Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 592 (16.9.1920)
- Date
- 1920-09-16
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2 4" Men. Donnerstag Der Streit nm die österreichische Derfassung. Don Dr. Sp. r - dir Enterte D'crltschSsterreich als de» natürlichen Erben der zertrümmerten Monarchie behandelte, verachten Vnn:rs Fri.'d?nsdeleg!erten, einen verzweifelten» jedoch vergeb- ' pichen Kampf gegrn dirss Anschauung zu führen. Inzwischen ist aber die faktische Familienähnlichkeit des neuen mitdem alten Oesterreich so erschreckend deutlich zutage getreten, baß die eigene Bevölkerung die Größe unseres Elends nicht mehr vorauf znrückfübrt, daß uns die gewesenen Kriegsgegner U nsrecht getan, sondern vielmehr darauf, baß sie — leider jP>dttc3! — Recht gehabt haben! Bon Tag zu Tag wächst die Erkenntnis, das; Deutschösterreich so ziemlich - alles geerbt!tal, was für die alte Monarchie wesentlich gewesen ist: Die Dünkelhaftigkeit der Bureaukratie, die nur noch von iiftret Unfähigkeit übertroffen wrrd, treibt nach wie vor die -schönsten Blüten, als ob sie nie der Reif demokratischer Umwälzungen gefährdet hatte, RegierungsParole ist, wie in den Tagen de? Grafen Taasf«: „Es wird fortgewurstelt" und was den Parlamentarismus betrifft, dev doch in erster Linie von dem mündig gewordenen Dolle Gesundung u^d Stärkung zu erwarten hatte, zeigt sich, seine erbliche Belastung in dem Auftreten gerade jener Krankheitssymptome, die dem alten Abgeordnetenhaus zum Verderben geworden sind: Er leidet an zentrifugalen Anwandlungen wie sie die Politik der ehemals „im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder" so unheilvoll bestimmten. Das traurigste ist aber die aufreizende Tatsache, daß die trennenden Tendenzen, welche in der nationalen Verschiedenheit der zur .alte« Monarchie znsammengeleimten Bestandteile eine natürliche Ursache hatten, in den völkisch und sprachlich homogenen Staatskörper Deutfchösterretchs erst gewaltsam hineingetragen werden mußten, um das unheimliche Werk, das wir sie schon Einmal vollenden gesehen haben, nochmals von vorne zu Legkunen. ■ Don den kleinen nationalen Minoritäten, deren Rechte I» Friedensvertrag eine eigene Regelung fanden, abgesehen, ,besteht die erdrückende Majorität der Deutschösterreicher auS Angehörigen des bayrisch-Sstervetchtschen Stammes. Nur die Vorarlberger sind Arlemannen. Will man ganz genau sein, fkann man den bayrisch-österreichischen Stamm noch in eine inördlich« Gruppe — in dem Nordteil von Salzburg und ^gauz Ober- und Mederösterreich — und in eine südliche — W» dem restlichen Salzburg, Tirol, Kärnten und Steiermark 1 teilen. Mit dieser Aufzählung ist alles erschöpft, was Man vom streng wissenschaftlichen Standpunkt für eine dialektische Differenzierung der auiochthonen Bevölkerung in- Aveffen führen kann. Wie wenig störend sich diese jedoch geltend macht, geht schon daraus hervor, daß sich sogar die verbissensten AtomisierüngSfanatiker nicht auf sie stützen, Indern auf die „historischen", bas heißt tu längftvergangenen Zeit«« aus längst überlebten und vergessenen Gründen gezogenen ,Fronlärider"^Srenzen. Statt sich der endlich er- Eigenen, teuer genug bezahlten sprachlichen Einheitlichkeit zu freuen und sie zur Grundlage der von allen einsichtigen Staatsmännern feit Kaiser Karl VI. ersehnten Zentralisierung des Regierung-- und DerwaltungSshstemS zu machen, weil