Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 548 (1.8.1920)
- Date
- 1920-08-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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[ Nr. 548 Wien,' Sonnfap | ■ ■ * ' Erhöhnng des Zollanfschlages. Im ficüttfltn Staatsgesetzblatt gelangte eine Vollzugsanweisung des Staatsamtcs für Finanzen, betreffend die Erhöhung des Zollaufschlages, zur Verlautbarung. Elektrotechnischer Kurs. Jur Hinblick auf den zu Pkwartigenden Bedarf an Elektrotechnikern beim Wiederaufbau Palästinas beginnt am % September 1920 ein neuer theoretischer Kurs über Elektrotechnik.-. der iolaende Kapitel besonders rin» «ehend behandeln wirdGrundgesetze der Gleich- und Wech'etstromtechnik, Akkumulatoren, Dpnamo- und Moioren'kunde. Jnställätronswesen. elektrische Beleuchtung und elektrische Bahnen/ Avmeldungcn im Gewerbe'ördrrungsamt des Jüdischen 9iat'Orio> rates,H.^TaborÜraße 2öa, täglich (mit Ausnahme von Samstag) von 8 M 12 Uhr und 3 bis 6 Uhr. i - . * Verlöre».. Ein Spieler vom Sportklub Hasmonea hat auf dem Sportplatz Krieau am 23. v. M. seine Brieftasche, enthaltend ein Dirnstzrngnis -auf den Namen Iso Wolf, nebst ver'ichiedenen Dokumenten und zirka K 150 sowie eine Markrnkollektion, verlortn. Der redliche Finder wird Meten, die Tasche gegen Fmderlohn rm Sporthcim, Cafe Elvira,!j:, Ausstcllungsstrsße 15, zn deponieren. /,'•■' 1 ' .. .*•.Hür durchreisende Chaluzim. Ilm die durchreisenden Chalnzim mit Kleibern und' Galdmitteln zu versorgen und . ihnen' während des hiesigen AüfenihnlteS ein Asyl zu ermög-- 'ltchen,. rküWituie'E- ' sich! Ms'/ „Böreinigte Hilfskomitee für durchreisende 'Clsalnfim". In. der am 27. h. M. int Vereins--. ldkal, 2. .Bezirk, Glockengasse 30, abgehaktenen Sitzung, die unter reger- Teilnahme 'stattfand, berichtete 'Vorsitzender Pfeil er über die Errichtung eines Finanz-, Kleider- und Tusspeisungstomitees. Redner regte die Organisjennrg eines Bahnhosdieitstes zwecks Abholung der ankommenden Chaluzim. ms.' 'Verschiedene .Korporationen sandten Vertreter, welche erklärten, an der,Aktion Mitarbeiten zu wollen. Mit der Aufforderung, für das Wohl der Chaluzim Und für die Entwicklung deö. neugegrittideten Komitees mitzuarbeiten, schloß Herr Pfeiler die. Sitzung. Motoren-, Automobil-und Chausfezirkurs. Am September 1620 beginnt ein-Kurs, der sich' mit dem Bau und Betriebvon Verbrennungskraftmasch-nen und im Anschlüsse daran mit dem Automobtlbau und der Automobill e n k u n g beschönigen wird. Bei dem Mangel emes dichten Eisenbahnnetzes .und großer rlektrücher Zentralen in Palästina ttzzrd das Automöhilwrsen und der Van und Betrieb von Kleinzentralen mit Lerbrennnngskraitmaschinc« in Palästina t erhöhte Bedeutung gewinnen. : Anmeldungen un Gewerbefördeiungsamt des Jüdischen Natianaltates, U. Tabmstraße 20a, täglich (mit. Ausnahme von SaniZtag) von 8 b/ß 12 und 3.bis 6 Uhr. - - - * Jüdischer ArbeiLsnochweiS. Das Gewerbeförderungsamt des Indischen Nmionalrates, kl., Taborstraße 20u. <TeU';4l630> hat iml Nahmen seiner Bestrebungen zur beruflichen Umschichtung der Juden rn der N'.ckiung der Zwührung derselben' zur manuell-produktiven Arbeit emeu Arheitsnachwels für jüdische Arbeiter errichtet. Alle Inden werden dringend ersucht, die Intentionen^ dieses Am!cs zu unterstützen und sich bei Bedarf von Arbeitskräften an diesen Nachweis zu wendenin dessen Evidenz Proseffiomsten, Hilfsarbeiter- Lehrlinge aller Art, Haus- und Bnreaupersonal u. s. w. vertreten sind. * „MeLaNum Gold" — («nt dem Regenbogen) die gutbewährte Taschenlamvettbakteric) - * Seltene Gelegenstekt! Weiße - Leinen - Halb- und Spanaenschuhe mitKomleßablatz. ff 35').