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Wiener Morgenzeitung · 1920-08-17 · Heft 564 (17.8.1920) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 564 (17.8.1920)
Date
1920-08-17
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 564 Wien. Dienstag Wiener 3B$*cfett$ef4*itg Ein em^Srerrdsr GeschäfLszwerg. Ein Leser'macht uns darauf aufmerksam, daß Man bei Atraßcnverkänfern Papiersacke sieht, welche aus hebräifchen Gebet-, büchern uetfertiflt sind. Gerade dieses Material zur Verfertigung von Pavi.ersäcken zn bsnntzen, welche von den Passanten uatur- , gemäß .weggeworfen ^werden und au! der Straße umherliegen, beleidigt das Gefühl jedes Juden, selbst wenn er nicht' streng religiös ist. Denn es ist uralte Sitte unseres Volkes, jedes Blatt ans den heiligen Schriften sorgsam auszubrwahren oder zu sammeln. Unbrauehln - ' ‘er nnd Bücher werden vergraben. Hier scheint nun ein \ 3 Individuum eine solche Sainrnel-' stelle'in,einem Eethau^ . .er sonstwo zu seinen Geschäslszwecken verwertet zu haben: Es wäre angezeigt, dem Manne das Handwerk zu legen. _ * 1 * * * S * * * * * II ' Die Juden in Indien. ' Unter den verschiedenen Rassen und Völkern, die im Dürfe der Jahrtausende an der Westküste Indiens auf dem Aeeweg>, eingewandert sind und hier eins zweite . Heimat gefunden haben, sind wohl die Juden m.Cochin besonders.bemerkenswert. Man unterscheidet weiße und schwarze Juden. Die weißen Juden sind nach der zweiten Zerstörung Jerusalems 68 n. Ehr. emgewanbert. Sie haben sich vollständig rein erhalten und merkwürdig berührt der Anblick dieser „Weißen Eingeborenen", die , teilweise hellblondes Haar nnd hellblaue Augen anfwekfen. Ihre Hautfarbe ist, wie der Forschungsreisenbe Oskar Kaufm an n mitteilt,- trotz der jahrhundertelangen Einwirken der : südindrschen Sonne hell geblieben, so daß einzelne sich eines rein germanischen Aussehens erfreuen. Sie letzeu in guten Verhältnissen und. tragen einen Stolz zur Schau, der sich schon darin kundgibt, daß sie sich sehr ungern photographieren lassen. Merkwürdigerweise scheinen Folgen'der Inzucht' — sie leben abgeschlossen für sich — innerhalb der kleinen Kolonie im Laufe der Jahrtausende tzar nicht zr^. existieren. 'Sie machen ganz den Eindruck einer gefunden' und kräftig gebauten Rasse'. Interessant ist es ferne», daß sie vom Sonnenstich nicht getrasfssn, werden, Allgemein ist die Ansicht verbreitet, daß die Europäer der Sonnenstichgefahr 'ausgesetzt sind, weil ihnen "bas schwärze Pigment in der Haut fehlt. Diesen Menschen fehlt es auch' trotzdem können sie sich den ganzen Tag über unbedeckten Hauptes' den tropischen Sonnenstrahlen aussetzen. Man ist geneigt, anzunehmen, daß es nur die Vererbung einerseits und hie Anpassung an die Tropensonne andererseits ist, die den ) Sonnenstich verhindert. . i‘ Einen starken Gegensatz zu diesen bilden die schwarzen Juden, welche ein anderes Stadtviertel von Cochin bewohnen und' eine eigene GenWnbe bilden. Man braucht ihnen nur ins Gesicht, zu sehen, um sich davon zu überzeugen, daß ihre Ureltern mehrere Jahrhunderte vor den reinen Jüden nach Indien gekommen fein müssen. Dennoch haben sich beide eine charakteristische Haartracht gemeinsam' erhalten,'nämlich kleine Ringellöckchen von den Schläfen herabhängend, wie wir sie bei den polnischen Juden zu sehen gewohnt-sind. Sie halten an Wen alten Traditionen mit der größten Zähigkeit festi,"''Die schwarzen