Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 566 (19.8.1920)
- Date
- 1920-08-19
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 Wien, Donnerstag Wiener Morgen^citrrnK ... . -:-; :-—— .... .. I .»itfr-m TjM.i n. ...— .; ----—;? Zeugin Var§ai gibt an, daß sie im.Vorzimmer des Unterfuchungsriä)^cr.5^Kövae<' einen schlaukeu. groß» gewachsenen Herrn^g?sc'hril liabe. von dein sie spater hörte, das; er Stephan Friedrich sei. Friedrich.habe sich in das Zitnmcr oco UniersuchungZricht'.rs begeben, W3 er längere Zeit verblieb. Frau Vargai.hörte, d.is; Kovars sagte: Sie sind auch Angeklagter uub sind verv suchtet. aus meine Fragen zu antwprteu. Der UnterfuchüngSrichlcr habe der Zeugin später erzählt, Pätz man ihm die Angelegenheit weggeuammen habe, Er habe ihr deü Rat gegeben, von der Sache zu schweigen und Budapest womöglich zn verlassen, da es möglich sei, daß man sie töten werde.. Tagesbericht. Ein Wasserweg von Trieft — «ach Böhmen und Preßburg? Triest, 18. August. (Tel.-Komp.) Wie berichtet wird, werden ehestens Verhandlungen über die Schaffung eines Wasserweges, der den Hafen von Triest mit dem oberen Becken der Moldau und mit Preßburg verbinden soll, eingeleitet werden. Dieser Wasserweg würde nach dem Projekt des Ingenieurs Caninaca ohne jedes mechanische Traktionsmittel, nur unter Ausnützung der Strömung, eingerichtet werden. ... . ... Jüdische Flüchtlinge ans -er Ukraine in Warschau. Das Ukrainische Relief Committee ht Warschau, berichtet, daß über 300 jüdische Familien aus W o l h h n i e *- vorigen Monat in W a r s ch a u cingctrofsen sind. Allen diesen Leuten ist es mit Mühe gelungen, mit dem nckkktrn Leben aus der Feuerlinie davon-vkommrn. Das Relief Committee bestrebt sich gegenwärtig, die nötigen Hilfsmittel für diese Unglücklichen anfzubringen und denjenigen, welche Verwandte in Amerika haben, die Auswanderung zu erleichtern. Matznahmen zur Bekämpfung -es Schleichhandels mit Fahrkarten. Die in jüngster Zeit in der Öffentlichkeit lautcrewordenen Klagen über das Zunehmen des Fahrkartenschleichbandeis und dsb hiedurch, verursachten Unzukömmlichkeiten sowie das Bestreben, die Interessen der Allgemeinheit mit allein Nachdrucke wahrznnehmen, haben die Staatseisenbahnverwaltung veranläßt, zur ’ tunlichsten Beseitigung des Uebelstandes die unentgeltliche Ausgabe von ■ auf Namen lautenden, unübertragbaren Platzkarten bei . den im nachfolgenden näherbezeichneten Zügen einzuführen. Diese Maßnahme wird am 30. August 1920 in Wirksamkeit treten. Von diesem Zeitpunkte an wird die Benützung der erwähnten Züge nur mit Fahrkarten in .Verbindung mit den unübertragbaren Platzkarten gestattet sein. Daher ist beim Lösen der Fahr- und Platzkarte der Vor- und Zuname des Nei senden anzugeben, der-vom Schalterbeamten aus -der Platzkarte vermerkt wird. Die Reisenden werden daber g e w a r n t. von unberufenen Personen Fahrkarten und Platzkarten zu erwerben, da diese für sie nicht gültig sind und ihre Benützung nur zur Beavständung und Ausschließung des Reisenden von der Fahrt führen würde. Die Ruhr. Die Ausweise des städtischen Gesundheitsamtes zeigen eine Zunahme der Ruhrfälle in Wien. Obgleich eS sich in verschiedenen Fallen bloss um die allsommnlichen Magen- oder Darmkatarrhe handeln dürfte, ist jedenfalls Vorsicht am Platze. Wie wir erfahren, handelt es sich um k e i n e um sich greifende Seuche, doch ist es ratsam, alle Maßregeln einzuhalten, die nötig erscheinen, um Krankheiten zu vermeiden. Der Genuß rohen Obstes und rohen Gemüses ist möglichst z» vermeiden. Zumindest aber soll