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Wiener Morgenzeitung · 1920-07-21 · Heft 537 (21.7.1920) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 537 (21.7.1920)
Date
1920-07-21
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 557 <k;t, 77M.lv och ttf:caer .Mor^nzrk^r::;; :•: [. r<r*ii Sekte L Tagesbericht. Die MLLschrrldigen. Neuer Kummer quält jene jüdischen Schichte::, die oahrend des Krieges nach WieU verschlagen wurde?: und jeit..Jahr-und.Lag in der „gastlichen" Stadtein .liortcS Oasern.fristen. Man weiß aus der jahrelangen Erfahrung, daß diese geharnischten Ausweisungsverordmmgei: nur wmcLergeringsten Teil die rasch reich gewordenen Abenteurer und Spieler treffen, sonden: vorwiegend die Kleinen und kleinsten Leute, die in dumpfster Enge ihr niserableS Leben fristen. Es ist in diesen Blättern nachgewiesen wordene daß diese drakonischen Maßnahmen richt bloß ungesetzlich und unmenschlich, sondern sinnlos rnd völlig unzweckmäßig sind, daß/ beute eine Politik, die auf „Verringerung der Konstunentenzohl" . loöziebt. rinfach lächerlich ist. Dazu kommt, Laß die. Wiener Ostftrden von der vorbildlich. wirkenden jüdisch-amerikanischen Hilfsaktion, dem „Joint",' förmlich erholten joerden, also Wien nicht zur Last-fallen; . daß sie derart tusamMengepfercht, zumeist als Astermieter wohnen, daß ihre „Abreisendmachung" die Wohnungsnot bestimmt Licht? lindern würde, unter der ja nicht bloß Wien, sondern.jede andere europäische Stadt leidet, selbst wenn sie söllig judenrein ist; daß die gehetzten Menschen, die man jetzt wieder? auf die Proskriptionslifts schreibt, an dem von den Agrariern und den großen Unternehmern klug -ingefädelten' Wucher mit Bedarfs- und. Lebensmitteln Zucht.beteiligt sind. Me diese Arg:unente haben die Ein- Wichtigen immerwieder veranlaßt, rechtzeitig zu bremsen. ' Es' ist nun das Bittere an'dieser neuen Drangsalierung unserer ostjüdischen Briider in Wien, daß als kräftiges Gegenargument die Stellungnahme der gejvissen wohlhabenden Wiener Israeliten ins Treffen geführt - werdenkann, diesich als die „Bodenständigen" zum -rücksichtslosen Kampfe gegen die '„fremden Juden" vereinigt haben. Man hört immer Meder den beschämenden, den grausam gewichtigen Einwand, der einfach stumm macht: . „Diebodenständige israelitische Bevölkerung wünscht selbst diese Maßnahmen." Kunschar, ein Wiener Hindenburg, stellt sich vor b'en bedrohten Salzgries und schützt die israelitischen Geschäftsherren, Dillenbesitzer und Kahalgroßen vor der Ostjudengefahr . . Und' dieser asiimilatorische Klüngels der den - Judenhassern die Argumente für Judenbertreibungen liefert, keinen-Finger rührt, um sie zu verhindern, ja, gelegentlich in den Ruf: „Hinaus mit den Östjitden!" kräftig einstimmt (wie bei'den letzten Kultus- Wahlen), wagt es. immer .wieder, die'-Jüdischnationalen sils die Kombattanten Kunschaks zu bezeichnen! \ ' ^Iu. traurig ist der Anlaß, um zu zeigen, wie VolksfeindAch, wie unmoralisch.-.