Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 579 (1.9.1920)
- Date
- 1920-09-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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i; •' r i ■ t - I €kfr& Wien, Mittwoch 4vie«er Morgeuzeitung I. September 1920 Rr. 579 Doltnr ^spendet. <- Die H^nubeförderung erfolgt, vhnö Rücksicht Ms. Glauben und Rasse. Auch'wird kein Unterschied zwischen ungarischen, öfterreichi^en oder anderen. Kriegsgefangenen gemacht werden. Wiener jüdische Kinder in Trieft. Gestern abends ist vom Südbahnhof ein Zug' mit '45 jüdMeu Kindern aus Wien nach. Triest, ab gegangen.. Äußer diesen Kindern gingen noch, zehn knochenkranke.. Kinder ab!, melche im.Hospiz San Pelagio UnteMnft finden. Dies ist. der vierte. Transport von hindern nach Triest, den die hiesige Ab.Leitung des ..American Joint Distribu tion .Committee" setreckt. Wir ' haben des öfteren Gelegenheit genommen, das segensreiche Wirken dieser, amerikanischindischen. Institution gerade in bezug ans die Kinder? für sorge.hervorzuheben. Die erste Sendung von Kindern' ftrtigLe.Her Joint am. 10. Jänner ab, die erholungsbedürftigen ' Kinder würden teils in der Billa des Triestinep jüdischen Menschenfreundes Ingenieur Stock, teils bei anderen privaten Familien untergebracht. Diese Kinder kehrten Mitte März, durch' die mustergültige Pflege und den Aufenthalt in der heilendere .Seelflst gekräftigt und erholt, nach Wien>zurück. Die .nächsten. Transporte gingen dann, in der . zweiten Hälfte des Monats März, am 1'. Juni und schließlich gestern, ab. Die Fürsorge des Joint erstreckte sich, auch auf Kinder, die an Knochentuberkulose, Lupus' usw. litten. Mit jedem dieser erwähnten Züge gingen etwa zehn solcher armer Kinder mit, die bisher in Waldoltra unter. sachverständiger Pflege und ständiger Aufsicht von Schwestern des Joint versorgt wurden. ■ - Streik der Buchh andlurrgsgehilsen. Mit .her. Tagesordnung: „Derhandlung-en oder Streik" fand gestern abrns im Verbandsheinr der Krankenkassen eine massenhaft besuchte, vom Gehilfenansschuß..einberufene Versammlung der Buchhandlungsgehilfen. statt, um zu der ablehnenden Haltung der Unternehmer gegenüber, den ihnen von den Angestellte^ übereichten Gehaltsforderungen Stellung zu nehmen., Gehilfenobmann Scholz erklärte in seinem Referate,,,dgß die Verhandlungen mit den Vertretern der Korporation., der Buch-, Kunst- und Musikalienhändler zur. Abschließung einesneuen Kollektivvertrages ohne,.Epiolb blieben. Die ersten vor drei Monaten überreichten Gehaltsforderungen wurden abgelehnt und auf die sodann überreichten reduzierten Forderungen blieb bis zum heutigen Tage 'die- Antwort aus. Die Erbitterung..unter. den Angestellten ist bis zum. äußersten gestiegen', jetzt könne es ssich nicht mehr darum handeln' ob MtreK tverde,. sondern nur darüm, wMn, wie und wo ''jfiftMff werde. (Stürmische Zusti.mmungskunbgebüiig üüd Rufe: Sofört!) Redner schildert .die elende Lage'her Büchhandlungsgehilfen, verheiratzte Angestellte 'mit 30jähriger Dienstzeit beziehen Gehalte von >13O6bis 14OO Kronen. (Pfuirufe.) Das Publikum weidd uckt seinen Sympathien auf selten der hungernden Gehilfen stehen, wenn es erfahren wird, was im Buchhündel wahrend des Krieges und der' folgenden Friedenszeit verdient wurde. Im Buchhandel gibt es kein 'Äntetnehmerrisiko,. wie in. den anderen Gewerben, durch den Kurswert ist der Wert der Lager vielfach gestiegen und auch die Deuerungszuschläge' kommen nur den Unternehmern und nicht den Angestellten zustatten. Herr R^e mfeld'teilte unter stürmischen Entrustüngsknndgebungen den Versammelten mit, daß ein Buchhändler b^i den Verhandlungen erklärt habe, er wolle das - Ende.,.,, des Streiks am Semmering abwarten. 