Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 571 (24.8.1920)
- Date
- 1920-08-24
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite. 4 Dien.. Dienstag - .... Wiener Morc;enzeii«ng 24.. August 1920 Rr. 571 r — .. ... . . ...--- Tagesbericht IrcheubegrSbnis auf dem Indischen Szoan. .Ei» mit der „Shmrko-Maru" aus russischer Kriegsge.M.'genschaft heindgekehrter jüdischer Offizier beschreibt in.„Mukt.es Jovö" seine Erlebnisse während der Gefangriischast. ..Von den. r iorhundLrt ungarischen KriegsgesangeinM' welche mit dem. genannten japanischen D^egöschfis von-Wladiwostok nach Triest gebracht und wie erinnerlich. 'bei ibrer Ankunft in Budavest .vom Rcichödertveser und der ungarischen Gesamtregittung m feierlicher Weise empfangen wurden, waren nicht weniger als 124 imgarische Juden .Aom von den Heimkehrern haben die lange Seereise nicht überstaichen und auch, diele zwei waren' golizische Juden. Der Mische Offizierschildert nun seine Eindrücke wahrend.des traurigen Begräbnisses auf dem Indischen OMn: . Gellend pfiff die Dampfsirene über bas Schiff hinweg. Die' Reisenden: gebrochene Mische, leidende Kriegsgefangene schleppen sich' hinausaufs Mitteldeck. Ein Kamerad soll begraben werden. Der abgernagerte, förmlich zusammen geschrumpfte Körper wird fn einen Sack eingenäht. Das Gesicht ist gelb wie Wachs, das eine Auge noch halb geöffnet. Ein typisches, tzalizisches, jüdisches 'Gdsicht. Selbst im Tode spiegelt sich, das fahrtausend alte jüdische Leid wider. Stumm sind wir Jeugen dieser dWer-traurigen^ Szene. Die Deffnrmg des Sackes schließt sich, das ganze ist jetzt eine formlose Masse. Wer möchte es glauben, .das; in diesem rauhen Sackleinen ein Menschenleben, ein gegn altes, bis ans Ende kämpfendes, hundertfach trauriges Judenleben schlummert? Gestern habe ich noch mit ihm gesprochen. Das Fieber Mt ihm bereits die Lippen angefressen und trotzdem rief er unausgesetzt nach seinem Weibe. Auch fünf kleine Kinder ' warten : aut. ihn daheim. Fünf Jahre lang schmachtete er unter dril schrecklichsten sibirischen Qualen, ein Jahr hat er auf. dem Kriegsschauplätze verbracht, sechs schwere, fnrchrbar endlose Jahre sind schon dahintzerollr, seitdem er feine Familie zum letzten Male gesehen hat. Me viel mußte er hungern und frieren, bis es ihm gelang,' die. Reifespesen zusammenzuknausern. Nur die .Hofsnung auf das Wiedersehen hat u.!z.qea^iifet alter Leiden die Seele in ihm erhalten und nun ifher schon mir We<xe heimwärts! Heimwärtsl Der arine Jude röchelte unter Schmerzen: O, daß ich nur jetzt nicht sterbe! Zwei Monate nur gib mir noch. Du guter Gott, nur so viel Zeit schenke mir noch, daß ich sie alle noch einmal umarmen kann!" Was bedeuten diese zwei Monate, an der Unermeß-' lichkeit der Zeit gemessen, und auch diese wurden dem armen Juden nicht gegeben. Sem kleiner, verdorrter Körper kauert jetzt dort in dem rohen Sackleinen; daheim in Galizien warten nunmehr vergebens eine tzüttge Frau und fünf Mine Waisen. Und er stand doch schon beinahe an der Schwelle. O, welche Tragik liegt in diesen versagten zwei Monaten! Ein kriegsgefangener 'Offizier hält' eine Rede. Ernst, düsteren Blickes stehen die Kameraden im Kreise. Jedes Wort greift ans Herz; jeder von uns hat die Empfindung, daß ein Hauch der Unendlichkeit seinen