Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 541 (25.7.1920)
- Date
- 1920-07-25
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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*. % 9lr. 541 Wien, Ssnntyg * Flüchtlinge auS Przemyslany, Gliniany, Dunajöw n»d Szwiltz holen die V e r > v n a l b l ä t t e r Sonntag, 10'Uhr vormittags, im IX., Stroheckgasse 5 (BcthauS) ab. — Flüchtlinge anS H n s i n t ij n werden fite Sonntag. 8 Uhr nachmittag-, ins Lokal der Machsike Hadas, U., Schiffamtsgasse 20, emgrladeu. * EisenbahnerKnr». Wegen der großen Zahl der iür Palästina notwendige« technischen Kräfte iür da- Eisenbahnwesen eröffnet« dos Gewerbeförderungsamt des Jüdischen Nationalrates für Oesterreich am Montag den 19. d. M. tiven EilentahnerkurS, der sich sowohl mit der Technik, insbesondere mit dem Lokomolivbau, als auch mitden VerwaltungsanLgaben des Eisenbahnwesens befaßt. Daner deS -Kurses sechs Monate.» Anmeldungen werden täglich!vo« 9 bis 12 Uhr vormittags und von 8 bis 6 Uhr nachmittags i« Gewerbefördernngsamle des Jüdischen Nationalrates, H., Taborstraße 20», entgtgengenommen. * Jüdische Schrebergärten. Der Wiener Verein iftbtscher Schrebergärten hat es sich znr Aufgabe gestellt, bei der Bekämpfung des jüdischen Kinderelends in Wien mitzuhelfen. Aüf von der Gemeinde üderlaffcnen und foM erlangbare« Gründen wollen wir iiidifche Kinder unter der LeiKng geeigneter Anfstchtsperfonen Schrebergärten anlege» lassen und sie so während ihrer schulfreien Zeit beschäftigen. Ans diese Weise sollen sie, den Gefahren derStraße entrissen. an Mele undLeib erstarken. Durch eine tägliche Mghlzect wrrd ihrer Ernährung vachgeholfen.. Es erübrigt sich, ans dir'Wichtigkeit dieses Unternehmens »och besonders hinznweisen. Jüdische Kinder körperlich zu ertüchtigen, sie liebevoll mit der Natur vertraut zu machen »nd sie an landwirtschaftliche Arbeiten zu gewöhnen,, ist ein Ziel. anf8 innigste zu wünschen. Wer diese Bestrebungen fördern will, trete dem Ver* eine (Sitz: XVIlIJ Dittesaaste 61 als'Mitglied bei. Der Mitgliederbeitrag wurde an' K. 20 jährlich, der Beitrag der Gründer ans K 100 festgesetzt. Besonders dankbar wäre die Leitung, wenn ihr von Gö.bnern landwirtschaftliche Geräte, S t a ch e l d r a h t und anderes zum Betriebe nützliches Material zur Verfügung gestellt würden. * Die Belvedere-Redoute. Das Bureau des Allan d- K o m i t e e s, welches die am kommenden Dienstag im Schlosspark des Belvedere statistndende B e l v e d e r e - R e d o u t e.veranstaltet, ist heute, Sonntag, von 9 Uhr stütz, bis 1 Uhr mittags und von 8 blS 6 Uhr nachmittags geöffnet, um Reservierungen von Logen entgegrnzunebmen. Eintrittskarten für die Redo«te bciirt Alland-Komitee, Ul.. Landstraße Hauptstraße 1, Telephon 9577, in der Schloßvrrwaltnng des Belvedere, III.. Prinz Eugenstraße 3, bei Keblendorfrr, Krugerstraß?, im Hotel Bristol (altes und neues Haus), Hotel Imperial. Grand-Hotel und bei-V. Mayers, Söhne, l.. Strvhansplatz.^ Damen erscheinen in Ball- oder Abendtoilette oder Domino mit Maske (Maskenzwang) und H e r r e n in Frack, Smoking oder Sommerkleidung. * Das hebräische Schulwesen in Galizien. Die Delegation des Jüdischen Natiovalrates für Ostgalizien gibt bekanntdaß M a n t a g den 26. d. M. um 7 Ubr abends Herr Raftali G l« chs m y n n> Leiter des, hebrchschen SchulwZens in Lemberg, im Dnaltz Ioe--.Hotels Bdirischrr Hof, I!., Tab'ölsträße/ Ecke Obere Angarteüsträße, ,über .