Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 610 (5.10.1920)
- Date
- 1920-10-05
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Mer Wen, Dk«M- Otencf MwgMgetamg 5. Oktober 1820 Referenten: Dr. Defidee Friedmann, Doktor Sonderling. Heute, Dienstag, V28 Uhr abends, im Restaurant Baron, II., Große Schiffgasse 19, wichtige Besprechung der Gesinnungsgenossen . folgender Straßen: Schiffamtstzasse (gerade Nmnmem), Obere Donaustraße (57 vis 81), Stephaniejtraße (ungerade Nummern), Große Schiffgasse. Hoch- Edlingerstraße (17 bis 26), Herminengasse, Nickelgasse, Floßgasse» Krummbaumgasse, Im Werd. « Heute, Dienstag, um 728 Uhr abends findet im CaföIglauer. H., Taborstraße 49, eine wichtige Besprechung der Gesinnungsgenossen der nachfolgenden Sprengel statt: Castellezgasse. Klanggaffe. Lamprgaffe, Scherzergasse, Pfeffergasie, Konradgasse, Josefmengasse, Nordpolstraße, Nordwest, bahnstraße 3 bis 35s, Taborstraße 39 bis 87 und Kaiser Iosefstraße 1 bis 28. Gefinuungsgenoffen, welche S a m m e l. böge« Lbernommen haben, wolle« dieselben umgehend an das Hanptwahlburea«, H«, Taborstratze 20a, abliefern Sdr. 610; iapMM«—1 ii».« 4(, AniverfttLt und Staatsdurgevsch«ft. ' Der UnterstaatSfekretär für Nuterricht hat gestern einen Trürß an dre Universität hinausgegeben, dem zufolge Studierende, die eine vom Stautscnnt des Innern ausgefertigte Bestätigung darüber vorlegen, daß sie zufolge Option österreichische Staatsbürger und als „Inländer" anzusehen seirn. Die willkürliche Unterscheidung des akcüremischen Senats, der nur den „Heimatschein" gelten lassen will, hat also wegzufallen. Herr Glocke! müßte nun das drn Studierendes widerfahrene Unrecht dadurch vollständig beseitigen, indem er dafür Sorge trägt, das denjenigen Hörern, welche den Bescheid des SLaätsarntes erst nach der Inskription vorzulegen.in der Lage.find, die Mehrgebühren sofort durch die Quästur Aurückgezahlt werde. Denn die meist minderbemittelten Stu. denten dürfen es doch nicht zu büßen haben, daß einerseits das? Rektorat erst gezwungen werden mutz, Staatsbürger aiS solche gnädigst „anzuerlennen", andererseits das Staatsamr des Jnrrern nicht genug Becmüe zur Verfügung hat, um nach erfolgter Optionsanmeldung den Bescheid sofort auszu» fertigen. : Eine empörende Delogiernna. Gestern erschien der Oberoffizial Herr Hermann Berger des Bezirksgerichts Floridsdorf in unserer Redaktion und teilte folgenden empöre'rden Vorfall mit: Sein Brüder Nach man Berger, ein armer Thora- Schreiber, welcher für eine 93jährige Mutter zu sorgen hateine schwsrkrank Frau und zwei sölbst erwerbende Töchter hat, davon eine verheiratet, bewohnt mit feinen Angehörigen im 16. Bezirk, Friedmanngasse 53, eine Elendswohnung, die aus einem Zimmer und einer Küche besteht. Diese Wohnung wurde vom Mietamte angefordert und his 15. September die Delogierung angedroht. Ein Gesuch uin AufenthaltSbewMgu.ng ist bis heul? nicht endgültig erledigt. Da-, gegen Kamen am Samslag zwei Beamte des Mietamtes zu Berger, welche ohne schriftlichen Auftrag erklärten, er müsse bis