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Wiener Morgenzeitung · 1920-08-06 · Heft 553 (6.8.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 553 (6.8.1920)
Date
1920-08-06
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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I e»teB Wien. FrMg ' * Bücher für Chalvzim. Die österreichische Hechakuy- Organisation versendet rinm Ausruf, in dem es heißt: „Schicket »nS Bücher". Briefe mit diesem Inhalt bekommen wir täglich von den in der Umgebung Wiens arbeitenden Chaluzim. aber auf dem Wege zur Erfüllung dieser Bitte finden wir wie immer und überall ein großes Hindernis, den Geldmangel. Desbalh schlagen wir den Weg em, der uns immer bisher zum Ziele führte. Wir wende» uns an die jüdische Oeffentlichkert und übermitteln chr dir Bitte unserer Genossen. Die wenigen, der Chaluz»Organisation m Verfügung stehenden Bücher sind bald zu Ende und zur Anschärfung neuer fehlt uns daS Geld. In jedem jüdischen Hause wird,, sich aber ein leicht entbehrliches Buch finden, ein jüdisches, hebräisches oder ein Buch fremder Literatur. Alle Spenden sind an den Waad Hechaluz. II., Zirkusgasse 38, zu richten. - * Jüdischer Arbeitsnachweis. Das Gewerbeförderungsamt des Jüdischen Nalioualrates, II-, Taborstraße 20a (Seit* pbon 41.630) har im Nahmen ferner Bestrebungen zur beruflichen Umschichtung der Juden in der Richtung der Zutührunn derselben zur nianuell-produllivkn Arbeit einen Arbntsnachweis für jüdische A> beiter errichtet. Alle Inden werden dringend ersucht, die Intentionen dieses Amtes zn unterstützen und sich bei Bedarf von Arbeitsk: äiten an diesen Nachweis zu wenden, in dessen Evidenz Professiomsten, Hilisarbeiter, Lehrlinge.,all er Art, Hans«, Bureau-, personal usw. vertreten sind. * Die Speditionsfirma Leo Wang» II., Ferdinandsstraße 29, übenrnumt zu den billigsten Tarifsätzen Transporte aller Art nach Rumänien per Schm mit Amladung in Giurgiu und Galatz sowie per Bahn mittels direkter Spezialzüge nach C z r r n o w i tz. * Wiedereröffnung der beliebten Koscherreftauration Spritzer in den prächtig renovierten Lokalitäten, U., Obere Augmtciistraße 72, vis-ä-vis Hotel Bayrischer Hys. Ab? Uhr vormitlags wird sowohl kalte als auch warme Küche vrrabrc'.chk. Bereinsnachrrchten. Hechaluz. Heute. 3 Uhr nachmittags, Sitzung. II, wraterstraüe 9. — Hörer und Hörerinnen'des Jüdischen Pädagogiums, tzie Jytereste für eine h-er zu gründende pädagogüch-w^sienschafflnNe Berinchssielle haben, werden ersucht, sich zwecks drrsbe.siiglrcher Besprechung Freitag, 3 Uhr nachmittags, im Jüdischen Pydaaogmm einrnsinden. — S p o r t k l u b H g s in o n e a. Sämtlich? Wtglirder werden ersucht, morgen um o Nbc ' nachmittags ipr Deremslokal, Cass Elvira, II., Ausstellmgystratze \b, erscheinen zu wollen. Die Erniihrrmg. Der Marktbeeichl. Die Grün Warenmärkte waren gestern mit H?