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Wiener Morgenzeitung · 1920-08-11 · Heft 558 (11.8.1920) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 558 (11.8.1920)
Date
1920-08-11
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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. Ür. 558 Wien» Mittwoch in... —iwuritrnrftii-.Tn.' ' ..1^.11». ■ -—---- . Fi' DV von Grafen D-avowski auf das Grab des Rylllli niedergelegte, in Polnischer Sprache abgefaßt-L ü'Qurttvl", da? Markus sich verschafft hatte, laubet in deutscher Ueöc"se!'.:ing wie folgt: „Betet, Ihr Seelen her ' Propheten 'Aoraham, Isaak und Jakob für dliei Seele de? re 'ewig.e i M'e.rle'VT-irem, und Du, Mendel, cheM Du bereits, im An 7/.'ich te Gottes bist, bete für diese verfinsterten Völler Israels und Polen, leie für prichImeine Kinder und Enkel. MiecAhslaw Darowski, Sohn der Viktoria." (Also vollkommen nach chassioischer Sitte, auf den Qüttteln der Namen sder Mutter zu ermähnen.) ' ' - -!. s'.Rabbi Mendel Torem man einer der berühmtesten khaLissi-ischen Na-bbrn?. 'tz-u Neustadt au der Äerchftl in '174'5gc&oren, hat er al> Talmudiilnger in Daniel. JasfeZ Beth->Ham'dra'ch/ in Berlin^sti:5i?rt. Dann ging ter nach -- Leziiisk -zu- Nabbi' Elemelech, hei .he,u er bis zu» 'dessen '.Hinscheiden -verblieb'. D anst ' reiste er nach Rußland', um den Enkel des Baals'chem kennen zu lernen. .Er 'starb in Rym^irow am Ist.. Kar.' 1819. Wegen seirier strengenFräymiigl-e:t galt er .seinen Zeitgenossen lktlSÄe'.-OsueLle.'-itr. Got!e?furch,t- und da er den Schwerpunkt des religiöse:!- Lebens in, dass Beten verlegte, Mürbe er der Ämud Hatefiilah, die Säule des Gebetes, -genannt. Sein Einfluß auf die Gemüter war groß'. In trelchem Ansehen er bei Zeitgenossen auch in nicht- Wischen Kreisen stand, belveist diese Geschichte. („Hamburger Isr. Familieublatt".) Dom Gewerbeförderungsamte des Jüdischen i' Nationalrates veranstaltete Kurse r Mechanische nhb ch emische Technologie he? K u n st g e w e r fr c §. Ein am - 7. September De» tzinyender Kurs wird sich mit der Vermittlung der Kenntnisse -über die Eigenschaften und Herstellung der hauptsächlichsten im Kunstgewerbe verwendeten Materialien, wie Metalle, Was- Porzellan, Elfenbein, Papier, Gespinste, Farben usw. beschäftigen. Im Anschluß daran wird die Art der Verarbeitung dieser Materialien in den:"wichtigsten Zweigen des Zkunstgewerbes besprochen werden. -Mechanische Tech nolo gie. Am 7. September beginnt ein Kurs, der sich mit der Technologie der Metalle, dem: Werkzeugmaschinenbau und dem Wau von Dampf- und Wasserkraftmaschinen beschäftigen wird. Dieser Kurs vermittelt demnach die nötigen technischen Kenntnisse für Bctrlebsorgane von Maschinenfabriken und Kraftzerrtralerr. s Architektur-und BaupolierkurS. Am 6. September' beginnt ein Kurs, der die grundlegenden Kenntnisse lauf dem Gebiete des Bäües von Fabriken und Wohnhänsern vermitteln wird. Die Borträge werben sich mit der Technik der Bäuelemente, der -Ausführung von Bauplänen und der künstlerischen Ausgestaltung vöü" Fassaden beschästigen. Besonderes Gewicht wird auf die Ausbildung von Hilfsorganen für die Ueberwachung von Bauaufsührungeu