Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 593 (17.9.1920)
- Date
- 1920-09-17
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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SirT593 Wien. Frettags Wiener MorgenzeiiunA 17. September 1929 ÄKte 5 Verhältnisse zur Gesamtzahl der unterernährten Kinder genießt doch nur ein Bruchteil das Glück.der Auslandsreise. Andererseits verlie.eu auch die aus dem Auslands Hmmgelehrten bald das Mehrgewicht, da sie die t alte Lebensweise aufzunehnteu gezwungen sind. , Die Ausländer, die unsere Kinder, bei ,sich aus? Nehmen, sind keineswegs ausschließlich Mi.'lionä.e. Mau muß nur den.guten Willen besitzen, den nnterednähr-ten, Kindern Helsen zu »wollen, 'sie nicht an der Wiener Krankheit, der Tuberkulöse, zugrunde gehen zu lassen,, dann wird gar mancher' finden, daß er durch einige Wochen am Kind ' Mt den' setzt stberalt erhältlichen Lebdnsmittelu beschenken könnte. ,Es' kommen natürlich nur. Höchchertig2 - Nahrungsmittel: Kondensmilch, Mehl, Reis, Butter, und Feite usw. in Betracht. Bei' der im Vormonat, in Karlsbad stattgefunbenen Welth ilfs ko n fe'r'e'n^.erhob ein amerttatti j ch er Delegierter den ' Vorwurf, die'' einheimischen Re.:chm' der UnterstützungZbehttrstigen. Länder seien..de--, moralisiert, sie entziehen' sich ihren Verpflichtungen. Mp appellieren an. die, jüdische Oessentlichkeit, durch kräftige Unterstützung unserer Mions diese Anklage zu entkrästigen. Wir müssen dem Anslande zeigen, daß wir unser Pflichtgefühl in den schweren Zeiten nicht. eingebüßt haben, daß wih das möglichste tun wollen, mit aus eigener Kraft unserem. Elend zu steuern. . Wir.bitten die Liebesgabenspender sich in unserenr Sekretariat zu meldetr, wo alte erforderlichen Auskünfte bereitlvil'igsL schriftlich wie mündlch Montag u n d M i t t w o ch von 4 b is 6 Uh r n a ch mit tags erteilt we^d-en. - \ .. , »To werden die Köpfe fliege» . . Aus dem Briefe einest - deutschen ' Adeligen, der Wilhelm II. vor kurzem, auf. Schloß Doorn gesehen hat, veröffentlicht die nächste Nummer von Stephan Großmaniis „T a g e b u ch" folgende MitteilungNoch stärker als je wechseln bei Wilhelm, dem' Letzten,' Zeiten des Uebermnts mit Zeiten der Nicdergeschlage)ihcit. Ich traf ihn-, bei seiner Lieblingsbeschäftigung im V-ald'e, beick Bäimrefällen. Sein Gesicht ist alt geworden, ganz zerschnitten von tausend tiefen Furchen und Runzeln Uno Gruben. Das Auge, ehedem glänzend, ist stumpf - geworden. Er tat mir, als ich in sein ' znsammengeschrümpftes Gesicht schaute, leid. ' Man hat' nicht mehr die geringste Lust, Karikaturen von 'ihm zu machen. Wie sein- Schnurrbart nicht miche hinaufstrebt, so ist er selber geworden; müde, grau, ohne den' alten, gefährlichen Glan. Er. -redet nicht mehr mit. überlauter Stimme, er ist recht still geworden- Einige Tage -später traf ich ihn wieder. .Er war mitten'in der gesunden Arbeit des BänmefällenS,.' Mesmal vielaufgekratzter'.''Mt wahrer" Wüt hieb er.in einen Baumstamm. Schweiß perlte ihm von der Stirne. In das--Augeauch heute ' merkwürdig tot, kam 'plötzlich ein Blitzen, und während er in weitem Bogen ttttt der Axt <msholte> sagte erplötzlich ingrimmig — das Beil schnitt indes tief ins Mark des. Baumes: „S o w erden die Köpfe fliegen, rechts und links, wenn ich nach Deutschland z u rückte hre." Das Anwesen d er Film sch ulen. ' Schon seit längerer Zeit wurde daraus hingewiesen, daß vielfach Inhaber sogenannter Filmschulen ihre Zöglinge arg mißbrauchen und ausbeuten, ohne