Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 572 (25.8.1920)
- Date
- 1920-08-25
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Ht 572 Wien, Mittwoch v ^Kartoffelüberfluß. Zur gegenwärtigen Kartofselsituation teilt das Staatsamt für Dotksernälirung mit: Pie Uebernahme und Verteilung der Frühkartoffeln wurde, nachdem die Grundsätze der allgemeinen Bewirtschaftung und die Preise von der NeichSwirtschastskommission festgesetzt worden Umreit, Heuer für Wen der Gernüse-Obst-Verteilungsstelse unmittelbar übertragen. Maßgebend hiefür war die Absicht, überflüssige Zwischrustelteu behufs, Verineibung einer weiteren Verteuerung, auszuschalteu. Ebenso lvie int Bor- Wre,, wurde hinsichtlich der Fortsetzung., der Preise für die sogenannten Frühkartoffeln, das sind jene, die bis 15. August zur Ablieferung gelangen, der Landesregierung die Ermächtigung erteilt, -zum Ileöer- «ahmsp.reise der Hexbstlartoffeln einen Zuschlag bis zu. ilOO Prozent n-ch. freiem Ermessen sestzüsetzen. Diese ^eisbegünstigung hat infolge einer, guten Ernte bewirkt. daß — im Gegensatz zum' Vorjahre — unerwartet große Mengen von Frühkartoffeln abgeliefert wurden. Die überreichen Zufuhren' fielen auch noch zusammen mit. einer, wie bekannt, außerordentlich reichen Beschickung der Märkte mit Obst und Gemüse, so daß. die Nachfrage nach'Kartoffeln naturgemäß hinter dem Anormalen Maße zurückbleiben mußte. Es wurden int . Tagesdtlrchschnitt kaum .ntehr als 50 Waggons Kartoffeln abgesetzt, was die rrormale Absatzmöglichkeit, tveitaus nüht erreicht. Da die Zuschübe int Laufe der letzten Woche mehr, als 900 Waggons erreichten, die Händler aber mih Rücksicht auf die geringe Aufnah russähigleit des Publikums und die tnindere Haltbarkeit der Ware die Einlagerung ablehnten, war eine Stauung nnvetnneidlich, obwohl die Verteilungsstelle selbst die ihr zur Verfügung stehenden Einlagerungsräunte auf das äußerste ausgenützt hat. In dieser Lage hat das Staatsamt für Valkscrnährung im Einvernehmen mit dem Stvatsanite für Finanzen schon in der vorigen Woche d-er Wiener Berteilungsstelle die Ermächtigung erteilt, den Kartoffel- Verkauf durch Herabsetzung der Preise unter die Gestehungskosten zu vollziehen. Bedauerlicherweise hatte diese Maßnahme nicht den gewünschten Erfolg, weil die Händler noch mit Kartoffeln zu. höheren Preisen emgedeckt waren. Um die Kartoffeln trotzdem für den Verbrauch zu retten, wurde die Verteilungsstelle neuerdings ermächtigt, alles Geeignete zu tun, um einen -flotten Absatz herbeizuführen. Nach den letzten Meldüngen ist es der Verteilungsstelle gelungen, die Zahl der angesamntelten Waggons auf 170 zu reduzieren, fl» daß zu erwarten steht, daß die Bahnhöfe binnen wenigen Tagen von Frühkartoffeln geräumt sein werden. Italienische Valutaschieber in Wien. Wie vor einiger Zeit gemeldet, wurden in Wien wogen iTeilnahme an großen Valuta schiebereien auch eimge Italiener verhaftet: Es handelt sich um oie ehemaligen Mitglieder der italienischen Waffen stillstands ko immssion in Wien, Graf A r e s e, Leutnant E s p o r i t o und Korporal P l a t e o, welch letzterer, der Menägechef der Mission war. Zunächst wurde - Esporito verhaftet,, der die Seele der Valutaschieberei war,/die mittels Kurierdienst betrieben - wurde. Graf Arese weilte in Mailand:/so daß zu^der