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Wiener Morgenzeitung · 1920-09-29 · Heft 604 (29.9.1920) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 604 (29.9.1920)
Date
1920-09-29
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 604 Wien. Mittwoch . .Wierrsr- Morgenzerrrrrift schlechtskrankhetterr eine svutlauseilde Zahlung der Geschlechts-- kranken wie in den nordischen Staaten. Hiezu fehlen jedoch dermalen noch die gesetzlichen Bestimnümgsn über eine Anzeige- Pflicht bei Geschlechtskrankheiten. r Im BoUsgesundheitsamt worden eingehende Studien z» dintzm Gesetzentwurf, betreffend die Verhütung und Bekämpfung übertragbarer GoichlrchtslranlhLitengepflogen; durch dieses "beabsichtigte Gesetz soll unter anderem auch eine fortlaufende Zählung der Geschlechtskranken gewährleistet werden, tlnt aber wenigstens eine Ueberftcht über die Zahl und Verbreitung der Geschlechtskrankheiten in Oesterreich zu gewinnen und auf' dieser Grundlage die Vekämpsungsmaßregeln aufbanen und in ihrem Erfolg beurteilen zu können, erscheint die ehestmögliche Vornahme einer Zählung der Geschlechtskranken dringend notwendig. Eine solche Zählung läßt sich nur so durchführen, daß ttkle Aerzte.des Reiches die in einem genau bestimmten Zeitabschnitt von ihnen behandelten Geschlechtskranken in den Kmtlich aufgelegten Zählbogen ein tragen. Um Zufälligkeiten, die bei kürzeren Fristen leicht mttsvleieir können (Wochentag, Sonntag. Monatsanfang und -Ende usw.) möglichst auszuschalten, soll.sich die Zählung auf einen längeren Zeitraum erstrecken. Es wurde hi'efür die -Zeit vom 15. November bis 14. Dezember 1020 .gewählt,.- weil diese erfahrungsgemäß die durchschnittliche JahresMer an Erkrankungen' aufweist. Wenn diese Art der Zählung in erster Linie an die Unterstützung und Mitarbeit der Nsrztefthast große Tuforberungen stellt, so setzt sie aber auch bet der Bevölkerung ein verständnisvolles Eingehen auf die Absichten des Gesrchdtzeitsiamtes voraus. * * - Dieses Verständnis zu wecken und zu fördern.-ist wieder eine- Aufgabe, die ohne wohlwollende Mitwirkung der Presse nichts gelöst werben kann. Diese ist vor allein berufen, alle.Schichten und Kreise der Bevölkerung dahin aufzuklären, daß die Zählung nicht nur den Kranken zugute kommt,, sondern vor" allem auch den Gesunden, welche vor den Geschlcchtskraukheiteir. bewahrt-wakden sollen. Die Presse ist es auch, welche andererseits die Befürchtung zu zerstreuen hat, baß durch die Zählung das ärztliche Geheimnis nicht gewahrt werden könnte. Denn es ist natürlich BorsorAe getroffen, daß. die Namen, der Geschlechtskranken ittetitmtfc anderem als dem Arzte ihres Vertrauens bekannt vmben und bleiben. Brot in Wien — in Ueberfluß. Die schlechte Beschaffenheit, welche derzeit-das Brot infolge der fast SOprozenLigen Maismischung anfweist, hat vielfach zur Folge, daß seitens weiter Kreise der Wiener Bevölkerung, so dringend, dieselbe ans', die MinimalLrotqrrote angewiesen 'ist, bas Brot von den Ratzvüierungsstellen ent! neder überhckicht nicht oder doch üichL'-in vollein Wswaß