Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 534 (18.7.1920)
- Date
- 1920-07-18
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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, Ar. 534 Wien, Sonntage ... Potttische^undschan. Grey L-er die HaltunK Deutschlayds. ' ÄuZ London wird gemeldet: Lord Grey erwarte gestern in der Sitzung des Völkerbundrates in der Frage der Zulassung Deutschlands zum Völkerbund, daß man vor allem auf die Ergebnisse der Konferenz von Spa achten müsse. Der bisherige Eindruck sei für Deutsch-. land ungünstig. Jede Revision des Friedensvertrages hinsichtlich der Kohlenlieferungen und Wiedergutmachungen würde Frankreich, das am meisten gelitten habe, am meisten belasten. Er hoffe nicht, daß England auf Kosten anderer Länder großmütig sein werde. Wenn irgendtzine der Bestimmungen, des Versailler Vertrages für Deutschland zu schwer zu erfüllen sein sollte, fo; müßte Deutschland zunächst'das Aeußerste tun, um jetten Bedingungen, die es erfüllen kann, tatsächlich zu ge« nügen. Jedes Land sollte feine Wehrmacht soviel als Möglich verringern. Die Haltung Deutschlands auf der Konferenz von Spa habe den Anschein, als suche es die schwachen Punkte im Zusammenhalt der Verbündeten auf,., um zu erfahren, was das Mindeste sei, das/.vom Vertrag ausgeführt werden müsse. Bedingung für die Zulassung Deutschlands zum Völkerbund werde daher Mn, dem Friedensverträg zu genügen. Ei« Lebereinkommen zwischen Italien, Japan, Belgien und Portugal. Aus Spa wird gemeldet: Zwischen Italien, Japan, Belgien und Portugal wurde ein Uebereinkormnsn unterzeichnet, uni sofort unter diesen Mächten einige Probleme ZU lösen, die sich aus der Aeilderrmg des FricdrnovertrageI von Versailles ergeben. ' . ' , : Artikel 1 bestimmt, daß die Summen, die von Deutsch" lHnd'äls Wiedergutckachung auf Gruhd des Frieden svertr'äges von Versailles gezahlt werden, wie /folgt verteilt, werden: lßngland 22 Prozent, Frankreich 32 Prozents Jkalieü'" 1l) Prozent, Japan 0,75 - Prozent, -Peltzien:/-' 9Hryzrpt ' ..ürch Portugal 0,75 Prozent. Die>> restlichen ^Prozent werden aüf Griechenland und Serbien sowie auf'die "Länder, die Wiedergutmachungsansprüche anftreben, .aHp. dätz^'.g;ntyärtigs ÄVkommen nicht unterzeichnet haben, Mteilch! . . Artikel 2 besagt:.' .Dse^. alS' MjebexLulin^Hjn^ L):y^.erreich .und Bulgarien, erhaltene lÄ/esastitfrlinme -stirp zusammen mit der Kontributionfunö-.- der: WcSgäöeih für chitz/ Befreiung der Länder des' ftU)eren'"öMrreichsich-uttgarisHen/ PebietE, wie 'folgt, verteilt: a) ^u einer Hälfte in Scjf int Ärsthrl/ 1 vorgesehenen Proportion;; sbs' /vou/^ds:r/ ^an^errq. Hälfte erhalten. Italien 40",/ Prozent, ..'Griichertlgnd' /"und' Serbien 60 Prozent. '///./"//;'Z//^/S :• . Artikel 3 lautet: Die alliierten" 'Regietttngen ' 'kver^est -st»l.teveiyandev. die nötigen "Matznahmrn treffen für die 'SichW stestung dieser Zahlungen. Falls.nötig/ w^derÜ'sch' Deutsch- Mrd Mtch Anleihen helfen, die däzur VesÜnOnt^ sknch/sdiüech inneren Verpflichtungen nachzuLottüneri,' und die M ihrir 'gleicht «fertig erlauben, seine SchuldeNläst ' so schnell' wie' wögllch abzuschütteln, um seinen Wiederausbau mit voller Kraft zu beginnen. .. ,,. . ' Die arabischen Fremrde der europäischen Antisemiten. - / Das Jüdische