Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 548 (1.8.1920)
- Date
- 1920-08-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Ät ,648 WieN,.,.Sonntag..,, Wis«ex Myrg-B-eitrt«g - -j 'nn >» i«.«■—jr "iy.y 7iV....... > Noch schwerwiegender ist die Verletzung des Artikels, 228 her Friedensvertrages.' Dieser'. AptikH bHatzdslt steöfeffü ldaS Verhältnis Oesterreichs zu den! „WtäÄSängtzhörigen'' der alli- ' iertrn und assoziierten! Mächte".' Da diese' 'Bestimmungen von gru-ndlegerrder und entscheidender Bedeutung für die Frage >dtt Ausweisung sind, so erlaube ich mir, sie Hier wörtlich zu Htieren. Artikel'228 lautet: „Oesterreich'verpflichtet sich: . . a) Die Staatsangehörigen der alliidrten Md assoziier^- ten Mächte hinsichmch der Ausübung von Handwerk,' Bernf, Handel und Gewerbe keiner Ausschluß m a tz r e g e l z u u n te r wer fe n, die n i ch t in gleicher Weise und ausnahmslos für alle Ausländer gilt; b) die Staatsangehörigen der alliierten und assoziierten. Mächte keinen Vorschriften oder Beschräng u n g e n hinsichtlich der in Absatz a) bezeichnet«» Rechte * * zu unterwerfen, soweit sie unmittelbar oder mittelbar den Bestimmungen des genannten Msatzes widersprechen oder s o w e i t s i e von anderer Art' oder al »günstiger sind als diejenigen, die für die der meistbegünstigten Nation an gehörenden Aus länoer gelten; e) die Staatsangehörigen der alliierten und assoziierten Mächte, deren Eigentum, Rechte oder Interessen ebenso Wie der Gesellschaften oder Vereinigungen, an denen ste beteiligt sind, keinen anderen oder höheren direkten oder indirekten Gebühren, Abgaben oder Steuern zu unterwerfen, als sie den eigenen Angehörigen oder deren Eigentum, Rechten oder Interessen auferlegt sind oder etwa auferlegt werden; d) den Staatsangehörigen irgendeiner der alliierten und assoziierten Mächte keinerleiBeschränkung aufzuerlegen, die nicht am 28. Iuhi 1914 auf die Staatsangehörigen dieser Mächte an- 'toenbbar war, sofern nicht seinen eigenen Ange- - hörigen dieselbe Beschränkung gleichfalls auferlegt wi^>." p Oesterreich hat gegen, die Aufnahme dieser Satzungen 'keinen Einspruch erhoben. Umso merkwürdiger ist-die uner- ,Körte Mißachtung der übernommenen. Verpflichtung. ' - Die Ostjuden werden, vielfach gegen ihren Willen, als 'Staatsangehörige Polens, Rumäniens usw.- also der „alliierten und assoziierten Machte" im Sinne des Staatsvertrages von Saint-Germain betrachtet. Ms solche dürfen sie aber nach Artikel 223 nicht ausgewiesen werden, weil sie dadurch „hinsichtlich der Ausübung von. Handwerk, Beruf, Handel und Gewerbe" einer Ausschlußmatzrogel .(exclusiou), unterworfen werden, die nicht in gleicher Weise und ausnahmslos für alle Ausländer, z. B. Engländer oder Franzosen, gilt, weil ferner dadurch diesen fremden Staatsatigehörigen, nämlich den Polen, Rumänen usw., Beschränkungen aufexlegt werden, die am 28. Juli 1914 auf sie nicht anwendbar waren! j Die Ausweismigspraxiß . läßtsich .schließlich, auch. mit Artikel 229 des Friedeusvertrages nickst in Einklang, bringen, Kelicher lautet:' '' , „Die Staatsangehörigen der alliierten und. asio- , ziierten Ätächte sollen auf österreichischem Gebiete für ihre i Person, Güter, Rechte und Interessen ' ständigen '; Schutz (ccmstaute protection) genießen..." ’ Die maßgebenden Faktoren