Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 593 (17.9.1920)
- Date
- 1920-09-17
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2979076-2979416-2979671--05255-2991088- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Riga 5× ep/1000826
- Dubno 1× ep/1000595
- Hrodna 1× ep/1044655
- Minsk 1× ep/1000754
- Odesa 1× ep/1000834
- Ukraine 1× ep/1001131
- Vilnius 1× ep/1000947
OCR text
MK- 2 Kvien. Freitag - Riga. f Beute soll die russische Delegation in Riga> eintreffen und die polnische Friedensabordnung ist angeblich bereits in der lettischen Hquptstadt eingelangt. Tie Aussichten auf einen polnisch-russischen Frieden scheinen diesmal günstiger zu fein als in Minsk, wo der Ein« druck der „Entscheidung durch die Waffen" zu stark war. Moskau wartete auf den Fall von Warschau, um Polen bor „vollendete Tatsachen" zu stellen, Watschau würde bon der Entente zu einer Va banque-Polftik gedrängt Und bereitete das neue „Marnewunöer" vor. Jetzt, wo sich Verhandlungen in der lettischen Hauptstadt, viel weiter vom Kriegstheater entfernt als die Minsker, vorbereiten, scheint der Krieg zwischen Polen und Rußland in das Stadium der Wintererstarrung zn treten, was für den Zweck der Konferenz nur förderlich ist.! Wohl haben in Polen die Militaristen den Versuch gemacht, der polnischen Friedensdelegation die von> gewissen französischen Sphären. Wrangelisten, Sawinkow- , fchen Goheimdiplomaten und polnischen Tories ausgestellte Devise: Keinen wirklichen Frieden Mit Rußland! auf den Weg mitzugeben. Doch hat dies in den Kreisen der Entente, besonders in England und Amerika, einen. überaus schlechten Eindruck gemacht und einige ernste Warnungen an Polen ausgelöst. Die gegenwärtig führenden Regierungsparteien, Witos' Bauern *und Daszynskis Arbeiter, wollen sicher ehrlich den Frieden. Wohl sind ihre Vertreter Witos. und-Daszynskr nicht allzu vertrauenswürdig, doch kennen beide die wahre Lage des Landes, welches einen Krieg auf die Dauer picht mehr aushalten kann. > Was Rußland betrifft, so gibt es wohl Meldungen, welche von den Winterrüstungen Trotzkijs zu erzählen wissen und von rieten Armeen, welche an der Veresina formiert werden. Aber selbst wenn diese Berichte auf Wahrheit beruhen, so ist als'gewiß anzu- Nehmen, daß Rußland einen billigen Frieden mit Polen , will, weil es ihn — als Basis für den endlichen Ausgleich mit dem Westen — braucht. Ware wirklich der Westen für Rußlands wirtschaftliche Entwicklung entbehrlich, Kamenew und Krassin hätten nicht "möUate* lang die Fäden in London geknüpft, welche auch jetzt trotz der Meldung vom Abbruch der englisch-russischen Verhandlungen — nicht gerissen zu sein scheinen. > Trotz dieser günstigen Aussichten jedoch gibt es eine tzkeihe von Fragen, welche der Rigaer Friedenskonferenz nicht wenig Mühe machen werden. Vor allem handelt tzs sich um die Frage der Ostgrenze Polens. Die polnischen Militärs' verlangen als Grenzlinie die Linie der ehemaligen deutschen Schützengräben, von Baranowitschi über den Ogrnskikanal zum wolhynischen Festungsdreieck (Dubno, Luck, RowNo), aus den bekannten „strategischen Gründen". Demgegenüber ist schon vom Standpunkt einer vernünftigem Politik -eürzuwenden. daß der tatsächlich