gelegt werben. Elektrotechnischer Kür r s. Im Hinblick auf den zu gewärti'genden Bedarf an Elektrotechnikern beim Wiederaufbau Palästinas beginnt am 2. September ein neuer, theoretischer Kurs über Elektrotechnik, der folgende Kapitel eingehend behandeln wird: Grundgesetze der Gleich- und Wechselstrom-- itechnik, Akkumulatoren,- Dynamo- und Motorenkunde, Jnstalsatronswesen, elektrische Beleuchtung und elektrische Bahnen. :! Mo toren-,Automobil- und Ch a u f ferrr kn rs. Um 6.' September beginnt ein Kurs, der sich mit dem Bau und Betrieb von Verbrennungskraftmaschinen und im Anschluß ddran mit dem Automobilbau und der Automobillenküng beschäftigen wird. Bei dem Mangel eines dichten Eisenbahnnetzes.Und großer elektrischer Zentralen in Palästina wirddas Automobrlwesen und der Bau und .Betrieb von Klein'zentralen mit' VerbrennnngskraftNiaschinen in Palästina : erhöhte Bedeutung gewinnen. ' "Eisen bahnerku rs. Wegen der großen Zahl der für Palästina notwendigen' Kräfte für das Eisenbahnwesen hat lläS GewerbcförderUUgsamt des Jüdischen Nationalrates leinen'^isenbähnerknrS eröffnet, der sich sowohl mit der Technik, wird' so "lauge dardanellt, bis vom Kanonenlärm die Luft erzittert und Menschenblut in' Ströiiicir sich ins Meer ergießt. .D'ä Habd' ihrnun eure ' Dardanellen! ,' Nun käme ich und sagte: ,Gemach, Brüder, ich stehe!zu Diensten. Ilm was ist cs euch eigentlich in dein ganzen Wirrwarr zu tun'? Meint ihr denn wirklich die Hagada? Oder vielmehr die Knödel?*) Lieber gewähre ich euch eine Anleihe, einige Milliarden; wenn euch Gott hilft, werdet .ihr mir bezahlen,! ' Nun, versteht ihr's? Ich habe ein gutes Geschäft gemacht und. die Hkenscheir .höten auf, einander wie -Vieh für nichts und wieder-nichts abziischlachten. Und dann — wozu noch Waffen und:Keexei. und den-., ganze.nLärm 2 Und.wenn der Krieg ..aufhörl, . ist es aus . mitdem Neid, uni» dem. Hasse. .WaD..Türke, Engländer, Franzose, Zigeuner oder JUde! — .Die ganze Welt, sieht dann anders .aus, wie cs im Propheten heißt:. ,An jenem Ta«: wenn der Messias kommt . . J j .- Upd .vielleicht, ha! .. -. -i Wenn ich Rothschild wäre, ^möglich,, haß.".ich -das Geld: überhaupt, abschaffte! Weg mir dem Gelbe! Was ist denn eigentlich Geld? . . Geld, ist ja j .bloß. ..eine konventionelle Einrichtung, ein-..fingiertes-Ding, seine .'Leidenschaft, die .größte, -von der alle - besessen sind ...! Wenn. es..aber.kein Gelb gäbe, .so-gäbe es auch keine Zeidsnschüft-mehr ... Begreift ihr es nun oder nicht?.-Nun? iFragt'S sich nur: Wo nähme man dann ,auf Schabbes?' l (Reb Eli-Meier verlieft sich in Gddanken, reibt die, Stirn 'ünd untersucht alle Taschen.) , ’.; Ja, wo nehme ich denn jetzt ,anf Schavbes??c . *) Mies Dprichuiort, wenn.ei::cr etwas anderes.'ineint -Mw clivas anderes sagt. Mitteilungen aus dem Publikum. 6lüelc clen Verlobten wünschen vom Herren Meier Schmidt 32« Leib Katz ÄILLAITTEIT, Perlen, Gold, Sill)er. Platin und Uhren kauftzu Höchstpreisen' r"'"" 14 1 Baffaii BotantnrmBtras«« 23 | Gcleecnfieiisl-äafd "eue* * 7 Kaiiahüferstr. 