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Wiener Morgenzeitung · 1920-07-18 · Heft 534 (18.7.1920) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 534 (18.7.1920)
Date
1920-07-18
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 534 Wien, gotmtdg:• ISt hat LaS Ziel «erfciftt und auch den Weg, . Der neue Bannerträger Israels, - i Änd durste auch, das Schicksal Mosis teilend, . . Nur fernher schauen das gelobte Land, ti: ,; Dcks seiner Väter Urheim einst gewesen Und das den Enkeln neu sein Wort erschlossen, ' j. Mit früh gelbrochnem Blick nur fernher schauen,’ ‘ , •; Doch nicht betreten seine heiligen Gauen Als Führer der erlösten Volksgenossen... . «; . Auf steht das Tor, die alte Heimat winkt, - -4 '■ Me Freiheit grüßt, die Fessel springt und sinkt, Gemach wird Wirklichkeit das kühne Streben, ‘ An das et Kraft und Leven hingegeben. Doch ob im Grab und unterm Wuchtgen Stein,- - In seinem Volk winkt ihm ein dauernd Sein, Im Herzen dankbar trägts und hegtö sein Mid / Und wahrt als Wappen es und Ghrenschild, Gemahnt, in seinem Sinn und seinem Zeichen -;; . Das Heil, das er gewiesen, zu erreichen! Was er erträumt, erstrebt, erwirkt, erstritten Und waS auf diesem Bevgstieg er gelitten, '■ ■ Hier spiegelt sich in slüchtgem Flimmevbeben ,,r ' Das? Ewige iw diesem großen Leben! ' , Hierauf entrollte sich nach einem kurzen Vorspiel, in welchem dem ewigen Wanderer Ahasver Kunde von seiner baldigen Erlösung durch den «ringenden Juden Theodor Herzl" wird, die Handlung des Spieles in fünf Teile« und einem Nachspiel. Ein Rückblick auf die Abstammung Theodor Herzls zeigt das jüdische Geschick-seiner Vorfahren. Dann erblicken wir Herzl in Paris zur Zeit der Dreyfuß-Affäre, welche die anti«, semitischen Instinkte Frankreichs entfesselte.,' Herzl wird, sich seines Judenschicksals bewußt, des eigenen jüdischen Leides seiner Jugend gedenkend; daraus und aus der Geschichte seines Volkes, das einst in Herrlichkeit und Stolz gelebt» ersteht sein jüdischer Stolz und er beschließtdem Volke als Bannerträger neuen, eigenen Lebens voranzugehen. Herzl schreibt den .Judenstaat'' (zur Steuer der geschichtlichen Wahrheit sei bemerkt, daß der «Judenstaat" in Panis entstanden ist, nicht, wie im Film dargestEt, in Dien). Dann folgt die Begegnung mjt Baron Hirsch, die Entwicklung des Projekts vor einer Versammlung von Bankiers — latiter ergebnislose Versuche. Aher> das Volk und feine Jugend haben, erkannt» was das Buch bedeutet, und heben Hergl auf den -Schild. Er wird der Führer des Volkes.; - Dann sehen wir ihn auf den Kongreffen, bst feine« Be» Segnungen mit dem Papst und dem Sultan, mit Plehwe und mit den Juden Wilnas, die ihm wie.einen König zujubeln. Aber.'die angestrengte« Mühsal« für. sein. Volk haben Herzls Herz Legroben, während er am Aufbau dorr '„Altneulcmd" sä««. Todkrank schleppt er sich zu den Besprechungen des Uganda« Projektes. Und dann kommt das Ende, nachdem Herzl zum ersten Male seit Jahrtausenden den Ruf „Hoch die Juden" gehört hat. Nachdem er noch sine« alten