Montag, nachmittags die Wohnung räumen, ansonsten werde er delogiert. Ein Gesuch an das Mietamt, welches um kurzen Aufschub bat, wurde barsch a b g e w i e j e n. Ms die Räumungskommission erschien, wollte der Bruder Bergers mit Hinweis ans seine schwerkranke Frau einen Aufschub von 24 Stunden erlangen, um wenigstens die Kranke bis dahin bei ihrer verheirateten Tochter, welche übrigens mit sechs Familienangehörigen eine Einzimmerwohnung bewohnt, unierzubringen. Das Ersuchen wurde von dem Rohling ab g r le hn t und die krgnke Frau samt dem Bett von den Schergen des Wiener Willkürantisemitismus auf den Hof des Hauses gestellt. Die Familie Nachman Bergersteht heute auf der Straße, während die Vollzugsorgane der Wiener Unmenschlich reit, die sich Wohnungskommiss äre nennen. Zynisch erllärten: „Wir brauchen die Wohnung für unsere Blutsverwandten — wir find Antisemiten". Auf den Hinweis, daß in Wien bei Schiebern genug Wohnungen, zu beschlagnahmen sinds erklärte der würdige Beamte: „S ch i t & t r! a n n id) ninj t delogieren". Er meinte wohl damit, daß sie sichs bei ihm und seinesgleichen richten können. Diejenigen aber, welche das Unglück haben, .als Inden von ihrer Hände Arbeit ehrlich, aber arm zu leben, haben das Schicksal des Nach inan Berger zu erdulden und sind wehrlos den brutalen Schenszlichtciicn einer Gesellschaft ausgesetzt, welche die Wohnungsnot zum Anlaß nimmt,'nm ihre niedrigen antisemitischen Instinkte zu befriedigen. Es ist die höchste Zeit, daß diesen Genrein-- heiten ein Ende gemacht wird. * Bausteine für Xt. K i n b 1t1, Situ- * Pers oualnachrichte». Redakteur Emil Waldfiei n. Mitglied drs Jüdlschm Nationalrates in Prag und Baüy W a l isst rti, geborene Frank, zeigen ihre Vermählung an.. * Eisen Gatte»dienst veranstaltet die jüdficheVollSbibliothek Zion heute um 8 Uhr früh im Vereinslokal. U>, Glvckengasse 39. Sämtliche Zionisten sind eingeladen. das Dritte jüdische Neich. Herr l.. Sckenlrnn>.gZt. re:wntte L 20.020 Mitteilllugen aus dm Publikum. 8 RIUANTBN, Ferien, Gold, Silber,Platin «.Muren kauft und vorkauft 778 ETTER Sotentnrmstr. 23, Karlabllferetr. SS JUL. 3 C H I 0 KiC o. G. m. b. H-,!• Kohlmarkt 3, Memaln Tal. 10.89$ c^T^Atoii^^ne^J^iMimeue^faSäeä. Konkurrenzlos! Konkurrenzlos! Neu eröffnet! A. BORENSTEIN II., Stephaniestrasse Nr. 10 Offeriere frisch eingelangte englische Herbst- und Winterstoffe für feinste Massbeltellung, sämtliche Herrenmodesachen, wie Wäsche, Krawatten, Krügen etc. Für rasche und gute Ausführung garantiert A. BORENSTEIN. &i-j M W m W\ P m Mittwoch den 6. Oktober 1920 findet in den Sitten des Kasino Zögernitz, X!X., Döblinger Hauptstrasse 76, eine Herbstredoute statt ...71 Abendtoilette oder Kostüm (kein Masken zwang) Saaleröffnung 5 Uhr nachmittags Herren- und Damenkarten im Vorverkauf K 20, an der Kasse K 25 Karten sind in sämtlichen Kartenbureaus wie auch im Kasino Zögernitz erhältlich ZtfgaustenffllttelloserjftdlBcberHocbscbäier für einen Baustein für das Drille indische Reich. (Damit, ist von fün'hundett Bausteinen, die Oesterreich bis Jahresende