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Wiener Morgenzeitung · 1920-09-30 · Heft 605 (30.9.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 605 (30.9.1920)
Date
1920-09-30
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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\ ärBtH<nr Wlen7 Donner staF r * Lerbmtd zkouistischir Jugeudgrupptn. Wir ladeu alle WÄ-egLEen zu-der Samstag den 2. Oktober, präzise 4 Uhr Vachmittags, im Lokal'der Zionistischen Sektion, 6. Bezirk, Amerlirigstraße 19, stattfindeirden Dclegiertensitzung hösiichst ein. Da die Tagesordnung äußerst wichtig ist, ist pünktliches Erscheinen unbedingte Pflicht. Gleichzeitig wird allen Gruppen unsere neue Adresse: Sekretariat des Verbunds zionistischer Jugendgruppen, 9. Bezirk, Liechtenfteinstraße 11, Tür 13 kAmtsstmiden täglich von 5 bis 7 Uhr abends), zur Kenntnis gebracht. * Eindrücke «ns Schweden. Auf Grund eigener Reisen und Erlebnisse aus jüngster Zeit wird Universitätsdozent Dr. Viktor Kraft die kulturellen Verhältnisse im heutigen Schweden (Schul- und Bildungswelen, 'Kunstdenkmäler, das enge Verhältnis der schwedischen zur deutschen Kultur' usw.) morgen um halb 8 Uhr abends im kleinen Saale der Urania besprechen. * Der Reigen"' im Kino und Schnitzlers „Reigen". Dr. Artur Schnitzler bittet uns um Aufnahme folgender Verwahrung: «Einige Kinoihoater kündigen die Aufführung' eines Filmwerkes «Der Reigen" an, mit dem Zusatz «nach Schnitzlers Reigen". Ich stelle hiennt fest,' daß der Film «Der Reigen" mit meiner' Szenen reihe „Reigen" nichts weiter gemein hat als den Titel,.,der allerdings durch den Vorgesetzten Artikel sozusagen geärgert erscheint. Da diese Aendecung keineswegs genügte, um, wie vielleicht auch der mir unbekannte Verfasser des Filmwerkes „Der Reigen* vorauszusehen in der Lage war, Verwechslungen mit der von mir verfaßten Szenenreihe und eine gelegentliche mißverständliche Benützung meines Namens auszuschließen, behalte ich mir weitere Schritte in dieser Angelegenheit vor. Artur Schnitzler." * Enteignung des Großgrundbesitz es ungarischer Magnaten. Der ungarische Hochcrdel hatte den größte« Teil seines Grundbesitzes in jenen Gebieten, welche durch die Friedens- Verträge den Nachfolgestaaten zufallen. Diese feudalen Besitze werden jetzt in den Nachfolgestaaten enteignet und an die bodenhurlgrige Bauernschaft und an Kriegsinvalide verteilt. So hat die jugoslawische Regierung das. gräflich Kh neu- Hedervarys che Fidbkominiß in Belovar unter die Bauernschaft verteilt und den alten Besitzern nur. 300 Joch gelassen. Dasselbe Schicksal steht den Besitzen der Grafen Z'selensky, Karacsonhi, Ambrozh und Nako bevor. ES handelt sich hier um'viele Zehntausende .Joch kultivierten Bodens. Die alten Besitzer, erhalten. tausend ungestempelte österreichische Kronen pro Joch als Entschädigung. * Die Berliner find Helle! Im Börsenblatt süc den Deutschen Buchhcurdel" lesen wir: Eine „Berliner Sammelzentrcrle für die gesamte deutsche Literatur- und Kunstkritik" versandte Aufforderungen an Bühnen sch riftsteller, Abonnenten' des Instituts zu Norden, uni dadurch Besprechungen aus Tageszeitungen, Zeit- und Fachzeitschriften zu erhalten. Daran ist nun nichts besonderes, solche Nnternchrnungcn gibt es schon lange. Bemerkenswerter sind schon die guten Ratschläge. die die Dame (die Leitung der neuer! Sarnmelstelle ist in weiblichen Händen) den Schriftstellern und Komponisten gibt. So meint