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Wiener Morgenzeitung · 1920-09-04 · Heft 582 (4.9.1920) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 582 (4.9.1920)
Date
1920-09-04
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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M. L82. _... feien, Samstag >^w*wiin ■ ■■■'■■■—< ... — wwtuäftii Letzte Nachrichten. Per Krieg zwischen Polen und Lttane«. Bormarsch der litauischen Truppe«. Kowno, 3. ^September- (Litauische Telegraphen-Agott.ur.) k i t a u i sche r. H e e r e s.b e r i ch t. Nach Erfolgen. im Kampfe mit den Pole« begannen, litauische Truppen zur Wiederherstellung der früheren Lage den Bormarsch. Auf der ganzen Linie G r o d.n o—S u w a l k i gelang es, die Polen 2b bis 50 Werftzurückzudrängen. Gestern iruvtni Lipcki, Glbh, Seinh, Krasnopol, .Koletuiuki und Tscherwonka. 7 Kilometer nördlich Suwalki, zurückgenommen. Wir machten Kriegsbeute und Gefangene. Litauische Flugzeuge nahmen an den Kämpfen durch Erkimdungstätigkeit teil. Der Vormarsch, wird fortgesetzt. r * Bierpreiserhöhuug. Für. -Wien wurden^ folgende Bierhvchüpreise festgesetzt': Im Ausschank bei Gastwirten für 7, Liter lichtes Bier. K 4,20, für V, L^er dunkles Bier _.K- 4.40. In Gast- und Schanlbetneben. die nur eiu Saiwngeschä't haben, ferner in Betrieben mit Musik-' und sonstigen Vergnügungs- Veranstaltungen kann zu obigen-' Höchstpreisen ein höchstens LoV.iger. Zuschlag gemacht werden. Die Höchstpreise für Flaschenbier bei Kleinverschlritzern und Wirten und in Kaffeehäusern betragen K 5.10 (licht) und K 5.90 (dunkel). , * Dir GÄbelinansstellmig im Belvedere. Ab heute tverden die samstägigen Führungen in der Gobelinansstellung wieder ausgenommen. Die Ausstellung bl-.nbt nur noch bis Ende September geöffnet. Die Besuchszeit ist täglich mit Ausnahme von Freitag don 10 bis 6 Uhr. ".Mndrnch mit MMonmschavelt. Am 2. d. M.. wurde 'lm Laufe des. Nachmittags die Bedenäbtellung des Kaufmann Mbett Munich, .6. Bezirk,, Nelkengasse 6, erbrochen. 'Gestohlen wurden Kleidungsstücke und Pelz werk im Werte von einer Million Kronen. i * Millionen Mark von Einbrechern erbeutet. Ans S tet t r n wird gemeldet: Einbrecher haben in der letzten Macht in den Sicherheilsgewölben des Verwaltungsgebäudes der Bull anwerke mit Sauerstoffgebläsen vier eiserne Türen 'zerstört' und auS dm Gewölben über 17s Millionen Mark gestohlen, die zur Lohnzahlung dienen sollten. Don dm Tatern fehlt jede Spur. [ * «Metallum Gold" tmit dem Regenbogen) htt gutgewährte Taschenlampenbatterie. [ * Da» Bankhaus Wagend erg & Eo.» I., Börse- Aaste 3, hat am 1. September sein« .Tätigkeit ausgenommen und lempstchlt sich allen P. T. Gesinnungsgmosirn. Vereinsnachrichten. y 3 tt fle« b v.e r eiuAha w a t HZ ^o II., Kleine Zu«!fahrt§siraße 160. Heute präNe 5 Uhr nachmittags Plenarversammlung. Erscheinen sämtlicher Mitglieder uuerläftt^ch. — Jüdische '-58'.» l k s v i b l i o t h e k 81 o n', U, Glockengüsse 30. Die Wolksbibliothek bleibt b>.s 15.' d. M. geschloffen. Die Leser 