ihnen -irgendetwas zu bieten,' am allerwenigsten Unterricht. oder die verlockenden Stellenangebote, von denen viele junge Leute träumen, wenn sie von den Riesengagett der Filmstars lesen. Eintzeleirete Erhebuntzen führten zur Verhafwttgi,des ,,Direktors" und Besitzers der Film-B-ertriebs-' «nd. -Verleihanstalt - Oriental- Film, des Franz Bruckmüller, 8er dem Künstlernamen^ „Direktor Harry" führt und Artist ist. Es wurde festgestellt, baß Bruckmüllev 'Mit seiner früheren Braut, der 'Artistin AnMr Pfeiffer, angeblich, ein Filmleihinstitut - und eine -Filmschule betrieb. Unter - den hochtrabendsten Versprechungen wurden in Inseraten Schüler für diese FMschüle «»gelockt. l- Junge Leute kamen in großer Zahl mit derr stolzesten HosfnilrigStt, bald ein zweiter Psylander oder eine,-Heuny--.Porten zu werden. Sie mußten sich vorerst einer.Talentprobe unterziehen, bei. der es.- .weniger auf-jdäs Talent .als ans. die |20 Kronen Honorar ankam; dann wurdxn sieaufgenomirien. Die Schüler sind irr dem Urteil einig, haß der Unterricht gar nicht ernstgenommen wurde,, und es. ist mich wirklich in keinem bekannt gewordenen Falle zu hinein Engagement gekommen. .Für seinen Betrieb 'hat 'Brücknmller Mich einen Kompagnon gefunden, den angeblichen Kasfeesieber Markus 'Josef Singer, 5. Bezirk, .Brandmäyergasse 21 wohnhaft. Er leistete eine Kapitalseinlage von 40.000 Kronen, weil er selbst an die Existenz^ der Filmschule, geglaubt.,.-zu haben scheint. Für das Geld ist aber anscheinend gar keine Deckung da. ' - - - ' Es gab aber noch eine' zwei.tederart samost Mmschule, mit der Bruckmstller in Verbindung stand. .Es ) war Jbie sogenannte Jttterwätionale Filmmdustrie, auch i Nationalfilm genannt, die im Hause Prater, Sebastian Kneippgasse 11, ihre Tätigkeit entfaltete. - Direktor dieser Schule war Ferdinand Mezuliane k, auch „Direktor Jenny" genannt. Auck) er betrieb eine Filmschule, ber der die Bedingungen im großen und ganzen gleich waren. Er nahm zum Schein lleme Filmaufnahmen vor und entlockte verschiedenen Personen, unter anderen einer russischen Sängerin, 20.006 Kronen. Bruckrnüller und Mezulianek „operierten" auch gemeinsam, indem sie mehreren Personen Beträge von 2000 bis 10.000 Kronen entlockten. Die Gelder' .so-lten als Einlagen für eine Beteiligung an dem Unternehmen dienen. Direktor Asteznlianek hat für seine Unternehmen eine Anzahl Personen als Oberregissence, Hilfsregisseure-und Kanzleipensorkal dngestellt. Mit Titeln, war er-nicht tnickerisch. So war'ein ehemaliger Kellner -von ihm zum Hilfsregisseur ' bestimmte Schwer ins Gewicht fällt, daß Mezulianek an zweien seiner' Schüler, auch Uns lttlich ketten begangen hat, wegen derer er ^der Siaattzanwaltschast angezeigt ist.. Schon im vergangenen Wärter hat er unter, dem. Namen, Teßler-Film in Fünfhaus, Marrai.i.f.'.rstraßö .125, ein Unternehmen betrieben und dort den Lfjäyrigen Friedrich Beer, einen ehemaligen Metallarbeiter,, 18. Bezixt, Sternwartestraße .68 wohnhaft,-'als Oberregisseur verwendet. ..... . . Beer hatte bei seinem . Herrn und Meister gelernt und sich im März dieses.Jahres Inder Sternwartestcaße selbständig gemacht. "Ohne jedwede technische oder sonstige Borkenntnis hat er ein Frlmunterüehmen unter dem hochtrabenden Namen Exzelfwt-Film -gegründet und dann auch mit der Ausnahme von Schülern begonnen. Ihnen nahm er für die sogenannte Talentprobe 30 Kronen und — teurer als lern Chef — für den Unterricht 300 Kronen ab. Beer hat auch ein Atelier besessen. Seine angeblich