Körper durchschauert. Trommeln wirbeln, der formlose Sack setzt sich auf dem glatten Brette langsam in Bewegung. Immer rascher gleitet er abwärts. Ein Augenblick noch und die Wellen des Ozeans schlagen über ihm zusammen. Ein Gedicht von Morris Rofenseld kommt mir in den Sinn. Das große Gedicht von dem schwankenden Schiffe, welches die jüdische Schicksülstraaödie auf seinem Rücken trägt. - ■_’ Das Gelübde des Täuflings. Ein jüdischer Kurgast in Sauerbrünn schreibt in ..Mult es Jödö": Alle möglichen Kategorien jüdischer LRenegatentypen sind hier vertreten. Die größte Ueberräschung jedoch bot mir der folgende Fall: Es war Samstag abends in. einer Koscher-Restauration. Neben mir saß ein „neuchristlicher" Kaufmann, der erst vor kurzem in die alleinseligmachende .Kirche übergelreten ist. /Daß er in einem Koscher-Gasthaus speist, fiel mir nicht nwiter auf, da es bekannt ist, daß man hier am besten ißt. Auch, das war mir nicht auffallend, daß der Täufling die jüdische Gesellschaft nicht meidet und daß Ine Juden den Renegaten nicht boykottierten rmd den Verräter auch jetzt noch nicht von sich weisen. .Hingegen siel es mir sehr aus, daß mein getaufter Tischnachbar, unausgesetzt zmn Fenster hinansblickt und nach Sternen am Hirnmel auslugt. Ich konnte mich schließlich nicht enthalten, an ihn die Frage zu richten: „Was interessieren Sie denn noch die Hinnnelstirrne am Samstag abends? Sie haben doch dem Sabbat für immer Ade gesagt." > ' ..Ich möchte eine Zigarre anrauchen" — antwortete der Renegat — „und warte nur, bis die drei Sterne am Himmel sichtbar werden und man schon rauchen darf. Wissen Sie. mein Herr, ich habe es meinem Vater auf seinem Sterbebett gelobt, während meines ganzen Lebens am Samstag weder zu fahren noch zu rauchen. Und dieses Gelübde halte ich unter allen Umständen." „Schade," erwiderte ich, „daß Ihr Vater Sie nicht auch geloben ließ, daß Sie während Ihres ganzen Lebens sich nicht taufen lassen werden. Diese weise Voraussicht hatte Ihr Vater nicht." Letzte Nachrichten. England und Italien gegen Frankreich. Das Ergebnis der Lnzerner Beratungen. Luzern, 23. August. (Schweizerische Deveschen-Agentrrr.) Ueber die Verhandlungen zwischen Lloyd George und G i o l i t t i wurde ein offizielles Kommnniquee ausgegeben. Darin wird zunächst die vollständige Uebereinstimmung zwischen der britischen und der italienischen Regierung sestgestellt, betreffend die Notwendigkeit einer möglichst raschen Wiederherstellung deSFriedenSaufderganzenWelt. Die Sieger im Krüge sollten in der Durchführung der Friedrnsverträge einen G e i st d e r M a ß i g u u g z e i g e n und die abgeschlostenen Verträge loyal durchführen. Die beiden Regierungen hoffen, daß das gute Einvernehmen, das in Spa erzielt wurde, bezüglich der Ausführung des Versailler Vertrages in allen noch nicht gelösten Fragen durchdringen werde. Zunächst ist jedoch der Friede zwischen Rußland und der übrigen Welt herzustellen, sonst wird immer eine Atmosphäre von Storungen die Welt weiter bedrohen. Die britische und die italienische Regierung sind 'einig, daß alle Anstrengungen unternommen werden müßten, um die gegenwärtigen Gegensätze zwischen den Völkern zu beseitigen. Polen wünscht den Friede«. Frankfurt, 23. August. (Privat.) Wie „Petit Parisien* meldet, machte