Korrespondenzbuxean meldet -aus r4£ aifa: Zwischen S i d o n und der jüdischen. Kolonie Methula haben arabische Bandeir/ gräßliche LZieucr MsrtzenzLttUttg Pogrome gegen die ch r i st liche Bevölkerung heran?, stallet. Sie verbrannten das Dorf Dschedida, wo eine große Anzahl Christen.der Feuersbrunst zum Opfer fiel./ Viele christliche Frauen wurden' geschändet und deren Kinder abgeschlachtet. Auch 25 Juden sind von jener Gegend nach Sidon geflohen. Die jüdische. Kolonie Jessod Hamaala ist in großer Gefahr. Znm Schutze der Kolonie Mischmar Hajarden hat die Negierung eine zahlreiche, gut bewaffnete jüdische Polizei aufgeboten. Die Ratifikation des Vertrages von Saint-. Germain. Paris, 17, Juli (Havas.) Die Ratifikation des Vertrages . von Saint-Germain hat gestern vormittags im Ministerium des Aeußern unter, dem Vorsitz Jules C a m b o n S stattge- 'uuden. AnwesLnd wirren der englische Gesandte Lord Derby, der italienische Gesandte Graf Bo n i n -- L,o ng är e, der griechische Gesandte Romanos, der serbische Delegierte Pa sic, Prinz Charoon für Siam, O w e y für, China, Kobr für die Tschecho-Slowakei und Eichhoff für Oester-, reich. Cambon eröffnetdie Sitzung mit einer Rede, worin er folgendes ausführte:. Wir Alliierten nehmen die Beziehungen mit Oesterreich wieder auf und wir werden bestrebt sein, dem österreichischen Staate bei seiner Wiede Laufrichtung möglichst behilflich zu fein, aber wir werden strenge auf der Ausführung der Verirägsbesttmntuugön bestehen. /Das englische, das italienische und das franzästsche Volk sowie die anderen Völker, die hier vertreten sind, wünschen,, daß das österreichische Volk bald die Schrecken des Krieges üLerstunidcn Haben und daß mit der Unterzeichnung dieses.Abkommens. eine' Aera des Friedens für'Oesterr eich''be^ ginnen möge. ... ' - Der österreichische .Gesandte E.ichhoff erwiderte, ü. a.:> Ich danke Eurer Exzellenz sdwie derr anderen Bebollmäch- ' tigten 'der hier' vertretenen Mächte,: daß/Sie' Wohlwollen/und Fürsorge für.. die" IZAünft. - 'Meines ..schwergeprüften Landes bekundet/ haben. Ich nehme von dem Inhalt' der zur Unter« Zeichnung 'vbrgewgtern Akte Kenntnis und stelle Wichzeitig mit Dankbarkeit fest, daß rn dem beigefügten Protokoll weder dem Texte noch seiner-Absicht '«achidti?*-DMuW" chithälten ist für den Fall dex Nichterfüllung der Waffenstillstandsklauseln, sondern daß dfe Regierungen der allüerten Mächte Oesterreich' vertrauen, daß es die ihm anferlegten Bedingungen pünktlich erfüllen werde. - / Die Delegierten Unterzeichneten hierauf das Protokoll/, worauf die Alliierten erklärten, daß sie für den Fall der / Nichtausführung der Waffenstillstatldsbedingungrn sich vollilommene^ Handlungsfreiheit und alle Rechte ' bovbehalten mühten. Cambv« fordert Sicherstellung der Rechte von ' PrivaLpersonen in Oesterreich. Paris, 17. Juli. |3ei der gestrigen -Protokollanfnahme mber dw Hinterlegung der' RätlsikationSurkunden ' jcn-tr" :Mächte,. die' den Frichensvertrag vön Saint-Gewnain bereits rgtifiziert haben, führte C a m b oji .in /setudr. Eröffnungsrede, ans: Der KriegSzüstand'. urit Oesierreich/ ist nun. beerrdet, Dre^ Mächte, kennen die',/fchwevrn/' Leiden. .und' Prüfungen,/ denen das' österreichische Polk äusgesetzt. w'ar und' sind' von. dem/ ' .ernsten Willen beseelt, diesem 'unglücklichen Volke zur. Wieder-/ erlarrgung' seiner Arbeitskraft und Lsbensfähigkeit /zu per«/ helfen. Ihrerseits müsien sie erwarten, daß die österreichische, Regierung sie tatkräftig unterstützen werde, indem ins-" besondere die Rechte v.on Privatpersonen in O e st e r r e i ch s i ch e r g e ft e I l t und vor jenen Nachteilen bewahrt werden, denen sie ausgesetzt waren. 