sie zum Beispiel, daß nicht nur anerkennende Kritik den geistig Schassenden zu fördern vermöge, sondern auch Tadel; selbst die vernichtendste Kritik," die schonungslos die Fehler und Blößen eines Werkes aufdecke,' könne für den Verfasser heilsam fein. An wen "erteilt die Düme nun solche wohlgemeinte Ratschläge? Man höre und.staune: Herrn Roinein Rolland, Frankfurt ä.M., ' Neues. Theater (dort wurden die „Wölfe" dieses nicht mehr ganz unbekannten Franzosen ausgeführt), und Herrn S trindberg, Frankchrt a. M., Neues Theater (wo zum Gedenken des Todestages Strindbergs das Drama „Ostern" gespielt wurde). Am mrist-m aber werden die Unsterblichen rm Elysium sich gefreut haben, als ihnen Don. izettr einen. Brief 1 der findigen Berliner Dance zeigte, der den Poststempel vom 3. 'Juni 1920 trägt, an Herrn Donizetti, Schriftsteller, Frankfurt a. M., Opernhaus, gerichtet ist, und folgendermaßen beginnt: „Sehr geehrter Herr! Pas allgemeine Interesse, mit dem. man gegenwärtig in der Tagespresse Ihr neuestes 2Ler5 „Die Regimentstochter" bespricht . . ." Dann kommen die oben schon erwähnten guten Ratschläge.. Falls alpr Herr Donizetn. die zehn Mark auf die beigesügte Zahlkarte einsendet, wird er die bereits „für, ihn gesammelten und ausgeschnittenen" Besprechungen erhalten und hoffentlich «ms -der schonungslosen. Aufdeckung' der Fehler und Blößen seines' treuesten Werkes' so viel lernen, daß er künftig bessere Opern' und Operetten komponiert. * Fürsorge für jüdisch; Emigranten. Das Fürsorgekomitee für jüdische Emigranten ersucht neuerdings alle Bethausvorftände beziehungsweise Speirder, dis ihrewährend der hohen Feiertage für die ChnluzimHürsorgeaktion gewidmeten Beträge (Nedarim) bis jetzt nicht abgeführt haben, diese nunnrehr-cm die Continenticke Bank, 1. Bezirk, Marc Auvelsiraße .3, an das Palästina-Amt, 2. Bezirk, Zirkus- $«ife 33, oder an das Fürsorgekomitee. für silbische Emigranten, iS. Bezirk, Praterstraße 9, überweisen zu wollen. Der'Bummel und das Farbentragen an der Wien«; Unioersttät. Der Rektor der Universität hat für das Studienjahr 1920/21 die Abhaltung des sogenannten Bummels in der bisher üblichen Weile gestattet. Der Bummel findet jeden Samstag zwischen 11 und 12 Uhr mittags im Arkadenho.f Mit.! Den studentischen Korporationen werden die bisherigen Aufstelluygsplätze zugewiesen. * Tod eines Lerühmiett russischen Gelchrtcir. Wie aus Petrograd auf Umwegen berichtet wird, ist dort kürzlich.der berühmte russische Sprachforscher, Professor Alexius Schach-- matow, Mitglied der russischen Akademie der Wissenschastim, plötzlich gestorben. Professor Schachmatow war neben dem Wiener Gelehrten Hosrat Jagic die größte Autorität ans dem Gebiete der slawischen Philologie. * Der Budapester Millionendieb in Wien verhaftet. Es Nmrde derichtet,daß bei dem Budapester Juwelier Ä ach» «uch ein Gmb-ruch verübt worden ist, bei dem Juwelen"Im Werte vpn drei Mrllionen Kronen gestohlen worden find. Als THter wurde der Goldarbeiteroühllfe Johann B a X t u.. 6c*, ' gmchnet. Das Wiener SicherheilsLureau hat Nachforschungen «ingeleLtet, wnd em KrnninaLmfpeÜvr hat aat; 28. d. M. ^Zartu. rmt mehreren Diebsgenoffen in einem Hotel imzwei-' tea Bezrrk ausgeforscht und. verha stet. Ein großen Teil der bÄ 'Juwelier Bachruch gestohlenen JutvÄen ist z u- ZLande^ebracht. 