ausgebildeten Schüler hat er dann zu Bruckmüller gesendet oder an Mezulianek empfohlen. Auch Mezulianek und Beer wurden verhaftet und gestern dem Landesgericht eingeliefert. * Begräbnisse am heutigen Tage. Alter ff r r e d h o h 9 Uhr Dr. Samuel Re» tzes; 10 Uhr Paula Schiff; 11 Uhr Ludwig Richtmann. — Neuer Friedhof: 9 Uhr 30 Mm. Johanna Stoppler; 11 Uhr 30 Min. Emma Zwerlmg. — Döblinger Friedhof: 11 Uhr Alois Kohu. * Vom GewerbefSrdernngsamt des Indischen Nationalrates veranstaltete Kurse. Kurs L: Schlossere, praktisch, Montag und Mittwoch von 5 bis 8 Uhr abends. E w tritt jederzeit; Kurs 8: Schlosserei praktisch, Dienstag und Donnerstag von 5 bis 8 Uhr abends, Eintritt jederzeit; Kurs 6: Elektrotechnik, Dienstag und Donnerstag von 6 bis 8 Uhr abends, Emiritt jederzeit; Kurs v: Mechanische Technologie, Dampf- und Wasserlrastmaschinen, Dienstag und Donnerstag von 6 b-s 8 Uhr abends. Beginn 5., Oktober; Kurs E..*. Arckitcltur- und Bauvolierkurs, Montag und Mittwoch von 6 bis 8 Ußr abends, Beginn 6. Oktober; Kurs F; Eisenbahnerkurs, Montag und Mittwoch von 6 biS 8 Ubr abends. Eintritt jederzeit; Kurs G: Motoren-, Automobil- und Chauff-urkurs. Montag und Mittwoch von 6 bis 8 Uhr abends, Eintritt jedcrrett; Kurs U: Ornamentik und Technologie des Kunstgewerbes, Dienstag und Donnerstag von 6 bis 8 Uhr abends, Beginn 5. Oktober; Kurs 1; Experimentalphysik. Montag und Mittwoch von 6 bis 8 Uhr abends, Beginn 4. Oktober; Kurs K: Ezperimcntalchemle, D enetag und Donnerstag von 6 bis 8 Uhr abends, Begmn 5. Oktober; Kurs L: Englische Sprache. Dienstag und Donnerstag von 6 bis 8 Uhr abends, B grnn 5. Okiober; Kurs M: Wasserversorgung von Ortschaften und Hausern, Beginn 4.. Oktober. Montag und Mittwoch von 6 bis 8 Uhr abends. Dieser Kurs ist insbesondere für die Berhäliniste m Palästina von großer Bedeutung, da bei der Erschließung von Neuland die Lösung der Frage der Wasserveisorgung von besonderer Wtchiigkeir ist. Der, Kurs wird sich unter anderem mit der Wassergewinnutig, den Hebewerken, den Leitungen, den Filtrier- und Kläranlagen und auch mit dm Hausinstallationen beschätttoen. Anmeldungen und Auskünfte im Gewerbes, derungsamte des Jüdischen Nationalratcs. H., Taborstraße Nr. 20a, von 9 bis 12 Uhr vormittags und von 3 bis 6 Uhr nachmittags (nut Ausnahme von Samstag und Sonntag nachmittags). . * Jüdische Volksschule iu dev Brigitten»«. Einschrübungen und Auskünfte täglich (außer Samstag und Fetertaa) zwischen 2 und 4 U h r n a ch m r t t a g s m der Direktion, XX.) D en i s g a s s e 3 3 (Haus der Toynbee-Halle). * Jüdisches Pädagogium in Wien. Die E i ns ch r e i b u n g stndet täglich bis 20. d. M. Samstag und d'e jüdischen Fetertage ausgenommen) zwischen 10 und 12 Uhr vormittags rm Sekretariat, Wien, ll., Obere Donaustraße 91, statt. Der Prospekt erscheint im Laufe dieser Woche und ist gegen Erlag von X 4 im Sekretariat erhältlich. Beginn der Vorlesungen nach allen jüdischen Feiertagen. Das nähere Dalum wird noch bekannlgegeben. * Auskünfte in Angelegenheit der Option für die deutschösterreichifche Staatsbürgerschaft werden von nun an täglich mit Ausnahme des Samstag und Sonntag von Vr4 bis 6 Uhr nachmittags im Jüdischen Nationalrat, 11., Taborstrabe 30 a, erteilt. * Spenden. Für Opfer der großen Zeit: Fran Leitner. VII., X 40, Adolf Bodek, XVIU., K 30, Sammlung S. Goldschläger, 1., X 100t), Jakob Brandstätte», HI., K 200, zusammen K 1270. — Für Cha l u z i m: S. M. K 20, A. F., IX,, K 100. — Für Jüdischen Nation alfonds: