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Wiener Morgenzeitung · 1920-07-08 · Heft 524 (8.7.1920) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 524 (8.7.1920)
Date
1920-07-08
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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, Hr. 542 rmen, DonnMag Wiever «rv-seWeitMS > 8. ItM ISA? Sette G U w_—•'—?;■ A'-V.-f«"-? v,,.a-"1■. ' "— -——— —1_ - -Yj j-■. .. . . ....--. ■ C * .Eintreffen eines Kriegsgefangenendampfers in Triest. Der Dampfer! „Schunk-Humaru" mit, 386 Österreichern, ^3 Reichsdeutschen, 60 Polen, .ferner mit Ukrainern und Jugoslawen ist vorgestern in Triest eingelaüfen. Die Ausschiffung. erfolgte-gestdril, die Rbfahrt der Heimkehrer von Triest vor^ aussichtlich noch am Wend desselben Tages. In Wien dürfte der -Transport^ heute eintreffen. Die Stünde der Ankunft Mpy (Hutteldörf) wird noch verlautbart werden. '* Heimkehrbewegung. Das ' Oesterreichische Kriegs- Wrfangene»-' und Zivilinterniertenaint teilt mit:; Dampfer itzMont Vernon" wegen Maschinendesekt in Norfolk. Dampfer i^Andigent" bringt /Heimkehrer des ,-MoNt Vernon",. zirka itlö; Juli, .nach- Hamburg. Dampfer „Hudson-maru." 29. Juli livon Wladiwostok ab über Port Said nach. Hamburg, bringt ,{1.-35 Oesterxeicher; Trarrsportführer Kürt Klein. In der Weimkehrerübernahmsstelle Hütteldorf-Hacking/rsind-am 3. Juli mngetroGn: -151-Desterreicher, 97 UvgckM, 1 Pole) 40 Jugoslawen,! 15 Muthenen,/ 7 Italiener, 18^ Tschechen.! Weiters wird gemeldet:? Born Dampfer „Rügen" sind -327 Heimkehrer, darunter 17ß Oesterreicher, am 1. Juli nm 9 Uhr 'vormittags m-Bevlin. eingetrossen- und um 2 Uhr 15 Mm. Drach Passau weitergefahren. An Oesterreicher wurden Liebes- -gaben -vom österreichischen^ Roten. Kreuz >inf Berlin verteilt. -lltzL-Kst^rMo^^W^gesünff, 14 /siyd V'Minvalide. Am il, Juli straf in/Stettin der Danipfer ,Mew" mit 16. Oester- Echern <mld -sttK: Frenchrrationalelt einst ' Alle' find -Rußland- HeimkehreL,/welche via^ Narwa iw die Heimat abgehen. Die Oesterreichischen Rotfteuzniissiyn für SÄttreh. Wt' durch Herrn lFritsch, stelogMpüisch? . bekannt, daß von. hier? .in- Amerikabe> 'sProcheneiHilfsakttön. durch Komitee weiter arbeitet,-' genügend ^ldmittet geschilmelt. sind -und amerikanische. Transporte -im Junt von'Reiv-Uorl beginnen.! " KE An - allMNaturfrennde Wiens. Biele tausende Be- «oIttR-Wiens' suchten und, fanden alljährlich Erholung und Kräftigung ' im Wienerwälde. Unentwegt und unter vielfachen GRühen und Opfern fordert -die Sektion' '„Wienerwald" des Oesterreichischen -Toumstenklubs 'in uneigennütziger Weise durch Lä^JahrKsthrMMestandes hie Ausnützung dfeser Heilstätte der Wiener. .Hünderte.Kilometer von Wegen wurden nicht allein Markiert'und mit, Wegtafeln ausgestattet, sondern großenteils .gangbar gemacht. Aussichtswarten wurden errichtet und am ^Schöpft ein.Schutzhaus gebaut. Diese Arbeiten kommen in gang besonderer. Werse-bedürftigen Wienern zugute, die infolge ihrer geringen Mittel nicht in der Lage waren, auf weiteren Reisen ihr Bedürfnis nach Luft und Naturgenuß