Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 569 (22.8.1920)
- Date
- 1920-08-22
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
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c Wien, Sonntag Miener M»rgenzeit«ns 22. Wgust 1920 ktive und passive- Wahlrecht: in die Vertretungskörper einräumte, oder für jene Berufe, deren' Ausübung den Besitz des österreichischen Staatsbürgerr-echtes voraussetzen (zum Beispiel Staatsbeamte), die Staa(sbürger-- schaftserjklärnng als ausreichend erklärt, während sie insbesondere auf f inanz iel le m Gebiet der Staats- -Lürgexschaitserklärung jede Wirksamkeit benahm. .So «Lnüpft auch das Gesetz vom 22. Juli .1920über die Kriegsanleihe die Anerkennung der letzte.en als Schuld der Republik Oesterreich an' den Nachweis des H ei ma t? rechtesin einer österreichischen. Gemeinde. Da nmr aber nach Z 6 und § 89 des Gesetzes Über die Vermögensabgabe die Bestimmungen dieses Gesetzes nnr insoweit gelten, als sie nicht mit den Vorschriften des Frfedensvertrages von Saint Germaiu ,rm Widerspruch stehen, mutz dieser Friedensvertrag, der snunmehr nach Verlautbarung im Staatsgesetzblatt selbst .lein österreichisches Gesetz geworden 'ist, zurate gezogrrn werden. Nach dem Friedeusvertrage sMd österreichische Staatsbürger alle diejenigen, welche hier das Heimatvecht besitzen (Artikel 64), die hier geboren sind lund nicht vermöge ihrer Geburt eine andere Staats- Zugehörigkeit geltend machen können (Artikel 65) und schließlich jene, welche gemäß Artikel 78 und 80 für -Oesterreich optiere n. Alle anderen Personen hinsegen, welche das Heimatrecht in einem Gebiete besitz-».!, das früher zu den Gebieten der österreichisch-ungarischen Monarchie gehörte, erwerben ipso iure die Staatsangehörigkeit des betreffenden Sukzessionsstaates (Artikel 70), wobei es ihnen aber änheimgestellt bleibt, von dem 'ihnen erngeräunrten Optionsrechte Gebrauch zu machen. Bis zur Ausübung dieses Optionsrechtes haben sie in 'Oesterreich im Sinne des •§-. 9 des Gesetzes keine Vermögensabgabe zu entrichten. Diese Feststellung ist wichtig für alle diejenigen, tzwlche, ohne hier ein Erwerbsunternehmen oder eine auf Gewinn gerichteie Beschäftigung ansgeübt. ZU.haben, erst nach dem 30. Juni 1915 unter Teilnahine ihres Vör'kriegsvermögens im Gebiete der jetzigen Republik Oesterreich ihre.: Wohnsitz f der ständigen Aufenthalt-genommen Haben, ohne m Lner Gemeinde des -jetzigen Oesterre'ch das Heimatrecht erworben zu haben. Sie alle haben, wenn ihr Vermögen jetzt nicht an das Inland gebunden ist, hier leine Vermögensabgabe zu entrichten, auch wenn sie Die ideutschösterreichische Staatsbürgerschaftserklärung abge- Fraglich aberist es, ob dieM. Personen aus dieser iTatfacheein- Vorteil erwächst sie nicht vielmehr sehr wesentliche Vermögensnachteile zu besorgen haben. Die meisten von allen denjenigen, welche d'e iosterreichische Stchätsb'ürtzerschaftserllärunS . abgegeben haben, taten dies un 'besten Glauben, hiedurch vollberechtigte Staatsbürger unü aller Verpflichtungen gegenüber .ihrem Heimatstaat ledig geworden zu sein. Infolgedessen haben sie hier alle auf die Vermögensanme^ düng bezüglichen Vorschriften genauest ^erfÄN, ebenso iaher auch die Vorschriften ihrer Heimatländer unbeachtet 'gelassen und nun laufen sie Gefahr, daß viele ihrer Werte, namentlich jene des ehemaligen österreichischen