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Wiener Morgenzeitung · 1920-07-15 · Heft 531 (15.7.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 531 (15.7.1920)
Date
1920-07-15
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Wiener Morgenzeltung Seite 6 Wien. Donnerstag Erhöh««- des Tchmalzpreises bei de« Fleischselcher«. Grit Einsührun,, des m^rlenfr/irn Schwcmefcttks in den Verkehr ist dessen Preis steligefallen nnd har da- Niveau vo« & 110.— erreicht. In dieser Woche jedoch haben die Fleisch-, sicher den Preis deS Schwrmesettes auf K 116.— erhöht. Be- Gründet wird dies mit der Steigerung de- Dollarkuries, der »jeder«» i« Zusammenhang gebracht wird mit der angckündigteu Vermögensabgabe. Dir Grvßschlächtrrei bat den Preis von K 110.— unverändert gelaffen. Reichsdeutsche Jugendfürsorge des Deutsche» Ks«s«lates Wien. (KvndrnSmilchabgadr.) Die letzte Milchabgabe an reichsdeutfcke Kinder in Wien im Aller von 2 bi«. 16 Jahren wird am Donnerstag den 15., Freitag den 16. und Samstag den 17. d. M. wiederholt. Das Adgabelokal ist l., Jebannesgaffe S/I (Bund der Rrich-dentschtn). Abgabe von 8 bis 4 Uhr. Mttznbrinoen sind Geburtsschein und StaatszugehSrigkeitsavswers. ' Der Hafenarbeiterstreik in Triest. Aus Triest wird gemeldet: Der Triester Hafenarbeitersireik ist gestern allaemein geworden, da sich die Waggonverlader anschloffen. Der Vertreter" des österreichischen Bolksernährungsauites verhandelt nir den Arbeiterorganisationen wegen werterer Verladung der österreichische» Mehltransporte. Bühne und Kunst. Aus den Theater». Am 1. September l. I. tritt Herr Edmund Farago in die Direktion des Carl-Theaters ols^Komvagnon des Direktors E i b e n s ch ü tz. Herr Farago, benits lanastihriger Direktor in Kaschau und Preftbnrg, erfreut srm dortselbsi auch eines ausgezeichneten Nu'eS als Negiffesr und Darsteller. Ferdinand Bonn brgmnt am 1. August ein Gastspiel im Parisianathealer. Ein neuer Sekretär des FutztallverbandeS. Der Fuüballverband kann mit seinen zwei Sekretären und mehreren Hilfskräften nicht mehr nuskomme», deshalb hat er einen weiteren Sekretär engagiert. Die Wahl ist auf Herrn Kick, ein Mitglied des , Strafnnd Meldeausschuffes, gefallen, das durch seine „Jnspeklionsdienste" bei Wettspielen bekannt geworden ist. Theruth l-Athcn II 3:2 (0:0). Verdienter Sieg. Jeder May« konnte auf seiten Cherutbs befriedigen. Krämer tm Tor war sehr gut, hielt auch emen »Elfer". Jy der.Verte.dignng war Münzer der beffere. Die Käufer Diarnaudftem, Ossi und Fuß waren die besten Männer der Mannschaft. Den Angriff leitete Wolssohn. Bei Athen war der Angriff prachtvoll. Athen war körperlich stark überlegen. Tore für Eheruth erzielten Wolssohn und Stern, für Athen Sandmann «nd Pehrl. Schiedsrichtrr Stein- ' Hauer sehr gut. Eheruth 11 -Athen III 01 (0:1). DaS Tor erzielte Boimrr. Bei Chnuth war Haller gm. Schiedsrichter Marx Franz. Bolksbibliothek Zion I! und Hl kombiniert—->oros 5:2 (1:0). Es wird sestgestellt. daß der Sieg der Bolksblblivth ek Zion über H ö r o s sich nicht auf den iüdischeu Sportklub Heros bezichk. Das Matich Bvlksbibliothek Zion! gegen de» Jüdischen Sportklub Heros l findet erst Samstag den 17. d. M. statt. Hakoah (Sckravimmsektion). Sänülrche Teilnehmer bei u er d itr ch W t tn“ haben sich morgen, Fieitag. bw V*7 Uhr abends in Nußdorf (vor dem Bahnhof) zwecks gemeinlamen Abgehens der Sirecke einrusinden. Am SamStag den 17. d. M., 