Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 547 (31.7.1920)
- Date
- 1920-07-31
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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jjr Ente 4 S.W"— Wien, Samstag ^-.:- . -- . — "***f^IB Telegramme.? Die Kredite für Deutschland. <- Paris, 30. Juli. (Havas.) Während der Finanzausschuß der Kammer es abgelchnt hat, in die Spez'raldrLatte über den Gesetzentwurf, betreffend Gewährung von Krediten an D e u t s ch l a n d für die Kohlenlieferungent einzngehrn, hat bec Ausschuß für Auswärtiges diese K r e d i t e a n g e n o m m e u. Im Auswärtigen Ausschuß wirs B r i a n d nachdrücklich aus die Notwendigkert hin, den Erklärungen Millerands Rechnung zu tragen, der die ernsten Folgen dargelegt habe, die sich auS der Ablehnung des Entwurfes, betreffend die Gewährung von Krediten ergeben würde. Die Debatte in der heutigen Sitzung der Kammer dürste von langer Dauer sein. Der Entwurf wird zweifellos mit Vorbehalten genehmigt werden. Moskaner Frontbericht. ,. Moskau, 30. Juli. (Fnnkspruch.) An der Nordwest- und Westfront geht die Vorrückung weiter. An der Südwestftont stehen die Rottruvprn auf 120 Werst Frvntbreite in Ostg a l i z i e n und treibe» dm Feind gegen Westen zurück. An der K r i m f r o n t wurde der Feind ans Orjechow verjagt. — Am 29. Juki wurde die Bobrfestung O s s o w e tz genommen. Die B v r r ü ck n n g auf Lomsha dauert an. Uebereinftimmung zwischen England und Italien in der russische« Frage. London, L0, Juli. (Funkspruch.) Lloyd George erklärte im Unterhaust, daß die Ansichten der i t a l i e n i s ch e n Regierung bezüglich der russischen Frage mit jenen der britischen Regierung gleich seien. Polnische Rekrrrteriarrfrrrfrrngett im Auslände. Triest, 30. Juli. (Korr.-Bur.) Das polnische Konsulat veröffentlicht eine Kundmachung, laut welcher alle hier weilende» männlichen polnischen Staatsangehörigen aufgefordert werden, sich sofort am Amssttze des Konsulats einzufinden, um vor einer A H entierungslo« Mission auf ihre Kriegstauglichkeit geprüft zu werde«. Die Zustande in Lemberg. Prag, Zy. Juli. Gestern waren in Prag mehrere Flüchtlinge aus Lemberg emgetrvffen. Ein Redakteur des ,V e.n k o v" .halte Gelegenheit, mit ihnen zu sprechen. Sie erzähle«, daß in Lemberg furchtbare Aufregung herrsche. Man hört in der Stadt den Kanonendonner. Die Flüchtlinge find überzeugt, daß heute dle R u s s e » bereits die Herren von Lemberg sind. Alles flüchtet vor ihnen. Es werden schreckliche Nachrichten über Gewalttätigkeiten verbreitet, hie durch die rote Armee gegenüber der .Bevölkerung begangen werden. In Lemberg herrschen v » e r t r ä glich e T e km u n 'g und N v t. In der Stadt wüten epidemische K r a n f h e iten; es fehlt an hygstnischen Vorkehrungen. Rumänien gegen Rußland. : Paris, 28. Juli. (Havas.) Aus Bukarest wird' gemeldet: Die rumänische Regierung hat in Moskau Protest dagegen erhoben, daß die Note Armee in rumänisches Gebiet einmarschiert .sei. Die rumänische Regierung wird, wenn ihr Protest wirkungslos bleibt, ein Ultimatum an Moskau richten, in welchem die Zurückziehung der Roten Truppen gefordert wird, die an einigen Orten die Pruthlinie überschritten haben. Jassy befindet sich bereits im Verteidigungszustand. ‘ Zwei Bolschewikenarmeen beabsichtigen, auf