Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 529 (13.7.1920)
- Date
- 1920-07-13
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2979076-2979416-2979607--04678-2990447- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
«m >, 'i "if Rr. 829 Wen, Dienstag Wiener MorgenzetruriK 13. Juli 1929 Seite? AWen die gesetzliche Bestimmung entgegen, datz diese Posten höchstens mit dem Anschaffungswerte angesetzt werden dürfen; seine ‘ moderne Rechtsprechung wird aber in Berücksichtigung her etwa vierzigfachen Geldentwertung den Unterschied zwischen Friedenskronen und der jetzigen Währung zu berücksstchtigen wissen. Die Differenz zwischen dem Nominale der peuen Aktien und ihrem Marktwerte wäre selbstverständlich, tzun Ausschüttung ungerechtfertigt. hoher Dividenden zu der- Meiden, einem Erneuerungsfonds zuzuweisen; außerdem aber wäre beim Staat bei dieser Gelegenheit wohl, ohne Schwierigjfoit durchzusetzen, datz die so erhöhten Anlagekonten binnen relativ kurzer Zeit steuerfrei abgeschrieben werden könnten, solange unsere Steuerbehörden entgegen dem kürzlich in Deutschland eingeführten Modus Abschreibungen auf den ßDert -des Unternehmens als ganzen ohne Vorhandensein vineS bestimmten Aktivpostens, aus welchen abgeschrieben wer. den konnte, nicht zulassen, würde sich der vorgeschlagene Wog schon deshalb empfehlen, weil damit die dringend notwendige Bereinigung der Bilanzen durchgeführt und gleichzeitig die immerhin mißliche Aufstellung eines fiktive:-. Aüschlutzpostcns Vermieden wird. Begebung einer Milliarde Krotten neuer Schatzscheine. Eine neue innere Anleihe. f Wir haben bereits vorgestern über die Rede des SlaatssÜretärs Dr. Reisch über eine neue innere Anleihe berichtet. Inzwischen fand bei der Posti'parkafsa eine Sitzung des Konsortiums Jfit die staatlichen Finanzgeschäfte statt, in welcher der Vorsitzende, Gouverneur Dr. S ch u st e r, von der Begebung einer weiteren Milliarde Kronen 2'/^/o'ger dreimonatiger Schatzscheine Mit- Ustung machte. Die neuen Schatzscheine sollen eine drei- bis vierjährige Laufzeit haben' und den Besitzern ein dreimonatiges Kündigungsrecht zustehen. Falls der Plan zur Ausführung gelangt, sdll die Begebung noch während des Sommers erfolgen. Handelsnachrichten aus der Tfchecho-Slowakei. t Prag, 12. Juli. (Privat.) Der Sekretär des Zentralverbandes der tfchecho-slowakifchen Industriellen in Preßburg Dr. I. Maderie erstattete dem Minister Dr. Hotowetz in Prag Bericht über die Verhältnisse der slowakischen Industrie, insbesondere soweit die Außenhandelspolitik i* Frage kommt. Minister Dr. Hotowetz versprach, in zwei Wochen Preßburg zu besuchen, um mit Vertretern der Industrie- und Exportfirmen die Richtlinien der zukünftigen Außenhanoelspvlitik zu beraten und sich an Ort und Stelle wit den Bedürfnissen des slowakischen Handels und der Industrie ^vertraut zu machen. .. . .Die "slo w a kr scheu Kohsenhändler haben eine Organl,atwn. mit dem Sitze in Preßburg geschaffen. Die gründende Versammlung verwahrte sich gegen die staatliche Kohlenwrrtsch-st und vcr'.attgtr die Freigabe des Kohlenhandels. 1 Professor S t o k l ä s a Und Industrieller Rudolf De i n- W.ann errichten eine Aktien-D ü n gerfa b rik („Humus"'» »mi einem. Kapital von 2 Millionen Kronen. Zur Lage des Holzmarkte-, in BYhmeu. * , dcr Zeitschrift ^Das Holz": Die Lager des . yolzmarklrs m Böhmen hat sich in den letzten Wochen w'sentlich geändert. Die bisher steigende Tendenz ist zum S t r l l st a n d arlomnuu. Die Preise'beginnen langsam abzubrockeln und zu hinken. . das Baugewerbe durch die hohen Materialpreise vvo Arbciislohnr fast vollständig lahmgclcgi wurde und ein großer Teil der Znduitrie aus gleichen Gründen die Betriebe einschränken wußte, hat sich der Holzbcdarf im Jnlande wesentlich vermindert, »vmal auch der Export seitens der tschccho-slowakischen Republik wchwert und eine 25-/,.igc Exvortvrämie als Staatsadgabe im Berordmmgswege vorgeschrleben wurde. . r rö?