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Wiener Morgenzeitung · 1920-09-05 · Heft 583 (5.9.1920) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 583 (5.9.1920)
Date
1920-09-05
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Sk. 583 Men, Sonntag dvnNürnbrr DienStng dm 14. d. V,7Uhr. erhöhte Preise: So sca": C a v a r a d o s s r —Herr Michele Fleta a. G.; Mittwoch den 15. d. M.. 7*6 Ubr. normale Preise: «Fledermaus"; Donnerstag den 16. d. M., 6 Uhr, normale Preise: „D e r B ar b ie r v o » Sevilla . Das Programm der Urania für heute lautet: yjfc Uhr (großer Saal): Wiener Volksmusik. ‘/,3 Uhr (kleiner Saal): Jules BerneL Fahrten ms Weltall. */«& Uhr (kleiner SiraÜ: Luerarisch-musikallsche Vortragsreihe: Schiller. 7 Uhr (großer Saal): Alrbe»delbera. du feine. 7 Uhr Wtmtt Saal): Klavierabend Roderich Baß, Beethoven. 7r8 Uhr (KurSsaal): Dr. Karl K a d e s s ch a s k a, Die Schwellern Fröhlich und rbr Kreis. — M o n t a g: 7,8 Uhr (kleiner Saal): John CordrS, Bnddistische Frömmigkeit, l. In der Renaissance«Bühne gelangt allabendlich um *U7 Uhr das Lufffviel «P a p a" mit Harry Waiden als Graf von Larzac zur Darstellung. Die Nadrennkonknrrenz t« Chat noir. Ab S. September findet auf der Bühne des genannten TbeaterS e:ne Radrennkonkmrem statt. Dre Leitung des RenuenS liegt in den Händen des Präsidenten des Verbandes der Rennfahrer Herrn Mors Wutte, dre Jurv fetzt fich auS Mitgliedern von Wiener Radrennveremen zusammen, was also, die ieriöie Durchführung dieser Kon^rrrenz bedingt Direktor W et n t.it a e r hat für den Sieger einen goldenen Gürtel, für die Nächfiplaeiertev Ehrenpreise von ll 25.000 gespendet. Die Konkurrenz ist offen für jeden Amateur. Nennungen sind an Präsiden: Alois Wutte, VH., Zieglerg-ffe 7. m richten, wo auch in dre Propositionen Einsicht, genommen werden kann. . Literatur «^Wissenschaft. ^Bar elahiu." Jn^seincn «Literarischen Notizen" in der letzten SonntatzÄMmmer der „Wiener Movgenzeitung" äußerst Herr Profi Apfowitzer ferne Verwunderung darüber, daß in der ManÄheimerischsm Ueberfetzung des «Berich fchmeh", die -noch heute m der Liturgie der hiesigen Synagogen m Verwendung steht, dex Ausdruck «bar elahrn" folgendermaßen umschvieöen wird: „auf die, die'sich für Götter halt", wäh-» rend, wie Herr Prof. Aptowitzer ausführt, die richtige Hebersetzung „auf die Engel"' wäre. " ' ,v. Nun wundere ich mich meinerseits, daß Herr Professor Aptowitzer reicht erkannt hat, daß Mannheimer — und zwar vielleicht' mit Recht — diese Stelle' als Polemik gegen das Christentum aufgefatzt hat; er meiirt nämlich, daß „bar elaihin" hier den „Gottessohn" bedeutet. Nun wollte er diesen Ausdruck, iy der Liturgie -nicht gebrauchen und hat infolgedessen die erwähnte Umschreibung gewählt. Allerdings ist zuzugehen, daß dasPräsens «halten" zu Mßverständniffen Anlaß geben kann; eswäre wohl richtiger gewesen, zu sagen „auf die, die,' sich für -Götter hielten".- ■ . ■; - ' Dberrochbiner.Dr. ChajeS. - Neuorgauifation im jüdische« Verlagswesen. .(Vereinigung des Jüdischen' Verlages und des WeltverlageS.)' Auf dem Gebiete der jüdisch verlegerifchen und buchhändlerischen Tätigkeit sind Veränderungen vor sich gegangen, die anstveben, i>cr. neuen Situation des Judentums und seinen.'