A. F., IX., K 100. - * Gin Flugtag in Aspern. Die Landesverbände Wien und Niederösterreich der K r r e g s i n v a l i d e n und K r i e g e r s h i n t e r b l i e b e n e n veranstalten utit Unterstützung der höchsten Staats- und Gemeindestellen eine H e r b st in o d r s ch a u. Zum ersten Male wird dem Publikum Gelegenheit geboten sein, eine r e g e! r e ch 1 e F l n g p o st zu benützen. Eine Flnglvtterie mit Anweisungen aus G r a t i si Uilfic als Treffer werden anch den weniger Bennttclten Hohr' Chance« bieten, bic Reize eurer Lust reue über Wien kennen zu 'lernen. Unter anderem wird rrn'100 Mann starkes Jnvalidenorchester konzertieren. Die Karlenverkaufsstellcn, deren Zentrale sich im Hetm des Landesverbandes Wien der Kriegsrnvaliden und Kriegshinterblreberten Oestcrrerchs. Wien, , VII., Lrr-chcnfeldrrstraße 1. rm Hofe links,!. Stock, Tür 16. befindet, smd ans^ den Ankündigungen in den Straßenbahnwagen 'und an den Plakatwänden ersichtlich. % * Ausstand der Finanzjuristen. Bon dem gestern als Protest gegen die Jultbewrdcrung inszenierten Demoustrationsstreik der Finanzjurrsten waren die Ftnanzlandesdirrktron m Wien, "das Zeniraltaprmt, die beiden Finanzbezirksdrrektionen in Wien und St. Pölten, die Sleueradmirnstration in Wiest und die Bezirks-Stcuerbehörden in Niedcrosterreich am Sitze der Bezrrks- ^aupttnannschasien ,n Mrllerdenichcht gezogen. Sämtliche akaj>cnnfdic Bcamtcn d.eser Kategoricu haben sich dem Streik angeschlossen. » * Um zwei Millionen Juwelen gestohlen. Aus Budapest wird gemeldet: Der 20jährige ' GeschäftSdiener ' Joh. B ar t h a hat Samstag nachts dem Juwelier Baehruch.- Juwelen im Werte von 2 Millronen Kronen gestohlen^ mit dmest er in Begleitung seiner Geliebten nach S z e g e b flüchtete. Der Diebstabl ist wegen der jüdischen Feiertage erst.' gestern früh entdeckt worden, * Der Steerk der Buchhandlunysgehilsen. Gestern . wurden die Berhaudluniinr zwrschen Arbeitgebern und Ange-, stellien sorrgesetzt. Die Verhandlungen wurden in später Abend--' stynde unterbrochen und werden Frenag nachmittags iortaesetzt. Dre iür heute angesetztrn Versammlungen der Streckenden finden nicht statt. v .; * Taschendiebe aus der Stratzenlbah«. In einem. Straßmbähnzug..auk. der Fahrt vom Währingerzum Neubau-- gürtel wutde dem Josef Lob l, Sueßgasse 4, eine goldene Uhr samt goldener Kette tm Werte von X M600, auf dem Opernnng beim Elnststgen m den Straßenbahnzug der Giia Rapo ch, IX.. Atterstraße 43, eine Börse mit K 10.800 und m einem . StraOetibahmug der Anna Krau, VHl., Albertoaffe 8, eine Brosche mtt 12 Brillanten, ein Ring mit einem Brillanten Md, ein Ring mtt zwei Brillanten rm Gesamtwerte von L 76.000 gestohlen. * Kantschnkstempel innerhalb zwölf Stunden liefert: Gustav T i n t n e r, VI., Mariahilfecstraße^ 101, 111.', Ungargasse 10, IV., Wiedner Hauptstraße 51, XVII., Ottakringcrstraße 86. * Elegante Herrenanzüge und alle anderen Herren-^ Bekleidurigsartikel in tadellosester Ausfertigung liefert fertig undnach Maß billigst Ludwig S p e r l i n g e r, I., Wollzeile 34. * Die Speditionsfirma Leo Wang, H., Ferdinandsstrrße 29, übernimmt zu den billigsten Tarifsätzen Transporte aller Art nach Rumänien per Schiff mit Umladung in Giurgiu und Galatz sowie per Bahn mittels diretter Spezialzüge.. nach L z e rL o w i h. _;_ Berernsnachrichte«. Die Jugendgruppe Hi e tz ing veranstaltet eive»- Hebrälschkuls für Anfänger. Anmeldungen nimmt Frl. Judith Lev in, XIll., Penzmgerstraße 97. entgegen. —. Der I n d.'A k a d. T e