- uttö Holzindustrien mit teuerem Rundholz versehen sind, ist ein rapider P r e i s st u r z der Schnittware « r ch t »ne Unarten, sondern dürfte der Preisabbau langsam vor sich gehen und erst im kommenden Frühjahr eine wesent- Ein ttteraris ches Unternehmen. Ans dem Tohuwabohu Sammy Gronemanns. (1. Fortsetznng.) . Ein Schnorrer, der es mit seinem Beruf ernst Nimmt, muß . über eine zuverlässige. Kundenliste verfügen und sie stets auf dem kaufenden halten. Die Nuskunftsbuveaus und Schreibstuben für Schnorrer kontmen daher einem tiefgefühlten Bedürfnis entgegen Und so gibt es denn auch in jeder Großstadt, in deri Juden in größerer Anzahl leben, eine Reihe solcher Institute, die bei einem Mininium an Geschäftsunkosten nennenswerte Umsätze erzielen. . - i . Für einen Anfänger ist es nicht eben leicht, in das Geschäft hineinzu-kommen; die alten Frauen hüten ihre Geheimnisse, ihre Listen und Kersonalkenntnisse argwöhnisch. Unh sie besitzen das Vertrauen ihrer Kundschüft; .nur auf diesem Vertrauen, auf der Ueberzeugung der Kunden, reell und sorgfältig bedient zu werden, beruht ja das ganze Geschäft. Wollte solch ein Vertrauensmann seinen Kunden leichtsinnig irgendwelche Adressen an die Hand geben und würde es sich; tarnt- Herausstellen, daß Porto und Honorar verschwendet sind, so würde er feinen ganzen Kredit verlieren. , Der Schnorrer weiß auch genau, was er an feinem Vertrauensmann hat; wenn er auf seiner .Tour in Berlin ankommt, ist sein erster Weg zu ihm; da iiimlüt kr., seine alte Liste vor, vergleicht, streicht, berichtigt, — kauft neue Namen, gibt seine Briefaufträge und kann dann, mit Informationen wohl ausgerüstet, an den Besuch der vorgemerkten Vereine und Privatpersonen gehen. Er hütet sich ivohl, die ihm gegebenen Adressen sind Winke weiterzugebcn, sich selbst so Konkurrenz sind dazu die Feindschaft seines Vertrauensmannes zuzuziehen. Und vor allem hütet er sich, jemals einem der Wohltäter den Namen dessen zu verraten, von dem er seine Adresse erfahren hat. Selbst die 'Zusicherung tzpsher Belohnung 'bringt ihn nicht zum. Sfcebenj Her S&.M.ROHATYN Wien 1. Bezirk Maria Thereslenstrasse 10 - Telephon 20-363 Durchführung aller bankgeschäftlichen Transaktionen, Zahlungen auf alle Plätze des Auslandes kulantest und raschest Erteilung von Warenkredlten Separate Abteilung für Polen 424 Korrespondent der Bndustrlebank Warschau Besorgung sowohl brieflicher als telegraphischer Ueberweisungen ■ Einziehung von Äussenständen etc. siche Prcisänd-'nma einireten. da zuvor die Herabsetzung des Rnndbolzpreises beim neuen Deckunaskaui notwendig ist. ' Die Preis e a m Inlandsmarkt bi-weaen sich dermilen zwilch.'n siö 650 b §750 tnr Kamholr und 116 659 bis 800 für weiche Schnivw-ne, ab Berladrstalivn. Rundholz isi noch immer aeiucht und sind besonders Bergwerke und Zrllstoffabriken noch iebr aufnahmssabig. Der Export für Rundholz wurde namentlich nach Deutschland in den letzten Monaten stark eingeschrii! kt, jedoch sollen neuerdings ans Betreiben der re^chsdcutschen. besonders der sächsischen. Sägrbesitzer 150.000 bis 200.000 F.stmcter Rundholz für den Export freigegeben werden, da Deutschland gewisse Kompensationen, die der tschecho-slowakssche Staat braucht und die Abnahme von Schnittware davon abhängig gemacht bat. Eine wesentliche wirtschaftliche Aendrrung in der Holzwirlschast dürste daher am Hvlzmarkte in Böhmen in den nächsten Monaten noch nicht zu erwarten sein. Daluterrkurfe. Im gestrigen freien Verkehr war lebhafte Nachfrage nach fremden Zahlungsmittel vorhanden. Besonders Leinoten und Rubelnoten waren.Gegenstand reger Nachfrage. Es notierten: Leinoten K 4.41, Rubelnoten K 3.19, Marknoten grünki 4.50, D o 11 a r K 161.