-.die '--M.ochenschästen jenes kleinen, - aber mächtigen Kreises der Wiener'jüdischen GrrHkapitülHemfiM-übör--HSDn' sollen MeS"'fndiesen sorgWöllen HuÜiagen, - da mancher jüdische Familien- Vater; schlaflose Nächte verbringt, daß es ihnen in den Dhrengellt: -,J h-r seid d i e M i t sch ul d i g e n!" StaaLsbürgerschaft und Optron. - -Der »Morgen" -hat irr der Nummer vom IS.- b; M. die Annullierung der StcratSbürgerschaftserklärungen in Aussicht gestellt und hat' hiebei auf die Bestimmung des Friedensbertrages'Bezng genommen, die, wie dort zugleich angeführt, dahin lauter-„Er (der FviebenSverträg) räunit den' Angehörigen der AKindritäten in'" den abgetretenen Gebieten der ehemaligen Monarchie — einerlei ob sie in Deütschy.sterreich oder den Rationalstaatcn wohnen -7das Opiionsrecht zugunsten der- VtaateS, dom sie jetzt angehhren, beziehungsweise jenes Staates, dem sic nach Raste und Sprache guzuzählen find, ein." .Auf Grund/dieser Bestkinmung des FnedenMerträgeS will der „Morgen" daS -Recht zur Annullierung der bisher' erlangten Staatsbürgerrechte der Angehörigen aus Galizien (Juden) .ab. -leiten:-"Dabei scheint ihm mehr der ISwrsch Vater des Gehanwns zu soiu, denn diese,Auslegung läßt sich schwer mit der zitterten. Bestimmung in Einklang-bringen. Für diese herbei« gesehnte -Interpretation des „Morgen" gibt die zitierte Vertragsbestimmung gar kein'Substrat ab. Ohne erst auf die übrigem Bestimmungen des Friedensvertrages, die eine derartige Interpretation ausschließen, verweisen zu muffen, reicht' die'vom „Morgen" selbst angezogeno Bestimmung hin, den ganz entgegengesetzten Standpunkt zu vertreten. Diese Bestimmung stellt zmiächst das allgemeine Optionsrecht aüf, wonach.nämlich Angehörige der Minoritäten in den abgetretenen Gebieten der ehemaligen Monarchie, einerlei ob sie''in Deutschösterreich oder den Nationalstaaten wohnen, daS Optionsrecht zugunsten deö Staate?, dom sie jetzt angehören, haben. Dies kann immer nur'Oesterreich sein. .Die weiteren .Werte.dieser Bestimmung: „beziehungsweise dem sie nach R a.s s c und SPra ch e zuzuzählen sind", kann sich nur 'auf) Angehörige 'der- MinorilätLn' beziehen, die ihrer Rasse sind,.tzprqch..e. weg«-«^-zugunsten '- eines Nationolstaaier optiergni-wollen, so..zum Beispiel di«'LschLchen in Oesieprmch . oder in...Polen zugunstendev Lfchscho-Slowäkei oder r»4 Polen -in Oesierreich-zugunsien Polens üsw: -Datzetze« ist das Option?, «echt zWUnsten Oosterrsichs ohtm diese Beschränkung ganz allgemein gersgell,.beziehungsweise'sugesiäMn.' Daß der „Morgen" den Wiener Antisemiten das Holzel wirst Und ihnen den Gedanken der Ausweisung auf dem Präsentierteller zuträgt, hat seinen guten Grund. Wahlen kommen und da tut jeder Freisimnge rechtzeitig bas Seine, um sich den Anschluß an die bürgerliche Einheitsfront zu sichern, auch auf Kasten der sonst so stolz zur Schau getragenen Demokratie. Männerstolg vor Mandaten gilch cs in den Straßen des Donau ^Ghettos picht» Zimcxika,. fl-rUt PLff'e üsch aus-. Der „Trmpz". nnlsrr-auS'W-a-s.h o n:- Giech!.ei!i3 mit der ErstzübniS, H-.rcd-cl-ce-.lehrrngcnnur Ruplcru).^ b ahne w'hät P r ä s i d e n r W i ii o r. v-::f3-r. daß Püffe sw.