jüdischen.' Vater auf dem Sterbebette mit seinen Söhnen vereinigt, beginnt sein Sterben. Die Verklärung aber wird zum prophetischen Schauer der Erfüllung seines Werkes, die mit San Remo begonnen hat. DaS Filmspiel hat den Vorzug, daß es auf krasse Effekte verzichtet, aber in seelischem Sinne die Größe Herzls darzü« stellen versucht. Die Grenzen des dramatischen Geschehens engen freilich dabei, da ja jeder Film auf Aeußerlichkeit gestellt ist. AVer dieser Hergl-Film ist lebendig gestellt und die greifbare Nähe eineS uns sa teueren Lebens und Wirkens übt stärkste Wirkung. Die Darstellung und Inszenierung ist vor« nthM (nur der erste Kongreß könnte eine bessere Szene Men); ganz hervorragend ist Rudolf S ch i l d k r a u t in der MiMik einiger Episodengestalten. Der Film muß in seiner Eindringlichkeit und Aktualität auf dä8 jüdisch? Publikum in der ganzen Welt Wirkung üben und es ist zu erwarten, daß et großen Erfolg haben wird. Die Heimkehr der Kriegsgefangenen. WiON» 17. Juli. Das StaatSamt des Ueußern hvi aus MoSkaü den nachstehenden Kunkspruch erhalten: DaS Volkskommissariat für Aüswärtige ÄugelStzenheitton teilt hiedurch mit, daß dem Abtransport' dev deutschösterreichischen Kriegsgefangenen aus Rußland nunmehr.nich tS im Wege stehe, In Anbetracht des in Kopenhagen abgeschlossenen AuStauschvertrages ist an daS russische Zenträlämt für GsfangeneuangelegenheiM Weisung ergangen betreffend ungesäumte Wiederaufnahme der Heimsend ring der beut sch österreichisch en Givfau »Pezr. ' > ' Es wird ersucht um tunlichst baldige Mpatriierung derin Deutschöfterreich besindlichen.russisckM KriegssMnstentzk.,' " Bplkskommissär für auswärtige Angelegenheiten: - . Tsch i tscherrn. » ' Das KriegsgojÄngenenamt teilt mit: Der Lagerkommandant des 6 Kilometer von Wladiwostok entfernten Kriegsgefangenenlagers Perwaja -Ri.etsü>- ka, Hauptmann Pis zach ich, richtete am 24. Jänner 1820 an den Präsidenten dev Nationalversammlung ein Schreiben, in dem er unter anderem die Hoffnung auödrückt. daß die Kriegsgefangenen recht bald in die Heimat heim kehren könpten. Ferner richteten die Vertreter der deutschösterreichischen Kriegsgefangenen dieses Lhgsrs einen dringenden Lhrpell an hie österreichische Regierung, in dem um den schleunigen Heirntransport der 6OO0 Oesterreicher, die noch in den Lagern östlich vyst JrkWk für dest Klbtransport attt See in Be.« Wreirtzr Msrtzenzettungf 18. Juli 1029 Grit« k tracht kommen.- pegeb-en-Mrd. .Gleichzeitig/ übersandte das Lagerkommando ><'incn Bericht.über die Verhältnisse im Lager, dem.folgendes zu entnehmen ist: Da. die Verwaltung.des Lagers durch die Tschechen vielfache Mißstände zeitigte.,, wurde die Uebernahme!>er Verwaltung dprch die Japaner angestrebt,. was' am IO. November 1918 geschah.!