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Wiener Morgenzeitung · 1920-07-13 · Heft 529 (13.7.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 529 (13.7.1920)
Date
1920-07-13
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 TW, DiensjßH "* ..-■i.v.11« 'jiuta"»««.■-jj'.it.; i.1*. .r 11 **'*'11"" uftt). für die Bühne geschaffen, auch den Stoff von Dolstovs .Kreutzersonate" für das jüdische Publikum dramatisch erschlossen. Gordin hat bei all diesen Dramenstoffen die Teile dem jüdischen Publikum vo^efetzt, welche diesem am nächsten lagen. So ist «Z begreiflich, daß er den Lear- Stofr zweimal bearbeitete, das eine Mal in seinem übrigens sehr anziehenden Stück „Mirele Esros", das zweite Mal in dem gegenüber dem vorhergenanntew Drama weit schwächeren ^Jüdischen König Lear"^ Er sab nä'.ulich mit tundigem Blick die Wirksamkeit dieses Stoffes aus da> iüdi'che Publikum. Vom Lear-Problem iß in beioen Stücken eigentlich nur die Familienangelegenheit geblieben, daß einHerrsche/ (oder wie in Mirele Esros cine Herrscherin) des Hauses sich seiner Macht 'ligunsten unwürdiger Kinder begibt und Las würdig' Kind verstößt. Durch solche Plinhheit önb? steben die ^ear-Konslitte. welche stets tut Rahmen des Fankili-enhaft-on bleiben, Im ..Jüdischen König Lear" wird David Moischelos zum blinden Bettler, der dann vor einem treuen Knappen Schamaj ins Heim seiner fnngston Toait r geführt wird und dort — dank der ärztliche.: und s'-.r-'stilch-m Künste seines ..deutschen" Scknc.regerso.ineö u.w '\ 'cstoßenen orde'ia-CTabele wieder glücklich ivird. Lao Stück mischt Rührseligkeit und ein?susilärnngsteneenz ge'chickt' in die Ha '.dlung und erzielt stets Wirrung Sie blieb auch bei der Aufführung im Bürgertveatee. welche di' Freie jüdische Volksbühne veranstaltete, nicht aus. Es wurde viel geweint: über die lustige Person des Dieners Schamaj. in welche Gordin den Narren Shakespeare veriüdischt hat, viel, getackt. Die Aufrührung war von einem Krakauer Gast, Herrn I u n g w i r t b. getragen, welcher den jüdischen- Lear mit würdevoller Aeußerlichkeit gah. Ep führte auch die Regie, konnte allerdings die dilettantische Unsicherheit der Kräne, die ihm zur Verfügung standen, nicht überwinden. Lediglich Herr Re ich mann als Schamaj zeigte gute Anlagen -zu rrocceu-diekreter Komik; der ernste Seil seiner Rolle liegt ihm weniger. Das Publikum überschütten den Lear-Darsteller.•'dxr einmal Gelegenheit nehme» sollte, seines Kollegen Schildkraut Auffassung von der inneren' jüdischen'. Seite der Rolle genau zu studieren, mit Beifall. _ .-.SS,: Aus toeti Theatern. An der Nr » rn WiencrBübne findch msxgen. Mittwoch, die Erstaufführung von Drckcns Schontbans .