—, Lire kl 10.10, tschechische Noten « 3.78, Dinar 990.—, nngarisch^Noten^ 101.50, A u s z'a h l u n g Agram K 254.—, Auszahlung Berlin K 4.46, Auszahlung Budapest L 101.— und ungestempelte NotenA 88.—. Der Warenverkehr mit dem Ausland. Die Neugestaltung unserer Republik bedingt es, daß Handel und Industrie auf den Import oder den Export angewiesen sind. Die gesetzlichen Bestimmungen über den Warenverkehr mit dem Ausland sind jedoch stets dem Wechselluntertvorfen und in zahlreichen Gesetzen, Vollzugsanweisungen und Erlässen, zerstreut,'so baß oft über den Mängel einer übersichtlichen Zusammenfassung dieser Verordnungen geklagt wurde. Der Kaufmann und der Industrielle muß heute seine Entscheidungen sehr rasch treffen und wird in seiner Geschäftstätigkeit schwer beeinträchtigt, wenn ihm die gesetzlichen Bestimmungen nicht zur Hand sind. Eine Zusammenfassung aller in Frage kommenden Bestimmungen, die es dem Kaufmann ermöglicht, sofort das Richtige zu treffen, sich an die richtige Stelle zu wenden und dadurch unzählige Laufereien und Scherereien sowie Zeit und Geld zu ersparend hat es biß. jetzt nichts gegeben. Diesem Uebelskänd stvird' nunmehr durch das Erscheinen einer Broschüre abgeholfen, die das Gremium der Wiener Kaufmannschaft zur Ausgabe bringt. Diese vom G'remialsekretär Dr. Otto Müller verfaßte Broschüre enthält in übersichtlicher Form alle bis zum heutigen Tage in Geltung stehenden Bestimmungen über die Ein-, Aus- und Durchfuhr (Listen der ein- und ausfuhrverbotenen Waren), über den Zahlungs-(Devisen-)Berkehr mit dgm Ausland, über die. Zollaufhebungen, Zollernräßigungen und Zollaufschläge sowie über sonstige noch bestehende Beschränkungen des Warenverkehrs auch im Inland. Dieses. Buch wird Interessenten zum Selbstkostenpreis von K. 15.— im Gremium der Wiener Kaufmannschaft, 4. Bezirk, Schwarzenbergplatz 16. Mezzanin, abgegeben und gegen Voreinsendung des Betrages, zuzüglich der Portospesen, versendet werden. , Dampfer „Oskar II". Oester reichliche Interessenten, die durch die prifenrechtliche Beschlagnahme von 436 Postpaketen an Bord des dänischen Dampfers „Oskar ll" im Jahre 1916 eigene Vorteil nötigt ihn in gleichem Maße zur Diskretion, wie die Berufsehre. II. Wolf Klatzle war nach wechselvollen Jugendjahren in diesem schwierigen Berufe vorläufig gelandet, er gedachte nicht, auf immer dieser Art vo'n Tätigkeit treu zu bleiben. Es sollte für ihn nur ein Uebergangsstadium sein, doch ihn brannte der Ehrgeiz, auch da Außerordentliches zu leisten und vor allem möglichst viel zu verdienen. Brennendes Streben nach oben hatte ihn von Kindheit an beseelt; als kleiner Schuljunge hatte er Initiative und schlaue Berechnung gezeigt. Kaum acht Jahre alt, begann er sein erstes ernstliches Handelsgeschäft. nachdem er schon längst durch Handlangerdienste aller Art, auf dem Bahnhof und bei. Droschkenhalteplätzen hier und da einige Kopeken erwischt hatte, die er getreulich seiner Mutter,' einer ganz armen, kindergesegneten Witwe ab lieferte. Nun aber begann er sich nach einträglicheren