—. Schuhhaus Ländler GumveUdorfetstraßc'68. ' ' ... .* Verjüngunghewiekt d«rch Frerrde über die tiefreduzierten Preise von Anzug- und Kostümstoffin, Seidcnwarcn, Dtcudlstoffen- Weil';-und Futterwaren. der in Billigtest und Solidität beliebten Wiener Nestcn-Mcsse, :VI.; Windmuh'lgasse 2, gegenüber der Laimgrubenkircke, - - , ' * Ausländer» Hausierer, große Post Kommißwäsche vvr beim Mayer, 1l., Taborstraße 39. * MöbelBerkamf zn ticfri'dttzicrtcn Preisen im Möbelhaus Neubauhof, Firma Gabor Bla»,, vil, Neubaugassr 6g. Auf telephonischen Aufruf 32350 werden die?. T. Kund-n mit eigenem' Auto nbgrkvlt. Im übrigen, wird auf die Ankündigung im Iimern'des Blattes aufmerlsam gemacht. BeremsALchrichtTn. < . Inge u d v er ein „A h a w a 1 k Zion*. II., Kleine /Zufahrtsstraße 160.' Heute Ausstug nach Kaltenleutgeben. Treffpunkt -um V-3 Uhr vormittags im-Bereinslokale. ll.. Kleme Zufahrtsstraße 160. Führung Kam. Stranckker. — Palästina- Sektion deS Akad. Vereines Jüdischer Mediziner i n W i e n. Die AerzteglUp'pe 'des , Palästina-Amtes und d:e Palästina-Sektion des Akad. Vereines Jüdischer Mediziner eröffnen für -chre -Mitglieder einen u n e n t g e l t l ich e n K it r s über / „AirSgewählte Kapitel aus der Klinik - und. dem Laboratorium der internen Medizin". Anmeldungen stir Mitglieder der Palästina-Sektion werden nur Montag den 2) d. M. von V-12 bis Vgl Uhr im Lokale des Nledtzincr- Vereines, IX., Wähnngerstraße 15/IV, entgegrngenommen. — G c r r c tt ft /o b t gesellschafr ..K i r j a h N e rm a n a h".- Montag den 2. d. M. um 5 Uhr im Cafe I n.d u st r i c l l e-n, Koukordiaplatz, P l e n a r v e rf a.m m l u tt g. Tagesordnung: 1. Bericht. 2. Ausschnßwahl. 3. Bestunmullg des Einzahlungstermins. 4. Bestellung einer Kommission für den,Landkauf in Palästina. 5. Eoeninelles.— Verein E rezI f r a e l. II., Prater Hauptallee 10. Heute mit 2 Uhr nachmittags ivichtige Besprechung der Chaluz- K w u z S'des Vereines. Um 5 Uhr Besprechung der Festkomitee- ' Mitglieder zwecks Ärbeitseinieillmg für'das Chamild)ah-Affar-be- Ab-Gartensest am 8. d. Ä)ä — Verein j ü.d i s ch e r Hörer ander Hochschule f ü r B o d e n k u l r u r. „Palästma-Seltion", I-. Böisevlatz 7. Heute um '/zO Uhr früh Plenarversammlung der Mitglieder der Paläftma-Sektion. Steuerfragekasten. «> SNiLtelstand,192v. Bei Berechnung der Vermögensabgabe können Sic für sich und Ibre Frau je X 30 000 und für >Jhre zwer Kinder je X 15.000, zusammen K 90,000, abrechuen. Vom Neste können Sie. da dieser wcn'ger als X 100.000 ansmachtnoch zweimal 5% für jedes Ihrer Minder abziehen. der -Nest erst wird als Bemeiinngsgrundlage der Vermögensabgabe angenommen. — Heimat 1877. D>e im Frühjahr 1919 abgegebenen „Staatsbürarrschafiserilärungen" sind nach dem Friedens- Vertrag irrelevant. Sie.müssen wegen Erlangung Ihres Heimatrechtes auch um Ausnahme in den Heimatverband der Gemeinde Wien ansuchen. dann, um Erlangung der-österreichlichcn Staatsbürgerschaft. Die Beantwortung Ihrer letzten Frage entfällt nach!dem Vorhergesagten. — Aktionär 1427. Die Aktien werden, wenn sie au der Wiener Börse notiert sind, bei der Vermögensabgabe mit einem Dnrchschnittskrlrse zwischen dem gemeinen nnd dem Erlragßwerte festgesetzt, höchstens mit dem gemeinen Werre.' Der Ertragswert ergibt sich aus dem Durchschnitt der Dividende der Jahre 1917 .bis 1919, aufgezinst mit 3'.',!Vo- Steuerzahler 1871. Sie sind im Irrtum. Nach dem Gesetze vom 27. Juli 1871, N.