Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 569 (22.8.1920)
- Date
- 1920-08-22
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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i«M9l Wien, TönudK Wisn«^ MsrMWMüt«T HW*1',,'," i n.iiraerararasa 22. August 1920 - 91t; .569^ \ R is •'?. II! :'>i - vohil voll ersaht. Der Spott wird auf breitester Basis betrieben. Die Vereine stellen 16 bis 20 Fußballmannschaften ins Feld, zwei- bis dreihundert;unge Keirte. betreiben Leichtathletik, die Mehrzahl, ohne'je bei öffentlichen Wettbewerben anzutreten, also nur zur Stählung ihrer Muskeln, zur Abhärtung des Körpers. Di« inaktiven Mitglieder, die in unseren großen Sportvereinen leider in der Mehrzahl sind, fehlen in den deutschen Vereinen fast gänzlich. Innig ist auch das Klubleben. Mustergültig sind die Sportanlagen. Sie sind nicht so sehr darauf berechiret. großen Massen Znsehmöglichkeit als vielmehr möglichst vielen sportliche Betätigung zu ermöglichen. Zwei bis drei Fußballfelder auf jeder Anlage sind das Normale. . Wenn man die Höhenentwicklung betrachtet, die der deutsche Fußballsport in den Städten genommen hat,, die wir bereut haben, so kann man nur ein weniger günstiges Urteil fällen. In Hamburg und Hannover^ wurde die Hakoah geschlagen, in Hamburg vom mehrfachen norddeutschen Meisten. Er reicht an unsere Svielstärke aber bei weitem nicht heran. Auch Gast-, freuüdschaft. anständiges Spiel und sportliches Entgegenkommen waren den meisten unserer Gegner fremde Güter. Mangelndes technisches und taktisches Können wurde eingestandenermaßen durch» Wucht und Derbheit wettzumachen getrachtet. Die Wettspielreise der Hakoah hat allen Teilnehmern schwere Entbehrungen auferlegt, sie sollte eine Propaaandareiie, aber gleichzeitig eine Erholungssahrt fein. Das letztere ist nicht cingetröffen; das Bewußtsein, dom ersten Punkte benimmt gerecht.geworden zu sein, . läßt uns aber über die Enttäuschung im zweiten leicht hinwegkommen. Die heutigen Futzballrvettspiele. Aof dem Programm, des heutigen Tage» stehen zahlreiche Ficrnndsckaftsipielk. Mit Ausnahme von Rapid, Amateure. W. A. C. und Hakoah greifen sämtliche erstklassigen Vereine in die Ereignisse ein. Wenn auch durchwegs nur Freundschaftsspiele stattsinden, ist doch manch interessanter Kamps sa erwarten. Mit einiger Spannung nebt man dem Treffen Sportk l u b—W. A. F. entgegen, das in Dornbach zur Austragung ge« langt. Der W.A. F. wird zu hrweisen haben, ob die in. Deutschland gezeigte Formverbessernng auch m Wien ünhälu Der Simmeriuger .Sportklub spielt auf eigenem Platze grge« Hertha, über der er einen knappe» Sieg davontrag« dürfte. R u d o kfsh üg e l hat A d m rra zrt Gaste, die alles daransetzen wird, Meuvvll abzwchn«de». Einen scharfe» Kampf wird es m Merdlmg absetzen, wo Wacker ,und B i e » n a Zusammentreffen. Bor einer leichteren Ausgabe steht der F. A. C.. der gegen Floridsdorfer Spor^ klub autritt. In der II. Klaffe beginne» bereits die MnsterfchaftSfpiele. Fast sämtliche Vereine haben geMet, so daß eS schön o« ersten Sonntag äußerst scharfe Kämpfe geben wird. Es treffe» folgeüde Vereine zusammen: G e r m a « i a—C r i ck e t (Ostmark-Platz), S t« r m — O st m a r k (Admira-Vlaß). Red Star Sportfreunde (Dörnbach), R e n n w e g e kiSp.^V.-!- B e w e g u n g s s p : e! e r (Reunweg), S l o v a Nr-W. Ä. C. (Rennweg), Baumgartner Sp.-Cl.