Staates, völlig wertlos werden, weil sie in der Republik Oesterreich zur No'trisizwrung nicht zugelassen werden, tm Heimat laude aber nicht angemeldet wurden. Allerdings haben diese Personen die Mögl'chkeit, für Oesterdeich zu optieren, urid der Staatssekretär für Finanzen Ist. für diesen Fall ermächtigt, zum Beispiel Kriegsanleihe in berücksichtigungswürdigen Fällen zur Nvstri- (Nachdruck verboten.) Marienbad. Kein Roman, sondern eine überaus verwickelte Geschichte. die zwischen Warschau und Mariendad sprrlt, in 36 Breien, 14 BiÜek-doux und 46 Telegrammen.? Bon Scholem Alejchem. Äus dem Jüdischen übertragen,vckn S r e g f r i e d Schmitz- ' , .. (8 Fortsetzung.) Eine Heirat heißt bei ihm „Partie", der Uhoßen — „Bräutigam";, „Eu.r Weib" sagt er Niemals, . sondern „Ihre Frau Gemahlin". Ich sage Dir: es ist ein Vergnügen, zpzusehen, wie die dicken Mütter mit den Perlenhälsen hinter dem Herrn Swirski her. sind.' mit ihm „Deutsch 'dlHekt^aus.. Minsnetz^ .sprechen und er ihnen erzählt, wieviel ^Partien" er während der Kurlaison schon ^zu- PmMn9KLrach)" ,-Lat- -und .alle aus Liebe! Unsere Ja- NspjkeriN 'Hw den Nalewki jnit ihren drei Töchtern habe ich schon einige Male zusammen ^rnit dem Herrn Swirski Strossen, der feisten.Zylinder.nicht Samstags und nicht Wochentags ablegt, Gott möge, ihr helfen, ich wünsche ihr meinetwegen von. ganzem Herzen, daß Swirski che ejste „Partie" beschafft, nein,' drei /Härtren" und' drei „Bräutigame" für alle ihre-dMi Nasen; es-kann üuch ohne Liebe seinaber nur rasch, denn es ist. schon..die höchste Zeit, daß die Jüngste sich das Haar abschneibepx sie ist, schon über Dreißig.— Und wenn wir' ihre. Jahre mit' denen ihrer beiden älteren Schwestern addieren, so kömmt, wie ich fürchie, meh§ als, ein Jahrst. hundert heraus, . . ..Ich trachte, so weit als'möglich, der Jamaikerin auszuweichen, denn Du kennst sie ja und weißt, was für ein Tratschmaul sie hat; das kann Mauern durchlöchern!.' - Da ich Dir also Marieubgd schon ein. wenig beschrieben habe, kann ich Dir erzählen, wieso ich erfahren habe, datz Belcie herkonunt. Wie ich gestern früh zum „Brunnen" komme, treffe ich die Madame Tschapnik mit der Madame Laufermann und der M.adame Brauchstnhl und der Madame DKerenzes, unk) der Wädame Pekeles und der Jamaikerin fizierung zuzulassen, aber wieviele' mag es geben, die entgegen ihrem Wunsche, österreichische Staatsbürger zu werden, aus sehr triftigen Gründen vom Optionsrecht keinen Gebrauch machen können. Gewiß kannder Republik Oesterreich nicht zugemutet werden, alle bei ihr angemeldeten ehemals österreichischen. Schuldtitel nunmehr als ihre eigenen Schulden anzuerkennen, aber es kann von ihr verlangt werden, daß sie alles aufbiete, um im Wege internationaler Verträge-zu erreichen, daß niemand aus'der .Tatsache der abgegebenen Staatsbürgerschaftserklärung und der infolgedessen unterlassenen Vermögensanmeldung in'den Nationalstaaten zu Schaden komme. Freigabe tschecho-slowakischer Depots in Oesterreich und österreichischer Depots in dev Tschecho-Slowakei. Me bereits bekannt, haben ailfailgs ^August in Prag Verhandlungen zwischen der österreichischen und der tschechoslowakischen Regierung über die wechselseitige Ausfolgung der , den beiderseitigen^ Staatsbürgern gehörenden gesperrten Bankdepots und über die Aerkennung der Kontrollbezeichnung von Wertpapieren stattgesunden. Die