^)ie Perpslegung, die für Rann und Offiziere gleich ist, kann als hinreichend bezeichnet werden. Der Rann eHM täglich 51 Dekagramm Brot, Morgens heißen >Äee, mittags Suppe, ein kleines GhÜch Fleisch und. Zsifpeise, abends warmes Gemüse, beziehungsweise Reis, , manchmal Gulasch oder ReiSfleisch und Deewasser, außerdem pro Monat zirka 6 Pfuttd Zucker. Ferner lieferien die Japaner jedem Mann säst jeden Monat ein Pfund Seife, zweimal im Jahre Zahnbürste und Zahnpulver.. Im Jahre 1919 erhielt jeder Mann zwei Garnituren Sommerwäsche und eine Garnitur Winterwäsche, je eiste Garnitur japanischer Sommer- und Wintermontur,, evnet zwei Handtücher, zwei Paar Socken und ein Paar Schuhe. Die Offiziere mußten sich diese Artikel selbst kaufen. Der Gesundheitszustand ist im allgemeinen kein guter, was besonders auf das feuchte Klima zurückzuführen sein mag. Die Lohnbewegung der Landarbeiter. Gestern fand im Staatsamt für Land- und Forstwirtschaft eine Aussprache, in Ungelegenheit der Lohn-'* forderungen der Landarbeiter statt. Nach eingehender Aussprache würde durch den WrsitzMdeü, Hdfrat Scholz, zunächst ein aus Vertretern der Arbeitgeber- Und Arbeitnehmerverbände und aus heranzuziehenden Fachleuten z.u ^bildendes Komitee eingesetzt, das unter Leitung des Vorsitzenden des Fachkollegiums im Staatsamte für Land- und - Forstwirtschaft, Hofrat Ingenieur eil, am Dienstag den 20: Juli Mit feilen Ueberprüfnngsarbeiten beginnen wird. Der Zeiltratarbeitgeberverband erklärte, auf Grund dieses einhellig gefaßten Beschlusses eine Plenarsitzung des Zentralarbeitgeberverbandes zur Beratung und Stellungnahme, hiezu in den nächsten Tagen einzuberusen. > Der ' Obmann des Landarbeiterverbandes, Mora Witz, teilbr anschließend hieran mit, baß das Lohnkomitee dieses Verbandes noch'am heutigen Tage im gleichen Gegenstände Beschlüsse fassen wird. ' * Begrävniffe am herrlige« Tage. Zentralst i e d h o f: 9 Uhr Spitzer Jvset. 9 Ubr 30 Mm. Stier Berta, 10 Uhr Bidor Soma, 10 Uhr 30 Min. Pater Katharina, 11 Uhr Glaser Albert.Neuer F r i e d h o f: 9 . Uhr so Mim Fürth Ignaz. 9 Uhr 40 Mi». Weiner Therese, 10 Uhr Klein Leopold, 10 Uhr 20.Min, Reinert Joachim. * Personalstnichrrchten. Nedaktkur Adolf Sennensieb hat sich mit Fräulein Jetrka Kern verlobt. — Herr, Rechtsanwalt Dr. Leopold Grünberg hat seine Kanzlei in Wien, 1, Schwarzendergstraße 3. eröffnet. * Dr, Viktor Ruß gestorvÄk. Aus Velden am Wörther-- see wird vom 17. d, M. gemeldet: Das ehemalige Mitglied des SstetretchischeN' Herrenhauses Dr. Viktor Ruß ist heute nachts hier verschieden. * Eitznugen im Rathaus. .Der Stadtsenat hält am DirnStag um 10 Uhr vormittags eine Sitzung ab. — Der Grmeinderat tritt Freitag um 4 Uhr nachmittags zu einer Gkschäftssitzung. zusammen. * Freigabe dev Verkehres mit Altpapier »nb Auslösung der Altpapierkommisfion. Der Verkehr mit Altpapier war bisher insoweit beschränkt, als es vott dm solchen Material verarbeitenden Betrieben der Papier und Pappenindnstrie nur durch Vermittlung der Altpapierkommission bezogen werden durfte. In einer Vollzugsanwnsnng des Staatsamtrs für Handel und Gewerbe wird diese Vrrkehrsdeschränkung falle» gelassen. Gleichzeitig gelangt die Äitpapierkommission zur Ans lösurtg. * Gefuhren der ««befugte» Ausgabe von Rot gelb. Im Hinblicke aus die sirakrechtliche