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Wiener Morgenzeitung · 1920-08-29 · Heft 576 (29.8.1920) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 576 (29.8.1920)
Date
1920-08-29
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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* Sit 576 Wien, Sonntag Wiener MörgenzeiLnng 29. August W26 , VKke r\ föt'ljfö Annahme voraus, daß die Tötung durch Beißen krstrlgiL >— wie rm Sohar erzählt wird. Die Airgabe des kohar, baß die Sagck' aus' „alten Büchern" stammt,' ist also ivsolut richtig. Werm nun' auch die Annahme zulässig 'wäre, »aß Iber Sohar hier die „Apokalypse Moses" meint mit ier Hier, gegebenen Deutung des Traumes Evas, so ergäbe sich daraus, baß dem Verfasser des Sohar diese SchrKft int hebräischen Urtext Vorgelegen ist.. Warum lber sollte diese Annahme unzulässig sein? ": ■ n. Znm Mt» de» hebräischen Akzentzeichen. Elias Levita, in hebräischen Schriften; MahBachur, ßrt zuerst die Behauptung ausgestellt, baß die hebräischen Vokaldnd Akzentzeichen in nächtalmudischer Zeit entstanden sind'. Diese Behauptung ist bei ' den meisten moderne«' Forschern zum Dogma geworden. Die jüngste These barkber' lehrt, - baß die hebräischen Akzentzeichen dem am End« W15; Jahrhunderts entstandenen syrischen Mzentuations- - Wvtk- Kntbehnt und' nachgebildet siM. Die Konservativen da-' zegen! behaupten^ baß die Akzentzeichen schon in frühtalmudißchee lZeit bekannt waren. Beide Parteien operieren mit logischen Erwägungen und mehr oder weniger einleuchtenden Argumenten. Es ist ihnen beiden aber eine für diese Frage Mgemein wichtige Nachricht unbekannt geblieben. Zum Verständnis dieser Nachricht muß aber folgendes vorausgeschickt verdett. I. Buch Moses, 4, 15 heißt es: Deshalb, wer fett Kain tötet, wird siebenfach gestraft werden." So nach kam einfachsten Wortsinn und dem Zusammenhang so viele chiÜvlEerliche und die modernen Erklärer. In alter Zeit Mer wurde die Stelle folgendermaßen verstanden: „Deshalb, ihr Mörder, (rühret den Kain nicht an! oder eine ähnliche Ergänzung) — Kain aber wird nach sieben Geschlechtern gestraft twerben." So Onkelos, Josephus, Philo, die Apokryphen ittrb die — Septuaginta, wie ich an anderer Stelle Nachweise. So hat auch' Symachus überfehk. Jetzt kommen wir zu der angcheuteien Nachricht. .Dis Ueberjetzung des Symachus wird von dem KirchenschriststeiLr Prvevp, d'em Sophisten aus Gaza,?mitxeteilk, der bann' bemerkt: „In her 'Tat setzt der hebräische Text nach dem Ausdruck „tötend" Gvrey) einen Punkt. Vevnm Hebraeus post dictionem „intersiciens" punctum locat." (Kommentar zum I. ‘ Buch Mrses, lateinische Ueversetzung, S. 86.) Da bas Wort „horey" hier unmöglich dcu ' S ch l u ß des ersten Halbverses bilden kann, so.konnte dÄ Punkt nur efcte kleinere Trennung andeuten, da? heißt, er hatte die Funktion eines „kleinen Trenners", wie etwa unser Mebia", bas ebenfalls ein Punkt ist. Es hat also zur Zeit Prvcops für kleine'Trennungen. Zeichen gegeben. Dann braucht »es nicht erst gesagt zu werben, daß die großen Tremmng«r, BttStrilung upb: Bersschlnß,. ihre besonderen Zeichen hatte-n, .Ms folgt also aus der Nächricht .Procops mit absoluter Sicherheit, daß zu.seiner Zeit mindestens drei Akzentzeichen lm Gebrauch waren.: So f Passü.k, Et h.n ach und Re b i a.; Pvocop schrieb aber seinen Genesis-Kommerrtar am Ende des.'