Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 559 (12.8.1920)
- Date
- 1920-08-12
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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, »r/559r - . uj Wien. 'Donnerstag s WrEMWMW«-^ £Z. August 1380T -.. ..■■-.-».•a; hi ■ i^rr-^JcaBsa&WM'ii n . I ..n. .mi~...»..«wwpnwp Tagesbericht. Der zionistische Parteitag für Oesterreich/ rv! . Das Zionistisch? L-andsskömitee für Oesterreich verfettbet sylgende BerlauLbaxuirg: Im. Sinne des ß 5 des prov. Statuts wird der diesjährige, ordentliche Parteitag des zionistischen Landesverbandes für Oesterreich -auf Sonntag den 31 Oktober und Montag den I'. November l. I. ausgeschrieben. > Die Tagesordnung wird gemäß § 8 des zitierten Shrtuts. so rechtzeitig bekanntgegebeu werden, daß eine ordentliche Vorbereitung innerhalb der Ortsgruppen. Bezirkssektionen und akademischen 'Korporativsten möglich sein wird. Die zionistischen Ortsgruppen, Bezirkssektioneu und akademischen 'Korporationen werden aufgesordert, die J'ü'Dr'e-sch e % t'r.ä g c (Schekel, Parteisteuer und Ortstzstuppenbeitrag) a heftests emzutreibest und unserem zu verrechnen, damit die Wü h l der Delegierten anstandslos.erfolgen kann, j t i Schon bor dem Parteitag, wird mit der Sammelaktion für den Ke r e n - H a j a s s o d — der gegenwärtige dringendsten Palästina-Arbeit — begonnen werden; unter der Voraussetzung, daß bis dahin die detaillierten, von der Jahreskonferenz der zionistischen Exekutive zur Festsetzung überwiesenen Grundsätze vorliegen, wird diese Arbeit in dev e r st e n S e p t e tu berwoche ein setzen. Besteu e r un gs ko mmissio nen werden die Ab- Nahe iedes einzelnen Gesinnungsgenossen festsetzen. > .Neben'dieser Aktion, über deren Bedeutung und. Schwierigkeit hier nicht mehr gesagt werden muß, wird auch der Wa hlkant'pf um unser Mandat in der N«;ti-vna lv er sa mm lu.n g geführt werden müssen. |2Bit werden unseren Aufgaben nur dann gerecht werden -können, wenn. jeder Gesinnungsgenosse sein Aeußerstes /tut. Die Parteileitung zweifelt nicht, daß die österreichijfchen Monisten ihre Pflicht erfüllen werden. ■ 'V- ~ — Ende des Telephonftreiks. . < Die Wiener Bevölkerung darf wieder Atem schöpfen, die gestern wieder aufgenommenen. Verhandlungen zwischen Vertretern der Regierung und den streikenden haben? zu einer Einigung geführt. \' Die Regierungsvertrete'r haben die Auszahlung seines Beitrages von 9.00 Kronen noch im Monat August als Entschädigung für. die. den Angestellten gebührenden, jedoch seit mehreren Jahren infolge der Kriegsereignisse Iricht zur Ausgabe gelangten Naturalien (Schuhe, Kleider, Staubmäntel) bewilligt. Von diesem Betrage werden 'im Sinne der getroffenen Vereinbarungen die jetwa gn einzelne Bedienstete schon ausgezahlten Reluten Zn Abrechnung gebracht; j 'Dagegen erklärten sich die Streikenden damit ein-. ^erstMdest>-' Mß / 1>te Beschlutzfässüng / über den söge- MÜsttön Provrsionsfönds. und die Erweiterung des Juli- ^ldäncements dem Käbinettsrat überlassen bleibe, nachdem die Regierun^svertreter ihnen die wohlwollendste Behandlung dieser Fragen zugesichert Hütten. > Der Betrieb wurde auch gestern abends um 6 Uhr wieder ausgenommen. Der Kabinettsrat tritt Freitag Nachmittags um 2 Uhr wieder zusammen. Hofrat Professor Dr. Politzer. Dienstag ist, wie bereits gemeldet, der berühmte hrenarzt Hofrstt Professor Dr. Wam Politzer im tzü. Lebensjahr. einem Schlaganfall erlegen. Adam kßvlitz^x.war. .im Jahre. 