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Wiener Morgenzeitung · 1920-08-11 · Heft 558 (11.8.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 558 (11.8.1920)
Date
1920-08-11
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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L '®eße 4) Wien, Mittwoch ff»- - 7- — -^_ .. ._ - -j, — .nr Mhinbe das Komitee aus organisatorischen und technischen WlÄ"den üb. Ein Ersuchen der ^<C tschecho-ftowakischen Gesandtschaft um Zulassung von Gesprächen nach Prag lehnte daS^ Streikkomitee unter Berufung auf die Verfolgung der B'.'ud-eror.qaniiLtion in .Deutschböhmen ab. ' B Der Streik und die Nettungsgesellschaft. < .'Gestern hat sich in erhöhtem Maße die Wirkung des Telephonstreiks auf die Verlangsamung der ersten Hilfe' durch' die Rettüngsgesellschaft geltend gemacht.. Die Zahl der Meldungen über verschiedene Vorfälle, die die Hilfe der Nettungsgesellschaft nötig machten, erreichte und überstieg sogar den Durchschnitt und bei 'fast allen Meldungen hatte 8er Strerk eine Verzögerung der Hilfe im Gefolge. Wenn auch die Pvlizeikommissariate :vom Streik ausgenommen waren, blieben Sicherheits- Wachstuben und Bahnpolizdiinspckt'onen ohne tele- ' phvnische. Verbindung. Die Meldungen über Unfälle oder! Selbstmordversuche usw. mußten durch Boten den Kommissariaten und von diesen der Zentrale und der Filiale der Rettungsgesellschaft übermittelt werden. Mitunter wurden eigene Boten zur Rettrmgsgesellschaft direkt gesendet, was selbstredend die Hilfeleistung bedeutend verlangsamte. . i : ■ Tätigkeit des Kriegsrvucheramtes. .Im Zuge einer von dem ehemaligen Oberstleutnant $Bdf Rüdiger Hennig, ß. Bez., Mariahilftrstraße 48, 'gegen einen Chauffeur angestrengten, jedoch zurückgezogenen Ehrenbeleidigungsklage ergab sich der Verdacht, daß der Kläger Kettenhandel mit Benzin betrieben .hat. Durch die vom Kriegswucheramt eingeleiteten, Erhebungen wurde, festgestellt, daß Hennig die Gründung eines HolzverwertungsunLernehmens beabsichtigte, ' in dessen Betrieb - ein .Lastkraftwagen ..zur Verwendung, kommen sollte. Trotzdem die Gründung dieser Gesellschaft snicht erfolgte und die Anschaffung des Kraftwagens unterblieben war, gelang es Hennig, die Zuweisung von vi^r. Barrels Benzin zu erhalten. Dieses Benzin Verwendete er teilweise zum Betrieb eine-' Vön ihm angemeld-eten Autotaxikonzession. Auf Grund dieser Konzession, welche Hennig jedoch ’ nur ganz kurze Zeit ausübte, bezog er überdies noch 180 Kilogramm Benzin, bas er mit einem hohen Aufschlag weiterveräußerte. Gegen ihn wurde die Anzeige wegen Preistreiberei erstattet. . Anläßlich einer Hausdurchsuchung bei der Privaten Marie Neuling e r, 10. Bezirk, Fernkorngasse 26, wurden 11 Brvtbezugskarten, lautend auf 77 Laib Brot wöchentlich,.und eine Typendruckerei vorgefunden. Nach den Erhebungen des Kriegswucheramtes befaßt sich die Neulinger mit Hilfe'dieser Typendruckerei Und eines gestohlenen Kommissionsstempels mit der Fälschung von 'Lebensmittelkarten.