Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 608 (3.10.1920)
- Date
- 1920-10-03
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2979076-2979416-2979686--05393-2991241- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Nr. 608 Wien, Donmacr Wiener ÄttorgeuALttkug 3 Oktober 1920 Am 30. September fand die konstitnierende Siyilng des Vorstandes der Wiener Kultusgemeinde statt. Dieser Sitzung waren Besprechungen zwischen der zionistischen und der assimilatorischen Gruppe voransgegangen, in >veichen eine vollkommene Einigung erzielt worden war. Die Zionisten hatten erklärte, daß sie bereit seien, die auf sie na.h dcur Proporz entfallenden Stellen, das ist die Stelle deL e t ft e n Vizepräsidenten und L r e i S i tz e im Verireterkollegium, anzunehmen. Von der Gegenseite wurde anerkannt, daß diese Forderung vollkommenbegründet sei, jedoch ersucht, von der .Forderung nach der ersten Vizopräsidmtenstelle abzusehen. Da die Zionisten erklärten, dies nicht tun zu können, einigte man sich dahin, daß z w e i V i z e p r ä s identen ohne Rangordnung gewählt werden , sollten und das; das Präsidium kollegial arbeiten werde. - Das Statut sollte in diesem Sinne abgeändert werden. Die Verhandlungen wurden von den Unterhändlern der Gegenseite, den Herren K e m p l e r und G l ü ck, in entgegenkommender Weise geführt, und es scheint, daß sich diese Herren um das Zustandekommen des Kompromisses bei ihren Parteiangehörigen bemüht haben. Sie blieben aber infolge der von einigen ihrer Leute gegen die Einigung betriebenen Hetze (hiebei haben sich die Herren Dr. Engel, Kauders und der abtrünnige Zionist Dr. Krenberger — ehemals Obmann des Zion ist isehen Landeskomitees — besonders hervorgetan) in der Minderheit. Der Beschluß der Majorität wurde den Zionisten, . welche mit dem Zustandekommen des Kompromisses rechnen mußten, knapp vor der Sitzung mitgeteilt. Sie gaben auf diese Herausforderung die einzig richtige Antwort: Sie lehnten'die ihnen angebotene Stelle -des zweiten Vizepräsidenten und die ihnen angebotenen Sitze im Vertreterkollegium ab. Es wird sich sehr bald zeigen, wie schlecht die Majorität beraten war, als sie sich in diesen Gewattstreich hineinhetzen ließ. Im übrigen verweisen , wir auf die eindrucksvolle, von Dr. F r r e d m a tut in der Sitzung abgegebene EEärung. Nachstehend der Bericht über die Sitzung:' Nach Eröffmrnq durch den Alterspräsidenten Hvfrat Rappaport gab der Obmann das Klubs der zionistischen Kultusräte Gemeinderat Dr. Jakob Ehrlich namens feiner Partei die folgende ParteierUärung der Zionisten ab: „In der heutigen Zeit, in welcher Millionen unseres unqlücklrchen Volkes ein entsetzliches Martyrium erdulden müssen, in welcher jeder Tag neue Schrecken Sn ach» richten von Massenmorden an unseren wehrt^fen, von der ganzen Welt verlassenen Brüdern bringt, m welcher der Judenhaß auch bei uns durch seine Erfolge in anderen Landern begehrlicher geworden, täglich hemmungsloser und schamloser unsere Rechte zu gefährden beginnt, empfinden wir eS doppelt schmerzlich. daß der Vorstand der Wiener KultuSgemeinde seinen Zusammenhang mit dem jüdischen Volke verloren, und sich hiedurch ungeeignet erwiesen hat, Wortführer und Helfer zu sein und im öffentlichen jüdischen Leben jene hervorragende Stellung