„Klern- D o r r 11“ mit Hugo Thimig als William Dörrst stchti'-^- Hente, Dienstag, spielt Oskar B e r e g i noch einmal dry lfi'irl Acosta. Die bisherigen Vorstellungen fanden vor aflsyerkchkfstfl Häusern statt. Symphoniekonzrrt .im Be \ J> e b fr t.. Direktor Benno L i e veranstaltet zpr Erhaltung |t| | h ch, LhonieorchestersAbendkonzerteim P a r 11 desSchlossesBelvedere. Wllbelm G v ii ni nt r V, ebrmalifler Diriaent der Warschauer Philharmoniker putz :bfd Gkran Hostheaters, bat sich m ntieigennLigster Weise bereif erklärt. fc:ei« Konzerte?u diriaierei:. Du Ken zu st sistpen ip zwei Abreilungen ffat:. Der erste Teck besteht ans i y in v h o n i.l ch'e v Werken. Rach der Zwückunpanie n-'ud ein leichtes D r o g r a m m abwlvieu in Form riites Prymenadekonzeits. während dessen kalte Syeiscn serviert werden. Das rsste Krnzxr; sind» morgen. Mittwoch, rn dcr 3m ppp 8 hiß n Uhr abends statt. Karten von E 10 dis K" f.O t:t der Konzrltdirektiöii Benno Lie, Hk.. Landstraße Hauptstraße 1. her Kehlendorstr Und in der Schloßverwaltung des Belvedere, IU., Prinz Hugenstraße 8. . . Im I o s e f st ä d t e r T h e at r v daß gxgenwärtige Revertoiryück »D a K Kipd \n.1 t Mn- .v.r'e r- Muttern" bis einschließlich Montan den .10 h.' ')Jl[ nus dech Epielvlan. Annir Dirken s^beguüit ihr G ift'piel eik'Äeus'taa den 2-\ d. M. Sie spielt die Titelrolle ni fr stomööir ..Zäza". Gerhart Harrptman» ivird '.'.'iibrendr der AbiprKiilstij Aeittbr.rdts von Berlin — ergeht >ür ein Z,hr nach Anuuka. die k ü n fl l e r l i ch e L e i l u n a der P e1 u h g,x p t Bühnen innehaben. Der gcichä ck che Leiter der tln-k!-- nehmnngeu ist während dieser Zeit Febr H o ll ii n d er. Das Bürgerrecht der Stadt Wien-kiix ^!.M. Zighreri Der Gemeindcrat hqt dun Kapellmnfstr C. M. sil-hrer anläßl-.h feines 77. Gckin'.staaes in neuerlichcr Wüid runMeiner Budrenm um die Wie^i Musik das Biisgrrrccht der Stadt Wicn mrs Nachsicht der, a.aren verliehen. 1. Symphonie-Orchester^Konzert im Betrrrdrxx-- p«rk. Wie bweriM'enchtet, findet in arge v, Bi i f 1 w o nt l en 14. d. M., nn Schlo ß park- M S B? l v e t 111 s nur dem Plnve der Freilichtbühne das l. S u rn p h o n i c- und B r o^m r n n d e - K o ii z e r t des SvinnhomeMichksters statt. Das Sympbonie-Äonterk bcginrl »nn * l|(jr abends ijiifi das Promenade-Konzert um 0 Uhr. Schplcitze' von E w.— Hs E .00.— und Srehvläkr zu E 4.—. „Preciofa" Ausführungen zu ermäßigten Preise». Um den zahlreich eingelauftnen Äiisucbrn zu en-sprechen, bat sich das Alta'ch-KoiNitee rntjchloNen, eme VorsteÜnng zu e r-h mäßigt e n Preisen zu rirrmistalten. Düse Pprsicklistig findet gleichfalls unter der Regie Albirl H e t n e s und m de P r e m i e r e n b e s e tz u n g uister Muwi',ku--g des S i> niv h 0 n i e - O r ch e st e r s bereits übcrino' gc'st. D ontitrei a g d en 15. d. M., um ' ,10 llhr abends, starr. Die Preise ver^Sitzdiätzr sind von E 30.— biß E U,0.— und T t-chpläve ju K lu.~ .§ Sport. Schwimmen „Quer durch Wien^. Am nächsten Soiiiitag sinder bas Schwirnnlen „Otter durch Wien" statt. Der Verband der österreichischen Schwiinmvereine hat Heuer ein Werk begonnen, das ins Riesenhafte, ßvächsr. Die Nennirngen z» dem Schwimmen erreichen die i-e.radezu jabelhafte Höh-' v^.u nahezir einem halben Tausend, cknb als!