dem kürzesten Wege quer durch Rumänien in Ungarn einzudringen. Eine andere bolschewikifche Armeegruppe hat bereits den Dnjestr überschritten und nähert sich der wutnänischen Grenze Lei Czer nowitz. Die Nachricht scheint ein französischer Versuchsballon zu sein, um Rumänien, das in der letzten Zeit, sich der Entente gegen die Türken zur Verfügung gestellt hat, da es "wenig Lust zeigt, in das polnische Debaele mitgerissen zu werden,.zur „Wäffenhilfe", dort wo sie Frankreich für nötig Halts zu bewegen. In die neue antirussische Kombination, welche Frankreich aufstellen will, soll Ungarn einbezogen werden. Ob aus diesem Plan etwas werden wird, erscheint' angesichts des Zusammenbruches der früheren „Barrierestöcke" gegen Rußland mehr als. zweifelhaft. Frankreichs bisherige russische Politik um die 20 Milliarden ist unhaltbar; vielleicht weicht sie' einer vernünftigeren. Zwangsweise Rekrntrerungen in Oftgalizien durch die Bolschewiken. Warschau, 30. Juli. Ueberemstrmmendm Nachrichten zufolge ordneten die Bolschewiken eine zwangsweise 'Rekrutrernng oller Männer vom 16. bis 60. Jahre m jene» Gegenden Ostzaliziens an, die sie in ihrem Vormarsche besetzt hatten. Demissionsabsichten Dr. Benefch'. Prag, 30. Juli. (Tel.-Komp.) Wie „Narodni Listh" erfahrm, beabsichtigt Minister Benrsch mit Rücksicht darauf, daß er in der Teschener Frage gegen den Beschluß des Parlaments und gegen die Verfassung gehandelt hat, seine Demission zu Über-, reichen. Diese Demission soll allerdings bloß eine formelle fein, eine Demonstration, durch die nachträglich daS Recht der Demokratie und der Konstitution bezeugt werden soll. Ein Teil des Hafens von Saloniki den Ingoslarven überlaffen. Triest, 30; Juli. (Tel.-Komv.) Die dalmatinischen Blätter melde», daß zwischen I u g o s l a wir e n u n d Griechenland ein Vertrag abgeschloffen wurde, auf Grund, dessen ''rttchenlavd dem S. H. S.-Staate einen'T e i l d e s H a f e n S o n S a l d n 111 mit aronen 'Sßaaanrrx bat. Wiener MorAenzeitttNS 31. Juli 1920 Rr. 547 .. - — ---•—-:.- .. -p.-...-, r . (... Die Harrptverhandlrrng gegen die Mörder ^Stillende Mütter und schwangere Frauen^! ' . Tiszas. Seit das große Weltenmordeu aufgrhört hat und sich eim Budapest. 30. Juli. (Ungar. Trl.-Korr.-Bur.) Das Budapester Divisionsgericht wird Montag den 2. August mit der Hauptverhandlung gegen jene Personen beginnen, die wegen Ermordung desGrafen Stephan TiSza angrllagt sind und zur Zeit deS Mordes dem Militälverbande angehört haben. Angeklagt sind Oberleutnant Alexander Hüttner, Fähnrich T,bor Sztankovszky, Marinefeldwebel Stephan D o b o und Landsturmmann Eugen B a g o- Wilhelm. Da' nahezu Slw Zeugen zur Vernehmung gelangen, dürfte die Verhandlung, die öffentlich sein wird, mindestens fünf ^Wochen in Anspruch nehmen. (Der brave Friedrich ist unter den Angeklagten nicht zu finden. Er sitzt bei den Gerechten an Horthys Tafel. Die Red.) Eine Kommission von Juristen für die Alands-Frage. London, 30. Juli. (Funkspruch.) Eine Kommission von drei Rechtskundigen, bestehend aus dem Dekan der Pariser Universität L a r n a u d e, dem Präsidenten S t r u j k e n vom Haager Schiedsgericht. und dem Rat der politischen Abteilung in Bern, Max Huber, wird die Alands-Frage untersuchen. _^_ Tagesbericht. Der Brrdapöfter Pogrom. Wie wir