- Um' ein Vielfaches gesteigerten kulturellen Aufgaben, in vollem Mähe gerecht zu werden. * Ein Verlag, der heute noch mit Recht der „Jüdische, Verlag"- genannt sein will, muß seine-Ziele - weiter, stecken und sein Basis breiter gründen, als es früher nötig und möglich war.' Die 'Erkenntnis dieser Itotwendigkeit hat zu Schritten geführt, die einem umfassenden Unternehmen dieser Art die notwendigen Voraussetzungen durch die. Gewinnung geeigneter Persönlichkeiten und die Schaffung einer entsprechenden finanziellen. Basis gegeben haben. Notwendig erwies'sich zunächst die Bereinigung des Jüdischen Verlages mit dem Weltverlag, der sich in der kurzen Zeit seiner Tätigkeit eine beachtliche Stellung in unserer Bewegung errungen hatte. Die literarische Leitung beider Verlage hat Martin Pub er inne. Besondere Erwartungen sind an die hebräische Abterlung des Jüdischen Verlages zu knüpfen, die von Jakob Kl.atzkin geleitet wird. Ein Beirat von Hervorragenden hebräischen Schriftstellern ist in Bildung begriffen, und .jetzt schon - kann Achad-Haam als Mitarbeiter genannt werden. Das hebräische Programm de2 Verlagessieht die Ideuausgabe klassischer Werk unseres Schrifttums, die Schaffung wertvoller Lehr- und Lesebücher und die Pflege neuhebräischer Belletristik, vor. Dem Jiddischenwird — vorwiegend seitens des Weltverlages — durch Uebersetzung bedeutsamer Erschoinungen der Weltlitexatur ins Jiddischs Rechnung getragen. Die Grundlage zu. einem gut organisierten Vertrieb haben die beiden Verlage durchdie Begründung der ..Ewer"- Gefellfchaft m. b. H. für Buch- und Kunsthandel gelegt. Um allen Buchinteressenten fachmännischen Rat erteilen zu können, hat die Gesellschaft eine bibliographische Auskunfts¬ und literarische 'Beratungsstelle eingerichtet, die jedermann auf Anfrage kostenlos berät. Ueberdies wird ab 1. Dezember eine -.bibliographische Monatsschrift, die „Ewer"-Zeitschrift, erscheinen, die außer einer allgemeinen Information über wesentliche Neuerscheinungen kurze EffahS, literarische Selbstanzeigen und Belletristik, namhafter Autoren enthalten wird. Die Zeitschrift wird kostenfrei abgegeben. (Postkarte mit genauer Adresse an die. „Ewer"-Gesellschaft, Berlin, NW. 7, Dorotheenstraße 36.) In den Rahmen der ..Ewer"-Gesellschaft gehören endlich die ,,Ewer"-Buchhandlungen, von denen eine bereits in Berlin hesteht,-während die Errichtung weiterer geplant und teilweise schon in Angriff genommen ist. Fried Kaiser: Der Stern über der Schlucht. Berlin, Erich Reiß-Verlag (broschiert 12 Mary. Geist und. Stimmung neuer Romantik wehen in diesem Koman, der die Liebe «weter erlesener Menschen in der regsten SZHettee Morgenzettting Nuancierung der ewig gleichen imb einig wechselnden Stim-- rrmngeu festhält. Blühende Guirlarchen einer hochgestirnmten Prosa, die Romantik zweier Herzen hinein komponiert in die berauschende Schönheit Schweizer Landschaften — all das vereint sich zu einer geschlossenen Symphonie mit-tragischen Grundakkorden. Ein gutes Buch voll Verheißung, das/ auf andere Gaben des Autors neugierig macht. af. , ' Sport. Die he«ttgen Fttßballwett'piele. Heute beginnen die Meisterschaftsspiele der ersten Klasse. Dem Anfänge der Konkurrenz sieht man in allen Sportkreisen mit größtem Interesse entgegen, du mehrere Vereine bei diesem Anlaß zum erstenmal in der Herbstsaison vor die Öffentlichkeit treten.! Rapid spielt unmittelbar nach seiner Heimkehr aus der Schweiz in Favoriten gegen. Hertha.' Die Hütveldorfer