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Wiener Morgenzeitung · 1920-08-14 · Heft 561 (14.8.1920) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 561 (14.8.1920)
Date
1920-08-14
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Sir. 561 Wien, SamÄag 233 iencr M»r§enzrrLun^ Aufruf! ' Palästina-Pioniere. Chaluzim, sind in Wienl Nach Ueberwindung großer Schwievigkeiien und Gefahren sind sie, niedrere Hundert, auf derFalm nach ErezIsrael hice eingeirosfcn. Nach jahrelanger, harter Schulung sindsiegusgezogen^umdasLand dermaler mit Svaten nnd Pflug wieder guszubauen.DerBlüte unserer Jugend,! die sich «ntcr Einsetzung ihres Gebens der Lcrwnkl'.chnng des! zionistischen Ideals gewidmet hat. miisseu wir durch Ta'en unsere tiefe Sympathie bekunden. Für sie zu tun. was in unserer Macht steht, ist heilige Pflicht, denn die bestehenden Institutionen können die Fürsorge in ausrncl cudem Maße nicht leisten. ES gilt unsere Chaluzim während ihres Wener AMenihal'.eZ zu ernähren, sür ihre Beherbergung und Bekleidung zu sorgen, Proviant und 'Geldmittel, die vielfach schon autgezchrt sind, lür die Reise zu ergänzen. Das «rfordeu g-oße Geldmittel, j Jüdische Brüder und Schwestern! Wir richten die ernste Mahnung an Euch: Seid Euch dessen lewnßr, daß bei Euch. die Entscheidung liest. ob ' HnNdeite zukiln'tsfroherpalästinabereiter junger Menichen den Weg zu ihrer Erlösung und zur Erlö'ung des Landes der Väter finden sollen oder nicht- Gebet nach Eueren Kränen und gebet rasch! > D a.s Fürsorgekomitce d e s P a l 8 st i n aa M t e s f ü r d u r ch r e i s e n d e C h a l u z i m. s Spenden wollen an das Komitee, ll., Praterstraße 9 oder an die Verwaltung der .Morgen-.citung" gerichtet werden. Zur Einhebung von Spenden sind auch legitimierte Sammler berechtigt. __ Die Stärke der Bolschewiken-Armeen an -er polnischen Front. „Epoca" meldet: Die bolschewikischen Armeen an der polnischen Front zählen insgesamt 167.000 Mann und 38 O Kanonen. An der Kaulchusfront hat Rußland 82.6OO Mann und 419 Kanonen. Am Kaivisee steht eine Armee von 65.000 ' Marm mit 100 Kanonen. Nach anderen Ouellen stehen an der polnischen Front 400.000 bolschewilische Soldaten außer den Kosakenregimentcrn. _ Arrmrrdsens Forschungspläne. .■ Aus Nome in Alaska ist en neues Telegramm von ,A m u n d s e n cingctrossen, das besagt, .daß Amundsen MN!?. d. M. Nome verlassen und seine Forschungsreise. in das P o l a r m e e r wieder ausgenommen hat. Er plant, sein Schiss, die „Maud", nach W ran gcl-Jsland zu steuern und es 'von dort aus mit dem Packeis treiben zu i lassen. j Wrangel-Jsland oder Wrangelland ist eine Insel im nördi licken Eismeer. Sic erstreckt sich von 7l Grad bis 7t Grad 80 Minuten nördlicher Breite, von 187'/, Grad b!S. l82 Grad östlicher Länge und ist wenig erforscht, Stekgende ElnMndeNng. nach 'Amerika. AuiS N etv- V o rk wird gemeldet: Aue liaifc Emwaudetnng aus Europa hat im New-Norker Hasen von Ellis Eilaud eine kritische Situation geschaffen, Der Hinivandeningstommisiär hat sich nach Washington gewendet ,und die Notwendigkeit . .dargelegt, die Verhältnisse im Hasen d.ex zunehmenden Zahl der Einwanderer anzupaffen. Den größten. Teil der Immigranten bilden jüdische F r