Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 524 (8.7.1920)
- Date
- 1920-07-08
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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HL! Sette 4 Wi«, Donnerstag •'*>* •# Tagesbericht. Gang zum Grabe tzerzls. Das Zionistische Landeskomitee hat .für den Gang yum Grabe Theodor HerzlS am Sonntag den 11.. Juli 'folgende Anordnungen getroffen: Formierung des Zuges zwischen S und J/alO Uhr Vormittags, wie folgt: Vor der Hochschule für Bodenkultur sammeln sich die indisch-akademischen Verbindungen und Vereine.; In der Felix Mottl-Straße,.an-der linken Seite ^der Hochschule für Bodenkultur nehme« Äufstellung die t'Zionistischeu Bezirks'ektionen I—Im gegeyüber- ,liegenden Teile der F^lix Mottl-Straße formieren sich die Bezirkssektionen IX—XXI. ' , , Beim Kaxl Ludwig-Denkmal ^(Haltestelle vorüber ^Endstation) fornticren sich die zionistischen Mittelschul-!derbinhungen in S. V., die Turn- und Sportvereine, der Blau weiß-Verband und die Chaluznn. Die Grupipirrrillg dieses Zuges erfolgt zwischen ^9 Ühr und M410 Uhr..' ‘ ■ , \ . De:: Einordnungen der durch blauMeiße Armbinden kenntlichen Ordner ist unbedingt Folge zu leisten. Die Marschordnung ist folgende: . Eröffnet wird der Zug durch 40 Turner, dann folgen ^das Zionistische lLandeskoinitee. da'- Präsidium des Jüdischen Nationald:ates und der Osrgalizischen Delegati'ou-, die ziouistisjchei: Mandatare und sonstigen Honoratioren, der Jüdische HochschulauZschuß, die jüdUch-as adernischen Vereine ^nnd Verbindungen, die zionistischen Mittelschulverbin- -'dungen, Turn- und Sportvereine, Blau-weiß, Chalu- ^iin, sonstige Vereine, schließlich die Bezirkssektionen.. In den Alleen, in rvelchen das Grab liegt, bildet - ^ciu Zug Turner Spalier. Das Grab isst ohne Aufenthalt ^u passieren. Das Stehenbleiben ist unterallen Umständen verboten. Die' Direktion der Wiener Straßenbahn, wird. über unser Ersuchen den Verkehr aus der 40-or Linie, zwischen x49 und -i/ziv Uhr entsprechend verstärken:' Die Gesinnungsgenossen werden äurgefordert, unliebsame Szenen an den Haltestellen dir Elektrischen unter - -allen Umständen zu vermeiden, die Würde der'Feier Hurch . strammste Disziplin zu wahren. Für die Rückfahrt ist außer öör 40-er Linie auch "die s41-er Linie zu benützen. t Alle.Tei. lnehmer werden d rin genb ersucht, s.ich sofort nach dem Verlassen der <§ l e k t r i s ch c n in ihre Einteilung zu b e- L c b e n. u m d e n O r d n e r n d e n s ch w e r e n D je n st -nach Tunlich l.eit zu erleichtern. Koloniftenkurse für Palastina-Wauderer. Die „Wiener Urania" hat sich über Ersuchen des Dalästina-Amtes bereit erklärt, während der Sommersserien spezielle Kolonisten- und Klein wirte?s ch a f t s k u r s c unter der Voraussetzung zu veranstalten, das; sich zumindest 40 Teilnehmer melden. Die Kurse um fassen folgende Gegenstände: Obstbau, Ktemliierzucht, G.'müsebau, Einführung in das laudwirt- Fchaftliche Maschinenwesen, Milchwirtschaft, Tier.ui.cht, Bienenzucht. Pflänzenbau, Tierseuchen.und ihre Verhütung, landwirtschaftliches Meliorationswesen, Bessriebslebe, Gartenbau, Rebspalierzücht im Hausgarten. Die Kurse dauern zirka zweieinhalb Monate. Tägliche Beschäftigung 3 bis 4 Stunden. Teilnehmergebühr für »alle Gegenstände zusammen zirka 150 Kronen (für Hie ganze Kursdauer). Allen Palästina-Auswanderern, insbesondere den Ehaluzim, welche sich während der iFerien in Wien aushaiten werden, wird .der Besuch dieser Kurse wärmsten» entpfohlen. Sie werden da vieles erlernen, ivas ihnen' in Palästina zustatten kommen 'wird. Auch für diejenigen, welche bereits, in der Landwirtschaft