- die Reste nach Rußland am-g'gedeu wtt.dcu dmscn, ' * Josefa Bilmvka KestsvLe«.-Jrr-War^ ut ifi am 1» d. d'e'Gemahl.!n lkosr-wdes. hübe:cn .öfter:eich!'chm.Fin.in;.mimfterS Dr.''Leon Ritter v. Piür.-5t: rach längerem,, ^.ude» -verschieden. * Berlängerüng der GolaelinauSstellttttg. . Die Gobclinausürltung st: toglidt) joon 10 Uhr vormittags bis 6 Uhr abends aeosmet. ' . ' . HeimkrehrerbeWegURg. 'DaS Kriegsgesangmenamt teilt mit:' D:e Austro-Heiml-brtrüdcrnabmsstrlle Stettin hat bekanntgegeben. daß Dampfer „Centa" am 20. d. M.- mit 161 öfter«* * reickischen Kriegsgefangenen, 26 Zivilisten und 37 Fremdnationalen in Stettin rintrifft und Damvfer „Herbert Horn" am 1?. d. M. mit 256 Oestrrreicherü und S92 Fremdnationalen von Na'.w« abgegangen ist. * Die ukrainische Gesandtschaft und die jüdische» beimkehrenden Mittelschüler. Nach dem Zusammenbruch der Monarchie war Wien der Sammelpunkt vieler jüdischer Mittelschüler -Ostgaliziens, die nach mebriähttgen Entbebrungen und Kriegsmartern der Schulbank und der Heimat entriffen, hier ern- Alyl suchten. Durch den polnisch-nkraintt'chen Krieg und die Wnrniffe nn Osten konnten diese Unglücklichen nicht nach Hause kommen; sie bstedrn ihrem Schicksale überlassen und fanden keinen Nnsweg.-rhre begonnene Lebensbahn wett« zu gehen. Dank der ukramifchen Gesandtschaft und in erst« Linie des Konsuls Herrn Wladimir v. S i n g al ew i cz, wrlcher sich der jüdischen Mittelschülrr annabm, gelang es im Einvernehmen mit dem österreichischen S taaisamt für llnterrichtSwefen VorbrrriümgSkurse zurAbleaung der Rriseprüfuna für die beirnkebrmden Mittelschüler in Wie» -u errichteu. Geeren 26g Mittelschüler habe» die Reifeprüfung mst Erfolg bestanden und diese» war auf diese Weise die Gelegenheit geboten, den HochschMvdien nachgehen ru können. ES sei erwähnt, daß die ukrainische Gesandtschaft in Ermllung ihrer Pflicht diese» vielgeprüften Heimkehrer» gegenüber rS nicht an Mühe und finanzieller Hilfe hat Me« kaffen, mn ihre« Staatsbürger» zu Helsen. Die jungen jüdischen Studenten werden daS Entgegenkommen der ukräinischm Grsaudtschaft voll und ganz zu würdigen wiffen. * Kolomeaev erhalten Personalblätter bei M. S i n g e r, kl., Kleine Sperlgaffe 8, bis zum 27. d. M. in der Zeit zwischen 1V und 12 Uhr vormittags. * Ertrunkener Knabe. I« Donaukanal nächst der Aspernbrücke ist am 19. d. M., nachmittags um 6 Uhr der siebenjährige Schulwabe Walt« Schauer, H., Taborstraße 38 bei den Eltern wohnhaft, ertrunken. Die Leiche tonnte bish« nicht geborgen werde«. * Totschlag ut Favoriten. Gestern vormittags hat der 83jährige Schuhwachermeister Jolef Z i t t a. X.. Gvdrunstraße 7 wobuhnft. in d« Hardtmuthgaffe in Favoriten den 37jahrigen Schloff«grbilfea Karl S ch a b l e, X., Alxing»-, gaffe §0 wohnhaft, dmch einen Mefferstich sto schwer verletzt, daß der Mann alsbald an Verblutung starb. Die Ursache sind geschäftliche Differenzen. Zitta wird dem Lauhesgericht ern-- geüesert «erden. * Meder eine erftrndeue Raübergeschichte. Die „Kmoszene", die» wie berichtet, am 18. d. M. sich nach der Anzeige der 17jährigen