einznnehnlen, die sestzuhalen bei der Größe und rbedeutung der Wiener jüdischen Gemeinde fein höchster Ehrgeiz sein sollte. Die Kultusgemeinde ist gegenwärtig die einzige jüdische Organisation öffentlich rechtlichen Charakters. Als solche soll sie sich nicht mit dem'kümmerlichen Dasein eines in der Oeffentlichkeit unbeachteten Vereines begnügen, sie mutz vielmehr alle lebendig.enKcäfte des Judentums sammeln und in ihren Dienst stellen, sie muß Sorge tragen, daß ihr alles zuströmt, , was den Glauben an unsere Zukunft nicht verloren hat, niid, so gekräftigt, an die Erfüllung ihrer Aufgaben schreiten. Diesen Aufgaben kann sie aber nur dann gerecht Werdenwenn sie sich auf die ganze jüdische Bevölkerung stützt. In diesem Augenblick, in dem. der neue KnltuSvorstand Zusammentritt, erheben wir mit allem Nachdruck die Forderung iiach Einführung des a 11 ß e »t ß i ivc n gleichen Wahlrechtes für alle Mitglieder der Gemeinde. Nach 8 2 deS Statuts ist die Zugehörigkeit zu unserer Gemeinde von Heimat- Lerechtigung und Staatsbürgerschaft unabhängig. Schon auS diesem Grupde werden tvir uns niemals mit einer Wchlordrnmg abfinden, die j e n e n G e m e i n d e a n g e h ö r iaen, die fremde Staatsangehörige sind, das Wahlrecht nimmt. Das Gefühl der Zusammengehörigkeit endigt für uns Juden nicht bei den Grenzpfählen dieses Staates. Wir werden eine Abänderung dieser Bestimmung umso entschiedener fordern, als sie der früheren Wahlordnung fremd war, die Erlangung der Staatsbürgerschaft einer großen Zahl unserer Volksgenossen durch eine reaktionäre Gesetzgebung unmöglich gemacht wurde und eine judenfeindliche Buveaukratie täglich neue Schikanen ersinnt, um die. Erwerbung der Staatsbürgerschaft zu erschweren und die erworbene wieder zunichte zu machen. Wer auch unseren zerrütteten Gsnreindefinan» zen kann nur geholfen werden, wenn die Zähl jener, die am Gemeindeteben Interesse nehmen, vergrößert wird. Es. wird.niemals gelingen, jene/Kreise zur Steuerzahlung heranzuziehrn, denen man die Möglichkeit, an der Verwaltung der Gemeinde teilzunehmen, nicht eimnuent. Kaum zehn Prozent der Gemeindeangehörigen besitzen das Wahlrecht. Jede Steuerreform, jeder Versuch der Sanierung der Finanzen wird an der ungerechten Wahlordnung scheitern. Die Reform des Wahlrechtes und die Steuerreform, auf deren Dringlichkeit wir seit Jahren ohne Erfolg hingewissen haben, stehen in einem unlöslichem Zusammenhänge. Diese zwei Reformen sind' die Vorbedingungen jeder gedeihlichen Arbeit. Und da uns das Schicksal der Gemeinde am Herzen liegt, wünschen wir nicht, daß jemals die Notwendigkeit an uns herantreten möge, sagen zu müssen, daß unsere Mitarbeit zwecklos sei, weil die Majorität des Kultusbovstandes sich diesen Notwendigkeiten verschließt., In diesem Zusammenhang verweisen wir auch auf den nunmehr gesetzlich festgelegten Anspruch unserer Gemeinde ans Uoberwersung eines angemessenen Teiles tzon jenen Beträge n, die^i für E r z i e h u n'tz, Re l i g i o n sodär Wohltätigkeitszwecke im Staats-, Landes- oder Gemeindsbudget ausgeworfen werden. Es wirb Sache des Kultusvorstandes sein, darüber s, zu wachen, -daß dieses unser Recht nicht geschmälert werde. Nur eine geordnete Finanzwirtschaft totti es der Gemeinde ermöglichen, sich auf jenen Gebieten mit Erfolg zu