erreichte militärische Besitzstand Polens zu dieser Forderung in einem schreienden Mißverhältnis steht.. Ties dürste auch dazu beitragen, vuf die sogenannte Curzon-Linie zürückzugreifen. über die Polen im wesentlichen nicht hincruskommen konnte. . Es dürften allerdings mehrere nicht unwesentliche Vet^ besserungen dieser.Linie vop Polen verlangt werden, und da beginnt schon das Problem der. Grenzen schwierig zu werden, insbesondere da Polen gewisse sichernde Maßnahmen verlangt, welche die ..Stammeszugehörigkeit der jenseits dieser Linie lebenden polnischen Bevölkerung" regeln soll.; Schwieriger noch ist das Problem der Ukraine und damit auch Ostgaliziens. Der Banditenhäuptling Petljura ist nicht mehr als ein Condottiere ohne Landda die ganze ehemals russische Ukraine von den Sowjettruppen besetzt ist. In Ostgalizien werden Oetljüras 'Horden nur zu Pogromen auf Juden verwendet, politisch bedeutet Peilsura in Ostgalizien nichts, dg die änderen ukrainischen Prätendanteu, besonders' PetruWwitfch, dort weit mehr Anhang besitzen. Es scheint auch, daß Polen, dessen früherer Außenminister Patek sich , seinerzeit auf das Bündnis mit Petljura soviel eingebildet hat, den Banditenhäuptling fallen läßt. Fürst Sapieha Hat Petljuras Außenminister Rikowski trotz dessen Bemühungen, in Riga „dabei zu' sein", bisher sticht ermnat Mpfangen. i Trotz dieser, immerhin günstige Auspizien eröffnenden Tatsache besteht doch die Möglichkeit, daß (fcrobe die Frage der Ukraine zur Hauptfrage für die Friedenskonferenz wird. Die englischen Vorschläge haben seinerzeit die Regelung der ukrainisch-polnischen Grenzen (und damit das Schicksal Ostgaliziens) späteren Verhandlung gen Vorbehalten. Nun aber tritt in «Riga Joffe ausdrücklich auch als Bevollmächtigter der ukrainischen Sowjetregierung auf und ihm ist in der Person des Delegierten Manurlow ein eigenes ukrainisches Delegationsmitglied zur Seite gegeben.- Das bedeutet wohl, daß Rußland unbedingt die ukrainische Frage, vor allein die Frage der Anerkennung der ukrainischen Sowjetrepublik, zur Entscheidung bringen will. Da gibt es nun auf polnischer und Ententeseite starke Gegnerschaft, Aber hier ist auch der wirtschaftspolitische Standpunkt -maßgebend. Es geht Polen letzten Endes doch um erNeN «geregelten Wirtschaftsverkehr mit der Ukraine, schon rm «'Hinblick auf die Verbindung mit Odessa, für welche -eben als Kompensation Erleichterungen für den rusp- Aschen Transitverkehr nach Ostpreußen auf der Balmlime iVialystok—Grajewo (deren freie Benützung die Nusien iin ihren MiNsker Bedingungen verlangten) drenen Müroeu. Aber Odessa ist schon Wraugels Einflußsphäre, jzrnd hier beginnt ein neues Problem, das sucht UN- Wiener Mvrgeyzeitttng_ Lloyd George gegen Kamenew. London, 16. September. (Furiksptuch.) Der englische Premierminister hak auf ^n Ubschiedsbrief Kamenews, der den Zweck verfolgt, die öffentliche Meinung irre- Züführen, amtlich geantwortet: 1, Kamenew hat behauptet, vom Verkauf der russischen Morijuwelen ' nlW gewußt Hü haben. Die englische Negierung besitzt Beweise, daß er votn Verkauf wußte, seiner Negierung iprübet berichtet, , aus dem Erlös des Verkaufes dem „Daily Heralö" große Summew gegeben hat und im Begriffs stand, derselben Zeitung weitere 70.000 Pfund Sterling zuzuweyden. 