-G -Bl. 89, kann das Abschaffnngscrkerwtnis sowohl von der Landesregierung als auch von der Wiener Polizeidirektion mit der Wirliamkeit für ganz Oesterreich erlassen werden. Sie könnm hiegegcn bei der Landesregierung .bmnrn drei Tagen nach Erhalt -oder Kundmachung des Erkennlniffes rekurrieren. Solange der ^NefM.nickt erlediüt ist löiniin Sie. n-dit cib.geschoben werden. Wkereer MsrsenZei^r«g Ein Roman aus dem Osten MENSCHEN IM ABGRUND Roman / von Jakob Fingermann Preis gebunden Mark )2.— Neue Ur t e i 1 e: . ),D*s B.ach überragt an Bedeutung hei weitem alle jene Werke, die bisher uns -über diesen besonderen Kuliurkreis bekannt geworden sind . . . Der unentwegte Idealismus des gläubigen Judentums steigt im Hintergründe über dem Schauplatz sittenlosen Frevels im Glanze uralter, frommer Poesie auf . . . Die stürmische Bewegung der Handlung hat eine meisterhafte Geschlossenheit des Gefüges der Einzelheiten, der Stoff wird nicht zu naheliegenden Sensationen missbraucht, vielmehr macht, sich ernster, künstlerischer und sittlicher Wille achtunggebietend geltend “ K, v. Per fall (Kölnische Zeitung). „Man kompromittiert J'accusel* nicht, wenn man ,Menschen im Abgrund*mit ihm in eine Reihe stellt.** Südtiroler Landeszeitung, Meran. R. LöwitVerlag, Wien, I., Fleischmarkt 1 KormMimles. Wiener GeMeiUderat. Sitzung am 31. Juli. Die neuen Steuer« beschlossen. Die Budgetdebatte wurhe gestern vor- und nachmittags ftirtge'soßt und' in ^.später /Abendstunde' mit der Äiluahme dar vom'-Referenten Br ci t'ne r vertrctencn Vorlage .beendet.,-. Dsx. Vexlauf der. Debatte war' der erwartete. Dle Christlich >of,.ialen üb len eine schare Kritik, die üblichen Zusammenstöße. blieben nicht aus' imd schließlich/)vurde die Vorlage , nach der Spezialdebatte gegen die Stimmen.der ''Christlichsozialen unter den üblichen Kirndgcbungen angenommen. Die diesmalige Debatte unterschied sich im wesentlichen durch nichts von den früheren. Anklagen und Beschuldigungen auf der einen, Widerlegungen und Gegenbefchuldigungen/Mf'der anderen Seite. Ein markantes Ereignis in der. vorgestrigen Nachtsitzung jedoch muß hervorgehoben werden, weil es geeignet erscheint, eine Legende zu zerstören, die bereits in der Bevölkerung festen Fuß zu fassen schien: Die Legende dorr der deflZrtlofen christlichsozralcn Gemeinde- Wirtschaft. Der Referent sagte nämlich in seinem Schlußworte, daß die Debatte den Beweis erbracht habe, daß das Budget mit seinem Defizit nicht die Folge der sozialdemokratischen Verwaltung seit Mai 1919 sei, und daß die Christlichsozialen genau wissen, in welch ein Zustande sie die Verwaltung übergeben haben. Zur größten Ueberraschung der Zuhörer teilte er ferner mit, daß, wie wir bereits berichtet haben, Dr. Weis-- kirchner inr Fmanzkvmitee keinen anderen Vorschlag zu machen gewußt habe als den Verkauf der Gaswerke an die Länderbank um '40 Millionen Kronen. Die Sozialdemokraten hätten das aber abgelehnt und er, Breitner, fordere Dr. Weiskichner auf, ihn zu klagen, wenn er das als Lüge oder Entstellung zu bezeichnen wagen sollte. Als weitere Illustration, teilte er ferner mit, daß die Untersuchung des beeideten Buchsächverständigeu Professor Julius Ziegler ans die Berschuldung der drei großen Unternehmungen ergeben habe, daß der für den 30. Juni 1918 ausgewiesene Reingewinn des Elektrizität s w e r k e s inr Betrage von rund 7 Mllionen Kroneu nur dadurch habe ermittelt werden können, daß v o n d e r Bildung e n t s p r e ch e n de r Erneuevu ngs- und Uebergangsre serven gänzlich Abstand geno mm en Word en war. Ebenso wäre vielleicht im Jahre 1917 anstatt eines Gewinnergebnisses von 11.7 Millionen aus den angeführten Gründet: ein solebes vo-n nur 7 Millionen und in: Jahre. 