—D o n a ust a d t (Baumgarten). O. ltakringer Sp.-Cl.—O V e r- St. Veit (Ottakringl Der Sportklub K ä d i m ä spielt in Floridsdorf gegen Vik 1 oria (4 llhr) und der I. Sp.-V. H r ch a w e r tritt um 7*11 Uhr vormittags in Simmering gegen die Jungmannschaft deS Simmermger Sportklubs an. Leichtathletische Wettbewerbe i« St. PStte». Der St. Pöltenrr Sportklub bringt heute nachmittags auf feiner im Jnurnraym der Trabrennbahn gelegenen Sportanlage leichtathletische Wettbewerbe zur Durchführung, zu der von sämtlichen Wiener Vereinen, ferner'von der Stockeraurr Sportveremi« gong .und den Veranstaltern selbst insgesamt 335 Nennungen Zugelaufen sind. Schon mit Rücksicht auf die große Zahl der Teilnehmer sind sehr interessante Kämpfe zu erwarten. Auch die Hakvah ttitt mit ihren besten Kräften an. H/K chs'ß rn n g »ti t A n l a ü U- JMstöÜ (AiKerika, 198») 1.. Müller (Amerika, 1*90 m) 2., Ecksluud (Fmnland 1'R)m)3. . L a ll'f e n ü b e r 800 m: Hill (England, 1:58*2) 1., Rudd (Südafrika) 2., Scott (Awercka) 8. - .-Kugelstoßen: 1. Niklandec -Finnland) 14*15 w, *2. Mc. Donald (Amerika, Sieger von 1912) 14*05 m, 8. Borkelund (Finnland) 14*02 m. 8 a u f e n ü b e r 5000 w - - 1. Guillemot (Frankreich) 14:53*6, 2. Nurnrh (Frnnland), Z. Baakmann (Schweden). W'e rttbrnng mit An l auf: 1. - Petersfon (Schweden) 6'9t w. 2. - AbrahaMSsoM^ (Schweden)- 6'88 w. 3. Johnson Am r,"a 6 8^ m. — Mit Rücksicht auf Retzenwetter keine belondereu Le-stuimen. ' Wir werdest über die weiteren Ergebnisse fortlaufend ,berichten.' ■; Kältenleutgebener Hakoah. Montag, 7-3 Ubr abends. Vortrag unseres aus Deutschland zurückaekehrten Mitgliedes N e um nun (Hakoah) bei Frank. Hernach gemütlicher. Klubabend. " Turn-., und Sportfr.kt des T. V. Bar ^ochbä- Berlru. Der strdischo T. B. Bar Kochba-Beslin veranstaltet am kommenden Sonntag anläßlich des VIII. Jüdischen Turntages ein Turn-und Spo.rlfcft. Vormittags findet ein Wcttmncn in der Turnhalle Sybelstraße zu Charlostenbürg statt, nachmittags leichtathletische Wettkämpfe auf dem Sportplatz der. Teutonia T>b.- Lehrtersiraße. Zahlreiche auswärtige Vereine haben ihre Beteiligung zugesaüt. LLnderwettkampf Oesterreich ^Deutschland.. Der Dmtiche Futzballbund hat sich an den Oeurrrnchrschen Frrßball- Verbasid mit dem Eistrchen gewendet, den am 2§. September d. I. statlfindendrn Ländmvettkampf anstatt in Wien in esuer Stadt D/üsfchlands zur Austragung gelangen zu lasten. Der Ocsterrerchstchc Fußball-Verband konnte. diesem Verlangen nicht entsprechen, io daß am 19. d. M. die süddeutsche und am 26. d.M. dir deutsche Äusivahlnramschaft in Wien äutreten wird. . Internationales leichtathletisches Meeting in Prag. Drr Prager Deutsche Fußballklub veranstaltet aut 7. und' 8> d. M. große 'nrernationale leichtathletssche Wettbewerbe, für. die zahlreiche Ebrcnmeise gestljtet wmdem . Noch eine Presiestimme über die-Hakoah. Die deutsche Dort;eitrrng ,Illustrierte Sport^aung" ickire bt üö-r das Dresdener Wettspiel der Hakoah : Hakoah-W es: Wagt Dresdner Sportklub 5 : 2. Bor über -$w Zuschauern tttfeifm die Wirst« das setzte Spiel ihres fZcknfchen Fußballnnnieks. Trotz der twrauigegaugenrn Asss'rrersgllssg merkte mau, den Wirmru keine Erysüdung am Sie lieferten ein Spiel,-..wie. wir. «s von den heimischen Mannschäftcn höchst fcftcri gesehen haben; den Wienern war alles das eigne, .was man vösi einer'Lchämännschäftverlangt, gute.Ballbehandlung. Sich-Freistellen und ein Zuspiel ohne große Kraftvergeudung. Jeder Spieler war erste Klasse, ja viele mrreu Fußbalttünstter. - . - Gin neuer Rekord. In Nerv Dork ist dieser-Tage ein gänz neuartiger ivortlscher Rekord, nämlich der Weltbekorö im Treppensteigen, aufgestellt worden. Der Makler Howard Rovme, ein ziemlich beleibter Herr von etwa 4o Jahren, erklomm infolge ein« Wette dse 47 Stockwerke des Equitablc-Gebäudes an 8. Minuten U'.'d 52 Sekustdey und.