- Die hiedurch erworbenen Lebens- >'mittet setzte sie im Schleichhandel ab. Sie wurde dem :; Landesgerichte eingeliefert. Amundsen hat Neuland entdeckt. - Der ^Steuermann der Amundsen-Expedition, ITönn'esen, ist aus New-Dork eingetrosfen und hat dem Berichterstatter der ,,Astenposten" folgendes erzählt: Die/ Reise der „Maud" (Amundsens Expeditionsschiff) war sehr schwierig; es sollen seit 50 Jahren die zwei!härtesten Winter gewesen sein. Das^Fahrzeug war wollig im Eis eingekeilt und konnte einzig infolge seines hervorragenden Baues Widerstand leisten. Lange Zeit ragten nur die Masten etwas über den Rand des. Eises heraus; hohe Schneewehen türmten sich auf dem Deck und die Männer im Rumpf des Schiffes konnten das Trappen der Eisbären über ihren Köpfen hören. Wiener MorgenzeiiuuK - — ■■ -—-1 ilitu. Ein neues Land ist nahe dem Zar NikolausII> Land entdeckt und wissenschaftlich untersucht worden. Auch' war 'das Leben der Eskimvstämme Gegenstand gründlichster Forschungen, Das Leben der Entdecker hat bei aller scheinbaren Gleich förinitzbeDder Pölürwintertage genüg freud-oder leidvolle Abwechslung mit sich gebracht. .Einmal brach! sich' Amundsen den Arm durch einen Fall vom 'Schiff . aufs Eis. Ein anderes Mal wurde er von einem alten und einem jungen Eisbären angefallen. Die Bärin schlug ihn dabei zu Boden, aber im kritischen Augenblick zvg das Spiel des Bärenjungen mit Amundsens Hund ihre Aufmerksamkeit so sehr auf sich, daß es dem Forscher glückte, sich mit Hilfe seiner Kameraden schnell in Sicherheit zu bringest..- Die Beringsstraße; ist jetzt offen. Die Forscher Bessern und Knudsen haben die^Maud" im Oktober mit Post und Telegrammen verlassen, bis heute aber noch kein Lebenszeichen gegeben. Tönneftn hält es für angebracht, eine Hilfsexpedition nach den beiden auszuschicken, und erachtet Sverdrup als hervorragend geeigneten Führer für ein. solches Anternehmen. Sverdrup, der soeben heimgekehrt ist, hat sich einer sofortigen Anfrage der „Aftenposten" gegenüber durchaus .nicht ablehnend tzegen den Vorschlag verhalten. Jüdische Heimlose aus der Akraine in Rumänien. Kischerietv, 9. August. (Jewish Eorr. Bnr.) In den letzten Tagen sind viele jüdische Heimlose aus der Ukraine in Rumänien, besonders in Beßarabien, angekommen. Die rumänischen Behörden machten ihnen anfangs Schwierigkeiten. Nachdem aber-der Vertreter für jüdische Angelegenheiten, des englischen Außenministeriums bei der rumänischen Regierung interveniert hatte, erließ der rumänische Innenminister eine Verlor d n u n g, derzusolge allen aus der'Ukraine zugereisten jüdischen Heiinlosen der Aufenth alt in Beßarabien bis zu dem- Zeitpunkt, wo sie wieder die Möglichkeit haben werden, heimzukehren, gestattet wird. Eine. Abschrift dieser Verordnung wurde dem Rabbiner Zjretfon in Kischeuem und dem englischen Außenministerium übermittelt. Ein christlicher Ehasstd. Durch die hen^c schon ziemlich umfangreiche chassidische Literatur in deutscher Sprache ist das Wesen des Chassidismus und das Leben der Chassidim auch iw Nwstlichen Kreisen bekannt getvorden. Man weiß es heute, daß in der cha'sidischen Lehre, die ans romantischer Stimmuüg üüd mystischem DäMMergl-auben ge-. . borest-fsts-ösrZaNTeinegroße Rvlle-spielst Der Zaddik, das ist her M'rych rchdNachbai der Engri'unh' Seraphim, dem die GotteM-a ft "innewohnt, seinen durch Andachts- Übungen geheiligten Willen, durchzusetzen und durch das Medium , des Gebetes wundertätig in das'Getriebe der - Welt' cinzugreifen. Deshalb eilen alle, die. deshimmlischen Trostes oder der göttlichen Hilft bedürfen, zum Rstbbi, daß erfür^sie. bete.'