Stickerin Auguste Kö lln er, Salvatorianervlatz.10, zugetrage» habe» soll, hat sich als blvßeS Pbantasiegebilde heranSgestellt. D«S Mädchen hat emge-asdrn, daß die ganze . Geschichte erfuydeü ist. * WohnrtngSeiubrvch. Am 20. d. M. wurde die Wohnung des JulinS Unger, VI., Marchettigaffe I, «brachen. Gestsblrn wurde» Kleid«, Eßbestecke nvd Wäsche im Werte von ungefähr L 200.000. * Eine Belohnung ocnr ll SV.VVS! ES wurde bereits berichtet, daß dem Buchhalter eines HandlungShauseS am Freitag den 9. d. M. währmd der Fahrt a»f der Hinteren Plattform eines StraßenbabnzugeS der Linre oder U vom Schottentor zur Bellaria ein mit emer Adreffe beschriebenes Kuvert abhandeu gekommen ist. Das Knv«t enthielt 31 deutschöstnreichische Banknoten zn je K 10.000 und 5 Noten zu je K 1000, zusammen K 315.000. Das Kuvert kann auch auf dem Wege von der Haltestelle zum Justizpalatz verschwunden sein. D« durch den Verlust betroffene Buchhalter ist ersatzpflichtig und befindet fich in der größten Verzwerstung. Der Berlustträg« setzt eine Belohnung von K 50.000 ans die Znstaudkbringung deS Geldes aus, indem n dem Finder vollkommene Geheimhaltnng seines Namens zusichrrt. Er bittet allsällige Mitteilungen entweder an daS Nadlerhaus Karl Süß, Neutorgaffe 4, gelange» zn laffeu oder unt« Chiffer ,K. F." an das Postamt VIII, I., Werdertorgaffe, ,« richten. * Jüdische BolkSschnle. Das Unterrichtsamt des Jüdischen RationalrateS für Deutschösterreich gibt bekaunt, daß die erste jüdische Volksschule m Wien «:t Beginn deS Schuljahres 1920/31 im U. Bezirk eröffnet wird, und zwar vorläufig die e r st e u « d z w e i t e K l a s s e. Die Unterrichtssprache ist deutsch. Hebräisch wird «ach moderner Methode allebendr Svrache gelehrt. Diese Volksschule dient zugleich als BorbereituuaSschnle für das Jüdische Realghmnasium. Schülerzahl beschrüukt, daher kau» nur bei r « ch t z e i t i g « e A n m e ld »u g mit einer Ausnahme in diese Schule gerechnet werden. Voranmeldungen (die betreffende» Kinder find «itzubnuge») werden tägftch (außer SamStag und Sonntag) nachmittags von 3 bis 4 Uhr im UntrrrichtSamt deS Jüdischen KationalrateS. II., Taborstrafie 20», eutgesrngenommeu, woselbst auch Auskünfte, cvtcilt werden. * Kindesraub. Mit eüwr seilsatkontzklen Ängelsgmhrit beschäftigten. sich die Genfer Behörden; sie haben den interuationalei: Behörden mit der Bitte um Mitwirkung 6et der Verfolgung Mitteilung gemacht. Der in Genf wohnhaft« Dr. August Jean Thomas hatte eine Anna Franeoise Lan dry geheiratet. Der Ehe entsproß ei» Voh», der jetzt siebenjährige. Jean. Rens. Nach. mehrfache« iKkreitigLfte» wurde die Ehe geschieden.Die Frau hrÄte. die Bekarmtschasi des 24jährigen AunsisangerS Jacques Ma«delberg, der eine Lvhemenatur z-u sein, scheint, gemacht. Die geschiedene Frau Dr. Lstoma's, die mit ihm-fliehen wollte, hat ihren Rohn den bas Gericht dem Vater zugesprochan hat, ru ihre Gewalt zu bekommen gewünscht, und b«i Plan gefaßt, mit Hilfe des ihr ergebenen Bängers, de« Knabe» zu. entführen. Am 11. Mai ist eS dem Paar gelungen, Jean RenS ThomaS aus dem Hotel de la Paix in Genf zu. entführen. Durch, umfangreiche Erhebungen wurde ftstgestellt, daß W Mandelberv und Frau Dr. Lhomas-Lanbry, die muh den Kosename« „Beechrne" führt, nach Druffel gewendet habe». Zuletzt werden sie und. bas Kftck -ane. 22. Mai ö. I» in Brüssel . «U ßx -dßW Mtttrilüugcii aus dem PuMam. WSS^SNSD 8 MTFl!)28l'I}lund,UWEtw S L.1Ü Uguftt®ur*r etli Jw?