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Wiener Morgenzeitung · 1920-08-27 · Heft 574 (27.8.1920) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 574 (27.8.1920)
Date
1920-08-27
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 574 Wien, Freitag jProzeffen usw. Auch sei dem Kläger Vo.geworfcn wordcn, rr habe eine Friedhofsszene für seine photographiert. Der! Verteidiger der nicht erschienenen Angeklagten trklärr«'. für alleS!den W a h r h e i t s b e n c l 3 zu führen. D;r Kläger habe ' ein Faible für alte Fn^ien und habe m solchen schon jAerhältniffe unterhalten. unter anderem mit einer Buckligen,!drr er verlassen habe und mit der er nachher Prozesse lühete- ■'Dabei verfolge ec seine eigen« Frau mt Ehel'ttichöklagen ' und Zivilprozeffrn. Er führe übekhauvt viele Prozcffe, -darunter 'auch gegen seine Schwester, und es wurde hre Herdeischaffung; aller dieser Zrvil- und StraProzesrasten beantragt, aus denen 'man sich ein Bild Über den Kläger Machen könne. M.t der ^Füedhtzfsszene verhalte es sich folgendermaßen: Der Klager habe Ifctn^c F?au auf dem Friedhof au'gelanett urid habe sie dott -photographiert, wie sie an einem Grabe'stand. düs et für das -Grab ihres Verehrers hielt, -und wih sie an dickem van : ihr put Blumen geschmückte^ Grabe fettete. Diese |photographische Ausnahme habe, er als Schuldbeweis in seinem! Ehebruchsprozcffe gegen stzmr Frau verwertet. Der Klagevertreter Erwiderte, die Prozesse des Klägers gegen feint Frau und seine Schwester erklären sich daraus, daß er, als er aus dem Felde 'heimkehrte, M um sc ne ganze Habe gebracht sah. Im übrigen werde auf der Bewersantpäge, wenn sie wrziälifiut vo-liegen, entsprechend germttvorret werden- Der R.chter erteilte Lenk Verteidiger «pH y!WM-eFr st zur, GpeMN'llM seiner Bewüs- - anträge und vertagte fsdaun-dtt Verhandlung» Dry. Aebergahe der MUitlirsLrafsachen an die bürgerlichen Gerichte. Die bekannt habe« die Mrl'Mgerichte laut BeschluffeS Natioriülvcrsgrnwluntz gm 1. Oltober ihre Tätigkeit tinzustellen sind alle M litärsirassache« den bürgerlichen Strafgcr;ch:en (Landes» und BezückSgeiiebün) obzutre-tz'n. Das Slaatsamt -für Justiz hat nun in einem Erlassangcordntt. dast Mit dev' anhängige« Mrlitärstrafatten den bürgerlichen Berzeichniffe der in Verwahrungs« oder UmersuchuNgs-' hast besindlichen Personen zu Mrgrbcn und zugleich diese HäftliNge du dqs zuständige bürgcrliche Gericht zu überstellen sind. Am 1. Oktober noch rn Vollzug befindliche Arreststrascrr von MrlMpersone« find im Geiangrnhaust des dem Tatorte zunächst befindlichen Bezirksgerichtes zu vollstrecke». Me bereits erledigten MrWrstraMen find dem in D en iu eer Uoßaüerk>)s§rne tiridbtftert M r i i t ä r g e r ich t s v rck, i v zu Übermitteln. Das Divifionsgericht Wien hat die bei ihm am 1. Oktober noch anhängigen Straisachr« an dys Wiener Ltraflande-gcricht abzulrelen. Die Mrfitärstrasanst.rlt iu MöllrrSdori wird aufgelaffm.! Der Volkswirt. Eine. Mpontk 2,75 CentiMes Geld. , Gestern notierte m Much:! österrerHlsche K;Gic Geld. , . 3 75 < 2.65 am 26. August) dbfMerr. »cstemvelte Krone Geld .. 2.80 ( 2.70 am 25. August' die'tschechische Krone , , , . . . 10 7o ■ 980 am 25 August) die Mark.12.C5 12.05 am 25. August' Agpsim . 5.80 SM am 25. August ^Wyychau ........... am 25. August ^Budapest .. 