Erw'erbsmögli'chkeiten umzusehen; vor der jüdischen Schule, die er besuchtedem Cheder. hatte eine Obstfrau ihren Stand; sie setzte ihre Waren recht gut an die bemittelteren Knaben ab. Der kleine Wolf entdeckte nun, daß der Obstverkäufer von der heutlchen Schule,^ die fast eine Viertelstunde entfernt gelegen war, seine Aepsel upr ein weniges billiger abgab. Er grübelte nach, was für einen Vorteil er aus dieser Tatsache ziehen könne, hätte bald seinen Plan gefaßt und führte ihn wnt Eirergie durch. Er ging jeden Morgen eine' halbe Stunde .früher vom Lause weg, so schwer ihm dgs fxühe Aufstehen, wurde^ Jai;üc bei beut billigen Händler ein und erzielte bald bei den Schulkameraden, da er die Obstfrau immer noch unterbieten und doch seinen Gewinn vinstecken konnte, einen bedeutenden Umsatz. ' So war er bald genötigt, in der Vormittagspause in rasendem Galopsi zu seinem Lieferanten zu jagen, um mit den neueingekauften Aegfeln beladen. betroffen sind, werden aufgefordert, sich ehestens beim AL« rechnungsamt, Wien, 1. Bezirk, Stubenring 8, unser Bezugnähme auf Zahl .7326/K, Abteilung Seesachen, zu melde'^- Wiener Börse. Im Erössnungsstadium der gesirigen Börse übten die an- Spa vorgelegenm Berichte günstigen Einsiuß, so daß eine ziemlich freundliche Tendenz vorherrschend war. Namentlich Südbahnwerte standen wieder im Vordergründe des Interesses und erzielten Besserungen auf größere Käufe für angeblich fremde Rechnung. Als jedoch im Verlause des Verkehrs die gesteigerte Nachfrage nach den Südbahnwerten nachließ, trat auf der ganzen Linie eine leichte Abschwächung ein, ohne daß jedoch der feste Grundton des Marktes verloren gegangen wäre. Die Kurse der Kulissewerte erfuhren nur geringfügige Verschiebungen. Im Schranken verkehrten Petroleumwerie nicht einhenlich. Während Karpathen Petroleum und Fanto Steigerungen anfzuwelsen hatten, waren Galizia nach mehrfachen Schwankungen billiger erhältlich. Gesteigerte Nachfrage zeigte sich nach Nordbahn-, Prager Eisen-, Grcinitz Eisen- und einzelnen Maschinenfabriks-Aktien. Der Gesamtverkehr blieb bis zum Schlüsse ruhig. Von den Renten reagierte die ungarische Kronenrcnte um 4°A>. Im übrigen verweisen wir auf nachstehende Schlußkurse:. ^nVrestvir-AnternrhnrAngen. Allgemeine Baugeseü» schüft 715.— (-), Unionbau 620.— (+ 19.-), Wiener Ballgesellschaft —.— (-.—), König-Hofer Zement —.— (-Perlmooler Zement 2395.— (-.—). Wienerberger Ziegel 1825.— (-1- 10.—), Liefinger Brauerei 1310.— (- Sarajevo 2555.— (+ 5.—), Aussig Ehern. 7250.— (— 50.—), Brosche Spiritus 3000.— (-.—), Carborundnm 3190.— (- 90.—), Clothilde 2115.— (—105.—), A. E. G. Unwn Elrktr. 1135.—(—55.—) ex Bezngsrecht. Bereinigte Elektrische 1135.— (— 55.—), Siemens Schurken 1580.— (+ 10.—), Alvine 3220 — (4- 5. -', Berg- und Hüttenwerke 8800 (— 250.—), Anstria Email 3480.— (—105.—), Egydier 1845.— (-En»e»srlder 1920.— f— 10.—), Felten & Guilleaume 4350.— (+ 75.—), Greinitz Eisen 2320.- (-+- 120.-), Hutter L Schrantz 1270.— (— 30.—), Krupv A.-G. 1487.— (— 6.—), Poldihütte 2555.— ex Coupon. Prager Essen 6650.— (+ 100.—), Rimamurany 2960.— (+ 10.—). ©fofcöwerfe 2315.— (+‘ 15.—). Wasiensabrit 3050.— (- 50.-), Brüxer Kohlen 7000- (-Gran- SzaSzvarrr —(— -—.—), Nordsng. Kohlen —• (-.—), Oberung. Hütten 5780.— (+ 160.—), Rossitzer — (-—), Salgo - Tarjauer 5720.— (+ 20.—), Enfatfir Kohlen 3475.- (+ 65.-), Ung. Allg. Kohlen 7300.- (- 100.-). Urikanh 4540.— (— —Beisscher MagnSsit — (-Westböhm. —(— Wolf-egg t- —.—), Danek Maschinen 2600.- (— 50.—), Brünn» Maschinen 2649.— (+ 64.—), Daimler Motoren 1155.-- (-1- 55.—), Fiatwerke 1350.