- müse aller Art gut versorgt, Unter anderem gah es besonders viel grüne Fisolen und italienische Paradeiser. O bst war durch Birnen und Aepfel heimischer und italienischer Herkunft vertreten, außerdem standen kleinere Mengen tzon Zwetschken, Preiselbeeren und Hollunder zur Verfügung. In der Groß Markthalle waren alle Flsischgottnngen angeboten. Infolge der hohen Prsjss einzelner Sorten fanden nur die billigeren lebhafteren Absatz, Ein kleines Quantum von Enten auf dem Geflügelmarkt fand wegen des hohen Preises wenig Käufer. Im allas, meinen war da-Lchlngebot mehr als ausreichend, der Veffmjr war gestern eiiKs lebhafter als in den letzten Tagen. Auf dem Fisch mar kt stand bloß ein geringfüg'ges Ouaprum von Weißfischen zur Verfügung. Kprtoffelabgqbe. Freitag bis Sonntag werden im X. Drsirk ausländische Kartoffeln zum Preis? L 10 per 1 Ksioknamsn und nn XI. ni'd Xll. Bezirk inländische Kartoffclu zpm Preise von K 8.60 pep 1 Kilogramm, per Person V* Kilogramm, gcgm Llbschnitt ll der Kartoffclsar-e abgegeben. Zentralkonsumverein perHochschnlex, IX.Porzellflngasfe 30. Warenabgabe tns 7. August: Gezuckerte Kondensmilch, Zünder. OelsaA>inen. Kerzen, Marmelade. Nestls-Kindermehl, Tee, Wanzenkett, Schweinefett und Seife. Alle Mitglieder werden ausgefordcrt, sich zwecks Belieferung mit Liebeßgabenpaketen des Zmtralm cs der geistigen Arbeiter ehebaldigst mit Meldezettel und Personatdokmnemen in der Kanzlei anzrimelderr. Bühne und Kunst. Aus den Theatern. Die Neue W i e n e r Bühn e hungt in hex kommenden Saison das. Schauspiel „Die kleine Sklavin" des jungen Dramatikers D i e tz r u s ch m i e d, ein Kampsstück gegen den Mädchenhandel, welches in Hamburg und Berlin großes Interesse gesunden hat, zur Aufführung. Die Hauptrolle, welche in Deutschland von JdaO r,l o s f kreiert wordm war. wird bei der Wiener Aufführung Elisabeth B e r g n t r spielen. ‘ Im Wiener B ii r g e r t h eater gelangen Samstag drn 7. d. M. „Mejn Leopold" und Sonntag den 8. d. M. yDer Meineidbaue!." zur Aufführung. Kienzls „K n h r e t g e n“ in per, StgatS? vper. Kienz l S Oper „K u h r e j g e n", di? in per Volksvver erfolgreich aufgeführt worden ist, wurde von der Direktion der Staatsoprr erworben. Die Erstaufführung ist stip den Spätherbst festgesetzt. Am 12. d. M. werden das D e y t s ch e B o l k s t h? a t e r und die K a m m e r s p i e l e wreder eröffnet.' Im Volkstheater wird »Wilhelm Test" zur Darstellung gebracht. In den Kamrnnspielrn gelangt „Schloß Wettnstem" von W e d? k i n d zur Aufführung. Die Staatsoper pich Pas B n r g t h e a t e r werden am 1. September eröffnet werden. Am WienerStadttheater verhlerbt die erfolgreiche Komödie „D e r T o t s ch l ä a e r" von Emile Zola den ganzen Monat August auf dem Svirlplan. Karl F o r e st gastiert a l l a b e n d l i ch m der Rolle des C p u p e y «. Stinkbomben im Theater. Während eines Gastspiels des Düsseldorfer Schauspielhauses in Dur S b p r g — zur Ausführung gelangte Wedekrnds „Frühlingserwachen" — wurde ein Bombardement mir Stinkbomben eröffnet. Die Vorstellung konnte aber weitrrgeführl werden. Der jüdische Komponist Boris