Juden haben -zum Teil den breitnasigen Typus mit rundem Gesicht, ein Beweis, daß sie durch ihre Kreuzung mit den Eingeborenen schon fast ganz in deren Passe übergegangen sind. Erklärlich ist es dahet, baß die weißen Juden ihre schwarzen Brüder als eine niedere Klasse ansehen und sie auch als solche behandeln. lieber die Herkunft der schwarzen Juden berichten dis Chronisten, baß sie jnach den. Phönikenr um das Jahr 1000 v. Ehr. in Indien tzingewandert «srnd. . '' asasabi 17. August 1980 Mitteilungen aus dem Publikum. S - --"Tiwifirigrgs^. - ' > Verlobte. Wien, im August 1920 3276 Zur Vermählung ihres Vizepräsidenten Herrn Zwi Lrmdumn mit Fräulein Lea Goldhirfch gratuliert herzlichst Der Ausschuß der. „Zerre Misrachi". 'Statt jeder besonderen Anzeige. Moses und Regine Goldstein Wien, XX., Heinzelthanngasse 20/17 zeigen hocherfreut allen Verwandten, Freunden und Bekannten die glückliche Geburt eines strammen; Jungen an. zr/s BEB SB II gl(MjrgrmPERl,BMundWWELEN »«»»»« B s«.v0 kauft teurer als üß«S®r « Väg6, Juwelier*, Graben Adresse beachten!!! — TG BBIX.I.äKTEN, Perlen, Gold, Silber. Platin nnd; Uhren lauft zu Höchstpreisen [ ' Kcteatnnnotra3i«e23 I »euer, Miwiahilferstr. 8ft 776’ Täglich Gelegenkoitskäafe. * Ke!tz Blattern-, kein Flerktyphusfall in Oesterreich. In d'j Wocke vom 1. bis 7. d. M. wurde im Volksgesundheitsan^des StaatSamtes für soziale Verwaltung weder ein Blattern- )och ein Flecktpphussall angezeigt. - * BeKLnvsung der Epidemien. Der Ukrainische Preffrdimst meldet äs Riga: Eine Kommission der Konferenz der Randstaaten, diiam 3. d. M..in Riga begonnen, hat,, beriet über die gemeinsame stekämvüing der aus Rußland eingeschleppten Epidemien und hat sich ans die Arm ab me der diesbezüglichen Bestimmungen v^Par-.ser Konvention geeinigt. Jeder Epidrmiefall wird sofort geteilt werden. D Rezierungsbedörden des Nachbarstaates mit- Kommission stellte jene Grundsätze aut, nach n..-L.<■-ü-a.... -ir.- ->. Tage: Z entr a l- ___ - Neu e r« F r i e d- VrlO Uhr Wang Heinrich, 10 Uhr * Begräbnisse am heutigen kr i e d h o f: 10 uhr Hahn August, h o f: 9 Uhr Rozsah Anna, V*10 uh Gruber Ernestine. * Aenderung im Verkehr auf der Nardwestbahu. Morgen verkehrt in der' Strecke W i e n—Z n a i m Schnellzug Nri 105 mit Wagen III. Klasse, der ausnahmsweise dem alh gemeinen Verkehr hiS Znaim frcigegeben ist. Abfahrt von Wien- Nordwestbahnhof nm 2 Uhr 25 Min. nachmiuags. * Spenden.. Für „Jüdisches Elend": Armin Fleischmann, Wien, lX.. K 30, Bardach, Wien, iX., K 100 (bisher K 846). — Für jüdische Blinde: Bernhard Niewls K 50 (bisher K 6710). Die Streifungen nach Weitzgebäck. Anläßlich der täglichen Streifungen wegen verbotswidriger Erzeugung und wegen Verkaufes, von Gebäck aus Edel mehl .würden in den. letzten Tagen im 1., III. und IX. Bezirk gegen 6O6 Betriebe überprüft und gegen 70 Fälle von Uebertretnngen der bezüglichen Vorschriften sestgcstellt. Gegen die verantwortlichen Betriebsinhaber wird mit vollster Strenge vorgegmigen und in allen Fällen der Verfall der Vorgefundenen verbotswidrigen Erzeugnisse ausgesprochen. Die Streifungen werden fortgesetzt; im Falle weiterer Mchtbeachtung der zahlreichen in den Blättern verösfcntlichtcn amtlichen Warnungen wird unter Umständen mit der S p e r r e d e s Betriebes, beziehungsweise mit der E n t z i e h u n g d e r Gewerbeberechtigung vorgangm werden * Bereinigtes Hilfskomitee für durchreisende