Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 574 (27.8.1920)
- Date
- 1920-08-27
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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5J3i& Ftektäg KraditgettLhvnntz für Instandsetzung von Gedavden. Mit Gemcinderatsbeschluß wurde der Wirkungskreis der städtischen Kreditstelle süv Kleinwohnungsba« dahin erweitert, daß diese Stelle auch zur Durchführung der dringendsten JnstandsetzungSar beiten an Gebäuden Darlehen vermittelt. Als solche JnstandsetzungSarbeiten gelten mit Ausschluß aller nicht unbedingt notwendigen Reparaturen insbesondere solche an Dächern, Deckenkonstruktionen, Außenscnstern und Türen, Rauchfängen usw. Die DarlehrnSvernnttlung ist vorläufig auf solche in Wien gelegene Objekte beschränkt, welche bei Wiener Instituten belehret sind oder belehnt werden 'sollt». Nähere Auskünfte jeden Dimstag und Donnerstag von 10 biS IS vhr im der städtischen Kteditstelle für KleinwohnungSdss, k.,Wipplingerstraße 8. wo gegebenen Falles auch Darlehens- -esuche ansgenommen nnd zur Durchführung gebracht werden. Kinder auS Norwegen. Eortntag den 29. d. M. kommt d-r letzte Norweger R ü ck t r a n s v o r t cim Nordwest»! bahndos um 9 Ubr vormittags an. Die Eltern werden gebeten, -ihr« Kinder am Bahnhof abzuholen. Die Paketausgabe für bte Kinder erfolgt ausnahmslos am Dienstag den 3l. d. M. in der .Schule» XX., Greiseneckergasse 27 (Turnsaal), von 9 bis 1 Uhr »nd von 4 bis 6 Uhr. Einkausschein und Meldezettel mitbringen. Die Ernährung. Der Marktbericht. , D« Märkte waren gestern mit Gemüse etwas - schwächer beschickt, doch herrscht an Gemüse aller Art kern Mangel. Unter den Zufuhren befanden sich größere Mengen »Fisolen, WeWkraut und Mais am Kolben. Di« Preise für Gemüse haben keine Aenderung erfahren. AuS den, hier lagernden Kartosfelvorrateu wurden große Mengrir auf die Märkte geworfen; sie fanden jedoch zum Preise von. '6 Kronen per Kilogramm keinen besonderen Äbsatz. Obst, narnentlich Äepfel mid Zwetschken, waren in viel -grüHerm Mengen angeboten. Trotzdem wurden für Zwetschken tm Kleinhandel noch immer 8 Kronen per Kilogramm verlangt. Fleisch und Geflügel — zu unverändert hohen Preisen — waren in großen Mengen vertreten. Wie verlautet, dürften sich die Fetrpreise erhöhen, da das zum Verkauf gelangenoe Fett ausschließlich ausländischer Herkunft, ist und sich die Preise infolge des Rückganges unserer Valuta verteuern. Für Fett erster Qualität werde» im Großhandel bereits Preise bis 145 Kronen per Kilogramm verlangt. .In der GroAnrarkthalle waren gestern genügende Fettnrengen izum Preise von 146 Kronen zu haben. Auf anderen Märkten sah man aber schon Kleinhandelspreise bis 160. Kronen per Kilogramm. Unsere Brotversorgung. , Die Korrespondenz Herzog meldet: Im Monate Mai hat >re Z»suhr des unS von den Bereinigten Staaten kredilietttN Asrhlrs begonnen und wurde unui-terbrochrn fortgesetzt. Während Dieser ganzen Zeit hat daL Ernährungsamt sich vergeblich bemüht, Brotgetreide anderer Art anfzudringen, denn im Inlande war dir Ablieferung beendet und die in Betracht konrm-nden AuSlmdt» Staaten wollten Brorfrüchte nicht, abgeben, ehe sie nicht bezügliche dÄ Eigenbedarfes durch eine« vertätzüchen Uebrrdlirk über dir ''Ernte gesichert wären..Infolgedessen mußte in Orfterrecch Wochen hindurch Brot aus feinem Weizenmehl