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Wiener Morgenzeitung · 1920-09-30 · Heft 605 (30.9.1920) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 605 (30.9.1920)
Date
1920-09-30
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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"te 605'Mien».Donnersrag , Wiener Mvrge«zettmts M ersten Assführung. Der Text stammt von R c i ch e r t md W i l l « e r. Am Deutsche« B o l k s t h e a 1 e r gelangt, um Verwechslungen mit dem seinerzeit aufgeführten Schauspiel »Leidmschast" von Eulenberg zu vermeiden,, das in Vorbereitung befindliche neue Werk A r tz i b a t sch e ms unter dem. T i t e l „S p i e l der Leidenschaft" in vier Akten (bearbeitet von Alex. Brodh und M. Hl-rschmann) Samstag dm 8. Oktober. 7 Uhr abends, m folgender Besetzung zur deutschen Uraufführung; Nckolajewics, Herr Werner-Hrhle: Zmaida. seine Gattin, Frau Steinsteck; Vera, ihre Schwester, Fräuleiu Wessely; Ivauowics, Herr Jwald; Larissa, seine Gattin. Fi au Wagner Leutnant Szuvorin. Herr Nvwytnh; Arzt, Herr Schreiber. Spielleiter: Dr. Heinz Schulbaur. Im Wiener Stadtthe. a t e r gelangt morgen. Freitag, das Lustsviel „L i s el v t t-v ön d er P f a l z" von Rudolf Presber und Leo Walter Stein .z u r e r ft e u A' ü s-» f ü h r u n g. Haust Niese wielt die Titelrolle/ Die männlicheri Hauptrollen werden dargestellt von Maximilian B e tri d t und Hans Kurth. Die Inszenierung besorgt OberreMeur Max H ö l l e r. Im Wiener B v r g e r t h e a t e r gelangt Freitag Edmund Epslers Operette „® cnnift e r b liche L n nsip" zum 300. Male zur Aufführung. Das Programm der. Urania sür h e u.t e larcke!: V,6 Uhr (Kleiner Saal): Dr. Helene A n d e r l e,Physiologie derFraü. Ul. '/,? Uhr (Kurssaali: Professor Dr. Ludwig H ä n s e i. Deutsche Lyrik seit Goelhe. H. ‘/a(5 Uhr (5f(ub* saal): Professor Richard F i g^> o r, St mmvhysiologie und Stimmbildung. Ul. 7 Uhr iGwfter Saall: D;e seither - als Konzertinfirrnntnr. V28 Uhr (Kleiner Saal): Dr. Fritz E r ck l e r. Das Kuustgewerde reZ llasstschrn Altertmns, U. ^/z8 Uhr (Kurstaal) : Dr. Richard Korn, Ckarakter und Äntellignn, V. V»8 Uhr (Mikroskopnrsäcü): Unwerfitätsdozent Dr. Otto Storch, Das uukrosfopische Tterlebcn des Wassers, Ul. ' - ' ' , Kleine Knnstilnchrrchtett. Josef -Rose«stock, der als Pianist mod Komponist trotz seiner Jugend I«veitS große Beachtung gefunden hat — sein Klavierkonzert wurde im Nahmen des Wiener Musikfestes ausgeführt — hat eine Berufung a>ls Lehrer an die Berliner staatliche Hochschule für Musil erhalten, wo er unter seinem Lehrer Franz Schreker wirken wird. — HauS Ewald Heller, der Komponist des nn Vorjahre crufgesiihrleu „Satan", hat eine neue abendfüllende Oper „Messalina" volleildet und arbeitet an dem .Entwurf zu einer Oper nach Balzacs „Güievoa". Zuevkeuttung des VoldstheaLerpreifes. In der am . 