- niehr als vierinal so groß, wie im Vorjahre. Es 0; t'»:.;.- : i: i i'. ■ ii! Eli!'?!" iioi ei IN r öl s'.hlN'-i 'N ^erstikng-.-.pri:"!>isi n-'ch nicht er reicht wttl.oe. Eine übe! an M««e» JRiwgtatgcttiMig . 0 1^^...;!..'...—..-ff»»,-,....m.*..1 interessante, sportliche ReuigVeit wird, ihren flleiz ans die Zuschauer sicherlich nicht verfehlen. Bor dem Schwimmen wird nämlich eine Regatta abgehalten, und zwar der' Wiener Stadtachter aus. der Strecke Brigittabrikcke—Sophienbrücke. Hiezu habe» zwölf Achter genannt. Da her Donaukanal aber für eine solche Konkurrenz zu schmal ist, werden die Boote pinzeln in kurzen Zeitabständen von zwei zu zwei Minuten abgelassen werdend ste werden somit die Möglichkeit hasten,, ungehindert ihre beste Leistung auf Zeit zu zeigen. Ferner wird den Zusehern bei der Sophlenstpstcke ejp Schauspringen vorgeführt werhen, das Meister AlbertHilscher. von einem selbsterbauten 'Sprimgbrett aus mrsführen wiöd. Es ist dies das -erste Mal, wo ein Dpringe«' sn Oien öffentlich von einer Brücke a»ts seine Kunst zeigen wird. Die ersten Sprünge werden von der Höhe des Gehweges ans erfolgen, während Hilscher seine Leistungen steigern und schlirßUch vom höchsten Punkt der Brücke, von den eisernen Trägern, einen Sprung in die Tiefe wagen will. Zur Erheiterung der Gemüter wird auch ein musikalischer Genuß geboten werden, und zwar wird die Musikkapelle der Wiener Berufsfenertyehr Konzertstücke und alte Wreper Meisen zum besten geben. Das Progranun ist somit außerordentlich reichhaltig und dürfte auch dent verwöhntesten sportlichen Geschmack an diesem Tage Rechnung getragen sein. Das Zus'chauerfeld von der Nußdorser Schleuse' bis zur Sophienbrücke war im Vorjahre schätzungsweise von einer etwa 300.000 zählenden Menschenmmge besetzt: Heuer muß, wenn das Wetter der Verailstaitnug'halbwegs günstig ist/ mit einenr nniidestens doppelt so großen Besuch gerechiret werden. ' . Wochenprogramm des Sportklub Hatoc.h. (Erscheint jeden Dienstag.) ' Heichtcsthletikfektion: Tramina Mantga und FrMg aus Mpridsdpifer Almetrttlub-Plave: Mittwoch nachmiilapS und Spnysag vormittags pns dem Hakoah-Platzr. KchN»erathsettÄseKtion: Trainipa .Mpntag. Mckstvoch und Opnuecstag ah '6 Uhr abends in der Posksschtzle, 1, WkrdjertorgM 0, . - P-ynissektion; T>.a nir.fl täglich auf hr,n Sparlp^tzk'' Lk.dchdorfgaffe 6. Schwimmsektion: Tramm-, im Dianaöad, und War für Hrpr-!n Dienstag pon lifi B;3 *jt9 llfjr aMib§; inr Dqnien Donnerstag von '/«8 bis 3/to Uhr abeurs. Täglich Training in der Kuchclan. . Fkchtsektion: Trammg im Frchüaal der Ne'me Jehuda, IX./ Servitengasi'e 10, und zwar Montag und Donnerstag für Damen von 6 bis 7 Ubr abends. Herren Wnsäliger) von 7 vor, 8 Uhr abends, Herren lVor>ickchr,!tcne) von 3 bis. 9 Uhr abends. Sonntag vormittags im Arroktnd, U.. Prater, gemeinsames Tram-ug. HpchenfMion: Trainmg Mittwoch vpst 8 H '/tG Uhr nachmitfggs Damen und Iungmannschalt. gb?