der polnische Gesandte in London dem Korrespondenten des „Daily Expreß" folgende Mitteilungen: Polen,Kämpft einzig und allein darum, die bolschervikifthen Armeen vom pvlnischenGebiet zu verjagen. Wir wünschen, daß der F r i e d e schnell st ens unterzeichnet wird, aber wir müssen die Bedingungen a b l e h n e n, die an unsere nationale Unabhängigkeit rühren oder die eine Einmischung Fremder in unsere inneren Angelegenheiten verlangen. Dies ist der Standpunkt, den die p o l n i s ch e n Delegierten beständig im Verlaufe der Verhandlungen vetteidigt haben. Die Polen in Brest-LitorvsL. Patts, 23. August. (H'vvas.) Der Berichterstatter des polnischen Preßburoaus in Warschau .meldet: Mlaw a, Ostrvlenka, Lo-mza und Bialystvk sind von der polnischen Armee Bef etzt worden. Die in dem polnischen Korridor operierende Armee des Generals Sikorski liat 20.000 Gefangene gemacht. Die polnische' Gegenoffensive schreitet sehr, rasch vorwärts. Die bolschttvMsche Armee v er f ä ß f d e n p o l it4 s che n Korridor. Wir haben Gvttob, Dobrzyn, Gtodnica und Nowo-Ksasko besetzt. THe Stadt' Brest-Ültowsk sowie die östlichen Forts dieser Stadt sind von «ns genommenDer WnÄalstab her 17. bolfchewikischen Aruree ist in rmfeve Hände geraten. Hier wurden '19.000 GesavgLus gemacht. Im Süden ist die bvlfchewikifche Armee bei Nißotajew geschlagen worden. Talmndische Weisheit. Bearbeitet von Chajim B l a ch. l. Die Afrikaner machen den Inden Palästina streitig!. In den Zeiten Alexanders, des Königs der Mazedonier, machten die Einwohner von Afrika den Besitz Palästinas den Juden streitig und fochten das Anrecht Israels auf dieses Land vor dem großen König an. Da sie vor dem König erschienen warm, erhoben sie die Klage: .Das Land, welches die Juden letzt bewohnen, gehört «nS mtb wurde uns von ihnen entrissen." Als Beweis dieses ihres Anspruches führten sie einen BibelverS su (19. Kapitel, 10, l. Buch MofeS), wo die Grenzen des von Gott an Kapaan, ihrm Urahnen, verheißenen Landes genau festgelegt sind. Der König trug de» Judm auf, für den rechtmäßigen Besitz ihres Landes einen Beweis zu liefern. Die Juden hielten eine BeratMg ab, aber sie fanden keinen stichhaltigen Beweis, nm mit eimm solchen vor den König zn tretm md ihrer Sache gerecht werden zu tonnen. Zu dm viele» göttliche« Verheißungen, welche die Thora enthält, daS Land Palästina de« Nachkommen Abrahams, Jizchaks Md Jakobs z» gebm, trat der obenerwähnte Vers in Widerspruch, die Versammlung war daher ganz bestürzt. Plötzlich erhob sich ein einfacher, ganz unbedeutender Mann und sprach: „Ich werde hingrhe« und eure Sache vor dem König vertreten. Bedenket, ihr setzt nichts aufs Spiel, wm» ehr mich zu eurem Vertreter »»acht. Verliere ich, so wird eheißen, meine Dummheit fei daran schuld, wenn ich aber siege, so wird man sagen, ihr habt gesiegt." Die Verhandlung wurde im Angesicht deS Königs eröffnet. Die Abgesandten der Afrikaner warm erschienen; vornehme, weise Männer. Die Judm entsendete« jenen einfachen Mann. Dieser nun stellte sich dm Klägern mutig" entgegen Md fragte : „Wo ist der Beweis, auf dm sich euer Anspruch auf Palästina stützt?" »Das Buch eurer Lehre, die Thora, ist Mt'er Beweis", etwiderten die Afrikaner, „daß Palästina n«S gehört, es ist unser Eigentum, da wir nachweisbar