Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 544 (28.7.1920)
- Date
- 1920-07-28
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Sk«. 544 Mittwoch ^Ostens nu4 d-rr: Höllp herr'Mufüffv'N. llilT^V nftkmafco ljVewissLll wird hur dann ruhig sein, tyruit jeder einzelne vvn uns seine Pflicht erfüllt Hut. Ein Jahr lang wollen stvir alle nnsizre Kräfte ansttengen, UtN das erhabene sAttl zu erreichen. jj-- ' SvdüUu hält eine Reihe von Vertretern Ver einz«lu«tt Laudsinannschaften und Sondörverbände kürze und eindntcksvoll« Msprachen, in. denen sie ihre BrreltwMgkait. erklären, für den Keren Hajefftd jede An«- ätvmrgütttz auf sich' zu nMnen' ünü kein Opftr zu jÄseuen. Es sprechen Sacher (England), Sprinzal (Hapvel Hazair, Palästina), Rabbi G r a u b a r t (MisraM), Dr. Kl'«-- (Dentschlattd), d« tzaas (Ämerika), Gvldstein (Rüßlarch), David Hell in (Palästina), Dr. Leon 'R e i ch (Ostgalizien), Kran Ben Je h u d a (Palästina), Dr. Osias Thvn' (Weftgalizi-rn), Barnch gutfertsonn (Paale. Zion, Amerika). Dr. Ehaim Wetz manu (Mit lebhaftem Beifall begrüßt): Von den Freunden van der linken S^ite ist mir ein« Resolution übergeben worden, worin gesagt wird, die.- JahresSonferenz erwarte, daß in kurzem die BeschrLUkung «n filr die Einwanderung in Palästina aufgehoben und die Tor« des Landes geöffnet werden. Darüber brauchen wir nicht abzustimmen. Mr find all« einverstanden, aber der Schlüssel, M die Tore Palästinas zu öffnen, liegt in unserer Hand. Lostt 1. August ab, werden die meisten Emschränkungeu L--N i abgeschafft Md es warben Möglichkeiten zur Einwanderung gegeben ifestk, 8i« vielleicht Unsere Kräfte übersteigen. Die Mög- RchMltzu der Einwanderung sind abhängig von unseren SMengungen und nur von Unseren Anstrengungen. i gslaube, der Beschluß, den wir jetzt fassen, die WründMg des Keren Hajessod, erweitert unsere MögiillchSE. Nh habe hier eine Liste, ans der neun Menschen eiNM Bettag von 106.000 Pfund für den Keren iHasefsod gezeichnet haben. Wenn jeder von uns ebenso -sein« Pflicht tut, dann habe ich keine Sorge darum» daß der Aönds von 25 Millionen Pfund aufgebracht wirb, und davon hängt die weitere Arbeit ab. Der M«m, der heute der Herr Palästinas ist und den die Konferenz gewiß begrüßen wird (lebhafter Beifall), hat ä»L telegraphiert: „Die Zionisten mögen wissen, daß, iwerm sie tun, was nötig ist, kein Zweifel daran ist, daß chat zionistische Programm in kurzer Zeit restlos derjwttAicht werden kann." Darum bitte ichj die Resolution 'Wer den Keren Hajessod anzunehmen. > Der Präsident bringt den Antrag Naidftsch zur 'St&fHmHtung. Die Annahme erfolgt einstimmig unter ulekcheftLN Ovationen.; Nach Wiederaufnahme der. Sitzung berichtet Leo MV z^i n im Namen des Senivrenkouvents über dessen Borschläge zur Wahl. Da das Groß« Aktionskomitee und die Exekutive demisfionlert und ihre Mandate der!Iatzbeskonf«renz zur Verfügung gestellt haben, muß die Jahreskonferenz eine neue Leitung wählen. Nach langen und mühevollen Beratungen und Verhandlungen der Ssniorenkonveut in der Lage, der Konferenz einen Borschürg zu unterbreiten, der auf einer Einigung aller Gruppen beruht. Danach wären zu wählen:! Jüstics Brandeis zum Ehrenpräsidenten der Zionistischen Organisation, > ' Dr. Chtüm Weizmann zum Präsidenten her Zionistischen Organisation, Nahum