'werden ersucht. die bei uns ausgeliehenen Bücher im Laufe der Woche zwischen 9 und 12 Uhr vormittags und 3 bis 7 Uhr nachmittags zurückzustellen, da wir diese zur Kontrolle brauchen. Ncuaumeldnngen und Bücherausgabr werden ab Mittwoch den 15. d. M. stattsivden. Die Bibliothek wirb ab 15. b. M. Montag, DienStag> Mtlwoch und Donnerstag von 6 bis 8 Uhr abends, Sonntag von 11 bis 12 ,Uhr.vormittags geöffnet sein. — Ze t r e i M i s r a ch i. Morgen, Sonntag, den 8. d. M. um 7 Uhr abends, eine . Versammlung im, Ilfchnb Erez Israel, N, Vraterstraße 43/11. Erscheinen Pflicht. — B e r e i n N o r d o st. Wie alljährlich so auch Heuer ivrrd im Vereinslvkgl, U., Taborsiraße..2l a, eine Bclversamnilung veranstaltet. Es liegt im Interesse unserer Mitglstder, -sich rechtzeitig mit Sitzplätzen' zu versehen. Kärtenvorverkaus bei Jakob Singer, ll., Kleine Sperlgaffe 8, und im Verdmslokale. Telephon 40M1. — H ebr 8 ischerK l ii-b. Heute, 7.Uhr abends. Fortsetzung der Diskussion über Statutenänderung nnv Arbeitsplan für das nächste Semester. Ort: Lokal.der.Vereinigten jüdi- ,'/«8 Uhr abends, eine Versammlung. dr nengegründeten Vereinst aung Zeirei' Zion' im Soüterrainlokale des Caft Rrmbraudt, II., Untere Augartenstraßr,' Ecke Förstergaffe, .wobet mehrere Referenten über Ziel und Programm - der . Zer rer Zion sprechen werden. Jutereffenten sind hiezu ,ringeladen. — I ü d i s ch e I u g e n d v e r e r n r g rr n g M eu v r a h. Heute, um 6 Uhr abends, Mitgliedersitzung (Erledigung technischer Angelegenheiten); »m Y,7 Uhr abendS Heimabend tljterarrsche. und musikalische Einlagen). Heute, 7-7 Uhr abends in' der ziynisiisckmSektion, {yU Awerlmgsträße 19, Hofstiege. Heimabend. Gäste willkommen, . / . - Die. ErniHrmW. : Der Marktbericht. N..;.. Wie vorauZzusehcn war, sind die Zwetjchttn uutudem. Druck. «derstarken Züfnhreit — es - kamen nebst ungarischen ZtvetschKn artch .große. Mengen, rftederösterrcichlscher Ware sauf die Märste -- im Preise zurückgegangen.' Gute Zwetschken waren um 6 'bis 8 Kronen per Kilogramm erhältlich. Auch die besseren Apfelsorten ermäßigten sich im Preise. Tiroler. Tafeläpfel waren schon von 8 Kronen auswärts per Kilo gramul zu haben. . . ^- Obwohl auch das Angebot an G e m u fe wett - den Bedarf überstieg, blieben die.Preise: für hiesige Gartnepware unverändert hoch: ciuzelue Gärtnerartikel wie Spinat, für den gestern 10 SitoucV Kilograntin verlalrgt wurden, haben sich sogar, im Pveise erhöht. Unter den .ungarischen- Zufuhren dcL dl'aschmarttes befanden sab .auch Kipflerkarwffeln sehr guter Beschallenheit,. die im Kleinhandel 8 Kchnen. per SkilogrammkosEn.'. Hiesige runde Kartosseln ' haben sich etwas -im -.Prche erhöht; es. wurden schon .Preise bis K. 7.10 per .Kilogramm verlang'tt ' Ist ' den. Fleischpreisen ist Kcmf .'.Ae.uderung eingetreten. Die Geflügelpreije sind unverändert hoch und es besteht leider allch keine Aussicht, das; sch die Preise vor den Feiertagen "ermäßigen, da die-.Ankünftederzeit wgap etwas schwächer find. 