Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 569 (22.8.1920)
- Date
- 1920-08-22
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Geile 6^ II-lutf— ■ ■ «‘**? *■**■**'*.** W^en. Sonntag - Wiener Morgenzekfrinq — ——:—I..—.««.roVli^s-,iu^ >>>-— . i.-, ...i. ....... geb e n, sich s o f o r t, womöglich expreß, mit der Zentrale ms Einvernehmen zu setzen. Alle Freunde ' des Jüdischen »Rationalfonds werden gebeten, dabei bekanntzugeben, ob sie dort eine eventuelle Veranstaltung oder eine sonsiror Aktion des Jüdischen NalwMfondZ bloß» durch ihre paisive Teilnahme unterstützen oder ob sie bereit waren, aktiv durch Beteiligung an einrnr in diesen Kurorten zu gründenden oder scbon gegründeten Komitee fiir den Jüdischen illftitionaisoudZ zu'wirken. Das Hanytbureau bcS Indischen, vtarionalfonds iruftHaag verlangt telegraphisch die sofortige Aufbringung einer gewaltigen Summe in Deutsch Österreich, welche zur DirrchfLhrnng .äußerst wichtiger und unaufschiebbarer Aufgaben in Palästina unbedingt nötig ist. Zur Erreichung des verlangten MillronenbetrageS müssen, sich unsere in den Kurorten weilenden Freunde-zumindest für die nächsten Tage restlos , zur Verfügung stellen, da sonst die Gefahr besteht, daß eine einzigartig günstige Gelegenheit rmwiederbringlich versäumt wird. Schachturnier in -Göteborg. .In der,e»l f t'e n Runde des Mristerturwcrs siegten M i e s e s gegen Bogoljtzbow. Reli gegen SeleSmcw, K o ft i t s ch gegen Niemzomtsch, Marco gegen M-rrSczy, Tar ras ch gegen Breyer, S p i e l m a n n gegen Möller. Remis wurde die Partie TartakowerMubinsicni. Der Stand der Hauvtkonkurrcnten nach der elften Runde ist: Retr 8, Rubinstein 7'/,. Bogoljubow 7, Kostitsch, Tarrafth ie 8'/-. Mrefts, Tartakorver ie 6, Maroczy 5'/-- * Die Ruhr. Die Zahl der - im Gesundheitsamte in der Zeit vom 15. bis 2!. d. M.^eingelau'encn Anzeigen von Nnhrfällenbeträgt 131. Sie ist gegen die Zahl der Vorwoche um die Hälfte gesunken und fast gleich mrt der Anfangs- Woche des Monms (125). ■ * Entflohener Verbrecher. „Venkov" berichtet auZ M a r i t n b a b: Der hier m Hast befindliche. ukrainische Stlldmt E p st e i n, der Kleinodien im Werte von K 400.000 geraubt und in W i e n M i l l i o n e u b e f r au d a t i onen begangen hatte, ist vor einigen Tagen in Gemeinschaft; mit drei Verbrechern ans der Hast entflohen. Rach seinem Verbleiben wird «ifrrg gefahndet. * Der Vahnverkrebr. Ab Souning werderr auf der S 2 d b a h n die Zöge ab Wien 4 Uhr 20 Min. nachmittags, beziebnugswene an 12 Ubr 50 Min. an allen Sonntagen auch auf der Strecke 'Wien—Mürzzuschlag geführt und wird der Zug an 11 Uhr 21 Minuten voimittags an Sonntagen aus dieser Strecke unterbleiben. — Am Samstagverkehrt auf der Strecke WienMordwestbabnbof—Schastau (Znaim) der Personenzua ab Wien 11 Ubr 35 Min. nachmittags nur mit Wagen Ul. Klasse im allgemeinen Verkehr bis Znaim. — Zur-Bewältigung des Herbstrückreiseverkchrs aus den Bädern und