-Das alles ist zur Genüge bekannt. Unbekannt indes--dürfte es sein, daß auch das Wnnderamt des Zadbik sein Schema besitzt, dak,' keine Abweichungen zuläßt. Auch das Wrmderamt des Zrddik hat sein ' unabänderliches Hofzeremvuiell, an dem nicht gerüttelt werden darf, hat seine Institutionen und Einrichtungen. Eine dieser Institutionen ist das „Qüittel". , In dex chadrsfischen Ordnung ist das „Qüittel" eine Art verkehrstechnischer Einrichtung, die . der Regelung 'des Berkehrsverhältnis'e? zwischen dem Wunderrabbi und . seiner zahlreichen Anhängerschar dient. Das „Qüittel" ist das schriftliche Gesuch, das der trost- und hilfesuchende Ehafsid bei der ihm gewährten Priöätaudienz dem' Wunderrabbi überreicht. Wenn ich Rothschild w8r'! Von Scholem Alejchem. . „Wäre ich- Rothschild," spekulierte der Kassrielitvkcr Meiamed Reb Eli-Meier - vor seinen Schülern, als seine Frau Donnerstag nachmittags energisch Geld forderte, um die Einkäufe für den Sabbat zu besorgen, „wäre ich Rothschild, nun, ratet,, was ich täte?. (Re- Eli-Meier führte indes'eine tüchtige Tabakprise zu seiner Nase.) Bor allem sorgte ich dafür, daß mein Weib stets ein ,Dreier? Bargeld ber sich hat, damit sie mich am Donnerstag in Ruhe läßt. Zweitens möchte ich meinen versetzten Sabbatkaftan auslösen, nein — lieber .ihren' Pelz, damit sie einmal aufhört zu brummen -und über Kälte zu klagen. Dann kaufte ich dieses ganze ■ Haus, mit. allen drei Stuben, ' mitsamt der Kammer und dem Keller und dem Boden — sie soll mir dann nicht über den engen Raum klagen! Da hast du zwei ZiMmer, loch', back', wasch', so viel es dir beliebt, mich aber laß schön , in Ruh'; ich lebe darin ruhig meinem Beruf! Keine Sorgen mehr, kein Grübeln mehr,,woher ,auf-Schabbes' nehmen — wie schön Ware dieses Leben! Die Töchter verheiratet, befreit von .der .drückendsten Last, was fehlte mir dann noch?.. Nun beginne ich mich für, die Gemeinde zu interessieren. Zu -allererst spende ich ein neues Dach für das alte Bethaus, dainit der Regen nicht mehr auf die Köpfe -der Betenden tropfe. Auch das Bad muß neu restauriert werden, denn — heute, Morgen, kann, .muß dort ein Unglück geschehen, wenn es gerade in dem Moment zusammenstürzt, wo Juden darin baden-. Und wenn schon das Bad hergestellt wirb, so. mpß ja auch die Krankenstube von Grund aus in ein .schönes Spitalnm- .gebaut, werden, aber in ein wirkliches Spital, mit ordentlichen Bellen, einem Arzte, Medikamenten, täglichen- Suppen für die Kran len, wie es in aitjtciitöLaeii. Städten m fein pflegt. Und ein VerforgungShauS soll entstehen, damit alte, gelehrte Greise, sich - nichtim Beth-Hamidrasch herumquäleu, und ein Verein-zur-Bekleidung armer Kinder, daß sie nicht mehr entblößt in den Straßen herumümgern, und ein Kredit- Verein, wo.sowohl ein Melamed als ein Kaufmann oder Handwerker kine. TLuchrrzinsen -mehr zu zählen brauchen, nicht das letzte Hemd, versetzen nrüssen. Und ein Verein zur Ausstattung armer Mädchen, damit alle armen, erwachsenen Mädchen Mt Ausstattung gehörig verheiratet werden, (dabei -stieß Reb Eli-Meier einen tiefen Seufzer ans, während er auf lefne^dreißigjährige, Tochter Pessele blickte), und noch viele, viele ähnliche-Vereine und Stiftungen gründe ich bei uns.in Kassrielüpte . . . Doch warum gerade Kassrieliwke? Ueberall, .wo Juden wohnen, führe ich solche schöne Einrichtungen ein, überall, in der ganzen Welt! ' Dainit aber alles in