2. Die Regierung hat auch Beweise dafür, daß der Erlös eines Teiles des mit größter Vorsicht und der Umgehung .vom Banken durchgeführten. . Verkaufesder . Juwelen, nicht einem der Direktoren, sondern dem Sohne des KrauMebW bes „Daily Beräkd^OgebW wnrdL 8. Kamenew hat in den ihm vstv. seiner.Regerung, übermittelten Friedensbedmgungen für Palen absichtlich Aenderungen vorgenommen. DiM DetzjngyNgen enthielten ganz derttlich .'das ÄerlästtzD stW Bewaffnung der polnischen Arbeiter unter Aufsicht ddtz Mwörkschaftsbertretern Polens. Rußland und Norwegens. Da Kamenew sofort erfaßte, daß diese Bedingung von England nie tzütgeheißen worden wäre, hat er den harmlosen Ausdruck „Bukgermiliz" dafür eingeschmuggelt. 4. ,Die Regierung bedauert, diese Sachen zur allgemeinen Kenntnis bringenW Müssen, aber da E der Sowjetvertreter die eingegangene Verpflichtung, sich jeder Einmischung in innere Angelegenheiten Englands zu enthalten, Nicht geachtet' hatte, sieht sie sich zu dieser Veröffentlichung gezwungen. BBMBMUKil.'älJMIKHMUBH WH ■IITII .BfUWftl Wl, Wichtig. für den Gang der Verhandlungen sein könnte, die Situation der Wrangelschen „Republik", welche bisher , in Lichte -Schleier gehüllt ist. Besonders bedeutungsvoll ist die litauische Frage. Hier geht di^ polnische Politik, mit Unterstützung der Entente, darauf aus, den Konflikt Mit Litauen von den Rigaer Verhandlungen sernzuhalten. Sie scheint bereits einigen Erfolg zu hüben, - da direkte Verhandlungen Litauens mit Polen gemeldet werden. - Man sucht sich gegenwärtig rasch über eine- Demarkationslinie in Suwalki zu einigen und die Hauptstreftpunkte Wilna und Grodno sollen vertagt ,werden. Gerade diese.aber bilden die Hauptschwierigkest. . .. ' Ein Problem von größter Wichtigkeit aber steht auf der Konferenz in Riga nicht zur Behandlung. Sie ist entscheidend für das Schicksal von fünf Millionen Juden. Körner der streitenden Teile) welche so viet voM Schutz der Minderheit sprechen, hük'die Frage über dds Schicksal. dieser Minderheit aufgewörfen/ And doch hängt vom jüdischen Schicksal in diesen Gebieten ,- jüdischer Massensiedlung gar stark die wirtWstliche. Entwicklung der verschiedenen Ästreiche ab. Psttt 'ihmst hät die Wichtigkeit des' jüdischen Problems einzig der junge'! litauische'Kleinstaat begriffen. Riga könnte, der Krt sein/ wo diese-Erkenntnis auch für Men, Rußland unb die Ukraine kommt. Aber die , Juden dieser Staaten haben von. den FriedensverhandlunM keine Erörterung der speziell'jüdischest Probleme zw Marten.. Zum 'Nütz, teil für'die Juden und für die. Mnder, die sie de-, wohnen. Sie müßten ihre Probleme selbst aufrollen. Dazu fehlt es in. Riga an per Möglichkeit. Aber es wäre'im Interesse aller Beteiligten, wenn,diese gegeben würde, denn eisten wahren völligen Frieden im Osten wird es erst dann geben können, wenn hei einer ^positiven Lösung aller Fragen der nationalen Minderheiten auch bäs. jüdische. Problem eine endgültige hefriedigsude Lösung, finden wird. Tüll lüii Die Arrsschreitrrngen klr Polvtu Unter der Ueber Schrift „Die polnische Hölle" veröffentlicht die Berliner „Freiheit", das Organ der unabhängigen Sv?iald7mok.'a'ie, <pi*sehenerregend^'M^ rich te über polnische Greuelt-aten g^gen die Mische Bchölkevung in Westpoleu. Der Gewährsmann ><&• Blattes betont dabei', er habe länge gezögert, von diesen Dingen 'zu sprechen, dis im ganzen polnischen Und liiantschen Operatiousgebiet die jüdische MVölbsrUng in größte Erregung versetzt Hütte. Er selber sei weder jIude noch Volschuvik, also gegen den Vorlvnkf der Moveingenomnenhest. geseit. Seine Mitteilungen be< ruhten-auf eirtwandfreien, von den furchtsamen Augen^ zeugen«-nur widerwillig und zögernd erzählten Tatsachen..Von Eiuztthetlen werden dann.unter ^anderem mit geteilt : In. Naschki wird ein auS Amerika zurück-, ..Ehrender Iudck mit Na Mn Ni, p bäum, unter der Beschuldigung vsrhaitei, kommunistische.Agitatwns-. gelber mitgeb cacht zu haben. egen Zahlung von 36.000 Mn^k Lösegrld wird er schließlich fretgelassen. Zwe, Tage vor dem Aomarsch der^ Polen wird er von neuem verhaket, au eine Delegraphrnstange gebunden und mit'Erschießen bedroht. Der Vater stirbt angesichts dr",er GUahr am Herzschlage, die Mutter wird ichwer nerveurrank. Gepen neues Lösvgeld läßt man rhn sch i ßuch frei . « . - . . Beim Abtransport der Polen wurden Händerte von xuo.,ü,. , M uluun und Frauen verhaftet und fortgSsuhrt. Nlemand weiß ettvas von ihrem Schieb-. 17. September 1920' 593 sal. — Der Bäcker Schwarz in der Grvdnoer BoÄ stadt soll den aüz'eheudeu Polen Mehrere Oesen liefern^ als er sich außerstande erklärte." nimmt.-man^^ seinsi^ Tochter se,t und drohst s,e?,u vergewaltigen. Erst ein Lo.egetd VoN 8l)W0.Mürr wird -sie fveigelÄsseN/' Dem Bucker selbst «s:ßen die pointjcheN SöldaM tzech Bart mit ganzen Haut-, und Fieljchsetzen-ah. 'X**#. Cm amekikant,cher Jude keyrt mit! großen, in Amerika ifür die Juden gesammelten Geldmitteln juM$ G r v d n o zurück. Die Polen dringen , in/seine Wohnung, .ein. Da er nrcht anwesend ist, drohen sie seiner Schwester! mit Pergewaltiquttg. Der.zu Hilfe eilende jüngste Bruder wird durch zwei Sckujie so schwer verletzt, daßer wemge Stunden darauf strrbt. Per Bruder aus^ Amerika wohnte -,elbst dem Begräbnis seiner Schwester bei... , Ein jüdischeL,. MäLMn...wurde erschossE aufE' sttttden,,sie war vergeloaliigt worden. Einen Tg^vor' dem Abßüg verschwanden einundzwanzig zur Zwä'üLs- .arbeit herangezogene ^jüdische Würger. Nach mehrerezc. ' Tagen fand man fünfzehn davon ermordet im Kartoffelacker, anDLIichMareK 'viinem Teil davon Hände und Füße abgUchniDst,' Nägtzl in den Kopf geschlagen, Augen und Zunge ausgerissen. In der Vorstadt Gro dm o s sollen 'trilem-.- 800 .jüdische Häuser niedergebränüt sein. Ueber Ms Schicksal der meistens Bewohner ist nichts bekannt. st Wie dev Gewährsmann der „Fraitzeitlk. hinzufügM sind in den hier genannten Fällen, soweit es möglich war, die Lerchen phiotograWept und das erreichbare Aktenmaterial ist zur Vevüfsentttchung nach Anierika gebracht worden. > Bezeichnend für bas.Verhalten der polnischW' Pudlizisttk, welche einen Großteil der Schuld an der Vergiftung der öffentlichen Meinung in der Juden^ frage trägt, ist, daß die bereits gemeldete Resolution des Magistrats der Stadt Plo ek, um deren Veröffentlichung die -Polnische Telegraphenagentur ersucht! worden war, von. dieser völlig, u