der österreichischen Regieasutüg, insbesondere der gegenwärtige Staatskanzlor und der Unterzeichner des Friedensvertrages Dr. Renn er, sollten »endlich im Interesse der Würde Oesterreichs und zur Wah- >rung seines Ansehens vor dem Auslände, der heillosen Wirtschaft der Landesregierung, die, wie betäubt von den Schlagworten der Straße, jedweden'Rechtssinn verloren hat) Einhalt gebieten und sie zum Respekt vor einem ' Staatsgrundgesetze zwingen, dessen strikte Erfüllung unter der Kontrolle aller Mächte steht. Sonst kann es passieren, daß die gehetzten Opfer selbst den Schutz dieser Mächte amrufen. Daß er ihnen gewährt n wird, darüber dürfte kaum ein Zweifel obwalten. Gorki bei Tolstoi. Erinnerungen. Bor kurzem erschien in Petersburg ein kleines Buch bou^ DLaxiui Gorki: „Erinnerungen an Leo Nikoläjewitsch Tolstoi". Wie aus Gorkis Vorwort hervorgeht, ist dies Büchlein aus den Aufzeichnungen entstanden, die Gorki gelegentlich auf kleine Zettel hinschrieb, da er in der Krim in Tolstois Gesellschaft lebte. Einige dieser Skizzen seien hier angeführt: Ost und lange hat er sich mit mir unterhalten; als er in Gaspra in der Krim lebte, da verkehrte ich viel.bei ihm, wie auch er mich gern besuchte. Mt aufmerksamer Liebe laS ich damals seine Bücher, und ich darf wohl von ihm. sprechen, mag es auch ein wenig anmaßend erscheinen und nicht so,ganz das bieten, was man sonst von ihm zu hören gewohnt ist. Nicht weniger klar als anderen ist es mir, daß eS keinen Menschen gibt, den man mehr als ihn Genie nennen darf, keinen, der das Bild einer so geschlossenen und doch in sich widerspruchsvollen Persönlichkeit gäbe, keinen, der in allem so vollendet war, in allem vollendet in des Wortes^ eigentlichstem Sinn, ja, ich kann es mit Worten überhaupt nicht so sagen, und doch möchte ich es jedem zurufen und allen: „So seht doch, seht nur, welch ein Mensch auf Erden lebt mit euch!" Einmal habe ich ihn so gesehen, wie vielleicht nie jemand ihn gesehen hat. In Gaspra war es, ich ging zu ihm ans Meer und traf ihn unmittelbar am Ufer. Dort unter den Steinen sah ich seine kleine, eckige Gestalt, in einem grauen Tuch, mit einem zerknüllten Hut. Dort sitzt er, die Arme über' die Knie und den Kopf darauf, zwischen den Fingern ein paar Ströhns seines silberweißen Bartes- und da sieht er in die Ferne hinaus auf das Meer, und silberne Weilchen spielen und spülen zu seinen'Füßenals wollten sie. dem alten Betrachter jda etwas erzählen von sich. ■ ■ ■ . , Politische Rrrrrdschau. Wir wissen nicht, was das nächste Jahr bringt: Krieg oder Frieden? . Im französischen Senat stand das Budget des landwirtschaftlichen Ministeriums zur Debatte, wobei auch die Möglichkeit eines Abbaues, der Bratfrucht-; preise eingehend, erörtert wurde. Unter anderem, lag auch ein Antrag vor, schon heute durch ein, Gesetz auszusprechen« daß mit der "Ernte. 