Ordnung geführt werde, -rckte.t einmal, was ich täte? Ich. gründe einen großen Beryin, dem' die Aufsicht über alle lokalen Vereine zukäme, üiwr alle Juden, dainit alle Juden überall ihr Brot, haben und in Eintracht leben, und in den Lehrhäpsern sitzen und Chnmcsch nnt Nascht und Gemara und Tosafoth und Msharscha und alle anderen sieben Weisheiten und - siebzig Sprachen lernen. Und unter allen Lehrhäüjern soll ein großer Lehrhaus, natürlich in Wilna 'sein,/wohin die größten Gelehrten der 'Welt kommen sollen. Und alles soll unentgeltlich sein..auf.Kosten des G'wir; alles soll in Ordnung und planmäßig geführt werden. Es )»!(, jedes ,JH-gebe-dir-tzib-mic' aufhören, alle sollen aus das: Ge,neinwohl bedacht sein, nur ans das Gem<:jntvohl! . . . Damit man aber für das Gerneinwohl sorgen Fcknn,,.rmuß .für', den! einzelnen gesorgt werden. ' Und' wie wirdfür oen 'einzelnen' gesorgt? Natürlich so, daß' .er sein Bryt hat. Denn Brot, sage ich euch,, ist-das. erste innd wichtigste; ohne Brot keine Einiateil. Des Bissen Brotes n. August 1920 " "" _ --- mJmm -" ■■■■■■ "■■■■;■ ’■>**" - ' milWin ... »qij. Es ist nämlich bei deir Zaddikim uralter Brauch', keines der bpi ihnen Trost-' und Hilfesuchenden ohne Quitte^ das heißt ohne schriftlich fixiertes Bittgesuch, zu empfaw gen.-Dieses „Hofzeremoniell" muß von de-t Shassi'dinl unter, allen Umständen beobachtet werden, was umso leichter ist, als zur Wfassuug dieser. Qüittel ejgene Schreiber bestellt-.sind. Dieses Quittelwesen hat sich bei. .den Chassidim derart eingebürgert, daß sie selbst nach.dem Tode des Rabb-i zu seinem Grabe wallfahrten, ihre Qüittel in das Grab stecken, worin sie die Seele des Rabbi beschwören, ein Fürsprecher für sie und ihr gesamtes Hausgesinde zu sein. Äon einem christlichen Chassid, der zum Grabe des heiligen Rabbi Mendel Dorern von Rymanow wallsahrtete und nach-chassidischer Sitte ein Qüittel auf das' Grab niederlegte, erzählt der Gelehrte Aron.MgrkuS in ferner geistvollen, bisher nicht genügend gewürdigten Schrift über den Chassidismus. Dieser christliche CbasjÄ war kein geringerer als Graf. ,D a r v w.s ki. ein angesehener polnischer Schriftsteller . und Freiheftskämvser von 1831 und Begründer des philosemitischen Vereins Agudath Achim in Lemberg. ES war im Jahre 1883, einige Tage, vor Rosch Haschona — so berichtet Aron Markus, der Augenzeuge der ganzen'Begebenheit, war — da kam Graf Darowski, damals ein achtzigjähriger Greis, in Begleitung sömeS Sohnes, des Stadtbaumeisters von Lemberg, nach Rymanow, um das Grab des Rabbi Mendel zu besuchen. Mit ihin kamen auch alle Schlachzizen der Umgebung, uin degk toten Rabbi ihre Ehrerbietung zu bezeugen. Bei dieser Gelegenheit erzählte Graf Darowski dem damaligen 'Kultusvräsidenten von Rymanow die Ursache, warunr er ein Verehrer des heiligen Rabbi Mendel .sei. Er war im achten Lebensjahr von einem unheilbaren Siechtum Defatteu. Seine Mutter, die aus weiter Ferne die berühmtesten Aerzte geholt hatte, war vergeblich bemüht, den einzigen Sohn zu retten. Ihre Gutsnachbarin, ' dip Großmutter des polnischen Philanthropen Ritter von- Gniewosz, traf sie in Verzweiflung mit aufgeZöstem Haar, weinend und händeringend. Sie tröstete - siees sei da ein Wunderrabbi nainens Mendel, der ihr helfen werde. Es lvar eine Winternacht, Man spaüntß sofort ein und kanr Donnerstag