1 Museum für Bolkskmkvr. Ab 1. Ditobet tritt für die Wmtersaispn folgende geänderte Besuchsordnung in- Kraft: An Sonn- und Feiert« gen von 9 bis 12 Uhr; Eintritt i3 Kronen, Kinder die Hälfte; an Samstageu von 3 bis iL AHr; Antritt % Krv.nen.: Ar LM-. Md. ALrgexMlx». Gleiter Morg«rzefkrmff Mitteilungen ans dem PMilm. 8 Verls», 6r»is. Silben xiui!» ».obre» ksutrunLvsrlcsuke 778 Lotsnlurwsir. 23, Maxlahüferatr. 98 AI Mc fi fl a M» Perifen, Juwelen, Gold, Platin und SSPi 81 BdflPSO Silber kauft und verkauft Oskar Sachs, Juwelier, IX., Aiserbachstrasse 5. fiüÄÄensStoffe.narl)Man billigst J U L. S C H I C K & C 0. e. m. b.H., I. KohJmarkt 3, Meatanln Tel. 10.896 Schreibmaschinen aller Systeme, neu und gebrauoht. Verkauf und Einkauf in der Bep ar at Br Werkstatt a lX ,Porzeilaßgasse22. Tel. 13-0-48 Ausländer! Offeriere überaus preiswert hochfeine DAMEN-LTJXUS-W ASCHE für 10,000.000 Kronen von erstrangigen Unternehmen, handgestickt, auch in Seide. Sofort greifbar. Expreosanfragen an ßoldstein, Baden bei Wien, Yösiaiierstrassc 9. m freier Eintritt an Wochentagen gegen Anmeldung am Bortag; für Mittelschulen halbe Eintrittsgebühr, mich gegen Anmeldung am Vortag. * HochMassrr i« Weststekermark. Montag abends ist in ganz Steiermark heftiges Rrgenwetter eistgctreten, das in einem Teil.der Weststeiermark Hochwasser verursacht hat. $n den Gemeinden Oberwald, Krottendorf lind Steinberg im Gerichtsbezirk Boitsberg wurde bedeutender Schaden angerichtet.' * Billiges Brennholz. Am Wolfersberg in Hutteldorf -(Zugang durch die Wolfersberg gasse) ist von den Wurzelstocksprengungen. billiges Büchen-' und Eichenholz um de,r Preis von einer Krone per Kilogramm in der Zeit von 9 Uhr vormittags bis 5 Uhr nachmittags an Werktagen zu haben. * Berhästmlg eines Kridatars. Der 30jährige Kaufmann Oskar H i I te r, zu, Bern in der Schweiz geboren, in Mailand-mlsassig, ,der von der Staatsanwaltschaft in Basel wegen, betrügerischer Krida mit einer Schadensumme von 100.000 Franken steckbrieflich verfolgt wird, wurde am 28. d. W." im Hot^l Kaiserhof auf. der Wieden, Frankenberggasse, ausgeforscht und dem Landesgericht eingeliefert.. * Anfall.' An der .Ecke der Prater- und ' der Taborstraße wurde'gestern die 69jährige Privat« Daube Pin s'ke, Untere Donmrstraße 39 wohnhaft, vom Automobil A VII508überfahren und mehrfach verletzt. * „Aretaklntzr Gold- — (M Lem Regenbogen) die gutbewährte Taschenlamvenbalterie.. * Tanzinstitut Heller. XX., Karl Meißl-Straße 2. Separatet Unterricht für Einzeln« und Grscllschakten. Arrangement für Bälle und sonstige Festveranstaltungen. Untern (fit .u«b Gchüleraufnahme täglich ab 6 Uhr abends. SamStag um 3 Uhr' Kinderkurs. * TonL-IustttuL Heimann, II., Praterstraße 43. Kurse für alle Facher der Tanzkunst. Beginn der Kinder» und Jugendkurse am 2. Oklober. * Elegante Hevrenkleids» narb neuester Fasson zu billigsten Prcüm in tadelloser Ausführung bei Ll ch o, IL Taborstraße 1 bis 3. I. Stock. * 3nternÄtionftlc Triester SNustevmefie. Für? den am 4. Oktober, 10 Uhr abends, abgehenden Sonderscknellmg sind noch einige Plätze frei. Sofortige Anmeldungen im Handelsnivseum, IX., Berggassr 16. Bereinsnachrichte«. > ds r uv p.e i n « e rhalb d e r zionistis ch e n B e, e r k s s e k t r o n H e e tz i n g. Heute um */*7 Mr abends im Bethaussaale, Xtll.. Rrinlgasie 33. B v r t r a g sa b e n d. Referenten canck. phil. P. Haller «nb cand. für. Fron) Schütz. -- Der Akademische Verein!