Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 562 (15.8.1920)
- Date
- 1920-08-15
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 6 ä Wien» Sonntag p-7“——--—;-"; bacin Palästina ins Leben gerufen werden' sott, vielfach i auf.de'r Heimarbeit beruhen wird. } M ech ani sehe Technologie. Am 7. September j begrünt ein Kurs, der sich mit der Technologie der Metalle, -dem Werkzeugmaschinenbau und dem Ban vo» Dampf- und Wai[crfraftntafdiiitcu beschäftigen wird. Dieser Kurs vermittelt; demnach die nötigen technischen Kenntnisse für Betriebsf organe von' Maschinenfabriken und'Kraftzentralen. 7 Arch itc ktu r-un d Ba up0 lierkurs. Ant 6. September beginnt ein Kurs, der die grundlegenden Kenntnisse - aus dem' Gebiete des Baues von Fabriken und Wohnhäusern i vermitteln wird. Die Verträge werden sich mit der Technik i der Bauelemente, der Ausführung von Bauplänen und der künstlerischen Ausgestaltung von Fassaden beschäftigen. Besonderes'Gewicht wird auf die Ausbildung von Hilfsorganen für'die Ueberwachung von Bauausführungen, gelegt werden, j .Elektrotechnischer Kurs, Im Hinblick auf den gu' gewärtiger'den Bedarf an Elektrotechnikern - beim Wieder- «tfoau^akäftinas beginnt am. 2. September ein -neuertheoretischer Kurs über. Elektrotechnik, der. folgende Kapiteleingehend behandeln wird: Grundgesetze-der Gleich--und Wechselstrom-; technik, Atkuinulatorcn, Dynamo- und Motorenkiyrde. In-' stattätior^wesen,. elektrische Bcleuchturrg und elektrische Bahnen. Mo t 0 rcn-. Auto m 0bil- und Ch a uffeurkurs. Am 6. September beginnt ein Kurs, der sich mit dem . Bau- und Betrieb von Berbrennungslraftmaschinen und im Anschluß daran mit dem Autonrobilbau und der Aütomobillenkung beschäftigen wird. Bei dem Mangel eines-dichten EistznVahnnetzeI und großer elektrischer- Zentralen in Palästina wird das AuLomobilweseii und der Bau und Betrieb, von KleinzenirüleÜ' mit Berbrennnngskraftmaschinen in Palästina erhöhte Bcdelltnng gewinnen. ' E i j e n 1 a h n e r k u r s. Wegen, der großen Zahl der für Palästina notwendigen Kräfte für -bas- Eisenbahnwesen hat das Gewerbesörderuirgsamt des Jüdischen Nationalrates emeN Eisenbahnerkurs eröffnet, der sich sowohl-mit der Technik, insbesondere mit dem Lokomotivbau, als auch, mit den Verwalmngsaüsgaben des Eisenbahnwesens befaßt. Anme.ldu.n.gcn werden rin Gewerbeförderungsamt des. Jüdischen Nationalrates, 2. Bezirk, Taborstraße 20 a, täglich .(mit. Ausnahme von Samstag) von 8 bis 12 und von. .3. bis 6 Uhr cntgegengenommeu. ' ' Wiener Morgenzertung M-Ult-lwnW aus dem Pumlkum. i Koller Wien Jakob Kotier Verlobte Wien, im August 1920. 3247 ßasia Scharf stein . Meier Lauterbach empfehlen sich als Verlobte Wien, im August 1920. 8271 Stadtnahe öder 18., 19. Bezirk ge su ch t. Issadddes, I. Bez., Fleischmarkt Nr. 13. m Möbel u. Innen in grösster Auswahl. Nur gediegene 11/188, U|l., SlfibSflSlSrHQi 1 0. 2 619 Erzeugnisse. (Ecke Karl Schweighofergä&se). GUMMI und imprägnierte ESaggenmSnSel kauft man am KpCsSen und billigsten direkt in der rsr B RILLANTEN, Perlen, Gold, 8tIber. Platin und Uhren kauft zu Höchstpreisen Kotenturmsttassd 23.1 Mtailabllferstr. 