1921 die staatliche Bew i x t s ch.a f t u n g der' Brotfrucht ein. Ende nimmt und der Getreidehatzdel, freige'güben wird. Der Handelsminister sprach sich wohl gleichfalls für die Frei-- .gabe des Getreidehandels, jedoch gegen die Inartiku- .lierung einer solchen Bestimmung in das Gesetz aus. „Denn," sagte der Minister, „w i r w i s s e ü n i ch t, 'was morgctt iein wird, wir wi'ssttt nicht, -chb wir. iiu nach sten.Jahre int 'Frie den lebe n o d e r K r i e g h a b e n werde n!" Dieser Ausspruch hat unter! den' Senatoren lebhafte Unruhe hervor-- gerüsen,' da man nicht chei'ß," ob'' dieses duftere Prognostikon eines Mitgliedes der Regierung bloß eine Entgleisung ist oder, ob die Aeußerung reelle Grund- Klagen hat. Die Einfügung der beantragten Klausel; wurde.schließlich mit den Stimmen der Agrarier und Finauzvertreter angenommen,, so das; sich mit dieser .Frage nunmehr auch die Kammer zu.beschäftigen haben wird, . .. ■ . . Die geheimtzn Fr'redensverhandlrmgett 1917/18. Aus P a r i s wird berichtet: In Fortsetzung der V:r- 'össentlichrmgen über die Verhandlungen der Gräfin A r m a n d und. N e v e r t e r a schreibt die „Opinion": Nach dem Äbbruch der Besprechungen im Oktober 1317 und der italienisch^ Niederlage von Karsieit habe rs den Anschein gehabt, .daß OestLrreich den Krieg bis zum Ende durchkämpsen wolle. Aber trotz der tnumphierendeu Sprache, .die der österreichische Gencralstab in einem Commumgu« siihrke, bemühte sich Ncvertera um die. Wiederaufnahme der Unterhandlungen mit Frankreich. ' Am §O. November übcrbraästr Gräfin Armand' dem Schweizer Gewährsmann rin Schreiben, worin, abgesehen von neuen Instruktionen, eine Zusammenkunft mit Revertera prinziprell angenommen wurde. Die Verhandlungen begannen am 1. Februar 1918. Revertera schlug ueuerdingS persönliche Besprechungen zwischen dem Grafen Czrruin und Pichvn vor und gab deutlich zu verstehen, daß in Oesterreichder Wunsch nach einem Sonderfrieden bestehe. Er -.habe jedoch aus Bcsragen -.AxmyvdS--.Fxjytz....BsipHschM«.• bieten . können. Deistre Kd^fer^men, jgnderr aut,3. und am 23. Febrnar^ statt, bei denen Neveriera die.Äwdrrhrrftellung des .Status ccho. nnt« vorfchlug. Ja der Zusammenkunft am 2ö. Februar setzte sich Revertera für geheime Verpandtungm ei», die die beiden Regirrungen direkt führen sollten und bei denr.n. die Frage des allgemeinen Friedens behandelt werden könnte. Armand schrieb. daraufhin am 28. Februar dem Schwerer Gewährsmanne, daß die Vorschläge Revertrras von ftanzösischer Seile abgelehut, worden seien. Pole« und der MinoritLtenschutz. London, 28. Juli. (Jüd.-Korr.-Vur.) Wie gemeldet wird, ist die Frage des Minoritätenschutzes im Versailler Vertrag auf den bisherigen Aus gleich sp e r h an dlung t n zwischen der polnischen Regierung, den polnischen Sejmparteien'und der jüdisch-parlamentarischen Vertretung nicht berührt worden. Gemäß den bDherigrn Erfahrungen ist auch nicht anzunehmen, -daß die polnische Regierung die Absicht Und auf einmal,. wie in einer minutenlangen Auf-' Wallung von Wahnsinn, da kam es mir so bei, als könnte, als müßte er aufstehen, als müßte er mit der Hand hinwinken, und das Meer mühte stille werden und regungslos, die Steins aber müßten sich beleben und zu reden beginnen, und alles rings um ihn gewänne Leben und begänne in den verschiedensten Sprachen ihm von sich zu erzählen und sich von ihm. Ich kann es nicht schildern, was ich da fühlte, aber dann — da war cS mir so feierlich in. der Seele, und alles floß zusammen in den beglückenden Gedanken: „Ich hin nicht verwaist auf der Erde, solange dieser Mensch lebt auf ihr!" Und leise, auf daß kein Kiesel unter meinen Füßen knirschen könne, schlich ich zurück, ich wagte es nicht, so ihn zu stören. Und jetzt — fühle