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Wiener Morgenzeitung · 1920-08-10 · Heft 557 (10.8.1920) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 557 (10.8.1920)
Date
1920-08-10
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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I Seite 2 Wien, Dienstag W .. inrivimrurrnnf •- Wiener Morgenzeitung 10. August 1920 Nr. 557 } tzesfen und d-grebs«.werde, sie müssen der Menschheit Kas verlorene Gefühl wiedergeben, daß sie eine einzige große Familie ist, sie müssen beginnen, mit den realen Tatsachen zu rechnen und aufhören, sich an politische 'Konstruktionen zu klammern, welche am grünen Lisch Entworfen sind und der Wirklichkeit nicht ftandhalten. Sie Muffe« eitte Politik ein'chicgen, die dem Arbeiter die Lust zur Arbeit wiedMiht, welche kdmMtzn Oir8, >wenn er weiß, daß er weNjgstesiA seine und dch- Gasten Mckte NotwVnKgkc'iterr b-ftiemtzen kanN^ En ihnen ist es, ditz Wtzherkehr vtzn HustWden' vorzubereiten, die den früljWsi gleichen; wird mit Not und Hunger auch der extrenft, Radikälisrnus schwinden, die mörderische Waffe endlich zum alten Eisen geworfen werden, dann.wird die Welt wieder menschlichere Züge annehmen und der Mitteleuropäer sich über die Sorge des gemeinsten Alltags zn erheben vermögen, die heute die Jagd nach dem Stück Brök M8 ürpp " Nock heißt und Margen in die Frage mündet, ob und Telegraph äucf) ftir rhn existieren. Der AZelße Terror in Ungarn. Der Mörder des Georg Kanitz NnNnfsindbar. Man erinnert sich noch dtB non weißen Terroristen an dem Budapester Großkaufmann Georg Kanitz verübten Mordes. Bei einer sogenannten Legttimierungsstreifung, welche vor 'einiger Zeit Mitglieder des Ver- -eines der »Erwachenden Ungarn" gemeinsam Mit Hfti^ zieren der Nationalarmee im Stadtwäldchen unternahmen, würde atlch KäNsitz, 8er Mit einer DaMs iM!Stadtwäldchen ging, zur Legitimierung aufgefürdert. ^Kanitz weigerte sich, der erniedrigenden. Aufforderung -Folge zu leisten, woraus die Angreifer ihn mit Bajonettstichen Niedermachten. Sein Leichnam wurde tags daraus aus dem Teiche des StaötwAdchens gezogen. Die Polizei, welcher die Nachforschungen übet dörr Fall übertragen waren, hat diese, wie aus Budapest gemeldet;hntb, nunmehr abgeschlossen, und zwar sind sie, wie nicht anders zu erwarten war, ergebnislos verlausen. 1 Begründet wird diese Ergebnislosigkeit damit, daß der Mord in den Nachtstunden ohne. ANgenzengen ausgeführt worden sei. Laut dem Polizeihericht ergab sich für die Nachforschungen bloß ein einziger Anhaltspunkt, und zwar das Auftauchen eines Individuums in Uniform, welches unmittelbar nach dem Morde bei der Familie des OpferD erschienen war und in gerührtem Tone der Familie von dem traurigen Vorfall Mitteilung gemacht hatte. Die Familienmitglieder des Kanitz haben aber diesen Mann, der seinen Namen nicht nannte, weder früher noch seitdem gesehen und .Wissen auch sonst nichts von ihm zu sagen. Da die Po^ lizei keine Aussicht habe, den Fall aufzuhellen, wurden .bis Vorerhebungsatten geschloffen und der Staatsanwalt- schaft übermittelt. Es ist kein Zweifel, daß die