die Nachkomme» Kanaans sind, dem das Land Palästina ursprünglich gehörte. Jüdischer Gesandter, schlage das erste Buch Moses a»f Md lieSMopitel 10, Vers 19." „Also unsere Lehre soll für nifierrn Streit maßgebend fein! Gut! Lesen wir nun in demselben Buche den früheren Abschnitt. Da heißt es: Geprieüy sei der Herr, der Gott S em S, fern Knecht fei Kanaan. Ihr seid doch unsere Sklavnr «nd erhebt auf nnser Land Anspruch? Jetzt erheben wir vor dem großen I König »usere Klage: Ihr seid unsere Sklaven und habt uns nie gedient. Nun verlangen wir von euch eine DergütMg f5*. jene» rrnlerlafseneri Dienst." j So sprach der einfache Mann. Und da seine Gegner nichts zu antworten wußten, entfernten sie sich als Besiegte. | II. Die Aegypter fordern die Aeichtümer znrül». Eine Zeit später erschienen die Aegypter vor Alexander Mdj erhoben Klage, weil die Juden, als sie aus ihre» 8«tbe zogqk große Reichtümer geborgt und mitgenommen hattm. Als Beweis Mrterr sie Vers 35, Kap. 13 des II. Buches MofeS au. Siei - verlangten daher die Rückerstattung der Reichtümer. i Wieder wurde der erwähnte Mann zmn Sachwalter ta Juden gewählt. Und als sie vor de« großen König standm, sprach «r »Ich widerstreite ihrem Anspruch nicht. Die Jude» herbes die Reichtümer geborgt «nd sollen sie zvrückerstatte«. Ader auf jenem Buche geht hervor, daß unsere Ahne» — 600.000 an de» Zahl — 400 Jahre von dm Aegyptem zu harter Sklavenarbeit gezwungen wurden, wofür sie kein Entgelt bekomme« habe«. —' Wir wollen gern die Reichtümer rückerstatte», ober wir verlangen! de» Lohn für die 600.009 für dm Zeitraum von 400 Jahren/ Auch die Aegypter wattetm dm Rrchtssprnch der Königs! nicht ab Md machte» sich ans dem Staube.... Henke Demonstration der Sffentlicheu Angestellten. Me die „ArLeiter-Zeitimg" nnttEt, haben stckE der heute 6 Uhr abends stattfindenden Kundgebung be-tz öffentlichen Angestellten im Rathaus auch die Gemeindearbeiter angeschlossen. > | * i; 1!j Die Züge nehmen vom Sammelplatz den kürzesten»! Weg zum Ring und marschieren aus. der Mittleres Fahrbahn (Geleise ist fteizulassen) zum Rathaus. Der; Q'usstt'llungsplatz vor dem Rathaus wird durch eine Standarte mit entsprechender Aufschrift kenntlich seir^ * Begräbnisse am hemtige Tage. NeurrFritdh o f: 9 Uhr Sonnenschein Leovold, V,10 Uhr Blaustein Chaur^ 19 Uhr Jellinek Marko, */4ll Uhr Strach Adolf. >- * Spenden. Für „Hilferuf": Amalie Mayen K 20.— (bisher K1330.—). — Für „Iüdis cheS Elond"r Familie Kobl ll 20.-. F. Abzug, Wien, 0., K 20.—, »Wenigs aber vom Herzen" L 29.— (bisher kl 1642.—). * Verein der Hörerschaft deS Jüdische« Pädagogium». Wer einen tüchtigen Lehrer für Hebrälsch, Tanach und Talmud sucht, wird ersucht, beim Verein der Hörerschaft d«> Jüdischen Pädagogiums jedm Tag zwischen 2 und 6 Uhr nachniittags im Sekretariat des Pädagogiums, U., Obere Donau« straße 91, ll. Stiege, l. Stock, anzufragen. » Oesterreichische Kinder in England. Aus London, wird gemeldet: Der zweite Transvort von 490 Kinder» aus' dm Hungergebietm Oesterreichs und Ungarns ist gestern vo» Vlisstngeu in F o l k e st o n e ringetroffm. 