hrrgeftellr müden, obwohl dieses' Nicht bloß sehr teuer kam. sondern überdies wegen der trockenen Beschaffenheit dieses Brotes unserem Gcschinack miht entsprach und obwohl endlich das Ernährungsamt voraltcfah, daß auf die Periode des mangelnden Streckungsmehles uüverimidlich eine solche des mangelnden Weizenmehles folgen miiljcö Diese zweite Periode scheint nün nahe zu sein. Bon Jugoslawien, Rumänien uud' Ungarn erhalten wir nrcht mebr Mais ats-Evel»' getreide und dä von dem amerrkanischm Dkehl kaum noch e,n Viertel anssteht, wird schon sttt drei Wochen Maismehl, züm Brot verwendet, und — wie rs heißt — soll die Beimengung von Maismehl noch weiterhin bis am 50V» erhöht werden» D'.r Aufbringung im Jnlatide fällt vorkäafig für unsttt Bttsorguntz sehr wenig ins Gewicht, da im jetzigen Zeitpunkte nur die Gros;- ' fetökH die mit Maschinen arbeiten, den Drusch beendet haben. Bühne und Kunst. Ernste Krise der Volksoper. Direktorstellvertreter der Volksoper Karl L « st i g - P r e a n teilt mit: ' „Das erste' . Spieljahr , unter der Direktion Weingartner hat finanziell die Erwartungen, die Mancher Beginn der Saisons 1919 hegen durfte, nicht befrindigt. iDLe Lagesausgabeu, die damals kaum vierzehntausend Aronen betrugen, stiegen zuletzt fast auf sünfunddrcitzig- Lausend. Wiederholte Lohnerhöhungen, die Kohlensperre, das finanzielle Debakel der Stagione, derSn Direktoren bisher ihre beträchtliche Schuld nicht beglichen haben, jdas Nachlassen des Theatergoschaftes am. Ende der sSaison und die unerhörten Materialpreiserhöhungen haben dazu geführt, daß das Stammkapital verbraucht wurde, das Kunstfreunde Felix Weingartner zur Verfügung gestellt hatten. Von der Direktion der Volksoper wurden vom Schstuß der Overnsaison bis in den August alle Anstrengungen gemacht, eine neue finanzielle Basis zu »chaffen« Diese Bemühungen sind vergeblich geblieben, da von allen kapitalskräftigen Kunstförderern die nicht unberechtigte Forderung erhoben wurde, daß zuerst der Steuerdruck von der Volksoper genommen werde. Die Sur Landeöabgabe und zur Lustbarkeitöstsuer hrnzuge« Rommene Mietzinssteuer hat naturgemäß jede Privatinitiative zugu.nsten eines Theaters noch wesentlich er» Wie«« Morgenzeiturtg schwert. Nur eine großzügige positive Hilfe des Landes Niederösterreich, und der Gemeinde Wien kann den sonst unaufhaltsamen Niederbruch der Vo^ksoper abwehren. Neue Geldquellen kann die Direktion außer den Eintrittsgeldern nur in beschränktem Maße finden; sie wird aber neuerlich gn alle in Frage kommenden Behörden und Mäzene appellieren, sie wird versuchen, die Konzession für nachmittägige Kinovorstellungen zu erhalten, und sie wird, wenn es überhaupt zur Eröffnung det Spielzeit kömmt, trachtest, iÄnstlerisch das Beste zu geben. - : Ohne für das Gäfteweseu, das nie zu einem Gästeunwesen und zur Schädigung' des eigenen Personals entarten darf, sonderlich eingenommen zu sein, sieht sich die^Direttion gezwungen,- zur Erhöhung der Zugkraft Gäste von Ruf in größerer .Zahl Heranzuzieben; vorläufig seien.nur. folgende, Namen genannt: Baklanoff, Karl Braun (Bassist der, Metropolitan Opera), Antonio Cortis (ein spanischer Tenor). ' Fleta. Karl Günther (ein Hamburger Tenor, Sigride Onegin, Barbara Kömp,. Nadina Legat (eine italienische Koloratursängerin), Pattiera, Richard Tauber und das Ellen Teils-Ballett, das