werden auf die Mitwirkung rnehrevrr ihrer Besten verzichten müssen, so daß das-Kräfteverhältnis ziemlich ausgeglichen erscheint. Unter recht ungünstigen Verhältnissen muß die Ha ko ah ihr erstes Meisterschaftsspiel in der ersten Klasse bestreiten. Infolge Spielerverletzungen und' Disqualifikationen muß sie mit einer wesentlich schwächeren Mannschaft als im Herbst antveten. Ihr Gegner ist die Sp. V. Rud o lfs-hüge l, die in der letzten Meisterschaft im Vorher!reffen gelegen ist. Die Hakoahner werden gegen die körperlich schweren Favoritner keinen beichten Stand haben; man darf auf ihr Abschneiden gespannt sein. Das Spiel findet auf dem Fboridsb'orser Athletiksportklub-Pbatz statt. Der Floridsdorfer A. C. ist im Prater zu Gaste. Der W. A C. hat in diesem Spiele recht gute Aussichten, da den Floridsdorfer« in den letzten Tagen mehrere Spieler untreu geworden sind. Der Sportklub Ad Mira spielt auf seinem Platze 'gegen Wacker, dem er nach Kampf die Punkte abrvehmen dürfte. Außer den. oben angeführten Meisterschaftsspielen finden noch zwei internationale Treffen statt. Das. holländische Team tritt auf dem Simmcringer Sportplatz gegen den Wiener Amateur-Sportverein und der G r a z e r A. K. in D o r n b a ch gegen den Wiener Sportklub an. Beide Spiele dürften anregend verlaufen. In der Meisterschaft der zweiten Klasse stehen folgende Spiele auf dem Programm: Germania—Ottakringer Sp. Cl. (Schtpechat), Mnnweger Sp. B.— Donaustadt (Renntveg),". Slovan—Cricket (Rennweg), N. A. C.—Sturm (Nußdorf), Bewegungsspieler—Ostmark (Brigittenau), Sportfreunde—Baumgarten (Dörnbach), Red Star—Ober-St. Beiter A. C. (Baumgarten). Der Sportklub U n i t a s spielt auf dem Vindobona-Platz gegen Vindobona und der I. Sp. V. Hechawer auf dem Hakoah-Platz gegen Frem. Der Wettspielbeginn ,ist mit halb 6 Uhr festgesetzt. .Die Reservemannschaften spielen um 4 Uhr. Tennisturnier des Sp. C. Hakonh. Gestern begänne» die Klvbmeifierfchaften i« Tennis. Die erste und zweite Rande ergaben folgende Resultate: Herren- Einzelfpiel: Bruno Spira—Naffau i: 1 Sieg Spira, Nassau oufgegebm, Spira—Flesiebmann 6:2. 6:8, Schlesinger— Ehrenreich 7:5. tz: 8, 6:4. Federn—Lederer 7:5, 7:5. Fleischmann—Schönfeld 6:2, 6: v.Fednn—Löw 6:0. 6 :2.Mlschitz— Weiß 6:6. 6:1, -Lederer— Schönfeld 6:2. 6:6. — Damen- Einzelspiel: Gröger—Teltscher 6:3. 6:6. Gröger—Marx 6:2. 6:2, Gröger—Rottenderg 6:4, 2:6, 7:5 außer Konkurrenz. ■. ■ Heute findet das Türmer ab 5 Uhr oormütagS ferne Fortfttzuvg. ES gelangen sehr interessante Spiele zur Austragung, unter anderem die Entscheidung un Hrrren-Dopprlsptel. Tennisplätze, XIX., Leidesdorfgaffe 6, Linie 39, 89. Holländisches Team gegen Vienna 2:2. Dem ersten Spiele des holländischen Teams, das gestern auf dem Prater-Sportplatz stattfand, wohnten bei 16.066 Personen bei. Die holländische Mannschaft zeigte recht gutes Können, wenn auch bei einzelnen deutlich zu erkennen war, daß sie sich in erster Linie auf einer DergmigungSreise in Men befinden. Die Holland« betreiben ein hohes Kick- und Rufhshstem und weisen durchwegs ein vorzügliches Schußvermügm auf; ihre beiden Tore waren Pvachtschüffe. Die besten Leute der Gäste waren der rechts Verteidiger, die beiden Flügelläufer und der Halblinke Stürmer. Der Tormann, em wahrer Hüne, verfügt über einen prächtigen Ausstoß, ist aber sonst ziemlich unbeholfen. Die Vienna hatte einen sehr schwachen Tag, kam aber nach der Pause stark auf und schnürte die Holländer zeitweise völlig ein. Di-.'