irn Lofriehigerp Der Krieg unterbrach aber auch hier jedes .Schaffen. Gewaltige Schaben wären auszubessern. Zahlreiche Wege sind ungangbar geworden,.durch die umfangreichen Abholzungen nicht mehr üuffindbär, die Markierungen sind verblaßt, die' Wegtafeln nmgefallen, unleserlich oder ganz verschwunden. In opferfreudigster Weise ist die Sektion zur Wiederaufnahme der Arbeit bereit. Allein hei den unerschwinglichen Preisen jeglichen Materials und bei den gänzlich unzulänglichen Mitteln ist keinerlei Aussicht ans einen Wiederaufbau vorhanden. Bon welcher Bedeutung für die Bevölkeruirg Wiens aber der Wienerwald gerade in dieser schweren Zeit ist, braucht wohl kaum noch angeführt werden. Die Sektion wendet sich daher an alle Naturfreunde und än alle touristischen Vereine, diese Aktion, auf das kräftigste zu unterstützen. Sammlungen sowie Einzelbeiträge werden an die Kasse der -Sektion „Wicnerwald" des Oesterreichischen Touistenklubs, Wen, 10. Bezirk, Eugengasse 47, erbeten. * De« Bahnverkehr^ Mit Gültigkeit vom Sonntag ide» 11. d. M. an. wird vn Sonntagen an Stelle.des Scknelltzuges 304 (ab Krems 7 Uhr 58 Minuten abends, an Wim- Kranz Jvsefs-Bahnbos 8 Uhr 28 Minuten abends), Personrnzug 314 mb Krems 7 Uhr 38 Minuten abends, an Wien-Franz Josefs- Bahnhof 9 Uhr 47 Minuten abends) Zwischen Krems und Wien igrführt. Desgleichen werden die Sonntagszüge 317 und 1314 fab Krems 3 Uhr nachmittags, an Krems 7 Uhr 40 Minuten abends), derzeit nur bis und ab Svitz verkehren, bis und ab Klein-Pöchlarn .erweitert (an Klein-Pöchlarn 3 Uhr 50 Minuten .nachmittags, ab Klem-Pöchlarn 5 Ubr 56 Minuten nachmittags. Durch die Umwandlung des Schnellzuges Krems—Wien-Franz Josefs-Bahnhof in einen Personenzug bei nur 19 Minuten spaterer Ankunft in Wien-Franz Josefs-Bahnhof wird die Rückfahrt, aus der Wachau verbilligt. i - * Eine!staz;ia im Cafö Habsburg. Gestern nachmittags Eft hat: Cafe 'Habsburg eine* Razzia, .vorgenommen worden. Im ganzen wurden 160 Personen pcrlustriert. Bon diesen {wurden 58.6ngehalton und den: Krregswiicheramt zur weiteren Amtshandlung überstellt, weil sie des Schleich- und Kettenhandels verdächtig - .sind oder Valuten schieber sein dürften.? Wne Anzahl, hält sich .in Wien ohne Aufenthaltsbewilligung 'auf. Das Sichexheitsblireau hat gegen 17 Perfoncn big Amtshandlung eingeleitet, und zwar gegen suiif Persoiren wegen 'Taschendiebstahls, eine Frau wegen Verdachtes der geheimen Prostitution und gegen den Rest wegen.Verdachtes des Besitzes Don Banknoten, mit falschen Stempeln. /Die Beamten . der. {Steuerbehörde haben bei einer Anzahl Personen namhafte Geldbeträge zur Sicherstellung der Steuerrückstände beschlagnahmt. "Im gai?zcn durften bei den Angehaltenen etwa zwei .Millionen Kronen in österreichischen Banlnoten, aber auch 'in fremder Valuta beschlagnahint worden sein. Bei einer Anzahl der Ungehaltenen fand man auch Schm u ckgc ge n st än de, die erst auf ihre Echtheit geprüft werden müssen. Gegen eine /größere Anzahl der Angehaltcnen wird der Antrag auf Abschaffung gestellt werden. * „SHetaflum <&oUw — (mit