Staatsanwaltschaft sich der Anschauung der Polizei attschließen und den ganzen Fall Kanitz ad aeta legen wird zu den übrigen „unaufgeklärten" Mordfällen ,des Weißen Terrors. Die christliche« Staatsanwälte des Weißen Terrors. . Von einer hübschen Episode aus dem Prozeß gegen die zehn Volkskommissare weiß „Az Ember" in feiner letzten Nummer zu berschten. Als letzter der zehn An» geklagten wurde Alexander Szabqdos perhört. Ober, staatsanwaltstellpertreter Aczel machte sich das billige Pergnügen, den Szabados konsequent Alexander Szabados, Freßstadtl zu nennen. Szabqdos, der Während' des ganzen Verhörs eine überlegene Ruhe an den Tag legt«, verlor schließlich die Geduld und revanchierte sich bes der nächsten Gelegenheit, indem er den staatsanwglsi schaftlichen Funktionär mit „Herr Oberstaatsanwalt Emmerich Aezel-Abelesz" ansprach, Im Ver> Handlungssaal entstand darob qin großer Skandal, umsomehr, als Szabados auch berechtigt war, dem Herrn Dbsrstaatsqnwaltftsllvertreter seinen früheren, durchaus nicht christlich klingenden Namen in Erinnerung zu -rufen, denn Aczel hatte vormals tatsächlich Abekesz geheißen, genau so, wie sein Kollege Oberstaatsanwalt Pali n t früher den durchaus nicht christlich und magya, risch klingenden Namen Büchler führte und auch Oberstaatsanwalt Polanyi es beute vormeidet, seinen Namen, wie er es unter der Diktatur niemals zu tun vergaß, mit Polanyi,Poffak zu zeichnen. Auch hier zeigt es sich wieder. daß der Renegat tatsächlich zu jeher Schandtat bereit ist und daß auch der ungarische christ. lichnationale Kurs sich nicht hätte fo.fqnge halten können, wenn ihm nicht jüdische Renegaten ihren, wenn auch bereits bis zum Stadium der Taufe degenerierten Geist geliehen hätten. Wiener ein tzersckfepvter Danüdirrätpp. Wie dem „Deczi Magyar Ujsag" auS Kascha« berichtet wird, wird der dortige jüdische Bankdirettor Josef Farkas seit einigen Tagen vermißt. Farkas jst 'in GeschäftSangekegenheiten nach Ungar« gereist und lwurde in der Grenzstation HidaSnemeth von der nngariifchen Grenzwache verhaftet. Seitdem fehlt von Farkas «trotz eifrigsten Nachforschens nach dem Vermißten jede Spur. Angeblich soll Farkas in eines der MiSkolczer Gefängnisse gebracht worden sein. Nie jüdische UJelthilfskonferenz. Die jüdische Tragödie in der Ukraine. K a r l S b a d. 7. AurmÜ. (Privat.) M der zweiten Sitzung der gegenwärtig in Karlsjfab fdgeMn WoÜh^ifSkontzVßnz erstattete Jns.enisur W Te mkrst dey ^olqMen .KeMt Über/die schM-- lrchü Haqe d-v Judttt rtt her Ukrainer Da? gMte. Ünglück füv bas JubentstM t« der Uk HNt Mtz st-tZ der MM bi* Macht. FedsSmäh, wenn b.tc Macht vqn e^rne^ Hattd rn die andfve üödrging, entstanden die fürchterlichen Massakers. Selbst imter den Bolschewiken ist die? nicht ganz vermieden worden, obschon im allgemeinen die neue Macht der Bolschewiken den Exzessen ein Ende machte. A>n schrecklichsten "Mr 5id AnKschrestüna, 'deren sich die BänbeU Pöt^' . D ir KM KfMer MMGlf .schMg. machtest. .MStrömen flog bas MisM Blut, es waren' Graiifamke'ÜönT' bE äufzuzMen schon außerordentlich schwer ist. Man hat tatsächlich Bäuche aufaeschlitzt, Schädel