«r ms? <-> iuw@(ier9!., Graben Ä6 Für die vielen Beweise von Teilnahme, die mir anlässlich des Verlustes meiner vielgeliebten Mutter zugegangen sind, sage ich edlen Freunden und Ge* sinnungsgenossen auf diesem Hsdcgc herzlichsten Denk mu Franka MMermann. eine Belohnung von 1.0.000 Schweizer Franken für fcw Verhaftung der Schuldigen und die Rückgabe seines Kindes auSgesetzt. Die Summe wird.qusbezahlt, sobald das Äi»d. seinem Vater zueuckgeftellt wird» * Mord und Selösimsrd m Währing. Gestern ftüh gegen 7 Uhr hat der Gasarbeiter Ottokar Friedrich Kal.ensky in seiner Wohnung, 18. Bezirk, Martinstraße 'S, seine Geliebte, die' verwitwete Anna Th urner,. gecenm Klein, erschoss eit und sich dann durch eine« Wch-uß 5estötet. Die eingeleiteten Erhebungen haben ergeben. %«$■ Mord und Selbstmord vvrliegt. Kalensly war früher Chauffeur und diente zuletzt bei den städtischen Gaswerke«. Er von seiner Gattin geschieden und lebte seit etwa JahreAfttsi. mit der verwitweten Anna Thurner. In ^der letzten Zeit gab es Berdrießlich'teitL» zwischen den .Leuten, und die Thürner.- hat vor einigen Tagen die gemeinsame Wohnung verlassen u«d ist zu Verwalten nach Zöbing im Kamptal übersiedelt. Am 19. 'd. M. ist Kalettsch, der sehr an der Frau hing, hinaus-- gefahren und hat sie durch vieles Zurede» vermocht, mit ihm heimzulommen. In einige» Abschiedsü riefe» beklagt sich der Mörder darüber, daß ihn die Ttchrner verlassen habe, untz, kündigt den Mvrd und Selbstmord an. * Gtreiks. Wie die Dläit« melden, hat sich d« Streik in Reichenbekg auf das ganze Gebiet dieses KreiSgerichttzsprengels ausgedehnt nud umfaßt außer Reichrnb«g die Bezirke Friedland, Kratzen, Gablonz und Tannwald. Auch ans daß Judnstnegedirt von Leipa hat der Ausstand üb«gezriffen. Dre VerhaMunge» waren bisher ergebuisloS. Die „Bahemia" beuchtet über. Hongrrkrawalle in Dsp. * Sitzung der Nattonalfondo-KsruMiffarL M i t twochdeuSI. d. M. umSllhrnach mittags findet in den Bareavräumen des Jüdrschen NationalsovdS. Wien. II.. Zirkus gass e 38. eine wrchtige Sitznngd e r N a t i 0 u a l s 0 n d S - K 0 m m r s s a r e, Veftraveußleutt und Funktionäre statt. ES ergehe» keine namentlichr» Einladungen. Alle Funktionäre wrrde» gebeten, zuversichtlich und vünktllch zu erscheinen. * SaS SriedenlSrrdische HrlfsLnmilee fnv die Wiener Kirrdev im Aagarten verlautbart, daß der nächste! RücktranSpor: von Kindern aus Holland am SamStag de«L< 24. d. M. um 8 Uhr 40 Minuten früh ans deck Westbahrchoft. emtreffe« wird. * Anftrete« »er Schlckskrandheit. Das RenrerM. Bmean meldet aus Stockholm: Seit einiger Zeit machte sich in Stockholm und Gothrnbmg daS Äustrete» der Schlafkrankheit immer mehr bemerkbar- So wurden in Gothenbnrg m der