18. Juki 1^0 _ DE . Inland. i - . (■ i - Aufhebung der italienischen militärischen Besetzung. / Die Politische Korrespondenz mctbci: Die könig»/ lrch italienische Regierung hat verfügt nnd der öfters rcichischen Negierung zur Kenntnis gebr-acht, daß mik. dem Tage des Austausch.es der Ratifikätiorlsurk.ünbe«i . über den Frieden von Därnt-Germain' die militärische'' Besetzung von innerhalb, der österreichischen...G'vkMew' liegenden Gebiete durch italienische Truppen eür Ende gefunden hat. Die italienische Regierung. lM durch diese begrüßenswerte Verfügung sichtlich hum Äuss«' druck bringen wollen, daß sie Wert" darauf legt, benr Friedensvertrag 'nach Wortlaut und Geist in 'jeder.! Beziehung zu erfüllen und von der öfterreichischeWs össentlichcn Meinung zu dokumentieren, daß Italiens; die bisherige/Besetzung nicht als eine Okkupation imi eigentlichen Sinne aufgefaßt hat, sondern als zweckmäßige Unterstützung der österreichischen 3*-.’ Hörden bei der Erhaltung der iyneren Ovimung n dem lpolitischen' Zusammenbruch. : Die Abreise Bela Kmrs nach Ratzland. Ans hoher See. Bela K u n und Professor Dr. Eugen V a r ga sind, wie nun sestfteht, mit'einem russischen Heim-« keb r er trans v or t Donnerstag.-mn 9 Uhr abends mit der Franz Josefs-Bahn über Gmünd nach Prag gefahren. Von dort soll die Reise durch Deutschland! nM'einem Ostseehafen gehen, von wo ein Dampfer die aus der Internierung entlassenen ungarischen Kommunisten nach Petersburg bringt. Derzeit sind Jte, schon auf See. Die übrige» Bolbskomatissare. Der ehemalige Volkskommissär R a k o f i befindesich schon seit einiger Zeit in Rußland und hat auf? -'dem letzten Sowjetkongreß in Moskau eine Redei gehaktem ■ -;; ■;■; Dr. Ernst Bett e l h e i m ist wie die anderen ehe.-' 'maligen ungaxfschgn,F'NnktPnäre auf freiem' Fuß. Er hat. bis -.gestern.- freiwillig. sein Nachtquartier,-ärch. dem Steinhof/gehabt, hat jetzt das Abschaffungserkennb-. , nis erhalten und. wird nächster Tage Wien verlassen./ '/Po r' liegt in einem Sanatorium. In der Jnternie-,. rüna verbleibt einzig und allein Dr Max Le v i en^ dessen Auslieferung von Bayern gefordert wird. . -. / /. WirtschaftsverhanÄLunge» mit Rumänien. Dienstag wird, sich eure D'eLegatimc der österreichisches -/Regierungnach. Bukarest 'begeben, um mit der rumänidchrü/Re« giernrig. .Verhandlungen zu pflegen, die sich auf eür Waren-' üMarrschab kommen und. auf, Lieferung von Lebensmittelu'. i / m/s''RttmänieN bezrehen werden, ' ' ' s. 's . / 'H Das WarenäustauschäbkommeN soll' sich rn 'erster Lrtrü. auf Lieferung von Getreide, Mais, Gerste, Weizen durch?