98 776* Tätlich Galegcnhwiskinfe. der beliebten Koseherrestaaratfon SPRITZER in den. prächtig renovierten Lokalitäten. ZI., Obere Aogartenstr. 72, vis-h-vls Hotel Bayrischer Hof. Ab 9 Uhr vormittags wird sowohl kalte '< als auch warme-Köche verabreicht. 779 Vsrlobungsfeier bei MrMonars. . Der Schauplatz: Eine Zwanzig-Zimmer-Wohnung am BeGeer Kmsürstendanun. Herr und Frau Major A.» die'Be- .wohner dieser Gemächrrstucht, wollen auf ein halbes Jahr in die Schwerz reisen. Zum Schutz: der Wohnung läßt sich der fürsorgliche- Hausherr . zwei R e i ch's w e'h'r's o l d a 1 e n korymev-- Befriedigt läßt man bte Wohming unter Obhut von Dienstmädchen, Stütze und den beiden Soldaten und' reist in die Ferne. - - .Die.beiden.Soldaten waren?jmig- und daher weiblichen Nei.zcn n:chk abgeneigr. Was wunder, wenn sie sich mit den beiden Mädchen bereits nach wenigen Tagen verlobten. Um den Tag.wiwdig zu begehen, -wurde rin'großes Verlobungsesfen veranstaltet,, zu dem Verwandte und Bekannte sreund'lichst ein geladen wmdep. Die vier Speilefammern boten reichliche Gewähr für ein, exquisires Dkcnn. Der Sekt floß in - Strömen, liebliche Bratcndüfte zogen durch die in-Barock oher Biedermeier gehaltenen Gemächer. Als-die <Päüe sich verabschiedeten und 'für das herrliche Fest dankten, wurden ihnen einige »Kleinigkriteu" aus den Vitrinen und Schränken als Geschenke mitgegeben. Kurzum, eine.richtige Kuxsürstendamm'Verlobung.' Zwischenakt: Herr und Frau Millionär Ä. kommen, ans der Schweiz zurück, sehen die Bescherung und konstatieren einen Sachschaden von 150-000 Mark. Die Frau Major läuft zum Kadi.' ' . Die Verhandlung :^Der Herr Major, durch, die Gcrichtsdiener geschützt, macht Eröffnungen über seine Gemahlin. Sie habe, vorsichtig ausgedrückt, ein strenges Regiment im Hause geführt- Er und die Dienstboten hätten sehr wenig zn essen g*habt. Zum Frühstück habe er selbst oft nur Pellkartoffeln vorgesrtzt bekommen. Es sei an der Tagesordnung gewesen, daß er abgcmaschen und dm Äbsallkübel in den Hof getragen habe. Die Dienstboten hätten buchstäblich hungern miisien.' Bei der Verhandlung stellte sich heraus, daß sich Fran Major vor ihrer Abreise nach der Schweiz T a u s e n d m a r ks ch e i n e t n d i e K l e r d e r h a t n 8 h e n lassen, so daß ein Strafverfahren wegen -Kapitalflucht gegen sie, die Klägerin, ringeleitet wird. - Das Gericht erkennt unter Zubilligung , mildernder Umstande."' — zunächst Hungern und Strenge, dann Ueberfluß und Verlobung l — gegen die beiden Soldaten auf je neun Monate und gegen die beiden Mädchen auf ein, beziehungsweise zwei Jahre Gefängnis. Die Verlobungsgäste werden freigesprochcn. Ein französischer Roman ans dem Leben der Chaffidim. („L’Ombre de!a Croix“/) -•* Der große. Preis der Pariser Akademie .wurde,, im Mai. diese-, Jahres den Brüdern Jean und Jerome T h a r a wd flir ihren Roman „l.'Orobre äe^ la ttroix^. („Der ' Schallen des KreuzeS^' verliiheu. Die beiden Dichter pflegen das Genre des völksrpsychologischen Romans und haben bisher. Romane aus dem arabischen, indischen und ukraino-slawischen Leben geschrieben Md sich dann dem jüdischen Volksleben zugewendet. Im MittelpvnttP dieses JudemomanS steht das .Lebensschicksal eines jüdischen Knaben aus