Verhandlungen haben zum Abschluß eines UOereinwmiirens geführt, das .bereits von 'beiden Regierungen genchmigt und schon in'Kraft getreten ist. Das Erscheinen einer Vollzugsanweisung des Staatsamtes für Finanzen, mit, welcher die Durchführung dieses Uebereinkommens geregelt wird, sicht unmittelbar bevor. Die uneingeschränkte Freigabe-der Depots eines tschecho-slywakischen Staatsbürgers m Oesterreich und umgekehrt der Depots eines. österreichischen . Staatsbürgers in der Tschecho-Slowakei rst gewährleistet, wenn der Depotinhaber seine /ausländische Staatsbürgerschaft nachwetst, ferner dartut, daß er im Inlonö keinen Wohnsitz hat und schließlich sein Freigabebegehrcn inner-- halb' dreier Monate, nach dem Inkrafttreten.des .Frieoeusvertrages, das ist also bis zum 16. Oktober -1920, stellt. - Um das Freigabeverfahren möglichst zu vereinfachen,' wird den tschechoslowakischen Depotinhabern für die Anbringung des Ansuchens eine dreifache Alternative, gegeben. Sic können entweder bei der inländischen Stuerbchörde oder bei ' der Depötstelle oder in der Tschecho-Slowakei bei den von der dortigen' Regierung ausgestellten Vermittlungsstellen ernreichen. Die in .Oesterreich freigegeihenen Effekten können ohneweiters in das Ausland ausgeführt werden. Wer auch wenn die Effekten hier belassen werden,: bleiben ihnen die durch die- Freigabe erwirkten Vorteile erhalten, insbesondere bildet die Tatsache, dqß sie hier verbleiben, keinen Grund für die VorschMbungeiner Vermögensabgabe.Anders liegt dies bei den Depots,: welche unsere.Staatsbürger /in-.der Tschecho- Slowakei besitzen. Diese werden^-wenn? vöst dek. dDch das Uebereitrko'mmen gebotenen Möglichkeit der abgeckefreien Ausfuhr nicht rechtzeitig^ Gebrauch gemacht wird, in der Tschecho- Slowakei der Vermögensabgabe unterworfen. Um das Freigabeverfahrenden östevveichifchen Staatsangehörigen.möglichst zu erleichtern, sind die inländischen Steuerbehörden angewiesen, den Parteien, .welche auf Grund dieses UebereinkoMiüens ein Freigabsbegehren in der Tschecho-Slowakei stellen können, besondere Bestätigungen Wer das Vorliegender Voraussetzungen . unverzüglich zu erteilen. Es ist Vorsorge getroffen*, daß die an die tschecho-slowakischen Behörden gerichteten. .Freigcvbeansuchen auch im Wege inländischer Bankstellen angebracht werden können, dich dann den Heimtransport der Effekten auf einfache Weise in die Wege leiten werden. Besonders wichtig ist die Bestimmung des Uebereinkommens, daß nunmehr die Auszahlung von Zinsen und Verfemt ihren drei Nasen und nocheine Menge Weiber, kurz, die ganzen 'Marienbader Nälewki. „Guten Morgen!" „Guten Morgen!" „Wie geht's?" „Was gibt es Neues?" Da wendet sich Chawele Tschapnik an mich: „Wissen Sie schon, daß wir morgen einen neuen Gast bekommen?" Drauf ich: „Gott möge Euch lieb haben samt-Eurem Gast; wer ist es?" Und sie: „Nun seien Sie gescheit und raten Sie!"