Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 529 (13.7.1920)
- Date
- 1920-07-13
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Är. 529 _ Wien» Diemtag Nach dem G l a nb e n S bekennt« i S: N, 838.933^ Römisch « Katholische (daist 85.70°/»'!, 076.567 Protestanten (das ist 7.07"/»), 592.115 Griechisch-Katholische (das ist 4.SS°/»), st 6 8.9 7 0. Juden (das ist 2.6?-/» V 34.010 Andere (das ist 3060 - Orthodoxe (das ist 0.08"»). Nach ' der U^ng.a n g s s v r a ch e w«nen also: ' '8,051.03-; Tschecho- Slowaken (das ist 58.51°/», 5,757.619 Andere (das ist 4I.ßS°/»'>.! ..i/Die-S l o h a f t i (inklusive Karpathornßliuid) mißt 62.839 ^üiadratkilometer mit 3,549.751 Einwohnern; i ,. Hievon sind 1,762.799 Slowaken (das ist 49.66°/»). 1,071.5-78 Magyaren (das ist. 30.19°/»), 4S2.9W Ruthenen (das ist, 12.19°/»), 232.448 Deutsche (das ist 7.06%).' . " Begräbnisse am heutigen : Tage. Alt e r F'r i e d h o f: 10. Uhr Noch Wolf, 11 P.ck Jda. -r* N e uer Friedhof: 9 Uhr 20 Minuten Mei-pützer SM'ah.'A Uhr. 40 Minuten Szautv-Grünwald Frieda, 1V Uhr Ehrenhaft Dawid. . ' , ' > - jüdische stZolkSschrtle. Das.Ünterrichtsamt des -Jödrsck«n Nalioyalratesfür Dciitschöstüreich gibt bekannt, daß die erste 1-ü.L i. s che B o l k s. s ch u l e . in 'Jß i e n Mt Beginn/ des HU«liähreI,.i9ZW1..M.1l. Bezirk eröffnet wird, und'zwar vorlaüfta.. bte'e r st e u ir d z w,e'i t e- K l a's i.e^Die Unternchtssvrache .ist d 1'n t s ch. H e b r ä i s ch wird nach) moderner Methode als lebende Sprache gelehrt. Diese Volksschule dient zugleich als Aorstertitungsschirle nir das Jüdische Realgymnasium. Schustrzahl beschränkt, daher kann -nur bei rechtzeitiger A n m e l» duttg mit einer Ausnahme in diele .Schule ^gerechnet werden. BSrabMeldungen (die betreffenden Kinder stnd mitzubringen) werden läalich (außer Sämstag und Sonntag) nachmittags von 8 his 4 Uhr-im Ullterrichtsamt des Jüdischen Nationalrates, 1l., Taborsstaße 20», entgegengenommen, woselbst auch - Auskünste erteilt werden. I * * Hebräische Kurse für Palästina-Emigranten. Das Iytcrrichtsauit des Jüdischen Nationalrates teilt hiedurch de v'.-.L'ei '.ihm - Gemeldeten mit, daß Dienstag den 13. -d. M.'zwei Unfängerkurse beginnen.. Kurs A von 6 bis 8 Uhr. Kurs L von 8 bis 10 Uhr abends. — Donnerstag den 15. d. M. beginnt Kurs 6 für Anfänger von V-6 bis. %8 Uhr abends, Kurs V für Vorgeschrittene von %$ bis %10 Uhr abends. Ort: Jüdisches .Rxalgymnasium, 1.. Drahtgaffe '4, 4. Stock. t -x * Flüchtlinge auS StaniSlau erhalten beiM. Stein, U'..: Stuwerstraße 46/19. kostenlos die Personalblätter, welche vom - Jüdsicheu, Nationalrat zur Verteilung zwecks Ausfüllung gelangen, bis,zum 15. d. M. täglich von 1 bis 8 Uhr nachmittags. / ,> .