äbgcholt.tvird, da das spröde, brüchige und gLschmackwidrige Brot, .nahezu ungenießbar ist und Ö ie Bevölkerung lieber sich andere Lebens^ mittel, iKartüfseln usw., kaust. In. vielen Rayonierungs-- -stellen wird in diesen Tagen den. Knuden Brot auch weit Mer die Quote der rayoni-erten- Menge zum Kansr angevÄten, ohne daß jedoch die Bevölkerung von diesem unter anderen Verhältnissen verlockenden Angebot irgendwelchen Gebrauch macht. Ae«derrmgen im Schuellz«gsverkehr Mit Rücksicht aus notwendig gewordene Versehrs-- änderüngen im Ausland tverden int Zusammenhang damit auch auf den österreichischen Eisenbahnen anfangs Oktober folgende Aenherungeu inr. Schnellzugsverkehr Platz greisen: Dev Schnellzug Wim-Westbahnhof (ab 7 Uhr ,'45 Mnitteir früh über Leoben—Klageirsurt—Bislach nach Tarvis (Venedig—Rom), derzeit Mpntag, Mittwoch und m m m it-i Wd aß i&A WS m M / Heute präzise halb 7 Uhr abends Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. SehÖnfeM aus London über ,MisracM und Aufbau ErezJisroefc“ im Saale des -„Hotel Bayrischer Hof“ II. Bezirk, Taborstrasse Tgf'S&'Vft m fS? TS* 73t ÄuSkürrfte und Ratschlsge in Angelegenheit der Optio« für-die öfterreickiffche Slaatsbürgerscbast werden im Jüdischen Natiorwlrat, U., Taborstraße 20 s, täglich mit Ausnahme des Samstags und Sonntags von 3 bis 6 Uhr nachmittags erteilt. * Adolf Grftnv-Stkfturrg. Leopold Löwh, Schaffa, K '20, bisher K 82.647. * Zionistische Ortsgruppe Mödling. Cnzersdovferstratze 0. Heute um 8 Uhr abends im Sltzungssaale der Kultusgemeinde Mödling, Enzersdorfersiraße 6. Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsberichte (Tätigkeitsbericht, Kaffenbericht. 2. Wahl LeS ÄuSschnffrS, Bericht drS Natjoualiondskomrmssars). Bericht des Jngendrrferenten. 5. Eventualia (Wahl der Delrgurten zum Parteitag nsw.). Pünttstches Erscheinen Pflicht. Gäste willkommen. * Der Jüdisch-akademische PhUosopheuverein teilt mif. daß er seine Tätigkeit für das Wintersemester 1920/21 bereits begonnen hat. Milgliederaufnahme sowie Ausknnsterteiluna bczüglich Inskriptionen, Stundenvermitrlung usw. in den Amtsstunden täglich zwffchen 11 und 12 Uhr im VereinSheim, lX., Türkenstraße 9. * Das Pamphlet gegen die Brrdapefter Mischen BtgatsLeamte». Aus B u d a p t ft wird berichtet: Bor kurzem erschien hier anläßlich der Beamtenrestauration ein anonymes Pamphlet, in welchem sämtliche jüdischen Beamten sowie diejen gen, welche dem Frennamerbund angehören, sozusagen angeprangert werden. . ES verdient hervorgehoben zu werden, daß dieses Pamphlet unter der Beamtenschaft der Stadt Budapest eine große Erreg« na hrrvorgrrufen hat. umsomehr als der Autor oder die Autoren der Schmähschrift ohne Zweifel unter der Hauptstädtischen Beamtenschaft selbst zu suchen sind. Der Erregung der Beamtenschaft über dieses hinterhältige, unkollegialeBorgrhrn verleibt nun ein Antrag Ausdruck, dm der Beamte Rudolf Bossamyi- Ahiivas, ein Funktionär des Nationalverbandrs der hauptstädtischen Angestellten, dem .Ausschuß dieses Verbandes unterbreitet hat. Dergenannte Beamte fordert, daß das Vorgehen der