Verantwortlichkeit jener Personen, welche unbefugt Notgeld herauSgeben, werden sowohl die verantwortlichen Funktionäre der Gemeinde» als auch private Spekulanten davor gewarnt, ohne eingeholte Bewilligung seitens des Staatsamtrs fiir Finanzenauchnur mit Vorbereitungs^ Handlungen zur Ausgabe des Notgeldes zu beginnen. Denn, ab^ gesehen von der zn gtwärtigendk» gerichtlichen Besirasungen werden sämtliche Vorräte an etwa bereits fertigsesiellten Geldsorlen, sowie btt zn ihrer Herstellung erforderlichen Maschinen ». s. w. konfisziert und der Vernichtung zugeführt, was für die beteiligten Kreise auch einen gewaltigen materielle« Verlust bedeutet. Insbesondere wird auch den Buchdrnckerei-- besitzern öder -»Leitern dringend empfohlen, btt Herstellung von Notgeld zwecks Vermeidung gerichtlicher Strafen «nd Konfiskationen «nr dann zu übernehmen, wenn dir ersorderltche Bewil» annfi deS Staatsamtrs fiir Finanzen vorgewiesen werden kann. Di« Nichtbefolgung wird mit Entziehung der Konzession bestraft» UebrigenL wird. fett letztgenannte Zentralstelle Bewilligungen zur Ansgabe von Notgeld nicht mehr erteilt«. * Falsche Banknoteustempel. Der ,20jährige Goldarbeiteraehilfe Max Sperber und der 21jährige Inkaffant Isidbr Pfeffer' wurden gestern wegen Verdachtes brr Verfälschung öffentlicher Kreditpapiere dem LandeSgrrichte.einseliefcrt. Sir haben in der letzten Zeit be»m Kaffrnschalter der Oesterreichischvngarischen Bant wiederholt zusammengeklrdte »nd offensichtuch grsilffttttlich mit Tinte befleckte Banknoten zu 10ÖO mit gefälschten Banknotenstrmpeln der Nepubltk Oesterreich zur Einlösung präsentiert und sind auch dringend verdächtigt unmittelbar mit de« Fälscher« in Verbindung zu siehe«. * Diebstahl o»t einem Italiener. Der 24iährige Feibisch Hafner war als Maaazmsarbriter in der Kaserne der italienischen Konlrollkommisslvn, HI,; Marokkauergaffe 4, beschästiat. A« 16. d. M. hat er dem italienischen Feldwebel Anton M a l i n 6000 Lire «nd ungefähr K 80.000 gestohlen. Er wurde nachts in der Wohnung seiner Geliebten in Ottakring, Aaukgasse ib, verhaftet. In feinem Besitze würden uvch L 1184 mid 40 Lire gefunden. 4250 Lire und R 3S.000 hat er seinem Brüder, dem Bäcktrgehstfen MoseS H a f n e r zur Aufbewahrung Übergeben; Bei ihm wurde« K io.»BO gifundr« «Nd beschlagnahmt. Die Brüder Hafner wurden grster« dem Landesgerichte eingrliefrrt. * Jüdische KkchcrftMnde. Damen und Herren, welche fähig sind, schulpflichtige Kinder nachmittags von 3 bis >7. Uhr in den Heimstätten oder Spielplätzen der Jüdischen Ktnderfreunde zu beschäftigen, werden für den 2., 9. unp 17. Bezirk gesucht. Solche, die in jüdischer Geschichte, Literatur, PalästiWMde.und, LLndsertiakettüitnwiTichL. jrGARETTEH^APfERE ZlM8ETWBmißJS£M Sie übeefz&Tefi se&stt <üf dürckrr«» fravertaagpa s des stuwcstme»» M « »,,»»«««»«»»»«»»»A«»»»«*»»» nisse besitzen, werden bevorzugt. Interessenten erhalten 'Auskunft im Sekretariat, 2. Bezirk, Obere Donaustrahe 91, 2. Stiege, in der Zeit vom 18. bis '22. d. M'. voih ■9 bis 6 Uhr. * Die Beßövdewmg