bereits' berichtet haben, veranstalteten Dienstag abends Offiziere und Erwachende Magyaren einen Pogrom, dem zahlreiche Personen zum Opfer fielen. Nach der Erzählung von Augenzeugen spielte sich der Vorfall folgendermaßen ab: Die Pogromisten zogen in zwei langen Gruppen nach Hern Levpoldring. Die erste Gruppe traf um halb '10 Uhr abends'vor dem Lnstsprsltheater an. Die Vorstellung war .gerade zu Ende. Die Erwachenden 'Magyaren überfielen das das Theater verlassende Public kum, s ch lugen zahlreiche Personen blutig. Frauen und Kinder ergriffen panikartig die Flucht'. Gegen 10 Uhr abends kam eine zweite, etwa aus 100 Personen bestehende Gruppe — Offiziere und Studenten — von-der-Margaretenbrücke her und forderte alle Passanten auf, sich zu legitimieren. Die jüdischen Passanten wurden mit St öck e n b l u t i g geschlagen. Diese Gruppe drang , dann in das in. der Nahe des Lustsp'ieltWtexs befindliche Cafs Club ein. Die Gäste flohen teils in die Mbenräumlichkeiten des Kaffeehauses, teils auf der Straße, Die Gäste würden unbarmherzig niedergeschlagen, andere, die ihr Heil ün,d-Lp ^Fjuchi suchten, wurden .verfolgt. Der Mistige'MaiW"'8mch«'e^ Polgar wurde ans der Straße i durch' . Messerstiche schwer verletzt. Der Direktor der Ungarischen Allgemeinen jSparkasse Artur Verebely wurde in einerHebengasse,. in der Nähe seiner Wohnung, .eingeholt, mit Bleistöcken zu Böden geschlagen. Der auf dem Boden Liegende wurde dann von allen Seiten mit Stöcken.und Messern angegriffen. Einige Stiche hatten dem Unglücklichen die Lunge^durchbohrt. In dem Hanse, vor dem sich" dieser Vorfall abgespielt hat, wohnt ein.Brüder, des unglücklichen Opfers, der Direktor der Ganz-Fabrik, Dr. Leo Verebely. Dieser sah mit'seiMr Familie die Szene vom Anfang bis zu Ende, wußte aber nicht, baß es sich um seinen Bruder handle. Erst später, als die Pogromisten sich entfernt hatten, begab sich Dr. Vevebely auf die Straße und stellte zu sseinem Entsetzen fest, , daß der Ermordete mit seinem' Brudep identisch ist. Das zweite Opftr des Pogroms ist der 32jährige Advokat Doktor Geza Vars an h. Dieser kehrte abends von einem Ausflugs zurück. Als er die Pogromisten bemerkte, wollte sich Dr. Varsäny in. eine Nebengasse begeben. Er wurde jedoch von mehreren jungen Leuten aufgehalten und aufgesordert, sich zu legitimieren. Dr. Barsany verwahrte sich . gegen das Vorgehen. Daraus streckte! ihn ein junger Mann mit einem Nevolverschuß nieder. Barsany blieb auf der Stelle tot. Seine Leiche lag mehrere Stunden hindurch auf der Straße. Der Kaufmann. Julius Krammer hatte sich im Souterrain, des Kaffeehauses versteckt. Die Pogromisten fanden ihn jedoch und brachten ihm durch Stockhiebe lebensgefährliche Verletzungen bei. Viele der Verletzten konnten sich' in ihre Wohnung schleppen und wagten sich auch nicht, am nächsten Tag bei der Polizei zu melden. Die Behörden verhielten sich auch diesmal vollständig passiv. Der Numeri clausus an den ungarischen Äniversitätev. Aus B'u dape st wird berichtet, daß die Einschreibungen an den ungarischen Hochschulen für das Schuljahr 1920/21 bereits auf Grund des diesbezüglichen Gesetzentwurfes vor sich gehen werden. Nach diesem Entwurf kann eine Universität nur' so viele Hörer aufnehmen, als dort eine gründliche Ausbildung erhalten können. Die Festsetzung