Autoren des Pamphlets in schärtster Weise v erut tttlt unb der Autor, falls er.Mitglied des Verbandes sei, auS dem Verbände aus ge stoßen werde. Im letzteren Falte soll der Verband auch die Einleitung desDiSziplinarversahrens gegen den betreffenden Beamten durchsetzen. * Der susgepfiffene Eisenbach. Am letzten Samstag fand im Stadttheater eine Nachtvorstellung zugunsten der durch die Hochwafferkatastrophe geschädigten Iichlrr Bevölkerung statt. Die Vorstellung nahm ihren Beginn uud die mitwirkenden Künstler fänden reichen Beifall. Das Bild änderte sich jedoch, als der unvermeidliche Ersenbach austrgt und als Wiener Fiaker Are Ostjuden in der genieinsten und — da es sich um eine Wohltäligkeitsveranstaltung handelte — taktlosesten Weise verhöhnte. Es entstand plötzlich ein Zischen, Pfeifen und Johlen an allen Ecken und Enden des Theaters. Erfenbach stavd wie ein begossener Pudel da. die Demonstration hatte rhm die Rede verschlagen. Als er die Sprache wiedersand. sagte er resigniert: „Mir scheint, es sind Zionisten da!" und brach das fatale Thema ab, indem er seinen Schmus ans ein anderes Gebiet lenkte. Herr Erfenbach möge sich gesagt fein lasten, daß er außer seinem Stammlokal „Mar urid Moritz*, wo seinen zotigen Possen ein würdeloses jüdisches Publikum Bestatt klatscht, überall, wo selbstbewußte Juden anwesend find, eine Niederlage erfahren muß. Hoffentlich wird ihm der Samstagabend eine gute Lektion sein! Freitag, wird vom 2. Oktober an Dienstag, Donnerstag und Samstag Verkehren. Der Tagesschnelhng lTarvis—Wien-Südbahnhof (an 9 Nhr 40 Min. abends) bisher Dienstag, Donnerstag und Samstag, verkehrt vom 4. Oktober an Montag, Mittwoch und Freitag. Es entfällt somit am 17 Oktober der Tagesschnellzug von Wien nach Turins und am 2. Oktober ^>er TageZschnellzuo von Tarvis nach Wien. Die Nachtschnellzüge in der gleichen Strecke bleiben vorläufig unverändert'. Die- Tagesschnellzüge Wien-Westbahrchvf—Innsbruck wechseln gleichfalls die VerkehrStage; es verkehrt der Schnellzug ab Wien-Westbahrchvf (8 Uhr früh) vom 1. Oktober an nur mehr jeden Montag, Mittwoch, Freitag, und in der Gegenrichtung der in Wien-Weftshahnhof um Ä Uhr 10 Min. abends ein treffende Schnellzug vom 2. Oktober an jedem Dienstag, Donnerstag, und Samstag. Der nach der bisherigen Einteilung am ,30. September fällige Tagesschnellzug Wirn-Westbahnchos—Innsbruck und der am 1. Oktober füllige Ä7genzug JrrnsbruckT—Wien-Pestbahnhof entfallt. * Jüdische Volksschule in der BrigiLtenau. Einschreibungen ..werden noch am Mistwoch den 29., Donnerstag dm 30. d. M. und Freitag den 1. Oktober zwischen 2. nnd 4 Nbr nachmutags, XX., Denißgasie 38, entgegLttgenomnierr. Ausmn'>ie werden überdies in der Sckuou XX der Znniichschen Organisation, XX., Karl Meißcl-St-.ape 5,. erteilt.