Mischer Familien zu.ihren Angehörigen nach Amerika. Das Jüdische Korrespondenzbureau, meldet aus New-Aork: Der Präsident der „Hebretü v Sheletering and Immigrant Md Society" (Schutz- und' Fürsorgegesellschaft für jüdische Immigration) Mr. Bernstein begibt sich nach Europa, um die Uebersiedlung dev jüdischen Familien in Europa zu. ihren Verwandten/ / in Amerika zu organisieren. Nach den vom New-Norker'! ' Bureau dieser Gesellschaft erhaltenen Nachrichten gibt es im gegenwärtigen Moment zirka 250.000 jüdische Emigranten, die sich auf der Neise nach Amerika befinden. Der größtes Teil stammt aus Polen üno Litauen. < * Fortbildungskurse für Lehrlinge. Das Gewerbeförderungsamt des Jüdischen Nationalrates teilt mit: Die unentgeltlichen Abendkurse zur Fortbildung von Lehrlingen in den Völksschulfächern beginnen' morgen, Montag, den 19. d. M., um halb 7 Uhr abends. Ort: Jüdisches Pädagogfum, -2.. Bezirk, Obere Donaustraße- .91, 2. Stiege, 1. Stock. * Jüdischer Marchenaveud. Die Vereinigung der LehrwfMätte» und Kurse des jüdischen GewerbeforderunasamtcS veranstaltet heute um 6 Uhr nachmittags im Jndnstriellen-Cüft/ I.,. Concordiaplatz 4, einen jüdischen March e n« ahe n d für Jung und Alt gegen freien Emtritt. Gäste willkommen! Sitzung der NationalfondskommiffLre. Mittwoch d e n 21. d. M. u m 6 U h r a b e n d s findet iu den Bureau-' räumen deS I ü d i s ch e n N ast i o n a l f o n d s, ,W i e », H., Zirkusgaffe 33, eme wichtige Sitzung der N a t i v u alf o « d S k o m m i s s a r e, Vertrauensleute und Funktionäre statt. ES-ergehen keine namentlichen Einladungen. Alle Funktionäre werden, gebeten, zuversichtlich u«d pünktlich zu erscheinen. * Kaukasische Jude« gehen nach Palästina. Das Jüdische - Korrespondenzbureau meldet aus Jaffa: Aus dem.Kaukasus' ist der erste Transport jüdischer Einwanderer hier angekommen;.. alle beherrschen ausnahmslos die hebräische Sprache. Sie .v ^berichten, daß im Kaukasus 3000 jüdische FaMÜien zür' sofortigen Auswanderung nach Palästina bereit sind/ * Hütet die Kleinen. Ja der Wohnung, X„ Triesierstraße 146b, allein gelassen,' ssirang gestern der sechsjährige Karl S ch a N d e l^ vom ersten Stock auf die Straße und erlitt eine . G e h i r n e r s ch ü r l er u n g uttb eine bis rrnf den Knochen reichende Wunde au der Stirne. - i . * Äenderungen im Jugsverkehr auf der Westbahn. Ab Mittwoch den 2t. d. M. bis einschließlich Dienstag den 3. August verkehrt von Wien-Westdabnhof—Salzburg jeden Momag, Mittwoch und Freitag der Fernvrrsonenzug Nr. 19 ‘ «ab Wien-Westbahnbos 10 Uhr 10 Miu. abends) für den allgrmeineu Verkehr. Ab dieser Zeit unterbleibt die verlautbarte Führung des FrrnpersoneuzugeS Nr. 235 von . Wien-Westbahnhof—Salzburg (ab Wien-Westbahnhof .1. Uhr 1 25 Mi«, nachmittags) an Salzburg 10 Uhr 40 Min. nachts)^.; * Stüdenten-Tischlerrverkstatte (Aktion der .Wtroer« gebürt"). Es sind bisher £120 Gesuche vv« Hochschülttn und Mittelschülern als Anmeldungen siir die Tischlerwerkstatte» tinge-' laufen. Bis zur Errichtung einer eigenen