'Lebende Hühner sind auf dem Naschmartt täglich, in der Großmarkthalle auch an einzelnen Tagen zu haben. Der Preis beträgt für .ein Huhu 50' bis 160 'Kronen, doch müssen'diese'Hühner — namentlich die. billigen — erst aufgesüttert werden. . ' ' ' ' ' •*■ i Lebende Karpfen kosteten '120 Kronen per Kilogramm. M VLUL-ELNVi 281611« Mors«llzettv«- 4. Geptember lti0 SMTV ...... iWW.TIMII.Wil.l«l»MTi ■— - ... ’ *i>; Md K Aus den Theatern. » Im B u r g t h e a t e r gelangt morgen. Sonntag, e r Bauer a l s M i l l i o n ä r" zur Aufführung. Anfang 6 Uhr. Im Schönbrunner Schl ö sttheate r gUanktt morgm, Sovittag. Slernhtimö r e-K a s s e t t e" zur Ausführung. Beginn 6 Uhr. Äm O v e r n t h e a t e r wird morgen. Sonntag, zu erböhteu Preise» ,T a n n h a u s e r" gespielt. Ansang V-7 Uhr. sich bereits für die Sache zu tttktefffetwt mrd in erster Lmir: Amerika, wo man merkwürdigerweise bon bcx Existenz des neuen Dramatikers bisher nichtgewußt hat. ' Wiener Stabttheater. Die französische Komödie „Pier. ungeschickte Jongleur" von .Henry Burgnet und Hivpivkyt Sa urin ist minderwertige Importware. Ein irmger Liebhaber, der Ploklich glückliche« Erbe eines Millionenvermögens geworden ist/ stellt seine Geliebte auf die Probe. Er 12$ einen' alten Mimen den reichen gräflichen Ber-- ehrw spielen undfällt fast Hinein. Dpß' Mädchen neigr dem Dritten zu. Die Komödie, lvandelt sich sacl)te. in ein unverdcurlichLs. Rührstück. Bon den Mitwirkenden leien neben Franz Weißmüller und Bally Brenneis noch Nore Gregor nnd Heinrich Fuchs hervorgehvben. W o ch e n s p. i r l p T a w d e r S t a a t s o p e r. Sonntag den 5.' d, M-, Vt7 Ubr abends (zu erhöhten Preisen), „T a n u h ä u s e r". Moncag, 6., V,7 Uhr zu erhöhten Preisen). „Die B o h ettt e". Dienstag, 7., 7,7 Uhr: »Hoffmanns Erzählunge n". Mittwoch. 8., 7-Uhr, mGavab leria rusticana“, „D e rBaja»z t\ Donnerstag, 9., u*7 Uhr, „Di e E n t f ü h r ü n fl anSdemSerail". Freitag, 10., 7,7 Uhr (zu erhöhten Preisen), „Madame B ü t t e r f l h". ^Samsiag, 11., 5 Ubr (zu erhöhten Preisen): „L o h e n a r i n". 'Sonntag, 12.. 7Z7 Uhr (zu erhöhten Preisen), „Der Rose«' kavalier-. Wochenspielplan des BurgtheaterS: Sonntag den. 5. d. M., 6 Ubr abends, „Der Bauer als Millionär. Montag den 6-, 7'-7 Uhr abends, „Die Schmetterlingsscblachl". Dienstag den 7.. 6 Uhr abends. „Der Belschwendcr". Mittwoch den 8.,!/o7 Uhr abends, „GhgeS und sein Ring". Donnerstag den 9., 7s6 Uhr abends. „Die versunkene Glocke". Freitag den 10.. 6 Uhr abends, „Pygmalion*. Samstag den 11., 7*7 Uhr abends, „Sappho". Sonntag den 12., 7-6 Uhr abends „Egmont". WochenspielplandesSchloßtheaters: Sonntag den 5. d. SÄ., <5 Uhr abends, „Die Kassette". Montag den 6., 6 Uhr abends, „Ä-r erste Beste" — „Es bat nicht sollen sein" ,Dienstag , den 7., 6 Uhr abends, „Der erste Beste" — „Es bat nicht sollen sein". Mittwoch den 8., 7-6 Ubr abends, „Biel Lärm um N'chts". Donnerstag den 9., 7-6 Uhr abends. „Viel Lärm um Nichts". Freitag den 10., 7,6 Uhr abends, „Biel Lärm um llkichts". Samstag.den 11., 6 Uhr abends, „Der