praktisch tätig waren, ist der Pesuch dieser Kurse, zwecks theoretischer Ausbildung, sehr empfehlenswert. Die Anmeldungen nimmt Frau Lotte K e m p- 1e r bis 15: Juli täglich zwischen halb 5 und halb 5 Uhr nachmittags im Bureau des Palästina^Am es, 2. Bez., ZirkusM'se' 33, entgegen. Äv»rge»zeÜL«A 8. Juli 1929 Zuteilungen ans dem Publikum. Anny Kawalek Moses Mantel cand. tned. Wien Stryj empfehlen sich als Verlobte. . Wien, im Juli 1920. “087 3085 Zur Verlobung des Fräulein Anhy Kawalek mit Herrn Moses Mantelj cand. med., gratulieren herzlichst Bernard Ehrenpreis undlsidor Wegner * Beerdigungen am heutigen Tage: Neuer Friedhof: 9 Uhr Gutlman Julie, 10 Uhr Kohn Karl. * Spende«: F ü r die-ins Elend geratene jüdische Familie (siehe unsere Notiz „Hilferuf*). 'H. S ch v! z. Wien, 11.. K 20; Prüder £., K 50 (bisher K 740). — FürjÜdische Kriegsblinde: Sammlung der Schüler und Schülerinnen sämtlrcher drei Klassen des jüdische« Realgvmnasiums in Wien, kl 100 (bisher kl 6280). * Aufruf. Das Jüdische Religivnslchrerseminar in Wien, das im Herbst d. I. eröffnet wird, beabsichtigt seinen Hörern und Schülern mit Rücksicht auf die derzeitigen hohen Bücherpreise die Bücher und Lehrmittel unentgeltlich beizustellen. Auch soll eine F a ch b i d l i 0 t h e k gegründet werden. Es ergeht hiemit an alle jene, welche für den erwähnten, eminent edlen Zweck etwas übrig haben, das höfliche Ansuchen, Bücher — es komme» vorzugsweise Bibeln mit Kommentaren, Miscknajvth u»d Talmudexemplare aber auch sonstige Hebraica und Iudaica 4« Betracht —spenden zu wollen. Drc Seminarleitung wird die gewidmete« Bücher nach erfolgter Verständigung abholen lassen. Prof. Dr. M. Rösenseld, XX., Brigittenanerlände 46. ' * An die jüdischen Vereine und Wohltätigkeitsinftitntionen! In der letzten Zeit nsthrrn sich die Ansuchen an uns, die gelegentlichen oder ständigen Sammlvngrn jüdischer Vereine «nd WohltStigkeitsanstalten l» vnserem Blatte z« der* öffentlichen. Wir sind infolge des Raummangels nicht in der Lage, dies zu tun, und bitten von Einsendungen von Spenden Verzeichnissen usw. abzusehen. Wir bitten ferner äue Vereine dünaMdst, sich der ihren.durch:dlL.LtiWL ersolLGde» Vittellamun BRILLANTEN ö 45 Wäoö. Juwel. PERLEN und JUWELEN kauft teurer als Jeder Vagö, Juwelier, l., Graben 96 Edi! 8809 kehre zurück, alles wird zur Zufriedenheit geordnet! * Der neue Oberrabdiner in Konstantimvpel. An Stelle dezurückgetretenen OberrabbinerS Harm Nahm» ist der Ädrianopler Rabbiner C h a i m B i g i r'n 0 zum Chachambasckr in der Türkei ernannt. Der neue Chachambaschi ist trotz slineS hohen Alters eine überaus tatkräftige Persönlichkeit. Auch gn der Renaissance des Judentums nimmt er eifrigen Anteil. - * Die jüdische Weltbilfskonfererrz. Mit Rücksicht ans den hcra »nahenden Termin der jüdischen Welthilfskonfercnz in K arl'sl ad'-und mMRücksicht auf den Umstand, daß in Paris derzeit eine Anzahl von Delegierten -zu dieser Konferenz versammelt istähatte das Komitee der jüdischen Delegationen in Paris Mlll 10.^-Juni beschlossen, die weiteren Arbeiten zur OrgairPerchrg Ver - Könferenz einem Organisationskomitee cm. znvertrauen? in dessen-Bestand die Mitglieder der Rekonstruktionskommission des Komitees der jüdischen Delegationen und die in Paris.anwesenden ^Delegierten der Hilfskonferenz sÄbst gehövcn. Dieses-Komitee. hat bereits, zwei Sitzungen abgehalten. Das Programm der Konferenz ist an alle einge» ladenen, Organisationen,:und an die Presse versandt worden. Eingeladen wurden zur Welthilfskonferenz siebenundvierzig zentrale Organisationen für Hilfe an Pogrom- und Kriegsopfern, acht Nationalverbände