Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 562 (15.8.1920)
- Date
- 1920-08-15
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 562 Wien, ©otinfGCi | * Liebesgaben im IX. Bezirk. Montag dm 16. d. M. jbo« 3 bis 8 Uhr nachmittags werden vom Frauenarbeiiskvmttce »m Amtshaine, IX., Wäbrrngcrstraße 43. ilir derzeit in Wien wohnende Kmder unter 18 Jahren des IX. Bezirkes, die weder!m Auslande noch in der Somnierfrischc sind und bisher von seiner Aktioü beteilt wurden, eine Dose K o n d t n s nt i l ch 'abgegeben. Vorweiscn Fiirivrgebla't, Meldezettel, Einkanffchear. iXegiebeitrag X 3 per Dose. Angenehme Nachbarschaft. Am 7. d. M. nachts wnrde das Magazin des Galanterie» und Schnittwaren Händlers Müritz Roth, VI., Kaserngasse 22, von Dieben heimgesucht. Gestohlen haben sie Waren im Werte von etwa L 50.000. Da;1k*8 Magazinsfenster gegenüber der Hausbesorgrrwohnung liegt, mußte man annehmen, daß der Einbruch kaum ohne Mitwisien -er Hausbesorgerin Marie Hart auSgeführt worden sein konnte. Die Erhebungen bestätigten diese Vermutung und ergahen, daß -er Einbruch von der schon polizeilich bekannten Nachbarpartei, -em 31jährigen Dschlergehilfen Josef Schwagers, seiner Frau Barbara Schwäger!, seinem Bruder, dem Geschäftsd'iener Leopold S ch w ä g e r l, und dem Hilfsarbeiter Josef Eulenh a u p 1, verübt worden ist. Gegen sämtliche Beteiligte wurde die Straiamishandlung emgeleitet. | * Tödlich« Anfälle. Ein etwa 17jähriger Burscht, der gestern nächst der Reichsbrücke Eis ablnd. wurde dadurch, daß die Pferde scheuten, zwischen dem Wagen und dem Autckmobil B IV 12 eingeklemmt u'nd erlitt einen Bruch des Sckiädelgrundes. Er blieb , auf der Stelle tot. — Bei den Demvlie/ ^rungsarb eilen im Zirkus-Renz-Gebäude in der Zirkusgaffe wurde Astern vormittags von einem zwei Stock hohen Gerüst ein Balken hembgelaffcn. Er fiel dem 30jährigen Polier Josef Fried!/ II.. Tandelmarkigasse 7 wohnhaft, auf den Kops. Mit zerschtuettertcm Schädel blieb ' der Manu ' auf der Stelle tot.! * Aenderungen im Zeegsverbehr. Die StaatSbabn- -irektion Wien-Nordost teilt mit: Vom 20. d. M. an wird der Schnellzug v 205 n a ch P o l c tt von Wien-No rdh a h n h o f jeden Mittwoch, Freitag und Sonntag erst um 9 Uhr 50 Mtn. vormittags nbgchen (Lundenburg an 11 Uhr 30 Min. vormittags^. Dir Paß- und Gepäcksdnrchsicht wid schon in , Wicu-Nordbahnhof vorgeuvmmrn und hoben sich die Reisenden spätestens -wei Stunden v.or der fahrplanmäßigen - Abfahrtszeit am Nordbahnhof in Wien einzufinden. Eme Ausnahme von Retsendcn erfolgt nur nach Lundenburg -- Ort und über Odcrberg hinaus. Die Fahrkartenausgabe erfolgt im Vorverkauf nur im Oesterreichischen Verkehrsbnreau, l.. Kärnlncrring II, und. soweit Plätze vorhanden sind, am Nordbahnhvs m Wien uncktiltelbar vor Zugabgang. Dte Fahrkarten gelten nur in Verbindung mit Platzkarten, welche letztere kostenlos verabfolgt werden. Vom gleichen Tage au wird in der Strecke Luntenb u r g—H obenan , statt des Zuges . 68 (Lundenburg ab ill Uhr 40 Min. vormittags) der Zug 282 mit Ablahrt von Lundenburg 11 Uhr 20 Mm. vormittags verkehren und überall auhalten. Bon Hohenau findet dieser Zug als Zug 68 wie bisher seine Fortsetzung. (Ween-Nordbahnhos an 3 Uhr 2i Min. Zachmittags.) , * „Metallnm Gvld" — ^mit dem Regenbogen) die gut» lewährte Taschenlampenbatterie. * Wocheuverkaufsliste des Modenhauses Ä. Gerugrotz A^G. E i n W a g a o n E m a i 1 g e f ch i r r. komplettes Sortiment, eiugetrosfen. Ein Waggon Reis' strohbeseu ' (Ertraangebot' mit langem Stiel, Größe.! ,K 31.50, II K 35.