- Drauf ich: „Bin ich Euer Rat?" Und sie: „Ich will Ihnen ein Kennzeichen geben." Drauf ich: „Meinetwegen, heraus" — sage ich— „mit dem Kennzeichen!" Und sie: „Nicht eines.nur, mehrere Kennzeichen. Erstens Ist sie" sagt sie —„eine schöne Frau, die schönste von allen Frauen auf den Nalewki." Das hat, wie ich merkte, alle anderen Damen geärgert, denn sie haben alle vier einander mit sonderbaren Augen angesehen und einen so brennenden Blick auf die Madame Tschapnik geworfen, daß davon eine polnische Kleinstadt hätte in Brand geraten können. Die Madame Tschapnik aber. tut. als merkte sie nichts und hat weiter die Vorzüge der schönen jungen Frau -aufgezählt, die nach Marienbad kommen soll. ,-Wollt Ihr nicht schon äufhören" — sage: ich — „Vorzüge aufzuzählen? Vielleicht wißt Ihr" — säge ich „noch ein Kennzeichen." „Ein anderes Kennzeichen ift" *— sagt sie — „daß. sie einen Mann hat, der zweimal so alt ist wie sie; denn sie ist noch nicht alt" — sagt sie r- „kaum ßM-nzig Jahre..." — v; y Dq. -sind alA übrigen Damen mit einem Gelächter losgeplatzt: Abgerechnet die christlichen Sonn- und Feiertage .. . W.ie ich.nun sehe, das; d'.e Sache kein Ende vimmt, sage ich zur Tschapnik: „Nun ist's wohl bald genug'der Zunge Sticheleien" .— sage ich — „sagt endlich" —-sage ich'— „wer die junge Frau ist. welche zu uns nach Marienbad kommt." Da sagt die Tschapnik: „Ruhig! — noch-ein Kennzeichen und Schluß"sagt sie — „sie ist näml'ch" — sagt sie — „eine Verwandte von mir!" „So ist die Sachet — sage ich — „Was plappert Ihr mir dann erst den. Kopf voll? Sagt doch gleich" sage ich — „daß Belrie Kurländer - nach Marienbad kommt, und damit basta!" Daun beginnt. losungsbeträgenx auf ^Wertpapiere, die in einem der bä Staaten zahlbar sind, - ungehindert vor sich gehen wird/ sö» fern die Effekten im anderen Staate mit der Kontrollbegsichnung versehen wurden. Die Einlösung erfolgt in der Währung jenes Staates, in dein der Schuldner seinen Sitz hät. Abschluß eines Handelsvert^rges m7t , Rumänien. Bei einem Empfang im Staatsamt für Handel und Gewerbe wurden den Pressevertretern folgende Mitteilungen über den Abschluß eines Handelsvertrages und Kontingentübereinkommens mit Rumänien gemacht:' i Die neue Handelskonvention mit Rumänien, die uns M e i st b e g ü n ft i g u n g und volle G l e i ch b e r e ch t i g u n g mit den Angehörigen aller anderen Staaten auf dem rumänischen Markte sichert, begründet dte Hoffnung, haß die provisorischen Mmachungen,-die vorläufig auf ein. Jahr gelten, automatisch weiterlaufen, wenn sie nicht drei Monate^ vor Ablauf gekündigt werden. Dieser neue Vertrag gef währt Oesterreich die M e i st b e g ü -n st i g u n g, und zwar bezieht sich selbe ebenso auf die Zölle wie auch auf die sogenaimten p e r s ö n l i ch e n Rechte, zum. Beispiel .auf vollen Rech t schütz und Z ulas sun g zum H anöel.D- und Gewerbebetrieb. Ebenso wird . beiderseits freie D u r ch f u h r eingeräumt und sollen Schikanen gelegentlich der Aus- und Einfuhrverbohe vermieden werden. . Weitere Bestimmungen, beziehen sich auf. den Personenunp Güterverkehr. Das Kontingentübereinkommen enthält in Ausführung - der Bestimmungen.des HarchelZvertrages je eine Liste jener Warenmengen, für die: die beiderseitigen. Regierungen sich zur Erteilung von Ausführbewi'llrchlngen verpflichten. Lieferungen/ innerhalb die)er Grenzen erfolgen, müssen im BezugZla-'.d zur Einfuhr zugMfsm Werden. Die kaufmännische Abu-üklung des Brzüges der Warenkontingente bleibt deqr legitimen freien Handel überlassen, soweit üicht eine der beiden Regierungen hiemit eine besondere,, unter ihrer Kontrolle stehende Stelle offiziell betraut. Diese Bestimmung wird seitens Oesterreichs beim derzeitigen Stande der staatlichen^ Bewirtschaftung hauptsächlich beim Bezug gewisser Nahrutzgsmittel (vor allein Getreide und Mehl) und Mineralölen^ zur Anwendung gebracht werden.' Was die in die Kontingentliste ausgenommenen Waren betrifft, so kommen für die Ausfuhr aus Rumänien nach Oesterreich vor allem. Lebensmittel (12.000 Waggons Mais, 15.000 Waggons GerH, 20.000 Stück Schweine, 20 Millionen Stück Eier usw.)