!5. Jahrhunderts^. Die Zeichen sind also spätestens in der er st e n' H ä l s t e des 5. Ja h r hu n de r t s entstanden. Auch erfahren' wir aus dieser Nachricht, daß in alter Zeitdie Akzentzeichen z w i s che n den Worten gesetzt waren. HI. Ern nnbekamrtrr Brauch. In dem Büche Toroth Ha-Nefcfch, dessen Verfasser im Orient — wahrscheinlich im 11. Jahrhundert — gelebt hat, wird folgender Brauch mitgeteilt: Im Augenblick der Entbindung spricht ein Teil der Versammelten: „Gelobt fet der, der das Leben schenkt" oder „Gelobt sei der, her die. Toten belebt", worauf die anderen rufen: „Leben und Friede!" Der Brauch beruht auf der Anschauung, daß die Seele erst beim Austritt des Kindes ans dein. Mutterleib sich mit dem Körper verbindet. Diese Anschauung war auch bei den Juden in Palästina bis gegen Anfang des 3, - Jahrhunderts die vorherrschende. Später wurde sie von .der t Ansicht verdrängt, daß die Beseelung des Kindes schonim Mutterleib eintritt. So ist es sehr'wahrscheinlich, daß-der fragliche Brauch.noch vor dem 3. Jahrhundert in Palästina entstanden ist. Er wurde aber, wie so. viele andere Bräuche, auch noch später trotz des Anschauungstoaubels von manchen Kreisen bevbaHtei..' - IV. ° Der verkannte Engel. ' In dem deutschen Gebet, welches in-Wien .und. Nwhl auch in anderen Gemeinden Oesterreichs in den Bethünsern >üit „geregeltem Gottesdienst" beim Ausheben der., Thora gestwochen wird, kommt folgender Satz vor: „Nicht? auf Menschen stützen wir uns, noch auf die, die sich .pür ' G ö tter h alten, vertrauen und verlassen wir uns." .Der zweite Mil des Satzes ist sinnlos. Wer sind chic,, die sich für Götter halten"? Vielleicht gibt es in Steinhos eine solche Kolonie. Da »vird nun allsabbatlich der andächtig lauschenden.Gemeinde mit schwungvolle»»! Pathos' verküüdet, bätz wir uns nicht auf Verrückte verlassen. WahMch, eine große Weisheit! Der unglückliche Satz aber ist ans eurem Mißverständnis entstanden. Das deutsche Gebet ist uärirlich eine Ueberfetznng des durch den berühmten Kabbalisten Jsak Lnrja nnS dem Sohar ^IJ, 200 a der Wilnaer Ansgadein die Liturgie eittgefiihrten Gebetes „Berich Scheryeh". Dort beißt es in der bet ressenden Stelle: „we-la al B ar?E lähin lennchna" — „und nicht ans einen Engel verlassen wir nnS'". Es ist damit der talnrndiiche Satz ausgedriickt: ^W'en»r ein Mensch in Not gerät, soll er nicht den Engel Michael und nicht dcrl Engel Gabriel anrnfen, sondern sich an Gott allein wenden" (Palästineniischer Talmud, Berachoth IX,-13 a; Midrasch zu den Psalmen 4,3.). Der Nebersetzer aber hat len Ausdruck „Bar Elahin" mißvrrstanden und jo sind jene |i>: zur W'st sulmnmen. sich fitv . Götter ya'neil". i;. Vi p t o i r. c r. Sport. Der LiirrderkainPf. gege« SÄdde«tschland abgesagt! Der Niederösterreichische Fußball-Verband hat gestern abends in einer ad hoc einberufenen Vorstandssitzung das Länderwsttspiel. gegen Süddeutschland' abgesagt. Der Vorstand sah sich zu diesem folgenschweren Beschluß gezwungen, da der Simmeringer Sportplatz infolge' des lang andauernden Regens fast vollkommen unter Wasser steht. Mit den Süddeutschen, die gestern nachts m Wien eingetroffen sind, wird heute im Laufe