Sokolow zum Vorsitzenden (Chairman) der Exekutive der Zionistischen' Organisation. ' (Die Nennung jedes einzelnen Namens wird mit lebhaften Ovationen ausgenommen.) Weiter Wägt Mozkin vor: / Die Jahreskonferenz beauftragt den Präsidenten und N^ürman, Leiter der RessortS zu berufen, die vom Aktionskomitee zu bestätigen sind. Diese Ressortleiter sind dem Präsidenten und dem Chairman sowie idem Kongreß für ihre Tätigkeit verantwortlich. Sie LildtzP. Mammen mit dem Präsidium die Exekutive der Zionistischen Organisation. Die Vorschläge des Seniorenkonvents werden e n blae angenommen. Dr. Weizmann: Sie wissen, daß wir für unsere Arbeit auch Kräfte heranzuziehen haben werden, die bisher außerhalb der zionistischen Bewegung standen, die aber durch die Ereignisse der letzten Jahre, insbesondere durch den Beschluß von San Remo, veranlaßt wurden, mit uns am Aufbau von Erez Israel zu arbeiten, Wir sind nunmehr in der Lage, einige hervorragende Persönlichkeiten der Form in unsere Arbeit einzubez'iehen, daß ein wirtschaftlicher Beirat (Economic Council) geschaffen wird, über dessen Bildung wir in einigen Tagen Endgültiges mitteilen werden. Außerdem haben wir noch ein« zweite Körperschaft geschaffen, die dazu dienen soll, dis Finanzen der Organisation zu kontrollieren. Dis an den Finanzen der Organisation geübte Kritik ist, solange sie hier im Freundeskreis ausgesprochen wird, notwendig und heilsam, sie wird aber nur zu oft von unseren Feinden mißbraucht. Darum hielten wir es für notwendig, ein solches Kontrollorgan zu schaffen, das jede Sicherheit dafür bietet, daß unsere Finanzen richtig verwaltet werden. Ich schlage Ihnen daher vor, daß die Jahrsskonferenz ihre Zustimmung dazu gibt, daß ein Bösttd vf TrnstesS geschaffen wird, der aus folgestden drei Herren besteht; Sir Alfred Mond (englischer Minister für öffentliche Arbeiten), LM Roth. i f d und Vernarb F l 11 w r r. (Lebhafter BeM.) Wiener- Morstenzeiinng'' . Der'..Antrag Tr. Weizmanh. Nnrk> (einstimmig ani genoulmeu. : ' ' Leo Mozkin trägt die Vorschläge des Seniorenkonvents, betreffend das Große AkionskoMitee, vor. Die Liste umfaßt zirka 90 Namen. Es entwickelt sich nunmehr eine erregte Szene, indem de Haas darauf hinweist, daß die Konferenz erst gestern beschlossen habe, das Große Aktionskomitee solle 45 Mitglieder zahlen, während diese Zahl nunmehr verdoppelt sei. Durch die Zusammensetzung der vorgeschlagenen Liste sei den kleinen Federationen ein uNverhAtnisMätziges Uebergewicht gegeben. Er verlange daher, daß das Aktionskomitee nur bei Anwesenheit von mindestens 45 Mitgliedern beschlußfähig sei. Als Ergebnis einer ganzeü Reihe vün AmendeinentvorschlägeN wird endlich folgendes' beschlossen; Die Vorschläge des Seniorenkonvents werden en bloe angenommen: das Große Aktionskomitee soll bei Anwesenheit von 45 Mitgliedern beschlußfähig sein, im Falle der Veschlußunsahigkeit einer einberuf^nen Sitzung soll binnen einer Woche eine weitere Sitzung stattfinden, die bei Anwesenheit von 35 Mitgliedern beschlußfähig ist. Die Mitglieder der Exekutive haben Sitz- und Beratungsrecht, aber n i ch t Stimmrecht im Aktionskomitee. Nahum Sokolow: Die Jahreskonftzrenz geht zu Ende. EiN neues Kapitel in der Geschichte der zionisti- .scheu- Bewegung ist geschrieben worden. Diese Schlußsitzung hat zwei wichtige