tot«! mit aller Gewalt Gegensätze aufrecht erhalten, die schon in der so vielfach zerklüfteten Monarchie nicht als solch« empfunden wurden. Erst den vom Umsturz in die Höhe getragenen Politikern blieb eS Vorbehalten, den Kontrast Zwischen den Bewohnern des Nord- und denen des Süd- «ckhangeS des Semmerings, zwischen der Bevölkerung des Rechten und der des linken EnnSuferS als einen lebendig wirksamen zu erkennen, und mit ihm die Notwendigkeit einer Neuerlichen Föderalisierung unserer Verfassung zu begründen. , Wie unehrlich diese Begründung ist, geht schon daraus hervor, baß sie gerade in der Partei Ihre eifrigste Sachwalterin gefunden hat, welche in der Monarchie als Verfechterin deS extremsten — Zentralismus figuriert hatte: In der christlich sozialen „R^t ch S Partei", wie sie sich einmal nannte, um schon im Titel — bas Parteiorgan wurde Deichs post" getauft. — ihr Bekenntnis zur „ReichS"- Zches abzulegen, das heißt z« der programmatischen Forderung nach Konzentrierung aller Regierungsgewalt über ganz Oesterreich-Ungarn' in — Wien! ' Und eben diese Partei, die schon damals den Dualismus, die Zwei teilung der Großmacht als schädlich empfand, bemüht sich heute, der Welt klarzumachen, daß das Heil des kläglichen Ltnatstorsos, der jetzt Oesterreich heißt, in seiner Neun teilung liegt! i Wahrlich, schamloser hat noch keine Partei die heuchlerische Identifizierung deS eigenen Nutzens mit dem Wohl des Staates auf die Spitze getrieben! Denn nur der Vorteil der chriftltchsozialen Fraktion erforderte zu der Zeit, da sie die nachhaltigste Suggestiv. aus die Zentralgewalt ausübte, die größte Machterweiberung dieser Zentralgewalt, und erheischt heute, da mtt dem Throne auch die klerikale Einflußsphäre in Trümmer ging, die Selbstherrlichkeit — biefet Trümmer, wie sie ebm in der Autonomie der Länder angeftrebt wird . . . „Teile und herrsche!" ist ja eine altbewährte politische Zauberformel Nom-, woher die christlich- . soziale Partei bekanntlich auch sonst sticht ungern ihr« Direktiven bezieht. Sie hat bis Teilstng des Reiches unmittelbar nach den Februaewahlen, die ihre Hoffnung -~ auch Im neuen Oesterreich die Zentralgewalt in der Hand behalten zu können jo grausam zerstörten, auf ihre Fahnen geschrieben und sofort durch Aufwiegelung der Bauern gegen die Städter und ihre Festlegung auf die Parole „Los von Wien!" in die Praxis umzujetzeu begonnen, ohne erst lange aus die theoretische Anerkennung dieser Teilung in einer Verfassung, die voraussichtlich nur nach langwierigen Kämpfen den auderen Parteien abzuringeu war, zu warten. Denn sie Jatte leine Zeit zu verlieren, um die drohende Umwandlung Wiener MorgenzektAng' Oesterreichs in ein wirklich freiheitliches Staatswescn mit modernen Gejchen> in, Bezug auf religiöse Toleranz, Schule, Ehe. usw. mit allen Mitteln und um jeden Preis zu verhindern . . . Ans die Klage des damaligen Staatskanzle.rs Dr. Renner, daß die skrupellose Eriveckung ländlicher Sepaxationsgelüste eine „Verdorfurrg" unserer Verwaltung bewirke, antworteten die Christlich sozialen mit Julius Cäsar, sie wollten lieber'auf dem Dorfe die erst« als in der Stadt die zweite Rolle spielen! Gon patriotisch-sentimentalen Anwarrdlungen zeigt« sich plötzlich die Partei, die sich noch kurze Zeit vorher als den geometrischen Ort aller loyalen Empfindungen hatte feiern lassen, in einem erstaunlichen Grade frei . . . Vergeblich