^'a$ hebräische Schulwesen 8ci den gälkzischen Jüd'en einst «nd jetzt" referieren wird. / * „Met»AEMGÄlll>^ --'(Mit dem Negenbogen) die gntbewährte Tascheulamvenbättrrie. * Eine fenfatiHsteSe Ueberrsifchstnü bietet der große amerikanische Schnellverkauf im Restrnmarkt, Wien, VI., Damböckgasie. 1V. Es gelangen zum Verkauf zwei Waggons Bolle und Batiste, per Meter L 37.^. bisK 70,—... Ein Waggon Opvale und Etqml« g e stick f, 'dotzpelbrert, per .Metrt 83.—... Wir MWeN^nnsere geeWeWstr dgxaüf aufmerksam, tzavoni raschen Ge-. brauch zu-machen. .' *7 Thal«zim, AttSländer, kaufen Kleider, Wäsche nur bei Mähr, II., Taborstraße. 39. '? ' ' ' / . , ' " Jedes üw»fe d i e f ü r.«u x s-e'r e L e s e-r zum- A u s n a h m s p r e i I e v o n X , 190.?— , m - der7 Damenksnfeltivnsabteilung der Firma A. Gerngrvß-A,->G. zum Verlauf gelangende E t a m i n b l u f e, glatt und gemustert. . ). * Seltene Gelegenheitl Weiße' Lernen-Halb- -und'' Svannenfchuhe mit Komteßabsatz K 350.-. Schuhhaus Ländler, VI., Gumpendvrfrcstraße 52. ' ° vielte*.' . -- I ug e u d v 11 e t nAbavath Z i 1 n. Heilte Ausstug nach Mödling. Treffpuntt im Berrinsbeim präzne 9 Uhr vormittags. Führer Herr 'I. S -t r a u ch I. e r. Mo n.t a g: Gemeinsamer Spaziergang,, verbunden mit' einer Besprechung. Leiter - Dr. S t e i n b e r g. .Treffpunkt ^7 Uhr. abenh.s , -jn Veceinsheim, II., Kleine Zufahrtsstraße l GO. — Z i v n i st t f'efo t Orts g r tt p p e M 8 d l i ü g. M i t t ö ch den 23? b. M.. 8 Uhr abendsim Lokal En^ersdorferstraße 6, Bortrag des Herrn David N e b e n z a h l (Wien) über „Aktuelle jüdische Fragen". Besonders werden diep.-t. Kurgäste aus-Mödling, Baden »nd U m g e b n v. g höstichst einarladen- — Jugend g'r n p p e der 'Z i 0 n i st i-s ch e-n B e z i r-k,§ s e k t i 0 n Brigitte n a n. Heute versammelt sich. die Kwnzath Kraushaar um.' 4 Uhr nachmittags in der Othmargaste. — Hebräische Kommission der Z, i 0 n i st r s ch e » Bezirk S° s e k 1 i 0 n B r i g i t t c n v u. Heute, Uhr nachmittags, pemcinsame Wanderung der hebräischen Knrie 'Erwachsene) nach Sievering. Treffpunkt V-2 Uhr. Karl Meisel-Stxaße 5. Dienstag deu 27. d. M. haben sämtliche Kinderknrse gymnastische Uebungen in hebräischer. Kommandosprache. Ort wird in den . einzelnen Kursen bekanntgegebrn. . BrrefkafteZ der NedakLis«. M.' S., Aahntechnidevin, Dornbirn: Abgeordneier Stricker ist in London, seine Rückkehr erfolgt in den nächsten Tagen. — Mödlirrg: Seitz ist Prästdcnt der N a t i o n 'a'l» Versammlung. — Inda FriedlLnder: Sekretariat der Hakoah, Eas6 City, l., Werdertorgasie, wo Sie alles ' Wissenswerte ersahren, — SporLverein. Ziqn. Bitte unS.bekanntzugcben, w-arni und wo da§ Meeting stattgestmdnr. hat. Die ErKöhrung. Ser Marktbericht. ' Obwobl, wie gewöhnlich, am Samsiag, die Märkte, auchgestern sehr stark besucht waren, blieb em gr 0 ßerTe i l d e r angebotenen W a renbis zur Mittagsst u n d r » n v erkauft. Dies gilt namentlich für F l e r s ch. Auf dem F i s ch m a r k t kamen gestern to!e Hechte zu K 90 bis 95- Weißfische zu K 55 und Seestsche zu *0 da- Kilogramm zum Verkauf. Der G e f l ü g e l m a r k t bot kleine Mengen an Hühnern und Enteu, doch ging auch dieser geringe Angebot nicht abda für GMgel infolge der hohen Preise anf den Märkten überhaupt kein Jnlcresie vorhanden ist. G e nl tt s e u n d O b st iirb cs nr urehr a>ä ailSreicheitden Mengen. Aus Italien und sind aroßc Sendungen' BirNrri aiigelangt. die bei : c/st. ch . n: r C.’Mhii: K l.'i