/,6 ljlu' ngch» Mcktags I. Wd ll. Mannicha't. Sanss'.ag yp), 2 hch 5 Uhr nachmittags Damen und Iungmanmchasi. TonristiKseKtion: 18. Juli: N a x r. Abfahrt 2 Ubr pach Kapellen, fftr Gej'rbtt (Kietier'pnr). UnnWuna bis Konqersiag. T-llphm; 8( 851, Führung E. N a u l> i t s ch e k. 18. Juli: W t e n e rwald Trellvunkt V:# Uhr vörnnttags Liebenhkra- Denkmal. ganzen Tag. Führung Dr.' E v l c r. Jeden Freilag 8 Uhr 8risa:nmeyknnft der Mitglled?r im ^lnbheim. Ver M. %■, K. irr der Schtyeiz. T-r ungarische Meister koiipte ''auch seine beiden letzten Spiele auf Schweizer Podep pegfeich heenden. ' C^r schlug am Samstag den Fußballklub Nordstrrn Basel' 2:1 (0;0) i,),b am Sonntag den Fuhballltub Basel 3 :1 1:1). - ' :-'~r-. '■ ' Mqkk«-i??Mv-p)i.tz Wt MoD ^(2. Aps C^pttptpitz w:;d Ms tkllgrgphierl: Mcjttabi sCstM-' witz), welcher alle Bukowinaet KluH überlegen geschlggen hat, siegte am 9. Jnli ijbex Polonia mit 3:2. Uchntansend Zuschancr.. Die^Amqtenike in der Schweiz. Wü l,ab,n gestern über d-e Spiele der Ama'eur: ui der S-chwe'r t-crichlet. In V:r1.:m'dZf!ei'rn Hit es neniliche Arlfregnua hervoranufm. daß die Ämaitine die von .ihren Siaimmreleinen noch ^wchl im» gecebrnrn Sriktr!' Swatojch. Köck' und Bem a iingesiellt haben.' obwolil dies der?vuf,baUual?nuo ansörücklich vrrlmten bat;«. D'e drei Sviel'r w?.!drn ohne Zwevcl divg-.ialisizieil ine.öen und auch den Wi inr Amattw-Sportverein erw-ntrt eine empfindliche S-'ra r, ' Gsriirpgkpexsamrnl^trg dxS ^ntzlbayverbanhees, Heute i'.ni 5 )>!?> nachmittags wird ipr La ist des Ittgemenr? und Ärchjtektri'.vcreinßs die .am Sainstog abgebrochene Gevkralversaniinlnng des Fnühallverbflndrs forlgssetzt unh vielleicht zu*Ende gciühn. Ludwig Huffak,' der alte Znte.naUonale.der. Amateure (CrickctrrX ivohl einer der spmpalhischestcm Fußballer WienS, ist nach sechsjähriger Kriegügefartgeujchast ans Sibirien lzcimgekehn. Astademifche Sportabieilyna Judaea. Wochenp r o a v am m Fußball Training Dienstaa und Donnerstag ab 3 ihr ans ö.m'.i HqwglllAatz. Le'lch'atjiletii: Tmipnig zuiammen mir der Halsnli (siebe datt). Mittwoch 8 Uhr ahcuds w:ll)irge Spielervcriammtung im. Caf« Jndusiri''Ütn. Anmeldungen in die Sport« abteckung Zudrea werden Sonntag. Dienstag und Donnerstag von 10 bis 19 Hinvormittags im Lokal des Jüdischen Hochschnlansjchufscs, IX, Tihfnutraf;: 9, ciltgegenaenommen. Gerichtssaal. Das Züchtiflungsrecht. Der Einzelrichter des Zivillandesgerichtes Oberlandesgerichtsr-rt Dr. Klang verhandelte über die EhcschLidimgsklagc der Etsenbahllbeanitensgattin Äaroline R. gegen ihren Gatten Johaiiir R., weil R. sie mit Ohrfeigen rl n d Schlägen traliiere und. sie ails einem ganz geringfügigen Ä,staß ans der Wohnung gejagt habe. Der beklagte Gaste