auen und K l n d e r,. welche aus Polen -« ihren Angehörigen 'nach Amerika kommen. Mit dem Luletzt eingrtroffenen Dampfer La France sind 600 jüdische Immigranten aus Osteuropa angckommen. Straßenbahnverkehr bis 11 Ahr nachts? Einige Blätter brachten gestern die Meldung, daß der Straßenbahnverkrhr bis 11 Uhr nachts verlängert werde. Wie wir erfahren, ist die E n t s ch e i d n n g darüber n ochnicht g e t to Her. Vorderhand wird mit dem Staatsamt sür öffentliche Arbeiten verhandelt. j * Der Astronom Struve gestorben. Aus Berlin wird gemeldet: Direktor der Sternwarte in Babelsberg, Professor an der Universität Berlin und Mitglied der Akademie der Wissenschaften, Gcheiwrgl Hermann Struve ist Dounristag abmds in Herrenalb plötzlich verschieden.; * Poale Zion. Das Präsidium der fünften Weltkonserenz jfcet Poale Zion teilt mit, daß die feierliche Schlußsitzung heute um •4 Uhr nachmittags im Kleinen Konzerihaussaale, Ul., Lothringcristraße 20. abgchaltcn wird. Karten an der Konzerihäuskäffe. ' * Spenden. Für „I üdis ch e s Elend": Nvfenthal K Wnß, Wien. 1(800, Familie Karlin er K 50, Frau Pernitz K 50, R. Laub K 50, Sigmund D'chkajkowlky K 50, Jakob Marz K 30, Josei Heller K 20, Leon Funkt K 20, Samuel Geld £ 20, Otto Teuelbanm K 90. Isidor Blatt K 20, O:to Wölf |K 20, B. Sch. K 20, Ernst Walter K io, Elias Heutstr X 10, Mavld ©obel K 10, S. Kohn X w, X X. K 10, H. L. K 30, btSher K 716. * Stellenvermittlung. Die Vereinigung jüdischer Hörer vn der Hochschule für Welthandel ivormals Exportakadennker), H., Taborstraße 1, empfiehlt tüch'.igeBuchhalter, Korrespondent?», Bureaukrafte usw-(Absolventen der ExPortakademie). * Petevleumvevsorgung in Wien und i» Nieder« Asterreich. Die niederösterreichrsche Landesregierung hat eine Verordnung erlassen, durch welche die Petroleuniversorgung der Bevölkerung in Wien und N'ederösterreich noiü 1. September 1920 an in gleicher Weise nne durch" die' im V or j a h r e erlassenen. Verordnungen L-G.-Bl, Nr. 282 nnd 283 geregelt wurde. Auch Heuer sollen ab 1. September 1920 nach Maßgabe der verfügbaren Petroleummengen weitere Krcüe der Bevölkernng mit Petroleum versorgt werden. Allerdings kann mit Rücksicht auf die Berkehrsvcrhältniffe und d e Schwierigkeiten beim B.emge von Mineralölprodnkten aus dem Auslände kaum (i.ufeme reichlichere Versorgung a l s t «t SS o r j: o. b t e gerechnet werden, nnd es wird daher bis auf weiteres bei der Verteilung und Versorgung von Petroleum werte st g e.h e n ö e Sparsamkeit platzgrersen müssen. Intereffenten für das Hotelunv Gastgewerbe!fn Palästina mit Kapital und - Fachkemiln.fsen wollen sich izwecks Beiprechiwg anmeldeu. Palästna-Aint ^Ha'ibels' und Jndusiriereieral), ll, Zalue-güste 32, u,U.ili vmi io hv stMr vomitlaas. * Freie Ausfuhr von jugoslawischen Kartoffel«. Aus Laibach wird berichtet: Die Ausfuhr von Kartoffeln ist bis zum 31. Dezember gegen einen Zoll von 5 Dinar für 100 Kilogramm sreigegeben worden. * GipS statt Mehl, Sand statt Zucker. Ein etwa 8ljähriger mittelgroßer Mann verkaufte am 17. v. Bk. d'r Paula Weiß. Vlll., Lerchensekderstraße 51 einen Sack mit 25 Kilogramm Gws, der nmvnrit euer .dünnen Mchlsänä't übcrkeckt war. nur K <0 per Kilograinin als Menl.