Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1920-08-01 · Heft 548 (1.8.1920) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 548 (1.8.1920)
Date
1920-08-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2979076-2979416-2979626--04846-2990634
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

| Tette il. " Wie», Sonntag ..—1■■ ...... I.II.--I.'.. -» Tagesbericht. Der Seelenforscher als Arzt Vor eini«zer Zeit hat cs in Wien großes "Aufsehen erregt, daß in einem Straßenbahnwagen ein Passagier einen anderen mit dem Bemerken anhalten ließ, dieser trage sich mit einem Mordplan, was aus dem Ausdruck seiner Augen Zu ersehen sei. Tie'Behauptung erwies sich zutreffend und ienkle die Aufmerksamkeit weiter Kreise aus die verblüffende Fähigkeit des Anklägers, des Fabriksdiroktors Sieg- ' fticb Kann, aus den verschiedenartigsten Stimmungen eines ihm vollkommen fremden Menschen dessen Lebensschicksale bis ins einzelne zu rekonstruieren und ihm für die weitere Entwicklung wertvolle Ratschläge zu geben. Diese Kunsi des Herrn Kann ist den sachverständUchen Zirkeln schon seit langem bekannt gewesen. Es handelt sich hier nicht um die jetzt so beliebten Spielereien mit Okkultismus und Viertdimensionalen Sensationen, sondern um die ernste Arbeit eine* * Mannes, der, seit langen Jahren mit Physiognomik beschäftigt, zu festen Anschauungen gekommen ist, die er in den Dienst der Wissenschaft stellt. Es ist eine lange Reihe geistiger und physischer Störungen, die Direktor Kann durch feine ziemlich einfachen Methoden beseitigt. Er sieht auf. den Grund der Seele, diagnostiziert aus unwillkürlichen. Reflexen, aus dem Pulsschlag, aus dem Augenausdruck und aus tausend anderen Symptomen die seelische Verfassung und heilt psychisches Leid. Er ist ein Seelenarzt mit scharfem, kritischem Blick und vor allem Güte und warmern Verständnis für Menschentum.. Die Vertreter der zünftigen Wissenschaft haben voll Staunen Herrn Kanns Arbeit angesehen und ihm seine'psychologischen Kuren bestätigt, wie er übrigens auch ein dickes Konvolut von Schreiben voll überströmenden Dankes Geheilter dem.Besucher vorlegt, den er durch seine Experimente, noch, mehr aber durch sein ruhiges, phrasenloses und bestim» mcndes Wesen für sich gewinnt. Man muß im Interesse aller Kranken sowohl wie der Seelenforschung im allgemeinen wünschen, daß die Oesfcntlichkeit sich intensiv mit diesen segen-vollen Arbeiter eines seriösen Mannes befaßt, der nicht nnt Reklame bluffen, sondern Heilert will. M»rse«zeit»NK '— -—■-——i^ Mitteilungen ans dem Publikum. Julie Morgenroth Med. Julius Schwieger Przemysl Lemberg empfehlen sich als Verlobte Przemysl, im Juli 1920. si97 Josefine Redisch Hermann Rubel " Wien Jagielnica; empfehlen sich als Verlobte Wien, im Juli 1920. si78 ZUR VERLOBUNG meiner Freundin JOSEFINE REDISCH mit Freund HERMANN RUBEL gratuliert herzlichst und wünscht Maseltow 31-3 PHILIPP FRÄCHTER. Gifsti. und .Markus Weiser zeigen hocherfreut allen Verwandten, Freunden und Bekannten die glückliche Gehurt eines strammen Jungen an. siSs B UILLA2TTEN, Perlen, Gold, Silber. Platin tmd Uhren kauft zu Höchstpreisen i.. Setter, J Möbel u. Ismenin grösster Auswahl. Nur gediegene 619 Erzeugnisse. ■ J.SP1RA Wies, 911., SieUensiereg. 