-. III K 39,-, IV K 43.-, Weiß e S ch w. e i z e r V oll - V o r l e s. 112 onr breit, per . Meter K 82.~j' D r r n b^l st ott.fte -per Meter X.72.i—. 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Damböckgasse 10. ^Zostkarte genügt! * Für die hohen Feiertage erhalten Sie die schönsten jund preiswürdigsten Talare aus schwerer Nrokatictde 'vwte neuen schweren Kaschnmm, welche neucingelaugt sind. tttid Barette, auch zU Weiß/beim Spezialtstcn Rudolf Geldsiein, Srhuudcuucister, Wien, U., Taboistraße 51. " ' Beremsnachrichten. HebrÜi > chc Sch u l e, II.. Große M obre ngasse 16,22. Me Schüler und Schüler innen werden aufgefordert, bei der Leitung zu erscheinen, da der Unterricht bereits begonnen hat. E^ lucrben neue A b t e i l u n g c n f ü r ,Kinderund Erwachsene, fürAnfängeründ Fortgeschrittene eröffnet. Einschreibungen täglich von 5 bis 7 Uhr, Sonntag von 10 bis 12 Uhr. KoMnmnales. Das Defizit der städtischen AnLernehmungen Die Rcvisionsberichte von Professor Julius Ziegler In am Dienstag den 10. d. M. ahgehasteuen Sihnng des F i n -a n z -a u s s ch u s s e s gelangten die Nevisi>.ntsber'ichte des berideierl Buchsachverständiaen Dwfessov -Julius -Ziegler W-en die Lage der stadtischen UttteritehmnnKen zur Verhandlung. Dieses . GutlaDen wurdd, wie erinnerlich, in der abgesanfenen V'ubgetdebatja vom Finanzreserenieu zitiert iyrd' gab zü stn.rntischen Gzcitcu Anlaß. Die Ehristlichso?ialen bemängelten insbesondere, dgst eine brnchstückweise Verlesung erfolge, die vielleicht nicht beu richtlgen jInhalt tpiedet'gehe. Um dem Finanzausschuß ein voltffdminen klares Bild zu bieten,, gelangten die umfangreichen- Berichte, insgesamt 15 Schriftstüäe, welche den 'Zeltrauin vom 16. März' Vis Mitte Juni.erfassen. vvllinhaltllch zur Verlesung. Es wurde bei desent , Anlässe festgeste'llt, Haß die im Gerneiuderate gemachten Äitieilungen vollkommen htm Gutachten des Professor iZ'icgler entsprechen. Der Bericht stellt sowohl bezüglich dex'EM.rszitätswerce als auch bezüglich'der Straßenbahnen fest, daß die Defizite aus die ZM-der ch r i st l i ch sozialen R a t h a u s h e r r s ch a f t zurückgehen. Die Unternehmungen' wurden im Mai 1919 bereits in zerrüttetenl Zustand von der gegenwärtigen Mehrheit überrwninre'n. Der Ans-ch'iß nahm den Bezieh! zur M-loifiti?. Wiener Mo,rgenzeitung Zionistisches LcnaBsRomiteg für Oesterreith Montag: den 16. August 1920, halb 7 Uhr abds , werden Abg. Ing. Robert Stricker, Prof. Artur Freud, Dr. Egon Zweig: und Dr. Isidor Margulics über die Zionistische Jalireskonfcrenz in London im Hotel „POST“. 1., FLEISCHMARKT Nr. 3, referieren V’iMritt n-ar gogen Vorweisung der Parteilepitimation. respektive ffir Studenten die Schokelquittung mit der Stampiglie ihrer akad. Korporation GesinnungsgenOBset). die ihre Parteilegitimationen noch nicht behoben haben, können dieselben täglich im Zionistischen Bnrean zwischen 4 nnd halb 6 Uhr nachmittags abholen 6.171 Die Ernährung. Der Marktbericht. Die stlulcn Zufahrrn an O b st und Gemüse aus Unganr iibcrltafcn gestern noch bei wcitan die Änkünfte der letzten Tage. Gestern war nicht nur der 9t aschmar k t. svntein. cs waren auch alle iibt igen Märkte, namentlich die Vtktnaltenhallc int HI. Bezirks mit Ödst und Gemüse we 1 müder den Bedarf verforgk. Die reichlichen ssttsithren hatten auch ein weiteres Na cha e b e n d e r P r c i s e zue Folge. Am meisten angebotcn waren Paradeistr. doch war Obst nt gt osien Mengen