2 70 ( 2.56 am 95 August) Besserung des Kronenkurses in Zürich, Der seit längerer Zeit ununterbrochen andauerndeNücksgang der Krone war am 34. b. M. mit dein Trefstkrrrse von 8?,6Ö zum Stillstüird gekommen. Seithet hob sich der Kronenkuxs gllurählich und gesterrr tvurde aus Zürich ein SchluHkurß gemeldet, in ipelcheni die Devise Dien mit 2,80 (gegen l?tachdnrck verboten.) Marienbad. fKrin Roman., sondern crne überaus vctw'ckelte Geschichte, die Mischen Warschau und Marienbad spielt, in 36 Briefen. , 14 Billel-doux und 46 Telegrammen. Von Scholem Alejchem.. -AüS dem Jüdischen übertragen von S t c ß f x t e b Schmitz. (12. Fortsetzung.) ( M , fragst, teure Esther, was. ich den . ganzen ikrygsn Dag anfange und womit ich die Zeit verbringe? Mas kann man in dein öden Marienbad anfangen? iEnLMdiW ist man beim Brunnen oder man macht Bewegung oder man sitzt zu Hause und liest ein Buch. Ich habe noch nie so viel gelesen wie hier in Marienbad. Hie und da, sehr selten kommt es vor. daß ich ins Caf6 „Egerländer" gehe, um ein Glas Tetz zu trinken und die Zeitung zu lesen. Dort halte ich es aber nicht lange aus, wegen der dicken Weiber mit ihren Töchtern, die sie auf den Markt zur Ausstellung gebracht haben. Ich danke Gott, daß wir Söhne haben und keilte Töchter; so werden wir es uns ersparen, sie hieher auf den Markt zu bringen, wenn sie erwachsen sind. Küsse die Kinder, Esther, und ich bitte Dich sehr, geh' noch einmal zum Doktor, er soll Dir genau sagen, wann DU es zu erwarben hast . . . Bleib gesund; ich küsse Dich.vielmals und gsbe Gott, daß Du mich recht bald Mit einem frohen Telegramm erfreust.' Dein stets getreuer MauN Chai m VIII. Die Jamaikerin aus Marienbad an ihren Gatten Welwel Jamaiker in Warschau (aus den Nalewki),. J Delwtzl! Du schreibst, daß ich Dir schreiben sott, lwus es Äeues gibt; also schreibe ich Dir, daß ich bis Mt «Mß zu {|Ä KM. MM M wiMr. MtL. Wieuer Morgenzeitunq 2,65 am Vortage) und dl: ö,'terr.-l..,i,g:.'^cmpsl-tr Krone mit 2,60 (gegen 2,70 am Vortage) bewertet ist. Eins sehr bedeutende Höherbewertung hat auch die-tschechische KvoNö auf-- zuwcisen, dis sich um 90 Punkte (von 6,80 auf 1.0,70) gehoben hat. Auch die deutsche Mark ist. im Kurse gestisgen (von' 12,05 auf 12,66), ebenso die Lire und die ungarische Kraue. Auch die Etttentevalnten, Pfund und französische Franken, warm höher betberttt. Einen leichten Äückgang wies bloß jene Valuta auf, welche bisher Verhältnis,näßig am höchsten gewettet worden war, nälnlich Dollars, die sich von 609 auf 606 ermäfstgken. In Anbetracht der steigenden Einfuhren, die Oesterreich nach dem Aufhören der amerikanischen Lebensmittel» senduttg^u benötigen wird, stellt diese, wenn auch geringe Steigerung der Krone eilte sehr erfreuliche Erscheinung dar. Handelsnachrichten aus der Lschecho--Slowarer. Prag, 26. August. (Plivat.) Seit Beginn des Jahres 1919 find in der Tschrcho-Slowakri d r e i s;, g n e « e Holzgesellschaften nfit einem Kapital von 100 Mtllionen Kronen entstanden. Ter ständige Ansichnlr hat in seiner gefirtM Sitzung den Gesetzeniwarf Mr die Regelung des Getretde- Preises und den Ektatz der Differenz für Auslandsmebl durch einen Zuschlag fi^c du Arbeitgeber io wie eine Katastralstruer i-myeitonnnen. „^esks Slüöo" beklagt sich über den B e rlustpon Ab y