Bschlüsse gefaßt: die Gründung des Keren Hajessod und die Einsetzung einer neuen Leitung. Ich danke euch für das Vertrauen, das ihr nnS geschenkt hübt, und bitte euch, uns bis zum Nächsten Kongreß Kredit zü geben. Wir bitten euch, Uns mit allen euren Kräften zu unterstützen. Ihr habt uns ja nicht zu Herrschern gemacht, sondern zu Knechten. Aber es ist eine große, eine heilige Knechtschaft, eine Knechtschaft im Dienste des jüdischen Volkes, im Dienst eines großen Ideals. Nun genug der Reden. Es gibt nur ein Wort mehr, das heißt: Arbeiten. Wir stehen am Beginn einer völlig neuen Arbeit von Grund auf, die aus zweierlei Aufgaben besteht: 1. Inden nach Palästina zu bringen und 2. die Juden, die noch nicht Zionisten sind, hereinzuführen in die Zionistische Organisütion. Palästina-Arbeit und Ausbau der Zionistischen Organisation, das sind unsere zwei Aufgaben, denen wir alle unsere Kräfte zu widmen haben. Die Schwierigkeiten, die wir in diesen vierzehn Tagen der Konferenz zu überwinden hatten, scheinen nur den Außenstehenden als kleinliche Streitigkeiten, sie sind vielmehr Schwierigkeiten des Aufbaues, die überwunden werden mußten. Wir haben sie überwunden und wir sind wieder einig. Fteiten wir uns über die Verschiedenheiten unserer Auffassungen. Freuen wir uns, daß wir kein Regiment von Soldaten. sind, sondern ein reiches, kluges, vielseitiges Volk, und hoffen wir, daß unter unseren Fähigkeiten nunmehr eine zur vornehmsten Geltung gelangen soll, die Fähigkeit zu schöpferischer, aufbauender Arbeit. Rev. Silber hielt eine zündende Ansprache über die Aufgaben des jüdischen Volkes beim Aufbau Palästinas. worauf Justice Brand eis die Konferenz mit folgenden Worten schloß; Die JahnslEerenz ist zu Ende, aber die Arbeit der Delegierten beginnt damit erst. Was wir in unseren Ländern tun, das wird zeigen, ob wir der Gelegenheit würdig sind, die uns gegeben wurde, ob wir wür bi g sind des jüdischen Volkes. Die Konferenz ist geschloffen. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen. Die Versammlung stimmt die „Tikwah" an.) Schluß der Tagung 12 Uhr nachts. Deutscher Reichstag. Berlin, 27. Full. (Korr.-Bur^ Ruck» E.lrdisims von Jwrrwllaüvmn Minister btS Aeußrrn Dr. S i ui v n ß Las Wort und erklär, das t* in seiner gestrigen Rede über daS Verhallen der Reichtwehr vvr der französische« Botschaft die Reichswehr nicht verletze« wollte. d Adgeordne'rr Stampfer (Sozialdnnolrat) spricht sich zu den gkstrigen Allsführungen der Ministers zustimmend aus. Sodann bespricht Redner die Ergedniffr von Spa «nd sagt, die französi-. scheu Imperialisten hätten sich a«säieinend vorgenou»«««, alle Dmnmheiten der deutschen Imperialisten uachznah«en. Zu den Kämpfen zwischerr Polen und Rußland erklärt Redner, daß Deutschland unbedingt nicht UNS politischen Gründen sondern auS sozialen Gründen n e « 1 r a l bleiben müffe. Abgeordneter Dr, D r e i 1 s ch e i d (Unabhängiger) erklärt, daß die Tatsache, ob Spa ein Erfolg gewesen sei oder nicht, unwesentlich sei. Er hoffe auf eine Nvisivn der FrirdeuS' Verträge d»n:ch eine Revolntion in der ganze« W e l t. Redner wendil stch dann gegen die DuppenansaMmb'ugen in OfiMentzen nnd erklätt. die Aideiterschast werde jedes Unternehmen gegen Svwjrtrnßland *« v e rb i n d e rn w ii f e«. Redner dankt dem Minister Doktor S nwus für