suchte die „revolutionäre" Sozialdemokratie die einstigen „Stützen des Thrones" von der Notwendigkeit der staatlichen Oberhoheit und der ungebrochenen Autorität einer Zentralregierung zu überzeugen. Außer einem dankbaren Thema für künftige Satiriker. kam bei diesem grotesken Kampf mit vertauschten Rollen nichts heraus. Daher suchten die Sozialdemokraten, wenn schon nicht für bäS Vaterland, dann wenigstens für ihre eigene Parier zu rette«, was zu retten war. Sie gestanden den Christlichfoztalen die Selbständigkeit der Länder zn, behielten sich aber die Konstruierung eines eigenen „Landes" aus den Gebieten vor, in denen sie selbst die dominierende Stellung haben, das ist Wien und seine Umgebung, soweit sie industriellen Charakter hat. Um di:jen Punkt tobt jetzt' der Hauptkampf, in den sich auch die schüchternen Stimmen jener mengen, die an dem Ringen der beiden Regierungsparteien um die Vorherrschaft unbeteiligt sind, umso größere und aufrichtiger« Teilnahme jedoch der unglücklichen Stadt selbst entgegenbringen, deren trauriges Schicksal vielleicht gar kein« grausamer« Beleuchtung finden kann, als durch die Abhängigkeit von dem Ausgang eines solchen Kuhhandels. Man muß befürchten,chaß sich die im Zeichen des Kreuzes propagierte Blockade' gegen die „rote" und „verjudete" Hauptstadt nach deren Rcichsunmittelbarkeitserklärung zur todbringenden Schlinge verengen könnte. Wie felbstmördexisch die ganze geplante Verfassung ist, zeigt ein Vergleich unseres Föderalismus mit dem jener Staaten, die uns angeblich zum Vorbild dienen sollen: Der Schweizer Eidgenossenschaft und der Vereinigten Staaten von Amerika. Auch diese beiden sind Bundesstaaten, setzen sich aus einer Anzahl kleinerer Gemeinwesen zusammen. In beiden Fällen waren aber die Keimzellen, die sich zum größeren Organismus zusammengeschlossen, das primäre, bas ursprüngliche. Bei uns hingegen ist der größere Staatskörper das ursprünglich Vorhandene und die kleineren Einheiten sollen erst künstlich herausgeschnitten werden. Dort sehen wir den natürlichen Vorgang organischen Wachstums, hier widernatürliche Selbstverstümmelung. Sie ist die letzte, kühnste Konsequenz bedenkenlosester Herrschsucht, die sich kein Gewissen daraus macht, daß Roß zu Schanden zu reiten, wenn sie sich nur im Sattel behauptet. Am 17. Oktober wird das Volk zeigen, ob es solchen Rettern die Steigbügel halten will, von denen die einen das kleine Oesterreich atomisieren und di« anderen sich mit diesen tödlichen Praktiken zufrieden geben wollen, wenn sie nur auS der traurigen Komödie ein paar Mandate retten können. Politische^rundschau. Der Kampf gegen die polnische antisemitische HrHpreffe. Bo« nuferem Warschauer Korrespondent««. Eine wahre Sisyphusarbeit hat der Jüdische Landtagsklub als politischer Führer der polnischen Juden in dieser überaus kritischen Zeit zu leisten, um die verheerenden Wirkungen des Verleumdungsfeldzuges der polnischen Presse und ihrer Agenten zu paralysieren. Hiebei besteht die Hauptschwierigkeit nicht so sehr in dem Kampf« gegen die ausgesprochen antisemitische Presse, gegen die Boulevardblätter, wie zum Beispiel die „Dwa groszy", oder gegen die Organe der Natronaldemokraten, deren wichtigster Programmpunkt der Antisemitismus ist, sondern vielmehr in dem Kampfe gegen die Presseerzeugnisse, welche der Negierung naheflehen und als ihre offiziösen Organe gelten. Die Meinungsäußerung