Finte gegriffen wurde, kn ihn "ein. mit Esporito' unterschriebenes Telegramm nach Mailand init -der Auffordermrg zu richten, sofort nach Wieu zu^ckomntcn> 'daes sich um ein größeres Geschäft handle. Graf Arese' kam tatsächlich nach Wien und wurde hier verh.a f t e t. Bei Esporito wurden gefälschte Papiere gesunden, in denen er als Kurier der italienischen Mission in Wien bezeichMr?MltHe. Auch mehrere/ zweifellos gefälschte Stampiglien wurden bei Esporito gefunden. ' Ber den Verhafteten wurdensechs Millionen Lire und außerdem Kronen und'andere Valuten im Werte von vielen Millionen beschlagnahmt. __ * Begrübniste am heutigen Tage: Zeutrali r i e d h o f: 9 Uhr Neumann Ernestine. */,10 Uhr Schwarz Rosa, 10 Uhr Lichtenstadt Karl, '/,11 Uhr Silberstein Regine, 11'Uhr Äuspitz Sofie, ‘M2 Uhr Rosenzweig Isaak Markus, 12 Uhr Langer Adelc. — Neuer Friedhof: 9 Ubr Wosner Wilhelm, V-10 Uhr Schwarz Samuel, 10 Uhr Pundy Hemrich, 1l Nagel Jda. * Richtigstellung. Der Leitartikel „Die bankrotte Welt" in der gestrigen Ausgabe unseres Blattes ist durch ein technisches Versehen unrichtig gezeichnet worden. Er hat unseren -Mitarbeiter zum Verfasser. * Verein der Hörerschaft deö Jüdischen Pädagogium». Wer eiuen tüchtigen Lehrer für Hebräisch. Tanach und Talmud sucht, wirb ersucht, beim Verein der Hörerschaft des Jüdischen Pädagogiums irden Tag zwischen 2 und 6 Uhr nachmittags im Sekretariat des Pädagogiums. II-, Obere Donaufliöjjc 91, II. Stiege, I. Stock, anzufragen. * Hebräische Schulen im XX. Bezirke, DeniSgasie 33 und Othmargasse 46. Die Eiuschmbungen in die hebräischen Kurse für Kinder und Erwachsene,, tür Anfänger Mid Vorgeschrittene finden täglich von 4 Uhr bis 5 Uhr nachmittags im Schullokal, XX., Demsgasse 83/10, statt. Der Unterricht beginnt heute um 2.Uhr nachmittags. * Die Zentrale des Jüdischen Nationalfonds, in Wien. II., Znlusgasse 08, beruft über dringende Weisung des Hauptbureaus in Haag eine außerordentliche Konferenz der N a t r o n a l f a rt d 8 - K o m nr i s s 8 r e von W i t n u'n d Umgebung zu emer dringenden und vertraulichen Sitzung am Dienstag den 31. d. M. um 6 Uhr n a chmittags im großen Sitzungssaal des Jüdischen Nationalfonds ein. Die Besprechungen sind vertraulich und der Eintritt ist nur gegen Vorweisung einer auf Namen lautmdm Legitimation gestattet.! * Diese, Eine goldene Uhr int Werte von 10.000 Kronen wurde am 5. d. M. dem Hermann Hamburger, ,Margaretenoürtel i wohnhaft, bei der Straßenbahnhaltestelle MürtelHÄberstraße, etite goldene, doppelt gedeckte Herrenuhr Wrerrer Morgeuzettuus Mitteilungen ans dcm Hnblikiim. Kulis'" . BrSülÖ''' . Wien empfehlen sich als Verlobte. Wien, im August 1920. sau RILLANTEN, Perlen, Gold, Silber. Platlsi and Uhren kauft zu Höchstpreisen i. Better, Oel«g«nhe)takaafe. _ ) Anhänger am 18. d. M. ül einein Straßenbahnzug der Linie „L" dem Viktor .Weiß, Schulcrstraße 6 wohnhaft, und eins doppelt gedeckte/flache Uhr mit Goldkctte und Goldmedailkoir' mit Brillant und Haarlocke, 10.000 bis 15.000 Kronen wert, am 18. d. M. m einem Straßenbahuzug dem Artur Schraycr, im Hotel Bristol wohnhaft, gestohlen. * 'T«rrr Heimat! An den nach Jahren aus der russischen Kriegsgefangenschaft heimkehrenden Fabian Schneider, machte sich um 23. d. :W. um 3 Uhr nachmittags vor dem Nordbahnhöf ein nngeiäyr ZOjährigcr bartloser Mann heran, fragte ihn, ob er russisches Geld mitgebracht imb ließ sich von ihm 12.000 Sowjetrubel init dem. Versprechen einhändigen, 'er. 