Ehaluzistr, 11, Glockengasse 30. Heute, 6 Uhr abends, mr Bere'mSlokal (U., Glockengasse 30) Sryung zur KonsnruiemNg des. Beranstaliungskomitees des Großen jüdischen Volksfestes zu»' gunsten der Chaluzim am 29. d. M. nn großen Garten und den Prachtsälen des I. Kaffechause. Vertreter sämtlicher zionistischer Organisationen Wiens sind hössichst emgeladen. * Der Kommunist Hölzs als geisteskrank intr;rniert. .,Ce§fc SlotzM meldet: Der sächsische Kommunist H o 1z ist in P r a g eingeEien und wird al§ g e i ft c s t«r a n t 'in emem Sanatorium bei Prag interniert. Das Schachturnier i« Göteborg. Gestern wuiden Hänäevartien erledigt. Es siegle R u b i n stein gegen Selesniew. Remis machten Möller—Rubin stein nnd Brcyrr—Möller. Nochmals abgebrochen wurde die Partie Bogoljubow—Marco, die Chancen sind gleich. Der Stand nach der 7. Runde ist: Rnbinstem 5, Kostitsch, Tarrasch 47a. Bogoljubow (1 Hänge- Partie), Maroczh, Äietl 4, Marco (1 Hängepartie). Brcyer »7-, Riemzowitsch, Tartakowcr 3, Mieses, Möller 2'/r, Selrsniew, Spieiliiunn '2, ■ denen die Randstein ihte Hygienebehorden organisieren werden. * Vom Li getötet. -Gestern vormittags wurde der 12jährige VoUsscbrr Rudolf K e i l i ch in seinem Wohnhanse, dem Zitahos aus a Hariahilferstraße, mit einem Schädelgrundbruch tot anfgrfnnn. Nach den Erhebungen dürste der Knabe vom fahrenden Äst erfaßt nnd zur Seite geschlendert worden sein; dabcvat er die Todeswnnde erlitten. * Herrentr otwäsiche für Staatspensionisten. Zum Bezüge von Herrei ikotwäscke hat der Verein der Staatsbeamten und Staatslehrpcr mi i. R. noch dreißig Anweisungen zur Verfügung. Reflestante. wollen sich Donnerstag den '19. d. M. zwischen 4 und 5 tz nachmittags im Vereinslokale. I«. Seilergasse 14, rinsindenLer Preis für eine Anweisung beträgt L 12. * Eiu Wason Arzneimittel für . die Poliklinik. Den Bemühungen;rr Frau Clarice R o t h s ch i 1 d verdankt die Allgemeine Pollmk eme wertvolle Spende an Medikamenten, Wäsche und Krankftlegeartikeln. welche im Gesamtansmaß eines ' Waggons aus Lonn hier eingetroffen sind. * Anfhebch drr BerkehrsbeschrLnkung für Asbest. Durch v. heute zur Verlautbarung gelangende Vollzugsanweisung des läatsamtes Ute Handel und' Gewerbe wurde dre bisher,ge Verrsbcschränkung für Roh asb,e st und A s b e st a b f ä 1 ' äußer Krall gesetzt und der Wirtschastsverband der Asbestsnstrie ausgelöst. * Selbstmoi Der 38jährige Hallentrödler Adolf F i a 1 a, IX, Hahugässe 1: wohnhaft, der'sich am 14. d. M. wegen Zwistes eine Kugen die rechte Schläfe Magt, ist gestorben. * Streik ivvatikan l Lrüt ..Corriere della Sera" sind die Angestellten dDatikans zwecks Besserung ihrer wirtschastllichen Vafle in derptreik getreten. Die Angestellten der vatikanischen Garten haMkschlossen, nur einen Teil der Arbeiten bis zur Bewilligung Forderungen zu rerrichten. * Hartgestn der Tschecho-SlomaKei. Aus P rag wird aemeldet: 5der nächsten Zeit gelangen 20- und 50-Hellerstücke zur Ausä, die aus 75°i« Kupfer und 25«/» Nickel bestehen. ]■ * Auskr^e über Omsk. Morgen zwischen 12 nnd I Uhr mittags (den auf Veranlassung LeS Vereines „Jrbit- Omll" he'Mgfw Kriegsgefangene im Lokale des Reichsverbandes der Aflörigen deutschösterreichischer Kriegsgefangener, Vl Getrpemarkt 9,' 2. S t o ck, T ü r 68, über das'Lager O / Anskünsste erteilen. A * 43.