^-7- Eur etwa 87iähllgeiv m'ttelg, oßer Mamr mir rundem Gesicht, dunkelbraunem Haar.' enaluchem Schnurrbart, cnrlockte dem Johann P o tu rica. U.. Kle-'r'?'.id'g!ltogsse 0-wohnhaft, K 7009 bar, indem er ihm im.No'.dbaänljvic statt Zucker Sand lie'erte. * Schwämmeoergistungen.'Auch aestcrn,haben sich drei Vergiftungen durch Schwämme ereignet. Alle Mahnungen srn-lucn nichts. *D:e Leute, denen die Prüfung der Pilze auf ihr- Geuießbarkeit so leicht gemacht wird, vertrauen trotz allerWarnunam aus ihr eigenes Urteil und verzehren Schwämme, die sie für genießbar halten. * Brand im kunsthistorischen Universttätsinstitut' Donnerstag abends entstand im Saale Islam des kunsthistorlschen Univ^rsitärsinstitules, l., Franzensring 22, ein Feuer, das wahrscheinlich g r o ß e n S ch a d e n am d e n B e st ä. n d e n d es I n st i t u t s angenchtet hat. Das knnsthistorische Universirätsinstitut, dessen Leiter der Universitätsvroskssor Hosrat Doktor S t r z p g o w s k i ist. der gegenwärtig in England weilt, befindet sich im vierten Stocke des Hauses zu beiden Seiten der Stiege. In den Abteisungen rechts von, der Stiege haben gestern noch bis zum Abend ' zwei Studenten Gearbeitet. Gegen ^',7 Uhr abends sah einer von ihnen ans dem Nehenabtril links der Stiege Rauch herausdnngen. Die Feuerwehr wurde veiständigt und. fand das Zimmer „l^slam" in Flammen vor. Der Bränd wurde in kurzer Zeit gelöscht. In dem - Zimmer .Islam" waren äußerst w e r,1 v olle o r i e u t a l i s ch e Wecke. Sie sind ' zum Teil stark beschä d-i g-t. rum Teil vernicklet. Der Brand dürfte schon sechs bis acht Stundm im Zimmer gewütet haben, ehe er nach außen durchdrang. * Der Millionenbetrsiger Epstein. Nach einer Mitteilung des Stadtpolizeiamtes M a r i e n b a d ist der 20jährige Jngenieurfiudent Eduard E v st e t n, zu Mobilem in der Ukraine geboren, in, Gesellschaft dreier anderer Verbrecher am 21. v. M. aus dem Arrest des Gerichtes in Marienbad ansgebrochen. Epstem war in Marienbad wegen Diebstahles von Juwelen im Werte von K 400.000 in Hast und soll auch in Wien einen Millionenbetrug begangen haben. Er ist glattrasiert, hat hohe Stirne, schwarzes, gewelltes, nach hinten gekämmtes. Haar, tritt elegant auf und spricht deutsch, russisch, polnisch und französisch. * Gestohlene Einfriedungen. Ganz offen, so als ob sie damit betraut wären, stahlen der I8jahrige beschäftigungslose Ernst F l e i s ch m a nn, der 2ojäbrige Handelsangefiellte Ernst G r 8 ß n e r und der 19jährige Hilfsarbeiter Ignaz Feldmann die gebogenen eisernen Stäbe von den Rasenrabatten des Stadtparl^s. Am II. d. M. wurden sie dabei betreten, als sie große Mengen 'solcher Stäbe forttrugen. Bei Fleisch man «'wurden 10 Kilogramm und bei Gläßner und Feldmann 50 Krlogramm solcher Stäbe gefunden. Sie haben die Diebstähle schon seit längerer Zert verübt. Gläßner und Feldmann wurden dem Landesgcrichte ringeliefen, Fleischmann bei der Staalsanwallschast angezeigt. - - * Diebe im Geschäfte. Der 21 jährige HckndelsangesirVte Karl S e l l n e r, lX.. Aerbtensteinstraße 123 wohnhaft, und der 20jährige Handelsangestellte Friedrich P a w l i s ch, XX., Wolfsaupaffe 3 wohnhaft, entwendeten im Wäschegeschäfte der Frieda S e t f e r, I., Tuchlaüben 