1912 anstatt eines Gewinnes' von 12 Millionen ein solcher von nur 8 Milliouetr ausgewiesen gewesen. Der Rech n u n g s a b s ch l u ß vom 30. Juni 1918 hätte jedenfal ls einen namhaften Verlust, nicht aber einen Gewintr a u f w e i s e n - m ü s se.n. Bezüglich der Straßenbahn wird ftr dem Bericht festgestellt, daß der für den 30. Juni 1918 ausgewiesene G e b a r u n g s ü b e rs ch u ß von 16 Ni i l'l i o n e. mi u r b ut ch A n ße r-. achtlassung der ühlichen und zur damaligen-Zeit bereits unbedingt nvtweudigen Reseeveu' habe ermitte't werden löuneu. 1. Autzust 1920 ' ' Seite 7^ Diese.MitteilunLen übten an^alte Zuhörer eine große Wirkung aus. -’/ / viv . Aus alldem geht hervor, daß das Defizit in den städtischen Finanzen schon, vor-der Uebsrnahme der stödtischen Verwaltung durch die Sozialdemokraten bestanden hat und daß es eine Legende ist, zu behaupten, daß erst unter sozialdeinokratischer Berwalttmg das große .Loch in:, Stadtsäcket entstanden ist. Nicht zu leugiien ist, daß der Krieg die Hauptschuld au unserer Not trägt, ebenso aber ist nicht zu leugn-Ln, daß gerade Herr Dr. Weiskirchner mit seiner schlechten Ernährungspolitik sehr viel zur Not der Bevölkerung.beigetrage» hat. Die Sozialdemokraten haben bas große Loch im Stadtsäckel vorgesunden, und wenn man <uti$ das maßlose Anziehen der Steuerschraube nicht gutheißen kan», sie stehen vor einer eisernen Notwendigkeit. Nur gemein-. sames Arbeiten alter Parteietr kann uns vor der Katastrophe schützen. Das gewaltige. Defizit zur Wählpar-se machen, wie es allen Anschein hat, ist ein zweischneidiges Schwert, das mögen sich di>r Herren gesagt sein la ssen. Di e defizitloft christlich sozial« Gemeindewirtschast — diese Legende ist stark ins Wanken geraten. Die Ernährung. Der MarLtöericht. Höhere Fletschpreise. Jtt'olge der liöherrn Preise, die DonnnStag anf dem WeidnermaiÜ in St. Marx für Kälber befahlt werden utußten. haben gefteen die Fleischhauer der G r o si m a r k 1 h a l l e d i r Preise f ü r K a l k f l e i s ch erhöht. Bei Beginn deS Verkehres .wurden für Kaltzfletsch K 115 bis 150 für das Kilogramm verlimok. . Aach für Rauchfleisch hiesiger Hcrlmtst hat, sich der Preis erhöbt. Die Folge davon war, daß die Nachfrage nach diesen teuren Fleischsorten noch viel geringer als in den letzten Wochen war und die Verbraucher sich mehr den billigeren Fletfchsortcn, frischern und gefrorenem Schaffleilch, Pferdefleisch und vor allem dem amerikanischen Rauchfleisch zu K 80 yer Kilogramm, zuwcndrten. Während in den vorhergegangenen Wochen der Berkanf in Rauchfleisch und den billigeren Sor-.en schleppend war, war gestern dieses Fleisch und alle billigeren Fleifchlorten bereits um 10 Uhr vormittags aus» verkauf!. D:e Preise sür Kalbfleisch mußten sväter wieder herabgesetzr werdew. Ans dem Geflügelmarkte war der größt« Te-.l der Vorräte wegen der hvhen.^ unerschwingllcheu Preise unverkauft geblieben. Lebhafte Nachfrage herrschte auf de» G r ü n w a r e n m ä r k l e n. die met G e m ü s e und O ß ß ailsrelchend versorgt waren. LeLkfttSmiLLelabgabe des American Joint Distribution Eommittee. An die beim American Joint Distribution Committee, Abteilung Wien.