das Obst sorgsam gereinigt und g es ch ä' lt werden. Das Hauptaugenmerk richte sich vornehmlich ans die Reinlichkeit. Es'empfiehlt sich, die Klosetts peinlich sauber zu halten und für Woschgelegcnheiten in ihnen oder in ihrer Nähe zu sorgen. Speisen lasse man nicht offen sichen, da dir Fliegen die Krankheitserreger zu verbreiten geeignet sind. Reform des Mädchenschulwesens. Das Uuterrichtsamt plant die Errichtung von fünf staatlichen M äd ch e n in i ttc l j ch ul« n. Zuzüglich der Vorsorgen für das nächste Schuljahr kommt nur H ie.,n sin Betracht, in den Ländern bleibt es vorläufig bei den bisherigen Bestimmungen. In Wien werden Mädchen, die Nachweisen, daß sie wegen M i t t e f l o ) i g f c i t der Eltern das hohe Schulgeld an den Privatanstalten nicht zahlen können, an vier Knabenmittels chulen gewiesen. Die Mädchen haben die gleiche Äufnahmsprüfung zu machen wie die Knaben. Finden sich dreißig Mädchen für die erste Klasse einer Schule, so wird eine Mädchen-Parallelklasse errichtet werden, an der auch weibliche Lehrkräfte verwendet werden. Die - bisherigen Schülerinnen an Knabenmittelschnlen können in den, Anstalten verbleiben. Neuaufnahmen in die ersten' Klaff-:: finden an diesen Schulen nicht mehr statt und für höhere Klassen bleiben pro ftüheren Bedingungen aufrecht. Her „Drrud geheimnisvoller Wohltäter". Jä der Nacht vom 14. auf den 15. d. M. wurde tut Comptoir der'Firma G imborn und Ziffererin Favoriten, Gudrunstraße 160, die eiserne Kasse, die sich im ZimAer des Chefs befand, erbrochen. Das Polizeiiomrnissa.rtät Favoriten entsandte eine Kommission, bestehend aus dem Konzeptspraktikanten Dr. Track und den Kriminalbeamten Jarosch und Vachmann, in die Fabrik. Sie stellte fest, daß aus der Kasse 60.000 Kronen bar und eine Brillantbrosche im Werte von 25.000 Kronen gestohlen worden sind. Die Täter, die die Gelegenheit genau ausgekundschaftet haben müssen, sind erst auf das Dach gelangt, haben sich von dort über eine Strickleiter in den ersten' Stock hinabgelassen und haben den weiteren Weg durch das Fenster einer Speisekammer^ gefunden. Die "Kasse ist kunstgerecht erbrochen. Nach der Tat haben sie-has Fabnksgebäude auf den; gleichen Wege,unditte'bte'- Strickleiter verlassen. Am 17. d. M. kam nun zu „8er geschädigten Firma ein Schuljunge mit einen: .Briefe:, er gab an, daß ihn auf der Straße fremde Leute gegen ein Trinkgeld zu dem Weg - ausgenommen. Der Brief wurde geöffnet. Cr enthielt eine Einkronennote: sie hatte die Aufschrift: „F iirben armen Ziffer er!" Beigelegen ist ein Zettel mit der Aufschrift: „Bund gehet.nnisvolken Wohltäter, bestorganisierte - Einbrecherverein für Wien und die Provinz." Handhabe zur Per- Haftung der Täter konnte der ahnungslose Bote, nicht bieten. Die Nachforschungen zur Verhaftung der mit Gaunerhumor.begabten Verbrecher sind eingeleitet. Kurs für mechanische und chemische Technologie und Ornamentik des Kunstgewerbes Ein am 7. September 1b20 beginnender KmZ wird sich mit der Vermittlung der Kenntnisse über die E'.gensckaften und Herstellung der hauptsächlichsten im Kunsigcwcr'se verwendeten Materialien, wie Metalle. Glas, Porzellan, Eit'enbem. Papier. Gelpmsie, Farben u!w. beschäftigen. Im Anschluß daran wird die Art der Verarbeitung dieser Matcr'alien in den wichtigsten Zweigen und die Ornamentik des Kunstgewerbes besprochen werden. Anmeldungen im G e w e r b e f ö r d e r u n g sa m t c, H., Taborstraße 20a, zwischen 9 und 12 Uhr und 3 und 6 Uhr,' mit Ausnahme von Samstag. * Begrabnifle am heutige» Tage: Zentrals r i e d h s s: 9 Uhr Epstein