1 d. 2 (Ecke Karl Schweighofergasse). Jüdischer Verein Mord « Os t Wien, II., Taborstrasse 2.1a . Die Steuerdemorrftration der Wiener Kaufreute. Montag nachmittags wird eine Massendemonstration aller Wiener Kaufleute und Gewerbetreibenden gegen das Steuerprogramm der Regierung sttaffinden. Die Teilnehmer werden sich bezirksweise sammeln, und hierauf zum Rathaus ziehen. Die Behörde erwarteteiEn vollkommen ruhigen Verlauf der Demonstration. Sie Ha5 fewAerständtich trotzdem nickt verabsäumt, die nötigen Vorbereitungen zu treffen/ welche für die Aufrechtechaltung der RuW und Sicher-, heit notwendig sind. Bei der letzten Demonstraüon am 29. April hat es, wie noch erinnerlich, vor dom Parlament antisemitische Krawalle gegeben. GcKeralVersamMlAng der Wiener Bezirksksankenkaffe. . Unter dem Vorsitze des Präsidenten Adolf P a s ch i n g e r fand heute eine außerordentliche Generalversammlung der Wiener Besirkskranlenkasse statt. Nach dem vom Vorsitzenden erstatteten Geschäftsberichte für das Jahr 1919 war das Aufhören des seit Kriegsbeginn beobachteten Sinkens des Mitgliederstander und die Zunahme der Arbeitgeberzahl von besonderer Bedeutung auf die Entwicklung der Kaffe. Der Mitgliederstand betrug im Jahre 1919 durchschnittlich 95.437 Personen, wovon 55.16°/o Männer, 44.82*/,) Frauen waren. Das Erkrank» v g S p r o z e u t war 40.38 gegen 45.47 des Jahres 1918. Die G e bürten haben zugenommen, und zwar 1065 gegen:861 des Jahres 1918. Die Anzahl der Todesfälle im Jahre 1919 war 1606, im Jahre 1913 2039; auf Tuberkulose entfalle« s7.23°/g aller Todesfälle, das »st eine Zunahme von. 8.97°/s gegenüber dem Vorjahre. WohRungsfürssrge für oftjüdische Arbeiter i« Berlin. Das jüdische Arbeiterfürsorgeamt in Berlin beabsichtigt, in der Nähe von Berlin Teile eines Lagers zu mieten und hier Unterkunft und Arbeitsgelegenheit für eine größere Zahl ostjüdischer Arbeiter zu schaffen. Es war «Ausschlaggebend für diesen Plan, daß augenblicklich in Groß-Berlin. die Wohnungsverhältnisse unter den Flüchtlingen - von Tag zu Tag katastrophaler werden und daß gerade die ärmeren Flüchtlinge unter Umständen zu übernachten gezwungen sind, die ein sofortiges Eingreifen der jüdischen Hilfsorganisation erfordern. Bei der in einem Lager einzurichtenden Arbeiterkolonie handelt es sich um eine Angelegenheit, die nur unter aktiven Beteiligung der in Frage kommenden Arbeiterkätegorien lcknd unter ihrer möglichst weitgehenden-Selbst- und Mitverwaltung zu einem Ergebnis führen wird.' Es. soll naturgemäß nicht nur Unterkunft geboten werdensondern es sollen in ausreichender Zahl Arbeitswerkstätten zur produktiven Beschäftigung von Schneidern, Schuhmachern-, Tischlern usw. eingerichtet und für eine weitere Zahl von Arbeitern Lehrwerkstätten bereitgestellt werdenin denen gerade die. nur angelernten oder nicht genügend ausgLbildetensiugendlichcn Flüchtlinge sich in ihrem Fach vervollständigen können. Aus diesem Grunde kommt für die Arbeiterkolonie zunächst nur ein Stamm von möglichst organisierten jüdischen Arbeitern in Betracht, die von vornherein eine Atmosphäre strenger Selbstdisziplin und Arbeitslust schaffen und ungeeignete Ele- > mente von sich heraus ausmerzenm Es wird also, eine strenge Auslese der für das Lager geeigneten Flüchtlinge unter engein Zusammenarbeiten mit den Vertretern der jüdischen Arbeiterparteien stattfinden.'-Die' Grundlage der Produttivwerkstätten spll eine ok'wiieuickattlicki: sein. - " " Heule, den 1. August L J., findet,im Restaurant „Pratcrfce“, II., Häuptallee 5, ein mit reichhaltigem Programm statt. 