des Vormittages wegen , eines am Dienstag oder Mittwoch stattzufindenden Ersatzspieles unterhandelt werden. Sollten diese Verhandlungen wider Erwarten scheitern, so würde das süddeutsche Team, ohne ein Wettspiel ausgetragen zu haben, heimkehren. Der Austragungsort, des eventuellen Ersatzspieles ist gleichfalls noch nicht sicher. Möglicherweise würde an Stelle des Simmeringer Sportplatzes jener des Floridsdorfer A. C. gewählt werden, da dieser nach Regengüssen erfahrungsgemäß unter sämtlichen Wiener Plätzen am ehesten benützungsfähig ist. Der heutige Begrüßungsabend zu Ehren der deutschen Gäste im Hotel Continental, zu den: auch die Wiener Spieler emgeladen sind, findet statt und wird spätestens dort eine Entscheidung über das Ersatzspiel fallen. _______ Der Mißerfolg der Olympiade. Unter obigem Titel schreibt das Berliner „Stadion" folgende bemerkenswerte Zeilen: „Die Nachrichten aus Antwerpen zeigen trotz aller Bemühungen der amtlichen Stellen, daß die Veranstaltung nicht das ist, was. sich die „Verbündeten und Alliierten" versprochen haben. Der bisherige Verlauf der Spiele hat den Beweis erbracht, daß die belgischen Veranstalter einer derartigen Organisation durchaus nicht gewachsen sind. Häufige Proteste der Konkurrenten sind an der Tagesordnung. Aus diesen Gründen hat Belgien die technische Leitung der Spiele bereits in englische Hände gelegt. Bei dem keineswegs hohen Stand der Leichtathletik in Belgien ist das Interesse und der Besuch der Spiele durchaus unbefriedigend, so daß die „alliierten" Olympischen Spiele in Antwerpen nicht nur bei den internationalen Athleten eine üble Erinnerung bleiben, sondern den Belgiern einen tüchtigen finanziellen Denkzettel geben werden. Amerika hat bereits, den Wunsch geäußert, daß Deutschland ünbedingt auf der nächsten Olympiade vertreten sein muß." (Für die. letztere Behauptung wird man wohl eine Bestätigung abwarten müssen. Anm. der Red.) . Eine schwere Niederlage Napids itt der Schweiz Wie aus Genf gemeldet wird, erlitt der Sportklub Rapid am Donnerstag eine vernichtende Niederlage. Der Wiener Meister unterlag gegen F. C. Servette, Genf 0:5. Servette ist ein welschfchweizerischer Verein, der sich bisher, ebenso wie seine Konnationalen, stets geweigert hat, gegen Sportleute der Mittelmächte anzutreten. Es ist daher umso bedauerlicher, daß das erste Zusammentreffen ein für uns derart unrühmliches Resultüt ergab. Internationales Wettschwimmen des I. W. A. S. K. Am letzten Samstag und Sonntag konnte der W. A. C. mit großem Erfolg ein internationales Meeting absolvieren, das inr Zeichen der überraschenden Leistungen der deutschen Gäste stand. Heute ist der Erste Wiener Amateur-Schwimmtlub der Veranstalter einer weiteren internationalen Schtvimnrveranstaltung, die ihrer Vorgängerin kaum nachstehen dürfte. Wieder werden die besten Wiener Schwimmer auf die bekanntesten Größen Deutschlands und Ungarns stoßen, so daß neuerlich erstklassiger Sport zu erwarten ist. Das Programm ist äußerst reichhaltig; den Abschluß bildet ein - Wasserballmatch W.