diese Presseprodukte wird auch im Ausland beachtet und fälscht durch ihre tendenziöse Berichterstattung nicht nur dt« öffentliche Meinung Polens, sondern auch diejenige des gesamten Auslandes, welches seine Informationen und dementsprechend auch seine Orientierung über Polen auS diesen unlauteren Quellen schöpft. Solange nur „Dwa groszy" und ähnliche Blätter Verleumdungen über das polenfeindliche Verhalten der Juden während und nach der bolschewikischenJnvasion ihren Lesern auftischten, war das gewissermaßen eine Familienangelegenheit, die, wenn es auch nicht immer leicht ist, durch Ueberführung des betreffenden Blattes der bewußten Lüge irgendwie gesichtet werden kann. Nun hat aber auch die offiziöse Polnische Telegraphenagentur solche die öffentliche Meinung vergiftende Lügen in die Welt gesetzt und dadurch sozusagen eine Weltstimmung gegen die polnischen Juden zu schaffen versucht. Aber auch die Lügen der Panischen Telegraphenagentur haben kurze Beine. Unter anderem verbreitete die Polnische Telegraphenagentur die Meldung, daß Juden von. P l o c k sich während der Invasion der Bolschewiken in dieser Stadt ganz ungezwungen und aus eigenem Antrieb als 'Polenfeinde aktjp betätigt hätten. Man weiß, daß unter vielen anderen auch der chauvinistische Rabbi in Plock. Cbaim Schapi.ra, als Opfer dieser Verleumdungen kriegsgerichtlich erschossen wurde. (Von uns bereits gemeldet. Die Red.) Ter Stadtrat von Plocck ließ diese Lüge, nicht auf sich sitzen und seht« eine ans drei Christen — unter ihnen auch ein Pfarrer — besteheudo 16.' September f92tT Rr. 5§T — . ■ - : >« UntersiichiingskoPmission ein, um da8 politische,Verhalten der Juden unter der. Bolschewikenherrschnft festzuftt ien. Auf Gr^nd deS Berichtes dieser Kommission faßte der Stadtrat von Plock am 81. August den folgenden einhelligen Beschluß; „Der Stodtrat von Plock, als eine den Ereignissen am nächsten stehende Körperschaft, stellt fest, daß die jüdische Bevölkerung ein durchaus loyales Verhalten zur polnischen Armee bekundete, durch nichts ein Hinneigen zu den Bolschewiken an den Tag legte, von welch letzteren die jüdische,. Bevölkerung in ihrem Vermögen genau so geschädigt und gebrandschätzt wurde wie die christliche. Die von der Polnischen Telegraphenagentur/ verbreitete Meldung, daß die polnische Armee von der jüdischen Bevölkerung mit siedendem Wasser begossene worden sei und daß die Juden sich mit deu Bolschewiken durch unterirdische Telephonverbindungen verständigt hätten, ist"durch kein einziges Faktum bestätigt worden. Der Magistrat wird aufgefardert, die unverzügliche Veröffentlichung dieses Beschlusses durch die Polnische Telegraphenagentur zu veranlassen." Der Magistrat der Stadt Block, der sich dem Beschluß des Stadtrates angeschlossen hatte, übersandte die Resolution wohl sofort der Telegraphenagentur, die Veröffentlichung ist jedoch bis zum heutigen Tage nicht erfolgt. Ebenso wie sich die Unwahrheit der Meldungen über Plock erwies, so besitzt der jüdische Landtagsklub die Beweise für die Lügenhaftigkeit der Behauptung, daß Juden sich hochverräterisch gegen Polen benommen hätten. Unter solchen Umständen verdient einevom „Est Erpreß" ausgegebene Meldung besondere Beachtung. Hienach beschäftigten sich »Daily Telegraph" und andere englische Blätter mit dieser Divergenz der Berichterstattung über da8 Verhalten der polnischen Juden, und meinen