Sommerfrischen der westlichen Alpenländer wird in den nächsten Tagen erne Z v g §» Vermehrung einsetzendie brs zum 18. September aufrecht bleibt und deren Umfang aus den Fahrplanaushängen in den Bahnhöfen ersichtlich ist. — Von Wien-Westbahnhof verkehrt der Fernvrrfonenznq ab 5 Uhr nachmittags auch an Samstagen bis Salzburg. In der Gegenrichtung wird an Sonntagen der Zug ab Salzburg 10 Uhr abcirds geführt. * Ein großes Gartenfest mrt reichhaltigem Programm »nd anschließender Tanzunterhaltung veranstaltet der Verein Ahawath Zion am 23. d. M. im (Safe Praterfee, II., Prater Hauptallee 5. Eme erstklassige Musikkapelle bringt jüdische Lieder und Weisen zum Bortrag. Der Reingewinn fließt dem Bibliotheksrmd Palästina-Reisefonds für Mitglieder des Vereines zu.(Näheres siehe Juscrat.) . . * „2RrtaUum Gold" — (mit dem Regenbogen) die gutbewährte -Taschenlampenbatterie. * Chaluzim, A u s l ä u d e r, H a n d l e r, kaufen und verkaufen Kleider, Wäsche, Möbel nur bei Mayer, II., Taborstraße 30. * Talare aus schwerer Drokatleide und neuert schweren Kaschmrren wieder eingelangk. Auch Barette m bekannt schorstcr Ausführung denn Spezialisten Rudolf-Goldstein. S-chncidermelster, Wim, ll-, Tabörfiraße 54. Telephon 45.029. Gegründet 1866. D ererrrsrrachrichte«. Ch akuzim-Bersammlung. Heu'e um V,3 Uhr Nachmitiägs 'findet im Lokale. XX., Karl Meißl-Straße 5, eine Versammlung aller Cbaluzim statt. Sprechen werden die Delegierten der Achduth Haawodah aus Palästina. — Jugendverein A h a w a t h Z i o n, II-, Kleine Zufahrtsstraße 160. Das Festkomitee versammckt sich präzise 7-/2 Uhr im Cafe Prarerfee, H., Hauptallee 5. Die Ernährung. Der Marktbericht. Mäßige Verbilligung von Fleisch. Das reiche Angebot aller frischen und geräucherten F l e ischg a t t u n g e n hiesiger und ausländischer Herkunft bewirkte gestern eine, wenn auch nur leichte, Prcrser Mäßigung, die vorläufig allerdings nur d-,e minderen Fleischf o r t'e « umiaßte. Kalbfleisch bat sich in den minderen Sorten um K 10 bis K 20 im Preise e r m äß i g t und kostete m der Groümarkthalle je nach Dualität bl 95 bis K 130 das Kilogramm. FrrschesRrndsleisch war durchschnittlich um .K 5 per Kilogramm billiger geworden. Begreiflicherweise hat diele lerchic Preisabschwächung kerne Steigerung der Nachfrage bewirkt, da das Fleisch doch noch immer viel L u t e u e r ist und die Kaufkraft zu Ende des Monats äußerst gering ist. Die Zufuhren nach den G r ü n w a r e n m ü r k t e n haben etwas nachgelassen, dock machte sich dieser Umstand mcht im geringsten fühlbar, da mit den Vorräten der Vortage dte Märkte noch immer überfüllt sind. Für Zwetschken tst eine weitere Preisermäßigung eingelreten. Fettabgabe. Vom 22. bis 28. d. M. werben bei den städtischen Margarine-Abgabcstellen per Person 12 Dekagramni Pflanzenfett zum Preise von K 12.