2000., Gehilfen sollen verhungern, damit wenige UnteruehpM,.sich^ eines Wohllebens erfreuen können. Nachdem noch. mehrere. Redner gesprochen hatten,. wurde mit Stimmzettel abgestimmt. Von zirka 1200 anwesenden Gehilfen wurden 1114 Stimmzettel abgegeben, von welchen. -1104 sich für den Streik erklärten. Die..sich -er. Abstimmung enthielten, waren Angestellte von-. Firmen,, die die Forderungen' der Gehilfen anzunehuren erklärten. Die Zahl der Gehilfen beträgt zirka 2000, di.' bei- Unternehmer 250. Der Streik beginnt heute. ' ' , Bübereien der Nationalsozialen. ' Für gtzstern abends , hatte der sattsam bekannte D'r.-Riehl seine Anhänger in ein Gasthaus in der 5iai'ice Jösef-Straße. einberufen, um dort gegen die Ostjuden zu demonstrieren. Ein kleines Häuflein von Riehls Trabanten hatte sich eingefunden und versuchte nach der Versammlung in den Straßen der Leopoldstadt Gassenbübeceien zu verüben. Die Rowdies stänkerten sozialdemokratische Arbeiter, und Volkswehrmänner an und brüllten tapfer und.unentwegt die „Wacht am Rhein". Dabei beschimpftM's.ie-die ^Passanten. In -der Praterftratze .trieben sie dick'Gassenbübereien so weit, daß sie gegen "die Wache Sieine schleuderten. Vor dem Restaurant Hauswirt kam H Wrmals zu einem Zusammenstoß zwischen den RiehADbn. .Rowdies und einer Gruppe Arbeitern. Beritt<M> Polizei.fchritt ein und zersprengte die. brüllende Horden Hie fluchtartig auseinanderstob." "Mim"Präterstern suchten sich die ,Helden" des Herrn Riehl wieder, zu sammeln, aber. fthlte' ihney schon.^offenbar der Mut. und so zogen sie es vor, nach Gass^rbubMart zu verschwinden. Herr D'r. Rieht kann mit --seinem -Erfolg, zufrieden sein.... . Mittettungell aus dem Publikum. B des Herrn Isidor Blonder mit Fräulein Martha Weinberg gratulieren hexzlichst Baruch und Heinrich Neufeld. BlLZf ANTEN, Perlen, Gold, Silber, Platin und Uhren kauft zu Höchstpreisen Ua44a« Botaatunn*tras*o23 Dener, Kerlahilferstr. 88 776! Täglich Gelegenhettsk&nf«. Große Unterschleife -ei der Enzesfelder Patron enfabrikr. Die Polizerkorrespondenz meldet: Der Verwalter der Enzesfelder Munitionsfabrik Friedrich B r a d e I, Leobersdorf, Hauptstraße 44 wohnhaft, .hatte vom Werke. ittel"am Steinfeld auf Grund, strafbarer Manipulationen eines dortigen Organs 50.000 Meter Zündschnur um eine Krone per Meter bezögen und sie einem Konsortium, bestehend aus dem Major Alois Masmrka,..0. Bezirk, Mariahilferstraße 51, dem Techniker Wladimir Kump oft, 6. Bezirk, Liniengasse 8, den „A r r stol - Werken" und dem .Privatbeamten Anton Güba, 3. Bezirk, Kerchergasse 4, verkauft. Kumpost hatte mit dem Ausland Beziehungen und vermittelte die Lieferung der Zündschnüre dorthin, wobei die Gasglühkörperfabrik „Aristo" als Verkäuferin der Zündschnüre austrat, welche nun per Meter 9 Kronen 50 Heller kosteten. Außerdem wurden an die nämliche Stelle noch einige andere Artikel um den Gesamtbetrag von 573.000 Kronen verkauft. Diese Summe wurde unter den Beteiligten 'in der Weise verteilt, daß Bradel 120.000 Kronen, Major Masurka 55.000 Kronen, .Kinnpost 90.000 Kranen/'Guba 80.000 Kronen Erhielten. Im Zuge der weiteren Erhebungen kamen auch ausgedehnte Betrügereien, beziehungsweise Veruntreuungen ärarischer Munitionsbestandteile . und Pulversorten zutage. So hatte insbesondere die Enzesfelder Pulverfabrik von einer hiesigen Firma einen Anspruch auf Lieferung von 30.000 Kilogramm Gußmessing aus den