rrnter anderein zwei Ballette von Egon Wellesz zur Uraufführung bringen wird. Neueinstudrerungen wurden festgesetzt von „Zar und Zrmmermarm" (musikalische Leitung Herr Auderieth, Rtzgw Herr Markowsky. Zar Herr Brand) und von „Der Zigeunerbaron' (musikalische Leitung Dr. Kaiser, -Jnszemörung Luflrg-Vrean, Varinkay Herr Pacher. Saffi Frau Ferenczy, - Zfupan Herr Frischler) stattfinden; diesen werden itffott die Proben für die neue Puccini- Oper „La Rondine" folgen, bereu Hauptrollen in den Händen von Frau Debicka und Herr Fleta liegen. Es für aver nochmals betont, daß die Säisvistirofsnung derart fraglich geMrden ist, daß von diesem Anfangsprogramut noch nicht mit Vöstimmtheit gesprochen werden kann." Vott Karnz bis Philipp Zessta. ' Daß B ,r r g t h e a t r r wird in den nächften Wöcßeü ein« i u!i; ^' kni e t u r ,> d? ,.F. i f § t o“ btiattiji't'u v'it- Die Ryü« QZi F.röco spreit Herr Philipp Z r s k-a. - . Aus den THeaLern. Äm D'«»tstchen BalkStbearer wild Anton Mldgans dramniilchr Drebtni!^ Ir*i i e b t" n>rcß längerrr Paast' ln neuer EnU'tudiernng M \ t tto o ih ven t. September wieder rn den Svielpkan aus^rnonimen. Die hen'ige sowie die werürrn MMrUNgtn vonWottheS a u ft" begmmn u 11 d r. In den K o m in e r i p i e £ e n deS Deutschen BolkSih^rrs wurde für'Mmwoch d/n 1. Septenwer der Schwank „D er SA l^a s w a g e n k^o u tHlo l i ox* angrsetzt« . . Im Wiene r - S t a d t r h e ater de-chlüß: Karl - v k t it E"dü düses Mon.us '«,n e'wlgrkicheZ Gastfpre! -n dtm Schampirl„Der T o ts ch l ä g e t".MiMvochden 1.September getmiüt d'e Kdwödn - D e r n n a e i ch i cf t eIon g l e u k" 'lil ö fi. & 11> ü r «n »! » ck r 0 t l) von Henry Burgütt und HikPMrr SmiriN z«lr Er'Dn-niibirmfl. In dittem Stück' Ättt das N7ueug.tgiel!e MüpUev N v r e E t c fl o r. \ :: Int I o s e i ft a d t e r -s n c üt 7 r fitiben n irr n o ch ni n t Ä vrftslluria? n ö't? Lchüll'vtetö „H rt z a* nur Eir D : r? e n s als G.tft üa't Zu Borbeteuilnp ,ft vu .Groteske ..G r e t ch e von GMäv Dnäts nnd ^edvvth Lw» ichüy. I« drr Titelrolle wird die ittuenyagrekre jugrvdltche Salon- -d ame Mazda 'G a r d e u zum ersten Male üchueierk. /Ar eie j ü d i f cf? e B o ii -h bühn c. Sarnstaq den 2$. d. M. nüdtt nu Wtenrr ^omödleiünii? die Erst.uitzührnng von Mre: H Ir s ch^b e r u * Drama ..I ö e i".. statt. Die von ' Dr. A- F r i s ch uesienlerre B^ri'lellunp degMrsi um t! Uhr nach- .uisnaW M dieser Vorstellung erhalttu'Me Mntzltrdrr der Freien jMchrn 'LokkMhne Fttikartm. - ' Dir N a ch' t i v r e! e d - r J?nti ft s rfs a u febru nch -wigen öitijnltfiib' schttchtr>.' Witterung veranlaßt, die Eritan^ führun» des Moltsrcschen Lnstspuis „Arnphiirpon* ml Flaisi '.Hötzlmg Lv«. BnrMrarer in der Doppelrolle des -Iuvitet- AnWirttson am Sonntag den ckll d. Ä. um Ihr abends sm ^lkadtmieiheattr lKon-erchans! ,'tattfindeu zu taf'iky.' Die für die Fretbchtipiele-aelöftm Karren koumn an dcr und Abmdlasse ümgetamcht werken. Der Al berganji des englischen TheätetA. Gur Ucö.'.r ,'icht üben den Spislplatt dev Londoner Theater am Jahresschließ zeigt deutlich den ^iebergang, in dem sül) die ^irgüsche Pühiw ßssindet, denn hie. 'Londoner Theater sind sa für dis ganze Provinz rivv^edend. Bon den :Z2 Thsot-rv. die. in der englischen Haupchadt noch nicht zu Kino"., oder Varietee/ ümgewandelt worden find.'spielten 19 „richtige" Schauspiele. 