9 ». in denk sie bedi'eustet waren, seit fünf Monaten.Wäsche und Wirkwaren .im beiläufigen Werte von ..K 80.000. Beide wurden dem Landrsgerichte eingeliefert. * „Metallum Gold" — (mit dem Regenbogen) die gutbewährte Taschenlamvenbatteriei * Wiedereröffnung der beliebten Koscherresta«-. ration Spritzer in .den prgchtig renovierten Lokalitäten, H., Obere Augartensträße 72, vis-k-via Hotel Bayrischer Hof. Ab 9 Uhr vormittags wird sowohl kalte als auch warme Küche verabreicht. ’* Die Speditionsfirma Leo Wang» H., Ferdinandssiraße 29, übernimmt zu dm billigsten Tarifsätzen Transporte aller Art nach Rumänien per Schiff mit Umladung in Giurgiu und Galatz sowie per Bahn mittels direkter Spezialzüge nach C z e r n o w i h. __ Dereinsirachrichten- Hebräischer Kon v e r s a t i o n 8 k l « b. Ort: Vereinigung jüdischer Handelshochschüler. II., Taborstraße 1. Heute präzise 7 Uhr spricht I. B e n Z w i aus P a l ä st i n a über den gegenwärtigen Moment im proletarischen Zionismus. — V o l k s b i b l i'o t hek Zion, 11., Glockengaffe 30. Heute Vortrag über dir gegenwärtige Rolle des Chaluz in Erez Israel, 11.. Glockengaffe 30. 3 Uhr nachmittags. Referenten: Herr Lipman L e w i n s o h n, Fräulein Ada F i s ch m a n aus Erez Israel.. — Jugendverein Ahawath Zion, 11.. Kleine Zufahrtsstraße 160. Heute 4 Uhr nachmittags wichtige Besprechung zu dem am 22. d. M. im Cas^ Praterfee stattfinornden Gartknskst. 5 Uhr nachmittags Vortrag (bei schönem Wetter im Freien) „Indische Moderne". Treffpunkt im Veremsheim, II., Kleine Zufahrtsstraße 160. — Hörernnd Hörerinnen v e s Pädagogiums versammeln ' sich heute V,10 Uhr vormittags im großen Saal des Pädagogiums. Vortragender: Herr F. K a tz r n e l s o h « „Achdoth-ASoda", „Ucber die jüdische Erziehung in Erez Israel". Erscheinen Pflicht! — Verein Erez Israel, H , Prater tzauptallee 10. Heute 6 Uhr abends wichtige Ausschußsitzung im Veremslokal. Sämtliche Ausschuß- Mitglieder werden aulgesordert, mit Rücksicht auf die zu behandclnd e n Gegenstände pünktlich zu erscheinen. — Akademische Sektion des C l, a l u z i m F n r s o r g e k o m i t e e s. Heute 6 Uhr abends Plenarversammlung, IX., Türkevstraße 9. Die Ernährung. Der Marktbericht. A^ie starken Zufuhren aus den G r ü n w a r e n m ä r k t e n halten unvermindert an und bringen erfreulicherweise ein stetiges, wenn auch nur la n g f a m eS N a ch g e,d en der Preise 'mrt sich. Aus dem N a s ch m a r k t e waren gestern Salatgnrke« von X i auswärts zu haben. Die Preise lür Paradeiser bewegten sich zwischen X 3 und K 6 für das Kilogramm. WirtschaftSäpfel wurden um X 5 bis 10 iar das Ktlöaramm verkauft. Wassennelonrn kosteten K 5. Auch zu diesen Preisen blieben noch große Mengen unverkauft. Aach die, hiesigen Kartoffelzufnbren sind sehr stark, so daß der Markt nicht Mehr aufnahmssäh'g ist und die Kartoffeln' vorübergehend erngelagert, werden mußlenl Markenfreie Kartoffeln tadelloser Äeschaffenhrit waren zu X 8.60 per Kilogramm auf dem Naschmarkt in großen Mengen angebotm. Bon den übrigen auf den Märkte« ' feil gehaltenen Artikeln hat sich nur Mohn «was im Preise ennä';m1\ Das K'kogr.rmm'kvstet jetzt X 80.! D>rS jilnyc-ot‘ in' iv l r:i f.di ist au^rordentüch '.schlich. l Ans bei« Marti ui? r, Hi a r y ' haben sich Käider n-u zista 14. August 192$ . Seite K 5 ermäßigt, so daß zu erwarten ist, daß sich die Fleischpreisi in dieser Woche etwas billiger stellen werden. In der G r o sr m a r k t h a l l e gelangt heute amerikanisches Rauchfleisch, das Kilogramm zu X 80, zur Ausgabe. ' r Auf dem Naschmarkt war?