Ä.C. gegen I.W. A.S.K. — Die Veranstaltung findet im Dianavade. statt und beginnt um 4 Uhr nachmittags. HvLsndische Fußballspieler in Wicrr. Die komnwnde Woche bringt fiir Wierr ein sportliches Ereignis, das es seit dem Jahre 1914 entbehrte. Eine holländische Fußballmannschaft, deren Mitglieder sich nur aus Klubs der ersten Klasse Hollands rekrutieren, wird auf Einladung des First Vienna Football Club zwei Matches in Wien spielen. Dieses Gastspiel ist dem Entgegenkonuüen des Neederland Voetball Bo:rds zu danken, der, obwohl die internationalen Sportverbindungen mit den 'Zentralstaaten offiziell noch nicht ausgenommen sind, die Bewilligung erteilte. - Bemerkenswert ist, daß, obwohl gleichzeitig die Olyrnpischen Spiele in Antwerpen ftattfiuden, sich eine Anzahl der hervorragendsten Spieler, wie es in den holländischen Berichten heißt, „aus Sympathie für ^Oesterreich", freudig st bereit erklärt, statt nach Antwerpen nach Wien, zu komnien. Das ■ erste Match, bei dern deir Holländern die Vienna gegenüücrtritt, findet S a in s t a g der: 4. September-auf dem Praterplatz des Atlethik-Sport-Cluh (4 Uhr Senioren, 5 Uhr Erstmannschaft) statt, das zweite Dcatch >S o n n t a g den 5. September aiu Simmertnner Sportplatz gegen den Wiener Aiuatenr-Svarti neu in.; Aus Anlaß des Gast'spiels der holländischen Mannschaften hat sich zur Veranstaltung von Festlichkeiten ein großes Festkomitee ans Wiener Damen und .Herren gebildet, dem. auch der königlich niederländische' General- / könsul' F. Z. L a p a r r angehört. Das Reinerträgnis' aller Veranstaltungen des Festkor-ntees ist gerneinnützrgen Zwecken gewidmet, und zwar zur Hälfte (zu Händen dds Wiener Bürgermeisters) fiir jene notleidenden! Wiener Kinder, die noch nicht im Ausland warm, Zur Hälfte dem Baufonds zur Errichtung eines großen Jngendspielplatzes des First Viennna Football Club. Leichtathletisches Meeting des Makkabi X. ' Das Programm beS 6 e« 11, 3 Uhr nachmittags, airi H r r tha - Platz fiattfivbmdw leichtathletisch««' M e^e ti u g 8 umfaßt fosgende Konkurrenzen: 4. V «. r e i « S-S e ch s k a mp f u« d ru Hei»kich- Ginger-Grdenkvreis: Laufe« über lyy'w, Staiell«-' laufen Ivv * 200 -f 400 + 800 m, DritsprmH »nt Sftt'&wtf, Kugelstoßen. Saufen über 1500m und Hochspnmg mit Anlauf.' Hiebei wird Lei den Laufkonkurrenzen jede« erste Platz mit 3, sedrr zweite Platz mit 2 Punkten, jeder dritte Platz mit 1 Punkt, beim Weitiprung je 10 cm über 5m, beim Kugelstoßen je SO em üb« 7*50 m und beim Hocbsprung je 5 «m üder 1'30m mit je 1 Prnest gewertet. ' / U.Bereins-DrelkamPfttmdenFerdi»and- Tanssig-Gedeukpreis: Laufe« über 100 w, Kugelstoßen und Hochsprnng mit Anlauf. Hiebei wird«ein erster Platz mit 6, ein zweiter Platz mit 3 Punkten nnd ei« dritter Platz mit l' Punkt gewertet. 6. D a m e n k v n k» r r e n z e«: Hochspmng «it Anlauf. Laufen über 100 m und Stafette 4 X 60 m. v. Z ö g l i n g s k o n k u r r e n z e n: Gemischte Stafette 4 X 60m für Knaben ynb Mädchen brs 14 Jahre. ‘ k. Stafelt elOXlOOm. Meetingsleitung: Dr. Erich Friedman« hHckkoah), Dsttvr Eduard Modi (Makkabi X). Jüdischer Sp. B. Karlsbad stegt üben de« Kanttzbader Fußballklub Erfaß 5:2 (2:0). Der rührige Karlsbader jüdische Sportverein konnte am letzten Sonntag du tAchtrge Ersatzmaunschaft des führenden Karlsbader Fußballklubs 5:2 besiegen. Der beste Viann im Felde war Baby, der Mittelläufeder Sieger. : Die Strafe den Amateure ermäßigt« Der ME Amäteur-Sportverriu wurde vom Straf- und Meldeansschnß des