- ' * PilzVanderung. Sonntag den 3. Oktober findet eine frei zvgätrglkche P i l w a n d e r n n g sinn. Treffpunkt ',7b Uhr vonmttaa^. Endstation Sicvrrinfl. Führung dmrt) die Leiter rer Wiener Wzauskmütsstesieu der Land w t v t s viwi M l ' cf\ c n n v en o f v k < b v* H --1 l e * Palästinenfifch« Briefmarken mit hebräischem Aufdruck „Grez Israeli Das Bureau des Jüdischen NastonalfoudS, Wien, il.. Zirkusgaffe 88, teilt mit, daß sämtliche Marken mit hebräischem Ileberdruck bereits vergriffen sind. Die .nächsten Briefmarken werden ans Palästina in der Nachfrage eimgerrnaßcn emsprechender Menge erst im Laufe der nächsten Woche eintreffeu und zum Stückpreise von X 80 für die niederen Werte, von X 40 für die höheren Werte verkauft werden. * Heimkehrer au» Sibirier» mit Fra« und Kinder«. Aus Linz wird berichtet: Bon den 370Heimkehrern, die vergangene Woche aus Sibirien hier eintrafer^ brachten 27 Frauen mit, die-sie in Sibirien geehelicht hatten. Elf Ehepaare kamen bereits mit K i u d e r n i u i h r e H e i m a t zurück. * Die Ahr i« klasfische« Altert»«. Die jüngst rrschieurne zweite Auflage des bekannten vortrefflichen Werkes von Hermann DielS „Antike Technik" lLeivzia. Tenbner 1920) stt durch ein neues Kapitel über die antike Uhr bereichert worden. , Wir erfahren hier, daß vor allem die Sonnenuhr ungemein verbreitet war. Man hatte Uhren von den größten bis zu den kleinsten Forniaten ünb in einer Fülle der Muster und Systeme, daß man den fruchtbaren Scharfsinn der Techniker nicht aenua bewunder« kann. Daneben tauchten, schon weck die Sonnenuhr nur tags und bei unbedecktem Himmel gebraucht werde« kann, ichou früh mechtUtisÄe Uhren auf, und'zwar meist in Gestalt von Wu'sstni!-'ett. Es gab Wasseruhren von so seiner Konstruktion, daß der Ar,u Herophrlos von Alexandrien sogar den Puls mit Hilfe einer solchenUdr.messen konnte, Em andererarotzer.Arzt des Altertums, Galen, hat em beivndcres Werk über die Ulirmacherlunst geschrieben. Als '\\\\e«td cku liche sJirstr»'«ent beiGerlchtssitzuntzM wird die Wasseruhr schon .u einer Komöd-.e des A:isiovbau-cs mvähnl. Der Er« sinder ec- Wrck-..uhr aber ist kein Geringerer als de-, große Pinlosovh Plaiv: Er ver!-a:-.d. die Wttffrahr mit einem Kavttl' Heber, der bas filö^likh' tu uu Geiaß SciabfHrjc« läßt, ivodurchdie darin tornvruniettellast einePfenezum Ertönen dringt. Auch Zeige'-nyren mir Zifferblatt kaankr d?-< ltaffische Altermru bereits arid auch 'LchlaunNrkn, d:e den Ä.' tauj ».e,- Stunden ' du'.ch^Hembrall''« emer Kugel in ein mst-cküncL Schallbeckin! ,-29. Schsember 1926 Seite 8 -———-———'---—- - I > U - * Attatole Framee. Die. Pariser Blätter melden die bevorstehende Vermahlung Anatole I raue e', der nrmmchr vollkommen wiederbergestellt ist, mit Fräulein Emma- Lbpre« volle- Die VermShlmig. dürfte im Laufe des Oktober statt» finden. * Die Ahr als Prophet. In dem Saale d»8 Schlaffes zir V e r s a i V\ e s, in hem sich der französische Senat und die Deputierjonkannner als Kongreß zur Wahl des Präsidenten versammeln, befindet sich eine Ul,r. die. so vft^die Versammlung zu* iammeutrikt, auigezogeu wird uud siedzchn Tage in Gang bleibt. Nach der Wahl des Präsidenten D e s ch a n r l war die Uhr aber schon am Wahltag selbst abends um lj.