Grotzmann ge' storben. Boris Großmann, der in letzter Zeit in Berlin mehr* lach (meist im Lahmen national jüdischer Veranstaltungen) -yfae? iührtr Kouspomst, ist im Alter von -7 Lahre» »estorvip. An hnatetlftfttfrt* «nich»«rtckt Gryßmsrm« rttrv finn««dsn Smtcf in Berlin pt Üranfsrhrm,, k»«»«tz. 100.000 Kronen Belohnnng de»st«i-«k, I» «ochwriß, d^ß Erik Jan Hannffen bei Nnsführirngkn seiner Experimente in der Sommerareua im Konzerthaus ihm bekannte ooee hesrepndcte Peuonev au! die Bühne bringt. WLeyer MprgevAeMng ^_ Sport. Deutsche Blätterstimmen über die Aysoah. Das Zentralorgan der mitteldeutschen Sportleute. „Der Kamps "-Dl esden schieibt zum Spiel der Hakoahner in Dresden: H a k o a h g e g e n B. F. C. 3:2. 'Es ist eine bekannte Tatsache, daß noch keine Mannschaft, und mochte sie noch so traditionell hohe Klaffe vertreten, in Plauen ein Ueherraschungsrefultat herauSholen konnfr. Im Gegenteil mutzte sich bisher jede zu Gast kommende Elf ihre Tore erkämpfen! Es ist daher kein Wunder, daß dieseZ Spiel ein Fußballkampf im wahrsten Sinne des Wortes wurde. Wien zum ersten Male in Planen. Die Menschen wallfahrtrten förmlich nach dem sehr llcsnem aber hmlick gelegenen Platze drS Vogtländischrn Fußballklubs. Hakvah ist ein jüdischer Verein und dieser Umstand mag dazu beigetragen haben, daß dem Spiele zum ersten Male Huyhexte heiwohntrn, die bißher nur wußten,. daß es „dumme Kerls" gibt, die ejuer ausgepumpten Lederhülle nachlaufen. Nach diesem intereffanten Treffen frugcn viele solcher „Neuerwerbungen", wann das nächste Spiel sei. Am Sonntag betrat Hakogh den schlechtesten Platz, der ihr je begegnete, Plauener Spieler sind, solche Sturzäcker gewöhnt, gibt es doch in Plauen nur sehp schlechte Plätze. Aufgeregt beginnen bereits die Hakoahner das Spiel. V, % C, ist seiner Sache sicher. Der Sturm enorm verstärkt durch Schröppler (Konkordia) und die Läuferreihe durch Schneider (Sportklub)- Im Tov steht einer der besten „Mitteldeutschen" Domschke. Trotzdem die Wiener mit 10:1 (Ecken) ihre Ueberlegenheit fcststellrn konnten, so gaben sie nach d?m Spiele unumwunden zu, jn ihrer Heimat nicht, pnl ugd. Hintcrmgm;? schaffen zu besitzen. - Bedapersich ist nur, - daß. unsere Maynschyff picht eine Sekunde, den GLstey gestattet, ihre Kpnst heyr Publikum demonstrieren. Im GrgenW, Mst Hnrra Md jeder Versuch des Gegners,. Technik und BallhehaMu.pg zu zeigen, in einer Weise, zunichte gemacht, die jede vornehme Fußhallygse Mtlisiumept. Diesem rücksichtslosen Pozwischensahnn schinz W Schiedsrichter (Trautmann) noch Vorschnh leisten zu wollen, denn jede „Hayd-- arbcff" ließ er geffep, konnte picht einmal seinen Lokalpatrivpsmus vexkpeiseu. um einen Elfer füx „seinr^ Stadt zu -Srb.:n, der jeder regelrechten Grundlage entbehrte./ Gnen solch layffaulen Pfeifer habe ich tatsächlich ' seit langer Zeit nicht gesehen. Er grfick sich scheinbar sfibst und machte sich durch dieses geradezu unglarrhsich? Vechalseu zum Vgter eines Lußexst scharfen Spieles. Nach