dieser Zahl ist dem Ermessen des Ministers für Kultus und Unterricht überlassen. Diese Verfügung bezieht sich jedoch nur auf die untren Jahrgänge und nicht auf die schon früher immatrikulierten Hörer der höheren Jahrgänge. In dem Motivenbericht gibt. der. Unterrichtsminister die Absicht kund, an der Budapester Universität die Zahl der Hörer für die juridische Fakultät mit 500, für die medizinische und philosophische mit je 700 festzusetzen. In die Technik dürfen mit Berufung auf angeblichen Platzmangel insgesamt nur 1600 Hörer aufgenommen werden. '" — . ungezählte Folge von Konferenzen und Verhandlungen vor de^ Augen der gequälten Menschen abgespielt hat, steht der Friedt noch immer bloß auf dem Papier. Ungezählte Tausende votz Menschen, die diis Wüten der Mordwaffen verschont hat, verfolgt nun der Friede mit Leid und Hunger und auch die Waffen ruhen noch nicht. Noch immer wird di« Menschlichkeit geschändet, der Mensch, Gottes Ebenbild, Nummer degradiert: noch immer wird ,einrückcnd grmachtE< Künftige Zeiten werden auf die Epoche, in der wir leben, in einer Weise dernnterblicken, wie wir es aus die düsteren Zeiten mittet alterlicher Maffenvsyochosr, die Flagellantenjahre und ähnliches Treiben tun. Man wird es nicht begreifen, wie Menschen gegen Maschinen ankämpfen und wie sie nach fünf Jahre» deS Grauenß noch weitere Lust daz« empfinden könne». I In Polen werden bereits die Siebzehnjährigen konflribiert und die Tragödie der in den blutigsten Krieg geriffene» Kindel lebt von neuem auf. Auch Medizinerinnen mit vollendete» sechs Semester» sind zur KriegSdirnstleistung verpflichtet und müsse» vor die Assentkommiision. „Frei von dieser Pflicht*, so lesen wü in einem Briefe, find „stillende Mütter, schwangere Franenund recht« mäßig angetrautc Gattinnen der Offiziere der polnischen Armee.^, Es gibt drei Assentkat gorien: für Spitäler an der Front, i» Etappengebiet und für Sanitätsaustalten im Hinterlande. Immert hin, stellende Mütter und schwangere Franen sind befreit, fiel haben inzwischen die Geschäfte r» besorgen, die zur Auffüllung der künftigen Frvnt'pitalrr sorgen sollen. Jüdische Schvuspieler in Warschau interniert. Die Warschauer Blätter bringen ohne jeden Kommentar folgende Mitteilung des Preßbureaus des Warschauer RegierungSkommiffärS: Ans Grund der Verordnung zum Schutz der Lffent« lichrn. Ordnung m Kriegszeiten wurden die jüdischen Schauspiels des Zentrallhraters Jakob Kelter, Moses Sandberg, Eistk Sand^ berg und dessen Fruu Helene, Samuel Weinberg. David Leders mann, Irene Wrlisch, Leib Harasch, Moses Kober, Pinchat LsskowSki, Hersch Feinstein, Mirjam Melamrd, Mendel Fisch» mann, Moses Teman, Simche Rose», Seifer Rappel, dessen Fra». Zipr und Tochter Balbina, Elje Lebchrn und Josef Zrltmeister —j wegen der Einrückung eines Inseratiar „K n r j e r W a r sz a w s k i*, dar so böswillig zusammengesiellt ist, daß cs die Ehre des polnischen Soldaten beleidigt^ interniert worden. Vom Jüdischen Natronalfonds. Die S h a n g h * t Zionist Association hat ans Jnitrativei ihres Vorsitzenden, Edward I. E z r a eine große Aktion für de» Indischen Natioualfonds in allen jüdischen Gemeinden in Thi »a^ Japan nnddruStraitSSrttlemkntSrintzrleitet.Jnsgesamtrechn^ man auf eine Einnahme von 5S0.000 Francs, wovon 100.000! Francs in den ersten