- (-Heid Maschinen 950.— (-.—), Hofherr & Schrantz 800— (— 3—), Sigl Lokomotrv 1465.-- (4- 25.—). Ruston 2249.50 (— —.50), Simmering« 1225.— (+ 55.—), Elbemühl —(-Lchkam-JvsesSthaler 2250.— (-.—), Neusiedler —t— —.—). Apollo, 4020.— (4- 10.—), Fanto 17.400.— (+ 250.—), Karpathen 11.500.- (+ 500.—), Galizia 23.000.— (—500.—), Schvdnica 12.820.— CoDmanos 2760.— (+ 60.—),»Fezfabrikm —.— (— —.—), Schoeller Zucker 6850.— (+ 50.—), Schön» priesener 3175.— (— —.—), Oesterr. Eisenbahnverk. 1080.- ex Bezugsrecht, Ung. Eisenbahnverk. 1100.— (+ 32.^), Wiener Waggonfabrik 1100.— (-Gerngroß 680.— ex Coupon, Hvlzhandelsgesrllfchaft 2485.— (— 10.—}, Türkenlosr 1604,— l— 16.-). Tnan»poet-Unternehm«nge«. Adria 9925.— (-375.—), Aussig-Teplitzer —.— (— —.—), Buschtehrad« lit. A — (-.—), Buschtehrader lit. B 1600.— (-.—), Donau- Dampf. 9700.— (— 190.—), FerdinandS-Nvrdbahn 12.600.— (+ 300.—), Graz-Köstacher 4340.- (— 10.—), Kaschau-Odrrb«ger 12:0.— (— 80.—), Lemberg - Czernowitzer 1885.— (— 25.—), Lloyd —l-), Navigazione '8500.—, (+ 100.—), Staatseisenbahn 3649.— (+19.—), Lombarden 754.— (+ 41.—), 8% Südbabn-Brior. 1125.- (+ 13.-), Staatsbahn- Genvßscheine 2315.— (+5.-). Renten. Mairente 90.25 (— —.75', Frbruarrrnte 81.50 (-.50), Oesterr. Kronenrente 86.25 (— —.25), Oesterr. Goldrente —(— —Ungar. Goldrente 248.— (-.—), Ungar. Kronenrente 107.— (— 4.—). Banken. Anglo-Bank 780.— (+ 2.—), Oesterr.-bosn« Bank 560.— (— Ungar. Bank und Handels. —%-f*- (— —Bankverein 790.— (-.—), Bodenkredit 1720.— ex Coupon, Oesterr. Kredit 1024.— (— 1.—), Ung. Kredit 1771.— (— 3.—), Depositenbank 745— ex Coupon, Niederöst. Eskompteges. 1170.- (— 21.—), Ung. Hypothekenbank 569.75 schweißtriefend gerade noch zur rechten Zeit wieder in der 'Schule anzulangen. In und nach dem weiteren Unterricht entwickelte sich dann die zweite Hälfte seines, Morgengeschäftes. ■, •- Sein kleines, aus wenigen Kopeken bestehendes, Anlagekapital vergrößerte sich zusehends; der Mutter gab er nur einen Teil ab — dagegen verstand er es^ durch', eine Reihe ähnlicher lukrativer Unternehmungen und Spekulationen sein Kapital ständig zu vergrößern. Eine, gewagle Spekulation in Wachslichtstümpfchen wäre fast verhängnisvoll für ihn gewesen, da das Lichterfest die Bo'rytschewer Jugend auf Monate in einen Ueberfluß von Wachs versetzte, doch überwand er die Baisse und . nahm sich wor, künftig vorsichtiger zu sein. Eines Tages war er verschwunden; statt ins Rheder zu gehen, hatte er sich zur Bahnstation ausgemacht unds war in die Welt gewandert — immer den Geleisen, nach,{ um ein Glück zu machen Und einst als reicher Mann wiederzukommen, Mut'er und Geschwister reich zu machen, den jähzornigen Schulmeister zu züchtigen und der erster Mann von Borhtschew zu sein. Er kam aber schon naM wenigen Wochen zurück — einigeumaßen herunter-- gekommen urrd noch verschlossener als gewöhnlich. Ee^ hatte keineswegs etwa sein ganzes Kapital aufgebraucht,v aber er hatte rechtzeitig eiilgesehen, daß er für ein? weiteres Fortkommen in der Welt besser mit Geld und» vor allem mit Keuntnilsen ausgerüstet sein müiSe. Dill war er ohne Bedenken und ohne Scheu umgekehrt und hatte sich, ohne von da an eine Kopeke auszugeben, bis nach Hause durchgefochten. Die Scheltreden der Mutter die mit Freudenergüssen abwechselten, ertrug er geduldig-. — ebenso wie die Schlüge, die im Cheder auf .ihn s niederfuhren; er nahm sie wie eine verdiente Strafe für s seinen'Vorwitz hin und dachte nur unablässig darüber ■, nach, wie er seine, Pläne verwirklichen, könne.. (Fortsetzung folgt.) ■ tu, mihi '