üdrfcher VeterinSrmedi;inLr bat seine Tätigkeit wieder ausgenommen. Sämtliche Informationen erteilt, cand. med. vst. E. G e w i ß, IX., Rnigasie 8/7, zwischen 9 bis 10 Uhr vormittags. — B e r e i v i g u ugderLehrwerkstätten vu .n b Kurse d e s Jüdischen Gewerbeförderungsamtes Hapo el H aiw'ri. Samstag den % Oktober um V,4 Mr im Lokale des Jüdischen Nationalrates, 11., Taborstraße 20 a, Generalv e.rs a m m 1 n n g. Referenten: Dr. T a r t o t o-» e r, H. Rübasch o v undLeopotd R o s e »h a i'm. — Jüdisch akademischerBerein Haor. Heute. 6 Nhr abendS, Zusammenkunft im Cafö Nord, II., Kaiser Josess-Stratze 15. Referenten: Dr. Teich mann, Palästinagraphie: Kollege S p r it ch, Geschichte. — Hebräische Schulen des XX. Bezirkes. Der hebräische Unterricht in ' der Othwargaste ist wieder anfzenommen worden. Alle Schiller und Schülerinnen werden anfgefordert, heute puuklich zn ihre» Kursen zu erscheinen. _ IfrV T46WWWI&IWVV Wl* Der Marktbericht. _ ■ Die Beschickung der Märkte fiel gestern dMhwegs günstig aus, trotzdem sind di« Preise bei schwacher Nachfrage unverändert hoch, geblieben..;. In der Grotzmärktholle war das FlsvfchanHeHot sehr.groß.. Ab heute Donnerstag beginnt die sogenarmte ^rLü^arenmärkte« kam aerrügend Obst und Gemüse an, Zwetschken fehlten gänzlich.. Garntnergemüse hat-sich etwas vertouert.- Aus den.Fischmark ten. kamen frische Sesfische zu 62 bis 60 - Kranen für das Kilogramm zum Vevkanf. , W. I. W. Farbmeintriluna genau beachlen. dkachzugkr werden nicht berückichtiat. Olme Buck keme Ware. — /tsv ÄepttÄver T&ft M- BÖS de» 80. Sevtembtt von 8 btt 7,11 Uhr vormittags rosa, west von 7,11 dir 18 Uhr grau, grün. -- F r e i t a g den 1. Otto! von 9 bis 7,11 Uhr vormittags bla«, oraua«; von 7,11 ' 12 Uhr rot, gelb. __ Stafa. Freier Einkauf für alle GenvssenscKoster; Luch mitbringen: kein Nummeruzwang. Im P a r t e r t. lokal; Herren-, Damen- und Ainderfchube. Herrenwäsche vnd Wirkwaren, Herrenmodeartikel (Krawatten-Oklasion). Stöcke Schirme, Herren- und Damenhüte, Kappen, Nadler» und Kurv waren, Taschner- und Galantenewaren (Schul- und Markts laschen),,Haus-und , Küchengerätschafteu, Vorzellan-, Glasunl Emailgtschirr (Karbidlamven), Rauchrequisiten und Papierwaren Parfümerien, Seifen, Kerzen, Konserven, Liköre. I« 1. Stoch Herren-, Damen- und Klnderkonfeknon, Anzug- und Manteb stoste, Damenwäsche. Wäschestoffe. Wirkwareu, Blusen, Spitze» stone, ÄorbLnge, Teppiche, Bettdecken und Läufer, Seiden- und Halbieldenstosie, Futterstoffe und Schneiderzugehörarttkel. Verkaufs -eiten: bt§ 12 und 1 brs 7,5 Uhr; SamStag «achmittagS kein Verkauf. SenkiinteittaeveHt der HschschSle», Me», IXJ Porzellnugaste SO. Alle Mitglieder, welche sich zur Fürsorg« altton des Zenttalrates geistiger Arbeiter hi« anaemeldet habem werden dringendst aufgefordert, sich noch im Laufe dies« Woche in den Berkaufsstunden in der Genoffenschasr-kauM zu «rlde») Bühne und Kunst. Mahler-ghklnS. Ztverter Abenv» Vierte unb erste Gy«pho»le. Oskar Fried mag «m guter MahTeL-Düdett schon '.veil es nicht jedevmmms Sache ist, ihn zu dirigierend Besonders in Deutschland, wo die Maihlertsch-österveichksch^ Rote gewisse Rätsel aufgibt. Alber in Men ist man mit bisse» Sh-mphonieu förmlich ausgewachsen imb steht ihnen gang ve« womdtschafttich n<che. Sie sprechen eia« Sprache, die so ve« traut ist, daß nurn bea fremden D-ia-lckkt gleich meckkt, in de«^ sie nunmehr interpretiert werden. Es handelt sich ntcht.m» große Dinge; Reine Dempovückungen, BeMeaungüngeitz Dehnungen -— und das gerwchnte Bild ist verändert, freaf^ geworden. Gewiß hat jeder