ß Uhr stehen geblieben. was damals bereits als ein böses Omen gedeutet wurde. Der Kastellan des Schlaffes,' der mit dem Ausziehen der Uhr betram ist und der auch bei der diesiualigen Wahl wiederum um 9 Uhr vormittags seines bedeutungsvollen Amtes waltete, gab damals bereits seinen Bedenken über das böse Omen für Deschanel Ausdruck, wurde aber von allen wegen seines Aberglaubens verlacht. Die Ereigmffe haben rhm recht gegeben und er schwört Heute, mehr denn je, auf die zukunstlündrüde -Bedeutung des Uhrorakels. * Die Erde zittert. Aus Catania wird gemeldet: Infolge eines Erdstoßes sind in der Gemeinde V i a r r e mehrere Häuser ein gestürzt. Opfer an.Mevschenlebm find nicht-zu. beklage». Die britische antarktische Gxpedtti»« abgegange*. Aus L o n b o n wird gemckdet: Die britische antarktische Ehe-.. ditwn unter der Führung Capes ist heute abgegangen. Die Reise wird sieben Jahre dauern. * Der australische Premierminister veruRglückt Ans S i d n e v wird gemeldet, daß der australische Premier-- , minister H v g h e s bei einem Ritte vom Pferde gestürzt ist und bewußtlos liegen blieb. Er wurde in seine Wohnung geschafft. * <8i*e ukrainische UniverfilLt in VstgaliMv. Avs Warschau wird dem „Kurier Lwowski^ berichtet: In der nächsten Sitzung des Landtages wird die. Regierung einen Gesetz-- .entwarf, betreffend die Gründung einer ukrainische» Universität in Ostgalizieu einbrrngen. Die Universikät wird wahrscheinlich in Stanisla« oder in Kolomea errichtet werden. * Miene« Kinder aus Schwede«. Der vierte Mckttausport aus Schweden (Provinz Holland, Bleckinge, Aelfsbvrgslän und Bärwland) trifft' Freitag den 1. Oktober ust 9 Uhr 20 Min. früh am Nordwestbabnhof ein. * Diebe im EifenbahnMg. Aus der Fahrt voa Auffee nach Wim wurde am 24. d. M., nachts, in einem Svdbrhnzug der Frau Rikka O ft e r m a n u, Alserstraße 53 wohnhaft, ein Reticule aus dunklen Perlen gestohlen.' Es enthielt Schmückgegenstände mit Brillanten im Werte von K 150.000. Der dringende Verdacht der Täterschaft lenkt sich gegen einen ungefähr 40j8hrigcn Mann und eine 35jährige Frau, die in Leoben in den Zug gestiegen sind und ihn in Mödling verlaffm habe».- Auf die Zustandebringung der Juwelen ist eine Belohnung von K 8000 ausgesetzt. * Schmuck um drei Millionen gestohlen. Wie bereits berichtet, wurde am 15. d. M. die Anzeige erstattet, bä# auS dem 'Geschäfte de8 Budapefter Juweliers A. BachruchS Nachfolger durch Einbruch Juwelen im Werte von drei Millionen Kronen gestohlen worden sind. Als Täter kommt dev ungefähr 20jährrge Hilfsarbeiter Johann Bartu, auch B a r t a, in Betracht. Die geschädigte Firma hat auf die ÄUSforfchung und Berhatuug der Täter eine Belohnung von K 5ÖCÜ und auf die Wiedererlangung des Schuckes eine solche von 10*/, der zustandegebmchten Juwelen ansgesetzt. * Die DaxerhöyMg des Platzfuhrwrrkcs. Die niestuösterveichische Landesregierung hat von Mttwoch best 29. H.M. an sämtlichen mit Fahrpreiscvlzeiger ausgestatteten Platzfuhr- , tverken die Einhebung der zw an z i g fachen Nachttaxe bewilligt mrd weiters, den Fiakern gestattet, für,Me .ersten 10 Mnuten SO Kronen, für je weitere 10 Minuten '30Krönet vom Fahrgast zu verlangen. Fahrten zu den Rennm in' . der Freudenau wrd zur Trabrennbahn bei der Rotunde sowie Spazierfahrten (Luxusführten) in den Prater sind süv das.' gesamte Platzfuhrwerk vom Tarif ausgenommen und.imterliegen der freie u Vereinbarung. * Eine Nichtigkeitsbefchwerde tm Prozeß gegen den Spürst Horochowsky. 