Studentenwerkstätte wurden bereits 4b Stndenten in einzelnen Tischlerunternehmunar» untergebrachi. Die restlichen wurden für später vürgemerkt. Bei dieser Gelegenheit ergeht a» alle jüdischen Tischler, Schlöffet »sw. . die Bitte, dr» jüdischen Studenten die Möglichkeit zu biete«; daS .Handwerk z» erlernen. Zuschriften a«Erdträcht,^Witdßt« g e b » r T, Wim IV., Leidenfrostgöffe 3/18- * Streiks. Wie die »B o h e m i a" aus Reiche«- b e r g meldet, hat dort vorgestern die Arbeiterschaft Wege» dtS vollständigen Versagens des öffentlichen ErnährüNgsdienstrS eme grobe Kundgebung veranstaltet und beschlossen, Montag früh i» allen Berufen und Betrieben in de» Streik zu trete». * Drotpreiserhöhnng!» Lirol. DaS Tiroler LaudrS« wirtschaftsamt verlautbart eine neuerliche BrotpreiSerhohung. * Jüdische Volksschule. Das UnterrichtSamt deS Jübi- . fcht« NalivnalrateS fürDenischosterreich gibt bekannt, daß die erst e j L d i s ch e V o l k s f ch n l e m Wie» mit Beginn des . Schuljahres 1920/21 im II. Bezirk eröffnet wird, und zwar vorläusta . die e r st e n n d z w,e i t r K l a s s e. Die Unterrichtssprache ist d e«tsch. Hebräisch wird nach moderner Methode al< ' lebende Sprache gelehrt. Diese Volksschule dient zugleich als Borbekeitnngsschule für das Jüdische Realgymnasium. Schülerzahl beschränkt,' daher kan» nur bei rechtzeitiger A » m e l- ■ düng mit einer Aufnahme in diese Schule gerechnet werden. . VorantneldtkUgen (die betreffenden Kinder sind mitzubringe») werden täglich (außer Samstag und Sonntag) nachmittags von 8 bis 4 Uhr im Untertichrsami des Jüdischen NationalratrS, II., Taborstraße 20», entgegengenommrn, woselbst auch AnWnfte . erteilt werde». * Wiener Mvdewoche, Die Erfolge der BorWrungen Wiener Mode im Auslande haben zur Abhaltung einer Mo.de-' w o ch c i n W i e n ermutigt, welche vom 2. big 9. August stattsinden wird. Der Arbeitsausschuß, deffen Präsident der Handelskammersekretär Dr. P i st o r ist, versendet soeben den Kat a l o g der Modewoche, ans welchem ersichtlich ist. daß die bedeutendste» . Firmen der Wiener Modeindustrieu als Aussteller vertreten sei« ° werden. Die Modewoche, mit der auch eine Ausstellung von alten " Modebildrrn, Trachten. Theaterdelorationra, Teppichen usw. verbunden sein wird, verspricht ein intereffantes Ereignis des Wiener Sommers zu werden. * »iMet»t»« G»lv^ — (mit dem Regenbogen) die g«ebewährte Taschenlampeubattene. * 8» Schleuderpreise» werden verkanst die Sommrrdortäte darunter Dirndlstvfie. (Stamm. Batiste. Fntterwareu t» . der Wiener Restenmefft, Wrndmühlgaffe 9 gegenüber der Laimgruben Kirche. * Kei«e Augst vor der Zahnbchandluna! Zahnarzt Dr. ll n g e r 8 ü f t s ch i tz, Wien. VI., Mar ahilserstraße IlL, hat sich für moderne», 1« Munde festfitzende« Zahnersatz sowie schmerzlose- Plombiere» und Zo'nziehe» spezialisiert »Nd sendet auf Wunsch kostenlos Prospekt. Auch die Untersuchung des Mundes sowie Erteil««g vo«, Auskünfte« Und Kssteuoora»schläge» erfolgt und »»vndmdlich.

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