Zeit zwischen dem 4. und 10. J»li zehn ne« Fälle der Krankheit gemeldet, fünf davon mit tödlichem Ausgang. * Sie Grabstätte» der königlichen _ Fermitie HerodeS. Die Grabstätten der kömglichen Familie HrrodeS in d« Nähe von Iemm Mosche fand man in letzter Zeit mit Erde verschüttet. Bevor die Höhle denchüttet wmde bemerkte ma» dort! drei sehr schöne Särge, von deum der eine als der Sarg bei? s chonen Mrrja«, der Fron des Hnodes, erkannt wmde. Man v««ntet, daß anch diese DwftvÜrdwkette», wie schon viele andere, unbefngter Seite heraksgeholt «nd anS dem dande weggeBrwcht wnrden. -Vnbe« r« Lnndrck. AnSL s « d e ck wird r. Mi der mich wnd tJ ettignett anach ivti», n«d< ,JI»Sßr«ck« ^ottSreiln»," arschr sich bei eine« ungarischen Kiaderr»»-, der :« der der Schwer fuhr, em be«er!«nS»ntkr Vorfall. Der führrr demerkte vor der Abfahrt zwffchen dem Schlnßwaaen nnds seiner Lokomolivr eine große Paffrrdifferenz. Solche Dlffmnttw führen leicht zn Entglrisangen and eS ift deshalb Vorschrift, «<§ z» melde». Dirtat anch der LokomsüvsLhrn, worauf angrordned wnrde, daß ein einseitig beladener Holzwnge», der dir Ursache dtt Differenz war, richtig beladen wnrde. ES war Rachtznt «nd e:n nn g a ris ch er Offizier, der die Leitnng ZngrS innrhntle. wnrde dadnrch anseiner Nachtruhe gestürt. Er beschimpfte de» Loknmotinlührer, der ih« aber rnhig erwiderte, der Herr Ossi möge nicht vergrffe«, daß er fich in der denffchösterreichch llkepnbkik befinde un» »i ch t i» H » r t h tz - Ü u n a r «. D Aentzernng brrchr» dm Vrttzarm vollrnds ank de« HLnSche« nn» er schrie dm Lok»»ott»fHrer an: ,#«»»*©:« »t» daß : » U » , » rn f « g » n, ch , eH » i ch Si e n red r, w i , ei « e » H « » d." Der L»koM»tt,sÜhrrr Gab dem Here» 11 *1 tzandgresflicheAbfertignn <. .Warans sich dichy grollmd zarüchog. Vor U»»«i über seine Nieder!»« begab sich der Oifizi« nun p: seinen MannschaftStzerfvnrn und f ch l « g mitelnemGlockansdiaseeen. Das gange Zugspersonal war über diese« Borgang äußerst entrüstet. „Es ist*- fügt d«S Blatt der Zuschrift bei. „ein Fln-erzrig, akleS zn tnp,' um die Wiederkehr der HaVSbnrßer und ihrer Handlang« zg verhindern." si * Di« Ku«d«LchH»s n»n St, G»llew. Wir haßen vor einige» Tmn mitgetrilt, daß das Bärgermeistetamt da» Gemeinde Gt. Gallen (Bezirk Lreze«, Gteirv-i V « r k) i» öffentlich« Kn nd«achu»§ alle« Archtarierzl sJüdrn) de« E»m«eranfr»1halt » » t t x f t gt.hagi VS wurde von verschiedene» Seiten' gegen diese Kundivachn»- die Beschwerde an daS StoatSamt flft Inneres «griffen. Ein« derNefchw«desüdrer schreibt an#: «HS wäre hoch an der Ml? endlich auch daS Ansland und in-besondere Amerik« überdie Gesinnung der in der g a «z < a Welt «» Nnterstßtznng bettelnde»,Aßenreichischey Bevölkerung -n unterrichtgg» Ich sehe nicht riu, wozu unsere B»lkSs«ß»ss,g rn Amerika fRnfgig Milli»»««.Krona» f«r die Befrei,,- der öfter,e,ch,fche^ Kr. ««sseigsgev,ns,«««!»,. »«». h« m öst«re»chiiche» Heimat »nbkehcnen »«gehörige» duser. Jh geh»-»» geiadm shst««Mch die ft g d e n a n S t r e: b , x«^

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