8 Uhr abends, erfolgt im Cafö C Ly die Kappenvertrckung an dw Startenden. An diesem Tage ist auch der letzte Termin für die arziliche Untersuchung iürs „Duer durch Wien". (Pros. Kaufmann. Herzstation. IX., Pelikanr.asse 18. von 8 bis 12 Uhr vormittags.) _ Gerichtssaal. ~ 1-5. gtiK 1320 -iiät . Nr. S31 Die Wohrmng fkir diskranke Tchioiegertiicht«^ Die Hmlseigentiimevm Anna Herzfeld hatte, uw. fjir ihre schwerer trankt« Schwiegertochter eine Wohnung Ih ihrenr Hanse sreizubrkommen. einem, ihrer Mieter die Wohnung gekündigt. Die gekündigte Partei erhob unter Hinweis auf.das Mieterschutzgesetz gegen die Kündigung bei Gericht Ein- Wendungen. Laudesgerichtsrat Dr. N e u m a n n (Bezirksgericht Leopoldstadt) erklärte die Kündigung für wirksam. D'tt gekündigte Partei erhob gegen das Urteil der ersten Instanz die-Berufung, an das Landesgericht, welches jedoch das Urteil des Erstrichters bestätigte.; descbalt M.RQHATYN „IS Marl» Theresl^nstrass« 10 - Telephon 80-363 * Durchführung aller bankgeschäftlichen Transaktionen, Zahlungen auf alle Plätze des Auslandes kulantest und raschest. Stellung von Warenkredltan Separate Abteilung für Polen «* Korrespondent der Industriebank Warschau Besorgung sowohl brieflicher als telegraphischer lieber« I, Weisungen Einziehung von Aussenständen etc. Der Volkswirt. Eine Krone --- 3.75 Centimes Geld. Kunstschule 1020. Führung am Freitag den 16. d. M. von 4 bis 6 nachmittags durch Herrn akademischen Maler Prol. Franz € i l c f. Karten im Vorverkauf für die Krmstschau 1920 inb in der Buchhandlung Hugo Heller, k., Banernmgrkt 3,, rhciltl-ch. ' ' - Sport. Der Siegeszng des 2v A F ln Deutschland. Der W. A. F. konnte auch sein viertes Wettspiel, das - et am Samstag in Düsseldorf gegen den dortigen Fußballklub austrug, gewinnen. Die Wiener si:gnn 3:2 (0:1). Wenn man auch über die Spielstarke der Gegner nicht genau informiert ist, so bedeutet die Siegcsreihe des W. A. F. doch auf jeden Fall eine anerkennenswerte Leistung. Sucre in der Fremde sind doppelt hoch z« werten. * Wir uns soeben aus Düren beuänee w.rd. konnte der W. A. F. auch sem fünftes Spiel siegreich beenden. Er schlug den Dürener Fußballklub S: 1 (3:0). Weltmeisterschaften im Ringen und Heben in Wien. Die Amateur-Weltmeisterschaften im Ringen und Heben, die, wre gemeldet, vom 4. bis §. September tn Wien nach siebenjähriger Pause zur Austragung gelangen, werden jetzt gusgeschrieben. Die Konkurrenten sind allen Amateuren der Wrtt. deren Verband dem Internationalen Amateur-V:>.band tue Schwerathletik augehört, zugänglich. Die Meisterschaften nn. Ringen und Heben werden in fünf Klaffen, Federgewicht bis «0 Kilogramm.. Leichtgewicht bis 67Kilogramm, Mittelgewicht A ins 7> Kilotzramm. Mittelgewicht 3 bis 82'/» Kilogramm un^ Schwei gewicht über 82'/, Kilogramm entschieden. Jedet Verband darf iu einer Gewichtsklasse nicht mehr als sechs Bewerber melden. Das H:ben ist ein Vrerkamps, bestehend aus kinarmig Reißen und Stoßen, beidarmig Drücken und Stoßen.' Meldeschluß ist am 15. August beim Komitee zur Veranstaltung der Ama'.cur-Wtttmcistrrscha'len jm Gewichtheben und Ringen. „Wiener Sport-Tageblatt", Wien, l, Stubenring 6. Das volle Gelingen der Veranstaltung ist schon ieyt gesichert, da zust-mmcnde Erllärüngen aus den meisten dafür in Frage kommenden Ländern beicits abgegeben worden sind. Oesterreich zum Internationalen Schwtmmertag eingeladen. , Tie internationale Lage im