'werde sie gegen Leutschösterreichisches Geld Umtauschen. Er ve r sch wand mit den Rubeln. * Tödlicher Msturz zweier Wiener Touristen. Mehr als eine' Woche,' nachdem sich der Unfall ereignet, kommt die Kunde nach'Wien, daß zwei Touristen aus Wien bei einer Tour in. die Bergwelt des Gesäuses tödlich verunglückt sind. Die beiden Opfer der Touristik sind der 20jährige Heinrich Welker, Zftmbau, Zieglergasse 12 wohnhaft, und der 19jährige Franz P ach ne r, Zieglergasse 18 wohnhaft. , * Auskünfte über Krasnojarsk und Tomfl. In der Freien Bereinigung der Mütter und Frauen Kriegsgefangener aus Rußland, Sibirien und Turkestan, 6. Bezirk, Getreidemarkt 9, 3. Trakt, Tür 3, geben Auskünfte: Morgen Donnerstag von U LLs 6 Uhr über Krasiwjarsk und Freitag von 11 bis 12 Uhr über Offiziere des Domsker Lagers.. * Bon einem Automobil getötet. In Währing, vor dem Hause Argauergasse 3, wurde gestern eine bisher Unbekannte Frau von etwa 30 Jahren von dem Automobil A *VII 745 niedergestößen. Sie starb auf dem Wege ins Krankenhaus. * Wohnungsrinüruch. Am 23. d. M., nachmittags, wurde die Wohnung des Siegmund Grünfeld, 2. Bezirk, Obere Augartenstraße 70, erbrochen. Gestohlen wurden mit Brillanten, besetzte Schmuckgegenstände und Kleider im Gesamtwerte von 150.000 Kronen. * Selbstmord. Der 50jährige ehemalige Kaufmann Ludwig Honig hat sich am 23. d. M., mittags, im Garten seines Wohnhauses in Salmannsdorf, Zierleitengasse 48, aus unbekannter Ursache erhängt. * Thaluzim, A « s l ä n d e r, H 8 n d l e r, kaufen und verkaufen Kleider, Wäsche, Möbel nur bei Mayer, II., Taborstraße 39. ... Vereinsnachrichten. Sportklub Hechawer. Heute, V,8 Uhr, L e i t u n g s s i tz « n g. Ort: Jndustnellencaf^. — verein E r e z I s r a e l. P r a t e r H a u p t a l 1 e e 10. Teilnehmer für hebräische Geschichlsknrie werden täglich angenommen. — I ü d i s cha k a d e m i s ch e r V e r e i n H a o r. H e u t c unt 1jsb Uhr nachmittags im Cafe Kord, I!., Kaiser Josef-Straße 15, Reorganrsationsversammlung. Ncfetent Dr. T e t ch m a n. Erscheinen Pflicht! — Jugend gruppe der Zionistischen BezirkssektionHietztng. Donnerstag den 26. d.M um V-7 Uhr abends im Brthaussaale, All., Reinlgasfe 33, V o r st a n d s a b e n d. Thema: ^Weg - und Zrel des Zionismus" (Referent eanck. jar. Franz Schütz). ^Jiddische Literatur" (Referent eanä. xhU. P. H a l l e r). Gäste willkommen! — H e ch a l u z- O r g a n i s a t i o tu Heute um 5 Uhr nachmittags findet im U. Bez., Praterstraßc 9 eine Sitzung hes Waad Hechaluz statt. — Heute um 8 Uhr abends im Saale dc§ Iischnb Erez Israel, II., Praterstraße 43/11, konstiturerendc Versammlung der akademischen V tre i n i g u n g M i s r a ch i. Um pünktliches Erscheine« wird gebeten. — Iugendgrup pe derZiontstischen Bezirkssektion Brigittenau. Heute, */,8 Uhr abends, Vereinsabend im Heim XX. Denisgasse 33. Programm: V o r t r a g mit D r § k u s s i o n. Wichtige Mitteilungen. Gäste willkommen. Letzte Rachrichte«. Llohd George gegen die rusfische» Friedeusbedingungen. Baasel, 24. August. (Schweizer Dspescheu-Agentur.') Dar Sonderkorrespondent der „Baseler Nachrichten" meldet aus Luzern, daß Lloyd