— gegen Abtrennung des Abschnittes R Nr. 206 der Fettkalte auSgegeben. Die' beiden Abschnitte Nr. 206 für nrchtrayonrerles Fett sind nicht abzutremren. Organisierte Verbraucher erhalten 12 Dekagramm Margarine zum Preise von K 11.40. Kartoffelabgabe. Die Anlieferungen von inländischen Frühkartoffeln sind nun beendet. Die noch vorhandenen Vorräte an Frühkartoffeln werden von Dienstag an zum Preise von K 6.10 ver Kilogramm int Kleinhandel ohne Abtrennung von Kartoffelabschnitten ] r t i abgegeben. Lebensmittel- und Petrolenmbezugskarten-Ausgabe. Die nächsten Mehlbezngskarten, Stöhrbrotmehlbezngs- - karten. Brotbezugskarten, Fettkarten, Kartoffel karten, Mrlchkarten;t;v. Lunder »im 6 bi» u Jahren werdet erst am Samstag den Mitteilungen ans dem Publikum. SaiiBraM Isak Teltelbaam empfehlen sich als Verlobte Wien; iiN August 1920. ::su Mle! u. Innen- 1 CDIM Dekoration »■orinn in grösster Auswahl. Nor gediegene 8!)., SlStiSnStSlflO' 1 U. 2 '619 Erzeugnisse. (Ecke Karl Schweighofergasse). R&LANTEN, Perlen, Gold, Uhren kauft zu Höchstpreisen i n Rotontnraistrasfl» 23 I Maiiahilferstr. 98 77g; Silber, Platin and Täglich I GelegenheitskUiife. I ,zur Gründung einer-jüdischen und hebr. Verlags-Aktienges. Zoochr. unter „17“ an die A.dm.d.BI. Original englische Gummi u. imprag. für Herren und Damen Richard Rarer WIEN, I. Rotenturmstr. 31 Tetephonaufraf LSI«- HUTREPARATUR-AHSTET Panama, Girardihüte and allerhand Hulreparatoren werden nach nenestcr Mode prompt nnd billigst modernisiert XVIII., W&hrin@er Gürtol 21 und Vllr, KaTi&hllferstrasae 86 11. September bei den Brotkommisstonen ansgeaeben. Halbe Fettkarten und . FettkarteN für den erhöhtest , Bezug tSchwerarbeiierfettkarten) gelangen stickt mehr zur Ausgabe und erhält jede Persönr sie Anspruch auf Fettkarten hat, eine ganze Fcttkarte für dm-Bezugdes rahonierten Fettes. Die bereits ansgegebcnen neuen Petroleumbezugslarten für, Hansbeleuchkimg werden erst zugleich mit den anderen Petroleumkarten am 19. S e h t e m b e r in Kraft tretest. Wegen'Weiterverwendung der am 28. August ablautenden Lebensmittelkarten und Petroleumbezugskaricn für Hausbeleuchtung bis zum Inkrafttreten der neuen Karten werden geeignete Maßnahmen verlautbart werden. Die Hauslisten sind zuverläjsig am Samstag den 28. d.. M. bei der zuständlgen Brotkommifsion abzugebm. NLhrmittrlzubußen für Kinder. Vom 26 ÄuMst bis 4. September werden bei den'städtischen Abgabcstellcn für Kindcrnährmittelzubußeu und bei den Berschleißstellen der Konlumentenorganisationen K in. d e r n ä h r m i t t e I z u b u-ß '.in abgegeben- Bezugsberechtigt sind Kinder bis zum vollend.eten -sechsten Lebensjahre. Für jedes Kind wird 1 Kilogramm Femmehl zum Preise 'von K.' 11.20 gegen Vorweisung der Melilbezugskarte und Abtrennung des Abschnittes 2 dev bis 28. August geltenden entsprechenden Milchkarte abgtgcbeu. Die Konsumeytenorganisationen wollen sich wegen Zuweisung des Bedarfes an das Bczirkswirtschastsämt^Stelle 2, wenden. ' Die Firma Eh. Sch. Nüffen-aum, Wien, II.. Schiff-- amtsgaffe 14, bringt täglich frisch geschlachtetes