'Bekanntlich wurde der des Raubversuches an' dem Juwelenhändler Isidor Laue zt inr' Hotel Astoria angeklagto ehenialige Kundschafter Anton Horochotvskh nach zweitägiger Verhandlung von den Geschwvrnen bloß der fahvlässigen KKperbeschädigung schuldig gesprochen und zü zwei Monaten Arrests verurteilt, welche Strafe als durch die Untersuchungshaft verbüßt erklärt wurde. Gegen dieses Urtetb hat nunmehr, wie uns aus dem Landesgericht gemeldet wird, Erster Staatsanwalt D'r. Niggl die Nichtigkeitsbeschwerde angemeldet. ■; * 61 Kinder erkrankt. Im XV. Bezirk, Wmmsergaffe 8, ist ein Kinderheim, in dem^tagsüver Kinder in zartnn Alter betreut werden. Sie erhalten dort auch Nahrung. Gestern machten die Aufsichtspersonen die Wahrnehmung, daß rm-rlne. Kinder Anzeichen von Unwohlsein zeigten. Nach und nach erkrankten fast a l l e K i u d e r. Die Rettungsgesellschaft rückte' mit drei Hilfszügen aus. Sie fände« 61 Kinder in verschiedenen Stadien der Erkrankung vor. Der einzelne» zeigte sich der Zusta«d d e d r o b 1 i ch. Die Aerzte brachten die Kinder i» verschiedknen Spitäler unter. Dian vermutet, daß die Erkrankungen durch dm Genuß von An's landskäse cingetrete» sind. Darüber ist eine Untersuchung eingrleitet. Der Kindergarten' ist von der Kommune Wim geführt. Das städtische Gesundheit^ - amt hat über das Besinden der unter Bergiftungserscheinungen erkrankten, Kinder noch am Abend in dm einzelnen Krankenanstalten, in denen sie untergebracht find, Erkundigungen eingeholt und in Erfahrung, gebracht, daß bei der größeren Mehr» zahl der Kinder die Krantheitscrfchcinungen schon i« R ü ck* g a n g begriffen sind. Einige zeigen noch schwerere Krankhei^-' symptome. Aber auch bei diesen Kindern hoffen die Aerzte, dä8 :! dir Gefahr überwunden ist. * Karttschukstemp^l innerhalb, zwölf Srunden liefert f Gustav Tintner, Ti., Mariahilserstraße 101, IN.. Ungar» gaffe 10, l V.,Wicdner Hauptstraße 51. XVII.. Otiakrmgerstraße 86>- * Elegante Herrenanzüge unballe anderen H-rreffr' Bektei>n'nasartttel in tadellosester Ausfertigung liefert fertignnd - rräch Maß billigst Ludwig S p e r l i n g e r. Wollzrrje tzL--, * Die Speditionsfirma ikeo Mayg, N. Fer-ünanoSstraße M. übernimmt z» den billigst;» Tarfffatzen - tmßimitt aller Art nach Rumiim-rn rer Schiff mit Umladung -m GiuetziU,.- uud loiV'ic ijfi -.'i’.ibii miitcTs direkter SpiJrskzstgt v«ch C : r n o w i tz. - * Prugrammnrechse! im VLat nolr. Das »utc sensa-. i'onelle Offobcrr.->r-oaminm steht unter der Devise ..Da- Veste von»-' Taille, der delirbie Kn lest ar. iri'r ri Ytm?Vn»t* v.f iv-MMil-iä’ „-Ter Ifi'tv All" Die -.is.j»- .W«Ää»»-«L S»ma®c&ä iraosa l. ßtr- : .. .-.? — i\ i i fe> ‘iii '4» 2w. in*, “v? i’-’ü. - ,!•- i.:i i .i ... <l Jiesa?js.33sa c&I»«».!

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