* Fortbildungskurse für Lehrlinge. Das Gewerbejk-ryernngsaMt-und' das Untcrrichtsänit'des^ Jüdischen Nationalrates;für Deutschösterreich veranstalten Ab endku r s e zur FWliikdün'g von. L e h rltng dt in den Volksschulfächeru. .Erfahrungsgemäß ' gibt es unter den. jüdischen LeMüigen,. besonders unter denen, die ans den östlichen Ländern' stammen, pine) große Anzahl, die entweder - keine Schuld'oder nur zwischen 9 und 12 Uhr vormittags, wo auch alle näheren. Be--. amte.des Jüdischen Nationalrates, 2. Bezirk, Tab.orstraße W ir, beginir': 15. Juli 1920. Anmeldungeu iin Gewerbefördernngs- 6ci-.einer eventuellen Sclbstäudigmachung durch den Mängel den' Weg. Um. diesem Uebelstaud. aüzuhelfen, werden Kurse ° kn'.'eirier geregelten Schulbildung bedeutende Hindernisse..in. sowohlbeim. Besuch ihrer Hfsicht-FortüilduugSschu'le' als"auch xichtsspräche besucht haben.-' 'Es' stellten sich-diesen Lehrlstigeii / dinigoMolksschnlklassen mitpolnischer- oder ukrainischer Unter,- Hygiene und.!der ,Ho.lkstvMchaftSleyrs)..- 'ES.MerdM'.DärLllel<- begriffe der Burgerkunhe, des Gewerberechtes, dÄWekveÄä-) tzes. "Naturwissenschaft); ..Herchnen. öffflcut;' Unterricht (Grmtbtzräphie);.)Naturlehre (Einführung in die Grundbegriffe, der (Graunnatrk und Lektüre); -Schreiben (Orthographie.üudKalli-. eingerichtet, die umfassen werden: Deutsche, Sprache Die Zeit der Kurse wird so bemessen sein, daß . dadurch , ständigen Führung..eines HaudwerksbotMbes 'erforderlich, -ist. - gemeinen Kcnntilissen in den. übrige:^,Fächern, -'das zur?selb- * Erreichung von, Bürgerschulreüe ,rM.'jenes'' Maß' von all- Jntelligeu'z cingeteitt werden. /Lehrziel-tjV in allen Kursen , die kurse gebildet, indie die Schüler nach Vorbildung und Besuch dieser unentgeltlichen Abendlitrse zu verhalten. Knrs>- linge und. Lehrmädchen mit maugelhaster Schulbildung zum Arbeitgeber werden darauf /aufmerlsäch gemacht, did LMr- Dre Vorsteher der Lehrliitgshcime,' ''Eltern, BormLnber, der - Pfttcht-Fvrtbildungsfchutunterricht. keine'' Einbuße erleidet, dingungen erfragt werden, können. .. is . f-Bon den dmtschttationalM 'Technikern. Zn der unter diesem.'Titel am'- 13.Juni -1920 in -urtserem .Blatte ' trsschienenrn Notiz teilt Uns Herr Sind. Chem. Felix Le d <-r c r, xrckssön.'-'-Aber--Bela- Revesz ist langst "diesü'.' Bedeutung^. jalK^DchWsteller - einer Partei (und , einerWeltstnschM'mg) entwachsen.' Sein Mil, ursprünglich'chaaS gedrängt und sogar Mnchmal verworren, aber iiiuner nr'e'chh aus erster Haiid-, hat bereits, im „Becchöven" vieles' vdn seiner Erdenschwere e'ingebüßt. Ein Leuchten- .ist in' ihm, "wie das Ausglühen der Abendsonne am ruhigen ' Seespiegel. Und" von - dost Erlebnissen" seiner gestalten ist "er -zum persönlichen' Erlebnis hervörgedrungen, zu dem feiner Kindheit. Es ist aber melir als ein eigenes: Es ist wie die Gnszsonu für. viele tausende solcher 'Erlebnisse/ .Einzelzüge dürfen nicht darüber hinwegtäuschen,'.'das; Bela'Revesz auf 'femern Wege - zur atttiimpressionistischen, rmuuunentalen Kunst tavser. vorwärts schreitet. Er wird schow beule als der Ahne einer Denerätion jüngster rmgarischer Schrillsteller verehrt. . -''- - Eine Bemerkung sei ' mir noch exlaiibt. Dieses Büchlein ist (riebst einer bei' Georg-. Müller vor eimher lZölt - ebschiene'neit syrischen Anthoiorüe und «»ine'r /Keil-' dort lMan'sgekmnenen Ansinahl' '.nÄe'rner-' 9tovcilM/tin BMäufer der echten, wertvollen, .modernen 'ttttgarischen Üitstratur?' Es kann' nicht' oft genug: wiederholt rnaMn, daß die erfolgreichen, tanliemenhungkigen Buyheüsch'riftsteller - (Ehre den Dichtern unterihnen) noch. 