^öekam dafür mehr als 8000 Dollar üirsgezablt. Noome startete i« untersten Kellergeschoß, drei Stock unter der Erde und schlug ein gesnächliches Tcsnpo an. daS er bis zum Zsel durchhirlt... Auf dem Dache wurde dir nfpe „Weltmeister" von. mehr als hundert de» geisterten Zu'chauern stürmisch begrüßt. Von dort Netteste er nock einen vierstöckigen Asifbau .n>m Wetterhäuschen hinauf, wo ihn die .Zielrichter empfingen und - beglückwünschtes:?. Noome. der übrigens als. Student ein. bekassnker Athlet wckr, sollte dre 940 Stufen in 35 Minuten betvältigen. er erreichte al>o sein Ziel in 6 Minuten vor Ablauf der Zcst. Trotzdem sst es sehr fraglich, ob sein Rekord üch lange Hallen wiid. Bor allem gibt es in New-?)ork noch erheblich höhere Gebäude als der Equstablc- Bau: die gegebene - Distcsn; für die Weltsneistexschast im Treppen- > steigen sollten eigentlich die 60 Stock des Woolwosth-Grbäudes sein und zweifellos werden sn der nächsten Zeit Versuche unternommen werden, auf dieser Strecke einen neuen Rekord aufzustellen. Die Olympischen Spiele. i. , Mit den am Samstagden 14. August begonnenen rein aMrtischttt Kämpfe« erreichte dir AntwerpeNer Olympiade ihten HLHepunkt. Von dem Wettstreit d-;r Natiönen sind bekanritsich die ehemaligen Mittelmächte ausgeschlossen, so daß sie eigentlich »str dirt Rümpf-OlhMpiade ist, trotzdem übersteigt die Teilnehmerzühl brr weitem jene der vier vorhergehenden müdttnrp Olympiaden. Im Gegensatz zur enormen Beteiligung altiber Athleten, die von alle» Kontinenten herbrigeeilt sind, stiht -äußerst . schwache Besuch, den das Stadion dusröeist; am Eröffnuügstage würeu kaum 4000 Personen anwesend, die sich in der. die', zehnfache Menge fasiestden Anlage direkt verloren. Schön, dle ersten iAsftuugen sind ganz hrtvortützend zu nenntn. Wieder sind die Amerikanetz in Front und, wie bei den wüherrn Olympiade», erscheint das Sternenbanner dm häusigsteu auf dem. Siegesmgsi. In der Leichtathletlk sind bisher, folgendest Ergebnisie bekannt: Laufen über 100 a: Paddock (ÄMerika, 16*8 Sek.) 1., Kirkfey (Amerika^ 2., Edward (England) 8. Speerwerfen: Megejhra (Finnland, 65'78m) 1., Mtonen (Finnland, 63*68 m) 2.. Johansson (Finnland, 62*395 m) 3. Die weiteren Plätze besetzten: Estland, Schweden, Amerika usw. , Hürdenlaufeü über 400 m: Loosms (Amerika, 54 Sek.) 1., Weltrekord! Norton (Amerika) L., Besch ^Amerika) 8. Dann folgten Vertreter Frankreichs, Schwedms usw. Hürde ul au fr» über 110 m: Thomson Mmenkst, 14*8 Sek.) 1.. Weltrekord eingestellt! Tyrrgy (Ameiika) 2., Wilson (Asucu??) Gerrchtssaal. Die unverschämten Spinatprerfe. Im heurigen harten Fiühjahr tkaf die ArztenSgattin Frau Eltin ge r auf. der Sache nach grünem Gcmüie für ihr krankes Kiüh eine Bekasinte, die frischen Spinat hatte. Die Bekannte teilte der Frau Etting« mit, daß sie den Spinat vom Grünwüreühändler W a w r a u s ch am Mathildenplatz gekauft habe. Frau Ettmget ging ins Geschäft, wurde jedoch vom Grünwarenhändler