«, Krone« gestohlen. Der Kau Hermine E h r l i ch am 14. d. M. die Wohnung, H., Kleine S ch i f f g 2 6, erbrochen. Aus einer aüfgrsprengten Kastenlade K 43.000, bestehend ans drei Banknoten zu K 10.000 up Roten zu. je.K 1000, gestohlen. Dringender Dtzxd^chi fäptf zwei Männer, von denen einer etwa 25 Jahre alt tfi Mil/rniform trägt, der andere ebenso alt sein dürste, i„ Zivil gei lst und eme schiefe Nase haben soll. «- Nwreröfsttung der beliebte« Kofcherrestauration ^tzer in den prächtig renovierten' Lokalitäten, II Oberchiartcnstraßr 72, vis-ä-vis Hotel Bayrischer Hof. Ab g 'Uhr vsfags wird sowohl kalte als chlch wärme Küche verabreicht. ch Die Ernährung. Der Marktbericht. ' . Die Grünwaren markte waren gestern sehr Ml 'beschickt, doch wurde der Anlaß, daß Paradeiscrzufuhren etwas schwächer ausgefallen waren, von eine,y' Teil der Händler dazu' benützt,' die Forderungen höherzustellen. Die Engrospreise waren zwar gegen Samstag unverändert, die Mehrforbernngen im Kleinhandel wurden damit begründet, daß .die Ware schlecht angckommen sei. Schließlich „rußten aber sowohl Gemüse als auch Obst zu unveränderten Preisen abgegeben werden. Bei der Verschiedenheit der Preise ist es augenblicklich sehr notwendig, baß die Verbraucher, che sie ihren Einkauf besorgen, den Markt gründlich besichtigen, um die feilgehaltenen Waren und die Presse kontrollieren zu können. Für gute Paradeiser.wurden gestern Preise bis 8 Kronen gefordert, doch waren solche auch um 6 und mindere um 4 Kronen zu haben. Tadellos» Zwetschken, teils aus Ungarn, teils italienischer Herkunft, kosteten im Kleinhandel 10 bis 16 Kronen daO Kilogramm. Für Aepfel waren die Preise unverändert. Große Strudleräpfel waren um.'8 bis 9 Kronen, kleine und mittlere ^bare um 4 bis 6 Kronen zu haben. In der G r o ß m a r k t h a l le war das F l e i s ch a n g eb o l sehr reichlich, da Sainstag große Mengen unverkauft geblieben waren. Trotzdem ist kein nennenswertes Nachgeben der Preise zn beobachten gewesen.. Die. Fis ch markte waren ohne frische Zufuhren. , Bühne nnd Kunst. Ans den Theatern. In, D e u t s ch e u B v 1 k s t h e a t e r istk die Ntn» aufführnng von o r a l“, Komödie von Ludwig Thoma» für D o-n.n e r s t a tz den 18. d. M. angesrtzt. In den K a m m e r s p i e l e n des Deutschen B»lkS«- theaters wurde Wedekinds Schauspiel „Schloß WeUrrstrin" skr Freitag den 2V. d. M. augesetzt. Das Theater ander Wien bleibt bis einschließlich Freitag den 20. d. M. geschloffen. Samstag beginnt die «enr Operrttenspielzcit mit Lehars „B laue M « j n t“. KLnstlerhaus Am Sonntag den 5. September wird die gegenwärtige Jahresausstellnng im Künstler- Hans endgültig geschlossen. Die voraussichtlich anfangs November zur Eröffnung gelangende Herbstausstellung wird außer den Werken teitgenössischer Künstler eine Gedächtnisausstellung des verstorbenen Zeichners Hans Schließmann enthalten. Dir Vorarbeiten für eine relrospeltivische Ausstellung von Werken der Bildhauer Theodor Fuedl und Biitor Tilgner sind bereits in Angriff genommen worden. Die englische Kunst der e r p r r s s i o n i st i s ch e n Epoche ckommt in ihrem bedeutendsten Vertreter, Duncan Grant, in Heft 8 des „Kunstblatt" (Verlag Gustav Kiepenhrner, Potsdam) zu Worte, während Heft 7 zum ersten Male in Deutschland eine Uebersicht über das Schaffen der Jüngsten in Frankreich brachte. .Ein Aufsatz des führenden englischen Kunstkritikers C1 i v e Bell wird durch einige' Rrpr»« duktiomn nach Grantsäicn Gemälden veranschaulicht. Jh« schließt