de« Regrnbsgeu) die gut- -bewahrte Taschenlampenbatterie. Berei»S«achrichte«. W i r t s ch a s t s v e r b a n d der Hörerschaft che- Jü d i s ch e n P ä d a g o g i u m s. Freitag den 9.d.M. /um 9 Uhr vormittags Generalversammlung. Erscheinen Pflicht. HapoelHaza ist. Heute pünktlich '//7 Ubr im Lokal, l., Fleischmarkt 22/47, Generalversammlung. Tapesjordmmg: OrgauisatrönSgrundsätze. Wahlen. Arbeilsprogramm. iKör die' Mitglieder Erscheinen Pflicht. Gälte willkommen. —!J ü d i s ch e r H o ch s^ch u l a n s s ch n ß. Heute, S Uhr uach- Mittags, findet eine Sitzung des Jüdischen HochschulausschMeS statt. — DiejüdlscheBolksbibliotbek Zi»», U.. Glockengasse 80, ist an den.folgenden Tagen offen: Montag, DiepStag. Mütwoch, Donnerstag von 5 brS 7 Uhr fifattö And Sopntag von 11 dis 12 Uhe mntags. — Z i v- «istisch e B e z i r k s s e k t i o n B r i g i t t e n a u. Heute, *4$ Uhr abends. Ple n a r v e r s a m m l u n g im Restaurant Keßler, XX., Rquschrrstraße 5. Tagesordnung: Die Befeentaxa des verflossenen Kultuswahlkampfes. Referenten: N i m m- - L« f« r, P i ck e r und L a ater stein. — Iüd r s ch r r Wa» derb u n d Blau - We i i), Orrsgrup p e Atz a er s d o r f. Heute, 8 Uhr abrnds, Generalversammlung des Elternverbandcs. Tagesordnung: Die Ziele des Blau-Werß. .Neftrmt: Otto H o ch st ä d t. Briefkafterr der Redaktion.! Hagibost.' Aufruf kann leider nicht gebracht werden. Er -Acht-zu Ihrer Beifügung. i—... ... Die Ernährirrrg. Der Marktbericht. Gestern kamen 3460 Meterzentner Geinilfe und Grünwaren auf den Markt. Es erschienen wieder mehr als hundert Gärtner auf dem Markte mit verschiedenen Waren. ES traten, auch kleine Verbilligungen, bei Kohl, Rübenkohl, Kraut, Häuptel- und Kochsalat sowie.Gurken ein. Die Ob st zu fuhr betrug etwas mehr als 15.000 Kilogramm, davon zum größten Teile Ribisel, Kirschen, der Rest waren Birnen. Weichseln, Himbeeren und Heidelbeeren. Die Eierknappheit nimmt zu. Es wurden gestern nur im 7. Bezirk in der Markthalle Eier zu 5 Kronen per Stück im Kleinverkauf, abgegeben. ' " Merschabgabe in Wien i« der Woche vom 8. bis 14. Irrli 1920. In drr kommende Abgsbewoche wird in Wir« allgemein Rindfleisch z« den Preisen der billigen Woche abgegeben werden. Es erhalten alle Haushaltungen 10 Dekagramm Rindfleisch per . Kopf, der Preis beträgt X 50 für 1 Kllvgram« Vorderes, K 52 für 1 Kilogramm Hinteres und X 66 für 1 Kilogramm Bratrnfleisch. Der Verkauf erfdlgt gegen Abtrennung der mit Ziffer 4 bezeichneten Abschnitte des Rrndfleischeinkaufsscheines. Ab Samstag den 10. d. M.. 5 Uhr nachmittags,, dürfen die Abgabestellen das erübrigte Rindfleisch an die bei rhneu rahonierten Kunden ohne Rüäsicht darauf, ob sie ihre Quote behoben haben oder nicht, verkaufen. Die Kopfquote beträgt auch in diesem Falle 10 Dekagramm, die Abgabe geschieht zu den gleichen Preisen. Beim Bezüge der Zusatzquote wird der mit dem Buchstaben L bezeichnete Abschnitt des Rindflrischeinkaufsscheines abgetrennt. . _V W. I. W. Farbeneintrilung genau beachten. Ohne Buck keine Ware. Freitag den 9. d. M., 9 bis V-12 Uhr, blau, weiß, grau