89. d. M. abgeliallenen Slpung dcs wrejZxichrcrkoÜegiums für den.Volksllieaterprcis wurde dieser mit Stimme,rmedrheit der Komödie „Professor Bernhard i". von Arthur S'ch nitzler zugesprochen. , . . In den Künstlerspiele« Pan gastiere» ab 1. Oktober Fred b V B 0 t k e n. K u r t L f f f e tr und P h i l i p v Äescka indem Dramolett . „Opium" von Friedrich Wm N i s ch und Karl Z e s k ä. SyÄrt. Der neue Haksah-GtzortPratz grfichert. , .Nach jahrelangem Bemühen ist es dem' Sportklub Haloah endlich, gelungen, ein entsprechendeä Terrain zur.Anlegung einer großzügigen:. Sportanlage zu g-rtvinnen. Der Baugrund befindet .sich" int Prater, in unWttelbarep - -Nachbarschaft der Mcievsiv Krieau' und ist Eigentum der -Donauregilierungskontmissian, von der die. Hakoah 7einen ■ langsristigerr Vertrag erhalten ha^. Die Sportanlage, mit deren Bau noch im Herbste begonnen tverden soll, dürfte mustergültig werden., l^ie wird.einen großen Fußballplatz, Lunch ahn und sonstige leichtathletische Anlagen, einen Ile ine re n Fußballplatz, gleichzeitig Hockeyplotz, 6 bis 8 Tennisplätze, sowie einen Kinder-Spiel- und Trrrnplatz besitzen. In einem eigenen Kluühauft werden die Gaalsportsektionen des Vereins untergeb rächt werden. Die Zuschauerräume würden über 30.000 Wettspielbefuchern Platz bieten, bvrünter 4000., Sitzplätze. 'Die Leitung der' Hakoah - wird alles daranfetzen. den Vau der Anlage so zu beschleunigen, daß sie upch im nächsten Sofftnret dem Gebrauche übergeben werden kann. Der neue'Hakoah-Platz. wird'nicht nur den Mitgliedern des Vereines, sondern der gesamten jüdischen Jugend ,zü einer Stätte den körperlichen'Erholung werden. _. Kreis Oesterreich der Ziidrscherr Turnrmd SporLvererne. Bericht der letzte» Borstatzdssitzung. Kassier Läufer teilt mit, daß der Großteil der Kreiövereine mit der Abgabe der Kopfsteuer .int Nücksiand ist. Den Vereinen ist in Erinnerung zu bringen, -daß sie für jedes ordentliche Mitglied K. 3.60 pro Jahr au den Kreis übzuliefern haben. Der Jüdische Athletenklub (I.A..C.) hat sich beim Kreis angemeldet. Der VorständssiHnng wohnteHerr Abrahamaus Konstantinopel bei,, der einen Bericht über den Turn- und Sporttag des Kreises Deutschlmrd, der in Berlin vom 22. bis' 24. August, stattscind, erstattete. >. An dem Kreisturn- und -Sporttag nahmen 350-Turner, bi« aus 18 deutschen Städten gekommen-waren, teil. Die Bcratungeir zeigten, daß die krtttnvellen Leistungen zufrieden' stellend waren. Weniger-.befriedigend erschienen die rem technischen Leistungen,,-m turnerischer und sportlicher. Beziehmg. Die Tagung bracht« dio.iÄnsichL zum Ausdruck, daß, jedes Volk gesonderte Leibesübungen benötige; die. von seinem Körper, Wesen and 'Charakter bestimmt werden. Das gedankenlose Imitieren der Leibesübungen der Deutschen, Schwede,: oder Engläirder ist dein JndercMm nicht zuträglich. Die Tagung beschloß deshalb, > die Bestellung eines Turn-- und Sportlehrers and gründete sür dessen Honorierung einen Fonds, den: schon am ersten Tage 6000 Mark zugeführt wurdet. Die Aufgabe bi«se§ Lehrers ist, vorerst bei den Berliner Vereinen abwechselnd die technische Leitung zu übernehmen, sein«: Wirkungskreis dann aber später über ganz Europa auszudeh,wn. Seine Erfahrungen und Arnderungsborschlägr. hätte er dann.einem einzusetzendrn Komitee vorzulegen, das über die Anpassung - der Leibesübungen an den jüdischer VolHkörper zu.beraten hat. " - ■' ‘ .;.r ' Ten Berlinern erschien eine Verbindung mit Wien un-- erläßlich, damit unter Beihilfe Leider Städtean -die An?- richiung d?r Weltorganijation geschritten werden könne. Die in Berlin monatlich in regelmäßiger Folge erscheinende. „Indische .Turn- und. Sportzeitung" soll zum Organ sämtlicher deutschsprechender Jüdischer Turner ausgestaltet werden. Zur werktätigen rLdaktionellen Mithilfe soll speziell Wien aufgesordert -werden. Für Juli 1921 ist «ine WeltkonsLrenz sämtlicher jüdischer Turn-. und Sportvereine,, die - in Wien tagen soll, projektiert. ..