Schwimmsport dürslx ..in nächster Zeckr'eme ßlärrniß erfahren. Dem Verband östelreichischer Schwimmvereine ist seitens der F6d<§ration internationale de Natation Amateur eine Einladung zu dem am 20. August in Antwerpen stattsindenden Kongreß des Schwimmsport-VerbatrdeS zugegangen. I« der Einladung heißt es unter anderem: Dir Federation wird gebildet durch die Verbände folgender Länder: Oesterreich, Ungarn, Deutschland. Australien, Belgien usw. Der Internationale Schwimmverband vertrat hirnach den Standpunkt, daß ihm die Verbände der Mntelmächte noch angehöre«. Frankreich hat allerdings zu der Tagung einen Antrag emgebracht. die Verbände der Mittelmächte bis zu rhrer Aufnahme in den Völkerbund auszuschließen. Die »Fina" steht also vor ihrer Sprengung, denn wenn der Antrag Frankreichs angenommen wird, so scheiden dir Mittelmächte aus. Fällt er dagegen, so werden wahrscheinlich Frankreich und England sich aus der Federation znrückzrehen. Der W. A. T. i« Pretzb«rg. Der W. A. C. weilte am Sonntag in Preßburg, wo er gegen rin dortiges Tram ein Wettspiel austrug. Das Treffen endete mit 2:2 unentschieden. Die beiden Tore der Wiener schoß der neue ägyptische Spieler Enwec. .M.T. K. gegen Germania? DaS gestrige „Sport- -e>agblatt^ berichtet von der Möglichkeit, daß der M. T. K. auf seiner Rückreise .auS der Schweiz ein Wettspiel gegen Germania austragen wrrd. Da für Schwechat (Provinz) kem Spielverbot besteht, kann der Fußballverband argen dieses Spiel »ichtS einwenden. Sem sportlicher Wert ist eme andere Frage. Acne MeisterschaftsanSlosnna. Da der S. E. Admira w der!. Klaffe verbleibt, muß die gesamte Meisterjchast der '- Klaffe neu ausgelost werden. Die vor kurzem von uns veröffentlichte Tenmnlrste der Hakoah besteht also nicht zu Recht. Sportbegeisterung. Der nach sechsjähriger Kriegsgeiangenschaft aus Sibirien hrimgekrhrtr Amateur-Spieler Ludwig vuffak wrrd am Sonntag mit den Amateur-Reserven m St.Andrä- Wordern spielen. Am Montag reift daun der jetzt 36jährige dem yinnt« Amateur-Sportverern m die Schweiz nach. - ..Qner dnrch Wien'. Vom Sportklub Hakoah wurden zirka 30 Schwimmer und Schwimmerinnen an dem Wett-;chwm!men ..^üsr durch Wien^' ttillsthmtst. Wege« Mordes zu lebsnslängUchem schweren Kerker verurteilt. : , , Vor'dem Schwurgericht unter dem Vorsitz des Oberlänbesgerichtsrates Dr. Kämvs hatte sich gestern /der 28jährige Bindergehilfe Franz Mares wegen Mordes, yssentlicher GStvalMtigkeit, Erpressung und versuchter schwerer Körp^rbeschädtgung zu verantworten. Der Beschuldigte hätte tu Möllersdorf eine dreijährige schwere. Kerkerstrafe .wegen . Diebstahls zu verbüßen und war am 27. Februar aus der Strafanstalt entsprungen. Er trieb sich :iu Wien umher, und : würde am 2. April vou dem Wachilispektor Antoil W e r u e r m der. Heiligenstädterstraße wegen^ Bedenklichkeit, angehalteü./ Mares ging, einige Schritte ruhig init .dem Wachlffaundann zog er plötzlich einen Nevolber . aus. dem. Sack und gab zwei Schüsse ab, von denen öer eme'den Werner in dest Kopf . traf. Der Inspektor war 'so schwer verletzt, daß er ' nach einigen Minuten starb. Mares'-flü.chtete und /gab noch gegen seine Verfolget:, de» Schlossermeister. Johann M ün ch und den Straßenbahner Richard Va vt h zwei-Schüsse ab, die/ aber fehlgingen. Erst bann konnte er festgehalten werden. Die AnklageschLifp.