seine verständigen Worte über Rußland ünd hofft, daß der Minister au» ii« eigenen Ressvit seine Ideen werde du'.chsetze« können. Abgeordneter Hötzich (reuüchnational) me'nt. die Ergrbuiffe von Sva seien kür »eine Partei keine Enttäuschung gewesen, wobt aber h\t gestrige Rede de» ReichSministttS d«S Äeußenl. der auch der kleniste Fnvle n<u!on?.1en EmpsindenZ gefehlt habe. Redner biiiffert (ddann die Stestungna-me drS Ministers deS NenKekii ,« d?n a w si k t i g r n F r a g e N- Mit der Nrni^lnätst'.kinnmg im Osten sei <r nnverstanden. Die tinstehrttrtN llkisiuvtzen Ällthlünds stilndtn NNr auf dein PaPiU'. Die Znrückdräng««i Polenans seine ethnographische BasiS sei tu begrüßen. 28. Jüli 1920 ... InÄknfrage ünd Sozialdemokratie. ' Jn/cinein Äuss.itz lll t:n „LSZiattftrschev Monatsl)eften" unter dorn Titel: „Antrseml. üöinuA und Sogiatd:iiiolratie" konimt Ernst , . , Hamburger zu folgenden 'Lchtußfolgerungcn: Die SozialdeNtokrutie war früher, die einzige Partei in Deutschland, die nicht nur nni schärfsten gegen den Antrsetnitismus Stellllng itabm (die bürgerlichen Parteien gaben, soweit sie nicht direkt aniiseh'itijch warm, trotz aller wortmäßigen Bekämpfung judenseindlicher Bestrebungen solchen Tendenzcir in ihren eigenen Reihen nur asizn leicht Nach und erwiesen damit den Mangel'au Entschlossenheit zu seiner Bekämpfung), sondern auch in ihrem ProgmMnk den Weg zur Beseitigung des AuftieniitisinnZ als einer im Wesest der kapitalistischen Gesellschaft ^begründeten Erscheinung gefunden zu, haben glaubte. Sie muß sich daher darüber klar werden, daß die Preisgabe und Rmhd losMachung der in Deutschland ivöhiwnben nststibischen Proletarier um eines vermeintlich dann etsolst. . reicheren Eintretens für das deutsche Judenffrm willdn nicht nur einer proletarische Interessen vertretenden Partei unwürdig ist, sondern auch die nnumgcniglich? Einordnung der einwandernden Ostjuden in die deutsche Volkswirtschaft erschwert und die darauf gerichteten Bestrebungen jüdischer Organisationen, wie des Jüdischen Arbeitsamtes, zu sabotieren droht, dessen Wirken sich für die deutsche Wirtschaft wie für die aus den Pogrom, gebieten kommenden Flüchtlinge als äußerst segensreich erwiesen hat, und das bei verständnisvollerer Tlnterstützung seitens der Behörden noch erheblich Besseres ge> leistet hatte.*) Eine solche dem Recht widersprechende, die Forderung der Nutzbarmachung aller Kräfte für die deutsche Wirtschaft vernachlässigende Politik würde über- Haupt erst die Gefahr eines ständigen ostjüdischen Schmarotzertums in Derstschland entstehen lassen und dem Antisemitismus neue Nahrirngsstosfe zuführen, der sich dann mit ueufet Wucht gegen die gesamte Judenheit, also auch die deutschjüdischen Kreise, richtete, deren Interessen man fälschlich durch Preisgabe der Ostjüden zu fchiitzen Meint. Besonders verhängnisvoll müßte eine ostjüdenfeindliche Tendenz auch unter außenpolitischem Gesichtswinkel erscheinen; würde sie sich doch gegen Ängehörigk einer Schicht richten, die bei der künftigen Herstellung normaler Wirtschaftsbeziehungen mit Rußland vermöge ihrer Kenntnis des Ostens die inertvollsten Dienste wird leisten können. Die Richtlinien, die hier zür die Behandlung de? Ostjudenfrage durch die Sozialdemokratie gezogen worden sind, stellen weiter nur die Anwendung