George über die russischen Friedensbedingungen, betreffend die zukünftige Wehrmacht Polens äußerst ungehalten war und den Pressevertretern gegenüber sich in starken Ausdrücken hiezu geäußert habe. Die Politik der französischen Regierung erscheine , nunmehr als gerechtfertigt, was von beiden Staatsmännern ausdrücklich anerkannt worden sei. Giolitti habe erklärt, daß das Einvernehmen der Alliierten jetzt besser sei als zuvor. Kommunales. Die Holzversorgnng im kommenden Winter. In der . letzten Sitzrlng des Gemeinderatsausschusses für Ernährungs. und Wirtfchaftsangelegenheiten wurde über die Aussichten der Brennstoffversorgung im komurendeit Winter eingehender Bericht erstattet. Referent Stadtrat K o k r d a legte dar, daß an den völligen Ersatz der Kohle durch Holz in einer MillionenstM wie Wien überhaupt nicht zu denken fei; zumal ja die Brenn» stoffnot zum großen Telle ein Transhortproblem ist. Da nun drei Waggons Holz dem Heizwert nach kaum einem Waggon Kohle entsprechen, so ist es schon an und für sich ausgeschlossen, die erforderlichen Beförderungsnnttel in ausreichendem Umfanae zu erlangen. Immerhin aber 25. August 1929 (Settel —-- .—-:-:- wurden alle Schritte unternommen, rrm'-tm kommenden:! - Winter besser gerüstet zu sein, als,-es in den Jahre«! / 1918 und 1919 der Fall war., ffs kann; schon jefet fefi-j gestellt werden, daß die diesbezüglich getroffenen Ein-! richiungcn sich als vollkontmeit richtig bewährt haben./-: Bekanntlich ist nüt Gemeinderatsbeschluß die kauf»! männische Durchführung des Holzgeschäftes in genau der/ , gleichen Weise, wie.dies bei der Kohle schon fest Kriegs-: / ausbruch der Fall war, der Länderbank gegen bloße Der»! gütung der tatsächlichen Auslagen übertragen worden.!' Dadurch konnten, frei.-von der Schwerfälligkeit dess: bureaukratischen . Geschäftganges, eine Reihe groß-! zügiger Abschlüsse erfolgreich durchgefühpt werden. Esi.. kommt dies sehr deutlich in den berells in Wien vor-i handenen.Holzvorr.äten zum.Ausdruck, - Während»!^ das Lager auf 'sämtlichen städtischen Holzplätzen 15. August 1918 bloß 18.890 Kirbikmeter, am 16. Augustf 1919 infolge der Wirkungen des Zusammenbruches gar? nur 12.600 Kubikmeter.ausytachte,. sind gegenwärtig j bereits 81.728 Kubikmeter hier lagernd.'Gewiß'ist auch'! , diese Menge im Verhältnis zum Bedarf nur eine äußerst! bescheidene; doch ist sie immerhin als eine, ganz wesetttliche Verbesserung' der Bevorrätung anzusehen. Der! Unterschied wird noch klarer, wenn die Lagerbestände! von anfangs Oktober ins Auge gefaßt werden, die zmni Beispiel im Jahre 1918 bloß 20.072 Kubikmeter aus»'! machten, also eigentlich im Vergleich mit dem Stande! vom 15. August 1918 nahezu unverändert geblieben find.! Es besteht demgegenüber begründete Aussicht, daß sich! heuer in den noch folgenden sechs Wochen eine weitere^ Ansammlung von Holz vollziehen wird. Es wurden! außerhalb des niederösterreichischen Kontingents Käufe! in der Tschecho-Slowaker und in Rumänien abgeschlossen,! es sind Zuschübe aus Steiermark zu gewärtigen, was in'! den Vorjahren völlig fehlte. An der Hereinbringung! des niederösterreichischen Kontingents wird energisch ge«! arbeitet. Im Zusammenhang mit dieser Vorrats»! Wirtschaft und diesen modernen Anlagen macht sich!' ein sehr namhafter Geldbedarf geltend, der,! einschließlich