und rosa. Samstag den 10. d. M., 9 bis V*12 Uhr. rot, orange, gelb, grün. __• Größte Auswahl'. Billigste Preise! Leopold Steinhart, Wien, Biberstraße 9. ---- 473/80 -• v ■ Freie jüdische Volksbühne. Samstag den 10. d. 3 Uhr nachmittags, findet im Wiener Bürgerthtler eine Ausführung von Jakob G o r b t « 8 „X 11 j fl b t f ch e KotrigLear" statt. In der Titelrolle gastiert det Schauspieler L. Jungwirth vom Jüdische« Thraltr « Krakau.' Sport. Jüdisches Ingesdsportfest. Für das a« Soustetz» 11. d. M.. nachmtttags, auf dem Hakoah-Platze stattfindende' Jugendsportfest der Sp. S. Hazair ist eine große Beteiligung zu erwarten. Ueber 160 Nennungen vou de» verschiedene» jüdischen Turn-- und Spqrtvereinen find eingelaNfe«. Heute abätdS V,8 Uhr findet im Cafä Industriellen die Auslosung der. Startnummrrn statt. — Es «erden alle Vereine daraus ausmerksam gemacht, daß Nenüvngeu die Name« der Teilnehmer cuchalle» müsjm. Sportklub Hagibor. Unter diesem Namen bat sich ei» Sportklub mit dem Sitz im Cats Rohling, I., Georg C»chplatz3,^ gegründet und finden Jnterefienteu jeden Montag und Do»»«-- tag von 7 bis 9 Uhr abends dortselbst Ausnahme. Jüdischer Turnverei» Mokkabi XX. Futzboüriege. Heute Training auf dem Hakoah-iPlatze, JlMNuaunschall und Reserve nm V-5 Uhr nachmittags, Ia und I b um 6 Uhr abends. : Der jüdische Sportklub Heros bat seine Tätigkeit in Wir« am 5. d. M. ausgenommen. Nächste Mitgliederversammlung Samstag de« 10. d. M. 300 Waggons italienische Frühkartoffel sür Wien. Die italienische Regierung hat in Berücksichtigung der besonders ungünstigen Ernährungslage Wiens ausnahmsweise die Ausfuhr vdn 300 Waggons Frühkartoffeln bewilligt, die unmittelbar an den Bürgermeister der Stadt Wien geleitet werde«. Bürgermeister Reumann hat aus diesem Anlaffe ein Danktelegramm an den italienischen Ministerpräsidenten Grylitti gerichtet. __ BÄhm mb Kunst. FreiUchtvorstellung im Belvedere. (Zum ersten Male: ,P r e c i o s a", romantisches Schauspiel in vier Akten von P. Ä. W o l f f, Musik von Karl Maria von Weber.) Im geschlossen Theater wäre -dieses alberne Stück unmöglich, -aber Hi-Zr unter dem gütig-illilden sternen- , klaren Nachthimmet in der künstlerischen Inszenierung H e i n e s, - von der schlichten, innigen deutschen Musik Webers durchklungtzn, tmrd -die rornan-tiiche Räuber-- geschichte nicht nur ertrag Sich; rnÄn überhört etil fach den Text, gibt sich traumhaft dem Genufse der malerisch gestellten Bilder, der Massenchöre, der über den.weiten Rasen hinwirbelnden Tänze, der magischen Ächteffekhe^ dund den Webcrschcn Weisen hin auch lvird nur gesegent- - lich durch die schrecklichen Knüttelverse Wolffs ünfarlft/ ausgerüttelt. /' . / ., /..v Das Nahen der singenden Zigeuner und das.Bal/M;. im epsten Akt, das. Nachtlager mjt den Lagerseuept. im zweiten, das Parkfeft mit dem prächtigen FeüerwÄk^ im 'letzten Äkt sind große Eindrücke die lange, naHwirken, .Wihna Uknah als. Pv'ciosa sucht dies Keere/ der Rolle 'mit starken tragische^ Akzenten zu verdecken, was, ohne ihr Verschulden, nicht gelingen will. "D'agegeic