für' das Kilogramm kosten. Wierrer^ Msr§e«zeichuua ' KarLyffelabgkbe. Sonntag bis DienStag! werden in de» Bczuken III bis Vtll ansländische Kartosseln zum Preise vo« 9 per K'llomaninr. und zwar 1 Kilogramm ver Kopf, gegen Abtrennung der Buchstaben P und Q ber- Kärivffelkarte auSgegeben. Iewiverb». Vom 25. bis 31. Juli Margauue en 95, Sal.r per Kilogramni K. T'.IG. T^rtilmiiren: D'- Rntbrstände der Vorwochen. Pirnnstosfe. Die F-.ist für die NenrayönirrnnK wrnde bl§ 15. Angnst d. I. erstreckt. Ae:ttrttlk0Kium der Hochschüler Wiens. Ab Mourag dcu^ 26. Jnli täglich von V-9 bis 12 Uhr nud von ^/.3 bis 5 llnr. Außer den rayonierren Artikeln gelangen zur AnSgadc: Amerit nstscheg Feinmem. Kerzen, Zünder, Tee. stkestle, Marmelade, Dohnen. Salr und Schweinefeit. — Schuhausaabe von stNoniag nn täglich van 3 bl§ 5 Uhr nachmittags. Die Mitglieder, die rrm Mludestbemittektenscheine augesncht haben, mögen ihre neuen Scheine von Montag bis Freitag täglich von 8 biS 4 Uhr abholen. - Fsttabgabe. 80m 28. bis 31. d. M. werden bei den städtischen Schweixefettabgabestellen per Person 12 Dekagramm Schweinefett zum Preise von K 13.50 gegen Abtrennung des ^K"-AbschnsttcZ Nr. 202 und der beiden Äbschnine Nr.' 202 tLr nichslrayoniertes Fett der Fettkarte avsgegeben. Organistcrte Verbraucher erhalten 12 Dekagramm Margarine zum Preise van K 11.40. r-:--- ----: - — - —-^ I TR. %b w ü, Verlag, Mien — Kerlin! Meuersckeinung > „Die Genesung"! ©tto Ebeles^ ä, | I Büh« unÄ Krmst. A»s »r« Zfyeatdtt. Im Josefstqdter Theater.vcrtblerht die französische Komödie ..Zaza" von Pierre Berton und Charles Simon allab-endlich auf dem SpiÄplan. In der Titelrolle gastiert Annie DirkenS. Für das' Wiener Stadttheater wurde soeben ein Vertrag zwischen Erika G l ä ß-n e r und Josef I ar n 0 abgeschlossen, wonach die Künstlerin in der nächsten Spielzeit an 30 Menden am Wiener Stadttheader spielen wird. In Aussicht genommen ist eine französische Lustspielnobität. Ferner schreiben zwei Autoren für diesen „weiblichen Komiker" eine neuartige grohe Rolle in einem'Schwank. — Für.den Monat September bereitet das Stadttheater einen Anzengruber-Zyklus mit Hansr Niese vor. Die Staatsakademie für Musik und darstellende Kunst wieö zu Beginn des abgelaufenen Studienjahres einen Schülerstand von 920 Frequentanten auf. der sich im Laufe des Jahres durch weite« Neuaufnahmen auf 1000 Schüler gesteigert hatte. Auf Grund von Vorschlägen des Lehrkörpers würde schön im abgelaufenen Studienjahr die Ausgestaltung des Unterrichtsbetriebes im Sinne einer Vertiefung und. VerbreitsrunA des Unterrichtes eingeleitet. An Stelle eines adminfstraüven'Beamten als Präsidenten trat ein Künstler, Ferdinand Löwe, an die Spitze der Akademie als Direktor, wobei gleichzeitig dem Lehrkörper in hochschulmäßiger Weise ein gewiffer Einfluh auf die Verwaltung der Anstalt eingeräumt wurde. Unter Oberaufsicht der Unterrichtsverwaltung wird die Leitung der. StaatSaka» demie für Musik und darstellende Kunst im kommenden Studienjahr von folgendem Direktorium besorgt: Direktor Ferdinand Löwe und die wiedergewählten vier Fachgruppenvorstände: Professor Dü Josef Marx, Professor Franz Haböck, Professor Karl Prohaska und Professor Julius S t w e r t k a. Im Rohmen der „Nachtspiele der Kunstschau^ findet Donnerstag den 29. d. M. der Tanzabend Stella Kramri sch statt. Anfang 10 Uhr. Die Kunst in Sovyetrutzland. Im „Meffaggero" veröffentlicht Magriui einen interessanten Petersburger Brief