,Fehlen eines BankceditS in Palästina ist ein schwer«^ Hemmnis für dte Bautätigkeit, das unbedingt beseitigt tot»» den muß. | Die Wein trau benindustr re ist noch sehr auSbehnungösähtg. Mißerfolge in früherer Zeit sind darauf zurückzuführen, daß man sich allzu einseittg aus die Webe-) filteret verleg^.. Die Weiutrande reist in Palästina nngefähr! zwei Monate früher als anderwärts. Bei geeigneten BerSm-i i•.;;!Lijt ..'in,- .:n;i.i 'l'cr,au:> 7-.lc.'.'-'.'.uä?!k im aröricroitfj