e l, m e r v tschechischer P r o d u k t r ,n Jugoslawien, Die firgoslawische Kundschaft rsrrd^ m die Arme des W ener Handels getrielieNi , Die internationale ^inanzlronsersnz. , Paris, 28. August. ^üNkkpruch.) „%vt Pansien" Veröffentlicht Erklärungen desFinanan nisters Maoal, betieffcnd vre Frage der Wechselkurse und der neuen Aiücidtz. Der Finanzminiffer teilte tmt, d.ifi sich die m Brüssel <tni 24. September zufammentrttclide internationale FiNanzkönfkkcn:. irrst der Frage der finanziellen Weltlage Md nru dm M rßuüchnen htz'chäftigen wird. chr« geeignet wären, den Stand der Wechselkurse zu hebt«. Berhandlrmflen zloeäs freien Warenserkehrs im Ksrntner Abstimmungsgebiet. Ans Klagcnsurt wird gcm.ldet: Dre Plrblszilkommisfion widmet der Frage eines freie« Wiwcnverkehrs ihre ganze Ausrurrffamkit. Gegenwärtig finden zwischen den ösle,reichlschen und den juflo'lamlchnr Vertretern Verhandlungen statt, rrnr das wrchtlgr Problem des Warenverkehrs c. bßiit.-ö zu rezcln. Anwendung der Vertragszolle und der Zollbegünstigungen bei der Einfuhr zur Sse. Eine heute, zur Verlautbarung gelanflerrdr Vollmg?-- onwcffung ve-.iüat die Anwendung dör Vernagssätze des geltenden Zölttarises ans Waren jeder He. kun't D,e grl cnoen Zvllbcfleiungcn und Eruräßlflungcn bleiben aufrecht. Dre VollzuflSanwersuirg enthält des wer eren eine Bestimmung über die gleichialls durch den FuedettZvertrag vorarsehr ebene Weitkrgcl'ung der Seezölle, durch welche dick: Bcgimst gung für die über die Seehäfen der alten Monarchie einlangu,den Waren gesichert werden soll. .. Gute Ernte in Rutzland. Aus M o s k a u wird berrclnet: In der gestrigen Vollsitzung des Zettlralexekutivkomitees erklärte B r i j ,r ch a n o w, daß trotz Vieler Meldungen über eure angeblich schlechte Erme diese recht gntstehe. Der Frredrnßb darf Rußlands betrage 400 Mill onen Pud. Heuer würden nttirdestens ibo Millionen 27. August 1920 i Seite T\ Pud im europäi'chrn Rußland, 110 Millionen in Sibirien stl HO Millionen tu den übrigen Gebieten geeknlet wechetr. M» Kartoffelernte werde wenigstens 6) Millionen Pud betrage« geg» nur 43 Millionen im Jahre 1919. Amerikanische Warennotierrmge«. New-Dortr, 24. August. B a « m w »I l e: New»T»kt loko 3.3 50, New-Orleans loko 82 50, 9kew-Aörk vk'b AuWi 2950, New-Norf ver September 27.90. P e t r t ft u m: RüMad« (itt caseat in New -i PüÄ 27, Raffinade Standard Whikr in New-Dork 047»# Raffinade Standard White in Phnn« delphia 24Vs, Petroleum Credit Balanees at Oil City ö.M New-Aork Mehl (Marke »Spring Clears") 11 bis 12, Rew- Nork Weizen loko Nvt-Wrnter Nr. 2 275, Hürtwintrr Nr.2 875. . New-Nork Mars per Western loko. New-Aorr Zucker Standard Granulated —, bis . Raw-rCentrP-' fugal 12.04. — New - Dort Kaffee Rio Nr. 7 loko ,8V<* New-Nork G e t r e i d e f r ach t nach London nominell. New* Nork Schmalz Western SteüM 1S.25. New-Nork B au wolle Zufuhren in den Häfen 7600. Valutenkürsei Die fremden Zahlungsmittel« waren ine gestrigen freien Verkehr billiger erhältlich. Bloß M 6 t noteN Und t s ch e ch i s ch e N o t e n zögen im Preise ckns»' Es notiei len: L e i n o t e n L 6.45, Rnbelnotenll nach 2.96, M a r k n o t e n g r ü » X 5.20, 8 i r e K 11.60»! Schweizer ZLotenll 41.50, französisch e«N »te Äj K 17.25, PfüttdÖÖO.«-, tsch ech rsche R»fett K 4J0; u n g a r i f ch e N 0 t e n 8 106.