. Holländer kamen in der 13. und 34. Min. durch Bonlip-nschüffe ihres Mittelstürmers zu Lovehren. Die Biemla vergab die Chance eines Elftneterstoßes; der holländische Tor» mann hielt den schlecht placierten Ball Pescheks. In d« zweiten SpiechAfte blieb den Wenern vorerst trotz heftigen Drängens ein zcihllbarer -Erfolg versagt. In der 26. Min. schoß Trommel unhaltbar e-in und drei Minuten spater erzielte Edelbacher aus einem Freistoß ein wunderschönes Tor (2:2). Mit Däüihe konnten die völlig ermüdeten. Gaste den unentschiedenen Simrd halten. Schiedsrichter: Dav. Grün bäum. — Im- Spiel der Semorenmanmschaften fiepten die Holländer 4:1. . —_ - Jüdischer Turn» und Sportkreis. Am Mittwoch de» l. d.M. saud die konstituierende Sitzung deneugcwLhlten jüdischen Tu»n« und SporlkreiseS statt. Als erster Punkt des Arbeitsprogramws wurde die Ausarbeitung der ' Statuten lüc die oeirenutev Untrrv^rbäude srün»',tzt. Norbert ■■S~ Septembtt 1920*' ' HocWm übernahm das Äkeferat für dry Turnkreis, Fritz Bmtzl fü): den Svortkreis. Der Vorsitzende Ingenieur Ackermann leim nnt. daß die begehenden Töuristenvereine Juden nicht mehr aufnehmen sollen. Er erhielt von der Versammlung die Vollmacht sich mit den kompetenten Faktoren zwecks Aufklärung ins Einvernehmen tu tetzen. Die nächste Sitzung wurde für Freitag tat 10. d. M. festgesetzt. Sportklub Anitas. Heute erstes Meisterschaftsspiel gegen Birrdobi'nu. (Zuschriften sind stets au das Sekretariat, IX,, ^iechrensteinstratze 27, zu richten.) Akademische Sportabteilung Zudaea—Sp. Kl. Uyitas Baden Dieses Wettspiel findet heute nachmittags u« 3 Uhr in Vöslau statt. Fudaea tritt in folgender Aufstellung an: Ing. Waldmann; Kleinmann, Fisch; Flrfch, Tammler, Fink; Banernfrennd, Dniämann, Lantner. Mandl, Freiman«. Ersatz: Ungar. Reich. Gemeinsame Abfahrt nach VöSla« um Vs2 Uhr nachmit'aas Südbabnhof. Hakoah-Rudolfshiigel. Der Svortllnb Hakoah tritt beute gegen Rudoltshügel in folgender Aufstellung an: Halver»; Scheuer. Hans Weiß; Moknar, Grünseld, Slutzkv; Katz.'Finko, Iizo Gansl, Pollak, Häusler. — Die Spieler Weiß, Fmko und Pyllak sind der Reservemannschaft entnommen. — Dre Reserve spielt in folaender Aufstellung: Reumann; Heller, Paul Weiß; - Herlmger. Nnßbaum. I. Kolisch; Pollatschek, G. Schwär», Gritnwald, Drucker, Gruschka. Gerichtssaal. Die Güttiakeit und der Vollzug der in den Nachfolgestaaten gegen Oesierreicher gefällten Straferkenntnifse. Zum ersten Male hatte sich gestern rin Senat -es. Obersteir Gerichtshofes unter Vorsitz des Senatspräsidrnten Dr. F i f ch b ö ck mit diesem Gegenstand zu befassen. Der. 89jährige Ignaz Hamm erschmied war am 14. Oktober. 1918 wegen eines im Juli 1918 in der Nähe von BudweiS! verübten Verbrechens (der öffentlichen Gewalttätigkeit) zu sechs Monaten Kerkers verurteilt worden. DaS KreiSgericht Budweis hat sich nach einiger Zeit (nach im., Zusammenbruch) an das Kreisgericht KremS, da der Verurteilte im Kremier KreisgerichtssprettgÄ wohnt, mit bet Frage gewendet, ob eS die Strafsache übernehmen wolle. DaA . KreiSgericht Krems hat nun, da der Ungeklchgte österreichischen Staatsbürger ist und die Tat im Ausland vollführt wuche, nach Aufgreifung des Angeklagten die Sache nochmals durchgeführt und den Angeklagten freigejprochen. Dagegen