sich ein Aufsatz von Friedrich Markus Ru ebner „Die Zerstörer tor Wirklichkeit" nnd ein Beitrag von Artur H o 1 i t f ch e x über „Utopische Architektur" an. Die alte Kunst wird durch Brcughcl vertreten. Derernsnach richten. l i n i g u n a j ü d i s ch e r H8 r e r a n der l e für W.e 1 t h a n d ell, U., Tabvrstraüe 1. vormittags, beginnt ein Kars über „Politm&c ' Die Teilnehmer werden ersucht, pünktlich zu MfÄei/ “ Iugeirdarn p v e d e r z i o n i st i s ch e n s s e t t f o n H i e tz i n si. H e Ik t e. Vrl Uhr abends, issaal, Xllf., Reinigasse 33, Bortroegs abend hema: „AssimitailonodcrKuüurnationalismuS?" Relefür. Franz S ch ü tz. — Iugendvercin a t h Z i o n. Heute, lLS Uhr abends. Vorlesung L'temtur" (Fonfeyung) Kam. B. D a w i d. Vorher ^/lrrechnung und Besprechung zu dem am 22. d. M. statt» r-^n Gnui'nfrst. Bis zum 21. d. M. nicht abgercchnete f gelten als verkänsr. — V e r ein Erez Israel, \foUx Hanvtallee 10. Heute, Uhr abends, feierliche Abfr,cr anläßlich der .Aweise der l. ChaluzeKwnzah deS bestehend aus det, Chaweiim Asricl Fischer. Saloud Maier Jäger, Bezalel R a P a p o r t, Josef N b l a t k und Jakob Ad l erin ft Erez Israel. Alle der Kwnzah werden ausgeiordkrt,. zu ersetzrmerl.. . Sport. Der WitzderaufbLu des MusLeljndenLumirr der Bukowina. Die Wiedevaufbauaktion des jüdischen Turnn»d Sport« Wesens, das durch den Krieg gewaltig eingebützt geht glänzend vonstatten. Sogleich, als nur die Möglichkeit hiezu geboten — es war dies im November deS Jahres 1818 —. schritten einige beherzte, energische Juden, denen auch das Verdienst gebührt, das große Interesse für die jüdiche Turn« sache in dar Bukowina überhaupt geweckt zu )haben, an di« Neo-rganisation des Sport- und Turnvereins „Mäkkabi", des sogenannten^ Zentrums dieser Bewegung. Diese Pionier, hatten schwere. Arbeit zu verrichten; 'bemt sie konnte» »och lange nicht auf eine völlig ausgebautL Organisatio» Hinweisen; .ihre Aufgabe war es vorerst, dem noch losen Bet. band Gleöchgesinntier ein festes Gefüge zu verleihen. LeÄet konnten alle jene Vorläufer des „Makkabi", die sich bis u«4 Jahr ItzOO verfolgen lassen und unter denen die stramme» „Blaüweitzen" (Wanderbund) sowie der seinerzeitige Fußballklub. „Hakoab", dessen Pokalspiele gegen dir Polen (1914) noch in bester Ernnernng sind, bei ihrem beste» Willen in den weiten Schichten der Bevölkenmg nicht die entsprechende Beachtung und Wertschätzung finden. Für. wahr! Es ändern sich die Zeiten nnd mit ihnen die Menschen! Makkabi zählt heute nach kaum zweijährigem Bestand zirka 2500 Mitglieder nnd Tausende von Anhängern und Freunde». Förderern und Gönnern. Gar bald nach seiner Reirgani« sation ward der Beweis seiner Lebensfähigkeit erbracht. Dis gesamte Judenschaft widmete ihm die größte Aufmerksamkeit. Mtglieder strömten von allen Seiten herbei und weti« eiferten in der Förderung der jüdischen Sache, der Kräftigung und Stärkung der jüdischen Jugend. Die leitende» jüdischen Kreise und Behörden boten sogleich ihve tatkräftig« Förderung an; die Pflege des Momentes im Judentum, das darü'ns hinzielt, ein kräftiges, kerniges Geschlecht heran« z'uziehen, liegt ihnen sehr mn Herzen. Von Makkabi ging nun die.Wiederbelebung dieser Bewegung aus, die bald in allen Teilen des Landes kräftig zum Ausdruck kam nnd dort mächtigen Widerhall fand. Die Previn^".'jovetue' Hakoah $

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