Dirigent das Recht, sei« Santa zu nehmen, aber es muß dann auch mit UdberzeugungSkvas^ wirken: An diesem Abend wollte sich diese Uckberzeugung »ichfj immer erstellen. Das all-u gvavitätvsche, dam ütnetc» Rhythmus der Melodik widerstreitende „Mäßigen" der Zeidf maße, ermüdete am Ende die Hüver, denen mit zwei Mahlepz Symphonien ohnehin des Guten fast Zuviel geboten wurde, Bei der „Vierten", die in richtiger SteigerungSanord-, nllng vor der „Ersten" gespielt wurde — daS BaavckbW vo^ der empvesfionisttschen Komposition — entFÜckte wieder ditz unvergleichliche Grazie, der Humor- und die holdsaüge Elw«! falt djeseS zwischen Himmel und Erde Brücken von Wohd, lautbauenden Tongedichtes. Fvau Chmckotte Saue« mann berichtete von den himmlischen Taselwunder» mi^ bewsglicher, klarer Sopoanftimme, hinter der sich hohe; gesantz-« riche Intelligenz su bergen scheLnt. ,! Die „Erste" hat so lange um das VevftändmS der Welt ringen muffen, bis diese Mitwelt reifer geworden tnatcj Heute liegt ihre NaturdexsunkerHeit, der drastvsche Humor^ die musikalische Ironie der Mittelsätze, die etwas kmrMch aufgepeitschte Bogeisterung klar zutage, genügend durch», forscht und expliziert von Kvvwrentatoren und Verehrern, Sie ist nmm so arriviert, daß man sie zu den häufiger ge« spielten Werken zählen lärm — ein Ersttingswenk, daS aber fertig und: ohne VoMld aus dem Haupte seines Schöpfers, sppang mch in , allen. Zügen unvevkemÄiar den Mahlerschest Stil ausgeprägt hat. Keim Wunder, daß sie einstmals über«, raschen mußte,. und durch ihre Originalität abstieß. Heute findet sie Freunde in Menge, und sie ließen sich es nicht nahmen, dieser Fremvdschast in lebhaftem Beifall für^Fricjj und das Werk Ausdruck zu geöen. Dr. St,‘ Ai, Em Bolkstheater für den geistigen Mittelstand, Die jüngste Generalversammlung des Raimund- TheaLewereines. hat beschlossen, das Raimund- T h eat e r, welches in den letzten Jahren eine Operettenbühne war, in eine Sprechbühne Au verwandeln. Die Nerteüerung des Operettenhetriebes hat so bewirkt, daß endlich wieder ein Wiener Theater den Operetten-Serienaufführungen entrissen wurde, gewiß ein ' zu begrüßender kulLureller Fortschritt. Der neue Direktor des Theaters, 'Herr Dr. Rudolf Beer, führte in der Generalversammlung aus, daß feine Bemühungen dahin gehen, aus dem Raimund-Theater ein Theater für das Volk, das bereits, vom Theatergenutzausgesperrt sei, insbesondere fü r dev g e i st i g e n M i t t e l st a n d, zu machen. Er will deutsch« Dichtilng und Werke der Weltliteratur mit Ausschluß der Gelegen hei Ls mach e pflegen und grundsätzlich auch die Experimentierliteratur ausschließen. Durch ein Abonnementsystem. - das SO.OOfl Abonnenten umfassen soll, will der Direktor Beer billige Billetpreise erzielen. Die neue Aera im Raimund-Theater, die mit dem Jahre 1321 beginnt, darf auf die Sympathie, aller Kunstfreunde. rechnen. Aus de» Theater». Z» B u v g t h e a t e r geht worges, Freitag '«Dü? Märchen vo mW ol m Szene. Begrn» 7 Uh« v Iw Schönhruu ne r S ch.t o ß t h t a t ei mlapgt morgen. Freitag, «B u « b u r h" Mr Auffühmug Begmu 7 Uhr. > , I« der St a a t s o p e r wird morgen, Freitag' •s% e 0 r e.c .ö Lu Sevilla" gegeben. Rosinej Kammer füugerm Fräulem Maria Ivogün vom Natioualtheatei in München als Gast. Anfang 7 Uhr. \ . In der VolkSoper qjf.n'öt n-.-t 7. Oktober »•«. c.c t .«r«. tztaaktiae .Over ..L > «? •.<. .k ... 4

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