beginnt ihr allzu pathetisches Deklamieren peinlich zn werden. Von rührender'Anmut ihre Erscheinung und sehr -lieblich ihr Tanz. Es seien mach die üus- ' gezeichnete Zigeunermntter der Tini Senders undder humorvolle Pedro Karl Ettlingers besonders genannt. Ein wunderschöner -Abend, trotzdem „Preciosa" von P. A. Wolfs gespielt wurde. Ob aber dieser Aufwand an nichtkünstlerischen Mitteln nicht an andere bessere Stücke zu verwenden wäre, bleibt allerdings fraglich. - ' O. .A. Aus de« Theatern. Im Wi r u e r St a d t h t u 411 beginnt Samstag dieser Woche Erika G l a ß n e r vom Berliner Theater rin für zehn Abende berechnetes Gastspiel in dem Lustspiel „S i t" von Georg R e i ck e. .In der komischen Hauptrolle tritt Herr Karl K n e i d i n g e r sein Engagement an dieser Bühne an. In der N e u e n W i e n e r B ü h u e gelangt morgen» Freitag x i e l A k o st a* mit Oßkar B e reg i als littet zur Aufführung. In der R e n a i s s a n c c - B ü h n e eröffnet Frä» Maximiliane B l e i b t r e u vom Landestheater in Dresden heute. Donnerstag ihr Gastspiel als Frau Wolf in der Komödie e r B i b e r p e 1 Neben ihr find die Damen Emmering, Faffcr, Hartwig und die Herren Franz, Gerhardt, Hugelmaun, Knabe, Lehmann, Machold, Mauth und Strahl beschäftigt. _^_ Die Aufführung von .Preciosa" im Kelvedere. Die h e n t e im G arten theater des Belvedere unter der Regie Albert Heines ftattsindende Aufführung von „P r e c i o s a", mit der Munk von C. M. v. W e b e r, unter Mitwirkung des Symphonieorchesters beginnt um V^IO Uhr abends. Die nächsten Aufführnngen finden übermorgen, Samstag, und S o n n t a g den 11. d. M, statt. Karte» im Bureau der Freilichtfeffspiele, Hl., Landstraße Hauptstraße* 1, Tel. 9577, in der- Schloßverwaltung, des Belvedere, III., Prinz Engenstraye 3. bei Kehlendorser, Glück, Aida und an jedem Auffuhrungstage ab 8 Uhr! abends an der Ab en-d kaffe im Belvedere. Volksbildung i» Oefterreichifche« Museum. Die FLbrunge« im Oesterreichischen Museum (Ausstellung der orientalischen Teppiche) finden bis auf weiteres nicht am Sonntag sondern stets am S a m s t a g, und zwar um V,11'Uhr vormittag und um 4 Uhr nachmittags stau. BersLAMlmrg l/ Studenrwg ü (Sä«le»tzaf), Eintritt mi. - - - Gerichtssaal. Aus dem Mittelstandserholuttgsheim am WSMschhof. Die in der letzten Zeit viel erörterten Borlommmste im Mtielstandserholungsheim cnn Wällischhof lei Brunn bildeben gestern beim Strafbezirksgericht Josefstadt den Ausgangspunkt einer Ehrenbeleidigungsklage,, welche der in diesem Heim als Arzt tätige Dr. Ernst P a ch n e r gegen den Bankbeamten Dr. Artur G ä r b e r angestrengt hat. Wie in der Klage au-» geführt wird, hatte Dr. Gärber am 18. Mai mit deur Anstaltsdiener Ernst Deschmann eine Unterredung, in deren Verlauf er mit bezug auf den Kläger sich geäußert haben soll: «Es ist klar, daß die Anstaltsangestellten verführt und betrogen -wurden. Dr. Pachner ist ein Lügner. Er hat auch über mich Äugen verbreitet, indem er behauptet, daß ich ein Spitzel der Frau Dr. Weiß sei. Wenn Frau Dr. Weiß herauskommt, so