98 775.', uciegcnrt81tst‘aa;oinsbesondere mit dem Lokomotivbau, als auch mit den Verwaltungsausgaben deS Eisenbahnwesens .befaßt. . AnM'eldungen werden im Guv.crbcförderungsamtdes Jüdischen Nationalrates, 2. Bezirk, Taborstraße- 20a, täglich (mit Ausnahme von Samstag) von 8 bis 12 und von 3 bis 6 Uhr cntgegcngenommen. * Hvfrat Professor.De, Adam Politzer gestorben. Gestern vormittags wurde der. bekannte Ohrenarzt Professor Dr. Adam Politzer von seiner Ga-lin m bcr Wohnung. I . Gonzagagasse 19, leblos im Bette ansgrfnndcn. Frau Hofrat - Politzer dachte erst an . ein schweres Unwohli'cm. ' Der herbeigerufene Jnspck'tlonsarU dev Nettungsgesellsebait konnte aber nur mehr den durch Schlaganfall erfolgten Eintritt des Todes feststcllen. , . , * Begräbnisie am heutigen Tage. N e u e r F r i e db o f: 9 Uhr Ehrenfeld Hermine, 9 Uhr 15 Minuten Reiß Else, 9 Uhr ZO 'M.muten Kanitz Moritz, 10 Uhr Mogan Berta, 10 Uhr 15 Minuleu Kolm Frieda, 10 Uhr 30 Minuten Schreiber Auguste, 11 Uhr Ritter Berta, 11 Uhr ZO Minmen Triger Chaim. * Spende. Für den Salzburger Fraucu-Vcrein R. G. U 20. : * Verband der jüdischen Invaliden und Heimkehrer, Wirn.'U-, Obere Donaustraße S5/4. Jüdische kriegsbeschädigte S ck u h mach e r g e h i l f e n stnden auskömmliche dauernde Beschäsiigung in der Berbandswerkstätte, XX., Heinzelmauugasse 15. * Ehaluzim in Wien. Auf nnseren Anlruf, die Fürsorge- . tängkcit für rmscre durchreisenden Ehaluzim zu umerstützen, hat stck bereits eine Anzahl iüdtscher Studenten und Studentiunru zur Verfügung gestellt. I m m e r a b t v ist die Zahl u n s e r e r H e l s e r u o ch z u g e r i n g s ii r die vielfältige Arbeit, die und ed rügt g,elerstet w e r d e n m » ß. Wst hoffen mü voller Zuversicht, daß der bloße Hinwcls, daß für unsere Ehaluzim noch nicht alle notwendige Arbeit getan ist, genügenwird, un§ neue Mitarbeiter znzuiühren, und w r. richten an die Kollegen und Kolleginnen, die brsher ferugeblieben sind, den neuerlichen Appell, sich zu der M i t t w o ch d e n 11. d. M. um 6 Uhr nachmittags im Lokale der L e s e h a l l e jüdischer H o ch s ch ü l e r, IX., T L r k e n st r a ß e 9. stattfindenden Besprechun g, die der Arbeitseinteilung gilt, einzufinden. * Wieder sieben Schwämmevergiftungen. Das Publikum bleibt gegenüber den emstcn Warnungen, taub und läßt selbstgrpflückte Schwämme noch immer nickt der fachmännrschen Untcrsuchung unterziehen. Die Folgen find taglich neue Schwämmevergiflungcn, dre zum, Tode führen können. Gestern find sieben Personen nach Genuß sclbstgepflückter Schwämme erkrankt. * Jüdische Iugendkonferenz. Ueber Anregung der . Jugendgruppe der zionistischen Bezirksseklion Innere Stadt findet heute, 7 Ubr abends, im Cafö Ciiy, l., Börsegafse 10. eme Konferenz sämtlicher zionistischen und jüdischnationalen Jugend- Vereine statt. Die Benreter aller Gruppen werden ersucht, zuverlässig und pünktlich zu erscheinen. * Bom Amerikanisch-Jüdischen Hilfskomitee. Auf c;itcr der letzten Sitzungen des Joint Distribution Committee wurde Dr. Bogen zum Generaldirektor der ganzen Hilfsarbeit und W i e d e r a u s b a u i L t i g k e i t d er am erikanischenJudenh eit bestimmt. Zum Hilfsdircktor in der Ukraine wurde Dr. Frank N o s e « b l a t t ernannt. Auf Grund des Berichtes von Dr: Bogen beschloß der Joint