oder Nationalräte, die in ihren Gebieten sich mit dieser Hilfsarbeit befassen, dreizehn Landesverbände jüdischer Gemeinden, sechs jüdische WeltorganisationeW^diö'MMi^HilfsäMit keisM und vier jüdische Kooperativverbände.. Zweiundfünfzig der Ungeladenen Organisationen haben definitiv zugesagt. Die Sitzungaen werde in Karlsbad im großen Kurhaüssaal stattfmden. Me Wünsche, betreffs Wohnung usw., sind an Herrn Dr. Walter Koh n e r, Badearzt, Karlsbad, Haus Riva, Gartenzeile zu richten. * Kol Ridre iw EiNgl-Tangl. Man schreibt uns: Geehrte Redaktion! Die ,Miener Morgenzeitung" hot schon einige Male auf den, .Schaden aufmerksam gemacht, den die sogenannten jüdischeste Bärietss Mm jüdischer Naiüen durch Verzerrung und Schändung desselben, znfügen. Eine bisnun noch nicht dcigewesene Krech^rt gegenüber einem durchwegs jüdischen -Publikum erlaubtsich jetzt diegegenwärtig rm Cafe 'Krkadia. gastierende Muchaesier Truppe. Sie üntersteht sich, die heiligste und gestihlvollste jüdische Ptelodte, das Kol-Ridre, zu einem ^.Gasseichaucr gemeinster Art zu verwenden. Es wäre zweckmäßig, Wenn das jüdische Publikum solche Lokale, in denen'derartiges möglich ist, nlejden würde. * Die jüdischen Stiideuten,an der Posener Universität. Wie Uns aus^ Warischaü berichtet wird, hatte die Intervention der jüdischen Landtagsabgeordneten beim Unterrichts- Minister wegen Abschaffung der P r0 zeutnorni an d e r P 0 f e n e r U u i v e r s it a t das Ergebnis, daß der UuterrichtsmiNistcr die Erklärung abgab, daß die gegen dteZüdischcu Studenten - gerichtete Prozentnorin unverzüglich außer Kraft gesetzt' werden würde. Diese Zusicherung ist jedoch nach Meldungen aus Posen bisher Nicht durchgeführt worden^ denn dnr jüdischen Studenten wird nach wie vor die Aufnahme in dte Universität verweigert. Der Klub der, jüdischen Landtagsabgevrdneten hat sich deshalb neuerlich an die Regierung gewendet. * Die Erweiterung Ms Zentralfriedhofes. Im Stadtsenat würde auf Grund einer Vorlage des Stadtbauamtes die Erweiterung des Zentralfricdhofes beschlossen. Das gesamte Territorium der Erweiterung umfaßt 51-27 Hektar mit 55.000 Gräbern. Diese Fläche dürfte für sechs bis sieben Jahre ausrcichcn. Die Goiamlkosten stellen -sich auf ungefähr 31 Millionen 5troumr. * Eine Klein garten anssteSnttg. Der GrweindrratLavsschuß für Sozialpolitik und Gesundheitswesen hat beschlossen, im Herbstes.im Wiener Rathause dre U. KleingartenauSstellung zu veranstalten. Als Ausstellungsräume werden die Bolkshalle, der Arkadenhos üttd die beiden Vorhöfe iv Aussicht genommen. Für die Kostyr der Ausstellung wurden L 80.000 bewilligt. * Die Ehpler«. AuS S e b a st 0 p 0 l wird gemeldet, daß die Cholera sich in der 5krim immer mehr ausbrritct. * Level»ou* bei Iaetees' Totenfeier. Die sozialistische Partei Frankreichs hat, wie die ^Freiheit" meldet, beschlossen, de« Unabhänqigen' L e d e b 0 u r zur Trauerfeier für JonreS am 31. d.. M. nach Paris nnzuladrn. *' Gin Knmvf gege« die Ber«er«. Aus Berlin wirb gemeldet: Auf d'em Potsdamer WocheuMackk kam eS zu einer regelrechten Schlacht zwischen Bauern nnd Käufern. Obst und.Eier wurden auf die Straße oder den Bauern au d e « St 0 p f g ew 0 rfen. * Einbruch auf Schloß Aastenberg. In bttt frühen Mmgrnstunden des 4. d. M. wurde auf dein Franzschc» Schloße Rastentzerg bee Krems ein Einbruch verübt. In den Gemächern stahlen sie Silbergerätschaften im Werte von mehreren hunderttausend Kronen. I» allem und jedem sind die Täter so programmäßig vorgeoonyeu.däß Man bei ihnen ans ganz besondere Vertrautheit mit den Verhältnissen schließen muß. Auf hie Ergrrifung her Täteri ist eine