1835. geboren, absolvierte seine Medizinischen Studien .an der' Wiener Universität und!wurde im Jahre. 1859 zum Doktor promoviert. Nachdemer'sichiDl als Pstivatdozent habilitiert hatte, veröffentlichte -er .1863 eiste grundlegende - Behandlung We^Lufieintreibüng m die. Ohrtrompete (,>Politzerfches Werftrhren^)/ 18/0 wurde 'er.' außerordentlicher, 1873 vrddntUchev ProftHr./und Vorstand' devUniversitäts- OhMtKirüf im ÄllgeMein^>i Kränkesthause. Als Lehrer wie als Forscher zählte er zu den Größen''der. Wiener Schule, pnd seine faHyissenschaftlichen Werke fanden weite Verbreitung. ' ' /! '. 'Politzer /ist der eigentliche Schöpfer der modernen Ohrenheilkunde geworden und das.meiste, was heute auf dem "Gebiete" der Ohrenheilkunde Gemeingut der ärztlichen Praxis ist, ist von Politzer entweder selbst erprobt und eingeführt oder.von seinen Schülern geschaffen worden. Berühmt ist die SamluNg mikroskopischer Präparate «geworden, welche Politzer anlegte und die mit ihren Tausenden von mikroskopischen Schnitten znm wertvollsten^ wissenschaftlichen Besitz der Wiener Universität Igehört. Viele der hervorragendsten Ohrenspezialisten der Gegenwart sind seine Schüler und vor dem Kriege kamen Hunderte von amerikanischen Aerzten nach Wien, um von Politzer zu lernest." j - Hof.tat Politzer>'hat Verschredenen jüdischen.Vereinen ieMffeyört.! Sdit -Iahrettrfiand -str'' an der Spitze des' Kurätoripms des-' „Iüd i f ch en Mu seums", wie er überhaupt^ein lebhaftes Interesse und viel Verständnis für.bildende Kunst besaß. i > Von der'Universitätsbibliothek wird mitgeteilt, daß der'Verstorbene seine wertvolle und einzigartige otolojgische Bibliothek testamentarisch,der Wiener Universi-- itätsbibliothek vermacht hat. Sie wird im Laufe der Zeit der Universitätsbibliothek zugeführt werdest; die dadurch eine überaus wichtige und wertvolle Bereicherung erfahren wird. Beschäftigungslose »Helden". Ein Freund unseres Blattes schreibt unS: Auf meiner Geschäftsreise war ich gezwungen, in Leibnitz (Steiermark) zu übernachten. Ich stieg im Hotel R e s ch ab und begab mich auf mein Zimmer. Es mochte um Mitternacht gewesen sein, als eine Gesellschaft von /abgerüsteten Offizieren, lauter Leibnitzer Helden, in trunkenem Zustand lärmend in das «Hotel eintraten, sich Kaffee kochen ließen und zum Rauchen verlangten. Die Kellnerinnen schliefen bereits und zu meinem Pech hatten sie ihr Schlafzimmer neben dem meinen. Die Offiziere eilten lärmend in den ersten StoA polterten ungestüm an der Türe, und als sie von innen zur Ruhe gewieft« wurden, mit dem Hinweis, daß nebenan ein Herr schlafe, schrie einer der Besoffenen: „Gewiß ein Jubel Rest, ist es ein Jude?" „Ja, Herr Oberleutnant." „Was, wegen einem Saujuden sollen wir ruhig sein? Hauen 'wir dem Juden den Schädel ein. Was hat so ein Saujud' im deutschen Leibnitz Zu tun?" Und jetzt fingen sie an meiner Türe zu dreschen an, um sie aufzübrechen. „Major, schau, drinn ist der Saujud, dm müssen wir heut' noch totschlagen. Komm' heraus, Saujud, ober wir schlagen die Tür« ein. Feigling, traust dich nicht? Es nützt nichts, du mußt hin werden." Der Lärm und die Belagerung dauerten bis 6 'Uhr früh, ohne daß sich jemand vom Hotel eingemengt hätte. Endlich gegen 7, Uhr früh 1 ngte der tapfere Major — wie ich erfuhr, heißt er-Wimmer: „Lassen wir den Saujuden jetzt schlafen. In vierzehn Tagen ist die Rote Regierung sowieso