'nicht die -ungär-ifch Literatur' hedLuten. Denn diese'istr-moch -nichb iiVs-tsetzt eher in: ihrer-:^Urwüchsigkeit^sogarmii'chörsetzbqr. Stephan I. Mein, der"den neuen 'ReveDlpÄ Deutsche übertragen hat, besitzt viel Wagemut, denn ich hätte es nicht auf wich genommen dem unebbört schweren Stil des Dichters eine.gleichwertige fremdsprachige Form zu suchen. Ich habe das Original nicht bei-der Hand, um Vergleiche anzustellen. Aber die Melodie des'Buches ist gut. WiettLe Leiter., des Feriqlausschnsses der jüdisch-äkademisch-technisch/n Verbindungen, folgendes ergänzend mit: Mit Rücksicht ans den Austritt des Leiters der Laboratoriumshilfsaktion, Herrn Sekera, aus dem deutscharischen Hochschulansschuß haben sich die. j n d i s ch n at i o n a l e n Eh ein ikcr dieser Aktion a n g e s ch l o s s e n, so das; dieselbe gegenwärtig als von der Gesaintheit der Studierenden ausgehend anzusehen ist. -Fe»rkstch: Eides^fftANg, Fähuen^rrgabs- und. IPer-rdr vrr nerien Wehrmacht. Donnerstag,, den. 15/ tz/' M.) .Im'rd die Stadt zmn crpen ' Uäle' der 'SchauplÄt; er'ner gn/.m nnMärkschen Ferer oer neuen Wehriiracht'seur. '<In otssem Tage wird in allen Kasernen die feierliche Eidesleistung, der Angehörigen der neuen Wehrmacht stattfürden. Nach der Eidesleistung werden sämtliche Truppen der Wienac Garuisoit^ auf den äußeren Burgplaß marschieren. Dort werden sich die Vertreter der Regierung,-die Mitglieder der'fremden Missionen, die Vertretung der Landesregierung und drr- Stadt, die Mitglieder der Nationalversammlung, die militärischen Behörden und die Angehörigen der. Staatsämter sowie geladLne Gäste versammeln. Um halb 10 Uhr erscheint.der Präsident der Nationalversammlung, S ei tz) und wird der dritten Kompagnie des Infanterieregiments Nr. 4 die neue F ach n e mit einer Ansprache übergeben. Nach der --..UebergaÜe spielen alle Regimentsmusiken die neue Hymne. Danach erfolgt die Defilierung der 'Truppen vor der-neuen Fahne und dem Präsidenten der Republik, Seitz, Ans diesem Anlaß wird am 15. d. M. der -Eintritt in die Brtrg von 7 Uhr früh bis 12 Uhr ntittags gesperrt sein. Weder Fußgeher noch Wagen werden durch irgendeines der Tore /in.ganzen Bereich der Burg passieren können. Der Einlaß ist- ,.nur aus solche Gäste beschränkt, die Mit Eintritts- oder Zuseherkärten'beteilt sind. Für diese Gäste ist der Einlaß nur vom Michaelerplatz oder. vorrl Ring her durch das äußere Burgtor gsstattet. Die mit Zuseherkarten Beteuten nehmen beinr Prinz Eugen- Denkmal vor i dem neuen Burgban Ausstelbmg. Die mir Eintrittskarten beteilten Gäste stellen sich beim Erzherzog Karl-Denkmal .ans. * Unentgeltliche Briefübersetzungen: Herr Jakob Hahn, Wien, 1l., Weintraubengasse 30. macht uns die Mitteilung. daß er sich bereit erklärt, englische, französische und italienische Briefe von im Auslände weilenden Kindern, respektive deren Pflegeeltern, unentgeltlich zu übersetzen. * Der Beitrag für die Hnn-gehilfenkraakenknffe. Der Wiener Gemeinderat hat den Beitrag der für daS Jahr 1920 zu entrichtenden Verffcherungsgebühr bei der Hausgehilfenkrankentafie mit K 50 für jeden