zertrümmert; Fkauö« üttsi Mädchen vor best Augen ihrer Män«ey und Mßrn gsfchändßt. lind hieS geschah nicht bloß durch Bänden, sondern durch organisierte, Armeen einzelner Heerführer.' Es ist falsch^M grüben, bah dort ochsv.sut chaotische Znftände geherrscht habe«.' DW MhöfdtzN hÄhe« von diesen Pogromen gewußt und sie zum Teile selbst inszeniert. Ein KsMmasiMur hat ünnsikislbür vor dW Pogrom einett Hintersassen, itt welchem Kr dto Juden warnte, sii als unglückliche ö Volk titulierte uttd sie fragte, ob sitz denn nicht fütz ilsi Lebe« besorgt seien. Als der HygiM äusbbäch- -häUsM Vi ftchs Tage und an jedem Tage würde er wie eine bestimmte Arbeit uM 6 Uhr mit Musik zu Ende geführt. Zuerst waren dis Pogrome Nicht so fÜrchMich^Mtz sie später wurden, aber schon die ersten Pogrome versetzten die Juden in höchste Besorgnis und - Angst. Das war schofl zu EnhK 1918 und anfangs Ißls. U-eber die Grausam^ ketten der Pogrome führt der Redner folgendes an: Es sind Lclchen gefunden Wochen, denen 36 Wunde« beigebracht waren. Die schrecklichsten se-elischen Torturen bestanden darin, daß Man «icht erlaubte, die Ermordeten zu beerdige«, iKpbald sich nrutige J;rdeu anfchickteU, ihre Ärüder zu^ begpaben, wurden sie niederZtzschosseN. Das geschah inshtzfondere im furch i'are« Orte Prvskurvw. Die Parole, «nter döc diese Pogrome gemacht wurden, war: Heilige Ukra'ne, Tod den Juden! Erst am sechsten Tag«, als der Bürgorm isier von Pdoskutow, kein Jude, unter der größten Erniedrigung d^u BLNdKNchef die Füße küßte, fand der Pogrom ein Ende. Furchtbar waren dann die ÄvrilpSgroMe yo« Siruck, eWm andere« General, Vier S!äbtchew. wnrdS« absolut ausges'chÄch.et. Die Dqmuser wuthen an gehalten und hie tzsuden, hie sich flMteöe«, wurden hirjausgezerrt und ertränkt. An diele« Orte« fanden di? Pogrom« zehnmal zu verschiedene« Zeiten viele Tage hindurch statt. Nabomysl hat überhaupt ejnen ständigen Pogrom erlebt, Dann begänne« die Waipogrome unter HetMan Gregyrsew. Es waren kein« Pogrome mehr, sondern ein Pogromorban. Den ganze« Sommer hindurch tobten die Pogrome, ^m ganze« waren es zirka 4 0 0 O r t e, die zum DpftL siele«. Man srhgt; Wie kämmt es, daß die Auden sich gegen solche Geschehnisse nicht schütze« konnte«? D?r Grund ist, daß an allen Orten stets vorher de« Juden alle Waffen aogenommen wurden und eine Gegenwehr gegenüber der ungeheuren Merzahl einfach nicht mögsich w«r. ' . - W find bis jetzt Zß8 Orfe pggrnmivrt Woche«. Ermordet sind 13 8.0 0 tz I u d y n. Die Zahl her .KLauken, Mrwun.dete«, MißhanhSktS« ist «nabsehhar. Völlig ruiniert sinh po« 3 Millionen Juden 1,2 00.0QO Seele«, Die Summe, die Iwtwendig wäre, um z« helfe«, ist 400.Millionen Dollgr. Di? Zahl der Waisen beträgt 120 bis Iqfl.tzOl), D-s ganze Mgierial, welches PemÜN vorgebrqcht W, sanft Domm>vie«, PelMsabschriften usiv. wird in einem Schwarzbuch in französischer, englischer und deutscher Sprache erscheinen. Sliosberg Über hie PKrhältniffe in Gitstz- Ich habe hie Aufgabe, Ihnen einen kurzen Bericht über die Lage in Sr«.