der Prinzipien, die die Resolution der internationalen iSozialistenkonferenz in Amsterdam im April 1919 aufgestellt hat, auf einen Sonderfall dar. Da die geschichtliche Entwicklung der jüngsterr Jahrzehnte, insbesonder des letzten Jahrfünfts, den Sieg der nationalen Idee in den siidischen Massen gebracht bat und das Gesicht der interüatiönalen Judenfrage im wesentlichen durch die politische Ein? ftellUug des ostjüdischen und amerikanischjüdischen Prw letariats im Zusammenwirken mit den besten Kräften d'er europäischen und amerikanischen jungjüdischeii Intelligenz im jüdischnationaleu Sinn bestimmt wird, bas sich auch der internationale Sdzalismus nicht länger der Erkenntnis verschlossen, daß die AnerkennrMg der?ü% schen Nationalität und der Judenfrage als eines internationalen Problems die logische Konsegnenz der geschichtlichen Ereignisse sein nn'isse. Deutschland gehört nicht zu den Ländern jüdischer Massensiedlung, ftl denen die Amsterdamer Resoftltion nationale Selbstverwaltung auf Grund des Personalprinzips nnd nationale Gleichberechtigung in Staat, Provinz und Gemeinde für die Juden fordert. Wohl aber sind die Forderungen voller bürgerlicher Gleichberechtigung in allen Ländern, internationalen Schutzes der Juden wie aller nationalen. Minderheiten gegen physische Verfolgung und wirtschaftliche Bedrückung, der Gleichberechtigung der Juden in der Freiheit der Einwanderung und Ansiedkrng in allen Ländem Postulate der Amsterdanler Resolution, zu deren Erfüllung auch für Deutschland die deutsche Sozial deine-/ kratie ihre ganze Kraft einzusetzen hat. i, Dies« wird sie nur finden, weni» sie. sich von alten liberalsn Ideologien freimacht> von denen sie gerade bei der Beurteilung der Jndenfrage in'besonders starkem Maße deeiuflußt wird und durch die sie . vielfach der durch die Arbsilen sozialistischer Denker geförderten Erkenntnis nationaler Probleme »md ihrer.Lösung, .bei der Behandlung jüdischer Fragen wieder verlustig geht. Noch' immer beziehen iit einem Zeitpunkt, in. dein der Zionismus für das jüdische Land, für das - jüdisch« Vvl? kämpft und die jüdischen 'Massen zuin Bewußtsein des eigenen nationalen Seins gewmmen sind, sozialistische Politiker die politischen Glanbeuswahrheitenüber jüdische Fragen bei Leitern des Zentralvereins delüscher Staatsbürger jüdischen Gl-anbens: wahrend sie sonst stolz auf die Selbständigkeit ihres Denkens gegenüber bürgerlichen Politikern sind, bleiben sie blind für die *) Seit Anfang 1910 lägen üt den Jüdischen Arbeitsämtern (außer der Zentralstelle in Berlin sind Zweigstellen in den verschiedensten Eegetrden, besonders iw cheinisth-westfälü schen Industriegebiet, errichtet lovrderr) Meldungen von zirka 6000 OstjüdkN Vor. die die Arbeitsvermittlung in Änstvinch nahmen. 50 bis 70 Prozent der sich Meldenden Knuten durch Vermittlung der Arbeitsämter Arbeit erhalten, ein Prozentsatz, der sich für die im rheinisch-westfälischen Irchnstritgebiet A KMtiSWseü UntorMrachtwi im Iäundt „nd Februar 1920 aus ettva 90 Prozent erhöht hat. Allein jn Olllsburg sin» iw FevttM wigffäp m WMWWte Arbeiter eingiistellt worden. Näheres über das Arbeitsamt intb intern, e.ssant« statistische Angaben finden sich hei Pst,!,er Il,ld ^«iimunschlag >.Ostjuoen Mtd VolAwrtschäst"; in den,Ms^.n Jüdischen Ä». M-m im..-.Ätf-tii... ' -