Hunsalu (Hunsdorf), -dessen große Jeschibah das geistige Zentrum chafsidischen Lebens in Oßungarn ist. Die beiden christlichen Autoren haben da» chgssidische Leben und seine Poesie viele Monate hindurch in d« WtrmPvS und gm Hofe des Rabbi v»u Bel» auS eiormr T»> aus schwerer Brokatseide und neuen MeUMBaEn schweren Kaschmiren wieder eingelaiigti Auch Barette in bekannt schönster Ausfühning beim Spezialisten j Rudolf Goldstern, Selm eidermeister ‘Wien, II., Taborstrasse 54 j Telephon 45.629.?Si' Gegründet 1866. IKtginal englische 111 in 780 Gummi n. impräg, . fdr Herren und Damen WIEN, I. I^otenturmstr. 31 Teiepboaaufraf £316? HUTREPfil ÄTUR-flHSTAlT Panama, Gvardih&t« and allerhand Hutreparatnren werden nach neuester Mode prompt und billiget modernisiert XVXtl., W&hringer Gftrtol 21 und VII., ttEariabilfftratrasse 80 Anschauung kennen gelernt. Aus ihrem Buche spricht eine wahre Schwärmerei für den Chassidismus. Ein Kolnidre-Abend in der orlhodoxen Synagoge von Marmaros-Sziget, das Snkkoth-Fest beim „Belrer* sind.wahre Kabinettstücke poetischer Schildernngskürst. ' Die 'Ärüder Tharand sind jetzt häufige Gäste in Budapest, wo sie sich in den Judenvierteln Stoff für einen neuen Judemvman holen. Auffällig ist hiebei, daß sie bei ihrer letzten Amvesenheit in Budapest von dem Hauptorgan des chrisilichuationglen Kurses, dem-nNrmzrüUjsatz" .nut einem überschwänglichen Leitartikel begrüßt wurden und daß die christlichen Blätter, mit offenkundig, inspirierter Befliffenheit von einer Soiräe berichteten, die Erzherzog Josef den französischen kDichteru' zu Ehren gegeben hatte, welcher dann einige Tage später die Grasen Apponyi und Andrassy mit jr einem Din« zu Ehren der Gäste gefolgt waren .. „ ___ Ein Valrrtaprozeß dev Pester Judengemeinde im Jahre 1849. In einer historischen Mhcindluny über die Teilnahme der Farben an den ungarischen Froiheitskämpferr behandelt der BwLapester Rechtscrnw«lt Dr. Desider Nagy auch drn großen Balu-taprozeß, den die Pester Judrngemeinde im Jahre 1849 gegen die Pester ungarische Kommerziabbank geführt und verloren'hatte. Im Jahre' 1848 hatten die ungarischen Juden einen größeren Betrag al? Ablösung der sogänannten Toleranzgsb-whr zu entrichten. Die' ungawische Negierung hatte aber den Juden in Alnerkenmmg ihres patriotischen BerhMens wHvenö dos - Freihei'tskvkeges' die Zahlung der letzten zwei Raten der ÄrlbränzgeSbHrÄr erlassen. Als Windischgrätz zu Beginn des Jahres 1849 Budapest Knrückerckberte, 7st>rderte er van' den Juden als Strafe' für ihre Teilnahme anr' Freihsvtskvieg, die sosörtige Bezahlung der erwähnten zwei Nattn, und zwar in Silber. Zn jener Zeit waren in Ungarn vier verschiedene Geldsorten in Verkehr: 1. Metallgeld, die einzige gesetzliche Münze, 2. vsterrÄc^sches .Papiergeld, 3. Kossuth-Banlnoten Wt Metalldeckuiig und 15. August 1820 - Nr. 562 > ——-----Ti-:-c--—... „;—,—:—i ' 4. unbedeckte Kofsnih-Panknoten. Windischgrätz hatte Metallgeld gesorderi. Die Pester Judengemeinde hatte ihre Gelder in österreichische in Papiergeld in die Bank gelegt. Die Bani jedoch wollte die Rückzahlung in unbedeckten Kossuth-Bank noten. leisten. Der Prozeß drehte sich nun um die Fooderu-n; der