^ 'fithrh^auS,:rbaß^dies ^Schüsse/ gegen Werner aus unmittelbarer.Nähe-abgegeben worden sind, so' daß der Schluß zu -'ziehen/sei, Mares habe die Äbsicht.' gehabt, den Wachiuspektor zu töten, um sich der Ayhaltung zu entziehen und um als alter Verbrecher /eitlem Haß gegen die Organe, der öffentlichenOrdnung und Sicherheit Ausdruck zu geben. Der Angeklagte, der bereits sechsmal, wegen Gewalttätigkeit' vorbestraft istgab gestern an, er habe am kritischen Tage, ehe es zur Bluttat kam, elf halbe Liter- 'Wein getrunken. Er könne-sich nur erinnern, daß er geschosseii.chabe. Ob er jemand traf, wisse er infolge seiner Trunkenheit -und der großen- .Aufregung, in der er sich befand,'nicht anzugeben. j 1 Das Urteil. Die Verhandlung gegen Rudolf Mares wurde abends zu Ende'geführt. Die Geschwor'nen erkannten den Angeklagten des Verbrechens des Mordes, der öffentlichen Gewalttätigkeit, der Erpressung und' der versuchten schweren Körperbeschädigung einstimmig schuldig. Auf Grunddieses Verdiktes verurteilte der Gerichtshof den Angeklagten zn einer lebenslänglichen, ' schweren Kerkerstrafe.' ' Marcs zuckte bei der Verkündigung des Urteils zusammen und warf einen wütenden Blick aus die G'eschwvrnenbank, machte aber keine weitere Aenßerung. Der Verteidiger Dr. Siegfried Wolf meldete die Richtigleitsbeschwrrde und die Berufung gegen das Strafausmaß an. Der Gatte, der mit seiner Gattin ein .Verhältnis" eingehen will. Einige Jahre vor Kriegsausbrnch halten Ludwig und Anna R., die vttfchirdenen Glaubcnsbekenntniffrs waren, nach rvangelischkm Ritus die Ehe geschloffen; beide Ware» «och sehr jung. L«dwig R. verschwieg seinen Eltern, daß ex geheiratet habe und lebte «ach wie vor bei ihnen. Einen eigentlichen Beruf hatte er nicht, konnte daher eine Familie nicht erhalten, worüber er sich übrigenkeine weitere» Gedanken machte. Da er eine hübsche Stimme zu haben glaubte, lernte er singen, um sich der Bühne zn widmen. Alseine Ettern von seiner Heirat erfuhren, machten sie ihm die heftigsten Vorwürfe, da er ja Frau und Kind nicht erhalten könne. Bei einer Auseinandersetzung zwischen de« beiden Gatte« erklärte die Gattin, sie würde, wenn er einer ordentlichen Beschäftigung nachginge, mit ihm die ehrliche Gemeinschaft ausnehmen. Der Gatte erklärte ihr, daß dies ansgrschloffen seier könne sich in keiner Weise binden» Er werde sie und das Kind zuweilen besuche», tun könne er für sie nichts, da er nichthabe. Dabei machte er ihr dm Antrag, der uicht anders zu deuten ist, als daß er mit seiner Gattin (mit der er »icht lebt und für die er nichts tut) ein Verhältnis einzugehen wünsche, ein Ansinnen, daS die Gattin entrüstet abwies. Es wurde nun die Klage auf Ehrtrennung wegen unüberwindlicher Abneigung beim Ütvittandesgerichte emgebracht. Bei der Verhandlung wurde nach eingehender Rücksprache des Vorsitzenden mit dem Vertreter der Klägerin diesem die Klage zurückgestellt, um eine neue Klage ' -wegen..,b,o -.-.g,f t c n Verlassend" einznl'ringen. Gestern nösicrte in Zürich: dir vsierreichische Krone Geld .... S.75 ( 3.80 am 13. Juli) 'die .vsiert.'gestempelte Krone Geld / . 3.90 ( 3.90 am 18. Juli) dc^e' tschHischr Krone, . 7 .12.40 (12.50 am 13. Juki) 'die Arark 7 . / . i . /. . . . . 14.40 (14.70 am iS. Juli) AiiM /'. ' . v . . . . ,; . . . 9.20 ( 8.40 am 13. Juli) .Würfchari . . .; . .; . . . . . 3.10 ( 3.10 am 13. Juli) Budapest . . . . . . . . . . . . 