ich mich verwaist, schreibe und weine. Nie - in meinem Leben mußte ich so unaufhaltsam weinen und so verzweifelt und so bitter. Ich weiß nicht, liebte ich ihn so sehr, aber ist das überhaupt von Bedeutung, Liebe zu ihm oder Haß? Immer erweckte er in seiner Seele gewaltige Gefühle, phantastische. — — Wunderbare Hände hatte er. Nicht, daß sie schön gewesen wären. \ Kantig waren sie von den Adern, die darauf hervortrüten, und dock) so voll Ausdruck,, voll schöpferischer Kraft. Solche Hände hatte wohl Lionardo da Vinci. Mit solchen Händen kann man alles machen. Im Gespräch, da zittern bisweilen seine Finger, dann drückt er sie hinein in die Handflächen, dann öffnet er wieder die Faust und spricht ein'mir-halb, verständliches Wort aus. . Einem Gotte gleicht er, freilich nicht Zebaoth oder einem Olympier, sondern jenem russischen, Gotte, der „auf einem Thron von Ahorn sitzt unter der goldblättrigen Linde", und wenn er vielleicht auch nicht so großartig ist wie die anderen, so ist er doch klüger als sie alle..- . - -In dem kleinen Tagebuch, das er. mir zu lesen gab, fiel mir ein. Aphorismus besonders auf: »Gott ist mein Per» i langen." ... ... ■,. 1, August M20 -; GGihH: hätte, die eitlgegangeuen VerpfMtungen, betreffend detz'» § 93 des Versailler Vertrages, zu erfüllen. Dies erhellt, am besten daraus, daß die polnische Negierung, de« v Vertrag über de n Minoritäten sch utz in der', Stvatszeitung nicht veröffentlicht Hatz« wodurch die bettesferchen Vertragsbestimmungen.noch, immer nicht in rechtskräftige Wirksamkeit treten konnten. , . ( Herbert Samuel ixt Palästina. Bon unserem Berichterstatter. Irr n s a l r m, M'.ttr Juli. ' . Mit dem Eintreffen Sir Herbert S a m u e l S,. dei 'neuen Gouverneurs von Palästina, der nunmehr seit zwei 'Wochen in Erez Israel weilt, scheint tatsächlich eine neu«,, Aera für das schwergeprüfte Heimatland des jüdischen Volke:. . angebrochen zu sein. Sir Herbert Samuel hat gleich durck . seine ersten Regierungsakte und die Art seines ganzen Auf. tretens.den Eindruck zu erwecken verstanden, daß es sein« , ernste. Absicht ist, die Schaffung einer jüdischnationaler Heimstätte mit allem Nachdruck zu betreiben. Die Deklara. tion über die Politik Englands in Palästina hat im Land« den besten Eindruck gevmcht und Samuel hat verschieden« . Punkte besonders unterstrichen: Er will eine moderne Derwaltnng einführen und die berlotterhe, korrupte Bestechungs- : Wirtschaft mit aller Energie vertilgen, er will auf OÄnünr ' und Ruhe im Lande schauen und Ausschreitungen, wie er in deutlicher Anspielung auf die Ereignisse in Jerusalem sagte. ' mit aller Macht unterdrücken. Der wirtschaftliche Wieder« aüfbau des Landes soll in Kürze in die Wege geleitet. Straßen, Hafenanlagen und öffentliche Bauten sollen / ehestens in Angriff genommen, durch Ausgestaltung von' Eisenbahn, Post urrd Telegraph soll das Land der modernen Zivilisation erschlossen werden, Jerusalem und die anderen geschichtlichen Stätten sollen ein ihrer Bedeutung gemäßer " Aussehen erhalten. Sir Samuels Auftreten hat nicht nur - bei der jüdischen Bevölkerung, welöhe unter de« Regime der bisherigen Militärverwaltung unter einer tief- ' gehenden moralischen Depresiion gelitten hat, den nach, haltigsten Eindruck gemacht, sondern auch auf die a r a b i« s ch e n Kreise des Landes eine starke Wirkung geübt. ' ■ Die Araber, welche unter der stillschweigenden Duldung einer unzulänglichen und fragwürdigen militärischen Ver-! waltung nur allzuleicht den Einflüsterungen verstiegener; Nationalisten und jener Kreise zugänglich waren, welche-' durch den Eintritt geordneter Zustände eine Schmälerung <' ihrer durch Las alte türkische Regime ermöglichten Ans- , beutungspolitik befürchteten, beginnen nunmehr zu erkennen,' , daß' die Zeit des Geschreis.