entaett osten. So verfügte der Naichmaikt allem gestern über 80.090Kilogrammbwetschken ans Ungarn und Südtirol. Die Zwetschken haben zwar teilwetfe auf dem Wege gelttlen. doch waren auch gu'e Zwetschken znm KilogranimpreiS von L 8 zu haben. Gedrückte Paradeiser zum Einkochen waren auch unter 3 das Kilogramm etbältltch. tadellose Ware zu ir 4 bis K 5. Wastrrmelonen sind selbst zum Pten'e von K 3 und 4 per Kilogramm ntcht verkäuflich. Die Preise für schöne Aevsel bewegten sich zwischen K 4 und K 9, für Birnen zwischen K 10 mrb K 12. In der G r o h m a r k t h a 1 l e standen alle früchen und gefrorenen F l e t s ch g a t t. n n g e n in reicher Auswahl zur Bertügimg. K a l b s l e i s ch stellte sich, namentlich in dm minderen Soiten, billiger, es noii rte gestern von K 95 bis K ho. Da aber die Kanskraft des Publikums infolge der allgemein hohen Preise schon Milte des Monats erschöpft ist, gingen auch die ermäßigten Fleisckgattangcn, ja selbst das amerikanische Rauchfleisch, nur langsam ab. Von dm teuren Flrischsoiten blieb rin großer Teil unverkan't. Die F i s ch m ä r 11 c waren ohne Zufuhren geblichen. Maraarineabaabe. Vom 15. bis, 21.^ August werden bei den städlischm AbgabkstRen vcr Petsoir 12 Dekagramm Margarine zum Pieise von L 11.40,gegen Abtrennung des Abschnittes R Nr. 205 und der bechcn Abschnilte Nr. 2"5 für nich!- lahonicrtes Fett der Feltkarte abgcgcbcit. Organisierte Vcrb'.ancher erhalten 12 Dekagramm Pflanzenfett um K 13. Zewiverba. Vom 11.^bis 21. August nach Vorrat Margarine bi l'95. Kiinerol-Pslanzewett ^Kilogramm K 104, Himbcersait 10 Dekagramm^Ü8.60, Crreali -/» Kilogramm istguminose '/< Kilogramm K 5, Biskuit 1 Kilogramm K 44, 1 Paket K 8.80, Rasierseife 1 Stück K 10.8ii, Tertilwaren, (VIII., Albertvlatz 7' Beamtentuche für Herrenauzüge und Damenkostüme, Restbesiande der Vorwochen ab Dienstag. Lebensmittela-gobe deS American «Joint Distribution Committee. An die bei dcr Abirilung W'.en des American Joint Distribution Committee im Bezüge der rortlauscnden Unterstützung stehenden Personen gelangt in der Zeit vom 16. bis emschließlich 27. d. M. gegen Äbtrennung des Abschnittes V des neuen ^ebenslnittelbezugsblocks Mehl und Fett in dem früher., jestgesctzten Ausmaße zur Ausgabe. Die Abgabe erfolgt: An Personen, deren Zebensminelbezugsblock mit der Bezeichnung Mo o nersehcn ist, Montag dcn 16. d> M.. Di 2 Dienstag den 17., Ali 2 Mittwoch den 18.. Do 2 DounerStag den 19, Fr 2 Freitag dcn 20., Mo 1 Montag den 23., Di 1 Dienstag den 24., Mi 1 Mittwoch den 25., Do l Donnerstag den 26., Fr I Freitag den 27. Die Ausgabe findet in der ltebensmitielaltion, I I E st ep l a tz 3, statt. Die obangesührten Fassungstaoe sowie die für die srüderrn Fasiviißen bezcichuete Stunde wollen genauest eutgehaltcn werden. __ Literatur u^Wisierrfchaft. Schulim Albeck. Am 3. d. M. ist R. Schulim Albeck in Breslar» gestorben, wohin er ans Bad Kudowa als Schwerkrander gebracht worden 'war. Er war ein Talniudist der alten Schule, ausgezeichnet durch große Belesenheit und noch größeren Scharfsinn, jedoch auch schon angehaucht vom Geiste der modernen Wissenschaft des Judentums in seinen besten Erscheinungsformen: Sinn für Geschichte mrd Entwicklung, für kritische Prüfung und systematische Ordmmg. Dafür zeugen seine vorzüglichen Arbeiten: 1. Mischpahath So-ferim, ein alphabetisch geordnetes Lexilou der Talmudlehrer, mit Angabe der Stellen im Talmud, wo sie zu Worte kommeu. 2. Edition des wichtigen. Holacha-Weries „Raban", mit Einleitung und Anmcrkimgeu. 