gestürzt und dann schlagen wir alle Juden eh tot!" und polternd traten die Leibnitzer Helden den Rückzug an. Oberrabbiner Dr. Chajes über die Lage der Juden in Ungarn. Karlsbad, 10. August. (Iewish Corr. Bur.) In seinen vor der We lkh ilfs kon feren z in Karlsbad erstatteten Referat über die Lage der Juden in Ungarn schilderte Oberrabbiner D'r. Ch ajes in ergreifenden Worten die schrecklichen Leidens des ungarischen Judentums unter dem^ Regime des Weißen Terrors. In Ungarn — führte Dr. Chajcs aus — habe der Weiße Terror noch nicht aufgehört und er fordert täglich neue Opfer an jüdischen Leben. Redner schildert die Mord Überfälle auf die Juden in den Straßen, Kaffeehäusern. und Privatwohnungen und appelliert an die Delegierten aller Länder, die bei der Konferenz vertreten sind, sie mögen nach ihrer Heimkehr die jüdische und nichtjüdische Oeffentlichkeit über die verzweifelte Lage der ungarischen Juden ausklärcn. Es lei notwendig, einen Sturm in der ganzen Kulturwelt zu entfesseln, vielleicht werde dann die Menschheit dem Rufe ihres Gewissens folgen und gegen das unbarmherzige Morden wehrloser und unschuldiger Einwohner einschreiien. Das Joint Committee in Warschau. " In Len letzten Tagen haben)'wie der „Mörnefit" meldet, die meisten Mitglieder des American Joint Committee Warschau .verlassen. Am 6. Juli wurde den Beamten, Angestellten und Arbeitern aller Abteilungen eine Abfertigung iür 31/* Monate ausbemhlt. Doch wird die Tätigkeit des Joint nicht unterbrochen. Die Leitung des Jomt hat ein neunglicdrigeö Zentralkomitee für ganz Polen, mit Vollmacht von der Joint-Leitung in Polen, über-, nommen, dem N. Pciluzki, N. Rundstein, M. Grodzenski. Doktor Klumcl, Ing. Heller, Ing. Leon Feigenbaum, Rabbiner Kohane, E. Kirschbaum und Abgeordneter Farbstein angehören. Für die Provinz wurde eine eigene Sektion, bestehend aus den Herren N. Priluzki, Dr. Klumel und Abgeordneten Farbstein, gebildet. Die Sekretäre und das Personal desJoint haben sich dem neuen Komitee zur Verfügung gestellt, s ... --:- Dalutenschmuggeieien irr der Höhe von 50 Millionen. Wir erhalten die folgende Zuschrift: In meiner Eigenschaft als Vertreter des Herrn Arnold Spatz bitte ich um Aufnahme nachstehender Bcrichüguiig: In der Nummer Ihres Blattes vom 7. d. M. ist unter der Ukberschrrft „Valutenschmuggeleien in der Hohe von HO Millionen" die Bemerkung enthalten, daß Herr Arnold Spatz als Auftraggeber der in diesem Artikel näher benannten Personen fungiert hat. Wie ich bei den zuständigen Behörden erhoben habe, hat Herr Arnold Spatz niemals als Auftraggeber fungiert und kommt daher als M i t f ch uldig-er n r ch t i n F r a g e. Dr. Emil Stroh. (Der Bericht unseres Blattes war der Polizeikorrefpondenz entnommen, welche sich allerdings f» letzter Zeit eine Sorglosigkeit der Berichterstattung zu eigen macht, die man nahezu, als — pvlizetwidrig bezeichnen muß. Die Red.) * Unser neuer Roman. Wir beginimr morgen mit dein Abdruck des Romuns „Murienbad" von; Scho kam Alejchem in der Uebertragung von Siegfried Schmitz. Schalem Alejschem dessen fein jüdischer, stets, selbst in den komischesten Situationen und Verwicklungen ein - kleines Wehmutlächeln bewahrender Humor unseren Lesern, aus seinem 'trefflichen „Menachem Mendel" und . einer Anzahl von Erzählungen und Skizzen, die wir in unserem Matte veröffentlicht'haben, bekannt-ist, hat das Werk, welches wir. jetzt bringen, ausdrücklich als „Kein Roman" bezeichnet, sondern als „überaus verwickelte Geschichte". Das ist sie auch, da der Dichter schildert, welche unzähzählige Vertvicklungen daraus entstehen, daß das zu Wohlstand gekommene Mittelbürgertum in Warschau von der in seinem weiblichen Teile grassierenden Weltbadnwdekrankheit befallen wurde. Es geht Schalem Aleichem darum, die Auswüch'e der zu halb'r Asnl milation <>"* iinjfi;imn-Mfu.Mu (unm'im'nivit Kreise der jüdischen Nevölkeruwg von Warschau zu geißeln. l' . . : Seiner treffsicheren und doch milden Satire ist dies vortrefflich gelungen. Die Geschichte, der es an den waghalsigsten Komplikationen nicht fehlt, hat noch heute, länge nach ihrem Entstehen, Aktualität nicht, nu» durch ihren stets gültig bleibenden Humor, sondern auch durch den ernsten Kern, der in ihr steckt und" sich nicht bloß auf Warschau, sondern auch auf näher liegende Orte und Juden bezieht. * Begräbttisse am heutige« Tage. A l t e r Fried» h o f : l0 llhr Weiß Max, 11 Uhr Bloch Hermine. — Neuer Friedhof: 9 Uhr 30 Minuten Weiß Max, 10 Uhr Spitzkopf Mar, 10 Uhr 30 Minuten Hoor Artur, 11 Uhr Katschrr Kurt, 11 Uhr 3V Minuten Weiß Helene. * Psalerzionistisch: Wrltkonstrcttz. Das.Dcrbandsbureau Poale-Zion teilt mit, daß heute Donnerstag um 3 Uhr nachmittags im Festsaal des Hotel Bayrischer Hof, 2. Bezirk, Obere Augartenstraße 5, eine öffentliche Sitzung der Poale- Zion-Weltkonferenz stiritfindet. Aus der Tagesordnung stehe«: folgende Punkte: 1. Der Aufbau Palästinas (Referenten: S. Ruba'kow und Ben-Zwr, Mitglieder der Palästina- Kommission des Poale-Zion-Berbandes). 2. Achdnth-Haawodäh (Referent: I. Tabenkin). * Jüdiseber Jagerrdtag iu Jugoslawie». Am 9. trab 1». d. M. fand in Osijek ein Jugendtag der gesamten jüdischen Iugmd Jugoslawiens statt. Im Anschluß an, die Konferrnz wurden verschiedene Festlichkeiten (Akademie, öffemticheZ Schauturnen, Fußballwettipjkle und leichtathletische Kampfe der jüdischen Sporlüerrine Jugoslawiens, veranstaltet. * Eine Amerikanische Universität in Kairo. Bon der presbyterianischen Kirchenbehörde Amerikas wird die Gründting einer Universität in Kairo geplant, zu deren Bau ^errrt^ em schöner Häuierkomplex ermorden wurde. Der Universtlätsvlaü «msaßt die schönen Künste, orientalische Sprache», Schullehr* . fächer. Handel und Landwirtschaft. Die Eröffnung ist für anfangs Oktober vorgesehen. * Liebesgaben für Penfionisten. Der Berel» her Staatsbeamten und Staatslehrpersonen d. R., l-, Seilergaffe 14. teilt mit: Jene Mitglieder, tot fick bereits im Besitze der BezugSblatler befinden, werden ersucht, sich heute. DonnrrStag. zwischen 3 und 4 Uhr nachmittags rm DereinSlokale emznsinde» und sich mit Geldmitteln (K 5 brS 12) zu versehen. * Jüdisches Elend. Eine Witwe nach einem armen jüdischen Dienstmann befindet fich in größter Not. Sie ist mit dr« Kindern, von denen dar eine krank rst, in völligem Elend zurückgeblieben und ist nicht einmal imstande, die nötigsten Ansgaben für dos nacklt Leben zu bestreiten. Gute jüdische Herren feien auf den Fall anfmrrk'am gemacht und mit Hilfe gebeten- Unsere Administraiion ist bereit, allfällige Spenden entgcgrnzunehmen und ihrer Bestinnnung zuznführen. * Zionistische Akademie in f^ranzensbad. Am 29. Juli fand in Franzrnsbad eine zionistische Akademie statt, deren Reingewinn dein Jüdischen Nationalfonds zugefallen ist» * Erhöhung der Personen- und Frachtentarife bt Jugoslawien. Aus Belgrad wird gemeldet : Im KabmrttS» rat wurde mit Rücksicht auf die ungeheuer gestiegenen Personal- und Betriebskosten beschlossen, die E>senbahutarife vom20. d.M. an gewaltig zu erhöhrn. Die Frachtentarüe werden um 300*/», die Personentarise um 200°/» erhöht werden. * Einürcch r und Hehler. In der Zelt vom 20. 