Wochen bereits gesammelt wurde». $ Die Idee des »Josef T r u m p e l d o r - F o « d 8*^ der dazu bestimmt sein soll, den in Galiläa im Kampfe um die jüdischen Siedlungen gefallenen Arbeitern er« dauerndes Denkmal auf Nationalfondsboden in Palästina zu errichten, hat n» Polen. Litauen, Weißrußland, Wol* hynien und Ostgalizien großenAnklang gefunden. I« Polen sind im Laufe der ersten zwei Monate für diese» Fonds öOO.vLO Mark, in dem von Polen besetzten Litauen zirka 150.000 Mark und in Weißrußland zirka 50.000 Mark gesammelt worden» Trotz der schweren Lage der Juden in Polen find dort die Emnahmen für den Jüdischen NationalsondS in stetem Steigen W . griffe». Sie betrugen allein für die Monate Jjar und Sima» über eine Million poln. Mark. ■ In Finnland wurden in wenigen Wochen in de» kleinen jüdiichen Gemeinden des Landes 135.000 Mark für de» Jüdischen Nationalsonds gesammelt. -4 , Neue Sammelstellen für den Jüdischen Natronalfonds sind . in dcn letzten Monaten in B a g d a d für ganz Meso« P o t a m i e n und in R i o d e I a n e i r o für Brasilie» gegründet worden. __ ' || * Professor Hetz geht nach Graz. Wie wir erfahren, bat der Professor der Physik an der Wiener Universität Doktor Viktor F. Heß einen Ruf an die Universität in Graz erhalten und leistet demselben Folge. Professor Heß wird schon im bevorstehenden Wintersemester an der Grazer Universität j wirken. J * Der Streik der Gasardeiter. Im Ottakringer Arbeiter-! heim fand vrstern eme Verfammluna der GaSwertarbeiter statt/ in welcher mitgeteilt wird, daß die Gemeinde rme 150/0tsc Lohn-! erhöhung bewilligt habe. Sollten'die Arbeiter dar Ueberemkommea mit der Gemeinde nicht annehmrn, fo müßten die Svzialdrmv-! kratm auß der Gemeindeverwaltung auSscheiden. Die Bersammlang entschied im Sinne deS Vorschlages der Führer und sah vo», etnmt Streik ab. * Die Kaffeefieder gegen die neuen städtischen! Steuern. In der gestern vormittags stattgefundrne» i Genossenschaft-Versammlung der Kaffeesieder wurden die geplante» neuen bteuerabgaden der Gemeinde Wien in sehr erregter Stimmung besprochen und ongekündigt, daß die Schankgewerbei treibenden als wirksame Maßnahme gegen den kommunalen: SteuerterrorirmnS vor der Entlaffnng ihrer Angestellten und. Schließung der Betriebe urcht zurückschrecken werden. i * Verlautdarung der Straferkenatniffe K»k i Devisendrlikten. Die nieder österreichische Landesregierung hat / im Interesse einer wirksamen Handhabung der Strafjustiz der: Solitrschen Behörden die Anordnung getroffen, daß die wegen i iedrrtrrtnny der Devssenverordnung getällteu Straferkenntnisse i». leicher Werse veröffentlicht werdm. wie dies bereits gegenwärtig ei des Uedertretmigen der Avprodlfionierungs« und fonstrgen, VersorgungSvorfchriften vorgeschrieben ist. ' * Eisenbahnerkurs. Wegen der großen Zahl der für1 > Palästina notwendigen ftvöfte für das Elsrnbahnwesen hat daS Grwerbeiördrrungsamt des Jüdischen Nationatrates für Oester-; reich einen Eisenbahnerkurs eröffnet, der sich sowohl mit der i Technik, insbesondere mit dem Lokomotivbau, als auch mit Vrri waltungSaufgaben des Eisenbahnwesens befaßt. Nenanmeldunge» i werden täglich von 9 bis 12 Uhr und 3 bis 6 Uhr (außer! Samstag) im GewcrbeförderuugSamt des Jüdischen Nationali r-trs. II« TaborÜralre 20 a. eutmujaiUQtmuci' j