« gestern lebende Karpfen' z« K 100 das Kilogramm;,u baden, waS einen P r e i S r n ckg a n g um X 20 gegen die letzte Farderung bedeutet. Oreue amtliche Zuckerpreife Laut einer in der gestrige« >Wiruer--Zntung" verlautbarten amtsichen Bekanntmachung werde» die Zuckerpreise im Hinblick ant die Ei Höhung der Zuckersteue» , folgendermaßen abgeändert: Bei Weiß zuck er: im Groß«. Handel K 4154 ver 100 Kilogramm, im Klcinverschleiß K 48 per ‘ Klogiamm: Nohznckrr im Großhandel K 3854 per 10V Kilogramm, im Kleinverschleiß X 39.54 per KilograntM. Ausgabe von Kondensmilch. Bom SlaatSamt im Dolkseinährung wird verlautbart: In der Zeit vom 15. bis zum. 28. d. M. erhält jet-es Kmd vom vollenoeten ersten bis zuw vollendeten gweiten Lebensjahre drei Dmen. jedes Kind vom zweiten bis zum vollendeten sechsten Lebensjahre eine Dose KoN' dcnsmstch zugemieien. Zur Ausgabe gelangt diesmal ausschließlich gezuckerte Kondensmilch. Ter Pieis beträgt für Mindest' bemittelte und die n,'t der Zmatzkartc lür Arbeitslose beteilren Arbeitslosen li 10, für die übugen Bezugsberechtigten X 18 per Dose. Lebensmittelabflabe deS American Joint Dlstrl« butlon Committee. An die bei der Abteilung Wien des Amarican Joint Distribution Committe« im Bezüge der foetlausenden Unterstützung stehenden Personr» gelangt in der Zeit vom 16. dis einschließlich 27. d. M. gege» Abtrennung deS Abichmues V des neuen Lebensmittelbeza-SblockS Mehl und Fett m bem früher festgesetzten AuSmaße zur Ausgabe. Die Abgabe erfolgt: An Personen, deren LebenSmittelbezugSblock mit der Bezeichnung Mo 2 versehen ist, Montag dm 16. d. M.. Di 2 DienSlag den 17., Mi 2 Mittwoch den 18.. Do 2 Donnerstag den 19., Fr 2 Freitag den SO.. Mo 1 Montag den 23., Di l Dienstag den 24., Mi 1 Mittwoch den 25., Do 1 Donnerstag den 26., Fr 1 Freitag den 27. Die Ausgabe findet in der Lebensmitlelaktion, III., E st eplatz 3; statt. Die obangeführteir FaffungStage sowie die sür die früheren Faffungen bezeichnete Stunde wollen genauest er«, gehalten werden. _ Bühne und Kunst. Kunstpflege in Soivjetrutzland. Der bekannte russische Maler Igor Grabar, der gegen» wärtig an der Spitze der Verwaltung der Kunstsammlungen « Sowjetrußland steht, hat an den italienischen Kunstschriststeller Ugo Ojettr einen ausführlichen Brief gerichtet, in de« er über die Knustpflege im heutigen Rußland intereffante Einzelheiten mitteilt: Fürs erste hatte eS sich angesichts des ChaoS, das die Revolution und die durch sie bewirkte Zerstörung herdeigesührt hatte, darum gehandelt, den kostbaren Kunstbesitz in Sicherheit zn bringen. Man mußte in den durch Feuer zerstörten Städten die Bilder sammeln, die von Plünderern geraubten Kunstgegensiände wieder herberschaffen und dazwischen dem Volke zu Gemüte führen, welch unschätzbaren Wert jene Werke der Kunst und Zivilisation sür Rußland hätten. Zehntausende von Knnstwerkeu wurden