1'. Edition des Sefer ha-Eschkol, mit An» merkungen. 4. Ein größerer Aufsatz in der Festschrift zum 70. Geburtstag Israel Loivys behandelt des Sefer Ha-Jttimals Quelle für die Nesponseu der Gaonim. Zum großen Schaden für die Wissenschaft des Judentums sind seine Arbeiten, mit Ausnahme des letztgenannten Aufjahes,' bloß Fragmente geblieben, Ansätze .und Anfänge. Schuld, jedenfalls Mitschuld daran, daß Albeck keine seiner größeren Akoeiten zunr?lbschluß brachte, sind die unglücklichen materiellen Berhältiiissr!, unter denen er lebte und litt: Kränklichkeit und imnierwährende Nahrnngssorgen. Hätte er in besseren Berhältnisseu gelebt, so hätte er mit seinem scharfen Geist und großen Wissen die Wissenschaft des Judentums in viel größerem Mäße bereichern nnd befruchten können. Zu größerer Popularität -- auch im Westen — ge» 1 langte '.Mui.'if ct'ii vor cinia«':; Jahren durch riue literariiche 18. August 1920" " " Seite 7 Fehde, die er hervorrief. Er hatte nämlich die Entdecklugs gemacht, daß das Sefer Ha-Eschkol, eine wichtige halachische nnd literarhistorische Quelle, in der Ausgabe, in der «S vorliegt, nicht das Originattver? ist, sondern eine spätere^ Bearbeitung mit zahlreichen Aenderungen und Zusätzen. Diese Behauptung ist an .sich richtig, wofür aijch Schreiber dieser Zeilen mehrere ivichtige Beweise hat; fraglich und schwer zu crttscheiden ist nur, ob oer Herausgeber — Dr. Auerbach, Rabbiner in Halberstadt — selbst der Bearbeiter gewesen ist oder eine gefälscht« Handschrift vorgefnnden und ihre Uuechtheit nicht erkannt hat. Ersteres behauptete Albeck, was ihnr viel Feindschaft im angesehenen und einflußreichen Kreise der Verehrer Dr. Auerbachs einttmg. Das literarische Problem wurde so ein Politikum, das auch in nichtwissenschafttichen Kreisen lebhaftes Interesse weckte. Die letzten Iahrse lebte Albeck in Berlin, mit der Vorbereitung wisfenschastlicher Arbeiten beschäftigt. Heilung für sein Leiden suchend, reiste er vor einigen Wochen nach-Dad Kudvwa, wo er schwer erkrankte. In hoffnungslosem Zustand würde er nach Breslau gebracht, wo er am 3. August im' Alter von etwa 63 Jahren starb. Die jüdische Wissenschaft trauert wieder um eine bedeutende Erscheinung. _' B. Apt 0 wi tz e r. L. Schapiro. ..Die Stadt der Toten" und andere Erzählungen. Au? dem Jiddischen 0011 Siegfried Schmitz, ,Well"-Verlag, Bett>n. - . . Dieses schmale Bändchen vermittelt dem deutschlesevden jüdsicheii Publikum die Bekanntschaft eines neuen Mannes und eines, der zu intcvciüc». ctr nnd zu fesseln weiß. Dieser Dichter — ^chaviio ist einer — der in Amerika lebt und von Zeit zu Zeit in den Spalten der dortigen jüdischen Presse mit einem Beitrag austaucht, scheint berufen zu sein, soweit nach dieser kargen Probe ein Urteil erläubt ,si. den thematisch begrenzten Kreis jiddischer Erzählung nach der Seite des Pspchologischen hin zu erweitern; mit seinen Vorgängern »nd den Zeitgenossen verglichen, erscheint er durchaus modern. Die erste Eizählung, die dem Bändchen den Titel gibt, schildert mit trefflicher psychologischer Einfühlling ein junges Mädchenleben, das sich gar reizvoll und unbewußt auf dem dusteren Untergumd «neS FriedhvfeS entfaltet, verwachseri m.t der es umgebenden Natur, empvrblLhend zwischen den cs unsichtbar umwebenden Seelen derer, dir hier in der Totenstadt ihre letzte Ruhe gefunden haben, in Gesellschaft des alten Großvaters, des Totengräbers, der sich täglich mehr selbst dem Grabe zuneigt. Eine plötzlich