ausländisches K o s ch e r f l' e i s ch zum Verkauf. Bühne und Kunst. Arrs de» Theatern. In der Renaissance-Bühne gelangt allabendlich der erfolgreichr- Schwang ^T h 6 o d o r e & C i <•:" mit Hans Lackner und Marirtta Weber als Gästen zur Darstellung. Beginn 8/<7 Uhr. Die V o l k Z o p e r, in der augenblicklich Renovierüngsarbeiten vorgenommen' werden,, wird am 1. S e p t e m b e r w'eder eröffnet. Als erste Vorstellung ist ,D e r fliegende Holländer" ongesetzt, Direktor Weincai tner wird aber voraussichtlich erst im. Okldber aus Argentinien zu-.iickkehren. - Deutsches Volkstheater.' Sonntag den' 22. d- M.,'V,8. Uhr nachmittags. ,,J m w e i ß e n R ö s f e l". ft',8 Uhr o r a l". Montag 6 Uhr „Kabale und Liebe", Dienstag (Arbritervorstelluug) 6 Uhr „Faust".' Mtktwoch '/e7 Uhr „D e r R e n e g a r". Donnerstag (Arbeiter- Vorstellung) 6 Uhr „F a u st". - K a m m ers p t e l e. Heute 7,3 Uhr nachmittags ..G es v e n st e r"i 7 Uhr „S ch l o.tz Met t erst e \ n". Montag . bis inklusive Donnerstäg 7 Uhr „S ch l o ß W e t t e r st e r n". — Direktor B e r n a u e r bat soeben den diciaktigen Schwank «E vas Sünde n f a l l" von Dr. Adolf A l t m a n n und Melly G r. ätz i n g e r als ' eine der ersten Novitäten m der kommcndei/Spielzeit für die Kammerspietc bestimmt.' R a i m u n d - T h rate r. Heute 3 Uhr nachmittags „Der Z i'g e u n e r b a r o n^ 7«? Uhr „Wiener Ä o l k s s ä n g e r". Montag und, die folgenden Tage Uhr „W i e n e r.B o l k s sang c f. Wo chen s p i e lp ta n des C a rl - T h ca t c rS. Heute- und die folgenden Tage: Gastspiel Emmy Kosaey und Ernö Kiraly. ,,L'r ech. e s r a u s ch", Sonntag den 29. d. M., 8 Uhr nachmittags.' bei ermäßigten .Presen „A l t - W i e n". An Wochentagen Beginn der Abendvorstellung um VJ Uhr und Sonntag nin 7 Uhr.' Theater an der .Wien. Allabendlich 6 Uhr „D i e b l a u e M ,a z u r". /. J,o b a n n St r a n ß - T h e a t e r. Allabendlich 7.7 Uhr „D a L H o l l a u 8 w c > b ch c u". Im Wiener Stadtt h e ater kommt das Schauspiel ..D c r T o t sch läge i“ Montaa den 23. d. M. zur 25. Ausführung und bleibt von da ab b's Ende des Monats aus. dem Sp-.clplan. Karl Forest hat sein Gastspiel bis Ende dieses Monats verlängert. , T h e a t e r i n d e r I o s e f st a d t. Allabendlich 7 Uhr. „8 a z a". ' Berühmie Kunstwerke von Deutschland an Aelg'ren Wergeben. Aus Grund des Jriedensvertrages sind von Deutschland zwölf Tafeln des G e n f e r Altars det Brüder van Eyck und die vier.. Flügelb'.lder t. des L ö w euer Ä l t a r s von Dierck V o u t s - emer aus Btsisstl entsandten, belgischen Kommission übrrgehrn worden. - » n. Auauft 1920 sSv78SS Die Sozialisierung -er deutsche« Theater. Der Entwurf des SoziplisierungSgesetzeS, wie er von der Svzialr^ sierungskommissiov des drutschm Reichstages vorg^schlagm ist^ gibt den Gemeinden das Recht, Betriebe, die sie für die öffentliche Bewirtschaftung für geeignet halten, zu tommnnalisiere«. Dev - Entwurf nnterschcidet dabei zwei Klaffen von Betrieben. Du - Cosialrsiernng der Klasse A kann ohne Zustimmung der Reichs«^ regicrung erfolgen, zur Sozialisierung der Klaffe B auf- . geitthrtcir B-Oicbe bedürfen die Gemeinden dagegen der Znstim^ inung der Ne>chsrcgiernng. .Zn den Betrieben der Klaffe A gehören außer Ga-:--. Elektrizitats-. Wasserwerken ustv. auch Licht- > spiele und T h e a t e t.. Danach find die Gememdrck berechtigt, ohne.eine Entscheidung der Reichs! egiermrg. abzuwarten, Theater unter ihre Kontrolle 'zu bringen und alle privateq Theater zu v'rbieten. Dreier Gedanke wird von der deutschen Bühnengenoff'knschatt unterstützt. Ei« «llbritischer Theatertrust. Die einheitliche Z»- sammmschließung der Theater, die m dm englischen DomwiynS bereits große Fortschritte gemacht hat. soll nun i» einer riesige« ,/ Veretnigimg über das ganze britische Reich ausgedehnt werden. Der Präsident der ^Transkcmada-Theater-GescMchast", die webt als hundert kanadische Theater umfaßt, hat mitgeteilt, daß ein allbritischer Theätertrust im Enlftchen ist, dem alle Theaterdirektorm und Theaterbesitzer in England, Kanada, Neuseeland und Südafrika angehören werden. Aui diese Weise würde eine Bereinigung ctiistchm, die 1200 Theatt^bcsipt nnd über 5000 bis 6000 Theater einen entscheidenden Einfluß ausübt. Kl«nger-Ge-ächtniSausstev«ng. Der Leipziger Kunst-, verein will am 26. September die große Gedächtnisausstellung für Max Klin'ger eröffnen. Viele Werke aus Leipziger und anderem Pnvatbesitz sind dafür schon gesichert. * Heines „Harzreise . Heinrich Hemes Handexemplar de» ErstauZgabc der ,H a r z r e i f e" mit vielen handschriftlich«! Korrektnren des Dichters ist nach romantischen Sdhicksalen wiede, ausgelaucht; der Heine-Forscher Profeffor Hirth bereitet danach eine originalgetreue sttenausgabe vor. « Ei« ««bekanntes Lustspiel Strrndberg». Ein bisher unveröffentlichtes Lustspiel Strindb ergs, eine Parodie auf die 4 8 e r Revolution, erscheint demnächst erstmals in der Georg Müllerschen Gesamtausgabe Strjndbergs, von E. Schering übertragen. Die lustige Revolutionsverulkung, deren Anifübrung rn Schweden der Dichter nie erreichen konnte, dürfte bald auf den deutschen Bühnen erscheinen. , Literatur «^Wissenschaft. Jakob Dtnesohn. Zu seine« ersten Todestag. Vor emem Jahre vevlar die jiddische Literatur eine ihrer Säulen^ Jalob Dinesohn. Er türmte nicht das Gebäude . dieser Literatur mit der starken Schöpserhand eines Mendeie ' Mojcher Ssiurirn und war nicht zwingend-einmalrg wie. Scholem Mejch-oin, noch weniger kühl-denkerisch wie Perez. . aber sein Werk hat, etwas ergenarttg Anheimelndes'und doch 'Hinreißendes: die. Demut des. Schaffenden, die aus echter ... Kraft kämmt. Sie tst 'sein^. Wöibentzes,. , ' . '. Dinesohn, der' rm ' "Jckhre".''186H'.