12 bestreiten Spiel plan dntch Revuen - und 2t'nSstatimigsoperetten. Auf kinem Theater wurde'am Jahresende < eilte., Weihuacktsvantomime . gegeben. Es .wird sich im neuen Jahre die Zahl der „richtige" Slücke spislen" den Bühmm auf. 2() erhöhen. Fragt man aber nun nach' dem künstlerischen Wert der Ist dies airf'geführt werden, so ist derselbe gleich Null. Vicht weniger, als sechs davon 'ind' .omerrfatüsche ..')lrbeiieu, die entweder der gröbsten £<’.ujrtüon oder tsllem Blödst an dienen. Die .englischen BiiitLer llrkmgcu denn auch diel: „amerikanisch: Invasion" auf der englischen Bühne und münen, sie sei nur' möglich, ..weil der französische nnd deirsiche Dr.u'.röpinar'l unei vorschlossen ist". Sport. Eine Krise bei der Haboah. Ja den Ic&lm Lagen wurden Gerüchte über eine in, Kiene der Hakoah ausgebrochcne Krise laut. Tatsächlich liensch)c im Ve-eine aus Gründen privater' Natur gegen zwei Mit.ch^doie bliaste Mißstimmung, die stch in der Demission säst M n Teiles des AnLschusitS äußerte. Schließlich wurde aöer Iahreslosilkt beigelegt, die jrridtn miß» liebigeit Spieler wutdenriou v»^rt und die abgetretene Berelnö-' leituug übernahm wieder Vcd Führung der Geschäfte. — So zü lesen im ^Sport-Tagblait* doch 26. d. M. Die Hakoah hat von! der ganzen Sache erst dmch daS „SporEagblatt" erfahren. 27. August 1930 ~ ~ 9tt 6741 Sportklub KadS«a kombiniert gege» Ackbeu^t Unit«» £ 4 : l (1:1). Von Beginn an sehr scharfe- Tempo, wobei llnitaS schon in der 10. Minute erfolgreich ist. Von da an greift Kadima nachhaltig an und gleicht durch einen Prachtschuß FinkoS anS (32. Minute). Nach Halbzeit wird dl« Ueb«- legmhcit der Kadima immer größer; Schauer kann zweimal «ck Finko einmal einsenden. Kadima war in erster Linie bemüht, e« schönes Kombinationsspiel vorZliühren, was auch daS zahlreiche Publikum /w lebhafter Beifallspende veranlaßt«. Die besten Leistungen boten bei UnitaS Felix und Heller, bei Kadima Rota», Finko, Hermann, Hugo nnd Remkraut. Kadima-Neserven gegen Wiener Biktorin 0:1 (0:0). Eine PrachUeistung der Kadima-Rrservrn, die ei» kmsgeglicheues Spiel vorsührten, nur mangelte es am SchußvermL-e». Dmch drei Viertel der Spielzeit lagen die Kadmaner im Spielsclde des Gegners, ohne ein Tor erzielen zu könvm» Der Treffer der Vittoüa siel in der letzten Minute aus einem »Elfer", der durch ein HaNds Pollakr verschuldet worden war. Sp. El. UnitaS. Heute Training Fußball und Leichtathletik am W. Ä. F.-Matz in Hütteldorf. Morgen General^ Versammlung im neuen Klub heim CafS Neue Wiener Bih«, IX., Lrchtrnsteinstr'aße 27. _- Gerichtssaal. Der Mord am Sicherheitsmachma«« Hufnagel. Tod des SicherheitswachmanneK Wois H' tt f* wagsl, der am 23. Jänner d. I. bei dem Versuche,., den tvegön mehrsachsr K^sfeneinbrüch.? verfolgte»' Hechanikergehilfön Oskar L a n g e r ßestzunehmen, von diesen erschossen wurde, beschäftigte gestern d-as Schwur- ,Gericht, urcter dem Vorsitz des DberlandeKgerichtSrateZ'. Or. Äämpf. -Opiat Langer ist. wegen der Verbrechendes Mordes, ützentticher Gewalttätigkeit, Erpressung,! schwerer Körperbsschadigung nnd mehrfachen DiebstaW außetlagt. Hufiragcl hatte m Begleitung mehrerer Wachleute am. 23. Jänner den Oskar Langer nach einem Eindruchj in v.'r Schuhfabrik Gänslcr' (Fetberstraße) Zum Stehen-- bleiben aufgefordert. Oskar Langer verlangsamte seinem Schritt, ließ, den.Wachmann nahe an.