geschlossene Kinderfreundschast mit einem tölvelkiaften Banernlungen nimmt ein jähes Ende, als sie voll Entsetzen sieht, wie er einem Böglein einen Flügel anSreißt — der Gegensatz zweier Nassen, in dem einfachsteu Vorgang festgehalten. lind dann, dann kommt ein Sommerstmm und das Wüten des Elements weckt erste, grausige, längst verschüttete E^nneningeri, der. Schleier, des Berflesiens lüftet fick und vor dr- Kmdes Auge ersteht d>.e gnnisige Szene, da die Mörderbandeu den . Väter töten und die Mütter schänden, ehe sie sie ermorden. Das alles wird mit tieMiittender psychologischer Kunst dargestellt. Auch . die Geschichte „D a s Kreuz" Lesern dieses Blattes bereits bekannt) behandelt das vielbenützte Pogrvmmvtiv und Schapir» weiß dein Stoff bei aller drastischen Realtstik der Behandln«- durchaus neue Seiten abzugewinmu. Das letzte Stück des Bändchens ist eine seingeiöute Skizze, die Genuß und erzlvuutzeue Entsagung wirkungsvoll kontrastiert. Dte Lektüre des von Siegfried Schmitz trefflich überietzteu Bändchens erweckt den Wunsch, mit Schapiros Schaffen nähere Bekanntschaft zu mache». __ ». f. Bühne und Kunst. Mahler-Zyklns. Für den vom Komitee zur Förderung symphonischer Mustt in Wien in der Zeit vom 34. September bis 18. Oktober 1920 veranstalteten Mahler-Zyklus wurde solgetides Programm fest» gesetzt: 1. Konzert (großer Konzerthaussaal, 24. September), . Z w e i t e S y ut p h 0 n i t. Solisten: Maria Riccarda Ofner» Sauermann, Hermine Kittel. 2. Konzert (großer MustkveremSsaal, 27. September), E r st e u n d Vierte Sy»", P ho.nie. Solistin: Maria Riecarda Ofner-Eanermarm. .3. Konzert (großer KonzerthcmSsaal, 30. September), Dritte Symphonie. Solistin: Eleanor Rchnalds- Schloßbauer. 4. Konzert (großer Musikvereinssaal, 4. Oktober), W u n d e r h 0 r n-L i e d e r u n d F ü n f t e S y m p h v «i e. . Witndcrhvrn-Licder: FacqueS Urlus. 5. Konzert (großer Konzert» hänösaal. 7. Oktober), „Lieder riurssahrendenGe- Hellen" nnd Sechste Syntphonie. „Lieder eines 'ährenden Gesellen": Hans Duhan. 6. Konzert (großer Musik« v?reinssaal, H. Oktober'», K i n d e r-T 0 t e n l i e d r r und Siebente S y m p h 0 n i e. Kinder-Totenlieder: Hanr Dnhan. 7. Konzert (großer Konzerthaussaal, 15.Oktober), „Lied v 0 n d e r E r d e". Solisten: Ilona Durigo-JacqueS 8. Konzert (großer Musikvereinssaal. 18. Oktober), Neunte Symphonie. Dirigent aller Konzerte OSkar Fried. Aus den Theatern. N e u e i n st n d i e r u n g e n i tu O p 11* tt t Ij t a 11 c« In den ersten Monaten der neuen Spielzeit werde« in der St a a t s 0 p e r folgende Neue, nsiudierungen und N e u i u s z e n i e r u n g e n zur Aufführung gelangen; Wagners „Holländer" und Mozarts „Don Juaü7 (mit Duhan in der Titelrolle) unter der Leitung Rickard Strauß. „Rose vom Liebesgatten" von P s i tz n e r, Schillings .Hkona Lisa", ferner die Opern „Fra Diavolo", «Der Wasserträger" und „Werße Dame". Vollstäudia neu ausgestattet und müer der Leitung des BallettmetsterS K j a k f ch t neu choreo» graphirrt, gelaugt Nimsky-Korsatvws Ballett „S ch e h er ez a d c* zur Darstellung. Wegen Erkrankung der Frau C a r l s e n gelangt in den Kam m e r s p i e l e n des Deutschen DolkStheaters am Montag dm 16. d. M. anstatt Wedekinds „Schloß Wetterstetn" der Schwank '..D er S ch l a f w a g e u k 0 n t r 0 l l 0 r" von Alexander Dftson mit den Damen Hochwald. Thaller, Flermnick, Föry, Poltzer, Pohl und Krem, den Herren »onuna, Knischei», Werner-Kahle, Jirald, Kirschner und Weiß zur Anffühnmg.