abgewiesen. trotzdem am Ladenpnlt ein großer Korb mit Spinät stand.. Sie k^gte ihr Leid einem ihr begegnenden Wachmann, der .mit!yr ins Geschäft ging» worauf ihr rin halbes Kilogramm Spinat abgelaffen wurde. Der Greisltt., der .hejrte wegen B e r k a u f s v e..r. w e i g e t u n' g beim Bezirkgrricht Levpo1d'stas>t angeklagt war, verqntwotziete sich dahin, daß der Spinadnoch nicht zum Verkauf hergerichtrt »nd noch nicht bezahlt war. Gr habe nur seine Frau, die dir Geichaßsinhaberin war» vertreten. Richter Landesgerichtsrat Dr. Siebert: '„Wahr-- schrinlich hat Ihnen die Frau nicht danach ausgrschaut, um von ihr die unverschämten Preise zu verla n.grndie Ihnen genehm gewesen ivären. Da hat erst der.Mrchmansr kommen müssen, damit Sie den Spinat verkaufen." Der Au" geklagte wurde wegen der Verkaufsverweigerutzg zu zw ä nzi.g Kronen Geldstrafe, eventuell zu vieründzwayzig Stünden Arrests verurteilt. Geplünderte M'öbellager. Den Gipfel der Gaunerfrcchheit dürften die.drei angeblichen Hslfsarberter Franz Felix, Johann Grausam und Franz ^R i e g l e r erklommen haben, die sich Sasustag vor dem Schwurgericht unter dem Vorsitze des Obei^andesgerichtSrateS Dr. Czerny wegen Diebstahls zu verantworten hatten. Die drei Beschuldigten haben sich auf das Plündern von Möbellagern verlegt. Bei ihren Diebsfahrten suchen sie sich in der Regel Geschäfte aus. wo die zu kaufenden Möbelstücke entweder rat Hausflur oder in ernem von dem eigentlichen Verkaufsraum nbgesonderten Magazin lagern. Mit welcher Unverfrorenheit dre ALoerlagt:u tatm f.w'ik gtje.n.ßta sind, beweist, daß sic der in der Reindorfergaffe in Rudolfsheim gelesene« Möbrlhandlungj des Jona Sam e k an einem Tage dreimal einen Besuch ,.»fc* statteten und jedesmal am hellen Tage in der belebten Gasse auch Möbels stahlen,"sie auf einem mitgeörachten Wagm verluden und ohn^ Sckwu forksührtrn. DaS gleiche Manöver führte» sie bei dev MödMrma E st e r l e aus. Hier entwendeten sie einen rny Hausflur stehenden Gvicgelkasten und führten ihn ebenfalls aufj' einem Handwagen fort.. Vor Gericht - pWiefjpur.W dre UngtE klagten auf ihre große Notlage. Sie gaben die ihtte» . Law gelegten Diebstähle zu und bestritten nur. den Wert, der srobleuen Möbel. Der Gerichtshof verurteiltr. auf Grunds desj Schuldspnrches der Gefchwornen Johann G r a u s a m. zyi f ii u f z e h n M minien, ^ranz F c 1 i x zu neu« M o n a t e u und Franz Niegler zu achtz Mo na t e n schweren Kerkers. Der Volkswirt. Eine Krone -- 2.82'/- Centimes Getd.i Gestern notierte in Zürich: *j die österreichische Krone Geld. . 2.62V» ( 2.65 am 36. Augusts die österr. gestempelte Krone Geld . 2.70 ( 2*70 am 20. Augusts die tschechische Krone . , ... . 9.80 ( 9.50 am 20. Augusts die Mark . . . .. -11.70 (12.- am 20. Augusts Agram ... 6.- ( am 20. AugM Warschau ... . —(—.—:. am 2.0. Augusts Bildavrst-...2.621/» ( 2.65 am 20. Jugust)! Staatsbürgkrschastserklärung und Vermögensabgabe. Von Dr. Emil Schmitz. Laut §'9 des Gesetzes vom 21'. Juli 1920 p«s| die in malige große Vermögensabgabe uuterli-Lgen Aus*»i lander der Abgabepflicht bei Vorhandensein einer dttij beiden folgenden Voraussetzungen:. 1'. Sie nmsssn alM Stichtag, das ist am 30. Juni 1920, seitmehr-' alÄ fünf Jahren im.Gebiet der Republik Oesterreich ihrerti Mohniitz :«Ler ihren dauernden Aufenthalt gehabt haben/ oder 2. diese Frist verringert sich auf.drei Jahre, faW sie wähmnd^diestr Zeit.ein Erwerbsunterushmen.