{ich heramommen^ drehte sich dann plötzlich um und gab aus einer Steyrer- Pistole gegen Hufnagel rasch hintereinander drei Schüsse ab, vvtt fcfcmm einer den Wachmann am Halse traf' uftd die rechte Kobsichlckgad-er durchriß. Hufnagel stard att ErsiiMtig. Langer konnte erst zwei Wachen später nüch umfassändeN.'VorrehrunM verchaftet werden. AÜrchj. bei seiner Verhaftung wollte Langer Schüsse gegen diW Polrzeibeamtön abgebcn. Das Urteile ■; Die' Geschwornen erkannten den Angetlagten Oshrni /La rr'getr/M' zehn. Fällen des vollbrachten und itt vier' .'Fällen-' des' versuchten Diebstahls, ferner des Mordes, .ider Erpressung, dÄL gefährlicheii Drohung sind der ver-.!suchten-'cklirdt -oollbrochton schweren Körperbeschädigungf;schülöig.' - Arle Fragen wurden mit zwölf Stimmen beb' -jaht, auch die Schuldfragon für den Mitangeklagte» 1 Anton - Zöh rer befahren die. Bolksrichtec einstimmig^' . Auf Grnnv dieses -Schutdlvrnches verurteilte der -Gerichtshof - -Oskar Langer -zu lebenslangem' sch weren.-Ker te r, Artton Zoyrer zu fünfzehnf!Mottaten schweren Kerkers.'Vorsitzende» (zu Langet/. Das b^deu^t für Sie die bedingte Entlassung. Weilir S i sich in der Strafanstalt gut auf- - führen, w.'.räen Si - iir fünfzehn Jahren entlassen. (Zu Zöhrsir:). Auch Sie habe«, da Ihnen die llntersuchungs«- shaft in die' Strafe eing'rechnet wurde, nur mehr einig«- . Wochen zu. fitzen. ' _ Die Eierspeise aus der Düngerkifte. Äogen s.iner eigenartigen Uebertretnng grgen dasLÄttt^ mittelgcj.'.!-. hack?, sich gestern derKuischar Matthias Rotten-! der ge t vor dem Strafrichter des Bezirksgerichtes Landsträffe- Dr. Br ick, zu verantworten. Bor der Großmarkb- Halle steht eine Kiste, die „L ii n g e r ki stc1' genannt, isi. welchs die Eierbändttr der Grosttznarkthalle unter Lndtte« auch die petd-iröcirejl ^idr hincinwerfen. Rottenbergör habt mm aus dieser Aist« oiü nickitgebrochenm Eiet herausgesucht,! si-?.. gcwaschen nnd an Vorübergehende zu. 4 Kroneir das zum Kauf angeboten. Der Rayonsinspsktor verhaftet» ' ihn, als n eben lö Stück zum Verkauf anbot? Der Amge klag tt gab bet der Berhandlung an, daß nicht alle Eien t ans >r.r. Lüiig^ckiske schlecht seien, habe er sich doch selbst zu wiedsrholttn Malen aus solchen Eiern Eierspeisen zw» bereltrt, die tadellos schineckten. Die EtcrHändler werfen «Ken» ohne lange und viel zu prüfen, auch gesunde Eier in bin, Kiste.. .Der Richter vernrtftltr den Angeklagten zu LÜ Kronen«. GelDeafe. In der Begründung führte der Richter aus, ded,-Ängellagur'habe »“irr, deren schlechte Bcsthaffenhett ey. t a u u t c, als brauchbar verlauft. -——... / Eine hhotvflraphrerte Friedhofsszene als , Ehebruchsbewers. Gin merkwürdiger Ebrenbelerdigungsprozeß beschäftigte heut^ daS Bezirksgerichl Ivscsftadt ifandesgerichlsrat Dc. B e« e s ch)^ Dcr Heimkchrer Zoics R a f u ch a brachte gegen die Bea»ttns» kaümTherese S t e i n er rine Ehrcnbeleidigungsttageein,w£il sie behamckei habe, er überschütte alte Frauen mit Ziebesantrage», se ne Spes'alitüt sei die lsiebschast Mit ülcen Frauen, an bi» - er sich bercknmache. Äo.habe sich eine dieser alten Frauen, dl.e er unglücklich gemacht Habs, vom vürrcu Siock her ab gestürzt, .um einer anderenalte« Frau, dir an Häßlichkeit nichts zu wünschen übrig laffs nud d'.e er gleichstpfls unglütttich gnnachl hast.', sicki: er iw