0 Hebräische Schulen im H. Bezirke, DeuiS-. gaffe 33 und Othmargass« 48. Die Einschreibungen in di« hebräischen Kurse für Kinder und Erwachsene, für Anfänger und Vorgeschrittene finden täglich von >4 Uhr bis 5 Uhr nach*-, mittags im Schullokal, XX., Denisgaffe 33/10. statt. Der Unter« richt beginnt heute um 2 Uhr nachmittags. * Das Ergebnis der englischen Sonnenfinsternis-: Gxprditio«. Der Astronom Dr. Erwin Freundlich, b« fchäftigte sich in dem soeben erschienenen Heft 34 der Wocheu-i schüft „Die Naturwiffenfchaiten" mit der Veröffentlichung, der Er-, gebniffe der englischen Sonnmfinsteruis-Sxpedition. Diese gibt uns ein Bild davon, wie weit ihre Beobachtungen wirNich die Existenz der von der allgemeinen RelativitätS>> t h e o r i e gefordrrtm Lichtablenkung im Gravitätsfelde der Sonuq, nachweifm. An der Hand dieser Mitteilung kommt Dr. Freundlich zu folgendem Schluß: Die Sonnenfinsternis-Platten in Sobrai! >oie in Püncipe offenbaren unzweideutig eine systematische Le« lagerung der Sternbilder, wie sie zutage treten müßte, wenn das! Licht im Grävitationsfelde der Sonne abgelmkt würde. Dies« Ablenkung verläuft dem Betrage nach durchaus so, wie sie vom der Relativitätstheorie vorausgesagt worden war. Natürlich ist,! so fährt Dr. Freundlich fort, durch diese eine Untersuchung die Anfgabe noch keineswegs endgültig er», ledigt, und es wird Ausgabe , der, kommenden, Sonnenfinsternis-Expeditionen fein, nicht allein die Ergebnlffe dr< vorjährigen mglilchm Expeditionen zu bestätigen, sondern auch die Methode so.auSzubaum, daß über das Wese» des beobachtete» Effekts kein Zweifel mehr bestehen kann. Demi eS wird natürlich immer wieder versucht werden, eine solche Ablenkung auch anders' zu erklären. Aber Freundlich glaubt doch, daß man bisher alles Recht hat, das Ergebnis der englischm SonueufinsterniS- Beobachtung als eine Bestätigung der allgemeinen RelatwitatÄ theorie zu verftehm. tz * Entdeckung einer alten Stadt in Palästina. DaS Iewish Corr. Anr. meldet aus Jerusalem: Bei Ansgrablkngsarbeiten in Tiberias sind die jüdischen Arbeiter auf Mauerüberreste einer antiken Stadt gestoßen. Die Behördm betrauten eine Gesellschaft mit der Leitung und lieberwachung der weiteren Ausgrabungen. * Reti gewiMt das GSteborger Schachturnier. Das borger Schachturnier hatmit erster Ueberräschung geendet^ Der Gewährte, aber'bisher ule in beu vordersten Neiheilt bctj interuationalen Schachgrößen gestandene W teuer Meistert Reti gewann das Turuier mit 9^/2 Punkten vor bcinj berühmten Ru bin st ein, der neun Punkte errang. D'ey ungestüme Russe Bogoljubow, der inr ersten Ansturm alle; feüre Gegner überrairute, versagte am Schlüsse stark. Auch Dr. Tarrasch und Marvczy. endeten diesmal weit rückwärts. Der Sieg der Wiener Schule ist doppelt erfreulich', wenn in Betracht gezogen wird, daß er gegen schärfste' rillenlationake Konkurrenz errungen worden ist. i > Sta«breiuigw«g »im Ahrrade««erken. Ein übe« rafcheud einfaches Msttcl zur Reinigung des Räderwerkes von stehengebliebrnen Uhren gibt „Scientific American" an. Unter das Räderwerk wird «in mit Petroleum aetränkter Wattebausch gelegt und 24 Stunden liefley gelassen, umersucht man dann ven Wattebausch', so stnden sich auf ihm Flecke, »mlche von dem Staub hrrrühren, der unter der Eiuwirkuyg m entwickelten Petrolerimdänipfe sich gelöst hat und hercibgelropft lst- Gewöhnlich ist das stiadettvert durch dieses Be, fahren io weit gereinigt, daß es leicht wieder in Gang zn setzen ist. <