-und der Proteste vorüber ist? . und daS .bestimmte -Auftreten des jüdischen High Com- - missioner wird r nach dieser Seite hin von wohltuendster Wirkung sein. Schon hat die Unsicherheit im Lande aufzuvhören begonnen und das Gefühl der Bedrückung, IvelcheZ - die jüdische Bevölkerung in der letzten Zeit erfüllte, ist ge. wichen. Die jüdische Bevölkerung ohne Unterschied der Partei : hat Herbert Samuels Einzug im Lande enthusiastisch ge.''/ feiert? man hat Volksversammlungen abgehalten, und. die Rabbiner haben in den Synagogen besondere Gebete für - Englands König und den Regenten „Elieser ben Menachem" sprechen lassen. Wenngleich Herbert Samuels Arbeit große Hindernisi« - wegzuräumen haben wird, die politischen Schwierigkeiten '> noch lange nicht überwunden sind, die Frage der Gren» ' gen, welche noch ihrer Erledigung harrt, in ihrer Wichtig. : keit nicht übersehen werden darf und auch die Verhetzung der; arabischen Presse nicht mit einem Male aufhören wird, so ist doch das Gefühl allgemein, daß die schlimme Zeit der Okkupa» - tion vorüber ist. Wenn die jüdische Welt in Erkenntnis der Augenblicks die großen Mittel aufbringen wird, die für - Als ich ihm heute das Heft wiederbrachte, da fragte.- ich ihn, was er damit meine: „Ein Gedanke ohne Ende," sagte er und blickte mit halb geschlossenen Augen auf die « Seite nieder. — Sollte ich sagen: „Gott zu erkennen, ist mein r Verlangen"'? Das korrnte es. doch nicht sein. Er aber lächelte, rollte das Heftchen zusammen und steckte es in eine der endlosen Taschen seines Kittels. Zu Gott hat er so unbe- ' stimmte Beziehungen, oft aber scheinen sie mir die Be« ' Ziehungen „zweier Bären in einer Höhle" zueinander. Obwohl er viel spricht, wenn er vom Thema sich verpflichtet fühlt, so scheint es doch, daß er umso lieber schweigt. Anders kann man's keinem sagen. Wahrscheinlich . hat er auch Gedanken, die er fürchtet. *: Gerne las er Tschechoffs Fabeln und Erzählungen. ' Staunenswert, war er las. Er fand auch seine Freude - daran, zu lesen, wie die Teufel die Gutshevven Plagen, " und hier gefiel mir etwas nicht an ihm. Unaufrichtig kann ‘ er nicht sein, und ist das aufrichtig an ihm, dann umso schlimmer. ' . ' Und er sagte dann: „Da sieh', wie schön die Bauern ' zu Werke gehen! Alles ist einfach. Worte wenig, Gefühl viel. Ein richtiger guter Mut, der kennt nicht bisl Worte - Fabeln sind eben grausmn. * , Atn Morgen waren „Stnndisten" (Sektierer) aus ' Feodosia da, und nun redet er den ganzen Tag mit Entzücken von den Bauern. - Hinterm Frühstück erzählt er: „Da sind sie gekommen, . zwei kräftige, dicke Männer. Der eine spricht: ,Nun steh, wir sind ungeladen gekommen.' Sagt der andere: ,Geb's Gott, wir kommen nngeprügelt fort.'" > Und er brach in ein kindliches Gelächter aus,. welches : seinen ganzen Körper erschütterte. .;