8lS ' 30. v. M. wurde die Wohnung des Inspektors der Oesterreichisch - ungarischen Bank Gustav G erlich, 3. Bezirk, Hiutzerstraft/ 5, der fick derzeit in Baden aufhält, erbrochen. Gestohlen wurden WerNachen um 200.000 Kronen. Nun wurden am 10. t>. M. als Täter die Schlossergehilfent Joses Plihal und Rudölf Török verhaftet. Es wurde festgestellt, daß die beiden die Beute zu dem Schlossermeister Karl Z ah o r a, 3. Bezirk, Kegelgasse 23, gebracht hatten. Dort haben die beiden Tapezierermeister Wolfgang Sie in dl, 3. Bezirk, Neulinggasse 21 wohnhaft, und Robert Kintrus, 3. Bezirk,^Ungargafse 34 wohnhaft, die Beute zum Der- ■ lauf überno mmen. Fast das ganze gestohlene Gut wurde in der Werkftätte des Wolfgang Steindl und bei Karl Zahora zustande gebracht. Pliha'l, Török und Zahora wurde» dem Landesgericht eingeliefert. Steindl und Kintrus wurden der Staatsanwaltschaft augezeigt, aber auf freiem Fuß belassen. : : ' , ' Auskünfte über Bcrcs wka. Die Freie Bereinigung der Mütter und Frauen Kriegsgefangener in Rußland, Sibirien und Turkestan, 6. Bezirk, Getreidemarkt 9, 3. Trakt, 3. Hof, Erdgeschoß 3, gibt bekannt, daß Herr Karl Gold«er ans dem Mannschaftslager Beresoivka heimgekehrt ist und Freitcm den 13. fi. M. von 10 bis 1 Uhr den Angehörigen Auskunft erteilt. * Gebäck aus Edeimehl verboten! Am 9. d. M'. wurden vom Kriegswuchsrmnt die Revisionen wegen Erzeugung Und Verkauf von Gebäck auS Edelmchl fortgesetzt und im 2. Bezirk ungefähr 200 .Betriebe revidiert. In 52 Betriebe» ■ wurde der Verkauf, beziehungsweise die Erzeugung von Weiß- . gebäck festgestellt, die vorhandenen Warenvorrat beschlagnahmt und Spitälern zugewiejen. Die Verantwortlichen wurden der strengsten Bestrafung zugeführt. Die Streifungen werdet» - fortgesetzt. * Lcuchtgasverglftuug. Der '47jährige Kellner Moses M a r g u l i e 8 wurde gestern ftüh in der Wohnung, 8. Bezirks Glockengasse 14, bewußttos aufgefunden. Das Zimmer ivar mit Leuchtgas erfüllt. Der Mann hat aus Versehen den Haff« * des Gaskochers offen gelassen. Die Reitungsgesellschast brachte ihn in das Spital der Barmherzigen Brüder. >. * Steckbrief. Das - Wiener Handelsgericht hat gegerr de» 25jährigen zuletzt hier etablierten Karl Pa uer, angeblich Papierhändler, einen Steckbrief wegen Verdachtes des Be- . truges erlassen. Er wird beschuldigt, verschiedenen Personen unter der Angabe, er könne ihnen Papier liefern, WrzahluugeF' von vielen hunderttausend Kronen entlockt und mit Papier Kettenhandel getrieben zu haben. * „Metatlrrm Golv" — -mit dem Regenbogen) die gutbewährte Taschenlauwenbatterie. * Wiedereröff»uns der beliebte» K»fche»reft«mratio» Spritze« in den prächtig renovierte» Lokalitäten, tt.. Obere Augartrnsiraße 72. vis-r-vis Hotel Bayrischer Hof. Ab 9 Uhr volmittags wird sowohl kalte als auch warme Küche verabreicht. _ BereiuSnachrichten. ^Unpolitische jüdische Tischgejellschas. Alserstraße. Der dieswöchevtliche gesellige Abend dk> Unpolitischen Mischen Tischgesellschaft Alserstrnße und UmgrdM» findet dttsen Donnerstag präzise 8 Ubr abradS im Deisten, Saale dcö R i c d!> v s, VIII., Schlössilgasie, statu Gaste iv.l1tomnicnl