8.45 ( 3.40 am 13. IM!ZMn'-' MrGrdtrlrß*ttt BermSgensnbgabe. j ' -Gäffz abges'/hen von dein' großen Unrecht, welches.!datzitr/liegj^ tt’.wz derart Hinschnajd-rnde - und - folgeni 1 chlvere ' Mo6n ahmo, wie ^die Vermögensabgabe, -. -in iksirzeMr-Zeit durch die Nationalversammlung peitschen,. 'tvol^Ln, vhn2 daß es möglich ist, .sie Kingehend Wrchi/ izuhetalÄi,-müssen viele Einzelheiten trotz, des.richtige« . Prinzipsals hart, ungesund, - ungerecht und, zuyr Teil-? auch undurchführbar bezeichnet werden. Wieder-ist . 'der total zu,'atmnleitgMöch«sn^ MtteWnh, Hep cher'«- chalten muß, währstrd cher Afftarietz,. der sich maßlos! bere:chl>rt. hat, .verschont.' dlerbt. ' Es sind ' neuerlich W bechits, früher .beschlossenen Schätzungsartenzugunsteir ' chep^ ch-andwirte' 'chnKnomhicht ^twordett< Der 'städMM. Grüudlesitz tvirh üäch dein.Ertraystverte bepchssen?!3Ms' . die Bewertung der Efftktön betrifft, so ist hervotzzul)ehen> daß die beu /chöft".r -cichische iStaatsanltzihe vom 'Dezem< ber 1918 znm Kur'r Don §7.-^, -'diss iröstriflzie'rte.'KriegI-«'' anl, U-e.^u.n jeivei-igeil EiiiifsionSkürse einzusetzetr ist. Die Festsetzung des 30. Juni als Stichtag ist eine - Ungerechtigkeit. Bon vielen Seiten wurde angeregt, deÄ. 30 .Juni 1919 als Stichtag zu erklären, da damals' nochj nicht die außerordentliche Geldentwertung von - hettteherrschte, so daß eine gerechtere Basis für die Bewertung der verschiedenen .BeLmögen-chaften möglich wäre'. Aiefe Anregung ist durchgesallen. 7t Der Entwurf der Vermögensabgabe besteht aM nicht weniger als J84 umfangreichen- Abschnittenan Klarheit und Ue/ersichtlichkeit sehr viel zu wünsche«' übrig lassen und deren Gesetzwerdung zu gwben Miß« bräuchen . führen müßte. Ungeachtet, der außerordentM lichen Erttivertung der Krone wird zum Beispiel dev Besitzer voü 150.000 Kronen zu einer Abgabe von' fast 10 Prozent verhalten sein, was den Geist der ganzen^ Verordnung illustriert/Eine derartige Politik kann ün< möglich zu irgend einer Sanierung unserer aussichtst*pTcVerhältnisse führen. In keinem anderen Staat war«; es » öglich, derart nichng.', sür tas ganze Wirtschastslebe« entscheidende Bestimmungen in kürzester 'Zeit durch«, bringen zu wollen. Mau wird sich am Ende doch' dehuenien müssen, den Entwurf in mehr Ruhe nnd Grün-v< lichkeit zu beraten. __ Eine zRekonstrurttonsbank für Sefterreich". Haatz, 13. Juli. Gestern fand hier ix den! Direltionsräumen der Notterdamschen Bankvereinigung! in Anwesenheit des österreichischen Gesandten in.Haag, Grasen C-alice, als Staatskommissär im Auftrags der österreichischen Regierung die konstituierende Gene-, ralversammlung der NekvNst'ruktionsbank für Oesterreich statt. Diese , nach holländischem Recht gegründete. Wiederaufbau-Bank für Oesterreich verfügt iiber ein Kapital von 10 Millionen Gulden, wovonz^ vier Millionen bereits eingezahlt sind. Der Sitz dev Bank ist Haag. Die Gründung bezweckt die Lie feij rung ausländischer Rohstvffe für das öster< reichische Gewerbe und die Industrie. ■ | Im Aufträge der holländischen Interessenten!' weilten der Generalsekretär der Rotterdamschen Bank«! Vereinigung, Drö M. M. Sch im van der ßoeff uttfclj Herr von Düsseldorf, anfangs Juni zum Studium! der österreichischen Verhältnisse in Wien, um die Durchs führbarkeit der holländischen Vorschläge .prüfen unhk Abmachungen mit der Treuga A.^G. für BeredelunZsi industrie und ^treuhändige Güterverwertung in Wie« zu treffen, nach, welchen dir Treuga als Trenhände^

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