- irn Bezüge der fortlaufenden Unterstützung stehenden Personen gelangt in der Zeit vom 2. bis einschließltch 14. Ängvsi. gegen Abtrennunä des Abichnntes IV des neuen LebenSmittelbezugsblocks Zucker in dem früher festgesetzten. Fett in dem bishre für Oe! festgesetzten Ausmaße zur Ausgabe. Dte Abgabe erfolgt: An Personen, deren Lcbensmitlrlbrzngsblock mit der Berrichnnng Mo 2 versehen ist, Montag den 2. August. Di 2, Dienstag den 3. August, dl! 2. Mittwoch den 4. August, Vo % Donnerstag den 5. August, Fr 2, Freitag den 6. August, Mo i, Montag den 9. August, vi 1, Dienstag den 10. August, Mi l, Mittwoch den 1l. August. Do 1, Donnerstag den 12. August, Fr 1, Freitag de« 13. August. Die Ausgabe findet in der Lebensmittrlsektio». HI., Estcvlatz 3, statt. Die obangeführten Fassungstage sowie die für die früheren Faffungen bezrrchuete Stunde wollen genauest emgehalten werden. _ Bühne und Kunst.; Ans de« Theater«. Die Erl-Bühne beendet ihr heuriges Sommergastspiel in Wien mit einem v'erzchntägigen Gastspiel im Theater a n d e r W i e n. Als Eröffnungsvorstellung kommt heute, Sonntag, nachiuntags .3 Uhr, Ludwig Anzengrubers Bauernkoniödie „Der G'm t s s e u s w u r m" zur Aufführung. Abends 7 Uhr geht Sch.övherrs Tragödie eines Volkes ^Glauö«^«»^ H r i « a in" Szene. Das etnmalige Gastspiel von Dilhel» K l i t s ch in der Titelrolle von Anzengrubers »Der Pfarrer v o n K t r ch f e l d" findet morgen, Montag, statt. Im C a r 1 - T h e a t e r gastiert heute Karl Blaset als Glöpplcr in „D e r R a st e l b i n d e r". 4- An der N e u e n W i e n e r B ü h n e spielt auf vielfaches Verlangen Oskar bereut morgen, Montag, noch de» „Urtel Acosta". Bcrcgir nächste Rolle im Zyklus der Wieder» belebuug von Wiener Meisterdarstellungeu ist der Die Proben sind brretts im Gange. Stadttheater. Dieser Abend zeigte, daß auch i« Hochsommer ernste künstlerische Arbeit möglich ist, uud das volle Haus bewies, daß das Publikum in dieser Jahreszeit nicht bloß mit ^pickanten^' Mach» werken in8 Theater gelockt werden kann. Karl Forest vom Burgtheater ist e ueausgezeichnete Inszenierung der bekannten Bühnenbearbeitirng von Emile Zolas »Totschläger* zu verdanken. E nzrlne Bilder, insbesondere die Szenen ^DaS Waschhaus*, «Auf lem Bau* tmd »Die Kneipe zum Totschläger* waren geradezu vollendet. Es wäre nur zu wünschen, daß der Rotstlst dort, wo die Bühnenbearbeiter deS genialen Romans allzuviel vom eigenen Geiste hinzutaten, fleißiger seiaes wichtigen Annes gewaltet hätte. Das letzte Bild mit seiner. kitschigen Rührseligkeit und plumpen antialkoholffchen Didaktik könnte mit Vorteil ganz wegsallen. Von Lilly Karo ly weiß man längst, daß sie zu unseren bedeutenden Schan'pielerinnen gehört. Ihre Gervaise aber übertrifft alle Erwartungen. Mil den schlichtesten Mitteln, io ganz losgelöst von aller Schablone, verkörpert sie das Leben der Dulderin und legt den Leidensweg von der ersten langen Nacht der Berlassenbrit in der Dachstube über die lürzen Jahre des Glückes (die sie mit rührender Anmut zu vergolden weiß) bis zum ankgcmergrlreu Bettelweib wirklich ergreifend zurück. Kars F » r e st, als ihr Gegenspieler ist rin kluger, aber uirhr immer -lücklicher Darsteller des Coopeau. Der biedere, einfache Arbeiter gelingt diesem »itnnter unvergleichlichen Eptsodenspikler natürlich nicht jo aut wie Coupeau, der ri'iüc,'. Am