betätigen, auf denen die Initiative den Händen des Kuldusvorstandes vollständig entglitten ist: auf dem Gebiet des Unterrich tswesens und der sozialen Fürsorge. Wir behalten uns vor, mit weitgehenden ReforrnVorschlägen an Sie heranzutreten. Die große Wiener Gemeinde darf keine kleinliche Lokal- Politik betreiben, sie muß das Bewußtsein des lebendigen Zu- /» Sie EbsntpcPfen sc'tbsr. * «K« höchste« EnyatittAgn. |M des Rs»ctfei?s«, , .pg" saWO»ftoc>aassiis«aaaa)B«c«SK». sammenhangsS mit der Volksgesamtheit pflege« und ^.^r. hatten. Nur auf diesem Wege wirb sie in Berichrung komm^» mit den großen jüdischen Fragen, an deren glücklicher Losung wir alle das gleiche Interesse haben sollen. Die Wiener KriLtuSgerneinde soll insbesondere nicht teilnahmslos lbeifeitL stchsn, wenn der alte Traum unseres Volkes sich zu erfüll«» beginnt, sie soll eS vielmehr als ihre Ghrenaufgabe betrachten, an dein Mcderaufbau Palästinas mitzuarbciLen. > ■ lttssere Partei ist zur Mitarbeit an allen Angelsgercheiter* der Gemeinde bereit. An Ihnen, meine Herren von der Majorität, liegt es, uns diese Mitarbeit nicht unmöglich zu machen. sL-ebhafter Beifall bei den Zionisten.) Bei den hieraus,pargenonrmewen Wahlen gaben die ZioWsten leere Stimmzettel ab. Zunächst wurde Professor Dr. P i ck zmn Präsidenten gewählt. Er bekennt sich als Neuling, der programmatisch nur das eine sagen kann, daß er arbeiten will. Worin diese Arbeit besteht und wie sie geleistet werden soll, hierüber schweigt er sich allerdings aus. Wenn er der ihm bevor« sichenden Arbeit nicht entsprechen könnte, werde ec zurücktreten. Zum ersten Vizepräsidenten wurde Dcmvat KenLple r gewählt. Er besorgt, daß er, im Berufsleben stehend und viel beschäf-tigt, nicht die notige Zeit arvfbring-eu wende, die das Amt erfordert, und konstatiert, daß die. Wahren unzweifelhaft bewiesen haben, daß ein großer Teil der Bevölkerung national gesinnt ist. Demnach wüiLe eS töricht fein, diesem Umstand nicht Rechnung zu tragen, zuaval die Auf. gaben der Gemeinde die Mitarbeit aller Gewählten erfordern. DeshaW bedairers er den knapp vor der Sitzung enistamdenen Zwischenfall. In der Gemeinde wird große Spar» scvmkeit, Erhöhung der.Einnahmen, Veranindennng der Ausgaben und Aufnahme eines Darlehens nötig fein. In betreff, der Steuerfragen wird er auf die von den Zromsten schon wiederholt m dankenswerter Weise vorgebrachten Anregungen znrückgreifen. Auch mif dom Gebiet der Wohltätigkeit, auf dom die Israelitische Kultusgemeinde hinter ihren Aufgaben zurückgeblieben ist, wird mehr geleistet werden müssen. Er verweist hiebei auf die von großen Erfolgen begleiteten Arbeiten' der Zionisten auf sozialem Gebiet. Hierauf leistet sich die Majorität den mit Rücksicht auf die von ihr zerschlagenen Untevhcmdlmrgen wenig angÄrachten Scherz, Herrn Dr. Desidor Friedmann (Zionist) zum zweiten Vizepräsidenten zu wählen.; Protest der Zionisten gegen die Zertrümmerung be» y Kompromisses. .. Dr. F c i e d m a 5z n erklärte hierauf, die Wahl n ich t arlzunehmen, und begründete dies, mit folgenden Worten- „Wrr haben nach der ziffernmäßigen Stärke unserer gewählten Vertreter, nach der parlamentarischen Uebung und nach dem Proporz, die Stelle des ersten Vizepräsidenten in Anspruch genommen. <Äe halben dieser gewiß berechtigten