angeiueldelen Hausgrhilseü beziehungsweise jeder Hansgebilfi« festgesetzt. Jeder versicherte Dienstgeber ist sonach verpflichtet, für jeden zur Anmeldung gebrachten Hausgehllfen, bezeehnnoßweise jede Hausgehilfin den Betrag von K 35 nachzuzahlm. * Eine Stadt verbrannt. Aus Washington wird gemeldet: Die Stadt Grover-Canyvn in Arizona wurde durch einen Brand zerstört. * Da» Wiener Notgeld bis 31. Dezember gültig. Es wird hiedurch neuerlich aufmerksam gemacht, daß das am 30. v. M. abgelauscne Wiener Notgeld zu 10. 20 und 50 Heller laut.seiuerzeitigen Beschlusses des Grmeiuderates bis 31. Dezember 1920 volle Geltung hat. * StMenverwittluntzsamt. Die Bereinigung' jüdischer Hörer an der Hochschule für Welthandel, '2. Bezirk, Taborstraße 1, empfiehlt tüchtige Buchhalter, KorrefpondentLn usw. '-.(WsMeytLn.-cber Exportakademier^---^ * ' •' / 1 JJfet■. ‘ IRücffid^t: auf den zu erwartenden starken Andrang von Reisenden airlHlich des Ferienbeginnes wird nwrgen der Schnellzug Wien—Innsbruck —Feldkirch (Wien-Westbähnhof ab '6 llhr 40 Mn. abends) in > der .Strecke Wien—Innsbruck ausnahmsweise in zwei Teilen Verkehren. ^'D'er Zug führt Wagen erster,, zweiter und dritter Klasse. Fahrkarten; und . Platzkarten Md . im Vorverkauf heute und morgen in der Zweigstelle des Oesterreichischen Berkehrsbureaus, Wien, 1. Bezirk, Kärntnerring Nr. 11, erhältlich. . N!.. \- - : * Kinder aus der Schweiz. Donnerstag um 2 Uhr nachmittags kommen am. Westbahnhof jene Kinder an, welche am 19. Mai 1920 vom städtischen Jugendamt in die Schweiz (Kanton Zürich) entsendet wurden. Die Eltern werden gebeten, die Kinder abzuholen. - ' * Dis Einbruchskomödds eines HMsdiLbes. Es wurde berichtet, daß .der Polizeibehörde dieser) Tage die Mitteilung zuging, daß das Geschäft des Kaufmannes Siegntund Meid er, Schottenring' 29, am 28. v. M'. zur Nachtzeit erbrochen wurde und. daß Waren im Werte von etwa 60.000 Kronen gestohlen worden fhtb. Die erste Anzeige hatte der Geschäftsdienet der Firma, Cmänuel S v e j d a. erstattet. .Der Verdacht richtete sich gegen den Geschäftsdiener Svejda selbst. Er gestand schließlich, den Einbruch tatsächlich nur fingiert zu haben, um Mr Verdacht wegen der von khm'im Geschäfte begangenen Diebstähle von sich 'äbznlenten. * Eine Frau auf der Stratze «rschofieu. I» Simmering ist gestern nachts eine Frau erschossen worden. Der Ersengi^er K r e h c z y hatie. als er mit seiner Gattin, der 31jährigen Leopoldine' Kreyczy aus dem Heimwege begriffen war, mit einem Manne, der ihn anrrmpelte. einen Streit in der Hasenlkitengaffe. Pichler zog plötzlich emen Revolver und feuerte auf Kr«vczy einen Schuß ab: die Kugel traf aber seine Frau an der linken Brustüite. Sie sank zusammen und war nach wenigen Minuten tot. Ter Tater rü der 35jährige stcllenlsse Kutscher Anton Pichler, XI., Ehamgaffe 42 wohnhaft. Pickler ist ein atbritsscheuer und als sehr gewalttätig bekannter Mensch, der schon zwauzigmal abgestraft ist. meist wegen Diebstahls und öffentlicher Gewaltältigkcit. V e remsA ach richten. N e u r e I e b u d a. Heute, 8 Uhr abends, Zm'ammenkunst. Bei schönem Wetter: Kursalon: bei schlechtem Wetter: Cafä City. — I u g e n d v e r e i n Aha w a t h Zion. Heute, präzise '/.