Mma, 9 Uhr 45 Mn. Deutsch .Barbara. — Neuer Friedhof: 10 Uhr Popper Sosie. * Spenden.' (Für i ü d i s ch e s E l e n d.'» Therese Appelbanm, Pertisan. K 50, N. Gül, IX.. K 30, David Kalwil K 100, Hermann Kalwil K 100, Mar Kalwil A 100, Alois Gelb K 30, Emauuel Adler K 20, L. H. K 20, Fanny Grün- , span K 10. Zusammen K 460. Bisher K 1342. Personalnachricht. Unser Gesinnungsgenosse He:* Hermann Rubin aus Strvj hat sich mit Fr 1. Nt a l v r n e Z e i § 11 r, Tochter des Industriellen Herrn Josef ZeiSler ans Stanislau. verlobt. * Die amerikanische Aerztehilfaaktion. Eine Anzahl amerikanischer Aerzte hat über Anregung von Dr. William W e l ch in Baltimore eine Dollarsammlung zugunsten hilfsbedürftiger Wiener Aerzte veranstaltet, die den Betrag von 10.000 Dollar (nach dem, heutigen Kurse über zwei Millionen Kronenl ergeben, hat. Die Autterlung wurde nach folgenden Be-' stimmüngen vorgenommen: Die bloß das Einkommen als Lehr- Irast beziehenden Theoretiker der Wiener Universität gehen de« praktizierenden Universitätslehrern vor. Für Witwen und Waisen -nach Aerzten wurden 4"/» der Lebensmittel ansgeschieden, .biete Verteilung wurde dem Zentralkomitee,der Aerzte Oesterreichs übertragen. .... , * Fjrcher aus Holland. Das Niederländische Hilfskomitee, 2. Bezirk, Augarten, verlautbart, daß der nächste Rücktransport von'Kindern .aus Hollanb 'Freitag den 20. d. M'., *9' Ahr 30-Minutenvormittags, auf uem Westbahnhof in Wien eintrifft. Die mit Postkarten verstäildigten Angehörigen wollen, zur Mholung der Kinder dort erscheinen und sich beim Betraten des Bähnhofgebcnldes - mit diesen Karten oder Briefen der Pflegeeltern auswesten. Für jedes Kind wird nur.eine Person auf. den Perron eingelassen. Auskünfte über Kindertransporte überhaupt werden nicht mehr auf dem Perron, sondern beim Pavillon gegenüber dem Restaurationseingang auf der Abfahrtsseite-erteilt. — Die Ausgabe mitgebrachter Lebensmittelpakete erfolgt am 21. und 23. d. M-. von 9 bis halb 1 Uhr und von 2 bis '5 Uhr nachmittags im Glashaus des Augartens'. Hiezu sind die Kindeverkennungskartcn als Legitimation mitzubringen. * Das Geheimnis der Sphinx. Mächtig in den Wüstensand hingelagert ist heute noch wie vor Tausenden von Jahren in der Nähe der Pyramiden von Gizeh um Mhang der Liby- Wüste die Kosossalstatue der großen S p H i n r zu sehen. Sie stellt, wie bekannt, einen Löwen dar mit dem Kopf eines Menschen, der die Züge wahrscheinlich des Pharaonen Ehesten trägt, des Erbauers der zweitgrößten der Pyramiden. Obgleich baS Antlitz der Sphinx im Laufe der Jahrtausende stark gelitten hat, so daß der Bart gänzlich, die Nase zum Teil fehlen, wird , von-allen Besuchern die wundersame Wirkung des majestätischen Blickes dieses Kolosses geschildert. Heber das von Geheimnissen umwitterte Bauwerk, über bas mancherlei Deutungen Vorlieben, haben jetzt -Untersuchungen von Professor Reisner von, der Harvard-Universität ein ganz neues Licht derbveitet, ^>er Gelehrte hat bei umfangreichen lokalen Forschungen. cm. der Äolossalstatne oben auf dem Kopf ein ballig von Sand verschüttetes großes Loch entdeckt. Seine Vermutung, ,daß von hier aus ein Gang in das Innere führe, fand-sich , bestätigt. In mühseliger Arbeit gelang es dem Forscherin die Höhlungen deS Steingekildes enrzu- - dringen, und e.r machte dabei iiberraschende Entdeckungen. Jrn Innern der zwanzig Meter hohen Mgur, die bekanntlich aus dem natürlichen Felsen herauSgöhauen. istbefindet sich ein T e m p e l „mit. einer. Statue des Königs Mona. Dieser Tempel ist durch., einen langen Gang mit einem in