Forderung keine Rechnnng getrage.n, sondern von Ihrer Majorität schrankenlos Gebrauch gemacht und gleich den ersten Anlaß benützt, um uns unser gutes Recht zu nehmen. Dieser Vorwurf trifft Sie umso se^verer, toeil Sie ein Kompromiß, bei dem wir weitestgchendes Eritgegenkommen gezeigt haben, in letzter Stunde böswillig zertrümmert haben. Wir sind nicht gewohnt, uns in unseren Rechten kränken za Eine Krakauer Erknuevnng. y Es steht. geschrieben: Teurer als die Cherubim sind dem König der Könige die Kinder Israels. Wenn sein auserwähltes Volk singt, müssen die Chöve des Himmels schweigen und es ist ein Gebot des Höchsten, daß die Sphärenmusik nicht ertönen uni) die himmlischen Heerscharen nicht einstimmen dürfen in den süßen Diskant der Harfen und Himmelstuben, insolange die Judenheit ihre Lieder nicht beendet hat. Am Freitag-Abend, wenn der erste Stern am Firmanlent erglänzt, setzt dort oben die herrliche Musik aus. Die Scharen der Cherubim lassen sich zu Füßen Gottes nieder auf den unendlichen Stufen des Thrones, über sie behalten das Saitenspiel in Händen, legen die Posaunen nicht zur Seite, stützen das Kinn ans das goldene Mundstück der silbermen Tuben, die sie vor sich aufstellen und lauschen geduldig ins Städtl hinab. Bald ist das Sabbatnmhl beendet, bald klingen die. letzten Semicothlieder von müden, friedlichen Lippen, bald sind auch die Treuesten beim frommen Singsang ein genickt — und kaum ist der letzte Don verhallt, kaum ist es still geworden in den verdrückten Gassen, erheben sich frohgemut die Scharen der Cherubim von deir unendlichen Stufen,, greifen Helle Akkorde ans den Sailenspielen, stoßen mit vollen Backen in die Silbertuben, wenden die Posaunen thronwärts und ein starkes Lied umfängt Gottes Herrlichkeit. * ( ‘ Heute aber kauern die Engel trübselig auf den unendlichen Stufen, hüllen sich in die weiten weißen Fittiche und lassen trauernd die Köpfe hängen. In dieser Nacht ist nicht zu erwarten, daß die Cherubim gleichsam nur eine Orchesterpause werden feiern können, wie allwöchentlich beim Einzug der Prinzessin Sabbat. Heute heißt's Harfen und Posaunen zur Seite legen und' die heilige Freuds des himmlischen Musizierens bitter entbehren, bis das Morgenrot keimt. Denn Simchas-Thora wird dort unten begangerr und die ganze Nacht gehört den Enkeln Abrahams, die der Herr uoiTj lucfr; liebt a'.v di? himmlisch?'.! Heerscharen. Schon möglich, daß die feiernden Cherubinr dumpf brütend von dort oben in die Dietelsgasse hinabblicken, hieher, wo ich stehe. Ihre überirdischen Angen durchdringen ja die Nebelschwaden,, die von der Weichsel her in die Gasse gezogen sind und schwer in den herbstlichen-Bäumen hängen. Verdrossen sehen sie wohl bas Treiben in den Stuben. „Das hebt ja diesmal noch, bunter und krauser an als im Vorjahr!", seufzen die Engel. Man hört die Kinder der Kinder Israels eine Introduktion mit Holzscheiben auf ben Tischen trommeln und ein arges Trampeln von groben Stiefeln dringt his in die sieben Himmel hinauf. Kann mir's ausmalen > wie das fitr die feinen Ohren der göttlichen Sänger und Zitherschläger und Tubenbläser klingt, denn hier unten am Bürgersteig, wo ich verblüfft zu den Fonstern yinanfstarre, macht's den Eindruck, als müßten im nächsten Augenblick die Glasscheiben brechen und