Judengemetnde, die Bank sei verpflichtet, die Auszahlung . in derselben Geildgattung zu effektuieren, in welcher die Ein. läge erfolgt war. Der Kurs der österreichischen Banknote stanj damals um vieles höher als derjenige der Kostuth-Banknot» , und die Jubrngemeinde hätte demnach für österreichischej Papiergeld viel mehr Metallgeld erstehen können als für dat minderwertige Kosfuth-Gsld. DieJudengemeinde hätte sich ein, fach auf den „österreichisch-patriotischen" StandpuM zr stellen und darauf Hinweisen brauchen, daß die Kossuth-Notev * im allgemeinen und vor der zurZeit herrschenden Reaktion in besonderen nicht als legale Geldnote, ja nicht einmal all legales Zahlungsmittel (legal tender) angeschen werden könne und sie hätte den Prozeß gewonnen. Damit würde aber auck die zu jener Zeit sehr peinliche .Frage der Legalität de- Kossuth-Geldes zur öffentlichen .Diskussion gestellt^ worden fein was pie Juden vermeiden wollten. Lieber entschloß sich di« jüdische Gemeinde zu einem Verlust - von 111.000 Gulden ^nmuuuvniuvv n der v i t r t e n , R tt n d e des MkisterturnierS siegte, ^artako wer gegen Spirlmann. der eine fehlerhaft« Kombination gemacht hatte, Maroezy gegen MiesrS und Tarraföf gegen Bogoljubow, beide infolge eines groben Versehens ihrri Gegner, sowie Rubmstein gegen Kostitjch, der wahrschemlick Remis hätte machen können., Nuentschieden blieben die Parties Marco-Möller, Selesnreff-Niemzowitsch und Breher-Reti. — I, der fünften Runde siegten Kostitsch gegen Selesnieff uni Reti gegen Tarrasch. Remis wurden die Partien Spielmanm Maroczy, Mieses-Breher. Riemzowitsch-Tartakower. Abgebroche, wurden die Partien Möllrr-Rubmstrin und Bogoljvbow, Marco in ausgeglichenen Stellungen. — I« de» sechsten Runde siegte B r e h e r über Spielmann.- Dr.^ Tarrasch über M i e s e S und K o st i t s ch übe, Möller. Die Sensation des Tages bildete aber das Wieder» erscheinen des mzwischen gesundeten Bogoljubow und sei, Sieg über R u b i u st e, » M a tco erlangte gegen R 6 ti die überlegene Stellung, verfehlte aber die stärkste Fortsetzung, di« chm völlige Positivnshrrrschaft gesichert hätte. Der Kampf bli^ unentjchledem Remisschluß ergaben auch die Partner S el eS« n e e w -- Dr. Tartakower und M a r o c - p - N i e m z o« witsch. Der Stand nach der sechsten Runde ist: Bogoljubost 4ck- H; R^li 4;>Kosiitsch-Marvczh, Dr. Türrasch je S1/* Rubinstnn 3 + H; Marco 27a 4- H; Dreher. N i e'm z m witsch, Dr. Tartakower, SelrSniew, MiesrS je 2V„ Spielmann 2; Müller 1-l-L. * Heimkehrer. Gestern mittags ist ein Heimkehrertranspock aus S i b i r i e n in Hütteldorf eingelangt, der 178 Nlederöster» reicher, 6 Polen, 13 tschecho-slowakische Angehörige- 2 Italiener. 2 Rumänen und 23 Jugoslawen brachte. Für heute wurde cks Transport von zirka 8 0 0 M a n n avistert, ebenso einer fü, übermorgen.! * Verlängerung der Gültigkeit der Lebensmittelkarten. Die Gültigkeit der am 28. August ablaufeude« Brob,' bezugskarten, Mehlbezugskarten, Stohrbrotmehlbezugskarteu, Füt« karten und Kartoffelkartm wird bis einschließlich 11. September 1920 verlängert und findet erst au dstsrrp Tage die Ausgabe der neuen Karten statt. 