entgegnete, seine Gattin habe die Kinder ans seiner ersten Ehe sehr schlecht behandelt, sie habe sie häufig mißhandelt, >>.? b.iv >'?:n W«'hgcsch''e' d/r l-.'i'-ik-c" widerballte. Dc.r Richter irr ko oic Schcid'.iN'?. der Ehe an« b c t o c r- 13. Soli 1920 Ä W .. » « ai'i'W »i'liH. MP ‘feiti0ent Verschulden ans. Beide Gatten havan ß'gß Züchtignngörecht überschritten nno mißbraucht. Zwei Brrider. vordem Schwurgerickle un:cr Vorsitz dis LandeZgerichtSrateß Dr. Bar? sch hatten sich heute dir 3t jährige ehemalie, MarineingenicUr Hanp^S ch v n und sein Bruder, der LOjähngß Privatbeamte Ernst Scho n wegen Betruges, Veruntreuung mrtz 'Diebstahls zu veray'.wvsten. Beide Brüder waren bei der Sfafo* firtna Alexander G u 1 nr a n n angestellt, doch wurde Ernst' Schön bald wieder entlassen, weil er Benzin im Werte von jurbreren tau''cnd Kronen widerrechtlich aus dem Magazin intnomnstn haben soll. Weiter wnen steiee Brüder beschuldig^ paß sie aus Grund einer, entwmdetcn Anw-üsung ein Lastenaula her. Firma entlockt und um E 70.0/0 verkauit haben. In diese« Fallt beschuldigten die Brüder sich gegenseitig der Täterschaft und jeder behauptet, er sei an der Hcrauslockrmg nicht beteiligt gewesen. Endlich wa'r .Harrv Schön augeklagt, Autoreifen im Werte voq 5 74.000 ans den Namen der Finna Gutmann hrrau-grlockt zq haben. Beide Brüder vcr'chwckndeu dann ans Wien und wurdni nach einiger Zen in Oberösterrcich verhaftet. Die Anklage vertrat Staatsanwalt Dr. S o o s, in die Verteidigung teiltm sich Dp. S p e r b e r und Dr. M e k b r n g e e. j , Ernst Schön erzählte, der Bruder habe ihm den Auftragegeben. das Lastenauto in der Garage abznholen und zu de» kausal. Er erhielt X 70.000. K 20.000 hatte er Spesen, dr» Rch händigte er dem Bruder en. der ihm'E SO.OOO gab, damit «Ach «ns emer Rei'e eibolc. — B o r s itzende r: Was hat Ihn«, g-fchlt'? - A n g e.-k l-n g ter: Ich hak e sehr hestig geh«stet. lHpittrserick S t a a r Z a n.w alt; Mit den E 30.000 stpd Sie nach Linz gesohien und haben E 20.000 in iünf Tagm der« jubelt^ so jkrgnf waren S:e.! Verhandlung wurde abends za Ende geführt. Ditz H);ich»ypstltn bejahten .alle an ste gestellten Schnldfxagen, ty-ra»f hex Geischtshof Harry Schön zu zw ei Jahre» y»^ Ernst Schon zu e i n e m Jahre und acht Monates schweren K e r k e r § verurteilte. UebrrdirS wurde gege» di« Mi Prüder die LandeSoerweisring nach verbüßter Strafe gesprochen._. Der Volkswirt. Eine Krone 3.82V- Ceutimrs Gew. Gestern Mtirrte in Zürich:! die österreichische Krone Geld . . . 8.8?^ ( 3.85 am 10, 9»fti die psterr. gestempelte Krone Geld . . 3.9Y ( 4.— a« 10. die tschechische Krone.12.50 i 12.60 am 10. Wü) die Mark . ... . - 14.70 (11.70 am 10. AB) Agram .. 8.20 t 8 25 ttÄ 10e Warschau. 8.20 ( 8.20 a« 10. JvK Budapest . 3.50 ( 3.80 am 10. Wß Gratisaktien und Bilanzen.