^ -'Rumänien, -woiö^Mite^Keürv glänzend steht, erstrecken.; außer-- demwll aber ein Handelsvertrag mit Rumänien abgeschlosftn-, werden, über dessen Zustandekönnnen schon seit dem Monats. Februar Unterhandlungen zwischen den beteiligteil- Regierung^r^ gepflogen'werden.' Diese 'Verhandlungen-' sollen, nunmehr LUM/. endgültigen Abschluß gebracht werden. - Jüdisches Theater in Warschau i Seitdem es eine jüdischnotionole Bewegung", und Hresse gibt, beschäftigt die jüdischnationale Intelligenz/ das Problem des jüdischm Theaters. Das ursprüngliche ' Publikum, welches die Anfänge der jüdrschen'Schauspiel- / Muttst wohlwollend und geradezu enthusiastisch begrüßte, fear anspruchslos und bescheiden. Sein ästhetischer'Hmn war zu primitiv. Jhin genügte jedes jüdische/'volkstümliche^ Lied, von.halbwegs guter Kehle vorgetrageE und irr eine einfache, rührselige Biihnenhandlung eistgestrent, Hamit es in lauten Jnbel äusbreche trnd Mn ' SchÄispiel dauernden Erfolg sichere. y-j 'r Äber die damals noch winzige jüdische'JnMigoNb —!un übrigen kulturell vollständig assimiliert -ttried das jüdische Theater, rmd wenn sie es hie Unddch arrS Gründen einer gewissen Pietät, besrrchte, so tat sitz'es ohne innere Beziehung zur Sache selbst, wie ein Fretti-dÄ, der Kch etwas Exotisches anschauen wollte/ ] > Das Erwachen der nMonal' selbstbewutzterh jüdischen Intelligenz kam auch diesetn Problem rläher aber sjur auf halbem Wege. Seitungefähr 20 Jahren wird -das-jüdische Theaj^-fitt-'-Wtt'-'ttnd--'SchM-'^- ich meine hauptsächlich in den tzhemaligtzn österrorchischungarischen Kronlänöen undist Deutschland -von ihr scharf kritisiert und in letzter Zeit sogar boykottiert) aber Hemand hat sich zu einer schöpferischest Tat''attfHrasft. Hie jüdische Bühne würde gelobt und getadelt,!-Vorschläge für ihre Reform wurden gemacht, aber keine'.Hand Äihrte sich, um hier" wirklich Wandel: zu schaffen'.-T |’ Erst dtzr litauischen jiidischcn Intelligenz war es Vorbehalten, mit dem schöpferischen "Beispiel vornn-ziigeben.!Mie kritisiet-te nicht, sottdertt/'-sie- 'handelte.!-- iSiei sah, daj;!'«$ schlecht um das jüdische Thtzate.r'-bestellt ist, sie'ttvar fick; «seiner R'eforNbedürftlgkeit - bewußt und -schuf!, ein «modernes jüdisches Theater/1 - Sie verfaßte" gute!Theaterstücke und trat selbst vor-das RaMpestliM.-' t Kurze Zeit vor Ausbruch des Weltkrieges kam zu!Üns die Kunde, daß in Wilna sich einige jstnge Jntelli-!ccniler beiderlei GMlechtcs zusaunuengctau- Wvä, uu;' eine jüdische Dilettantengruppe zu bilden. Hauptbedingung für die Aufnahme, in. diese ursprüngliche ' Dilettantenvereinigung war die an irgendeiner Mittelschpl.e, ..bestandene Reifeprüfung, angeborenes darstelle- /risches Galant und der feste Wille, ein guter Schauspieler ^zu werden. <Ftzrnep mußte^sich,jedes Mitglied veripfliAen,, eine /dramatlsche .Schule' zu /besuchen , und, in« ^sofertt)sich' sein Talent für diese Kunst.bestätigen würde,, 'sie' me'istHr Arr/verlassen. / Schlietzli sich alle ' in finanzieller Hinsicht . aüf das 'genossenschaftliche .Prinz^^.Ao^Hand^,-er.,3Z,e rein j.si p i sch e r d.r amr a t ist'chest' Wr i't st e n i n W i l n st, welcher mit der Zeit - das-i'2 intelligentere i jüdische. Weaterpublikum ' des ialtestMußland^/für sich ge!vanru"«Ju/einigen 'Tourneen / jübtzr rMk/HauPtrjentren Polens deLanstalteten die selbst« i losen-iPMritzre erstes reformierten 'rtjüdischen Theaters ' -mehrete MusterauMh'WnyÄstr-IrWen^-MfvÄiese.-!