Seitenwechsel hatten die Hakoah-Leute hinter dm Kulissen ihre tzrktio.n yom Sektionsleiter erhalten. DaS sich nun «uiWckAndr Spiel war ruhige? und. bald konnten sich die zahlreichen Fußbqlleythusiysten qon der großen Güte der Wiener übexzengkn. P. F, Cz kam wenig über die eigene Stz'MWe Wans und trotzdem Domschke mriffrrlich sein Heiligtum' tzertöidigte, prgffrlte dsr Linksgußen Wiens einen Schpß als zweites. Tor für feinen Kttzb in die Maschen. Gansl, her jy syst lächnlichtzr Werse rpuuex von.drxi Mann hrwacht wurde, konnte sich bald darauf doch hindNchgrheilen und das Resultat auf 3:1 stellen. Einzelne Durchbrüche der Plauener fanden imm^? poch durch Schrppplers Mitarbeit einige Bedeutung. A?eh? als tausend, seiner Aphäugemhatteu auf „sein" todsjcheres Tor get-ppt. Sie Fanten durch einen Prachtschuß ffires L'leblfngs noch ganz kurz vor Schluß aus ihr? Kosten. Per rechte Bertethlger. Hakqahs' Wychte er ihm allerdings recht leicht. Der; nunmehrigen Gegnern der Hakoah sei.'gesagt, daß chr Signd schwerer sein wird, wie der des V. F. C., dieses dürfte kla? sein- Die nach Schluß des. Kampfes ahgeschloffenm Tips für Zeipzig waren noch Whr wie intereffant. Hoffentlich kann Hakpäh einmal . in Sachsen gegen einen technisch einwgndsreiereN Gegner mehr zeigen wie dieses Mal. Und hoffentlich gelingt es/ Schiedsrichter zu finden, die jedes Foul gebe». Faustball und Rugby spielt jeder impulsive Spieler gern« In Plauen gah de? Pfeifer zu solchem Spiel vollste Genehmigung. Sächsep steht jedenfalls noch vor großen Ueberraschungep. ^ins steht heute schon fest: Hakoah ist dse populärste Mannschaft, die je Deutschland bereiste, und jedem Sportsmann sei qnempsohlen, die Eigenart dieser Menschen einmal kennen zu lernen. Ueber die einzelnen Spieler heute schon definitiv Kritik zu Üben, halten wir nicht' für angebracht. Hakogh hat s7'Spieler mit und es ist noch srstzustellcn, welche die besten sind. W'aS Ballbehandfilyg qnbelflngt, scheint Braun, der ehemalige Mz T. K-Spieler, der beste zu sein. Er exbte von seinem ehemaligen Klubkamexad'en Schaffer alles. Nur nicht den Schuß! Die H-koah spielte in folgender Aufstellung: Halpern; Scheper, Lewitus; Slutzkh, Grttnfeld, Molnar; Häusler, Braun, Gansl, Polatschef, Katz. ■ 1 r ' ■ »..-it1; »—TT"r.*^i***. Hakgqkj^Neservm in Pistyon siegreich. Die Hakoah kam Samstag, 7 Uhr abends, in Pistyan an und wurde von Funktionären des Pistyaner F.E.herzlich empfangen. Ausgezeichnet war die- Verpflegung. Die ungewohnten Genüsse rächten sich dann auf dem Spielfeld. Das Wettspiel fand anschließend an ein Gartenfest statt. Vor ungefähr 2500 Zuschauern blieben. die Hakoahner nach interessantem Kampf 1:0 siegreich. Die Vertreter der jüdischen Farben traten in folgender Aufstellung an: Roth; Weiß, Wertheimer; Bank, Rosenfeld, Herlinger; Gruschka, Finko, Schwarz, Kolisch, May. Die Hakoahner hinterließen durch ihr faires und gutes Spiel einen günstigen Eindruck, wobei das Publikum nicht mit Beifall kargte. . Die Hauptstärke der Wiener lag in der Verteidigung. Die Deckung arbeitete recht erfolgreich. Insbesondere Herlinger bot eine vorzügliche Leistung. Der Angriff kombinierte im Mittelfeld sehr hübsch, doch war «r vor dem gegnerischen Tor» -n miMchlosfMtm «folglMßy IWw* im HWMW- Mtzch, -Nlschkg, Vv» de» »« -er »uSaEen» Mr. Wächter vorzüglich und ist es dessen Hauptverdienst, daß das Kefultat jo. knaptz ausfiel. KeKr gut war. auch 6. August 1820 Ar. 8Ä'1 ——————.