ßkand zu erstattm. Rußland ist seinem früheren Umfang ist das klflsss'sche Land der hilfsbedürftigen Inden. Es ist daher fein Künder, daß gerade in Rußland schon von jeher verschiede«« Hilfsorganffgsioue« bestaysitzn hsrbß«. Wir waren «uf Selbst" Hilfe angewiesen, da hie Regierung nicht nur sticht mrtt geholfen, so lberu mgncherlei Schwierigkeiten geMchf hat. Wir hatten 'Schwierigkeiten bezüglich her Ausnahme in, hie. Schulen, bezüglich Frekzügiglftt. Infolge der Freizügigkeitsbefchränkunge« sammelte sich in den Städte« und insbefondüre ist.je«»« Städfe«, wy her Aufenthalt den. Juhe« erlaubt wqr, so viel jüdisch« Bevölkerung un. daß «qp kein Mittel und fein« Grundlage zu ihrer wirtschaftlichen'Ausbildung gegeben war. Wir hatten 15 Prozent Handwerker unter ihnen, fteilich Handiverker qqnz eigener Art, dt« üh«e jede Mithilfe arbeiten. Es ft«d Klefnhandwerker, diekau«: ihr Lehen fristest. Rur si Prozent pp« dex ggnzen Bevölkerung waren in Hanhes und Industrie vertretest.; das waren die Wohlhabende«, 1p bis 3Y Prozeyt waren, die überhaupt kesns bestimmte Pefchäftignstg hatten, sogenannte Luftmen sch.« n, solche, die überhaupt nicht wußten, was morgen Mit ihnen geschehen werde. Die übrig« Ztzhj wäre« AleinhKnd Kleinhändler wstven keine Bourgeois, das waren LeutS, hie mit einem Kapitstl dost $ö bis 80 Mbel handelten. All« hiess Klqssrn, die Handwerker, LuftMstschen. und diefs kleinen Händler, Ware« in 8en Städten «iugesperrt Und müßten selbst eine soziale gesellschaftliche Hilfe habsch Ho. brauchten wir stets Örganisationest, stw oism Notstand der 'nussischsn Juden abhelfen sollten. Da brach der Krieg aus. Es wurden Komitee-' in den verschiedenen Ländern gebildet,- Um die R-t der Kriegsopfer zu lindern. Aber schon atn.Anfang zeigte es sich, daß «s noch mehr ^pfer deS Unmsts waren» als eigentlich« Kriegsopfer, . Sw konMN die traurige Geschichte dev Gpionasvh^- fchü'kbigung, dir Austreibung der Juden aus den Gegenden deS Krieges, weil man die Juden von vornherein der Spionage beschuldigte. 'Sv bvgann di« tkautige Zeit, Hst die Juden aus de« westlichen Ländern lmmev MHV nach Osten, bis nstch Gib irre« HM, evakuiert wurden. Sie kennen die Geschichte von deri.vol fständigen Ausweisung drr Juden von Kurland und Kvwno. Während ein«? WöW^warbrn MVhr stl- 16,000 Se«k«n, darunter Greifs, Krsisipel, W.siöe? «uv Binder, ausgewiesen. DaH stellte UNS sin Rußland vor ein« uttgeheure Aufgabe. Wir hstte« es von Anfang an sük richtig erschtet, daß hie H ikfe nicht mit ist Gelbe Verteilungen bestehe« soll, sondern ko«struktiver Ar t fein müßte. Wir henützwn dt« Hilfsorarnisat'vnem die wir schon hatten. Die schnelle Hilfe, Heraus finde« von Plätze« für die Flüchtlinge, Wvhnuugs- und Nahrmtgssvrgen, Transport der Flüchtlinge, wurde« vom HilssivMiiNL für die Kriegs- und Pogrowopfer geleistet. ArbettShilst organisierte die Organisation für Förderung dös Handwerks «Nb der Landwirtschaft Sanitäre Hilfeleistung übernahm die Gestllschaft für die Pessörung des Gefundheitszüstandes. Für die Erziehung der Kinder sorgt« die Gesellschaft für Förderung der Bildung und Aufklärung der jüdischen Jugend ist Rußland. Folgende Zahke« sollen ein Bild dieser Tätigkeit g«ben: U«i«r uftssrer Aufsicht standen 838.0si0 h«'- d'ürftige Flüchtlinge, welch« mit Kleidung, Wäsch«, Nahrung und Wvynung versorgt wurden. Mehr als 46.000 Kinher wurden von diese« Organisationen betreut. Es wurden 13Ü Kinderheime gebildet, 140 Aerzt« waren tätig. In den Kinderheime« war«« mehr als 8000 Kinder im Aster Vo« 3 bis 7 Jahre« und mehr als SäÖ S chukest wurden für die Fsücht» lingskinder gegründet. 