(w,.Geburtsjahre Schalem A'lejchelns) gÄvrchi würde , und'in Mohitew die wrnig / lichtvollen Jahre seiner Jugend als Msttage...essenber, begabter, / , aber blutarmer Talmudjünger bevbrächte, wuvde von der HaSkalah, der Aufklärung, welche dam-Äs in die Jeschiboth kräftig crndraug (und — allen Behauptungen zum Trotz — weit. ■’ mehr, große jüdische Menschen hervorgob rächt hat, als ein volles ... Jahrhundert vorihr vermochte und ein volles Jahrhundert nach ihr imstande sein wird), erfatzic Dmesohn srühi Er . begamr -„arifAuklären", hat übrigens eine volkstümliche Weltgeschichte verfaßt, die noch heute hie und da rm-Gebrauch jüdischer Autodidakten ist, und in. der Folge uuJähliye Schriften und Proschüren zur Volksauftlärrmg heoausgegeben. Er blieb seinem Ideal treu, ohne jedoch'anmaßend zu sein, und .. die Idee der Volksbildung, die sonst stets etwas Amnatzlich- Koini-sches an sich hat, hat in ihm einen ihrer wenigen erste« .. und bornehuren Vertreter verloren, t In die Literatur kam' er. mit achtzehn Jahren, als er. seinen ersten Roman »Der schwarzer Jungermantschik" (der Titel ist geflügeltes.Wort geworden) veroffentlichte. Daö sehr umfangreiche Werk unterscheidet.ftch von de«' Nonranen des berüchtigten Nomanfabrikmiten .Schomer .(Scha-j-kewitsch) eigentlich sehr wenig. Wohl siegt '— wiebei . allen Romanen Dirresohns -— im Gegensatz zum damals - üblichen Aufdan das böse Prinzip, aber die Darstellung'ist'^ r-ic gleiche wie bei Schajlvwitsch: Hie blütenweißa Tugend.- ' hie pechschwarzes Laster,'-das der nichtsahnenden Reinheit allerhand Fallstricke legt.' Aber eines hat die Geschichtein welcher die Hauptpersonen — blutleere Schemen — nichts; tun als in einer Sprache, wie sie kein von Gott erschaffener ft Erdensphn spricht, einander eufttären, vor allen Mach,, werken dieser Romanliteeatur:. voraus:' '.sie versetzt den Leser nicht in eine nicht' existierende-Ritter-, RäiBer- und Prinzen-! wclfi sondern in die'Welt, die er'kennt,- in'die kleine jickischn Welt mit Häudleru," Bettlerlr, Äadchonnn,' Nekckünim, .-BaÄü»' ' uiin u>. dgl. Ebenso ist es auch bei Dinesohus zweitsm Roman ,.D e r S t e i n a nt Weg e" und seiner dritten, übrigens zuin Vorteil-'des (ilainzen schon vü-l knapper gefaßten Erzählung - „He r sich e le", in der auch-die Personen einander weniger . ^aufkl.ären".! In allen drei Erzählungen (Dinesohn gab lattgsaim heraus und schrieb, was bezeichnend ist, viel mehr Äs er heraus-; gab, so daß sich in seinem Nachlaß, welcher jetzt von' Doktor G. Lewin, N. Finkelstein und S. An—skr geordnet wird, etwa 1 vierzig ' ungedruckte Werke, darunter vier bis fünf große ' Romane u»«d Erzählungen befinden, von denen jetzt zehn " kleinere Erzählungen in der amevikamschen Zeitung »Tag- Wahrheit" erscheinen sollen) ist, so schwach sie. auch im ganzen fein mögen, doch vieles, was reinsten künsttlevischen Genuß gewährt; das sind die Episoden und die Nebenfiguren. Hier formte^ nicht der Aufklärer:, sondern der sehende Dichter; uvd Dinesohn sah mit dvm Auge demütiger Liebe. So hat er auch das jüdische Mtz gkHMM. j'zM die. Zeche. Mischrn*