hat die Staatsanwaltschaft Krems die NichttgLeitSbeschwerbvi ergriffen. Der Oberste Gerichtshof hat di« Nichtigkeits-' beschtverde der Staatsanwaltschaft verworfen'. Das Schicksal einearme« Mädchen». Zu« Schandgewerbe verhalte». Bor dem Schwurgericht unter dem Borsitz beS OM». °' landesgerichtsrates D'r. Sch ach ner hatte sich^ gestern die 17jährige Hermine Achleitner wegen des Verbrechens des Diebstahls zu verantworten. Das einen ganz kmdlühen Eindruck machende Mädchen lernte zu seinem UnMck in . einem 5daffeehaus in der - Praterstraße den angeblichen Schauspieler Otto Singer und dessen Geliebte, das ehemalige Kllckterfrüulein Marie Hopsa, kennen. Singer und feine Geliebte wohnten in einem kleinen Hotel im Prater .mch' die Hopsa wußte es durch Zureden dahinzubringen, daß auch die Angeklagte Wohnung in diesem Hotel nahm »mb sich einem leichtsinnigen LebenswatGel ergab. Die Mngellagdr suchte Hervenbekcmntschaften und ist nun beschuldigt, einem Hochschüler 13.606 Kronen und einem anderen Manne 97M/ Kronen bei gemeinsamen Besuchen im Hotel gestohlen zch, haben. Das Mädchen wurde verhaftet und kam in ei«.' Spital; auch hier ließ sie sich ein Eigentumsdelikt zuschulbettl kommen, und zwar stahl sie einer Kranken 79 jkvonsk^ Bei der gestrigen Verhandlung vertrat Staatsanwalt Dokd^ Kabetzka die Anklage, als Verteidiger fungierte Dr. Diktor; - Nowotny. Die Angellagte erzählte, baß Otto SingwL eS war, der sie zu dem Diebstahl verleitet habe. Er &e* zahlte anfangs für sie den Zins und bestritt auch.'den übrigen Lebensarstvaud: später veranlaßt« er sie aber, Hervmvekanntfchaftrn zu machen, mit ihnen Hotels zu suchen und sie dann zu bestehlen. Sie mußte bas gestohkne Geld auch immer an Singer avliefern. Dev Borsitzendch konstatierte, daß gegen Singer eine Untersuchung Wege« DÄbpahlsteilnehmung geführt, aber eingestellt wurde, weil fichj ein strikter SchnldVeweiS gegen ihn nicht erbringe« ließ. Die Zeugin Marie Hopsa suchte die Angaben der 5Be« schiMgten gbzuschwächen; sie mußte aber zugeben, baß ihr . Bräutigam von dem Mädchen Geld genommen habe. Dv r- ' sitzender: WaS ist denn Ihr Bräutigam eigentlich? — Zeugin: Er soll ein Schauspiel« gewesen fein; setzt lÄett! wir von seiner Mutter, die gibt uns alles. (Heiterkeit.)! Die Geschwornen beantworteten die Schuldfvage« mit drei . Stimuren Ja gegen neun Stimmen Nein. Auf Grund dieses Verdiktes wurde die Angeklagte freigesprochen. @!faf dankte den Geschwornen mit ein« Verbeugung. Der versteckte Einbrecher. Bor dem Schwurgmcht «stet tan Vorsitze tzeS Landes genchtsrates Dr. E n g e l hatte» fich Samstag der Manrek Franz Fürst, die Büglerin Hermine Langer, der Uhrmacher, gehtlfe Karl Kendreh und der Elekwotechniker Rich«h Fraß! wegen Diebstahls, der Monteur Josef Fraß l rmi Frau Berta Fraß! wegen Diebstahlsteilnchnmng zn verantworten. In der Nacht zum 17. Jänner wurde das LVäschegrschLft des Alois A r t u e r in der Währingerstraße erbrochen! Die Diebe «beuteten Waren im Werte von ungefähr K StJOCQ' Durch die Zeugin Elsa Fuchs wurde der Verdacht der Täterschüft aus Hermme Langer gelenkt, welche in demselben Hansezu ebener Erde eine Küche bewohnte, während Eff» Fuchs hgH dazugehörige Zimmer gemietet hatte. Drr FuchS bemerkte i« her kritffchrn Nackt, kaü im Bette her Langer jemand verdeckt »qr

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