über Kunst, Theater und Bolschewismus. Die Kunstgalerie im Petersburger Winterpalais ist völlig intakt, dagegen fehlen auf der Erenntage die besten Werke, die angesichts der deutschen Jnbasionsgefahr nach dem Kreml in Moskau geschafft wurden. So fehlen alle Rafael, Botticelli, Tizian, Tiepolo, Murillo, Cranach. Wo die 40 Rembrandts, die 46 Rubens, die 32 van Dyks hingekommen sind, darübm: ist nichts Näheres zu erfahren. Nur Mittelgut blieb in der EremUage zurück. Vom Theater sagt Magrini, es habe seinen alten Ruhm nicht mnc erhalten, sondern vermehrt, denn die Sowjetregierung werfe für Theaterzwecke ungeheure Summen aus. Schauspieler,. Sänger und Ballett reisen und spielen, um ihre Lage zu verbessern, vielfach an der Front und seien gut genährt, während der Zustand der Intellektuelle«, trotz Gorkis Hilfsaktion, sehr traurig sei. Beachtenswert ist, was der Direktor der Eremitage Magrini erzählt: daß nämlich alle angeblich aus der Er e m i t a g e st a m m e n d e n und t m Ausland feilgeibotenenGemälde Fälschungen seien. .Ebenso wie die Staatssammlungen seien die Petersburger. Privatgalericn durch Sozialisierung, vor Plünderung durch Spekulation gesichert. Die fünfte Ausstellung des Badener Kunstvereines wurde Mittwoch in den Räumen des LhzeumS unter großer Teilnahnle von seiten der Künstler und des Publikums eröffnet. Korporativ erscheinen der Dürer-Bund, der Donauländische Kunstverein, ferner Mtglieder des Badener Kunst- Vereines sowie einzelne Wiener und auswärtige Künstler. Trotzdem weder das Künstlerhaus noch die Sezession diesmal korporativ vertreten sind, ist die Ausstellung doch reichlich beschickt rmd bietet einen großen Ueberblick über daS derzeitige Schaffen deutschösterreichischer Künstler. M»x Lieber««»» hat begonnen, Bilder zu den Erzählungen der Bibel zu radieren. Als erste» Heft werde» dir Radierungen zum Buche Tobias erfchei»ev, dass von M. I. bin G.o ris» nach der Schrift ne« geordnet i« Insel-Verlag erscheinen soll. Gkre»preiS der Stadt Wie». Der Ehrenpreis der Stadt Wien in der Ansstellung der Klmsl-emeinichaft im PalmenhauS, 1., Rener Kaiferqarte», Einqona AlbrechlSraini--. wurde de« Bildhauer Karl Gelles für sein Werk „Porträt Josef Popver'Lttnstir§E verlieben. 25. Zuli 1920 Seite 7 L Literatur «. Wissenschaft: Uptim Sinclair: I i m m i c Higg i 11 i. Potsdam, ISIS, : Gustav Kiepenheuer-Verlag. Iimniie Higgins, das ist das sozialistische JickrviÄuum/ entstanden aus deni brodelnden Chaos des amerikanischen Kapitalismus, das Menschengebilde, das nie ein. anderes EvlebniDl hatte als Internationalismus und das un Kriege fein kleinessf Schicksal vollenden muß, in den anrerikamschen National^ militarisnnrs hineinzugeraten, da sein JrrternationaliSmuS di«! schwersten Enttäuschungen erlebt. Jrmmie Higgins, das ist bi* Verkörperung der namenlosen Proleturiermasse, welche gläubig ist, und deren Glaube durch die Schuld des Dogmas, an da»i sie glauben, zum Märtyrertum wird. Jimmie Higgins, das rs^ die Arbeitsmaschine, mit dem Fünkchen Menschheitstum, dass jeder Kreatur gegeben ist, das Wesen, welche.s in der Starke seinen Glauben an die reine Kraft des Sozialismus feintz Seele findet, allen politischen Dogmen, Kompromiffe». und.'