einem der Vorderfüße befindlichen Gemach verbundenen, das achtzehn Meter-lang und vier Meter breit ist. Auch eine Menge kosttatet heilige« Geräte tnir.be gefunden. Professor Retsner hatte Kopf, Brüste und Dorderfüße der Sphinx untersucht, als der-Ausbruch des Krieges weitere Arbeite« zunächst verhinderte. Die Forschungen sollen setzt fortgesetzt werden, und eS sind wohl noch weitere für die Difsensihasi inte restante Entdeckungen zu erwarten. , * Robinson CrusocS Insel als Ausflugsort. Die Insel In an Fernande z, auf der die Geschichte Rovinson CrusoeS spielt,, .wird nach einer Mitteilung des Professors W. A. Brhan, Vorsitzenden der historischen Gesellschaft von Hawaii, demnächst ein Ausflugsort für Touristen werden. Die chilenische- Regierung plant nämlich angeblich die Schaffung eines N a.t io n al p a r ks mit Unterkunftsräunlen für Ausslügler auf der Insel und wird zu diesen! Zwecke moderne Hotels mit' allen «rMersicheu. sirystjüen AttrgktioxisMckeil dort crbaum. 10 August 1020 nt, * Vnnkunstlerische Wettbewerbe den Gt«dt Wie». Der vom Gemeinderate eingesetzte Arbeitsausschuß zur Veransiakllmg lmnkünstlerrschtr Wettbewerbe ladet die in Wie« wohn» banen Ä r ch t (c t r e n cm, sich mit der AüSarbeitrmg nachstehender Baua»fga>'en zrr beschäftigen: 1. Ansgestältung de- ' Alken Währinger Or'sfrikdhofes, 2. Entwurf iür eine Klein*' wolinmigsasilage in Lainz und 3. Idccnskiz.zrn für einen ^Volks- : v.uk und . rin - lKirS Wohnviertel ani der Schmelz. Für gute . 'Löütngtn dieier Anlg'dui sind 2l Preise im Gesamtbeträge von ll S2 orio aus-eietzt. Die Bedingungen für den Wettbewerb-und Behll'nläne tonnen an Wochentagen zwlschcn 9 und I Uhr in der Dirkklivn des Stadtbaucnntes im Rathanse e'ingesehcn und; behoben weiden. - ^ugendverein Ahawath Zion, ll., .Kleine ZufahriDsitaße l<>0. Ei« aroß-8 Garienskst mtt reichhaltigem Programm' und anichltestender Tanzunkerhaltung veranstaltet der Verrm Ahawatb Zion am 22. d. M-'im Cafe Pratersee. Der Reinertrag stiegt dem Bibliotbeks- und Palästina-ReisesondD für Mitgl edcr des Vererxes zu. (Näheres siehe Inserat.) * Zionistische Sammlnnge«. Das Zivuistische Landes- . komitee verlautbarr: Bei Veranstaltuusen deS Zionistische« Landes- ' komiteeS dürftn Sammlungen sedweder Art n*t «ach .vorher eingeholter Erlaubnis im Sekretariat des Zio» mstiscken LandeSkomitees vorgenommen werde«. . * Auskunft über Kriegsgefangene aus Kaufst und Jrdutik. Der aus der Kriegsaefangensckaft heimgekehrte Havvtmann G u r m a n n bat sich erbölig gemacht, Auskunft überKplegsgefangene >aus den Lagern K a n s s und Irkutsk am Freitag den 27. d. M. in der Kanzler der Beremiguna der durch Kriegsgesangenschast Betroffenen Bennlga. I., AnNagasse 7, 2. Stock, in der Zeit von 10 bis 1 Uhr zu - erteilen. Dir Anstünsie erstrecken sich hanvtsächllch auf Ossizlere. * Die Geschäfte des Bürgermeisters von Schärding. Aus Linz wird gemeldet: Gegen den sozialdemoiraiischen Landtagabgeordneten Brunner wurden in jüngster Zeit in der t'ülgerlichen Presse Anschuldigungen erhoben, dmen zufolge er sich als Bürgermeister von Schärding widerrechtlich Gememde* - gelber angengnet habe. Laut einer im sozialdemokratischen ^Lmzer > Tagblatt" vcröffenll'chien Erklärung der sozialdemokratischen, Landesparteivei trelung Oberösterreichs haben nunmebr dw amtlich, n Erhebungen ergeben, daß der Genannte tatsächlich Ge* ' meindegeldcr, s statt sie in der Gemeindekaffe zu binterlegeu, w verschiedenen Banken auf sein Privatkonto emgelegt und,von diesen Konti für Pnvatzwecke und ohne Wisien der Gemerndevcrtretrmg