§ Uhr abends. Vereinsabcnd. Borlepmg Kam. B a r u ch Da v i d.) — Bereis E re z Israel, II., Hanvtallee 10. Heute, 7 Uhr abends, Sitzung, der Kommission des BeranstaltuckgÄesernres zwecks wichtiger Besprechung des am 8. August stvttfindendrn Gartenfestes. Ewige Damen und Herren werden, noch zum BereinKchor aufgerommcn. Anmeldungen täglich von-7 Ins 9 Uhr abends im Bereinslokal. Briefkasten der Redaktion. H.» 11., Herminengasse 14. Was Sie unter „Abbrechen der Sitzung durch Stimmruabgabe" verstehen, ist uns tmverstandlich; vielleicht stellen Sie Jh'-e Anftäge präziser, mit genaueren Angaben, wornnt es sich eiaentlich bandelt .13. 3u!t 192fl Wir Die Ernährung. Der Marktbericht. - b ' RnckAang de» Markthesoche». Die hohe n P r eise aller Lebensmittel nnd die teuer» F a!i rl n-u f h? f E l e k l r i s ch e u bringen einen a « ß e rst r d k ' N t l i ,t- Vn ü ck g a n g d e s M a r k t b e s u ch r S im äffdetitühici: üiv. - Ist der G r o st m a r k t h a l l e blieb Samstag, rm großer Teil der Vorräte unvr'.kau't. adwobl aegr» Schluß,des Marti es d i e P r c i s e f n r K a l b - l tt 1 ch iS chmtzrlsleffchl bis hi 126 lür da.S Kilogramm z « r ü ck g r g a n g e u waren Unter den Samstag' ersparten Flerschmeugen bef.tnden sich au-b viele tamend Kilogramm amerikanisches Rauchfleisch, das als Zndüßenflrikch zu K 90 ansgegeben wurde. Selbst die Nachfrage nach Obst bat infolge dev boheu Preise und der teilweise minderen Qvaütät des Obsieg lehr star? uachgesaffm. so daß mit de» geringes Änlünfleu Heimischer Produktion das AuZlangen gesunde« werden kon»te. Gestern gab es daserstemal eine Heh»e Sendung Pfirsiche, daZ Kilsgramm jn K ,18.40, Heidelbeere»- das Kilogramm zu K 10, war?« w?-: über Bedarf Vorrat lg. ® tat ü f e war ausreichend vsrhandtn. . , Kärt«ffeladgi»üe. Dienstag dis Donnersiag werden iS l Beri'.ke auslöndyche Kartoffeln znm Preffe, von T 11.10 Kilocramm, nnd rwar 7? Kilogramm per Kops gegen Abtres«S«z des Abschuütcs ¥0“ der Kavtoffelkartr abgegeben. . Kirschen zu 2 Kranen per Kilograrnm. Aus Graz wild der chtet: Wie ans St. L o r e n z e n a.^.W. tz'emelbtt wird, n'iürn.dott Klr'chen für tvlche Käufer, die sie selbst brocken, za si 2 per Kilogramm und vielleicht noch billiger zu haben. ..Stiafa", Holzaktio» 1820/21 für S1«ats«n-efteüte. Bestellungeu auf Brennhvlj (hart und weich gemischt, kurzgeschuitien nnd kleingeliackt. in» Ha»S gestellt, ohne Abtrasen in den Keller) werden im Zentralvalast, VN.. Mariahilfnstraße 120, 4. Stock, Tür 14, rntatgengenommeu. Legtriurietung als Sta«tsangestrllier durch rin Dokument und eigenhändige usterschrift des Bestellscheines unbedingt erforderlich; entfallender Geldbetrag ist bei der Bestellung zu erlegen. Lwserung binnen zwü bi-drer Wochen. _ Bühne und Kunst. Stadttheater. Georg N e i ck e s Lusispiel „S i e", das mau in Wiest zum ersten Mal spielte, ist halb Posse, halb Berliner Volks stück. Das Töchterchen eines Droschkenkutschers, eü: Berliner Fratz, hübsch und skrupellos, klug und kalt, sucht hinaitfzukommen und sich einen reichen, adeligen