3166 Restliche Karten an der Kasse. Im Falle einds Regenwetters findet das Fest Sonntag den 8. August statt. ■ptra. TOPfiRÄTÜR-ÄMSTÄLT Ä(. Panama, Girardihttte nnd allerhand Hut- JaMassit repar&turen werden nach neuester Mode prompt nnd billigst modernisiort XVIII., W&bring-er Gfirtel 21 und VII., Karlahllfarstrass« 86 * Brand auf einem Flugplatz bei Prag. Ans Prag. 31. d. M.. wird gemeldet: Heute nachmittags geriet auf dem Flugplätze K b e l l bei Prag die sogenannte „Fiemdenftaüon" in Brand und brannte, da wegen Wassermangels nicht eingeschritten werden konnte, vollständig nieder. Den Flammen fielen drei Motoren, 100 Liter Bensin sowie die Kleider und das Geld der dort beschäftigten Mannschaft zum Opfer. Der Schaden wird aus Xö 200.000 geschäht. * Unfälle. Der Zimmcrmann Frcnn B a u e r ist gestern beim Brückenbau tit Mannersrwrst durck Einstun eines Gerüstes abgestürrt und hat d;n linken Oberschenkel gebrochen. — In den Eleklrizüätswcrken in der Engrrlhstraffe ist gestern die Kette eines Flaschenzuges gerissen und d?r Fllsichenmg fiel auf den Hilfsarbeiter Georg Kontos, XX., Wehlistraffe 55. und verletzte ilm schwer. — Der 20jährige DachdeckergehilfeLeopold Schneider ist gestern bei der Arbeit ans dem Dache des Hauses 21. Bez.. Pragerstraße 84, zwei Stockwerke tief abgestürzt und hat schwere Verletzungen erlitten. * Die Kinabesitzer «nd die neuen Steuern. Der Bund der österreichischen Lichtspieltheater hat rn einer gestern abpebaltcnen nahezu von sämtlichen Kinobesitzern Wiens besuchten Versammlung zu den gevlanten kommunalen Stenerabgaben Stellung genommen und sich einstimmig für die Schließung der Kinos vom 16. d. M. ausgesprochen. Referent Vizepräsident P r i b i l machte die Mitteilung, daß die mit der Union der Angestellten und dem Musikergremium geführten Lohnver- Handlungen vorgestern ab g b r o ch e n worden sind. Die Versammlung sprach sich für die Steuerverweigrrung aus. * Heimkehrerbewegung. Vom Schiffst, ausvort .Lisboa" 'und „Kiew" sind am 20. Juli 78 österreichische Kriegsgefangene und 400 Fremdnaüonale eingetroffen.-Ferner weiden demnächst *44 invalide Kriegsgefangene der verschiedenen Nationen ans den Lazaretten von Stettin abgehm. Der Dampfer „M a r 1 h a" ist von Narwa am 27. Juli mit 196 Oesterrelchern und 967 Fremdnationalen abgegangen. ^Konstituierung der Reichaexekutive der vereinigten jüdische« Parteien für die Tschecho-St«Wskei. Anläßlich der Welthilfskonfcrrnz, welche vom 1. bis 8. August m .K a r l s b a d tagen wird, halt der Jüdische National» r a t eine Plenarsitzung ab. Diese findet im Sitzungssaale des „Bayrischen Hof" statt und beginnt Moutag de« 2. August um V,8 Uhr abends und wird am 3. August fortgesetzt und zu Ende geführt. Gleichzeitig findet die konstituierende Sitzung der. auf dem Brunner Kongreß der Bereinigte» Jüdischen Parteien neutzewäblten R e i ch S e x e k u t i v e der Verein egten JüdifchenParteeen ebendort statt. Die Tagesordnung wurde wie folgt festgesetzt: 1. Bericht über die Tätigkeit des Jüdischen Nationalrates seit dem Brünner Kongreß. 2. , Mitteilungen deS Vertreters der Pariser Vslögatiovs juives. 3. Finanzfragen. 4. Schulsragsn. Konstituierung der Reichserekutive, l. Bericht über die jüdische Frage in derSlowakei. 2. Karpothorus fische Ängelegenheitru, Parlament-Wahlen, soziale Fürsorge, Zeitnng. 3. Eventuelles. v Ein Budapests: Prifrssor gemaßrrgelt. Dem mit dem , Titel eines ausicrarventüchei, Professors bekleideten Privat sdozeyteu au der Buoapcsttr Universität Dr. Mar tL o. l d- 1. August 1920 Nr7L48^ --- --^ zieher wurde unter dem Vorwand seines BerhakteuD mährend der Proletarierdiktatur die Befugnis der Privat« dozentnr und der Titel eines außerordentlichen Professors entzogen. (Der Genannte ist nicht identisch mit dem berühmten Orientalisten Professor Ignaz Gold zieh er, übe» dessen Verbleiben an der Universität noch nicht entschieden^ wurde.) * Persone»'.