1 * Verunglückter Wiener Lehrer. Aus Innsbruck wird gemeldet: Der seit Montag abgängige Wiener Lehrer P e s ch k e wurde unterhalb des Berges Frau Hitt a l s L e i ch, aufgefundeu und in die Leichenhalle von Hötting bei JnnSbmck gebracht. j * Die Vermögensabgabe. Die bekannte, vom Rechtsanwalt Dr. Ennl Kollek heraus gegebene Zeitschrift .Die Steuerl veranstaltet eine Sonderausgabe über die Vermögensabgabe, Dieselbe wird unter Mitarbeit der Herpen Obersinanzräte Robert Dirm und Anatol Wyborowsky, ferner dcs Herr» FmauzrateS Gustav Schuster und sonstiger. allererster Fachleute daS ganz, Gebiet derBermogeusabgabe in ebenso ausführlicher wie allgemein» verständlicher Weise behandeln. Bezugspreis IL 10.—. Voranmeldungen unter Vorauszahlung des Bezugspreises nimmt dis Verwaltung, Wien I., Wipplingerstraße 22, mtgrge». * Ein falscher amerikanischer Kapitän. Bor einigen Tagen ist ein Hochstapler ans Eien verschwunden, nachdem « eine Anzahl Betrügereien ausgeführt hat. Der Mann trat als angeblicher amerikanischer Offizier auf und legte sich die Namen Dr. Jack Freemon-Volondrh, auch Jaequeg Walter de Freneau bei. Hier wohnte er auf großem Fuße rm Hotel Fürstenhof. Der Hochstapler hat einem Arzt versprochen^ ihm eine Fahrkarte für den Ententezug zu verschaffen und sich von ihm 4400 Franks (66.000 Kronen) geben lassen. Eine Dame, deren Bekanntschaft er gemacht, wußte er für ein an« geblich sehr gewrnnreiches Geschäft derart zu interessieren, dass sie ihnr als Einlage einen Betrag von 85,000 Kronen eim händigte; aber aus dem reichen Gewinn wurde nichts; ehe die Betrogenen ernsten Verdacht schöpften, war der Mann auS Wien verschwunden. Die polizeiliche Anzeige wurde erstatte^ Den Paß des.Kapitäns Dr. Freemon-Volondrh hat der Gauner; in Biala seinem wirklichen Namensträger herausgelockt. Der verfolgte Hochstapler soll in Wirklichkeit Isaak Friedmann heißen. Er wird beschrieben als mittelgroß, schlank, mit ovalem^ dunkelfarbigem Gesicht, hervorstehenden Backenknochen (italie-, nischem Typus), etwas gebogenen Beinen, schwarzem, gewelltem, zurückgekämmtem Haar und bartlosem Gesicht. * Ein gestohlenes Automobil. Ein überaus verwegene»; Autodiebstahl, ist gestern vormittags mitten in der Stadt unh zur Zeit lebhaften Verkehrs ausgeführt worden. Vor dem Gebäude der-Perkehrsbank fuhr gestern nach 11 Uhr einj Automobil der Bank vor und der Chauffeur stieg ab und begah sich in das Haus, um einen Neifen zu holen. Die kurze Zeit seiner Äbtvesenheit benützten zwei Gauyer, um das Automolil anzukurbeln und damit wegznfahren. Der eine, der Aclteve, trüg blaues Sacko und steifen Hut, der ändere, der Jüngere, grauen Anzug und graue Sportkappe. Der gestohlene Wagen, der einen Wert von 313.000 .Kronen hat, ist ein Fiat» Au.tomobil kleinerer Type von 24 Pferdekräften mitsechs Sitzplätzen und geschlossener Limousin-Karosserie. Die untere Hälfte ist grün gestrichen. Sie WirL durch einen schmalen; Goldstreifen von der oberen schwarzlackierten Hälfte getrennt. Das Auto hat die.Bezeichnung «A 902". Auf seine Wieder« erlangnng ist eine Belohnung von 60.000 Kronen ausgesetzt. Die Polizeibehörde wude von dem verwegerren Diebstahl verständigt und bat Erhebungen zur Ausforschung der Täter eüu «leitet.