unter anderem: ..Würden die polnischen Juden, welche angeblich zu den Bolschewiken überaegangen sind, mit aller Strenge bestraft werden, so würde die internationale Propaganda den Polen vorwerfen, daß sie unter Anwendung scheinbar gesetzlicher Formen Judenpogryme veranstalte. Würden hingegen die beschuldigten Juden straffrei ausgehen, so könnte dies allerdings eine gereizte Stimmung zwischen der polnischen Armee und der polnischen Bevölkerung hörvorrufen. Um alldem vorznbeugen, schlägt das genannte Blatt vor, alle diese Prozesse einem aus angesehenen Juristen der alliierten Machte bestehenden Senat vorzulegen." Es ist wenig Hoffnung, daß dieser oder ein ähnlicher ein gerechtes Urteil bezweckender Vorschlag bei den Polen Anklang finden werde, solange die polnsche Presse mit der Polnischen Telegraphenagentur an der Spitze in alle Kreise der polnischen Bevölkerung die Pogromstimmung hineintragen darf. Die Pstljirra»Pogrorne in Oftgalizien. Von besonderer Seite wird uns mitgeteilt: In den Orten Jezupvl, Haltez, Tysmieniea.Wojnilow, Bolszvwce finden andauernde Massakers, in Stanislau Plünderungen mit Totschlägen statt. In Bolszvwce wurden zirka 60 Frauen und Mädchen im Alter von über 12 Jahren zusammen getrieben und geschändet. Das Maß der Panik und der Gefahr, die in der ganzen Gegend herrscht, kann paraus ermessen werden, daß die jüdische Gemeinde Stanislau jedem Fuhrwerk 1000 polnische Mark «für jeden lebenden Juden zahlt, der aus dieser Gegend nach Stauislau gebracht wird. * * Der Ukrainische Pressedienst meldet aus Tarnow: In den letzten Wochen haben sich im Zusammenhang mit den stärkeren Bewegungen der Kampffronten in Ostgalrzien, lüdljch des Dnjestr verschiedentlich örtliche Unruhen ereignet, die unter der Zivilbevölkerung der betroffenen Ortschaften zahlreiche Opfer gefordert haben. Nach den van uns an amtliches Stellen eingezogenen Informationen haben tatsächlich in einigen Ortschaften des Gebietes Pokutj« in Ostgalizien Ueberfälle und blutige Mißhandlungen der Bevölkerung stattgesunden. Daß die Ueberfälle nicht einer bestimmten Konfession galten, beweist der Umstand, daß in Jrmmea. wo nur wenig Juden ansässig sind, aus schlich.ich m betroffen wurden. Sobald diese Vorkommnisse zur Kenntnis des ukrainischen Kommandos gelangten, veranlaßt^ dasselbe sofort durch Entsendung stärkerer Truppenabteilungen die Herstellung der Ordnung, bet welcher Gelegenheit unter den ausgegriffeneu Missetätern und Aufwieglern Soldaten dex eheinaligen Armee Predow-Denilin feftgestellt wurden. Bon den aufgegriffenen Missetätern sind durch ukrainische Militärgerichte 40 standrechtlich erschossen worden. Seither herrscht in den von den ukrainischen Truppen besetzten Gebieten tatsächlich Ruhe und. Ordnung. Dev ukrainsiche Ngtionalrat in Lemberg "hat den Vertretern deZ i ü d i s ch e n.V o l k^e s in O st g a l izren sein Beileid zum Ausdruck gebracht. Im Namen Hx jüdischen Vertretung sprach Dr. Zipper den Dank dafür aus und betonte, daß an den Pogromen ke-ne Ukrainer teilgenommeu haben und daß auch die ukrainische Brvölkerung die Arißhandlungen erdulden mußte. Eine Entente eordiake der U - H.'lss„gwrs, 15. September. lTel'Komp.) Ruf der Rigaer Konferenz wtirdo eine Entente cordiole zwischen | den baltischen Staaten abgeschlossen. Es ist ein i kymnrcn getroffen worden, das von den heteiligten j Staaten binnen 6 Monaten ratifiziert sein muß.