wiederholt Abhebungen vorgenommen hat. Dle Landespartrrvertrelnng der sozialdemokratischen Partei Ober* österreicks venrrteilt in der Erklärung dieses Borgehen und fordert Brunner zur Niederlegung sämtlicher ihm vom Vertrauen der Wählerschaft übertragenen Funktionen aus. * „Metallnm Gold" — (mit dem Regenbogen) dir gutbewährte Taschenlamveubatterie. * Wiedereröffnung der beliebte« Koscherrestauration Spritzer in den prächtig renovierten Lokalitäten, II., Obere Angartcnstraje 72, vis-a-vis Hotel Bayrischer Hof. Ab 9 llbr vormittags w ■N 'owohl kalte als auch warme Küche verabreich!. '_ 1 Letzte Nachrichten Kein franzSstsch-ungarisches Abkommen. P.ag. 18. August. (Tschechosiow. Preßbur.) Gegenüber den Gerüchten, die' ständig im Ausland über an- Erbliche frankosisch-llngärische Abkoinmetr Verbresiep wer*y den, wurde der sschecho-slotvakisch'en Reaierütts; hvm!s:auzviijcheu Gesandten ausdrücklich versichert, daß die verösfentli'chten Verträge, mit denen sich die Presse besaßt/ unterschoben sind und der Wahrheit nicht ent* ,, sprcch-n. 1 . . .... 1 v , \ Vereinsnachrichte«. JngendvereinAhawath Z i o n, H.,, Kleins Zufahrtsstraße 160. Komitecsitzung 7 Uhr. anschließend Hetmabtud. — J'üd.Kult.Vortrags-undGesellrgkeits* v e r e i n A ch w a h. Heute. 7 Uhr, in dm Souterrainlokalitäten deS Cafe Alt-Wien, V., Wiedner Hauptstraße 168, gesellig« Abend. Gaste willkommen! — Zron. Ortsgruppe siRödling. Enzersdorferstraße6. Samstag de» 21. d. M.. 8 Uhr abends, spricht w«ä. Doll über jiddische und hebräische Ätcratur (FoAsetznng). Gaste willkommen! ““ )lii* volitischejüdischeTi s ck g e s e l l s ch a f t Als erstraßeund Umgebung hält wie allwöcheutlrch auch diesen Donnerstag ihre Zusammenkunft im R i e d h o s, VM., Schlosselgäffe, uni 8 Uhr abends im »Weißen Saale ab. Die Tischgesellschaft eihcut sich steigenden Zuspruches infolge Abhaltung gehaltvoller Vorträge. Gäste stets willkommen. Die Ernährurrg. * ‘ Der Marktbericht. . Tw Zufuhren an Grü>zwaren aus Ungarn waveH gestern etwas schwächer als in den letzten Tagen. Trotzdene henffcht auf, den Märkten noch immer Ueberfluß, da auch' viel s hsisisze Gär!nertvare nach Wien , kommt. Die Auswahl - war st-gar ziemlich reichlich. Es gab Weißkraut zu 3 Krone«, . grüne Fis)len zu 3 Kronen 60 Heller bis 4 Kronen, Spiträt zu 7 Kronen per Kilogramm und Kohl zu 2 bis ,4 Aroueq fftr das Stück in mehr als ausreichender Menge. Stark nachgelassen haben die Aepsclznfuhren,- doch .ist kein Marzgelzu verzeichnen. Mit Melone',: waren die Märkte überfüllt, Wasser- . Melonen tvurdcn :>n allgemeinen zu 2 Kronen und Zuckermelonen zu ü Kronen das Kilogramm verkauft. - Fleisch war weit über Bedarf auf den Märkten Vvv-/ Händen, eben jo Ge fl ngel. Die Nachfrage ist unbcdxute:ch... Seefische sind nicht efiigelangt und dürfte:: auch in bec. nächsten -Zeit nicht bezogen werden, da sie sich durch die Zoll- ' spesen und die ungünstige Valuta momentan viel zu hoch stellen. ' - .? Eier sind auf allen Märkten, das Stück zu ' Krone?:, zu haben. ___ . ' ErhShung der Preise für ««tlich zugewresene Kondensmilch. Der Abgabepreis der amtlich zugkwirsenen Kondensmilch steht feit laügem in einem argen Bkißverhällnis zu dm Gestehungskosten. Die Milch wurde bisher an Minderbemittelte und ArdütSlose um tl 10, an andere Verbraucher um K 15 für die Dose abgegeben. Der durchschoittliche, nach den Gestehnngs» losten berechnete Milchreis stellt sich dagegen in der lctzten Zeit auf ruud 36 für die Dose. Die Differenz zwischen den GrstehMg-k-sten und den Abgabepreisen wird mit Rücksicht ans die