^vde« eina .astf/ Gelvinn - gerichtete Beschäftigung betrieb«« haben. Der rümstgnd^ .daß ein solcher Ausländer, seine« Wohnsitz . oder. Aufenthalt in Oesterreich nach dem -12" November 1918,-das ist nach der Konstituierung der Republik, aufgegeben hat, befreit ihn nicht von der Abgttbepflicht'itt Oesterreich, sofern Nur die Dauer seines Wohnsitzes ober. Aufenthaltes bis zum 30. Junk 1920 — ohne Aufgabe desselben nach dem^ 12, November 1918 —- fünf, beziehungsweise drei Jahre gr^ dauert hätte. Ein Ausländer also, der am 30. Juni! 1916 (Punkt 1) oder am 30. Juni 1917 (Punkt 2? seinen Wohnsitz oder dauernden Aufenthalt^in Oesterreich genommen hat, ist hier abgabepflichtig, und zwar? auch dann, wenn er diesen Wohnsitz, beziehungsweise Aufenthalt, nach dem 12. November. 1918 wieder aufgegeben. hat.. Airsländerhingegen, die erst nach den« 30., Juni 1915, beziehungsweise ,3$. Juni 1917, sichj hier niedergelassen oder dauernd aufgehaltrn haben haben in. Oesterreich keine Vermögensabgabe zu ent^ richten, fofern.es sich nicht um an das Inland gebundenes Vermögen (8 11) vher .um ein folcheK Vermögen-handelt» das in der vom!'. Augusts 1014 hjs'30. Juni -1020 durch eine Erwerbsunter, nehmung oder gewinnbringende Beschäftigung im. Iw land (Z. 13) erworbeü wnche. . .. , ,, Ausländer ist jeder, der, nicht .die östexreichisW Staatsangehörigkeit erworben hat. N.un. aber hgt die österreichischc Gesetzgebung im Jahre 1918 eine bi? dahin ganz neuartige Ärh des.Äwerbes..der Staats angehörlgkeii -statuiert, durch die Besttmmüttg, daß bef Vorhandensein gewisser Voraussetzungen jeder, der sich zum deutschösterreichischen Staat bekennt und eine die§^ bezügliche Erklärung bei.der poMschen Behörde abgibt^ hiedur^ allein schon österreichischer Staatsbürger werde. Eine solche Erklärung h'aben diele Dausende abgegeben-, und es entsteht' nütt die FvaK,' 6b alle sp M ösi>6rreichischen Staatsbürgern gewordenen Personen jiv Oesterreich die VerMügLnSäbgab0' zu entrichten -haben- / Inwieweit bei diesen Petrsonen die oben Unter 1^ frrnib 2. dargelegt^n Vorausseßunäeir zMeffön V.rsi>6t eÄ sich, um an das Jnland . gLbunbenes Vermögen (Liegenschäften, Erwerbsnnternehmen usw.) oder solches Ver-i mögen handelt, das während des Krieges .bis zE. 30. Juni 192Ü durch eine ErtverbsüNternehmung^ vdeir! geiviuubriNgende Beschäftigung hier erworben wur!nr»s ist diese Frage ohneweiters zu bejahen. Anders alleres dings steht es mit jenen Personenwelche ihrendaueM^ den -Airfenthalt in Oesterreich erst nach dem 30. 19-15', öezkShurigsweise 191.7 geMlinnen und die dtzütschi«! öststr ichische S'aa s'. ürgerschaftserklärung ' abgegeLtzt« habvtti Sind diese im Sinsse des Gesetzes über-die Bet-»! mögendabgabe als österreichische Staatsattgehörigens alM aly aiPabepflichiW anzüsehen oder finö sie AüsläitdSß-1 welche in ihrem Heinlaiftaat -die Vermögeitsabgabtz 'Mleisten haben? Von den beiden Fällen der obem zitiertet 88 '11. und 13 des Gesetzes soll hier tveiteu> nicht gehandelt werden, da sie zu Zweifeln keinen Stoi» laß geben. Die bisherige österreichische Gesetzgebung ist allere dings geeignet, die Antwort auf diese Frägie.zweifelhakkl erscheinen zu lassen; denn sie selbst hat, solche durch Er-" klärung zu Staatsbürgern gewordene Wrsondn auf politischem Gebiet als vollberechtigt« Staats-- bürger üru'r.ku.nnt,. indein sie ihnen. L«M Beispiel dass