V» Million Dollar für-die notleidende jüdische Bevölkerung in Polen, 200.000 Dollar für , den M e d i c a l - U n i t i n P a l 8 st i n a und 105.000 Dollar für H i l f s a r b e 11 in Palästina zu nsfigniercu. * Heimkehverbeweyung. Gestern abends trafen au? Pafsan 179 österreichische Heimkehrer und 321 Fremdnütionale aus Rußland in Hülteldors-Hacking ein. * Rückkehr jüdischer Kinder ans Mainz. Die vor sechs Wochen nach Mainz zur Erholung entsandten 80 Kinder treffen D o n n e r 8 t a g den 12. d. M. mit beut beschleunigten Personenzug um 6 Uhr 40 Min. morgens am Vestbahnhofe ein. Die Eltern der Kmder werden aufgefordett, auf Grund der ihnen zugrfandtrn BerständigungSkarten ihre Kinder am Bahnhofe zu übernehmen. * Unglückliche Liebe. Die SOjäbrige Magd Anna H. wrang gestern vormittags wegen unglücklichrr Liebe im Hanse Fröbrlgaffe 41 aus einem Fenster deS zweitrn Stockes in den Hof und verletzte sich schwer. * Schietzende Einbrecher. Ais der Bezirksin'peklor der Slcherheitswache Johann B r o s i k gestern nachmittags während seines Dienstgangrs durch die ColumbuSgassr ging, hörte er plötzlich von der Eilgrngasse her die Rufe : Einbrecher! Ein- ' brecher! Der Inspektor eilte zu der Stelle und als er sich dem Hanse 3L der Eugenpasse genähert, krachte plötzlich 'ein Sch n ß. der aus einem Keller senster dreseS Hauses gegen ihn abgegeben worden war. Brosik war.unvcrletzt geblieben und gab einen Schuß gegen das Kcllerienster ab. Daraushm zogen sic!, die Einbrecher zurück. Auf die Schußdelouationcu waren - mehrere Sicherheits- Wachmänner zur Stelle' geeilt. Unter großem Aussehen wurde das Haus umstellt--'-und-'im Keller wurden :wei -Miinner fest- - penommen. Ter eine, der geschossen hat. ist der Zöfalinge Schmicdpehilfe^Franz M a r z i a l, der - andere der Tischlerpchilse Karl S o y k a. Die beiden Einbrechers winden dem Landeögrricht rmgelieferr. * Selbstmord. Die 50jährige KausmannSgattin Berta M o p,a n hat ane 9. d. M. nachmittags in rhrer Wohnung durch Einatmen von Leuchtgas ihrem Leben rin Ende bereitet. Die Ursache der Tat ist unbekannt. * Wohnungsanforderung und sonstige Wohnnngsfürforge. Demnüchst erscheint rn der GesetzesäuSgabe der Rranzschen Verlags- und Universitätsbuchhandlung in Wien unter dem T'tel ..WoimnugLanioidiruna und sonstige Wohnilnas-!ülsorge" c nc Ziüanmrrnsttllni'a sämtlicher aus obige:, G:aen- . stand bezughahendin Gc-etze, Bcivtdnungen, Eilässc, itund- -U.^Ausuft im 5 machungen usw. samt den hiezu erflossenen amtlichen Erläuterungen und den Entscheidungen des VerwaltungSgerichtShofes. * MSdÄenhLndler an der Arbeit. Der Umstand, daß dre gegenwärtige Notlage zahlreiche Mädchen und Frauen veranlaßt, ihren Erwerb im Auslände, insbes»nd?re auch über See zu suchc», wird von den Mädchenhändlern, welche während des Kriegrs infolge der strengen Grenzsperre ibr Handwerk nicht ausMibrn vermochten, dazu arrSgenützt, unerfahrene Mädchen und Frauen ins Ausland z i, v c r s ch l e v p e n. Be! Annahme von Posten im ZluSlande ist daher größte Vorsicht uoiwmdig. Die AuSwanderrmgszcmrglm und das Sittenamt der Polizeidirektion. IX., Ellsal'tthpromenade 7. sowie die AuSkuuitstelle für