>Zur -Miihilfesür-die Durchsührzmg der . notwendige,: Vorarbeit soll ebenfalls' der Kreis Oesterreich hrraugezogen werben. . . . -.lieber die Berliner Verhältnisse selbst-sprach sich Herr Abraham sehr lobend aus. Sämtliche jüdischen Turn- und Sportvereine sind ineinander verschmolzen und führen den gemeinsamen Nauteu Bar K-ochba. Sehr bewährte sich das EmLeilen -der Ostjuden ul, Sonöerriegen,. die sich technisch dort viel besser entwickeln können. Den Ansführungen des Herrn Abraham wurde die größte Ausmertsamkeit geschenkt. Die nächste.Sitzung des Kreises siudet h'ente mn '6 1!hr abends im Cäfs Eith, 1. Bezirk,/Werbertor-gasse 3, statt. —' 'Zuschristeu. für den Kreis sind an Franz Heller, 1. Bezirk, Konkordiäplatz 6, zu richten. - Züdrsche Sportler! A 1 l L. j ii b i f ch e n SpOrtvere , tte iöc’.bm ersucht, m einer dnng-mdru Besprechung heute den 31. d.-M., 7 Uhr abends in das Casö Clly, Werderisrgasse, Delez erw zn entftudcn. Ersche'neu Pflicht! Jüdische Sportler für die Wsrl-len. üikari fchicibl iw§: Die Rcichsralewoh! wird r.stt d,e jndischkn Sportvereine nicht ohne Emfluh ble-ben. Nur zu zeigen, wie ernst cs den jüdifchtn Sportvereinen mit ihrer Aufgabe ist. wurde ein Sportwahlfonds ins Leben geursrn. Die erste Zeichnung ist vom I L d i f ch e tz Sportverein H e ch a w e r eingelaufen, der trotz seiner nicht gnnstigen Finanz- Verhältnisse K 50ü gezeichnet hat. Mög-n sich d-e anderen Bwenre und jüdischen Sporllente nach' ihren. Vechälinch'n, ari'chtießen, damit dieser Wahlfonds eine kraftvolle Kundgebung.des jüdischen Sports für das bewußte Judentum.werde.. Hakoah - SchrviArmfektro«. Heute, V<8 Uhr osends. findet ,m Dranabad nach den; Damen-Traming.ein Trainings- Match der 1; Wäffrrballmannschäft - gegen W. A.-C. i statt. Folgende Spieler Kaden bestimmt zn. mchemen r . Svira, Geiger, Matzner, Kramer, Szockc, Klein, Hstschler, Frankl, Max. - I. Ä. V. Heute, Dönnerstag, tz°3 ' Uhr abends wichtige .Spirlervenamnllung im Cafe Durst, Mannschaftsaufstellung zum Wsrrsprel gegen Amateure. -Sportklub L?adima halt Samstag den 2. Ollolrw um -5 llbr-nachmittags seine 1IJ. Generalversammlung ad. TageZordnung: 1. Rechmschaftsbcricht des Piäsidmten; 2. des Leiters der Fusthallleltwn: 3. des Leiters der Gesellipkettssektion; 4. des Kassrers; 5. des Revisors; 6, Neuwahlen; 7. Eventuaüa. Die Generalvcrsammlmig findet i nt Souterrain d e s C'a .f b R e m b r a n d t.H, Untere Augarteuftraße N. statt. Mitglieder, welche mit-Beiträgen im Rückftgnd sind, genießen sein Stimmrecht. Die Ba«mgart»er HaLonh, die kürzlich schöne^Rcsnltatr erzielte, ist dem Jüdischen Sportverein Hechawer beigetreten und wird als dessen autonome Schiilermannschaft ihre We tspicle auslragen. Der Leiter und Kavitän dieser Mannschaft ist Joses Bock, der des öfteren m der Hechawer-Ersten mitwirkte. Gerichtssaal. Der Koffer des Diplomaten. Der 34iährige Kaufmann Rudolf Glück war im Vorjahre aus Budapest, wo er. steckbkieslich verfolgt wurde, nach Wien. gekommen. Hier besucht« er wiederholt'seinen bei der Lehrerswitwe Ernestine Hede netz wohnenden Bruder; von diesem erhielt er einmal den Schlüssel zur Wohnung. Diese Gelegenheit benützte er, um der