staatlichen Möllersdorfer Werken erworben, späterhin diese Lieferung auf 40.000 Kilogramm erhöht, sich jedoch ausbedungen, daß sich unter diesem „Altmaterial 22.000 Stück gebrauchsfähige Zünder befinden müssen. Die Firma „Enzesfelder" zahlte per' Kilogramm Altmetall 48 Kronen und verkaufte sodann die in diesem Altmetall enthaltenen Zünder wieder ins Ausland. Da nun ein Zünder kaum ein halbes Kilogramm wiegt, hat die „Enzesfelder" dabei einen, sehr.großen Gewinn erzielt. Die. Zünder, waren ans den Wöllersdorfer Werken mit falsch deklarierten Sendscheinen herausgebracht worden. Der Verwalter der Wöllersdorfer Werke, der 3 Kronen empfangest. Ihm würde noch außerdem eine Provision -von 30.000 Kronen in Aussicht - gestellt. Ferner hatte die „Enzesfelder" im Jahre 1919 vom Mittel" infolge pflichtwidriger Gebarung eines dortigen Beachten ohne Bezahlung und-lediglich um ein „Trinkgeld" von 5 bis 10 Kronen per Kilogramm 35.000 Kilogramm .Pulver bezogen. Verbucht wurden jeddch nicht diese verausgabten'geringeren Beträge, sondern die regulären Pulverpreise, so daß sich für die Direktoren der „Enzesfelder" ein Plus von 500.000 bis 600.000 Kronen ergab. - Der Generaldirektorder „Enzesfelder" Gustav T o m o l a, 3. Bezirk, Schwarzenbergplatz 6, der Direktor Adolf C o n n a r d, 1. Bezirk, Biberstraße 15, der Direktor Otto Schinke, Baden, Mühlgasse 19, und der Direktor Dr. Josef B r e g a n t, Enzesfeld 74 wohnhaft, hatten von diesen Manipulationen Kenntnis. Sämtliche genannten Personen wurden i n H a f t g e n o m m e n. Die Erhebungen, werden fortgesetzte * Beerdigungen am heutige« Tage: Zentrals r i e d h o f: 9 Uhr Birnbaum Anna; 9 Ubr 46 Min. Wald« avfel Saly. — Neüer Friedhof: 9 Ubr Himmelreich Hermann; 9 Uhr 30 Min. Silber Herta; 10 Uhr Großmann Adolf; .10 Uhr 30 Min. Ing. Wffchnowicz Benzion. — Döblinger Friedb.oi: 11 Uhr 30 Mn. Bunzl Richard; 12 Uhr Hollmann Juliusi * Sterbefall. Wie berichtet, verschied bier .am 25. August Frau Ella F e H e r ans Buczacz. Die Verblichene gehörte zu den tätigsten Mitgliedern der zionistischen Organisation m Buczaci, an deren Ausbau sie regen Anteil genommen hat. Zur Zeit, als die jüdischen- »Damen" der Provinzstadt in ihrem Klub die Langweile totschlugen und die jungen Jüdinnen ihre Ideale bei Przybpszewski suchten oder ziellos -emmirrten, verstand eS Frau Dr. Feller. durch Schaffung des zionistischen Frauenvereines Rachel die ernst denkenden jüdischen Mädchen und Frauen zur gemeinsamen nationalen Arbeit zu vereinigen. Weder das ironische Lächeln der oberen Zehntausend noch die manchmal ausbleibenden Erfolge vermochten die Tatkraft. der eifrigen Zwniwn zu schwächen. In jahrelanger zäher Atzieit schuf ste im Verein Rachel, deffen Präsidentin sie war, ein Zentrum der kulturellen, politischen und auch gesellschaftlichen Betätigung der jüdischen Frauen Buczaczs, aus den Reihender Rachelarinnen bildete sie einen Stab von bewußte« Ziomstmrn heran, die sich, als pflichtgrtreüe. Parteigenossinnen immer bewährten. Der. schreckliche Krieg hat die Stadt Buczacz dem Boden gleich gemacht und die jüdische Bevölkerung i« die Fremde verjagt Zu der unermeßlichen Zahl der Opfer reiben sich immer neue heran. Bor eknigen Monaten erst erlag Herr Dr. Aron Mer, «in als Mensch und Jude hochgeschätzter Mann in E'süllung seiner Pflichten als Arzt emer . tückschen Krankheit, nun folgte ihm seine biedere Gattm. Die zionistische Organisation, insbesondere die Ortsgruppe Buczacz. hat einen unermeßlichen Verlust'erlitten und wird \einer fo früh dahingejchikdenen Mlkarbeitern ein treues