—, po! nischkM ö T f K IO».-, Dollar 5 247.50, Lrnar L S.7K. Lvszahlung Agram K 232.—, Auszahl»»s Äerlini K 5,24, Ausza-hlnugVeagL 422,itt uSzaHl»*» B. n dapest t05.— und u n g e st e w p e l t e N ü t e K 1Ö2;—. .. Konkurs. Vom Wiener Handelsgericht tvmd» auf- AuWW ' ne?> Gläubigers der Konkurs eröffnet über bte Firma Emrl! T 0 b r ö h r u s ch k a. Inhaberin Emilie T0 br 0h rusch-ka. Betrieb Erreugrma von FrlmS. Vertrieb und Verteilung. dersckveNin Wien, llt, Fafrngäffe 28. Konkurskommiffar: Oberland«».! gerichtsrat K.ril B>ber, Maffevrripalter: Dr. Artur Heller. Wrest,!!.. Jirdenvl'itz 3. T«-rmiur r 7. September 10 Uhr^ 81. Oriobee: nifb 4. N.'v.'mbcr 10 Uhr vormittags. Wiener Bovse- . Jn^olae der Plötzlichen Höherhewertültg unserer Krone 'im Zürich Und Amsterdam, rheNso wegen dty bcvorfiehe^^ Prokvnga«; r>oü. bei. welcher man befürchtet, daß nicht fämtlrchö.EffekteUl Untetfünft finden weiden, Mächte ffch an der gestrigen Börse em»! schwache Haltung gellend, da grdfiere Entlastungsübgabetr zur; ^lrrs'ührrmg gelangten. Stärker in Mitleidenschaft gezogen wurden! dre Wei'e mit valutanschrm Charakter und waren dieselben mehr?! tachen Schwankungen unterwatse«. Es fielen Lombarden mN> 100. Südbahn-Priortläten um L-99. Staatsbahn muH IW und die Gemrülrbsint derselben um ü 105. Alp me verloren K1T2#! Rima K 156 und Salao-Kohlen K 425. Bon den Bankenwerirn! verloren österreichische Kredit 81, die übrigen EffektenaattungM! haben fich ziemlich gm behauptet und Türkrnlofe wiesen sogar; e'Ne Steigerung von K 88 ottf. Im Schranken ermäßigte« fich! die Aktien der Oesterrerchisch-Unganschen Bank.um K ^0# Iciit«:;. winden Berg- und Hüttenwerke K 800, Felten & Guilleaumelc N5. Waffen l< 3t0, Trrfailer Kohlen L 215 und BGnner;. Masehrnen li 105 billiger abgegeben. Stärkerreagirrtön Petroleum*; werte. So einiänigten sich Karpatben-Petroleum, um 800,^ Galina um K 1180 und fyatito im» IC 1250. Lediglich Ungarische; allgemeine Kohlt« vcrlresren mit einer Steigerung von K 290 und Adr>a mit «nec solchen von K 300 den Markt. . Auf oeMs Nenunmarkte waren Besserungen bis 8%% -m verzeichnen. IM übrigen verweisen wrr am nachstehende Schlnßkurse: ,:p ^ndnstrie-Unternestuiiungen. Allgemeine SönnflefeH*; schalt 725.— (— 20.—)> Unionbau —(--Stinte ■ Baugesellschaft (— --.—), Königshofer Zement — — "-.—), Perlmooser Zement 2450 — (-.—), Wrenrrbergchs Ziegel —(— —.—), Liefinger Brauerei 1250.— (— mV),v Sarajevo —.— l— —Aussig Chem. 7000.— (— 320.— Brosche Spirrtus 3250.— ^Caxborundum 07^7-! - Clothilde 83 0.— (- 50.—), Ä. E. G. Unron Elektr.! Und ich schreibe Dil, Welwel, daß ich fürchte, daß an- Malrirnbad nichts uckd wieder rrichts Herrn-;kommen wird. Ich habe die ganze Zeit geredet: nach Karlsbad, nicht nach Marienbad; derm nach Karlsbad — sagt man — kommt btt? ganze Welt. In Karlsbad sagt man werdsn die reichstsn Chen zu Tausenden gewir ein Bauer nNd wenn Du Dich einmal in eine Sachs verrannt hast, so können Dich nicht drei Paar Ochsen davon abbringen! Und ich schreibe Dir noch schlossen. Du aber hast Dich in Mavienbad verrannt einmal, Welwel: Was nützt mir dieses Marienbad, wenn man da meilenweit kein' Mannsbild zur Kur sieht? Wo man einen Stock hinwirft, trifft man einen Hund, und wo man sich hier umsieht, trifft man