—-— -:-~j ----; : ..." -"it -Sedlcstschek vom W. A,,C., der Mittefloäffer spjelte« Chalupka war ein 'guttzp Lenker des Angriffes. Hafoah hatte por Halbzeit mehr vom Spiel, doch war der Aüg^iff'schüß'sicher. Ein Elfer gegen die' Einheimischen würde die Beute des Tormannes. Nach der Pause war das Spiel offen. Den Einheimischen wurdö ein Elfer, ^gesprochen, den Roth aher hielt. Gegen Spielende macht sich die größere Ausdauer der Hgkoqhner geltend und Finko kann fünf Minuten vor Schluß siegbringende Tor erzielen. Schiedsrichter SterpfeU (Budapest). V.y.' Ein zweLter jüdischer Schwimmverein. Eine Schwimmsektion des Hechawer. flutcr vielen Mühen und Opfern ist es dem I. Sp. D,' Hechawer gelungen, eine Schwimmsektion ins Leben zrt rufen. Besonderer Wert wird auf dse Ausbildung ppp Nichtschwimmern gelegt, die unentgeltlich durchgeführt wird.. Aber auch Sportschwimmen wird unter sachkundigem Training besriepeu« An den Mitgliedern des Vereines ist es nun, durch eifrige Arbpls und Propagalldälät'gkelt. di? Sektion zu voller Bsiite zu brjqg^ Das Training findet bis aus weiteres jeden Freitag v,p^ Vs8 bis 9 Uhr für Damen und Herren gemeinsam' im Beat r ix- B a d. lll., Linke Bahngaffe, gegenüber dem Stadtpark statt.' Auch Gäste haben Zutritt. Sportklub Gideon. Wochenprogramqü D i e it;s tag und D o n n e r s t q g Training der I. Mgyy« schglt gh 6 lsin. Montag und Mittwoch der II. und III. Mguy-. schaff ab 6 Uhr. Ncuaum^dnvacn werden jeden Mittwoch i« Cass Nähling. I.. Georg Cöch-Platz 3, von 7 bis 8 Uhr^en'tgrgeugeuommen. Zuschriften sind an Herrn M. Kohn, H., Hermiffengasie 14/-T,. w richjcu. . ‘ i Hazair. Heute Vs7 sibr gbends im Klubheim. IT-, Vrgter^ straße 43. S p i e l e r v e r f a m m ( u n g und Neuaufnahme»! nachher Leitungssitzung. ' H Jüdischer Athletikklub. Die Klubleitung hofft, in li Tagen chren neuen emgezäunten Sportplatz beüch'en zu können. Vorläufig train'crcn die Spieler am Gleichheit-Platz. Training Dimsiag und Freitag von 5,bis 8' Ubr. NengnmAdüngen werden täglich ab 8 Uhr abends im Cäf6 Neulaffo.. XYt* Thaliastraße, entyegenaenommen. Schriftliche Anfragen sind aü Fritz Fürst, XVII., Dornerplatz 10, zn richten. ' "'s Neue Sportvereinigung. Für die westlichen Bezirkt Wiens ist eine neue jüdische Sportvereinigung entstände^.die de» Namen A w o d a h führt. ' ' V Gerichtssaal. Aeber eine DrertelmiMon gestohlen. Vor dem Schwurgerichte unter dem Vorsitz des Lander-, gerichtsratcs Dr. Dörr hatten sich gestern der Speditionsbeamt« Adolf Rein is ch und die bereits vorbestraften Spedition^ avbeiter