Andenken bewahren. * Frau R. Gronner in Wie«, IX., Sobieskigaffe 24, bittet um Recherchen nach Max B o scheu e k, rvvts Reich, geboren in Szc;akowa im Jahre 1884. Er ist mt 1915 zum 24. Jnfanteric-Reaini nt emaerückt. Seme lebte Nachricht kam ans -IBnUimiicu. * öptioit für die Vsuischösterreich« Staats bürg erschüft. Informationen V.und' Rechtsschutz werdet denjenigen, welche für die östMrelchische Staatsbürgerschaft auf Grund des Fliedensvertrages »ptieren wollen, im Bureaä/ U., Taborstraße 20 a, in der Zeit vo» 10 bis 12 und 3 bis 6 täglich (Samstag und Sonntag nachmittags. ausgenomMrni. erteilt; Dokumente zur Feststellung dvL Helmatszufiäudigkeit, d« Alters, Schulzeuguiffe uftv. sind mitßubringen. 4 * Hebräische Schule« im XX. Bezirke. De«1Sgaste 33 und Sthmargasse 4S. Die weiteren Emschrelbunae»,! in die hebräischen Kurse für KindM und Erwachsene, A» fänger und Vorgeschrittene finden tMich bis 1. Septembe von 4 bis 5' Uhr nachmittags im Schullokal, XX,, Dem gaffe 33/10, statt. ■ " l * Hebräische Schule, U.» Große Mohrengaffe 16/22 Alle Schüler und Schülerinnen werlnrn aufgeforoert» bei bei Leitung zu erscheinen, da der Unterricht t\eteit6 begonnen hat,) werde« n e u e Abteilungen sjir Kinder «» Erwachsene, für Anfängtr und F o r geschritteneeröffn et. Gmsckreibmgen täglich v 5 bis 7 Uhr, Sonntag von 10 bis 12 Uh r. * Ger Umtausch! der österreichische« 2otn J«gvslaWie«. Aus L a i b a ch wird berichtet: Der Umtaus der alte« gestempelten östrrreichisch-ungarWen Noten hu X 10/ X 2 und.1 wird i« September vorgenommen, womit die letzte« altösterreichischen Geldnoten in Jugoslawien ^verschwmhm. * „IuleS Bernes Fahrten ins SveltaS", fo betfick sich ein neuer Wiederholungsvortrag der Ura nia, de« Dr Lvdwi K a r e 11 verfaßt hat und deffen erste Vorführung Mittwö' den 1. d. M., Vi8 Uhr abends, im Kleineck Saale stattfind Der Bortrag ist mit nahezu -100 Lichtbildern auSgestattet un wird sowohl Jules Vernes dichterische Kraft w ie sei« bewundm»K wertes prophetisches Genie auf unzähligen, Gebieten der mvderutt Technik schildern und veranschaulichen. V Die neuen tschecho slowakischen lOV-Kronen« Rote«. Aus Prag wird gemeldet: Ans Amenika sind die dort angrfertigten neue« tschecho-slowakischen 100-Krvnen-Note« eim gelangt u»d wurdm bereits dem Verkehr übergeben. Sie gleichet den rvensalls in Amerika. hergestellten 1000-Krourn-Notnr, st»! im Format kleiner wie diese und von hellgrüner Narbe. . * Die ««politische jüdische TischgesellMaft «ls stratze und Umgebung teilt mit, daß ste ihren Sitz aus d . Riedhof.in das Caf6 Hamerling, VIU., Woriantgaiste Üö,, Souterrain. verlegt hat. Di« Zusammenkünfte werde« von «m a> allwöchentlich Donnerstag, präzise 7*8 Uhr alirnds, ft finden. Diesen Donnerstag beginnt der Bortravszykl« des Herrn Adolf B ö h m. Mit Rücksicht auf den Bvrtragend«! wird um pünktliche-und zahlreiches Erschemen gübe-ftn. Gaßi herzlichst willkommen! * AnSnahmSweiser Berkehr dos FernpersonsW zuges Nr. 228 am Freitag de» 8. September Wien-q Westbahnhof—Salzburg—Innsbrnek. Freitag ^deu S, zum Samstag den 4. d. M. verkehrt Wieu-Westbah«hof—SÄxi bürg—Innsbruck ausnahmsweise Fernperso«e«Mg Nr. 225 Wren-Westbahnhof 1 Uhr 2b Mw. nachmittags, an So, 10 Uhr 40 Min. nachts, ab Salzburg 11 Uhr so »acht-,. Jnnsbruck 7 Uhr 5 Min. vormittägSO - * Ein 'Hochschüler-'Hilssromltee. Zur Änderung der, jener jüdischen Studenten, welche'aus Rußland, Rumäüi«^ Polen,'dem nahen Ungarn und. der Slowakei cm die tschschüslowakischen Universitäten gekommen sind, hat sich in P t e,8f bürg und Prag ein Hochschüler-HilsSkomitee gebi^^ Dieses erläßt einen Aufruf an die Judenschast, in welc es: auf die. :tva-zrrge .mateWlle.