/ Mineralölprodukte (48.000 Tonnen Benzin, 72.Q00&o«tten Leuchtpetroleum) und eine Anzahl industrieller Rohstoffe, wse. verschiedene Chemikalien'und Bergwerksprodukte, Oelsqaten und vegetabilische Oele, endlich Edelhölzer, " in Betracht. .Demgegenüber sichert Oesterreich Rumänien die Ausfuhrbewuligun- ' gen für verschiedene. Eisen- und Metallwaren,; Fahrzeuges elektrotechnisches Material, Textilien (hauptsächlich in. weben, Bändern, Wirk- und Konfektionswären), 'Ledertyareü^' Papier, gewissen chemischen Produkten, Holzindustrieartikeln/!' Musikinstrumenten usw. zu. Uebserdses würde ein Vertrag über' die Uebernahme der Reparatur- ,von 500 rumänischen Lokomotiven geschlossen. v t . ■ / ,f.| Bezüglich der Bezahlung der gegenseitigen Lieferungenverpflichten sich beide Regierungen/ keinerlei Maßnahmen zu treffen, durch welche die Ausfuhr von Waren oder die Erteilung von AusfuhrbelvMgüngen an die Bedingung der Bezahlung des.Kaufpreises in einer anderen Währung als' rn derjenigen eines der beiden Vertragsstaaten oder an die Bedingung der Ablieferung der Exportvaluta gebunden wird.' Eine Vereinbarung der Jilteressenten, daß die Bezahlung-Mt ein kleines Gerede unter den Weibern über Deine Belcie, voran natürlich die Jam-ajkerin. Was soll ich Dir davon erzählen, Schlölme? Ich kann es gar nicht niederschreiiben' und will es nicht wiederholen. Du wirst ja selbst wissen,' was die Jamaikerin-über Deine Belcie reden kann,- übrigenS nicht so sehr über Deine Belciä wie übeq- Dich! Wenn das einer hört, muß er meinen, Du hättest — ihr ein Jahrmarktgeschäfi verdorben oder eine Heirat für ihre. Nasen. Zum Glück ist der Herr Swirski mit' dem Zylinder gekommen und hat die Jamaikerin „aus ein Wort" beiseite gerufen, wahrscheinlich wegen eir.eL „Partie" samt „Bräutigam". > So habe ich erfahren, bah Deine Belcie - -nach; Marienbad kommt, und erst am Wend, als ich wach! Hause kam, habe ich Deinen Brief vorgefunden. Es ist gut, daß Du mir geschrieben hast. Sei überzeugt, . lieber Freund, daß ich für Dich und für sie alles' tun werde/um was Du mich bittäst.. Du. kannst Dich auf. mich tierlassen. Ich werde keine Zeit und Mühe scheuen, Dir jedesmal zu schreiben/was und wenn ... Dafüraber darfst auch Du nicht faul sein, sorchern schreibe mir öfters, was es bei uns in Warschau Neues gibt.'' Aberschreibe mir nur frohe Neuigkeiten.. Ich hasse. traurige Briefe. Wenn ich die Kur mache,.- will ich von? Svrgey und Unglück nichts hören- Man hat genüg an den . Sorgen, die man das ganze Jahr zu Hause, zu tragen hat. Du magst mir glauben oder nicht—- hjenn idj Hin Ausland bin, lese ich nicht einmal die^ Zeitung. . Jr^k? lebe bloß nach der Börschrift; ich esse und trinke und schlafe, gehe spazieren und „nehme ab", spiele kleiiie Preforance, wenn ein Dritter zu haben ist, ü'n-d.i? wenn' nicht, Sechsundsechzig zu zweit. Sonst bleibt gesund. Morgen, so Gott will, wenn Deine Belcie an-/ gekommen ist, will ich Äir alles genau in allen Einzel-? heiien nüttcilen. Bleib' noch einmal gesund und mach'> gute Geschäfte, wie es Dir wünscht i. Dein bester Freund i . Chaim Soroker. s