Auswanderer. IX.. Berggaffe 16, Jittb gerne bereit, m bedenklichen Fällen Auskunft zu erteilen. * Sechzehn Dutzend Hüte gestohlen. Bei der Frrma V.C. H a b i a, IV., Fraukenberoggffe 9, kamen in dtr letzten Zeit unausgesetzt Hutdiebstähle vor. Schließlich wurde ein Abgang von 16 Dutzend Hüten festgestellt. Es waren durchwegs Herrenhü'e im Werte von X 96.000. Dreier Tage wurden als Täter dre ber der geschädigten Firma brdienstrten Güchöftsdiener Franz S ch ö b 1, 29 Jahre alt, und sein Bruder Karl Schob!, 26 Jahre alt, auspelorscht. Bei ihnen wurden nur 128-Hüte zustande gebracht. Die Brüder wurden dem Landesgericht eingeliefert. Die Käufer der gestohlenen Hüte wurden der Staatsmrwaltschast angczeigt. , * Riesige Arrterschleife im Triestiuer ErnLhruugsamte. Die Korrespondenz Herzog meldet aus Triest: Im hiesigen Ernährungsamte und insbesondere in dem unter der Leitung deS Hauptmannes Boccnzzr stehenden Getreidemntr wurden große Unregelmäßigkeiten konstatiert. Gegen Hauptmann Boccuzzi. der seine Stellung dazu ausnützte, seinem Vater, der eine Teigwarenfabrik besitzt, eine Reihe von Vorteilen znzrrwenden, wurde die Strafauzrige erstattet. Boccuzzi lieferte auch widerrechtlich Teig* waren nach D e u t s ch ö st e r r e r ch und der Tscheche-Slowakei und verschaffte sich durch seine unlauterea Manipulationen große Profite. Bisher wurde ein Abgang von Lebensmitteln im Werte von fünf Millionen Lire sswie ei» Kaffeabgang von 600-000 Lire konstatiert. Boccuzzi war im Kriege der Ki'lstenschiffahrts-Uxternehmnng Triest—Capodistria zugeteilt und desertierte mit dem Dampfer und der Mannschaft nach Venedig. * Heranbildung von Feueruugs- «nb Ga«- technikern an der Wiener Technik. Auf Antrag deS Profefforenkollep'nmS der Wiener Techrufchen HschfchÄe genehmigte das StaatSamt, für Inneres und Unterricht die Errichtung einer Unterabteilung für FeurrungS- und GaStechhik. Dementsprechend wird die chemisch-technische Schule sich künstm in zwei Unterabte lungen. nämlich für technische Chemie und für Feueruugs- und Gastrchnik. gliedern. * Internationales Schachturnier in Göteborg. Aus Göteborg wird aemrldet: In der dritten Runde Erlangte K o st i t s ch gegen M a reo eine aewaltige Angriffs* stcllnng, die er in genialer Weise ausnützte. Ein schwächerer Zug gestattete dem Gegner völligen Ausgleich und der Kampf bl,eb unentschieden. Mit Remis endeten nach hartem Kampfe auch d,e Partien R ö t i - M a r o c s y, Mieses- Dr. T a r t ak o w e r und S p i e l m a n n-R i e m z o w i t s ch. Dagegen gewann Dr. T a r r a s ch gegen Möller in einer klaren RemiSstellung infolge eines schwächeren Zuges des Gegners und B o g o l i n b o f f siegte über Breve r nach beiderseits sehr fein geführtem Kampfe, Die Partie Rubinstein- S e l e s n i e f f gelangte nicht zun, Abschluß. Rubinstein hat schwache Gewinnchancen. Stand nach/ der dritten Runder B o g o l j n b o f f 8, M i e s e s, R « t i je 2. Rubinstein 1UH, Kostitsch, Marco. Marüc s v, S p i e l m a n u, Dr. T a r r a s ch je 1 */«, Selesnrerf 1 -1- II, Niemzorui 1 sch 1, Breper llt + R, Dr. Tartakowe r V*. Möller 0+H. Im zweiten Meisterturnier kämpfen E. G r ü n i e l d (Wien), dte