--Frrnz-üge Wim—Salzburg. Die Führung der Personenzüge Nr. 19 und 20 Strecke Wien—Salzburgs wird von Montag den 2. d. M. bis einschließlich 20., ziehungsweisc 23. September ausgedehnt, und zwar der-' kehrt Zug -Nr. 19 seden Montag. Mittwoch und Freitag (ad! Wien-Westbahnhof/ 10 Uhr 10 Minuten abends, an. Sälz-j bürg 7 Uhr 50 Minuten früh), Zug Nr. 20 jeden Montag! j zum Dienstag, Mittwoch zum Donnerstag und Freitag zuntl Samstag (ab Salzburg 10 Uhr abends, an Wien-Westbahn-i Hotz '6 Nhr "40 Minuten früh). In der gleichen Zeit wirtz'^ bei diesen Zügen ein Schlafwagen Wien—Salzburg—Wiek! sowie ein durchlaufender Wagen nach Bad Aussee geführt.! * Zior!internierte«qepäck Aus Enaland heimgekehrte! Zivilinternierte, welche ihr Gepäck lpersönliche Effekten) in einem englischen Gefangenenlager oder beim P. O. W. JnformationSbureau in London zurückgelaffen -haben, wollen dreien Umstand! sogleich unter genauer Angabe threS Namens und. ihrer Adresse dem KriegSge'angeuen- und Zivilinterniertenamte i« Wie«. Vl.^i Getreidemürkt 9, Zlvilinternierteugruvpe. bekanntgeben, damit die Verteilung und Versendung deS aus England eingelangten, be-i ziehnngSweise noch zu erwartenden Zivilintrrniertengepäcks rasch erfolgen kann. 1 * Verschietu«« der Belvedere-Vera»rstalt««sett. Die andauernd ungünstige Witterung hat daS Alland-Komitee veranlaßt, die für gestern auberaumt gewesene Belvedere-! R e d o u t e und das für heute angesetzt gewesene 1H. B e l v e-! dere-Konzert neuerdings zu verschieben. DaS Iir. Belvedere-Konzert findet sonach am D i e« <- t a g den S. d. D?. und die B e l v e d e r e -- N e d o «t e a« Mittwoch den 4. d. M. statt. Karten für diese beiden Vrr-i anftaltungen im Bureau deS Alland-Komitees. III., Landstraße. Hauptstraße 1. Tel. 9577, in der Schloßverwaltung des Belve»! dere. Ul., Prinz Engen-Straße 3, und bei Kehlendorfer,! I., Krugerstraße. * Gesuchte Gebe«. Im Amtsblatt der „Wiener Zeitung vom 80. v. M. werden die Erben nach der am 11. April i« Judendorf verstorbenen KaufmannSgattin Frau Amalie Fried geborene Herschkowitz, zuständig nach Willy in Ungarn, und nach dem am 31. Mai in Wien (XX.. Wällensteinstraffe 26) vrr-/ storbeuen Beamten Sußmann R a t h n e r, zuständig «ach-, Stauislau, gesucht. * Verschwinden des Tiroler Kstnstleralbnws. Am 13. Jänner d. I. wurde ein „Tiroler Künstleralbum* in Oktav« formal mitBeiträqe« der nambaftesten Künstler und Dichter Tirols an Sektionsrat Dr.H. P f a u n d l e r in Wien (Korresvondenz- Bureau) als Einschreibebrief geiandt; es ist nach Mitteilung bcc, Innsbrucker Postdirektion am Bestimmungsort nickt eingelangtsomit in Verlust geraten. Das Album sollte als Grundlage zur Ausstattung eines deuischen Miisen-Almanachs für Südtirol dienen nnd enthält ungefädr vierzig prrsöuliche Widmungsblätter.' Wer Zweckdienliches zur Aufbringung dieses Albums berichten! kann, ist gebeten, an den Eigentümer des Albums, Dr. Anton Dörr er in Innsbruck, Stemerstraffe 2, gegen Vergütung der Auslagen, rtwaigenfalls gegen Finderlohn, Mitteilung zu machen. { * 2Rä«I- «nd Klauenseuche. AuS Graz wird ge»i meldet: An der rm Stubalpengebiet in bösartiger Form ausgetretenen Maul- und Klauenseuche find bisher über 500 Rinder, das stnd 20°/, des verseuchten Biebstandes. zugrunde gegangen. Die Seuche dürfte vermutlich aus Italien oder Jugoslawien einge*> schleppt worden sein und ist besonders bösartig. \ * Unter dem Verdacht des Betruges. Der 