*) Bon Dr. Leo Souuenfcheist. Im vorigen Artikel') wurde die Möglichkeit besprachst durch Nnsehuiig eines Luaji-AklivuniS in den Bilanzen eine«/ AuLglaich für das durch die Gmüsaltien-erhöhte Kapital zni finden. Ein anderer Weg biesür wäre, den Reingewinn »N Pie Höhp der Gratisaktien vermindern, rratürlich vormzIch gesetzt, baß er hiezu hoch genug ick) d-?m stünde aber dg? $5» denken eptgagen, Hatz die derzeitigen AktiMäre MtzNusiM darr späteren allzusehr geschädigt würden. Eine dritte MozAiA» keil istdig Airssperfiyig der Bilanzposten. i Ägtsächlich stehen sich heute in den Bilanzen gayst be^q schieden, bewertete . Posten gegenüber. Die Unlogekosten, tz»i0 Maschinen, Gebäude usw.. haben jenen Wert, der ihnen wachs Vornahme der der usuellen Abniitznng entsprechenden Ab-> schreibungen zukochmen soll; tatsächlich sind sie meistens darii Wer hirraus abgeschrieben, wodilrch die Gesellschaften tzik> Möglichkeit der Schaffung stiller Reserven hatten, und bfcfe erscheine>l bei normalen Bechältnissen umso größer, je mehr Me^ das tatsächlich notige Matz hinaus abgeschriebejr lpuche. Munt könnte mai) meinen, daß angLsichts der Ge'chentwertung hkl stillen Reserven eine Vervielfachung erfuhren; dies ist ffbeatz deshalb nicht der Fall, weil die Ansckmsfungstostsn vs»w4 Antagewerje eia Vielfaches der ursprünglichen Auftvendunpenj bedeuten, apdexseiis aber die im Frieden durch stärkere Mq' schreibün^en ersparten Beträge, pb sie nun in ErneuLLMfiSq soirdö gelegt oder als late,sie Reserven angesammelt wurdstfl, die Geldentcherlung angesichts ihrer Verweudung i,n Batrjehq natürlich nntylachten und mit ihnen jetzt die Kosten ppn Nvu» anschaffungen absolut nicht luehr bestritten werden können^ So. Paradox es cklingi> sind jene Betriebe, die a-n porsichfiystgtl bilanzierten, sohin gm meisten abschriebeil insoferne schlech« tec daran, a^lß sie die Möglichkeit neuer großer Rückstellung«» fü^ Hie erwähnk-m Zwecke gar nicht haben, somit auch fst? rationelle Dosierung von Erneuerungsfon-ds nicht sorge» können. , Die 'gudece .Gruppe, ppn Bilanz Posten stellen dös De» triebswsxte/Wie Zahlungsmittel aller Axt, und die Umsatz» werte, hchrptsächlich -Waren, dar, Erster^ werden i» f>M Bilanzan zum Tagespreis, letztere ngch den Gestehnngskoste» eingesetzt, es besteht Hai ihnen hie Möglichkeit dex SchgsfunH stiller Reserven kaum, und so ergeben sich in der SHIattg »mir scheinbar additionsfähige Posten, denn den im devaLviexte» Gelbe bezahlten und angesetzten BetriebSwe^ten stehest Hst) abgeschriebenxn Anlagekosten gegenüher.' Hier ließe sich im Zusammenhänge >nit dm AuSqMg pon Grqsisaktion WandSl schaffen, und zwar derqrt, dsttz jstrst Nominalbetrag dieser Aktien selbstverständlich dqS Kapitalsfonjo erhöhen, daß aber di« Anlggewerte um miichestenp Betrags vermehrt würden,, die degi Marktwerte her W»e» Aksien entsprechen. Allerdings stünde dem in einzelne» { . y Siebe «Wiener Äorgeuzeitung" vom Mai d. A,

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