fliegt Dr. Pachner. hircaus.. Ich gebe mich mit Dr.. Pachner -überhaupt nicht ab. In meinen Augen ist er ein Lausbub/ -Als mehrere Easte des Heimes von diesem Gespräch erfahren hatten, stellte einer, der Gäste, Herr Moritz Thingen, während der gemeinsamen Mittagstafel an die übrigen Gäste die An- , .frage, vb jemand Legen Dr,,, Pachner als Arzt und Mensch -etwas vorzubringen habe. Die Gäste gaben, indem sie nach dieser Rede des Herrn Thingen in stürmische Hochrufe auf , Dr. Pachner ausbrachen, ihrem Vertrauen zu denc Arzte Aus» - druck. Plötzlich stürzte Dr. Gärber, der in einem Rebenraum-, weilte, , in den Speisesaal und rief nach Inhalt der Anklage, laut aus: „Dr.-Pachner, lügt, er hat gelogen, er ist ein notorischer Lügner,, ein Lügner aus Gewohnheit." Nach diesem Vorfall versammelte sich, wie in der Klage ausgeführt wsrd, das Personal der Anstalt und, forderte durch einen Betriebsrat Hertn Dr.. Gärber auf, das .Heim binnen drei Stunden zu , verlassen, welcher Aufforderung Dr. Gärber auch Folge leistete. . Der Angeklagte erklärte, daß er fiix seine Behauptungen - gegen Dr. Pachner-einen ausführlichen Wahrheitsbeweis an. > treten werde, und bgt um eine Fvist zur Stellung seiner Be* weisanträge. Der Richter erteilte dem Beschuldigten Me vier« * wöchentliche Frist und vertagte die Verhandlung. Revolverschüsse gegen die Wache. Vor ci,lem Erkenntnissenat hatte sich der ZojähriK. Zuckerbäckergehilfe. Franz Ka-spar, der wegen Totschlags / bereits vorbestraft ist, unter-der Anklage der schweren Körpev-v Verletzung zu verantworten. Kaspar hatte in der Nacht zum 3. Marz d. I. anläßlich eines Streites am.Lerchenfelder»' '?■ gürtet dem Hilfsarbeiter.N ö ß lev Mhrere Messerstichä vdr-l setzt und gegen den Wachinspektor Pfeile r, der' ihn Von weiteren Gewalttaten abhalten wollte, mehrere Revolverschüsse abgefeuert. Pfeiler lerlitt -in der Brust und im rechten Obev» / schenket schwere Verletzungen. Der -von Dr. Valentin T ell'r i ch'- verteidigte Angeklagte gab cm, er sei mit zwei ^DaiNed". vom ' Maxim nach Häufe--gegangen^ uüd wurde von /nnbekannten- - Leuten angegriffen. Zur Abwehr habe er seinen ' Revolver abgefeuert, gestochen habe er. -niemanden. Der Gerichtshof verurteilte den Angeklagtenmit Hinsicht auf seine Bor-' strafen z» vier Jahren s-chweren Kerkers. Anforderung von Wohn räumen bei Aerzte«. In der letzten Zeit hatte sich der Berwaltunqsgmchk^of mit zwei Beschwerden zu befaffen, die von Aerztcn efngcbracht. worden find, mrd die sich beide gegen dir Anforderung von Äohnräümen, die diesen Merzten zur Ausübung ihres Berufes dienen, richten. Der erste Beschwerdeführer, Privatdvzent Doktor Siegmuud K o r n f e l d, hat im Hause, IX.-., Alserflraße 8. außer seiner aus 5 Zimmern bestehenden Wohnung auch »och eine »Wohnung^ bestehend aus einem Zimmer im selben Hause., gemietet. In diesem Zimmer bewahrt er die A p p a r a t e und Büch e r, die ihm zu seinem wiffevschaftlichen und Lehrberuf unevtbehrüch find, Der Berwaltungsgekichtshöf hat' der gegeü dsÄl'

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