Hedenetz Effekten im Werte von 74.000 Kronen zu entivestden.' Hierauf ergriff er die Flucht. Sein Bruder verübte aus Verzweiflung über die Tat einen Selbstmordversuch. Glück verlegte sich Wießlich darauf, mit gefälschten Scheinen am Westbahnhof zu erscheinen und Gepäckstücke heranszulocken. Auf diese Art fielen ihm arrch drei Reijekosfer des bttlgarischen Gesandten P. G'evrgieff, 80.000 Mark wert, zur Beute. Rudolf Glück stand gestern vor drm Schöffengericht, das' ihn des Diebstahls und Betrirges schuldig erkannte. Das Urteil gegen ihn lautete aus fün s 'Iahreschweren Kerke rs. Der BolksmiM Eine Krone --- 2,80 CerrtMes Geld. Gestern, Notierte, m Zürich: die österreichische Krone Geld . 2.80 ( 2.80 am 2S. September) dir öftere, gestempelte Krone Geld 2.30 ( 2.10 am 28 September) die tschechische Krone. .... 825 ( 8.10 qm 28. September) die Mark....... 10.12'/» ( 10-22'/x am 28. September) Agrarn ..5.15 ( 5.15 am 28 September) Warschau. ....... . —am 29. September) Budapest. ... ..2.05 ( 2.— am 28 September) Ä). SeptsM« 1920 . tötet * ■ -.. « i ■ ' > »ij-ilMiils-, Hin - Ij. Bekenntnis nnb Bewegung der BermSgensabgabe. Bon Nechtsanwalt Dr. Fakob Stadler. - - ' ■■ . - ' .. 1 GegLnftaud der VermogLNsabgabe bildet das ■ «Reiaver» ■ ' mögen" des Abgabepflichtigen. / . ' Unter Reilwermögen versteht das Gesetz L.iL'.Gesa.Nthgit aller - abgabepflichtigen sLermpgenschaften einer -Person, -vermindert um die abzugsfähigen Schulden, Lasten-und sonstigen geseh'lich zulässigen Avzugsposten. ' . ' 1. Abgabepflichtiges Vermögen: Das Gesetz Wer bie BermögensaLgaibe zÄhlt die abgabepflichtigen Verittögen-schaften im 8 4 auf. . .. I.. .%;>•' .. ' Es gehören hiehsr üir' großen und ganzen' äll-r .bewog, lichen und mGewoglichen Vcamögensobjekte, Fort«LÜriA2n-ttzrd Rechte, diim Eigentum des MgobrpMchtLgen. -stützen,,.mch ' einen Vermögenswert besitzen, gleichgültig, ob., sie Änen Ertrag abwevf-eN oder nicht. Hievon ftnfc nur diejenigen Bermögensabjekte ausgenommen, die im Gesetz als nicht abgabepflichtig erklärt sind. > In letzteren gehören noch nicht fällige Kapital-- und Rentenversichernngen unter gölvissen Voraussetzungen, Der-' sichenmgen nach dem Gc-setz über Sozialversicherungen, noch - nicht fällige Renten und -Bezüge «us einem - bestehenden oder ' beendeten Drenstverhältmffe, EntschadigungSsunlmyr für, durch Körperverletzung oder KrÄikheit berLorene oder ver», ’ minderte Erwerbsfähigkeit,^ Rentenaus' Pensions-, Witwen'--' und Waisenkassen, Gegenstände, die für den gotteMenst»' lichen Gebrailch gelveiht sind (Sakratien) und unter gLtyiffett Poraussetz-ungen HMiö'haltnngß- und . Wohnungseilr.vichtungs» gegenstände, lNöbelstücke, Kleider und Gebrauchsgegenftände.. Tie AbgaHePsticht» von Hauselncichtrlttgsg^?nftänö<m,. Möbeln nnb Hausgeräten, Gerl'ranchSgsgensttinden-, wie Kleidern, Wäsche und dergleichen, ferner ' Schmück-, undl Zierfachen, Kunstgegenständen, Antiquitäten, Mürrz-ervsamullungen wird im Gesetze wie folgt geregelt: Während die dem BetrieLe eines Geweübes, einer, Sr, lvsrbsunterne!hinmlg, oder einer auf Gewinn Derechneten, Beschäftigung dienenden Gegenstände (Fundus instruktuS einer Landwirtschaft, Jriventar eures Hotels, Einrichtung und- Wcrkzeuge einer Werkstätte, Möbel und Einrichtung eines J; Geschäftes oder eines Virroaus) aibgMepMchtig sind,, hat daö i Gesetz die in tatsächlicher Verwendung des Abgabepflichtigen im Haushalt (auch in mehreren selbst benützt-rn Wohnungen) ftehwrden Möbelstücke, wenn sie auch Kunstgegenstälwe, Hnti? : qnitäten oder Luxusgegenstände sind, als' abgabefrei erffärti,. Ebenso sind die für den »gewöhnlichen" - Gehvauch her-- HaushaltungsangLhörigLN .