deutschen Meister LV. I o l, n (Breslau', P. .I oh n er, Karl Earls (Brenrcn), v. H e n n i g (Berlind S a m r s ch iBerlin'', die holländischen Meister E rr w e und M a r ch a « d (Amsterdam) und Dr. O l l a rr d (Utrecht) sowie die nordischen Meister -Sari c n, Berndtson, H » k a n s v n. Iacobsen, S j ö b e r p. R i l s o n. Die Konkurrenten ballen nach der zweiten Runde folgenden Stand ^erreicht: Olson2, Carls, Euwe, Jacobsen, Nrlson, S 8mis ch jeVlz, Grünfeld, H o k a n s o n, v.H ennrg, M a r ch g n d je 1, I o h u, I o h n e r, L a r s e n, Doktor Olland, Sjöberg je */„ Berndts » » 0. * Lohnbewegung bei der jüdischen Gemeinbe Berlin. Der Schlichtungsausschuß Groß-Berlin verhandelte uv« die Beschwerde der Angestellten der jüdischen Gemeinde gegen de» Vorstand wegen Einführung der BesoldrrngSreform deS Magistrats für die Angestellten der jüdischen Gemeinde. Während der Verhandlungen ergaben sich bereits bei der ersten Frage n e ü e Differenzen, so daß Vertagung eintreten mußte» Em vrS zum 17. d. M. gewählter Betriebsrat soll über bas neue GehaltSabkommen verhandeln. Die. möglicherweise strütrsen Punkte iverden dann von dem SchlichtungSansschnß selbst entschrede» werden. . . * Abänderung der Vorschriften für die Breisberechnung non Schnhwaren.^Die heutige »Wiener Zetta»b* enthält rille Kundmachung de- Staat-amtes für Handel v»d Gerverbe, drrzufolge die bestehenden Varschriften für dre PrerSllnechnung von Schuhwaren folgendermaßen abgeändert werden : ..Der Summe der aas die betreffenden Gchubwaren. entfallenden AuslagkN für Material und Arbeitslohn dürfe» zur Deckung von Regie und Gewinn folgende Höchstsätze zrigeschlagen wec-rn: In Betriebe«, dre ad Arbeitslohn für die Bodenarbeit bei einem Paar Herrenstrefel bezahlen: 1. bis einschließlich & 200 20%; 2. K 201 bii. tut* schließlich K 250 22%; 8. K 251 bis einschließlich t 800 25%: 4. über K 300 3G%." Die Kundmachung tritt sofort m Kraft. * Kurs für mecho»ifche und chemische Techuologie des Kunst-emerbes. Arn 7. September d. I. beginnt em Kurs, der sich mit der Vermittlung der Kenntnisse, üb« die Eigenschaften und Herstellung der hauvtsächlrmstrn nn Kunst« geiverbe verwendeten Materialien, wie Metalle,, Glas, Porzellan. Papier, Gespinste. Farben ustv.» beschäftigen wrrd. Iw Anschluß daran wird die Art der Verarbeitung dieser Matmalren rn de» wichtigsten Zweigen deS Kunstgewerbcs besprochen w«de». nreldnngen inr Gewerbeförderun g §« amte deS Jüdischen Nationalrates. H». Taborstraße 20s. täglich cmit Arrrnabmr von SarnStag) von 3 bis 12 und von 3 bis 6 Nhr. * Prümienrahlung für die H-eustousuerficheru»-' Durch den ZerfaL der Monarchie ist die allgemeine Prasionlönstalt für Angestellte in Liqxrdalion getreten. Nn deren Stelle ist für das Gebiet der Republik Oesterreich die e n f i » » Ka n st a l t f ü r Angestellte" als gesetzucher Berstch» rungsträger getreten. Dir Prämienzahlungen für die AngesteAten sind also nicht auf da? Postivarkasienkonio llkr. 102 6'.'?, sondern aus das Postwarkasienlonio dcr „Laudrssrellc ocr P:usion?a,istal1 für Nngestellie in Wien" Nr. 108.341 zu reisten. D-^^7B 934041

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