Gatten beizubiegen. Sie weiß, wie man's beginnt, und kleidet sich vor allem nobel.' Ihre Maximen lauten etwa so:' „Die Männer lieben uns immer von außen nach innen." Oder: „Der Mensch denkt immer so, wie er angezogen ist." Sie fälscht Urkunden, hochstapelt, fällt aber selbst einem Gauner hinein, der sich als Graf um sie bewirbt und sich als steckbrieflich verfolgter Kellner entpuppt. Schließlich hat sie doch Glück. Sie muß zwar mit einem Geigenspieler vorlieb nehmen, einem Jugendgenossen aus ihrem kleinbürgerlichen Kreise, der sie längst mit seiner Liebe verfolgt. Er ist aber inzwischen ziemlich bekannt geworden, ist schon tadellos angezogen und ver« dent mit seiner Geige runde Summen. Nicht der schlechteste Witz des «Stückes, daß die Abenteurerin doch noch das erreicht, was sie sich vorgenommen hat, wenn muh sozusagen im verjüngten Maßstab. Dafür ist es just derjenige, für den sie seit jeher menschlich etwas übrig hatte, der ihr im Augenblick der Verzweiflung, elegant befrackt, 'die Arme öffnet. Der Dialog hört sich west besser an als bei ähnlichen Bühnenerzeugnissen, die Vorgänge sind recht unterhaltend, wenn auch mitunter bei den Haaren herbeigezogen. Auch ist eine tüchtige Dosts prickelnder Satire beigemengt. Am amüsantesten aber während des ganzen Abends der Gedanke, daß der vielgeplagte, von Amtsgeschästen bedrängte, gestrenge Herr Oberbürgermeister einer Weltstadt (das war nämlich der Ilutor) in seinen Erholungsstunden den Besuch der leichtgeschürzten Muse empfing. In der Hauptrolle stellte sich eine ausgezeichnete Berliner Künstlerin vor. Erika G l ä ß n e r hat hundeick ^prühteufel im Leibe, verfügt über die gewisse plmnpdrolljge Teddy-Bär-Anmut, weiß köstlich zu pointieren und siebt so entzückend aus — daß sie sofort alle Damen, die im'Theater sitzen, gegen sich hat... In ihrer Technik erinnert sie stark, allzu stark an die Konstantin, verfiigt aber zweifellos über Eigenart. Wir haben bier nur die schauspielerische Leistung bei hochgezogenem Vorhang zu beurteilen, müssen aber doch feststellen, daß ihr Verhalten vor der Rampe (wenn sie den Beifall quittierte), geeignet ist, ihren Erfolg sehr zu schmälern. Derart geschmacklose Stärmähchen sind in Wien auf keiner Bühne üblich. Von den übrigen Mitwirkenden sind Karl K n e t b t n ö c r, Hans Schenk, Louis B ö h ni und' Adrienne Gaßner besonders zu loben. $ Das Stück fand eine gute Ausnahme und Erika Gläßner wurde stürmisch gefeiert. O.-'A. Freie jüdische Volksbühne. ,D r r j u d i s cki e König 8 e s t* ton 3f $ 'f i ft H * ' G » r d i ». . Jakob Gordin hat das jüdische Theater reh-L viel' zu danken; -er hat das jüdische Theaierpubttkum an dramatische Kost gewöhnt, welche mehr geistigen Nährwert habe, als die besonders in Amerika gänzlich perpöbelten Singspiele und hat so den Boden für ein guch höheren Ansprüchen genügendes Theater L-ereiche-rl. Dad Verfahren, welches der übrigens dramaturgisch' überaus begabte Gordin einschlng, war sehr einsnch. Gordin nahm die Meisterstoffe der europäischen Dra- IMtUf und übertrug ihre Prvbl-eme in jüdischen Gedanken-- und LebeiMrsi«. Auf diel- Äreise bat. er ein ro"'a,