24jährige Privatbeamto Albert Köwi, Löwengasse 8, wohnhaft, wurde gestern dem Landesgericht eingeliefert. Er steht im dringenden Verdacht, sich von dem Gesellschafter der „Gesioba", Import- und Exportfirma, Dr. Bahunek, 6. Bezirk, Linke. Wienzeile 54, wohnhaft, ein Darlehen auf betrügerische Weise verschafft und es mit seiner Geliebten durchgebracht zu haben.' Er hat dem Dr. Bahunek vorgetäuscht, daß er der „Gefioba" 75 Waggons Robhanf im Werte von 25 Millionen Kronen aus Italien vermitteln könne. Außerdem wird er beschuldigt sich vom Chauffeur Heinrich Wöber, 18. Bezirk, Hocken gasse 25, ein Darlehen von 9000 Kronen genommen und sein- Automobil 'durch acht Tage für sich in Anspruch genommen, zu haben, ohne einen Heller zu zahlen. \ - '* *Kafseneinbruch. Am 30. Juli nachts wurde bei dep Firma Benoditt P e r u tz, 9. Bez., Türkenstvatze 25, ein Einbruch verübt. Die Täter sprengten eine eiserne Kasse auf und. .entnahmen ihr: 25 Aktien der Preßburger Kabelstrbriken, 50 ungarische Hofherr-Aktien, einen Pfandbrief der Ungarischen Cskomptebank auf 10.000 Kronen, dann 30.009 Kronen, in ungarischen Noten, 20.000 Romanow-Rubel, 20.000 Duma- Rubel,. verschiedene Silbergegenstände, ein Scheckbuch für Hans Perutz, ansgestellt von der istiederösterrsichischen ESkomptebank, ein Scheckbuch der Allgemeinen Verkehrsbank und den Reisepaß des Hans Perutz. i * Uebernahmpreise far Getreide. I« gestrige« StaatSgesetzblatt gelangte eine VollmgSanweisnng deS StaatSamtcs für Volksernährung zur Btrlaulbarung, mit welcher di« UrbernahmSPreise für einzelne im Jahre 1920 geerntete Getreidegattungen festgesetzt werden. Danach sind für die nachbenannte«, rm Jahre 1920 geernteten Getreidegaitungen bei der Ablieferung an die Oesterreichlsche Getreideanstalt von dieser nachstehende vorläufige Uebernahmspreise zu entrichten: für 1 Meterzentner Weizen K 1000, für 1 Meterzentner Roggen K 1000, für 1 Meterzentner Gerste K 9t0, für 1 Meterzentner Hafer K 800, * Verband der jüdischen Invaliden und Heimkehrer in- Wie», II., Obere Do«austraße 6&/4. Verteilung voq Kindernährmitteln au bedürftige kinderreiche invalide Akitglieder, unentgeltlich wochentags zwischen 5 und 6 Uhr nachmittags. Mitgliedskarte mitbrmgm.! * Mißbrauch vd» Banknoten. Bor einige« Tage« sind im Verkehr Noten der Oefterreichisch-unaarischrn Bank aufgetaucht, die mit einem Stampiglienaufdruck $ politische» P p o p a g a « d a z » e ck e » versehen waren. (Besonders bei den Orrl-Leuten beliebt. Die Red.) AnS naheliegenden Gründen kann es nicht gestattet werden, daß die Banknoten zu Agitationlnnd Reklamrzwecken mißbraucht werden. DaS StaatSamt für Finanzen har daher eine BollzugLanweisung erlassen, durch die es untersagt wird, die für den Umlauf in der Republik Oesterreich bestimmten Noten der Orsterreichisch-ungarlsche» Bank mit textlichen Zusätzen zu versehen, zu Überdrucken, zu übermalen, zu stampiglieren. mit oder ohne Schnflzeichen zu perforieren oder sonstwie i« ihrer äußere» Form abzuändern. Noten, die auf solche Weise aber geändert wurden, verlirrenrhre gesetzliche Zahl kraft und dürfen von der Oesterreichisck-ungarischen Bank nicht eingewechselt oder umgelauscht werden. Mit anderen Worte« heißt das: Sie find keine Banknoten mehr, sondern wertlose- Papier.. Damit die gegenwärtigen Besitzer solcher Noten nicht geschädigt werden, wird die Oesterreichisch' ungarische Bank diese Noten noch Imuun 1.4 T a g e » ‘tmtur den bisbrmt» Modalitäten «i«*ec&fe(it »Hef umlar,fch«n«

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.