Niederösterreichischkn Fußdall-Berbandes wegen der Einstelluvg . unberechtigter Spieler anläßlich der Schweizer Tournee zu enter Geldstrafe von K 24.000 verurteilt und die jeweiligen Kapitäne aus je einen Monat disqualisiziert. Dem Protest der Amateure ct* den Verbandsvorstand wurde teilwuse Folge gegeben. Die Disqualt- sikation der Kapuäne wurde ausgehoben und die Geldstrafe ans K 18-000 ermäßigt. Wiener Bereiue auswärts. Der Wiener. Swtrtttub spielt heute in Wiener-Neustadt, der Sportverein Rudolfshstgr! iu Llesing. Der Floridsdorfer A. C. spielt heute vormittags mit seiner evsten Mannschaft gegen den Sportklub Ostmark. Das Spiel findet auf dem Ostmark-Platze statt. Sportklub Kadima. Heute vormittags Ärtispiet einer kombinierten Mannschaft gegen Fensbia. N a chmittags gemeinsame Abfahrt vom Klubhrn« znm Meeting deS Makkabi X. Kaltenleutgebeuer Hakoah. Heute, 10 Nhr vormittags, Wettspiel in L i e s i n g gegen den dortigen Sportklub. Abfahrt der Spieler 9 Uhr 19 Min. ab Kaltcnleutgeben. Der Sportklub Haköah nimmt Dienstag in der Fntzballsektion den vollen Sportbetrieb auf. Gerichtssaal. Ein modernes Mantettleid ans einem LeinAtche. Die Prostituierte Appolonia N e u h e.r z stand eine zeiti lang im Filialfpital dc§ Franz Josef-Spitalin Pflegt. Während ihres Aufenthaltes daselbst wurde ste von ihrer Zimmerfrau besucht. Als sich letztere verabschiedete, gab ihr die Neuherz ein Paket mit, mit der Bitte, es ihr anfzubewahren. AkS du» Ntuhr^ »ach Hause kam, gab ihr die Frau dag Paket zurück. Es enthielt' ein Leintuch, das die Neuhrrz färben lkeßi Sie ließ sich dann daraus ein h o ch m » d e r n e S Mantellleid v e r f e r ti g e n. Die Sache kam »ach säst zwei Jahren auf. Gestern hatte sich die Neuherz wegen Ueb«- tretüng des Diebstahls (Wert K 150) vor dem Richter des Bezäksgerichtes Favoriten, Laudesgerichtsrat Dr. Platz, z« verantworten. Die Direktion des Fllialspitalß bemerkte, sie mache die Wahrnehmung, daß die Prostituierten sehr häufig und mit besonderer Vorliebe Leintücher stehlen. Der Richter verurteilte die Angeklagte zu e i n e m M o n a t A r r e st s, verschärft dmch cstrrn Fasttag wöchentlich. Als erschwerend nahnr der Richter das Verhältnis an, in welchem die Angeklagte als Patientin zu dem E'pitale stand. ,, .Die Ausweisung eines Gastes aus der Restaurarion — eine Ehrenbeleidigung. Der bekannte ^Restaurateur Hecmanrr K i i* « 6 er*g t i wurde von einem feiner Stammgäste, Johann Weig l, Weges Ehrcudeleidigung getlagf, rvcil er auf bi*v Ter raste des Restaurants in Gegenwart zahlreicher Gäste zu dein Oberkelluer gesagt habe: .Me, Ober, schauen Eie sich den Herrn an. dem schenken'Sd. Wts uiebr ein. Das ist »lnsrr Erdnpfrldicb." Der Geklagt« rierantwortete sich der der Vrrbandlang vor dem Bezütsgerichl Josefstadt dahin, der Kluger habe bei seinen (deS Geklagtes Burschen Kohle gelaust, die llon den Burschen aus dem flellv gestohlen wurden. Darauf bezieht sich die Bezeichnung „Kohleudirb", die berechtigt sei, weil der Kläger sich zum mindestes dr* Hehlerei schuldig gemacht habe. Die Weisung an den Oderkellnrr', -diesem Gaue nci :* lne:nzu'chäuk:N. sei!eiue Brlndizrmgj du der Wir! von jdu'.cm Haus'.rchte Gebmnn) ».'..chen tästttt./Dn

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