36.000 Kinder haben hier ihntz Schulbildung erhalten. Ggnz außerordentlich entwickelt war die Hilfsaktion in der Arbeitsbeschaffung, Diese hat 75 Bnreaus für Arbeitsnachweise gebildet und mehr als 70.000 Juden haben dort Arbeit gesunden, Außerordentlich günstig hat Ach die Organisation von Patrynaten erwiesen. Kinder von 12 Jahren an, wurden zu verschiedene« Handwerkern als Lehrlinge gegeben, wohei wir in den verschiedenen Städten Aufseher hatten, die die Fürsorge über diefe Lehrlinge beaufsichtigte« und hiebei auch fachliche Ratschläge gaben. Sy entfaltete sich allmählich di« Tätigkeit in Petrog r a d. Aber 0 wurden nicht mit von Petrograd auf etwa die Gesetze, diksisitsi so«dtzp« hss Kvmit>ee bildet« sich^ allmählich dempkraftsch aus, u«h in pH« letzten Jahren^ gqb es ei« Z e n t r a k r o m i j« «, warm Me Partei«, schichte« der Hepölkerung v«rtx«tvn Ware«.?! Als per Meg aafhört«, kgm. hie R«polutiv«v Wi? erlangten wohl voxerst die Gleichberechtigung, aber! Hst Freude währt« nicht lange. W« Folge« und dw-. Ergebnisse hex Repglnttsn Hafts« hi« Oixkung. daß! die Jukc.l in ihrer wirtschaftliche« Ekistenz tzolftymMsti veWichlLl waren, Die Agg« ist jetzt so, daß gerade die städtische Bevölkerung ihre öko-omischa Sgkbständigktzit ßänrlich verlöre« hat. Es oM keine« freie« Handel Md kein f.reief Gewer be. Alles ist verstaatlicht, Pa die Md» schü Bevölkerung nicht im Bauernstände vertreten ist,' da überhaupt ßei« Rohmsttstigl d« ist. ktzi« Handel und kein Handwerk, fy lqßt sich wohl vorstellen, wie de: Zustand der jüdischen Bevölkerung ist. Doch es war nickt genug an Krisg-spfsrn und an Revoluttvstsopfern. Die JudenmassakvrS, van heuen die Ukrainer heimgesucht wurden, fchlugen ihre Wellen bis nach Grvßrußland. Auch hier wurden viele Städte von den Mumft2he«de« Bauds« überfalle«, die Juden geschlachtet. viele.vertrieben. Wieder gab «s . Flüchtlinge; und noch jetzt sind «icht weniger; als lO.OOft jüdische Flüchtlinge in Smvleufk. Witebsk, Hvmel, hie nicht die Mtzglichleft hohen, «ach Hanse zu kommen, Mix wüte« Von dtzV sikmme pbgeschnitte« M ««r manchmal kqme« Nachlichien,- sinwelchen wir von den furchibqpen Pogrome« der Armee Petljuras hörte«. So gab es den« e!«e «e«e Kategorie vo« hilfsbedürftige« Pogromopsep«, Man kann kaum feste ^Angaben mache« über die Zahl der Hilfshedürsiigen i« Svwjei?ußlq«d, Pen« der Begriff Sowjetrußlqnd ist kein fester «np immer mehr hehnt sich das Gebiet W Gow^ftepublik «ach Weste« aus. Rur allgemein ka«n Mn hie jetzige Rqt fchilder«, yhne soziale Hilfe muß das russische Juden^ tum ökonomisch zugrunde gehen. Nur hie Hoffnung gu( Wiedergeburt erhält?£ am Leben. Mnn der Zustandi, Bi

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