mifbungen lost, der v i c r \ e h n t e Stein gezeichnet. Eine jüdisch: Vrrsamrnlvng Nr Stock M«. In Lwclrran fand a»l 25. v. M. eine von -der dortigen „Jordania" veranstaltet^ stark besuchte Versammlung statt, »uf der Herr Dr. Weiner vom zionisiischeu Landeskomitee Wer „Ährte jüdische ProblrmL fiit der Balfoarfchen Deklaration" berichtete. Seine glänzenden sachlichen Ausführungen ernteten bei der stark besuchten Versammlung großen Beifall. Selbstverständlich blieb-eu' die kommenden RationalratSwahlen nicht nirerlvZhnt. So schüfst' dress Veranstaltnng den Auftakt zu einer gedeihlichen Wsiterarbeit'in Stockeräu zu bilden. * ©esiecct dev Znsänterie Zohan« Kirchbach gestorben. Sonntag dm A. d. Mstarb hier der ebcmalige Geheime Rat. Genera! der Infonttrie i. R., Johann K t r tft & a ch. Der Verstorbene war za Bemnn des Krieacs und bis zum Herbst 1915 Kommandant de» II. (Wiener) Korvs, später wurde, er Milltär- .kommandant in Wien und verbliest ans dusem Posten bis Dezember 1918. . , *' Wiener Ab,her nach England. Am 30. v. M. ist unter Führung, der Miß Lev in ein Kinderzug mit 500 -Wiener Kindern nach England abgegangen. Eine Depesche aus Dlissingen besagt, daß die Kinder am 2. d. M. gut und gesund dort angekommen sind und am Mittwoch den 6. d. M. Weiterreisen. * Frau Acrcnodr in London. Aus London wird gemeldet: Der „Mormna Past" zufolge ist Frau Kerenski, der es gelungen ist. aus Rußland zu entlommcn, mit ihren Kindern hier eingetroffen. . Verkauf von altem Notgeld der Gemeinde Wien. Im siädri'chen Finanzausschuß referierte Gemeiuderat H r e y über die Verwertung des im Jahre 1918 heraus gegebenen und bereis Ic.t langem außer Kurs gesetzten Rvtg"IdcS zu ö, 20, 50 und 100 K. Es wurde beschlossen. 10.C0O Serien am Schalter der Haupikasse -im Neuen Rathaus lohnt zum Berlauf zu bringen. Der Preis für eine vollständige Serie beträgt K 50. - Arbettermucuhrn i« Indien. Nach einer Meldmrg des „Matiu" aus London, find in Indien Ärbeiterunrnhen aus^ gebrochen. Aus Assam iveroen Unruhen auf einer Teeplantage gemeldet, wobei fünf Engländer, darunter der Polizeichef, schwer verletzt würben. Die Lage fei sehr gefährlich. Truppen würden konzentrirrt. . * Gestvaudettt Dmraudampfer. AuS Budapest wird vom 4. d. M'. gemeldet: Der gestern aus Wien kommende Dampfer der Donau-DampsschiffahrLs-Gesellschast „Schönbrunn" ist um 11 Uhr nachts iiifolge plötzlich embrechenLer Finsternis bei Köd, als er einem entgegenkommenden Dampfer ausweichen wollte, auf eine Sandbank geraten. Es mußtevon Budapest ein Nemvraueur an den Unfallstelle entsendet wrrvr:'., der den Dampfer „Schönbrunn" wieder flottmachte. Das Schiff ist um 4 Uhr 50 Minuten früh iu Budapest eiirgetroffeu. * Leftevreichifche Etfenbahnerlebnifle. Mä einem Sü-)b>'.l>nzuft wurden gestern der Zimmermaler Georg H a l v-> Puts ch. Grau. Ribelungengasse 3 wodnhafo und die 'Wäscherin Llly P e ch m a n n, Graz. Sparversbachgasie 33 wohnhaft, schwer verletzt nach Wien und von der RrttungsgrseVchaft ms Wiedner Krankenhaus gebracht. Beide waren auf der Fahrt Graz—Wien mit