ch n i k e r-B e r b a » d « hat »ach de». Fcrten seine Tätigkeit wieder ausgenommen. Auskünfte über Neulnskriptionen und sonstiae Studienangelegeriheiten ab 20. d. tägllch von 11 bis 1 Uhr ,m Berbandsheim/ IU., Reisner« ft: atze 23/2 d. Amts- und Brblrotheksstunden: Domierstag und Samstag von 11 bis 1 Uhr. * Die Ernährung. Der Marktbericht. Obwohl die schwache Beschickung der Märkte nur eine vorübergehende war und gestern G e m L s e in mehr als auSreichenden Mengen auf die Märkte kam, steigen die Preise für einzelne Arten von Gärtnererzeugnrffen. Kohl kostete gestern bis K 5.—, Kohlrüben bls K 1.20 und Koch^alat K 1.— his K 1.30 ver Stück. Kipflerkartoffeln aus Niederösterreich kamen in großen Quantitäten auf dte Märkte. Sie waren wohl sehr guter Qualität, kosteten aber X 9.50 brs X 10.— per Kilogramm.' J Aepfel, Birnen und Nüsse standen in große»' Mengen zur Verfügung, dagegen waren Zwetschken nicht m ausreichendem Maße angeboren. Die Käufer auf dem Großmarkt-:: begingen den Fehler, die Zwetschkenprcise zu überbieien, dochi wurde es marktämtlichersettS verhindert, daß die vorgeschriebenen' Preise Überschritten wurden. . Während der Feiertage wurden die hier lagernde« Vorräte an F i s ch e n gänzlich ausverkauft und da Neuzusuhren an den beiden letzten Tagen nicht eingelaugt sind, blieben fast olle Fisch- . stände geschlossen. - . Geflügel notiert unverändert hoch, ebenso alle Gattungen von Fleisch. Butter ist fast bei allen einschlägigen Standen zum Presse von X 250.— für das Kilogramm zu haben. E t c r fehlen auf den Märkten. _ Dänische Dritter für 'Oesterreich. London, 16. September. Die „Times" melden, daß wegvr-' des in Deutschland und in Oesterreich herrschenden Mangels an: Butter und anderen Fettstoffen der für England bestimmte Tertz der dänischen Butter nach diesen Ländern gesandt werden soll. Bühne und Kunst. Neue Wiener Bühne. (Zum ersten Male: „Kleine S klav in", TragäsmödiS, in vier Bildern von Dietz enf chm ied.) Gerne billigen wir dem Autor zu, daß er die sicht hatte/die Zuhörer gegen die Scheußlichkeit des Mädchenhandels zu nnobilisieren. Wir hoffen - serrver) daß es ihm wirklich um den guten Zweck gittg nnd^ nicht um einen gehörigen Dantiemengewinn. Aber echte Empörung und heiße Nächstenliebe berechtigen noch, nicht, ein Bnhnenwerk zu schreiben und auf führen zu las seit, nicht eittiital ein sogen anntes „Prvpagandastüü^^. Dein Unfug, Kuiiftinstitute mit uitkütlstlerischen Mitteln für „Propaganda" zu mißbrauchen, müßte endlich gestettert werden. Ein sauberer Kampf, gegen die-Prdsti--. tution — Wenn dabei die Bühne prostituiert wird! Es gibt freilich gute „Propagandastücke". Sie sind es gewöhnlich dann, tvenn sie dieses verdächtige schmückende Beiwort nicht tragen und doch' die Bühne zur nmralischon Erziehutigsanstalt machen. (Schönherrs „Kinder« tragödre" ist ein solches Propagandastück - gegen dep Ehebruch/ Wedekinds „Musik" gegen skrupellose Mädchenverführung und gegen das preußische ZuchtlMS« wesen, Hauptnianns „Hanneles Himmelfahrt" gegen den Alkoholismus.) Aber mit diesem neuen Machwerk muß man noch schärfer ins ' Gericht gehen als mik seinen Vorgängern, weil es sich überaus anmaßend' gibt und Stil vortäuscht. Mit den Worten „DerDichter spricht" beginnt der kitschige Prolog. Rein. $eu! Dichter, spricht während dieser vier „sensationellen" 'Akte und jeder Verständigere ivrrd sogar an der heiketz .&.««»««»flici. £»<>4 «s&aa ft» £&*•*., l -lHbentr. 9 — T*i..«nfcvm arösst* Auswahl! BI||fo»t9Proi*a.