— nicht für Gäste cder - außer» - ordentliche Anlässe dienenden EhgerAe>- sellbst dannwenn sie aus Edelin-elalt, Gold, SÄber, Platin hergeifiülltsiwd, ferner auch aus Edelmetall hergestellte Tascherruhren 7 oder andldeve Ähren — mich an größerer Zahl - sofertte sie zum Tragen arn Körper bestimmt sind,- sowie.-Porträts/ ' vom FänMena-ngehörigen olbgabefrei. ' i - Alle HaUZHaltuntzZ- .und Einrichtungsstücke, Kleider und sonstige bewegliche Sachen, dis dem. persönlichen Ge» brauch oder BeLbrauch des Abgabepflichtigen (nicht einer, Erwerbsunternrhumug oder einer auf Gewinn gerichteten Beschäftigung) dienen, sind'—- sofevne sie vor dem 1. Augusi 1914 erworben worden sind — ohne Rücksicht auf das Por- , handenfein des Bedarfes von der Abgabe befreit.. Nur dann, wenn diese Sachen seit dem 1. August 1914 in entern den „gewöhnlichen" Bedarf des ZlbgachepfiWigLn., übersteigenden Ansnmtz angefchafst worden sind und einen" Gesamtwert von lueijt als 26.000 Kronen haben, ist der . Mehrwert abgabepflichtig. - . , , . Die''Frage, ob diese während, der Kviegszcht angeschafften <Äsbrau6)Sgegenstände. den persönlichen Bedarf einer. Person übersteigen, ist nach den Verihältiniffen dieser Person am 1. August 1914 — nicht nach dessen gegenwärtigen Per- Haltnissen — M beurteilen. , ^! Bibliotheken, die dem persönliche« Studium des Ab- ... gabepflichtigen dienen, sind von der Abgabe befreit. '>. Sonstige. Vermögensobjekte, denen Luxuscharakter zu--. kommt, wie Gebrauchs-, Schmuck- und Zievsachen, die ganz., oder teilweise ans Gold, Silber, Platin, Perlen oder Edel, steinen hevgestellt sind, unterliegen der BernrügenSabgaKe,/ wenn sie während des Krieges (seit 1. August 1914) ent*' geltlich (durch Kauf, Tausch usw.) angsschafft worden sirch, soferne die einzelnen Stücke oder die.im Verkehr als Ein-- . heit behandelte Mehrzahl von Stücken einen 8000 Krone« übersteigenden Wert besitzen. - ■ $ Vorausgesetzt wird demnach Erwerb während der Kriegszeit bis zum Stichtage (30., Kuni 1920) auf enigelt»! siche Art und Weife — nicht, durch Schenkung— ferner ' daß der Wert jedes Stückes oder der eine Einheit LÄLen«-' den Mehrheit von Stücken mehr als 5000 Kronen beträgt Das gleiche gilt für Kunstgegenstände und Antiquitäten» nicht kuvsierenLe Münzen.und Denkmünzen, .die des Krieges angeschafft wurden. --, . - - - ' - Wenn also Gebrchuchs-, . Schmuck-' und' Zi^chHen.- ' obiger Beschaffenheit h." aus EdÄmetall hergefteU "^ - vor dem 1.' 'August 1814 -im Besitze des WgabepfRchtMLi» - ' -waren,- oder während des Krieges unentgeltlich erworben,^' worden sind, so unterliegen sie der A'b,;obepflicht - nur dächä/ wenn die einzelnen Stucke oder die im Verkehre als Mehr« ' heit behandelte Niehrzahl von Stücken, den Wert vo» 5000 Kronen übersteigen, und wen,: überdies die Kicsamtheit' der erwähnten Lnxnsgegenständc, die sich im Vermögen de« Abgabepflichtigen besiitden, ein-rn 75.000 Kranen übersteigen^', deü Wert besitzt.

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