erste Bcste — ),Es hat nicht sollen sein. Sonntag dm 12., 6 Uhr abends „Die Kasette". Wn-e Affäre im Burgtheater. In diesem Jahre hätte Miß SLac ' C o r m i cf, eine Enkelin Rockefelkers, im Burgthealer gastieren sollen. Die sunge Danre hat 'sich in der Schtveiz zur deutschen Schauspielerin ausgebildet. war dort von dem Burgtheaterregisseur Treßlcr Mhärt und dann jiiitt Gastspiel für das Fach der sentimentalen Liebhaberin ein- «Wladeir worden, weiches sie annahm. Nu« gelängte an bst Direktion des BurgtheaterS ein Schreiben der Miß Ma;". Evrmick, in dem sie. das .Gastspiel ab sagte, weil sie ab> Schmrsvielerin uwö nicht als Enkeltn RockefellerS angesehen sein wolle. Aus dem Burgtheater wurde ihr darauf geantwortet,-.das; die Direktion der Art und Weise, wie die Zeitungen von der Sache berichtet haben, fernstshe nnd das Gastspfel der Schauspieleriir Miß Mac Cormick nach wie/vor .willkommen, sei. Antwort steht noch aus. - Eine Denkschrift -rr Th.'atcri'.ngehprigr«. Das Präsidium des Bi'llrnenverri.iS überreichte dem Direktorenverband eins- Denffchrift. In brr. Denkschrift wirb für alle ' Schauspieler, Regisseure, Kapellmeister, Tyeaiersrkpetäre,- Inspizienten und' Souffleure eine Mindestgage, für die Chormitqlieder. und die,Theaterkassiere eine E i n hei ts g age'verlaugt. Sonntag findet-, eine. Sitzung der beiden Parteien statt, in "der voraus-' sichtlich bereits die Antwort auf die Forderen.->->!> '??? vereias' erteilt inerden rvird. ■ ' Sport. ' Jüdischer Sport in der Kriegsgefangenschaft DerWochenspielplan der Neu.rn Wiener B ühu e lautet: Sonutaa den 5. d. M.. 7 Uhr abends, Gastspiel Oskar Beregi „KearR. 7-^ Uhr nachmittags, zu ermäßigten Prellen, „Jedermann"., Montag den. 6., 7-7 Ubr abeudch ..Doktor Stieglitz".. Dienstag den 7., 7-7 Uhr abends. Gastspiel Oskar Bercgi. „Kcau". Mittwoch den 8.. 7 Uhr abends, Gastspiel Oskar Beregi, „Kean", 7'28 Uhr nachmittags, zu ermäßigreu Preisen, „Doktor Slieglitz". Donnerstag den-9., 7-7> Uhr abends, „Doktor Stieglitz". Freitag dm 10-, 7-7 Uhr abends. ..Doktor Stieglitz". Samstag den 11., 7-7 Uhr abends, Gast-'piel Oskar Beregi, „Kcän". Sonntag den 12., 7 Uhr abends, Gastspiel Oskar Beregi, „Kean", 7-3 Ühr nachmittags, 'zu cunäsiigteu Preisen „Jedeunanu", / In der B 0 l k s 0 p e r geht Sonntag ,.A 'i b a" in Szene. Die Hauptrollen sind mir den Damen R a n tz a u. Solinger, Huber und den.Herreu S'.ck ü r m a n n, .B r a n d. M 0 r k 0 w s k y, F r, s ch l e r und Beer besetzt — Da Kammersänger P a t l i e r a in Wien nicht eingetroffen ist, wurde für die. heut'ge Nachraorstellmlg von „T o § c a" Michele F l e t.a gewonnen. . Im W i e n e r S t a d t t h e a t e*r wird beute Samstag urd morgen Sonntag abends 7 Uhr die Lusispielnovttät „D e r ungeschickteIongleur" gegeben. Als Sonntagnachm-ttagsvorstellung geht um 2 Uhr i»D.e r Totschlag er" mit Karl Forest als' Gast in. Szene. Montag stabet eine Aufführung von ,.D e r H ü t t e u b c s i tz e r" statt. D'enstag tritt Haust N i e s e zum ersten Male in dreier Spielzeit