dem beschleunigten Persvnenzug Nr. 1314 unterwegs dadurch au s d e m Waggon aesturzr, daß die schlecht verschlossene Couvdtör aufgegangen! st. Sie blirben aus der Strecke liegen. Ns dann der nächste Zug an' der Stelle vorbrikam, wurden die Btrungklückien bemerkt und nach Wien mitgenommen. * Anterschleif eines Postbeamten. Der 22jährige ^ostoffizial Gustav M a t t e x b a u c i, XVIII., Salmannsdvrferstraße 46 wohnhaft, wmde gestern verhaftet und dem Landesgertchk nngeliefert. Er bat feiuem eigenen GestLndms zufolge in der letzten Zeit einen Bewag von K L 16.000, bei1 von Parteien beim Postamt in Pötzleinsoorl eingezahlt wurde, unterschlagen. In s?mer Wohnung wurde noei). ein Brlrga. vpp. . h UU..0L0 aefunt'-m U!!v irr'p.laanobmi. HoitdLieve. Aus seinem Zimmer im Hobel ,Destel! «ichischer ijof" wurden dem Kaufmann L. Alkalay «E Sofia am 38. v. M. 900 Dinars, 10V0 tschechifchs Krvn^»' und 700 Lei-EouponS bulgarischer Wertpapieve gestohlen/ Gesandten, a. D. Georges S. SimiLtch wurden auS fetitettt! Zimmer trn Hotel „Misch und Schadu" am 27. v. M'.i eine Reisshandtasche^ mit Inhalt, daun aus uuversperriem" Kasten Kleider, zusammen 20.000 Kronen wert, gestohlen/ * 4voh»uugsei«bruch. Am S. d. M. zwischen S und 6 Uhr nachmittags wurde dre Wohnung deS Tapezierers Max K u l k o, VII., Neubaugasse 66, erbracht». Gestohlen wurdrn Juwelen, Bett- und Tischtväsche nrt Werte von K 70.000. * Eine Perle. Bei der Privaten Lenka Poppe tr, IX,/ Mierstraße 26, war «ine Hausgehilfin unter dem Namen Hilda Morz'nger rn den Dienst getreten. Am 15. v. M. verschwand sie ans drr Wohnung noch Diebstahl von Wertsachen m der Hohe von ff 80.000. Die Diebin wurde als die Njäbrige Josefa S y d l e r auSgelorscht und verhaftet. Der arößte Teil der gestohlene» Wertsachen wurde in ihrem Besitz gesiwdev. * Herbstredorttc. Irr den Prachtsälen des Vüfmo Zägernitz findet Mittwoch den 6. d. M. eine Herbstredoute mit reichhaltigem Programm statt. Näheres i« Inseratenteil unseres Blattes. * Gleüante H«ere»Ksrd«robe» »ach neuester Mode bei Gelbard &■ Fürst, II., Stephauiestraße 16. Vereirrsnachrichtev. Hitachduth HapoelHazair undZeiret Zion. Heute, 8 Uhr abends, Versammlung im Tuntvrrein Makkabi,XVU.. Rötzergafse 11. TaaeSordnurtg: Unser Programm. Redner: Dr. A u e r b a ch, Dr. S t e i n v e r g und Picker. Zionistische Juqendgrupve H i e tz r n g. Nkittwoch den 6. d. M, «m 1 Uhr abends, Geselligkeitsabend im Ottakringer-Bräu, XIII., Nnhofstraße 1. Karten dortselbs!. — Ll k a d e m i s ch e Derer niquug Mr 8 rachi, ll., Prmerstraße 48/11. Heute um ^4 Uhr nachmittags findet rn Krtfcrcm Lokale ein in hebräischer Sprache gehaltener Vortrag deS Rubbmers Z. I. K u ck aus Jerusalem: ^Vom Parteiwrseu «um Volkstum^ statt. Gaste willkommen. — ZionisttscheBertirkZsektion Wieden-Margareten. Heute,^ Terrafieu-Cafe. V.. Margaretenplatz, Ausschußsitzung. Beginn Uhr abends. — ZiorriftischeVrzirssseklion X/Xf. Die Zionistische Berirkslektion Favoriten veranstaltet am 6. d. M. in Hoffmanvs Rosensalen. X., Favoritenstraße 89, einen großen- Srmchat