- Weise 'ungeheuer viel zur Veredlung des Geschmacks der breitey jüdischen Massen bei üttd kpüpften auch die jüdische -JntelligenzWRner festU^ast^EWrMOTHeaRr. - '! Während des Krieges kam das.. Wilnaer Ensenlble nach Warschau 'und etablierte -sich- -hier als!.„Wilstqer Truppe-7— Verein jüdischer, dramaftscher - Artisten aus! Wilna". - Die engere Berührung , urft dem Westen wiWe;! bofxnchtend - und. erfrischend -..auf-das Ensemble seihst-! ' brachte es aber auch' mit sich haß. sich: -in erster. Reihedie große deutsche Presse mit der „Wilnaer Truppe" zu. befassen begann. Eine der größten deutschen TageszeittMgön ^btgchke'ftsögar "in/ ihrer/ wöchentlichen -Ml-- - shritzrten Oeilagp: e'nrige photographische /Aufnahlnep von den -chtzsten Darstellern in i hreir - charakteristischest.- Rollen unh.',,ei-nge,- Szenen uns den--.aufgeführten.Stückenawiei auch eiumr informativen Aufsatz. ), / -/-)j '?u-Uöer hier. in - Warschall - machtechie,Refornr/heZ--jiidt-': scheu.' Theaters -: einen /.weiteren- ^Schritt.: nach -vorwärtsi; Es vollzog sich hier-, das, was ,die - Kritikev^^swon einem.! giften und erstxn Theater fordern, nämlich-die Tremnmgi des Singspiels und der Operette (oder Melodramas)! vom Sprechdrama. Die „Wilnaer Truppe" widmete. letzteren Genre (Drama, Schauspiel, Komödie" usw.)V während das „Zentraltheater" ausschließlich die Operetia und das Melodrama pflegte..; . - Uns war es.gegönnt,, mr Februar 1920 beide jüWchL- Theater in Warschau zu. besuchen. Der Ruf. unh der// Ruhm,. welcher^der „Wilnaer Truppe" vorangegangen^ war, bestätigte sich -vollausi,^ Ihre ^.Darbretmlgen übertrafen noch-unsere Er.waMygen, --Dre-Wrlrcher haben bei^. den-europäischen WtzÜbühnen Schübe gemalt. S^eneiüd-. bild und Darbietung waren. - zu einem , yarinonischef^ ßsanzen vereinigt, chber./welchem der -Geist des/ erstens Kiinstlers und alltzs - vereinenden Regisseurs^ schstebst.. - Sämtliche Aufführsingep,zeichnestst. sich durch ein vöD" enpetes Zusammestspitzl .aller Teilnehmer /— von / der,, größten bis^zur.'klem.steft,Rositz,rjs pus.' Die Dekoratiösttzn. Genauigkeit/. angepaßt^.f/MM/konnte., deshalb erreicht / )wtzrdM/?wÄ-'ber//gegenMrDe/Ä«eMeür, Herr Leib Ka- / jd.'rso.-st>)--ejst/KeraW-üyMfAenM»MauspiÄer'und zu- -gleich äbrdemischep!die Entwürfe. ' zu den.-S3enenbil.dtzrtt be^ machst /So. zum Beispiel', beß -„Die/ grünen.Helder" des /! Hirfchbein,/ dessen - idyWM Dorfbilder dem Künstlers Regisseur erwünschte unddqnkbare Gelegenhsit böten^ fein möglichst Restes ist dekorativer Hinsicht zu leisten« /, Desgleichen war/ die-Charäkterisierung einer jeden! V^aske - untrüglich. Jeder// bemühte sich, , den natut«.- . getreueste,i Ton für.-dii^chün'-ihm/ldargestÄlte Person zu find/tzn, was, auch in/der z Regel gelang. Alle wären aber, in erster Reiste von dem Haupt'prinzip eines jeden elftest und guten Schauspielers beseelt, zunächst nnt den: Stücke; und s.emer Rolle -aufs gründlichste vertraut zu seist, was / ma/n leider.- selten her einem, jüdischen DurchschnittsschlUr-- /spjeler sirchen kann. In dieser Hinsicht brachten es die ' Hilnaer zu/eirrer solchen Vollendung, daß sie sich mit i dein/größten: Erfolg an die Aufführung von geeigneten ^heattzrstustest.: ohne. Souffleur heranwagen konntest/ Fasst alle Mitglieder der Wilnaer Truppe (beiderlei Gst ' schlechtes, inO!'sondrrc die jüngere Generätion, sind Atz« gy!r*i'iji!>*wv irMMl ■ümea»»»«—- ■