Belohnung von ll 5V00, auf die Wredererlangunder gestohlenen Silbergeratschasteu rme solche von b% PtS Mg«d-- >* Eine Pulverfabrik in die Luft geflogen. A«S D i j o n wird gemeldet: Die vier Gebäude der Pulverfabrik von Vonars sind in die Lust geflogen. Man zählt bis jetzt ungefähr 50 Opfer, darunter 10 Tote. In einem Umkreis von 15 Kilometern gingen sämtliche Fensterscheiben m Trümmer. * Englischer heiterer Abend. Prof. Dr. Mc. Catü Smhthe, der in letzter Zeit mit Vorlesungen aus Oskar Wild^ Shakespeare usw. viel Zuspruch und Beifall gesunde« hat, veranstaltet heute Donnerstag den 8. d. M. um 7 Uhr abends i« . großen Urania-Saale einen englischen Abend, diesmalheitere» Genres. Karten zu K 8 nnd; 15 bei Kehlmdorfer, Heller,»Herzmauöky und an der Hauptkasse der Urania. * Demonstration der Handelsschüler gegen die Erhöhung deS Schulgeldes. Die Hörer der neuen Wiener Handelsakademie veranstalteten, gestern vormittags einen Demoustrationszug gegen die Erhöhung des UnterrichtSgeides. Gegen V*9 Uhr versammelten sich vor dem Anstaltsgebände ans de« Hammerlivgplatz in der Josefstadt etwa 600 Schüler. Sie zogen von dort im geschloffenen Zug auf den Minoritenplatz und entsendeten eine Deputation in das Unterrichtsamt. * Andreas Norz in Wien. Der Tiroler Schriftsteller Andreas Norz,' der. des Hochverrates an Belgien augeklagt, vom 80. November 1918 bis 19. Juni l. I. im Gefängnis saß, z» fünf Jahren Kerkers verurteilt, dann aber auf vielseitiger Einschreiten vom König der Belgier begnadigt wurde, ist gestern ans Innsbruck zu kurzem Ausemhalt in Wien angekomme». * Wetterkatoftrovhe. In de« Morgenstunden deS 5. d. M. sind über die Gemeinden Pöllau, Voran, Frstenburg und Rohrbach in der Ost-Stricrmark Wolkenbrüche von ungewöhnlicher- Heftigkeit niedergegangen. Die Waffermaffen richteten an Feldern, Drücken und Häusern riesigen Schaden an. Die Einwohner konnten oft nur mit Mühe sich und das Bieb retten und mußten ihre Habseligkeiten im Stich lassen. Bei Pinkafeld wurde ein großes Holzlager der Firma Andlauer & Friedrich weggeschwemmt. * Die Fordernngen der Landarbeiter. Wie ver» lautet, sind durch das Eingreisen der Orgauisatiou der Land» arbeiter die wilden Streiks, die in einigen Betrieben ausgebrochr» wären, bereits so ziemlich b e i g e l e g t worden. Bezüglich der Lohnforderungen der Landarbeiter haben die Unternehmer Bevbandlungen abaelehnt. In dieser Woche finden getren«le Arbeiter- und Unteruehmecbesprechuugen statt. Do» ihrem Ausgang hängt das Weitere ad. * * Streiks. Seit gestern nachmittags find verschiebeae Gruben im mitteldeutschen Draunkoblengebiet im Ausstaude, der als ein Protest gegen die bohen Lebeusmittelvreise, gegen de» Steuerabzug und gegen die Ablehnung der geforderten Schichtzahl anznsehen ist. * * Einftündiger DemonstrattonsstreiK der Das« «nd Elektrizitätsarbeiter. Die Not der GaSu»d,Elektrizitätsarbeiter hat diese gezwungen, an die Gemeinde mir Lohnforderungen heranzutreten. Die finanzielle Lage der. Gemeinde ist freilich so trostlos, daß den berechtigten Forderungen kaum Rechnung getragen werden kann. Die Arbeiter haben gestem vormittags nm 10 Uhr im Gas- und Elektrizitätswerke die Arbeit eingestellt, so daß um 10 Uhr die Straßenbahnen stehen bliebe«. Der Betrieb als solcher ging weiter; «m 11 Uhr wurde die Arbeit wieder aufgenommru:' * Das Niederländische Hilfskomitee für die Wiener Kinder verlautbart, daß der für den S.d.M. avisierte Mcktransport aus Holland erstam 10. d. M., 6 Uhr 40 Minute» vormittags, auf dem Westbahnhofe eintrifft. Die mit Postkarten verständigte» Eltern werden daher gebeten, sich erst Samstag den ,10. d. M. zum