^^Lage -der. jüchis,chm Studenten hinweist; welche täf de« intwerfnaraj^ die fast als einaiße bem Chauvinismus und Antisemitismus Trotz bieten, Aufnahme gefunden haben. ES heißt in diese» Aufruf: Jüdische Bürger und Bürgerinnen! Die Stund« der Erfüllung, eurer heiligen Pflicht gegen die jüdische - Stu< dententschaft hat geschlagen k- Darum besteuere sich ein febetjj mit einer monatlichen Spende!" Zuschriften sind an cattbiy med. Arpad Par tos, Preßburg, Friedhofgaffe 2, Geld», leträge an die Prager Zdveditbank auf Konto Markus. Vei selb, Hochschüler-Hilfskomitee, zu richten. * Wie die Tschecho-Slowakei die Bauern ß Liefern deS Brotgetreide» zwinge» «iS. Aut P r wird berichtet: Die Regierung hat beschloffen, für reden rechtzeitig abgeliefertm Meterzentner deS Kvntmge»d»Getmoi eine Geldstrafe von X 600 zn verhängen. * Keine vernichte BefetzMg des WÄhermßttwtsPMM. N „8 Uhr-Blatt" hat gestern in sensationeller Aufmachung * richtet, baß eine Abteilung der neuen Wehrmacht Vers: habe, das Wühelminenspital zu besetzen, und zwar, .daß vb durch 100 Kavalleristen unter Führung von SoldatenvSM mit Gewaltauweichung und gegen den Widerstand. deS betriebsrates erfolgt sei. Amtlich wirb festgestellt, baß dtese Meldung — wie es bei diesem Matt schon Regel getvv^bM ist — eine Lüge sei. . -- | * Vernntrenter Schmuck. Von der Budavester S3M stadthauptmannschast wird der 3bjährige gewesene Beamte Ott« D e» e S wegen Veruntreuung vo« Schmuckgegenstand«» tot Werte von K 350.000 zvm Nachteile der Brdopester Juwelurt Ignaz K l ein und Franz T a k a c S verfolgt. DeneS ist nuttelgroß, schlank, hat schütteres, seitlich grschertelteS Haar.^.««! bogene Nase, buschige Augenbraue« und glatt rasiertes Gesichts * Hochwasser. AuS Li »z wird gemeldet: Das HöÄ waffer der Traun bat besonders in der gleichnamige« Ortschaft Traun schwere Schäden z«r Folge gehabt. Wie die „Tagespost* Mielbet, laufen aus den GebirgSaegeuden Nachrichten Übet vorzeitigen Kälteembruch und Schneefälle. ein. * Berhastnng eine» MiMonevbeßrügev«. Kürzlich wurde abermals an die Flucht deS gewesenen Bankbeamten Ivan Franz S t e f a « i c S. 24 Jahre alt, erinnert, der. mtt . tütew gefälschte« Scheck der Landes-Jndustrtalbank A.--G. m Budapest einen Betrag von einer Million Kronen herausgelockt hat und mit seiner Gattin Elisabeth Stefanies, geborenen Domaneb» flüchtig wurde. Das Sicherbeltsbureau hat nun am 80. August schon m Erfahrung gebracht, daß sich Stefanies, in S ch o tt« Wien unter falschem Namen aufhalre und m emem Hotel wohnen soll. Aus telegraphischem Wege wurde um die Berhastung des Mlüronenbetrügers ersucht. Wie dem Sichttheitsbureau generu nachmittags telephonisch bekanntgegeben wurde, ist StesamcS tat^ sächlich ui Schottwien erkannt und verhaftet worden. Man fand m stinem Besitze einen Betrag von K 430.000 in ungarischer und L 37.600 in österreichisch« Währung. Das Geld wurde belchlagrtahmt. Stefanies wmde zw nächst dem Bezirksgerichte.Gloggmtz eingeliefert. * Die Speditionsfirma Leo Mang. fl.. Ferdinandsstraße 29, übernimmt zu den. billigsten Tarissätzen TraNsporti aller Art nach Rumänien per Schiff mit Umladung in Gmtgiu und Galatz sowie per Bahn miltels direkter Spezialzüge nach C z e r n o w i tz. * Chaluzim, Ausländer, Händler, kaufen und verkaufen Kleider, Wäsche, Möbel nur bei Mayer,. ll.» Tabor« straße 29. * Spenden. Für ..Hilferuf": A. B., Kaltenleut« geben, anläßlich der kommende« Feiertaae K 30.—. (BlShes K 1380.-j