ans. Die Künstlerin spielt die Titelrolle in der Komödie „Die. F r a n R a t" von Paul -Werrheimer. DaZ Programm der U r a n i <t für heute lautet : 7 Uhr abends (Großer Saal): „Johann Strauß": 7-6 Uhr abends '(Kleiner.Saal): Karl Jager: Aus den Schritten von Lndnrig Gcrnghofer: 7,3 Uhr abends (Kurssaak): Dr. Rudolf H n a t c k: .Ko nuten und Meteore, I.; 7s8 Uhr abends kKlubfaal): Professor Dr. Ernst B a u nr: Die Bühne der Klassiker, I. Pi§rsM ober Biro? In Büdopest tmztde kürzlich etu 1 weite« DrÄma „Politiker"'mit'seusatiouellLiN Erfolg zür Aufführung! gebracht. Das Stück spielt in Amerika, behandelt amerikanische Verhältnisse Mid hat nach dem - Theaterzettel einen gewissen Laivrenov B- P i e r so n gum Verfasser: Nach der erfolgreichen Premiere war jedermann begierig, Näheres über den- Autor-zu: erfahreit. -Direktor Ward o s des Jnner-- städter-Theaters -konnte aber nicht viel, über dessen -Persönlichkeit . berichten: Er habe das Stück von einein in .Amerika roeitenden Bruder des bekannten Schriftstellers Ludwig Biro'! un Manuskript erworben. Den Autor kenne er nichtnoch wisse er. sonst etwas, über, ihn zu berichten. ..Diese Antwort erregte Aufsehen. Ein unbekamrter amerikanischer. Schriststellcr also sollte ein so ausgezeichnetes Werk, geschriÄen und sich gerade Budapest' für die U.raufführung ausgesucht haben? Das. wollte kein Mensch, für bare Münze nehmen und sofort wurden Stimmen laut, die erklärten, nur Ludwig B t r 0 oder?lndor Gab or könnten die Verfasser sein. Darauf setzte die Presse des „neuen Kurses" mit einer, wütenden Hetze ein, ergrirg sich in heftigen Ausfällen :gegen jette beiden im' Exil lebenden Schriststoller, denen sie. vorwirft, daß sie öffentlich . gegen Ungarn auftreterr, aber üisgeheim 'ungarische Tantiemen verdienen wollen, nnd verlangte kategorisch-ein Aussithrnngsverbot, Vorlage dev Affäre vor den Theaterausschuß usw. Es regnet Erklärungen und Gegenerklärungen, Angriffe und Verteidigungen in der ungarischst Presse,, aber die Frage ftec Aätürrschast bleibt ungelöst, bis'es Herrn Pierson ich Amerika beltÄben wird, irgendein Lebenszeichen von 'sich zu geben. Er wird, allen Berichten nach, als., ein hervorragender DM-. matiker geschildert und man prophezeit dem Muck . euten- Triuyrphzug durch die Welt.' Da wäre es -wohl an der! Zeit, das Inkognito zu lüften. Der glückliche Theaterdirektvr! aber ist, wie mau sagt, über die Affäre durchaus nicht un-> . zehalier'., die täglich mehr Besucher' ins Theater lockt, um die Frage „Biro oder Pierson?" zu lösen, ohne daß sie i es bisher zuwege gebracht hätten. Auch das AMand beginnt (Ans einem Briefe.) In den lehren zwei Jahren lvon März 1918 bis April 1920) lebte ick, frei in Irkutsk, als Leiter eines j üd-i sch e n S p 0r r- und 'Turn ktub s und als % 1* x n l e h r e r in der .7 ü s i f ch e n S ch nie. Ich habe eine sehr angesehene Position in der jüdischerr Gesellschaft eingenonuiten ttnd konnte viel Nützliches wirken und schaffen. Die liebevolle Artsmerksamkert, die.mich hier urngaö, tnußre