Thora-Ball. Restliche Karten an der Abendkasse. _ . Die Ernährung. Der Marktbericht. Die. Bejchickimg der Märkte ivar gestern durchwegs schwach, doch für den MoutagSbrdarf ausreichend. Gpmüse bneb im Preis vvlttommen unverändert, ebenso Obst, von welchem nur mehr: Aepsel imb Birnen tu Betracht kommet Empsi-lbircher Mängel herrscht an Kartoffeln. Runde Kartoffel sind aus den Märkten überhaupt nicht zu haben find Kipfler nur in ganz ungenügenden Mengen. > .In der G r o ß m ar k t h al le kamen große Reste aller Flei'chgattungen» die-'Samstag unverkauft bliebe», zum Anbot, doch war geste'rn' der Absatz im Kleiitthandel kaum'nennenswert. An Fischen gab es Reste frischer Seefische und' tote Karpfen. „Stafa"-HolzakLio«. Infolge Tarüerhöhungen können die derzeitigen Holzb-zuzZ- Preise nur mehr brs 10. d. M. ringehatten werden. -- \ W. I. W. Rnckiacke und Taschen mitbringrn. Farbeurirüerlung germü beachten. Nachzügler werden nicht berückfichtiat. Ohne Buch keim Ware. Freitag den 8. d. M.. 9 bis. 11 116r, rosa und weiß. SamStag dm st., 9 bis 11 Uhr. grün und grau. Montag den 11-, 9 bis 11 Uhr, vrayge und blau. Dienstag de» 12., S bis 11 Uhr, gelb und rot. __ Maisgrieh für Minderbemittelte. In der 151. Aktionswoche eichal'en alle Besitzer der rosafarbigen Einkausscheme für. Wohlfahrtsfleisch per Person y8 Kilogramm Maisgrieß zum Breis? von ff 2.60 gegen Abtrennung des Abschnittes L in den Geschäfte« der Großlchlächterei an folgenden Taaen: Mittwoch den 6. d. M. A bis I’, Freitag dm 3. G bis K, Montag dm 11. h bis U und Mittwoch den 13. L bis Z.; Liebesgabe», iw XIX.' Bezirk. Freitag gelangt durch das Fraüenarbeitskomitee an Arbritrrwitwen mit Kindern Mebl zur Vertetlung. Uusvrgeblatt und Totenschein des Mannes mit-, bringen. Bühne nnd Kunst. Deutsches Bolkstheater. (Zum ersten Male: „Spiel der Leidenschaft". -1 Akte von M. Ar t z i b a s ch e w. Bühnenbearbeitung von Mexandev Brody und Maucie Hirsch manu.)! Ein Gegenstück zur Wildgans scheu „Lieb^, die man auch am Volkstheater spi-rlt- Der Held der. ■ Wildgans)chen Dichtung leidet unsäglich darunter, Laß er, der Ehemann und Vater', gierig nach anderen Frauen verlangt. Der Held des russischen Dficks)s hingegen^ wird in seinem Seelenlebe-t durch recht'-abwechslungsreiche polygame Betätigung nicht im geringsten gestört. Die erreichbaren W?iber zu genießen und schleunigst^ zu vergessen, ist nvtwendige Befriedigung feines Sexualtriebes und verursacht dem Jungderheirateten MnerlÄ Skrupel. Betrug an der Gattin, deren jüngere Schtvester er sich beibiegt? Verbrechen am besten Freunde, dessen Frgu er in Besitz nimmt? -Lächerliche Gefellschaftslügen! „Me Leidenschaft" lodert in ihm und fordert einfach ihr Recht. Der Hausarzt spricht ihm aus der Seele, der im intimen Kreise die Meinung vertritt, ein Mann, der monogam lebe, sei gewöhnlich keiner mehr. Einige seiner außerehelichen Liebesabenteuer lernen wir kennen. Sie folgen so unheimlich rasch aufeinander,' daß man an das Witzwort erinnert wird: „Mau istnicht aui Holz, aber zunt Teufel doch auch' r'.M»' -nie- V,?-