n t e r dz:,ü worden ist. Die Petlkrma-PöSkvme kn Ostgättziem».s Bon wahlinformierter Seite wird uns folMbeks Mitgeteikt: Der Ukrainische Pressedienst hat in bezug auf die. von den Petljura-Banden in Ostgalizien vev-' anstaltekrn Pogrome ein . mit naiver Schlauheit. verffaßteS Eommuniquö veröffentlicht, in welchem unverfroren der Versuch unternommen wird, die Schuld ast denselben irKendwelchen mhthischrn Bredow-Denikin-Sast dasitn ln die.Schuhe zu.schieben: Demgegenüber muß folgendes festgestellt werden: Sämtliche Pogrome .in Ostgalizien sind zuM größten Teil van den unter dem Kommando des GeUerals Pawlenko . stehenden Petljura-Truppen, zum.'kleineren Dell von polnischen. Soldaten verübt, worden. Es find dies dieselben Truppen, die im Verband der polnischen Armeekämpfen Und von deren ,Heldentaten" . ebenderselbe;, ukrainische Pressedienst so phantasievolle Berichte ver-.' breitet. Der Ukrainische Natüonalrat in Lemberg ist wiederum eina Organisation der ostgalizischen Ukrainers und es ist nur zu selbstverständlich, daß er sich von dem polnischen Söldlingen Petljuras lossagen und bieselben verurteilen mußte. Der Trsz^-Prozetz und die Von einen» gelegentttchen Mitarveiter. Seitdem ^orthy und seine Komplizen in Ängartt sogenannte Politik wachen, hat es in diesem an Sensotfonett so'überaus reichen Lande noch keine so auf-' sehenerregöude Affäre gegeben als den Tisza-Prozetz,- denn in diesem Prozeß handelt es sich nicht darum, daß die Mörder des Grasen Tiszä einer gerechten Strafe zugeführt werden — dieser Gesichtspunkt ist heute noch höchstens für den Grafen Emmerich Karolyi von Wichtigkeit ~ sondern darum, daß der Reichsverweset Nikolaus Horthy diesen Prozeß dazu benützt, um seiUen mächtigen Gegner Stephan Friedrich politisch unmöglich zu machen uüd endgültig von der politischen Arena zu verdrängen. Ein altes ungarisches Sprichwort sagt schon, daß zwei Räuber in einem Wirtshaus' nicht gut Freund bleiben können. Will also Horthv ungestört ^regieren", so ist die erste Bedingung dafür, daß Stephan Friedrich beseitigt werde. Das Militärgericht hat die Angeklagten Tibor S z t a n y k o v s z k y, Stephan D o b o und Alexander Hüttner, von denen die ersteren zwei zum Tode durch den Strang und Hüttner zu tbjährigem Kerker verurteilt wurden, des gedungenen Mordes schuldig erkannt. Jeder, der über die ungarischen Verhältnisse auch nur im geringsten orientiert ist, empfindet e8 sofort, daß dieses Urteil auf einen vierten, im Urteil wohl nicht genannten Angeklagten hinzielt, und daß das Militärgericht nicht nur über die nainentlich nngefübrteü Angeklagten, sondern anch über «Stephan Friedrich ein vernichtendes Urteil gefallt hat. Mit der Stilisierung dieses Urteils prüjndiziert das Militcn-gericht dem Zivil^"richt, welch 3 sich noch mit diesem Mordprozeß zn beschäftigen haben wird.-und welches nun lauin mehr über den eigentlichen Hauptangeklagtcn, den Financier und Aufdiiiger von Mörderptz Stephan Friedrich, zur Tagesordnung übergehen können^ wird. ,, w Horthy wird nun Gelegenheit haben, seinen Kancpf mit-Friedrich in offener Arena anszmwbmen, wenn er lüezr» den Mut aufbringt und die Vcrlmndlimg des . ^i!za-.P.roLeftes vor cuicm bürge^itcheu Gericht auch