Leopold Schneider, Robert F o i t h und Alfred I o b st wegen Diebstahls zu verantworten. Den Angeklagte» lag zur Last, in wiederholten Angriffen aus dem Besitze ihrer Dienstgeber, des »Zentral-Speditionsbureaus", Waren im Wertß von über einer Viertelmillion gestohlen zu haben. Die Beschuldigten sollen noch andere Diebstähle verübt haben, doch konnte hiesisi ein stcherer Beweis nicht erbracht werden. Trotzdem die Ange< klagten geständig waren, verneinten die Geschworpen die Schuldfragm, worauf der Vorsitzende deu F r e i s p r u ch der ganzen Gesellschaft verkündete. 1 Mit tschecho-slowakischey Papieren. Vor dem Schwurgericht unter dem Vorsitze des Oberlandesgerichtsratcs Dr. Kästner hatte sich gestern der frühere Beamte Lea Ne uptdttn gegen eine vom Staatsanwalt Dr. Tuppy vertretene Anklage wegen Betruges zu v:rantwortm. Der Beschuldigte halte seinem Bruder Legitimationspapicrc der hiesig«^ tfchecho-slowakischen Gesandischaft hcrausgelockt und war mit diesen, überall als Sekretär dreier Gesandtschaft ausgetreten. Unter dem Vorwand, es sei ihm möglich, auf Grund seiner Beziehungen Lebensmittel zu liefern, batte er einer Reihe von Personen eine» Gesamtbetrag von K 17.000 hrrausgefchwindelt. Die Geschwornep bejahten einstimmig die an sie gerichteten Schuldfragen, woraus der Gerichtshof den Angeklagten zn z w e i I a h r e n schweren Ke r k e r s und zur Landesverweisung Verurteiltei Aus den Geheimnissen der Valtfllaspesiilatrtzrtz Por dem Bezirksgericht Aeoppldstadk fand gestern diH Verhandlung über eine Ehreubeleidigungsilygstatt, die Expoxtsspr Wftor Aathq nson gegen dgy NankgpschpftSinhgber Lep stk o f tz n M a n n deshalb eingehrachf Haffe, er Ppn letzterem anläßlich einer Kontroverse ftssgep HM Geschäftein Kxrygtgnalß unanstärchMx Wnfch ba^pichMs worden fvj. L^r Verteidiger des nicht erfchisspenen Mse« klagten, Dr, Aufrichtz gab die Verantwortung des , tynß& klagten dahin ab, er habe von einem unanständigen gehen dos PxivstklägHLß gesprochen, und dqs sei esim berechtigte Kxjtjk gewesen. Herp Nathanson habe nämlich .tzorrn Rssssnmann dep Auftrag ^um Ankairf ojneD größvrop Postens LÄnyten geg-eben, hpök aber: am kritischen TM piq Lcinyten nicht übernehmen wollen, sondern erst arn WMSY Tage, indem er hem Bankier den Vorwurf machte, ep HM' sich ötz einem apdexen Kurse eing^deckt, als e>x ihn perechM Der Kläger habe somit den Geklagten auf unfmpe Weisßqy schädigen beabsichtigt; er Hape bereits am Vortag genast ge-, wutzt, wie der Kurs der Leinoten steht, er hatte aber die 8$* sicht, diesen Kurs nicht zu bezahlen. Kläger habe auf derst' Rücken des 'Geklagten spekuliert und das sei unanständig fd»r Kläger verwahrt« sich Gnkschisdßn gegen diesen Borwuesi Dr D ßy «m> tMym Platz? u«tz stzip« kaufmännische PH« ftf Im unpNAMftetz. p«Airk»«icht?r Px. Dittmtz«« trug der Beranwortung de- Geklagten Nechnung und sYpaH ihn frei. Der-Klagevertreter Dr. Berncck meldete die"Berufung an. >'

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