.' Irrwegen der Nacht zu Trotz. Diese Geschichte van Ji«n««i Higgins, welche die tragische Schuld einer Bewegung davsteLt,! die berufen ist,. das Menschlichste auS den Arbeitsmaschi««v^ herauszuholen, und sie doch in den unmenschlichen Krieg ge* schleudert hat, diese Geschichte von Jimmie HigginS, der unber^ gänglich ist, weil das Menschliche, im Menschen unvergänglich M diese Geschichte von Jimmie Higgins, dem kleinrnsten Sozialist»»^ welcher eigentlich der währe gwtze Sozialist ist, hat ein So»! zialist, der wirklich Dichter ist, mit den einfachsten, zwingendstes! Mitteln zu einen: Schicksälsbuch der fozialrstrschen Bewegung gestaltet. Upton S i n c l a.i r hat hier, im Namen des schentums die ehrliche sozialistische Abrechnung gehalten. Dies Mrechnung wird in der Welt noch einmal von der Menschheit selbst gehalten werden. Das Buch, in seiner Konzeption und^ in der Herinisholnng der größten Menschlichkeiten aus den^ kleinsten Wesen an Martin Andersen-Nexa in seinenr Herr-/ lichen „Pelle, der Eroberer" gemahnend, gehört zu dem Stäxksten, was in dieser Zeit der Literatur: geschaffen wurde. 3öeari Verlag gebührt Dank, daß er die. deutsche UeLedtragung vor^ nehmen ließ. Das Buch soll gelesen werden; es ist 'kei«K IlnterhältungSlektüre. i>. 8. Eduard Verustein: Die Wahrheit über die Einkrei» sung Deutschlands. Verlag „Neues Vaterlands E. Berger u. Co., Berlin.; In dieser kleinen Schrift, welche bereits 191.5 erristande».^ ist, legt Bernstein die Lüge der EinkreisungSlegende bloß. TL ist ihm, dessen Revisionismus ja eigentlich schon vor denU- Kriege mittelbar den Krieg vorbereiten half, gewiß zur Khvtz anzurechnen, daß er bald hinter alle Trugbilder kam, vo« welchen die Sozialdemokratie Dsutschlarws am Beginn der» Krieges umnebelt war. Aber die Schrift kommt reichlich spä Sie beabsichtigt, - die vorwiegend Schuld Deutschlands Kriege darzulegen. Dies wird auch zum großen Teil in übe aus fachlicher Weise erreicht, aber — die Kriegsschuld Deuts« lands ist nicht bloß die' Schuld seiner Diplomaten, Gönevab und seines Kaisers, fordern auch die seiner Menschen, nti ausgenommen der Mentalität seiner Srtzialdemokraten. Da vergißt die deutsche Sozialdemokratie bis heute und ist wer wie sie es gewesen ist, politisch unfähig, untertauenhaft, MÄ einem Worte: deutsch. Wann wird sie dies bekennen werden, was sie sein soll? x. Salamvn Dembitzer: lieber die Liebe. Berlin, li Verlag C. A. Schweischke u. Sohn, Preis 7.— Mark. ‘ Die gewisse Art von Geschichten, welche, in jeder Zeis dem Leser Auschreien: „Wie lieb, wie zart, wie klein und poetisch!" ist geradezu zur Landplage geworden, wenn eit das Bedürfnis hat, als jüdischer Erzähler zu fungieren. Dembitzer, welcher schon durch etliche Gedichte und ei« schichtenbändchen „Aus engen Gassen" die AuftneMamkeit das Richts-sagen-köttnen gelenkt hat, sei ein für allemal gesagiis Um von den feinsten Regungen der Seele wirklich daS Leh zu sagen, mutz man nicht bloß ein paar fragwürdige polnisD Neutöner gelesen haben, sondern man mutz ei« Geijer fein oder nran sage nichts. —ufo. k Mazim Gorkis Anttvort an Romain Rolland, der seinem bekannten Akanrfest einen internationalen Kongreß' Intellektuellen forderte, wind unter dem Titel „Die Inter nationale der Intellektuellen" zugleich mit e-rnenr Appell. Gustave Courbet an die deutschen Künstler (aus dom Jaht^ 1870) in Heft 9 des „Forum" (Verlag Gustav 5diep«nhewets Potsdam) veröffentlicht. Das gleiche Heft enthält eine stellung des russischen Bibliothekswesens unter den und einen Aufsatz über die Menschewiki. Ci» R 0 « a » «AS dem Oste« Menschen im Abgrnnd No m a » »Ött ü 5 i ««***««« Preis gtb. M 12 \ > ) 4; < 3^. 2omU Verlag, Wie« I., Fleisch- / HMYfct 1 b".'