mir über das schmerzliche Bewußtsein, euch?o iveit entrückt zu sein, hinweghelfe». Der jüdische Turuklub, dessen Leitung ich imre hatte, wod durch mich selbst gegründet worden; dieser, Klub halte aber nicht, mn' di: körperliche Hebung des jüdischen Volkes sich zum Ziele grsrtzt, lotwern führte 'auch ein enges Zttsammenleben. besondL^s.cher hiesigen, jüdischen-Jugend herbei, die a-t..mir mit wahrhaft rührender Liebe hing? Wenn ihr euch auch unter einer sibirischen Stadt nichts Wildes, oder Absonderliches, vorznstellen habt' (es sieht, genau so europäisch auS wie bei nn? zu Hanse), \\i konnte ich hoch in kultureller Hinsicht v'ickes Neue, hier einführeü und die kulturelie Erfahrung des Wefteuropäers zur Geltung bringen. Meine Tätigkeit, anfangs, nur auf- Irkutsk beschränkt, erstreckte sich in der Folge auf tz.anz Sibirien, wo irumrr es eine jüdische Jugend gab. Unsere Hoffnung, in einein Zuge bis an die Grenze befördert zu rperden, hatte' sich leider nicht erfüllt. Unserer N?'fe ivnrtze in -Omsk ein vorläufiges Ende gesetzt. -Der Abtransport der Kriegsgefangenen in die Heimat.geht wohl vor sich, aber infolge brr herrschenden KriegSverhältnisse zwischen Polen und .Rußland ziemlich langsam. .'Ich'.bin bereits drei Mo-- natel hier in Omsk und noch weiß ich nicht,, wann die Reihe zmn 'endgültigen Abtransport auch an wich' koinmt. Unterdessen lebe ich. hier und .habe ineine' .Anstellung und mein Brot. Ich bin in der hiesigen VoMbildnngsabteilnng ang^stcllt. Erst, hatte ich das Amt eines Instruktors für körperliche Erziehung bei den Kmderklubs, hernach Geschäftsführer der Sektion für .darstellende Künste. Außerdem -halte ichzweimal ^wöchentlich Vorträge, für körperliche Erziehung, füp Lehrer und Krndergärtner und -gärtnerinnen. Auch meine Jrkutfker ^Tätigkeit setze.ich (zu einem kleinen Teile freilick nur) hier fort — als Vorsitzender das . .K-omiiees des^hier bestehenden jüdischen Sport- und, Turuvereiurs. Alles in allem aber reicht meine Arbsits-' iaiigkei: hier bei weitein nicht an die in Irkutsk 'hleräu. BeLsien siegt in der Futzball-Ochmpiade. Am Donnerstag - fand in Antwerpen das . Ent> scheidungZfpiel der olympischen Futzballkonkurren; statt. Für? das Championat hatten sich die -Mannschaften Belgiens und der Tschecho-Slowk-si qualifiziert. In der Panfe des lebhaft.geführten Spieles' waren die'Belgier mit 2 : 0 in der 'Führung. R-gch 'Wiederbeginn kam es zu Anc-einandersetzungen zwischen l Z»en Tschechen und dem Schiedsrichter, da sich die ersieren 7öürr^ chie ' WtLstheidungen des Unparteiischen banW.-.' ' 'leMgt. MM. '.Schließlichtrai-en' die' Tschechen in der ig. Minute ab. Der Sieg würde?..v Bttgiern sprochen. ' _ _1 ■ HsiLÄÜDrsche Fußballer irr Wien. , Wie bereits berichtet, tritt heute und morgen einb holländische. Fußballrnaztnschasc in Wien atr. Die Bedeutung der Spiele geht über der: sportlichen Rahme« s.ißopk SteiiiUavt, wie-» l.. «it|or«l.r.9 — T-.’]. lOr:! Vtfr OrvijstC AwwtM: * Blliiijne Pitlso!

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