damals aus den entlegensten Winkeln deS Reiches in die großen Städte gebracht und zu einem einzrg dastehenden Kltnstmuseum vereinigt. Nachdem das erst einmal geschehen war, ging mau daran, die Werke an die einzelnen Städte zu verteilen und überall städtische Museen zu schaffen, die einen möglichst umfaffenden Ueberblick über die alte nnd moderne rassische Kunst zu gebe« geeignet waren. Man fertigte weiterhin Kataloge an, verbot die Ausfuhr von Kunstwerken und begünstigte in jeder Weise di« künstlerische Forschertatigkeit. Hand in Hand mit dieser wieder« ansbauenden Arbeit ging die Sorge, um jeden Preis die alt« rüsstsche Architektur und Malerei, die Fresken und Heiligenbilder der Kirchen vor dem Verfall zn schützen. DaS religiöse Bild ist jetzt vor allem ein Kunstwerk gewogen nnd ’ die „Kommission für dir Erhaltung und die Eutdeckunr künstlerischer Bildwerke", die im Mai 1918 inS Lebe« geruf» worden ist, hat nach dieser Richtung so energisch gearbeitet daß allein auS der byzantinischen Kunst von der Milte deS Men bit bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts 'wahre Kleinodien «tt» deckt oder, richtiger gesagt, von der bedeckenden Hülle von 5 bst! 10 Uebermalungen befreit werden konnten. Es handelt sich dabei nach der Versicherung GrabarS um Schätze, die ganz dazu angetab sind, das Studium der Geschichte der Klmst jener Zeitperiode «rj eine ganz neue: Grundlage zu stellen. Aus den Theatern. Im DeutschenBolkStheater gelangt Mon« tag den 16. d. M. Anzengrubers »Der Pfarrer vor K i r ch f e l d" und in den K a m m e r s v i e l e n det Deutschen VolkstheaterS am gleichen Tage Wrdekinds »S ch l » s 'W r t t e t fl t i n" zur Aufführung. Theater an der Wie«. Am Sonntag dev 15, d. M. gastint in der Nachmittagsvorstellung 11 Pfarrer von. Kirchseld* Herr Hanß Kurth vow Josefstädter Theater in der Titelrolle. Im Theater in der I o f e f st ä d t tvird die Komödie „Z a z a" von Pierre Bartou und Charles Sivtz« mit Auuie D i r k e n s in der Titelrolle allabendlrch gegeben. . , An der N e u e n W i e n c r B u h » e übt daS Lustspiel „Die gute alte Sitte" von Davis und D 5 r« mann noch immer starke Zugkraft auS, daß dre Premim von „K^e an" mit Oskar Beregr in der Titelrolle «och aus einige^ Tage hiuauSgeschoben wird. Montag, 7 Uhr, gelangt „12 r t et A c t ft a" mit Oskar Beiegi noch einmal zur Wiederholung. Sonntag nachmittags, 3 Uhr, »Die gute alt« Sitte". In der N e n » i k s a » c e - B ü h « e ßüangt als Er« öffnungsvorstellung am Montag den 16. d. M. der Schwan! b e v d o x t & & x t." mit HauL Lacknrr und Marirtta Weber als Gäste zur Auffnhrnng. Beginn */*7 Uhr. VolkSoper. .,K e i m e n d e F r u ch t", drei Akt« von Franz H o t l a u s. kommt nur mehr heute nnd morgen z»r Auffühnnig. Sonntag finden md Vorstellungen statt. Die erste mp 8 Uhr nachmittags und die zweite (AbfchtedLovrsttllrmg) «n> Ubr abends. > N a ch t s p i e l e K n n st s ch a u, l, Wollze'rle 45. Fm Gmten deS OestTrreichifchen MmemnS b'utr SamsiNc, «nd uwrgen Sonntag .,9 Ubr abends die leiden Äu'äübnii'.^Ln »T u v B o I f » i di^a u i viel b o ai .i i. fv a * ü“ tom Hermann ätfawvan, Sirasmtz m«d Mnraton »ein

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