Empfang der Kinder eiuzufinden und beim Einttitt auf de« B-ihnhofe mit den erhaltenen Postkarten zu legitimiere». Andere» Personen wird der Eintritt ausnahnrsloS verwehrt. * Kinderhilfe: Die österreichische Staatsbahudirektion Innsbruck (Tirol) wandte sich an unS mit dem dri«gendeu Ersuchen, e i n e n N o.t s ch r c i an die gesamte Geschäftswelt und jeden hilfsbereiten Mitmenschen zu veröffentlichen, mit der Bitte, durch Spenden in L e b e n s m i t t e l n oder Gel d, es dieser Direktion zu ermöglichen, de« nach Tausende» zählende« kranke« Kindern von Eisanbahnangeste,llten undAr be i t e r n des erwähnte» Direktionsbezirkes ~ die sich in einer außergewöhnlichen Notlage infolge des Krieges befinden — eine mehrwöchige Erholung ans dem Lande zu bieten. Auch beabsichtigt diese Eifenbahndirektiv«, um die Erholung der vielen Kinder wirksam durchführe» z» können,die danerndeErrichtung se e.i»er großen Kinder e r h 0 lu n g s st ä t t e i u Tiso l und Vorarlbergs Widmungen smd an die oste r r e i ch i s ch e S ta atsbahv- D i r ek 1 i 0 n n n s b ru ck (B e r e » » s ü r z » errichtende KindererholungSstatteu i» Innsbruck, Tirol) zu leiten. <; * Eine ausgehovme Hnfardpartte. Gestern um 1 Ahv früh haben die Polizeikommissäre Dr. Lewisch und Dr. PHW des Süherheitsbureans 'mit hen 'Kriminalbeamten Inspektor Jlingfauer und Gschank im Hause, 6. Bezirk, Linke Wienzeile Nr. 4, die sogenannte „Steinpartic" ausgehoben. Dis Veranstalter dieser Pakkaratpartie ' haben es verstanden, sich, längere Zeit hindurch einen glänzend organisierten wtiv ebenso gut funktionierenden Beobachtmigs- und Warnungsbieuft emzurichteu. Die scheircen so wert gegangen zir 'sein, daß sie — nach Anzeichen zu schließen — den Hasard- Referenten des Sicherheitsbureaus durch' Privattsetekt'ivs überwachen ließen, um zu lehen, wohin er Sehe. Dädnrch ist cs ihnen auch längere Zeit gelungen, sich der Ucberraschung auf frischer Tat zu entziehen. Trotzdem gelang es den Polizeiorganen, alle Borsichtsnraßnahmen zu durchkreuzen. Dr. Lewisch verschaffte sich unerkannt Eintritt in die Spielergesellschaft und konnte durch ^ine Stunde als' interessierter - Zuschauer die Vorgänge im Spielklub ^beob-' ächten. Als aber dann später das Warnungssignal der Hausbesorgerin Brandenberger deir Spielern das Eindringen -der übrigen Pvlizeiorgane .signalisierte, war es dem. schon an-- wesenden Dr. Lewisch mit leichter Mühe möglich, -aus 'seiner Anonymität herauszutreten und vor den Augen der bestürzten Spieler die Spielkarten, Jetons, die CagnottekassL und sonstige. Spielbehelfe zu beschlagnahmen und eine Flucht' der gänzlich überraschten Spieler zu verhindern. * Ein PalästtuwüNortvag aup -cm Dampfer. Als Betveis dafür, welch lebflaftes Interesse für die Palästina-Frage, jetzt' allerorten besteht, möge die folgende. Reiseepisode welche sich auf denr Passagierdampfer. „Finnland"' während seiner letzten Fahrt von Rew-Aork nach London' ereignete.^ Der .Dampfer brachte unter- .anderer Fahrgästen auch .eine Änzahl Delegiertet aus Amerika , und Kanada .zur? Jahreskonferenz der zionistischen Organisation nach' London. Dtefe Delegierten bildeten, auf der ganzen Reise den Mittelpunkt des Interesses der ganzen Reisegesellschaft, unter rvelchcr sich auch mehrere amerikanische Bischöfebefanden, die sich' gleichfalls zu. einer Konferenz, nach Englmrd begäbe«. Sämtliche Passagiere richteten nun an' das' Mitreisende Mitglied der. zionistischen Kommission Mv. - So ka de Pool das sch'Nst'-' liche Ersuchen, einen Vortrag über Palästina zn hätten. Mr. Sola de Pool entsprach diesem Wunsche mit einem mehvstikndjgen MLttW. -a»