der für die Kohlenbeschaffung notwendigen! Summen, 200 bis 300 Millionen Kronen erreichen wird.! Der vom Stadtrat Kokrda vorgelegte Mrtschastsplan; wurde vom Ausschuß gutgeherßen. . %? Die Kohlenfituation.; Die kritischen Nachrichten aus dem oberschlefischen Ab»! stimmungsgebiet und. die Stimmungsbilder über bidi Situation in den dortigen Kohlenrevieren haben an hiesigen! maßgebcudeu Stellen ernste Besorgnisse hinsichtlich der Kohlen-j Wirtschaft wachgerufen. Namentlich im staatlichen Kohlenauck! werden diese einlaufenden Nachrichten sorgfältig geprüft mtf»! die Wirkungen, die sich für unsere Kohlenversorgung daraüA! ergeben, bis in die kleinste Einzelheit durchstudiert. Tatsächlich ist bi§ gestern mittags eine Siet* schlimmerung in den oberschlLfischen Ankünften n iW ein ge treten, so daß iimnerhin abgewartet werden muß»- wann sich die Rücklvirkung der oberschlesischen Vorkommflifft; auf unsere Kohlenversorgung zeigen wird. ,! '! Es liegen zwar Nachrichten vor, denen zufolge die Verladungen vollständig eingestellt wurden und die Förberungeu auf ein Minimum zurückgegangen seien. Wenn sich dies! bestätigt, dann ist bas erste eine notwendige Folge, demt die geringen Förderungen würden wohl hauptsächlich für deck' lokalst Bedarf verivendet werden. Eine Ueberprüfung dieser Gerüchte ist jedoch hier nicht möglich und ihre Bestätigung ist auch bisher noch nicht erfolgt. Immerhin befürchtet «rot, daß die Kohlenankünfte aus Oberschlesien sich in den nächst«; Tagen verschlechtern werden, und man hofft nur, daß dieser Zustmtd nicht lange andauern werde, weil sonst unser ganzs8 Versorgungsprogramm über den Haufen geworfen würde, umso»! mehr, als die polnische Kohle, die für daS Elektrizitätsweck! einen essentiellen Bestairdteil der Arbeitsmöglichkeit bildet, schMi seit längerer Zeit nicht eüttrifft. Die Ernährung. Der Marktbericht. Die Beschickung der Grün w a r e tt «t ä r? t e tft geflerttj außerordentlich stark zurückgegangen. Gurken aus? Ungarn sind gestern überhaupt nicht eingelangt, weil einem Verkaufspreis von K. 1.— per Kilogramm, der den Märkte« üblich ist, bei weitem nicht einmal bti Frachtspesen gedeckt sind. Auch die Obstzufuhr sind aus dem gleichen Grunde stark zurückgegange«. Dl hat vorläufig nur ein leichtes Anziehen der Preis« für Zwetschken bewirkt, die zum Preise von K. 6.— frtirj K. 9.— per Kilogramm verkauft wurden. Aepfel sind' Preise unverändert geblieben. Markenfreie Kartoffek, von denen noch immer große Mengen vorrätig sind, zum Preise dorr K. 5.60 bis K. 6.— per Kilogranmt haben. Es herrschte trotz der ausgebliebenen ungarischen fuhren kein Mangel. Gemüse aller Art war geni vorhanden. Paradeiser stellten sich auch etwas höhyrj sie kosteten gestern K. 8.— per Kilogramm. In der G r. o ß m a r k t h a l 1 e war die Nachfrage vaschenderweise ziemlich lebhaft, doch waren die Bor aller Flerschgattungen viel zu groß für den Bedarf. NamenWA auf dem Geflügelmarkt i'cherftieg das Angebot infolgq der hohen Preise bei weitem de« Bedarf. Unter den gestern^ eingelangten Geflügelsendungen befanden sich auch Enten zu K. 100.— viS K. 120.— per Kilogramm. Ber -eutz Fischstäudcn gab es nur lebende Karpfen zu K. 120.—,' W e i ß f t j ch e zu $. 55.— bis! K. .60.— und Är ach i» rtan. . M..—/ tz« KKpgMH,. I i v 'y B^A 3149