eine Madame mit einer Mamsell, die unter di: Haube gebracht werden soll. Und da .'mich Gott — unberufen — mit drei Mamsellen gesegwet ' hat, hätte ich da wicht — so glaube ich —an einem anderen Ort sein müssen, wo ich nicht eine so schavfe Konkurrenz auszustehen habe? Und wie zum Trotz haben sich heuer im Sommer alle mit ihren Mamsellen gerade hiehcrgezogen Und alle beuteln die Mitgift Nur so aus dem Aerinel: zwanzigtausend, dreißigtäusend, vierzigtausend, von zehntausend. Witt Man hier gar nichts hören. Jrgeitdein kleimü Doktor, der bei uns auf den Nalewki zehn- oder fünfzehntausend mit Leiden Händen gerrominen hätte, läßt sich hier vergolden. Die vom Kaufmanilsstand werden jetzt auch schon Mit Gold ausgewogen. — Und ich schreibe Dir, Welwel, daß sich bisher alles gar nicht fröhlich anläßt; denn dsr Swirski, von. dem ich Dir Neulich geschrieben habe, den Schadchen moirre ich, der hat mir drei Stück War^ gebracht. Einer von ihnen ist ein Lodzer, aus Lodz; er schrint trank zu sein, denn er spricht, als hätte er ein Tnch vor dem. Kund; aber so vom Ansehen ist er nicht übel, fein gekleidet, hübsche Erscheinung; er sagt, daß sein Vater eine Fabrik in Lodz hat, vielmehr keine Fabrik, sondern tzine kleine Weberei. ÄLitW bekommt et. ** sagt w zehntausend und er verlangt fünfundzwanzigtauseph... Nun frage ich ihn, den Schadchen: „Für welche Bov»v zöge gebührt ihm die dreifache Mitgift? Weil tt fd:‘ schön finit?" Uhb er antwortet mir, der Allerwests-. fchädchen: „Erstestä ist fünfundzwanzigtausend uni dritte, halbmal so viel wie zehntausend, nicht dreimal so viel,, und zweitens — sagt er — müßt Ihr Gott danken,- daß er sich nicht fünfmal soviel geben läß^ — sagt! er. — „Ihr seht doch" — sagt er — „was für. ein! Zulauf von Männern jetzt in Marienbad ist! Gebt — sagt er — „drei Dutzend solche junge Leute auK? Lodz und Ihr sollt sehen" — sagt er «- „daß ich sie alle in Gold gefaßt anbringe." Da hast Du alsvi Nummer eins. Und ich schreibe Dir, Welwel, daß . der zweite ein Bialystoksv ist, aus Vialystok, auch ein sehr netter jungen Mann und ziemlich vermögend, aber schM Witwer. Vielmehr — nicht Witwer, sondern geschieden,; weil er vor kurzem — sagt er — sich von seiner FrMz hat scheiden lassen. Und wenn ich ein bißchen fraWA^ will, warum er sich hat scheiden lassen, läßt er mich). nicht zu Worte kommen, der Allerweltsschadchen. sottddM' Wie er mir so gegenübersitzt, der Allerweltsschadchen'^ beißt er aufdie Lippen und winkt mir drohend zu wie ein Räuber. Nachher sage ich ihm, dem Allerweltsschadchen; „UM Gottes willen" — sage ich — „wie kann idjj mit einem Mensch:n ordentlich sprechen, wenn ich nicht weiß" — sage ich — „warum er sich hat scheiden' lassen? Vielleicht" — sage ich — „hat seine Frau sich^ von ihm scheiden lassen, nicht er von ihr?!" Und er antwortet mir, der Allerweltsschadchen:. „Erstens sieht Man es dem jungen Manne an, daß Hi,' sich von seine»K Frau hat scheiden lassen, nicht sie V4W ihm. Denn man läßt sich von einem jungen MaNN^ — sagt er — „nicht scheiden; und zweitens" — sagt er — „wenn Ihr beginnet" — sagt er — „zu grübeln, vielleicht so, vielleicht so, so könnet Ihr gleich mit Eurem Warenlager" — sagt er — „nach Warschaü . fcte MeM KttrückLahM/^ GmtjttzM \*ty.)

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