die Dielen einstürzen. Indessen war's nur die Begrüßung der Freudennacht und allmählich' — dort oben in den Stuben ist'S beileibe nicht ruhig geworden — sammeln sich an einzelnen Toren und Ecken kleine Gruppen der Chassidim zum Zug in ihre Schul. Hier eröffnet ein Lampionträger, dort ein Rudel erhitzter Buben, die sich um eine Fahne balgen, und dort ein baumlanger hagerer ' Mann in einem lächerlich weiten Kaftan und mit ungeheuerlich langen Stirnlocken, hält rechts und links einen Knaben unter der Achselhöhle und führt seine Bruderschaft, mit den vergnügten zwei Anhängseln rhythmisch tänzelnd, auf mannigfachen Umweges in ein Hinterhaus des Iosesgäßchens. Unterwegs hatten sie bald vergessen, daß sie der freie Himnrel deckt und das verhaltene Summen ist zum Fortissimogesang angeschwolten, da sie beim Bsth-Hamidrasch anlangen. Borwihig trete ich mit ein. Blasse Erinnerungen an Nikolsburger Kindertage sind irr mir wach geworden. Der Tempel in der holperigen Hauptgaß dicht gefüllt. Ich - selbst mit einer Fahne aus Goldpapier, die von einem brennenden Kerzchen gekrönt ist, sitze neben dem Großvater. Tin förmlicher Jungwald von Papier sah neu mit Lichtern pendelt in 5Linderhänden über den Betpnlten und B''nstnng'?n der Franc-ngalwe bin und. her. Äiirdig schreiteno, i)i? geschmückten. im Arm und die ZylinderhLte am §kopf, wandern die Gemeindeväter um die Bundeslade und wohlgesetzt« Choräle begleiten sie. O du behäbige Gemütlichkeit dort drüben am Fuße des Nikolsburger Schloßberges in der mährischen Ebene, 0 du dünner Abguß! '' •" -: ' Hier in diesen engen Wänden sieht die „Vermählung mit der Lehre" anders aus. Wild wirbeln sich Männer und Greise im 5^veiS, umschlingen inbrünstig die Rollen, auf deren rot- und blausamtenen Kleidern die Steine funkeln und die goldenerr Zieraten und Brustwehren, ringsum klatschen die Zuschauer immer rascher und schärfen in die Hände. Und das Stampfen und anschwellenbe Singen übertönt bas Gegeneinanderschlagen der krebsroten Handflächenverschlingt das Klingen der vielen, vielen Glöckchen an den tanzenden Thvravollen. . < Man gafft geraume Zeit, aufgeschreckt, benommen bewegungslos. Diese Orgie löst nicht Heiterkeit aus. Diese Besessenheit ist Gottesdienst. Der vvrtoitzige Zaun-' gast hat keinen Anteil. ü? Und im aufgewü'belien Stäube rn dem dia quälrnenden Kerzen blutige Lichtkreise malen, ijt der dicken, überhitzten Atmosphäre wandelt sich der Tanz der fliegenden Barte und flatternden Röcke in ein grausige^' Mld: Wahnwitzige auf einem Krater tanzend. Stampft' nicht, die dünne Kruste berstet, feurige Lava wird ausbrechen, die Erde speit' Brände ans, die Glut' schlägt über euren Häuptern zusammen! '! O, daß sie doch gieriger nach den Branntweingläsern griffen, 0, daß doch schleuniger vom erlösenden Weine ihre Füße schwer würden, 0, daß doch rascher die Stunden dieser Nacht verflögen und mit sich sort'- risseic k;S schaurige Gesicht der haßmnloderten Sklaven' söhne, die mit aufgerissenen Pupillen uitö starren Zungen ans der hohlen Kruste ihrer Schanbgräber tanzen — 0, daß doch das Morgenrot das Graue-r verlöschte und den Heerscharen dort oben auf den unendlichen Stufen die Harfen wieder reichte irrst) die HinnnetStuben, 0, daß von neueul der Chor der Cherubim Gottes Thron umschlänge! i