früh um 5 Uhr zum Rabbi. Es wurde gerade im Hause für die Armen Brot - gebacken und der Diener, der sie meldete, -erhielt den Bescheid, daß sie um 9 Uhr nach dem Gebet 'vorgelassen werden würde. Der Rabbi/ der geläufig Polnisch sprach, . fragte sie, nachdem sie ihr Anliegen vorgebracht hatte: „Bin ich -denn ein-. Zauberer, daß Sie zu mir kommend" »Nein", antwortete die Gräfin, „aber Sie sind ein Mann, der durch seinen Lebenswandel Gott naher steht als die anderen und dessen/.Gebet . Harum ehererhört -wird." „Nun gut," erwiderte der Rabbi, „sowerde ich für dasi Kind beten," Die Gräfin-zog sich! zurück, und da die Tür ein wenig zerbrochen war, konnte sie. beobachten, wie der Rabbi sich in einen. Mnkel.i stellte und betete, daß die Schweißtropfen aus seinem Antlitz tzeraustraten. . Das dauerte Volte drei Stunden. . Dann ließ er sft herein'- (rufen./Die Kuckucksuhr, die über 'feinem Lager hing, schlug gerade zwölf. „Sehen Sie,"'sagte er, „mit dem Schlage zwölf ist dem Kinde Messer geworden und hat' die Genesung begonnen. Wenn er. völlig gesund sein wird,-,hringsn Sie ihn zu mir, damit ich ihn sehne."» Die Gräfin fuhr nach Hause. Beim Eintreten fragte sie den Lakai, ob eine Veränderung eingetreten sei, und dieser antwortete; „Nein, außer baß der Kleine, der bisher regungslos dagelegen, als ps.zwölf Uhr schlug,' einen Trunk Wasser verlangt hat." — „Int einigen Wochen", fo schloß Darowski seine Erzählung, „war ich gesund und empfing den Setzen des Rabbi, der mir auftrug, den Juden wohlgesinnt' zu bleiben. Ich habe mein Wort gehalten und wollte in meinem Alter stoch sein Grab besuchen." wegen verfolgt einer den anderen, schlachtet ihn ab, sticht ihm die Augen aus! ... So ist es bei den Juden, so auch bei anderen, überall auf der gachen Welt. Ueberall Neid, Haß und daher jedes Mb, jedes -Unglück, alle Verfolgungen, Räubereien, Mördeteitn- und - Schlachtgemetzel ..... •' ' Der Krieg — der ist, höret, das größte Unglück in . der Weit. Wenn ich Rothschild wäre, müßten alle Kriege' /.' aushövest, spurlos verschwinden! Äollt ihr wissen, wie? Durch - mein. Geld! Ich will es. euch erklären, und ihr würdet es" verstehen. Einstmals machten sich die Engländer über die Buren her, Deutsche, Franzosen und die anderen über den Chinesen, mit denr Zuchtriemen des Schulmeisters in der Hand. Sie wollten/ihn.Mores lehren, daß er seinen-Zopf abschneide und Hosen antege. Was geht es euch eigentlich an? Der Chinese . will just, ein weites Kleid und einen Zopf tragen. So soll er in Gottes Namen tragen, was ihm gefallt. Wessen Sorge ist das?, Oder ettöa der Türke mit seinem roten Fez. Was geht es..jemand .au, '..haß» man-" ihm - just"-.ein Stück Land nach chem..änderen -wegnehmen 'möchte? -Utzd wenn -vom Wegnehmen die Rebe ist — da will ' fa selbstverständlich jeder das beste Stück. Sagt einer: ' ,Nehmet euch Stambul und laßt mir den Bosporus!' und ein izweitcc: .Nehmet'euch Stambul uud gebet mir den Bosporus!' ft» fojiMiitj. ein Dritter und meint: .Wißt ihr was? Ihr könnt listige.Stambul und den Bosporus wollen, ich nehme für ruich die., Dardanellen! . . Darob ein Lärm: ,Dardanellen? Was heißt das? Wir solleu gestatten, daß du die Dardanellen . bekoi'!>-»ß,T:> ‘T'cu'N'ts-'U'fu 'nid Gemeingut, sie gehören - ■' /' . ’S.'. I.>. .!.. ,> .

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